[0001] Die Erfindung betrifft eine Snowboard-Bindung mit einer auf dem Snowboard zu befestigenden
Grundplatte, mit zwei mit der Grundplatte verbundenen Haltebügeln, die jeweils um
eine quer zur Längsrichtung der Grundplatte verlaufende Achse schwenkbar sind und
im Haltezustand der Bindung die vordere bzw. hintere Schuhkante eines auf der Grundplatte
stehenden Snowboard- oder Skischuhes übergreifen, mit einem lösbaren Verriegelungsmechanismus,
der im Haltezustand einen ersten Haltebügel in der die Snowboardschuhkante übergreifenden
Schwenkstellung hält und den Snowboardschuhgegen die Grundplatte verspannt, sowie
mit einem um eine quer zur Längsrichtung der Grundplatte verlaufende Achse schwenkbaren
Auftrittselement, an dem der erste Haltebügel angelenkt ist und an dem ein erster
Teil des Verriegelungsmechanismus angeordnet ist, der in der unteren Stellung des
Auftrittselementes an einen an der Grundplatte befestigten zweiten Teil des Verriegelungsmechanismus
verriegelbar ist.
[0002] In der DE-OS 41 06 401 ist eine Snowboard- Bindung dieser Art aufgezeigt, die im
Gegensatz zu bis dahin bekannten Snowboard-Bindungen eine sicherere Halterung des
Snowboardschuhes gegenüber seitlichen Kippbewegungen durch eine Übertragung der Halte-
und Spannkraft unmittelbar über beide Haltebügel gewährleistet. Auch soll das im allgemeinen
als lästig empfundene manuelle Verriegeln der Snowboard-Bindung umgangen und die Bindung
durch bloßes Einsteigen mittels des Snowboardschuhes in die Haltestellung verriegelt
werden.
[0003] Bei dieser bekannten Snowboard-Bindung ist jedoch der Bereich zwischen dem schwenkbaren
Auftrittselement und dem an der Grundplatte angeordneten Verriegelungsmechanismus
nicht abgedeckt, sodaß in diesen Bereich leicht Schnee eindringen kann, wenn die Bindung
geöffnet ist, was zum Beispiel bei Liftfahrten am hinteren Fuß notwendig wird. Der
eingedrungene Schnee verhindert das Niederschwenken des Auftrittselementes und somit
die erneute Verriegelung der Snowboard- Bindung. Darüber hinaus kann sich der Haltebügel
beim Öffnen der Bindung am Snowboardschuh verklemmen und sich nicht aus der Snowboardschuhkante
lösen, da die Relativbewegung in Richtung der Snowboardschuhsohle zwischen Haltebügel
und Snowboardschuh nicht ausreichend groß ist. Außerdem ist die Position des am schwenkbaren
Auftrittselement angelenkten Haltebügels im geöffneten Zustand der Bindung nicht festgelegt,
sodaß er vor dem Einsteigen des Snowboardschuhes zunächst von Hand in eine geignete
Stellung gebracht und in dieser Stellung gehalten werden muß. Aufgabe der Erfindung
ist es, die Snowboard- Bindung der DE-OS 41 06 401 konstruktiv zu verbessern und im
praktischen Einsatz besser handhabbar zu machen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anlenkachse des ersten
Haltebügels am schwenkbaren Auftrittselement im Haltezustand der Bindung weiter von
der Snowboardoberseite entfernt ist als die Achse, mit der das Auftrittselement an
der Grundplatte angelenkt ist.
[0005] Eine solche Vorrichtung schafft eine Snowboard-Bindung, bei der sich einer der beiden
Haltebügel, insbesondere der hintere, beim Öffnen der Bindung sicher von der vorstehenden
(hinteren) Kante des Snowboardschuhes löst.
[0006] Bei einfacher Konstruktion sind die Achsen des schwenkbaren Auftrittselementes so
angeordnet, daß beim Öffnen der Bindung der Haltebügel durch den senkrecht zur Grundplatte
stehenden Hebelarmanteil eine ausreichend große Bewegungskomponente in Richtung der
Grundplatte erfährt. Die Relativbewegung zwischen Haltebügel und Snowboardschuhkante
wird hierdurch so groß, daß ein sicheres Abziehen des Haltebügels von der Hinterkante
des Snowboardschuhes bewirkt wird.
[0007] Der Vorgang, den Haltebügel vor dem Einsteigen des Snowboardschuhes zunächst von
Hand in eine geignete Stellung zu bringen und ihn in dieser Stellung zu halten, wird
nicht erforderlich, wenn die Stellung des ersten Haltebügels relativ zum Auftrittselement
im geöffneten Zustand der Snowboard-Bindung durch mindestens zwei Anschläge, insbesondere
durch eine Haltebügel-Führungsnut, festgelegt ist, von denen mindestens einer beim
Schließen der Bindung überwindbar ist.
[0008] Besonders einfach wird der erste Haltebügel in die für den geöffneten Zustand der
Bindung festgelegte Position gebracht, wenn mindestens eine Seite eines Zwischenelementes
eine Anlagefläche für den am Auftrittselement angelenkten Haltebügel aufweist, die
den Haltebügel beim Öffnen der Bindung in die durch die Anschläge festgelegte Stellung
im geöffneten Zustand der Snowboard-Bindung lenkt.
[0009] Eine besonders günstige Form des schwenkbaren Auftrittselementes wird dadurch erreicht,
daß es an seinem freien Ende derart ausgebildet, insbesondere abgerundet ist, daß
der Abstand zwischen der Anlenkachse des Haltebügels und der Kontaktstelle des Auftrittselementes
zur Snowboardschuhsohle in der geöffneten Position der Bindung geringer ist als in
der verriegelten Position. Dadurch wird der Haltebügel beim Öffnen der Bindung zusätzlich
von der vorstehenden Kante des Snowboardschuhes abgehoben und erleichtert auf diese
Weise den Ausstieg aus der Snowboard- Bindung.
[0010] Ein weitere besonders vorteilhafte Gestaltung der Snowboard-Bindung ergibt sich dadurch,
daß an dem äußeren Ende des Auftrittselementes eine Abdeckung angelenkt ist, die um
eine zu der Schwenkachse des Auftrittselementes parallel verlaufende Achse schwenkbar
ist und über parallel zu den Schwenkachsen weisende Zapfen in an dem Zwischenelement
seitlich angeordneten Nuten geführt wird und den Raum zwischen dem Auftrittselement
und dem Zwischenelement sowie den gesamten Verriegelungsmechanismus in jeder Schwenkposition
des Auftrittselementes vollständig abdeckt. Dadurch wir das Eindringen von Schnee
in diesen Bereich verhindert, wenn die Bindung beispielsweise bei einer Liftfahrt
am hinteren Fuß geöffnet ist. Eine erneute Verriegelung der Snowboard-Bindung kann
problemlos erfolgen.
[0011] Vorteilhaft ist es auch, das Zwischenelement und/oder das zweite Auftrittselement
über eine Führungsschiene an der Grundplatte zu befestigen, über die sie in Längsrichtung
der Grundplatte verschiebbar sind. Indem das Zwischenelement und/oder das zweite Auftrittselement
zum Beispiel durch eine in der Verschieberichtung angeordnete Gewindespindel einstellbar
sind, wird auf diese Weise eine einfache Größenanpassung an verschiedene Snowboardschuhe
ermöglicht.
[0012] Eine besonders einfacher, robuster und zugleich sicherer Verriegelungsmechanismus
ist dann gegeben, wenn an dem ersten Auftrittselement ein oder mehrere Verschlußstifte
angeordnet sind, die beim Schwenken des Auftrittselementes zu der Grundplatte hin
an einem im Zwischenelement oder in der Grundplatte gegen Federlast verstellbaren
Verriegelungsschieber einrasten, der durch einen Öffnungshebel gegen die Federlast
verschiebbar ist und die Verriegelung löst.
[0013] Besonders günstig ist es, wenn die Verschlußstifte einen kugelabschnittförmigen Kopf
haben, dessen Grundfläche größer ist als der Querschnitt des sich daran anschließenden
Verschlußstiftbereiches, mit dem sie durch je eine nockenförmige, Ausnehmung im Verriegelungsschieber
durchgreifen und hinter dem Verriegelungsschieber einrasten.
[0014] Weitere Merkmale und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind aus den übrigen
Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beispielsbeschreibung zu ersehen.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1: Eine Snowboard-Bindung im Haltezustand (oberer Teil) und im geöffneten Zustand
(unterer Teil) der Bindung
Figur 2: Der hintere Bindungsbereich im Haltezustand (oberer Teil) und im geöffneten
Zustand (unterer Teil) der Bindung
Figur 3: Das schwenkbare Auftrittselement im Haltezustand und im geöffneten Zustand
der Bindung
Figur 4: Die Abdeckung des Verriegelungsmechanismus
[0016] Figur 5: Den Verriegelungsmechanismus Die in Figur 1 gezeigte Snowboard-Bindung besteht
aus einem vorderen Bindungsbereich 1 und einem hinteren Bindungsbereich 2, die auf
einer Grundplatte 3 angeordnet sind. Insgesamt sind zwei Grundplatten 3 in bekannter
Weise an einem hier nur teilweise dargestellten Snowboard 4 lösbar so befestigt, daß
der Winkel zwischen der Längsrichtung des Snowboards 4 und den Längsrichtungen der
beiden Grundplatten 3 veränderbar ist.
[0017] Der Einstieg in diese Snowboard-Bindung erfolgt ähnlich wie in eine allgemein bekannte
Sicherheitsbindung von Skiern. Zunächst wird der Ski-oder Snowboardschuh 9 so auf
das vordere Auftrittselement 6 gestellt, daß der Haltebügel 7 die Kante 8 des Schuhes
9 übergreift. Dann wird mit dem hinteren Schuhteil das schwenkbare Auftrittselement
15 niedergetreten, wodurch der hintere Haltebügel 18 die hintere Schuhkante 20 übergreift
und den Schuh 9 an die Auftrittsfläche 14 zieht. Das Auftrittselement 15 wird in seiner
unteren Schwenkposition automatisch verriegelt und der Snowboardschuh 9 ist durch
beide Haltebügel 7 und 18 gegen die Auftrittselemente 6 und 15 verspannt und kann
nur durch Betätigung eines Öffnungshebels 36 von Hand entriegelt werden.
[0018] Der vordere Bindungsbereich 1 besteht aus einer an der Grundplatte 3 befestigten
Führungsschiene 5, an der ein Auftrittselement 6 so befestigt ist, daß es zum Beispiel
über eine Verstellschraube 37 in der Längsrichtung der Grundplatte 3 verschiebbar
ist, um auf diese Weise eine Anpassung der Snowboard-Bindung an verschiedene Snowboardschuhgrößen
zu ermöglichen. An dem Auftrittselement 6 ist ein vorderer Haltebügel 7 schwenkbar
gelagert, der im Haltezustand der Bindung über die vordere Kante 8 eines hier nur
teilweise dargestellten Snowboardschuhes 9 greift und den Snowboardschuh gegen das
Auftrittselement 6 verspannt. Der Haltebügel 7 liegt in der dem Haltezustand der Bindung
entsprechenden Position an einem Anschlag 10 an und kann zum Beispiel beim Transport
des Snowboardes nach hinten umgeklappt werden. Die Anlagefläche 11 des Auftrittselementes
6 an die Snowboardschuhsohle 12 ist gewölbt ausgeführt, damit der Snowboardschuh 9
beim Einund Ausstieg aus der Bindung auf dem vorderen Auftrittselement 6 abrollen
kann.
[0019] Darüber hinaus weist die Anlagefläche 11 des Auftrittselementes 6 an die Snowboardschuhsohle
12 eine oder mehrere Halterippen 13 auf, die an der vorderen Seite kantig und an der
hinteren Seite abgerundet sind. Beim Schließen der Bindung rollt der Snowboardschuh
9 auf dem Auftrittselement 6 nach hinten ab, wobei sich die Kanten der Halterippen
13 in die Sohle 12 des Snowboardschuhes 9 verzahnen und auf diese Weise ein Abgleiten
des Snowboardschuhes 9 nach hinten verhindern und zusätzlichen Halt geben.
[0020] Bei der hinteren der beiden Snowboard-Bindungen ist die Anlagefläche 14 des hinteren,
schwenkbaren Auftrittselementes 15 an die Snowboardschuhsohle 12 höher angeordnet
als die Anlagefläche 11 des Auftrittselementes 6 an die Snowboardschuhsohle 12. Dadurch
ist der Bewegungsablauf beim Schließen der Bindung optimal zu lösen und es kann leicht
ein ausreichend hoher Druck mit der Ferse auf den hinteren Bindungsbereich ausgeübt
werden. Der hintere Bindungsbereich 2 ist in den Figuren 2 bis 5 näher dargestellt.
[0021] Das gegen Federlast nach unten (Schließen der Bindung) schwenkbare Auftrittselement
15 ist mit der Achse 16 am Zwischenelement 17 gelagert. An seinem freien Ende ist
der hintere Haltebügel 18 schwenkbar um die Achse 19 angelenkt. Die Achse 19 ist so
angeordnet, daß sie sich im Haltezustand der Bindung höher befindet als die Achse
16. Durch die sich daraus ergebende, senkrecht zur Grundplatte 3 verlaufende Komponente
s des Hebelarmes h (Fig. 3) ergibt sich beim Öffnen der Bindung eine wesentlich größere
Bewegungskomponente des Haltebügels 18 horizontal nach hinten (parallel zur Grundplatte)
von der hinteren Kante 20 des Snowboardschuhes 9 weg, als bei einem Hebelarm, der
parallel zur Grundplatte 3 verläuft. Hierdurch entfernt sich der Haltebügel 18 beim
Öffnen der Bindung weit genug vom Snowboardschuh 9, so daß dieser problemlos nach
oben entnommen werden kann.
[0022] Das Auftrittselement 15 hat an beiden Seitenflächen je zwei Haltebügel-Führungsnuten
21 und 22, in die der Haltebügel 18 mit seinen federnden Schenkeln im geöffneten Zustand
bzw. im Haltezustand der Bindung einliegt und dadurch in seiner Lage relativ zum Auftrittselement
15 und zur gesamten Snowboard-Bindung jeweils festgelegt ist. Während des Öffnens
oder des Schließens der Bindung überwindet der Haltebügel 18 den Steg 23, der sich
zwischen den beiden Haltebügel-Führungsnuten 21 und 22 befindet, indem er seitlich
auffedert.
[0023] An beiden Seiten des Zwischenelementes 17 ist je ein Führungskörper 24 mit je einer
Anlagefläche 25 angeordnet, die den Haltebügel 18 beim Öffnen der Bindung von der
Haltebügel-Führungsnut 22 in die Haltebügel-Führungsnut 21 lenkt. Beim Schließen der
Bindung wird der Haltebügel 18 durch die hintere Schaftseite 26 des Snowboardschuhes
9 von der Haltebügel-Führungsnut 21 in die Haltebügel-Führungsnut 22 gelenkt und verspannt
im Haltezustand der Bindung den Snowboardschuh 9 gegen das Auftrittselement 15. Darüber
hinaus geben die beiden Führungskörper 24 dem hinteren Teil des Snowboardschuhes 9
zusätzlichen seitlichen Halt.
[0024] In Figur 3 ist der Querschnitt des schwenkbaren Auftrittselementes 15 dargestellt,
das an seinem freien Ende derart abgerundet ist, daß der Abstand der Anlenkachse 19
des Haltebügels 18 zur Unterseite der Snowboardschuhsohle 12 im geöffneten Zustand
der Bindung (d1) wesentlich geringer ist, als im Haltezustand der Bindung (d2). Dadurch
wird neben einem leichteren Abrollen des Snowboardschuhes 9 auf dem Auftrittselement
15 erreicht, daß der Haltebügel 18 beim Öffnen der Bindung stärker angehoben wird,
als der Snowboardschuh 9 und sich auch in vertikaler Richtung ausreichend weit von
der hinteren Snowboardschuhkante 20 entfernt.
[0025] Figur 4 zeigt eine Abdeckung 27, die am Auftrittselement 15 schwenkbar um die Achse
19 angelenkt ist und sich über die gesamte Breite des Auftrittselementes 15 erstreckt.
An den Seitenflächen 28 der Abdeckung 27 ist je ein nach innen weisender Zapfen 29
angeordnet, der in je einer Nut 30 an den Seitenflächen des Zwischenelementes 17 geführt
wird. Dadurch wird der Raum zwischen dem Auftrittselement 15 und dem Zwischenelement
17 sowie der gesamte Verriegelungsmechanismus in jeder Schwenkstellung des Auftrittselementes
15 vollständig abgedeckt, sodaß in die beispielsweise zu einer Liftfahrt geöffnete
Bindung kein Schnee eindringen und ein erneutes Schließen verhindern oder erschweren
kann.
[0026] Der Verriegelungsmechanismus ist in Figur 5 und in Figur 2 dargestellt. An der Unterseite
des Auftrittselementes 15 sind zwei Verschlußstifte 31 befestigt, die beim Schließen
der Bindung durch die nockenförmigen Ausnehmungen 32 eines Verriegelungsschiebers
33 durchgreifen, der in dem Zwischenelement 17 geführt ist. Die kugelabschnittförmig
ausgebildeten Verschlußstiftköpfe 34 treffen beim Schließvorgang auf die engere Seite
der mit einer Einlaufschräge versehenen nockenförmigen Ausnehmungen 32 und verschieben
den Verriegelungsschieber 33 soweit gegen eine Druckfeder 35, bis die Verschlußstiftköpfe
34 an der breiteren Seite der nockenförmigen Ausnehmungen 32 durch den Verriegelungsschiebers
33 durchgreifen. In der unteren Schwenkstellung des Auftrittselementes 15 verschiebt
die Druckfeder 35 den Verriegelungsschieber 33 zurück in seine Ausgangsposition und
die Bindung ist im Haltezustand verriegelt.
[0027] Durch manuelles Verschieben des Verriegelungsschiebers 33 an einem Öffnungshebel
36 gegen die Druckfeder 35 wird die Verriegelung aufgehoben und das Auftrittselement
15 wird durch eine weitere Druckfeder, die vorzugsweise zwischen dem Auftrittselement
15 und dem Zwischenelement 17 sowie zwischen den beiden Verschlußstiften 31 angeordnet
ist, nach oben geschwenkt (Öffnen der Bindung).
[0028] In einer weiteren Ausführungsform der Snowboardbindung ist die Verriegelung auch
in der Art zu öffnen, daß an einem Öffnungshebel oder einem Riemen gezogen wird, der
beispielsweise mit dem am Snowboard befestigten Fangriemen verbunden oder identisch
sein kann.
[0029] Ein unbeabsichtigtes Öffnen der Bindung ist bei einem Verriegelungsmechanismus der
zuvor beschriebenen Art sicher ausgeschlossen.
1. Snowboard-Bindung
a) mit einer auf dem Snowboard zu befestigenden Grundplatte,
b) mit zwei mit der Grundplatte verbundenen Haltebügeln, die jeweils um eine quer
zur Längsrichtung der Grundplatte verlaufende Achse schwenkbar sind und im Haltezustand
der Bindung die vordere bzw. hintere Schuhkante eines auf der Grundplatte stehenden
Snowboard- oder Skischuhes übergreifen,
c) mit einem lösbaren Verriegelungsmechanismus, der im Haltezustand einen ersten Haltebügel
in der die Snowboardschuhkante übergreifenden Schwenkstellung hält und den Snowboardschuh
gegen die Grundplatte verspannt,
d) mit einem um eine quer zur Längsrichtung der Grundplatte verlaufende Achse schwenkbaren
Auftrittselement, an dem der erste Haltebügel angelenkt ist und an dem ein erster
Teil des Verriegelungsmechanismus angeordnet ist, der in der unteren Stellung des
Auftrittselementes an einen an der Grundplatte befestigten zweiten Teil des Verriegelungsmechanismus
verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet,
e) daß die Anlenkachse (19) des ersten Haltebügels (18) am schwenkbaren Auftrittselement
(15) im Haltezustand der Bindung weiter von der Snowboardoberseite entfernt ist, als
die Achse (16), mit der das Auftrittselement (15) an der Grundplatte (3) angelenkt
ist.
2. Snowboard-Bindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung des
ersten Haltebügels (18) relativ zum Auftrittselement (15) im geöffneten Zustand der
Snowboard-Bindung durch mindestens zwei Anschläge festgelegt ist, von denen mindestens
einer beim Schließen der Bindung überwindbar ist.
3. Snowboard-Bindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der überwindbare
Anschlag relativ zum Haltebügel (18) oder der Haltebügel (18) relativ zum überwindbaren
Anschlag federnd ausweicht.
4. Snowboard-Bindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftrittselement
(15) an einer oder beiden seiner Seitenflächen mindestens je eine Haltebügel-Führungsnut
(21) aufweist, in die der am Auftrittselement (15) angelenkte erste Haltebügel (18)
mit seinen federnden Schenkeln eingreift.
5. Snowboard-Bindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Auftrittselement (15) an seinem freien Ende derart ausgebildet, insbesondere
abgerundet ist, daß der Abstand zwischen der Anlenkachse (19) des Haltebügels (18)
und der Kontaktstelle des Auftrittselementes (15) zur Snowboardschuhsohle (12) in
der geöffneten Position der Bindung geringer ist als in der verriegelten Position.
6. Snowboard-Bindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auftrittselement (15) an einem Zwischenelement (17) angelenkt ist, das an
der Grundplatte (3) befestigt ist und an dem der zweite Teil des Verriegelungsmechanismus
(32, 33, 35, 36) angeordnet ist, in den der erste am Auftrittselement (15) angeordnete
Teil des Verriegelungsmechanismus (31, 34) eingreift und die Verriegelung herstellt,
wenn das Auftrittselement (15) in die untere Stellung geschwenkt ist.
7. Snowboard-Bindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Seite des Zwischenelementes (17) eine Anlagefläche (25) für den am Auftrittselement
(15) angelenkten Haltebügel (18) aufweist, die den Haltebügel (18) beim Öffnen der
Bindung in die durch die Anschläge (21) festgelegte Stellung im geöffneten Zustand
der Snowboard- Bindung lenkt.
8. Snowboard-Bindung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem äußeren
Ende des Auftrittselementes (15) eine Abdeckung (27) angelenkt ist, die um eine zu
der Schwenkachse (16) des Auftrittselementes (15) parallel verlaufende Achse, insbesondere
um die Schwenkachse (19) des ersten Haltebügels (18), schwenkbar ist, und über parallel
zu den Schwenkachsen (16, 19) weisende Zapfen (29) in an dem Zwischenelement (17)
seitlich angeordneten Nuten (30) geführt wird und den Raum zwischen dem Auftrittselement
(15) und dem Zwischenelement (17) sowie den gesamten Verriegelungsmechanismus (31
bis 35) in jeder Schwenkposition des Auftrittselementes (15) vollständig abdeckt.
9. Snowboard-Bindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der nicht an dem schwenkbaren Auftrittselement (15) angelenkte zweite Haltebügel
(7) an einem zweiten, nicht schwenkbaren Auftrittselement (6) angelenkt ist, das an
der Grundplatte (3) befestigt ist.
10. Snowboard-Bindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Auftrittselement
(6) an einer oder beiden seiner Seitenflächen je mindestens einen überwindbaren oder
nicht überwindbaren Anschlag (10) aufweist, gegen den der zweite Haltebügel (7) schwenkbar
ist.
11. Snowboard-Bindung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenelement
(17) und/oder das zweite Auftrittselement (6) über eine Führungsschiene (5) an der
Grundplatte (3) befestigt sind/ist, über die sie/es in Längsrichtung der Grundplatte
(3) verschiebbar sind/ist.
12. Snowboard-Bindung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anlagefläche (11) des zweiten Auftrittselementes (6) an die Snowboardschuhsohle
(12) um eine zur Schwenkachse (16) des ersten Auftrittselementes (15) parallel verlaufende
Achse abgerundet ist.
13. Snowboard-Bindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche
(11) des zweiten Auftrittselementes (6) an die Snowboardschuhsohle (12) eine oder
mehrere geradlinig oder kurvenförmig ausgebildete Halterippen (13) aufweist, die im
wesentlichen parallel zur Schwenkachse (16) des ersten Auftrittselementes (15) verlaufen.
14. Snowboard-Bindung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterippen
(13) des zweiten Auftrittselementes (6) an der zum ersten Auftrittselement (15) weisenden
Seite abgerundet, und an der den ersten Auftrittselement (15) abgewandten Seite kantig
ausgeformt sind.
15. Snowboard-Bindung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anlagefläche des ersten Auftrittselementes (15) an die Sohle des Snowboardschuhes
(12) weiter von der Grundplatte (3) entfernt ist als die Anlagefläche (11) des zweiten
Auftrittselementes (6) an die Snowboardschuhsohle (12).
16. Snowboard-Bindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem ersten Auftrittselement (15) ein oder mehrere Verschlußstifte (31) angeordnet
sind, die beim Schwenken des Auftrittselementes (15) zu der Grundplatte (3) hin an
einem im Zwischenelement (17) oder in der Grundplatte (3) gegen Federlast (35) verstellbaren
Verriegelungsschieber einrasten (33).
17. Snowboard-Bindung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußstifte
(31) einen insbesondere kugelabschnittförmigen Kopf (34) haben, dessen Grundfläche
größer ist als der Querschnitt des sich daran anschließenden Verschlußstiftbereiches
(31).
18. Snowboard-Bindung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsschieber
(33) für jeden Verschlußstift (31) eine nockenförmige Ausnehmung (32) aufweist, durch
die beim Schwenken des Auftrittselementes (15) zu der Grundplatte (3) hin jeweils
ein Verschlußstiftkopf (34) durchgreift und hinter dem Verriegelungsschieber (33)
einrastet.
19. Snowboard-Bindung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verriegelungsschieber (33) einen Öffnungshebel (36) aufweist, durch den der
Verriegelungsschieber (33) gegen Federlast (35) verschiebbar ist und die Verriegelung
löst.
20. Snowboard-Bindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das schwenkbare erste Auftrittselement (15) und der daran angelenkte erste Haltebügel
(18) den hinteren Bereich (20, 26) des Snowboardschuhes (9) hält.