[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckdosenleiste mit mehreren elektrischen Steckdosen
in einer Reihenanordnung, die an wenigstens einem oberen, Stecköffnungen für mit den
Steckdosen zu verbindenden Steckern aufweisenden Gehäuseelement angeordnet sind, und
mit einem unteren Gehäuseelement, wobei die Gehäuseelemente zusammen ein die Steckdosen
enthaltendes Gehäuse bilden.
[0002] Steckdosenleisten sind in vielfachen Ausführungen im Handel erhältlich. Häufig bestehen
sie aus zwei langgestreckten Gehäusehälften, wobei die Steckdosen an einer der beiden
Gehäusehälften montiert oder einstückig angeformt sind. Steckdosenleisten werden häufig
in verschiedenen Längen mit einer unterschiedlichen Zahl von Steckdosen hergestellt
und angeboten. Nachteilig erweist es sich hierbei, daß für jede Länge separate Spritzwerkzeuge
hergestellt werden müssen, was die Herstellung infolge der teuren Spritzwerkzeuge
kostenaufwendig macht, insbesondere wenn bei einzelnen Längen nur relativ geringe
Stückzahlen hergestellt werden. Bei einstückig angeformten Steckdosen erweist es sich
darüber hinaus als Nachteil, daß auch für gleichlange Steckdosenleisten, also für
Steckdosenleisten mit einer gleichen Anzahl von Steckdosen, unterschiedliche Spritzwerkzeuge
für unterschiedliche Ausführungen von Steckdosen hergestellt werden müssen. Durch
die verschiedenen Normen von Steckdosen in den verschiedenen Ländern und auch wegen
innerhalb eines Landes gebräuchlichen unterschiedlichen Ausführungen von Steckdosen
muß ein Hersteller eine Vielzahl von Varianten herstellen, wozu er eine entsprechend
große Anzahl teurer Spritzwerkzeuge benötigt. Auch wenn auf einer Steckdosenleiste
unterschiedliche Arten von Steckdosen angeordnet werden sollen, führt dies zu einer
ähnlich aufwendigen Herstellung.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Steckdosenleiste
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die in kostengünstiger und einfacher Weise
baukastenartig in verschiedenen Längen und Ausführungen hergestellt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das untere Gehäuseelement
aus ablängbarem Strangmaterial gebildet ist, an dem eine der jeweils gewählten Länge
entsprechende Anzahl von oberen Gehäuseelementen montierbar ist.
[0005] Hierdurch können Steckdosenleisten mit einer nahezu beliebig variierbaren Anzahl
von Steckdosen hergestellt werden, indem das kostengünstig herstellbare Strangmaterial
in entsprechender Länge abgeschnitten wird und indem dann die gewünschten oberen Gehäuseelemente
mit Steckdosen aufmontiert werden. Es ist somit nur ein kleineres Werkzeug für die
oberen Gehäuseelemente erforderlich, die beispielsweise je zwei Steckdosen enthalten
können. Dieser baukastenartige Aufbau erlaubt nicht nur die Herstellung von Steckdosenleisten
in den verschiedensten Längen, sondern ermöglicht auch eine schnelle und kostengünstige
Montage. Soll die Steckdosenleiste mit einer anderen Art von Steckdosen versehen werden,
so ist lediglich ein weiteres kleineres Werkzeug für diese andere Art von oberen Gehäuseelementen
erforderlich. Unterschiedliche obere Gehäuseelemente mit verschiedenen Steckdosenarten
können auch auf einer Steckdosenleiste nahezu beliebig kombiniert werden, ohne daß
dadurch ein Mehraufwand bei der Montage entsteht.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Steckdosenleiste möglich.
[0007] Um eine schnelle und sichere Vormontage zu gewährleisten, weisen die oberen Gehäuseelemente
Mittel zur Verbindung untereinander auf und werden dann als miteinander verbundene
Anordnung am Strangmaterial montiert. Diese Mittel zur Verbindung sind vorzugsweise
als Steck- und Gegensteckelemente an den aneinanderstoßenden Seiten der oberen Gehäuseelemente
ausgebildet.
[0008] Stromschienen zur elektrischen Verbindung der Steckdosen untereinander tragen ebenfalls
zu einer einfachen und schnellen Montage bei. Dabei sind die Stromschienen zweckmäßigerweise
in entsprechende Kontaktanordnungen der Steckdosen einsteckbar ausgebildet. Um einheitliche
Stromschienen für beliebige Längen der Steckdosenleiste verwenden zu können, ist jede
Stromschiene zur Verbindung einer Kontaktanordnung eines der oberen Gehäuseelemente
mit einer Kontaktanordnung eines anderen der oberen Gehäuselemente ausgebildet. Für
jedes weitere Gehäuseelement werden dann zwei weitere Stromschienen angefügt (bei
je zwei Kontakten einer Steckdose).
[0009] Die oberen Gehäuseelemente können auf das untere Gehäuseelement aufgeschoben, aufgesteckt,
aufgerastet oder aufgeschraubt werden. Für das Aufschieben der oberen Gehäuseelemente
haben sich Führungsleisten und diese Führungsleisten aufnehmende Führungskanäle im
Bereich der Längskanten der oberen Gehäuseelemente und freien Enden der Schenkel des
unteren Gehäuseelementes als vorteilhaft erwiesen, wobei beim Aufschieben der oberen
Gehäuseelemente auf das untere Gehäuseelement jeweils die Führungsleisten in die Führungskanäle
eingeschoben werden. Die Führungsleisten weisen dabei zweckmäßigerweise einen gegenüber
einem Durchlaßschlitz zum Führungskanal hin breiteren, im Führungskanal verlaufenden
Bereich auf, so daß die oberen Gehäuseelemente verhindern, daß die Schenkel des unteren
Gehäuseelements aufgeweitet werden. Hierdurch wird die mechanische Festigkeit der
gesamten Steckdosenleiste erhöht.
[0010] Das untere Gehäuseelemente weist insbesondere einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt
auf, und die oberen Gehäuseelemente sind zur Abdeckung der offenen Längsseite des
unteren Gehäuseelements ausgebildet. Hierdurch wird der überwiegende Bereich des gesamten
Gehäuses durch das kostengünstige Strangmaterial gebildet.
[0011] Zur Vereinfachung der Montage und kostengünstigen Herstellung sind die Steckdosen
mit Ausnahme der Kontaktanordnungen einstückig an die oberen Gehäuseelemente aus Kunststoff
angeformt.
[0012] Durch das variable Anbringen der oberen Gehäuseelemente an das ablängbare Strangmaterial
ist es auch in einfacher Weise ohne wesentlichen zusätzlichen Aufwand möglich, wenigstens
ein zusätzliches oberes, nicht mit einer Steckdose versehenes Gehäuseelement vorzusehen,
das mit einem die Steckdosen schaltenden Schalter, einer Zeitschaltuhr, einer Blitzschutzeinrichtung
oder einer anderen Zusatzeinrichtung versehen ist. Hierdurch wird die Variabilität
bei der Herstellung von Steckdosenleisten erhöht, und Sonderwünsche und Sonderausführungen
können leicht realisiert werden.
[0013] Die Stirnseiten der Steckdosenleiste sind zweckmäßigerweise mit das Gehäuse abdeckenden
Abschlußelementen versehen, von denen wenigstens eine eine Kabeldurchgangsöffnung
aufweist, um das elektrische Anschlußkabel in das Gehäuse einführen zu können. Diese
Abschlußelemente sind in vorteilhafter Weise anrastbar oder anschraubbar ausgebildet.
Um das Anschrauben in einfacher Weise zu ermöglichen, weist das als unteres Gehäuseelement
dienende Strangmaterial Profilbereiche mit einem Längskanal zur Verankerung von Halteschrauben
auf.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Steckdosenleiste mit drei je zwei Steckdosen
aufweisenden oberen Gehäuseelementen und einem mit einem Schalter versehenen oberen
Gehäuseelement als Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Stirnansicht der Steckdosenleiste bei abgenommenem Abschlußelement,
Fig. 3 eine schematische Ansicht zweier oberer Gehäuseelemente von unten und
Fig. 4 einen Verbindungsbereich zwischen zwei oberen Gehäuseelementen.
[0015] Die dargestellte Steckdosenleiste besteht gemäß Fig. 1 und 2 im wesentlichen aus
einem unteren, beliebig ablängbaren Gehäuseelement 10, das einen im wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweist und als Strangmaterial bzw. Profilschiene ausgebildet ist. Auf
dieses untere Gehäuseelement 10 können obere Gehäuseelemente 11, 12 aufgeschoben werden.
In Fig. 1 sind zwei unterschiedliche Arten von oberen Gehäuseelementen 11, 12 dargestellt.
Die oberen Gehäuseelemente 11 bestehen im wesentlichen aus einer oberen, die offene
Längsseite des unteren Gehäuseelements 10 abdeckenden Abschlußplatte 13, an der zwei
Steckdosen 14 einstückig angeformt sind und sich im montierten Zustand ins Innere
der Steckdosenleiste erstrecken. In Fig. 2 ist eine derartige Steckdose 14 nur schematisch
angedeutet, da hier in bekannter Weise vielfältige Ausführungen möglich sind, z. B.
Steckdosen für Schutzkontaktstecker, Euro-Stekker und Stecker gemäß den Normen in
den verschiedenen Ländern. In der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 1 sind als Beispiel
Steckdosen 14 für Schutzkonaktstecker dargestellt.
[0016] Jede Abschlußplatte 13 weist an ihren beiden Längskantenbereichen Führungsleisten
15 auf, die in entsprechende Führungskanäle 16 an den freien Enden der beiden Schenkel
17 des unteren Gehäuseelements 10 eingeschoben werden können. Die Führungsleisten
15 sind im Innern des Führungskanals 16 relativ zum Durchlaßschlitz zum Führungskanal
hin verbreitert, so daß sie nicht quer zur Längsrichtung des Führungskanals 16 aus
diesem herausgezogen werden können. Hierdurch wird ein Aufweiten der Schenkel 17 verhindert
und die Festigkeit des durch das untere Gehäuseelement 10 und die oberen Gehäuseelemente
11, 12 gebildeten Gehäuses erhöht. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist jedes
obere Gehäuseelement 11 zwei Steckdosen 14 auf. Es ist selbstverständlich auch möglich,
obere Gehäuseelemente 11 mit nur einer Steckdose oder mit einer größeren Anzahl von
Steckdosen herzustellen. Zur Vereinfachung der Fertigung erweisen sich jedoch normierte
obere Gehäuseelemente 11 als günstig, und zwei Steckdosen 14 pro Gehäuseelement 11
dürften einen zweckmäßigen Kompromiß darstellen. Für andere Normen oder Ausführungen
von Steckdosen werden entsprechend abgewandelte obere Gehäuseelemente 11 hergestellt.
Dabei ist es prinzipiell auch möglich, die Steckdosen 14 als separate Elemente in
der Abschlußplatte 13 zu verrasten oder auf andere Weise zu verbinden. Das obere Gehäuseelement
12 besitzt eine kleinere Abschlußplatte 18 mit entsprechenden Führungsleisten 15,
an der ein elektrischer Schalter 19 zum Schalten der Steckdosen 14 angeordnet ist.
Derartige Schalter zum Schalten der Steckdosen sind bei Steckdosenleisten prinzipiell
bekannt, so daß ein näheres Eingehen auf die elektrische Anordnung nicht erforderlich
ist. Anstelle oder zusätzlich zum oberen Gehäuseelement 12 mit einem Schalter 19 können
noch weitere speziell ausgebildete obere Gehäuseelemente 11 vorgesehen und auf das
untere Gehäuseelement 10 aufgeschoben sein. Beispielsweise können solche oberen Gehäuseelemente
11 eine Zeitschaltuhr, eine Blitzschutzeinrichtung, eine Sicherung, einen Überstromschalter,
einen Temperaturschalter od.dgl. aufweisen. Beim Aufschieben auf das untere Gehäuseelement
10 ist die Reihenfolge prinzipiell unerheblich, das heißt, die als Sonderausführungen
ausgebildeten Gehäuseelemente können entweder an einem Endbereich oder zwischen den
anderen Gehäuseelementen 11 angeordnet sein.
[0017] Zum Verschließen der stirnseitigen Öffnungen der durch das untere Gehäuseelement
10 und die oberen Gehäuseelemente 11, 12 gebildeten Gehäuse dienen Abschlußelemente
20, 21. Diese sind im Ausführungsbeispiel mit U-förmigem Profil dargestellt, wobei
der Verbindungssteg zwischen den U-Schenkeln zum Verschließen der stirnseitigen Öffnungen
des Gehäuses dient. Selbstverständlich können diese Abschlußelemente 20, 21 auch beliebig
anders geformt werden, z.B. als einfache Platten. Das Abschlußelement 20 weist in
seinem mittleren Bereich eine in der perspektivischen Darstellung von Fig. 1 nicht
sichtbare Durchgangsöffnung zum Durchgang eines elektrischen Anschlußkabels 22 auf.
Das Abschlußelement 21 besitzt an einem seiner Schenkel eine Durchgangsöffnung 23
mit im wesentlichen T-förmiger Gestalt, die zum Anschrauben oder Aufhängen der Steckdosenleiste
an Wänden dient. Zum Befestigen der Abschlußelemente 20, 21 am unteren Gehäuseelement
10 dienen Halteschrauben 24, die in in Längsrichtung verlaufenden Profilelementen
25 im Innern des unteren Gehäuseelements 10 eingeschraubt werden. Hierzu weisen diese
Profilelemente 25 Längskanäle 26 auf. Nach dem Anschrauben der Abschlußelemente 20,
21 sind die oberen Gehäuseelemente 11, 12 fixiert und können nicht mehr aus dem unteren
Gehäuseelement 10 herausgeschoben werden.
[0018] Die Anzahl der oberen Gehäuseelemente 10 ist nahezu beliebig, und Sonderausführungen,
wie das obere Gehäuseelement 12, können wahlweise vorgesehen sein oder weggelassen
werden. Nach der Wahl der gewünschten Art und Anzahl von oberen Gehäuseelementen 11,
12 wird das untere Gehäuseelement 10 entsprechend abgelängt, und die oberen Gehäuseelemente
11, 12 können nach einer noch zu beschreibenden Vormontage aufgeschoben werden. Danach
brauchen lediglich noch die Abschlußelemente 20, 21 aufgeschraubt zu werden, wobei
anstelle eines Aufschraubens auch ein Aufrasten möglich ist. Dies trifft auch für
die oberen Gehäuseelemente 11, 12 zu, die anstelle eines Aufschiebens auch aufgerastet
oder aufgeschraubt werden können.
[0019] Zur Vormontage außerhalb des unteren Gehäuseelements 10 werden die oberen Gehäuseelemente
11 zunächst gemäß Fig. 3 mit der Abschlußplatte 13 nach unten an den Schmalseiten
zusammengelegt und zusammengesteckt. Hierzu sind die Schmalkanten der Abschlußplatten
13 gemäß Fig. 4 mit Mitteln zur Verbindung untereinander versehen. Die eine Abschlußplatte
13 weist dabei stirnseitig eine vorspringende Leiste 27 auf, die in eine entsprechende
Nut der anderen Abschlußplatte 13 eingreift. Diese Nut 28 wird nach unten hin durch
einen die andere Abschlußplatte 13 untergreifenden plattenartigen Vorsprung 29 begrenzt,
der Schlitze 30 aufweist, in die beim Zusammenstecken Vorsprünge 31 an der Unterseite
der linken Abschlußplatte 13 einrasten. Die Leisten 27, Nuten 28, Vorsprünge 29, Schlitze
30 und Vorsprünge 31 können sich jeweils im wesentlichen über die Gesamtbreite der
Abschlußplatten 13 erstrecken oder abwechselnd über Teilbereiche dieser Breite.
[0020] Nach dem Zusammenstecken der oberen Gehäuseelemente 11, 12 untereinander werden Kontaktanordnungen
32 aufgesteckt, wobei jede Kontaktanordnung 32 die beiden Steckdosen 14 eines oberen
Gehäuseelements 11 übergreift. Jede Kontaktanordnung 32 besitzt zwei Kontaktöffnungen
33 zum Einstecken von Steckerstiften elektrischer Stecker, die in die Steckdosen 14
eingesteckt werden. Entsprechende Vertiefungen oder Erhebungen an den Steckdosen 14
zur Positionierung und Fixierung der Kontaktanordnungen 32 sind zur Vereinfachung
nicht dargestellt. Die Kontaktanordnungen 32 können dabei entweder mit derartigen
Vertiefungen oder Erhebungen verrastet werden, oder es werden Halteelemente zur Fixierung
dieser Kontaktanordnungen 32 an den Steckdosen 14 angerastet oder angeschraubt. Zur
Verbindung der Kontaktanordnungen 32 untereinander weisen diese in ihrem mittleren
Bereich jeweils Stecköffnungen 34 auf, in die Steckvorsprünge 35 von die Kontaktanordnungen
32 verbindenden Stromschienen 36 eingesteckt werden können. Jede Stromschiene 36 verbindet
zwei Kontaktanordnungen 32 auf diese Weise, so daß bei einer größeren Anzahl von oberen
Gehäuseelementen 11 eine entsprechend größere Anzahl von Stromschienen 36 in einer
Reihenanordnung eingesteckt werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, derartige
Stromschienen 36 als fortlaufenden Metallstreifen herzustellen und in Abhängigkeit
der Anzahl der oberen Gehäuseelemente 11 entsprechend abzulängen.
[0021] Nach dem Aufstecken der Stromschienen 36 muß noch das elektrische Anschlußkabel 22
angeklemmt werden. Hierzu können die Steckdosen 14 oder Kontaktanordnungen 32 entweder
nicht dargestellte Schraubklemmen oder Lötanschlüsse aufweisen. Besitzen die Steckdosen
14 jeweils einen dritten Anschluß, beispielsweise einen Erdungsanschluß oder Schutzleiteranschluß,
so können diese Anchlüsse ebenfalls über Kontaktanordnungen 32 und Stromschienen 36
verbunden werden. Selbstverständlich können auch entsprechende Klemmschrauben- oder
Lötanschlüsse über Kabel miteinander verbunden werden. Die so vormontierten oberen
Gehäuseelemente 11, 12 werden nun zusammen in das untere Gehäuseelement 10 eingeschoben
und durch die Abschlußelemente 20, 21 fixiert.
[0022] Zur Erhöhung der Festigkeit können auch noch die an den Kanten der Abschlußplatten
13 der oberen Gehäuseelemente 11 anliegenden Bereiche der Abschlußelemente 20, 21
zur Verrastung mit Verbindungsmitteln gemäß Fig. 4 ausgestattet sein. Weiterhin kann
das untere Gehäuseelement 10 noch Versteifungsmittel aufweisen. In Fig. 2 sind solche
Versteifungsmittel als die Schenkel 17 mit der unteren Wandung verbindende Stegelemente
37 ausgebildet. Weiterhin können die Wandungen des unteren Gehäuseelements 10 in nicht
dargestellter Weise strukturiert, beispielsweise gewellt sein oder eine mäanderartige
Struktur aufweisen.
1. Steckdosenleiste mit mehreren elektrischen Steckdosen in einer Reihenanordnung,
die an wenigstens einem oberen, Stecköffnungen für mit den Steckdosen zu verbindenden
Steckern aufweisenden Gehäuseelement angeordnet sind, und mit einem unteren Gehäuseelement,
wobei die Gehäuseelemente zusammen ein die Steckdosen enthaltendes Gehäuse bilden,
dadurch gekennzeichnet, daß das untere Gehäuseelement (10) aus ablängbarem Strangmaterial
gebildet ist,an dem eine der jeweils gewählten Länge entsprechende Anzahl von oberen
Gehäuseelementen (11, 12) montierbar ist.
2. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Gehäuseelemente
(11) jeweils eine bis drei Steckdosen (14) aufweisen und insbesondere untereinander
im wesentlichen identisch ausgebildet sind.
3. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Gehäuseelemente (11, 12) Mittel (27 - 31) zur Verbindung untereinander
aufweisen und als miteinander verbundene Anordnung am unteren Gehäuseelement (10)
montierbar sind.
4. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (27 -
31) zur Verbindung als Steck- und Gegensteckelemente an den aneinanderstoßenden Seiten
der oberen Gehäuseelemente (11, 12) ausgebildet sind.
5. Steckdosenleiste nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Stromschienen
(36) zur elektrischen Verbindung der Steckdosen (14) vorgesehen sind, die vorzugsweise
in Kontaktanordnungen (32) der Steckdosen (14) einsteckbar ausgebildet sind, wobei
insbesondere jede Stromschiene (36) zur Verbindung einer Kontaktanordnung (32) eines
der oberen Gehäuseelemente (11) mit einer Kontaktanordnung (32) eines anderen der
oberen Gehäuseelemente (11) ausgebildet ist.
6. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehnden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Gehäuseelemente (11, 12) auf das untere Gehäuseelement (10) aufschiebbar,
aufsteckbar, aufrastbar oder aufschraubbar ausgebildet sind.
7. Steckdosenleiste nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Führungsleisten (15)
und diese Führungsleisten (15) aufnehmende Führungskanäle (16) im Bereich der Längskanten
der oberen Gehäuseelemente (11, 12) und freien Enden der Schenkel (17) des unteren
Gehäuseelementes (10) derart angeordnet sind, daß beim Aufschieben der oberen Gehäuseelemente
(11, 12) auf das untere Gehäuseelement (10) jeweils die Führungsleisten (15) in die
Führungskanäle (16) eingeschoben werden, wobei die Führungsleisten (15) insbesondere
einen gegenüber einem Durchlaßschlitz zum Führungskanal (16) hin breiteren, im Führungskanal
(16) verlaufenden Bereich aufweisen.
8. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehnden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Gehäuseelement (10) einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist,
und daß die oberen Gehäuseelemente (11, 12) zur Abdeckung der offenen Längsseite des
unteren Gehäuseelements (10) ausgebildet sind.
9. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckdosen (14) mit Ausnahme der elektrischen Kontaktanordnungen (32) einstückig
an die oberen Gehäuseelemente (11) aus Kunststoff angeformt sind.
10. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein oberes, nicht mit einer Steckdose (14) versehenes Gehäuseelement
(12) vorgesehen ist, das mit einem die Steckdosen (14) schaltenden Schalter (19),
einer Zeitschaltuhr, einer Blitzschutzeinrichtung oder einer anderen Zusatzeinrichtung
versehen ist.
11. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnseiten des aus dem unteren Gehäuseelement (10) und den oberen Gehäuseelementen
(11, 12) gebildeten Gehäuses abdekkende Abschlußelemente (20, 21) vorgesehen sind,
von denen wenigstens eines eine Kabeldurchgangsöffnung aufweist, und die vorzugsweise
anrastbar oder anschraubbar ausgebildet sind.
12. Steckdosenleiste nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das als unteres
Gehäuseelement (10) dienende Strangmaterial Profilbereiche (25) mit einem Längskanal
(26) zur Verankerung von Halteschrauben (24) beim Anschrauben der Abschlußelemente
(20, 21) versehen ist.
13. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Gehäuseelemente (11) in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche
Stekkerarten vorgesehen sind, wobei mehrere gleichartige oder unterschiedliche Ausführungen
alternativ am unteren Gehäuseelement (10) anbringbar sind.