[0001] Die Erfindung betrifft einen Magnetrührer mit einem Gehäuse, welches ein Unterteil
und ein damit verbindbares Oberteil aufweist, wobei in dem Unterteil der Antriebsmotor
mit seiner Steuerung und dem elektrischen Anschluß angeordnet sind und der daran anbringbare
Oberteil an seiner Oberseite die Aufstellfläche für ein den Rührmagneten enthaltendes
Rührgefäß bildet.
[0002] Derartige Magnetrührer sind aus der Praxis bereits bekannt. Da sie in der Regel keine
Heizung enthalten, kann das Oberteil des Gehäuses gleichzeitig die Aufstellfläche
für das Rührgefäß sein. In der Regel besteht dieses aus Kunststoff, so daß im Falle
eines zu rührenden aggressiven Mediums die Gefahr besteht, daß dieser Oberteil durch
überlaufende Bestandteile oder Substanzen oder auch durch beim Rühren freiwerdende
aggressive Dämpfe beschädigt wird. Falls das Gefäß an seiner Außenseite mit dem zu
rührenden aggressiven Medium benetzt ist, wird die Standfläche entsprechend lange
diesem Medium ausgesetzt und dadurch unter Umständen irreparabel zerstört.
[0003] Es wurde deshalb schon versucht, ein emailliertes Oberteil zu verwenden, was jedoch
den Nachteil hat, daß es schlagempfindlich ist und eine teure Herstellung bedeutet.
[0004] Darüber hinaus besteht bei all diesen bekannten Lösungen ein Abdichtproblem zwischen
Oberteil und Unterteil, wobei die Abdichtung in der Regel durch eine möglichst genaue
Zusammenfügung von Unterteil und Oberteil und eventuell eine dabei vorgesehene Labyrinthdichtung
erzeugt wird. Dadurch kann ein aggressives verdampftes Medium in das Geräteinnere
eindringen.
[0005] Eine weitere Lösung sieht ein Oberteil aus Edelstahl vor, bei welchem ähnliche Abdichtprobleme
auftreten und bei sehr aggressiven Medien trotz des verwendeten Werkstoffes eine Korrosionsgefahr
besteht. Dennoch ist ein solches Gerät aufgrund des verwendeten Werkstoffes sehr teuer.
[0006] Es besteht deshalb die Aufgabe, einen Magnetrührer der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, bei welchem die Aufstellfläche weitgehend unempfindlich gegen aggressive
Medien, insbes. Flüssigkeiten, aber auch Dämpfe ist, trotzdem preiswert hergestellt
werden kann und eine einfache und wirkungsvolle Abdichtung gegenüber dem Unterteil
erlaubt.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß das Oberteil des Gehäuses aus Glas besteht
und die Ränder dieses Oberteiles selbstdichtend an dem Unterteil angedrückt sind.
[0008] Glas ist ein ausreichend stabiler Werkstoff, um als Aufstellfläche für das in der
Regel ebenfalls aus Glas bestehende Rührgefäß zu dienen und kann aggressiven Medien
wie das aus Glas bestehende Rührgefäß widerstehen. Dabei kann ein solches Glasoberteil
preiswert hergestellt werden, zumal Glas ein preiswerter Werkstoff ist.
[0009] Darüber hinaus kann der mit dem Unterteil zu verbindende Rand dieses aus Glas bestehenden
Oberteiles so geformt und derart glatt sein, daß bei einem Andrücken an das Unterteil
von selbst eine ausreichende Dichtung entsteht.
[0010] Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn das Unterteil des Gerätes aus einem elastisch
etwas nachgiebigen Werkstoff besteht. Somit paßt sich die Gegenfläche beim Andrücken
des Oberteiles an dieses an, selbst wenn geringfügige Maßabweichungen vorhanden sind,
so daß die Dichtwirkung verbessert wird.
[0011] Eine besonders gute Dichtung ergibt sich, wenn das aus Glas bestehende Oberteil kappen-oder
schüsselförmig ausgebildet ist und an seinem in Gebrauchsstellung unteren freien umlaufenden
Rand einen Wulst, Flansch oder dergleichen Verbreiterung hat, und wenn an dem Unterteil
ein Sitz mit einer Hinterschneidung zur Aufnahme dieser Verbreiterung vorgesehen ist.
[0012] Dabei kann der Sitz für den Rand innerhalb des Unterteiles versenkt sein, so daß
sich eine Dichtfläche sowohl an der Stirnseite des Randes des Glasteiles als auch
an der Verbreiterung als auch schließlich noch über einen Teil der Höhe an der Seitenfläche
des Glas-Oberteiles bildet.
[0013] Da das Unterteil aus einem etwas nachgiebigen Werkstoff besteht, kann das Glas-Oberteil
von oben her gegen seinen Sitz gedrückt werden, obwohl die Verbreiterung gegenüber
der obersten Öffnung des Oberteiles ein Übermaß hat. In Gebrauchsstellung soll die
obere Öffnung des Unterteiles unter Druck an der Außenseite des Glasoberteiles anliegen.
Auf diese Weise ergibt sich ein auch für Dämpfe undurchdringlicher Dichtsitz entlang
der Verbindungslinie zwischen Unterteil und Oberteil.
[0014] Die Seitenwand des aus Glas bestehenden Oberteiles kann eine Aussparung für den Durchtritt
einer Drehknopfwelle haben, so daß das Gerät von außen her beispielsweise bezüglich
der Motordrehzahl verändert werden kann. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Drehknopflagerung
selbst an dem Unterteil vorgesehen ist und so weit über das Oberteil übersteht, daß
die Aussparung für die Drehwelle überdeckt und an der Außenseite des Oberteiles ebenfalls
abgedichtet ist.
[0015] Der Drehknopf mit der an ihm befestigten Welle kann mit seinem Außenrand an der Drehknopflagerung
des Unterteiles des Gehäuses drehbar verrastet sein.
[0016] Besonders einfach ist dies erreichbar, wenn die Drehknoflagerung des Unterteiles
eine umlaufende Rille und der Drehknopf einen umlaufenden, in die Rille passenden
Rand oder Wulst hat, der mit dieser Rille verrastbar ist. Da Rille und Wulst auf einem
Kreis umlaufen, kann der Drehknopf trotz dieser Verrastung zur Veränderung der Motordrehzahl
verdreht werden.
[0017] Es sei noch erwähnt, daß die Verwendung von Glas den Vorteil hat, daß das Oberteil
durchsichtig gestaltet werden kann und somit für den Benutzer auch eine optische Kontrolle
des im Inneren befindlichen Motors ermöglicht. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
dieses Oberteil insbesondere innenseitig zu beschichten, also eine Beschichtung im
abgedichteten Raum und somit von aggresiven Medien getrennt vorzusehen. Dies hat den
Vorteil, daß das Gerät aufgrund einer solchen Beschichtung je nach Verwendung von
Farben, Grafiken und Mustern optisch unterschiedlich und ansprechend gestaltet werden
kann und beispielsweise auch Beschriftungen, die Marke oder Hinweise gut geschützt
und gut sichtbar angebracht werden können.
[0018] Ein weiterer Vorteil des Glas-Oberteiles besteht darin, daß es bei einer Beschädigung
oder Zerstörung sehr leicht und preiswert durch ein neues derartiges Oberteil ersetzt
werden kann, zumal auch die Montage sehr einfach ist.
[0019] Damit das Glas-Oberteil nicht versehentlich aus seinem Dichtsitz herausgezogen werden
kann oder herausfallen kann, kann es mit dem Unterteil verklebet sein. Dadurch kann
die Abdichtung weiter verbessert werden, wobei allerdings in Kauf genommen werden
muß, daß ein Ersetzen des Oberteiles schwieriger ist.
[0020] Falls das Gerät nicht mehr reparabel ist, hat das Glasoberteil den Vorteil, auf einfache
Weise einer Wiederverwertung Recyclingzugeführt werden zu können.
[0021] Die Welle des Drehknopfes kann mit einem einstellbaren Potentiometer gekuppelt sein,
dessen Veränderung die Drehzahl des Motors verändert. Wird die Drehwelle zu weit gedreht,
könnte dadurch der nur einen begrenzten Drehwinkel zulassende Potentiometer aus seiner
Halterung gerissen werden. Einerseits kann dies durch die Glashaube erkannt werden
und zum anderen ist eine Ausgestaltung des drehbaren Knopfes dahingehend möglich,
daß auf seinem Drehweg ein diesen Drehweg auf den höchsten Drehwinkel des Potentiometers
begrenzender Anschlag vorgesehen ist.
[0022] Um dabei Montage- und Herstellungstoleranzen auszugleichen, kann die Drehwelle derart
dünn oder schwach gestaltet sein, daß sie beim Anschlag innerhalb des Potentiometers
und vor einem Anschlag des Drehknopfes an seiner Drehbegrenzung eine Torsion und damit
ein Erreichen des Drehknopfanschlages erlaubt, bevor die Halterung des Potentiometers
überlastet ist.
[0023] Insgesamt ergibt sich vor allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen
Merkmale und Maßnahmen ein auch in den Abmessungen auf einfache Weise kleinzuhaltender
Magnetrührer großer Leistung, der chemisch hochbeständig ist, aufgrund des geringen
technischen Aufwandes kostengünstig hergestellt werden kann, wenig Einzelteile benötigt
und insgesamt sehr zuverlässig sein kann.
[0024] Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
beschrieben.
[0025] Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
Fig.1 einen senkrechten Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Magnetrührer mit einem
zweiteiligen Gehäuse,
Fig.2 eine Draufsicht dieses Magnetrührers,
Fig. 3 eine Ansicht des Unterteiles des Magnetrührers mit der Lagerung für einen Drehknopf
zum Verstellen der Drehzahl,
Fig. 4 einen Längsschnitt des Drehknopfes und
Fig. 5 eine Stirnansicht dieses Drehknopfes.
[0026] Ein im ganzen mit 1 bezeichneter Magnetrührer hat ein Gehäuse 2, welches aus zwei
Teilen, nämlich einem Unterteil 3 und einem Oberteil 4 zusammengesetzt ist, wobei
in dem Unterteil 3 ein Antriebsmotor 5 mit Steuerung und dergleichen und auch mit
dem elektrischen Anschluß angeordnet sind und dieser Antriebsmotor 5 Magnete 6 aufweist,
mit denen ein nicht näher dargestellter Rührmagnet in einem Rührgefäß in entsprechende
Drehung versetzt werden kann. Das Oberteil 4 ist an dem Unterteil 3 befestigt und
die Oberseite 7 dieses Oberteiles 4 ist die Aufstellfläche für ein den Rührmagneten
enthaltendes Rührgefäß, welches häufig aus Glas besteht.
[0027] Auch das Oberteil 4 dieses Magnetrührers 1 besteht aus Glas und seine Ränder sind
in noch zu beschreibender Weise selbstdichtend an dem Unterteil 3 des Gehäuses 2 angedrückt.
[0028] Vor allem in Fig.1 erkennt man, daß der mit dem Unterteil 3 zu verbindende Rand 8
des aus Glas bestehenden Oberteiles 4 derart glatt ist, daß bereits durch ein Andrücken
an einer entsprechenden Gegenfläche 9 des Unterteiles 4 eine gute Dichtwirkung entsteht.
[0029] Dabei kann das Unterteil 4 aus etwas elastisch nachgiebigem Werkstoff bestehen, so
daß sich der Rand 8 und die Gegenfläche 9 bei einem Zusammendrücken auch an gegenseitige
geringfügige Maßabweichungen anpassen können und dadurch die erwähnte Dichtwirkung
erzeugt wird.
[0030] In Fig.1 erkennt man, daß das aus Glas bestehende Oberteil 3 kappen- oder schüsselförmig
ausgebildet ist, wobei der "Boden" dieser "Schüssel" in der Gebrauchsstellung nach
oben gerichtet ist und die Aufstellfläche 7 bildet. Der in dieser Gebrauchsstellung
untere freie umlaufende Rand 8 weist eine Verbreiterung 10 etwa in Form eines Flansches
auf, die gegenüber der Außenseite des Oberteiles 4 radial nach außen vorsteht. Das
Unterteil 3 hat im Bereich der Gegenfläche 9 eine ringförmig umlaufende Hinterschneidung
11, die in Gebrauchsstellung die erwähnte Verbreiterung 10 formschlüssig aufnimmt.
Dabei ist die Gegenfläche 9 als Sitz für den Rand 8 innerhalb des Unterteiles 3 versenkt,
so daß sich eine Dichtfläche sowohl an dem Rand 8 des aus Glas bestehenden Oberteiles
4 als auch an der Verbreiterung als auch an der dieser Verbreiterung benachbarten
Außenseite des Oberteiles 4 ergibt. Somit sind praktisch mehrere ringartige Dichtflächen
geschaffen, die einander benachbart sind und ein Eindringen aggressiver Dämpfe in
das Innere des Magnetrührers 1 ausschließen.
[0031] Wenn dabei das Unterteil 3 aus nachgiebigem Werkstoff besteht, kann das aus Glas
bestehende Oberteil 4 von oben her in seine Gebrauchsstellung gedrückt und mit seiner
Verbreiterung 10 in der Hinterschneidung 11 verrastet werden, obwohl diese Verbreiterung
gegenüber der eigentlichen oberen Öffnung des Unterteiles 3 ein Übermaß hat. In Gebrauchsstellung
liegt auf diese Weise die Öffnung des Unterteiles 3 unter Druck an der Außenseite
des Oberteiles 4 an und bewirkt den für Dämpfe undurchdringlichen Dichtsitz entlang
den sich berührenden Flächen zwischen Unterteil 3 und Oberteil 4.
[0032] Gemäß Fig.1 hat die Seitenwand des Oberteiles 4 eine Aussparung 12 für den Durchtritt
einer Drehknopfwelle 13, die in Fig. 4 noch einmal separat mit dem Drehknopf 14 zusammen
dargestellt ist. Mit diesem Drehknopf 14 kann über die Drehknopfwelle 13 der Magnetrührer
1 von außen her beispielsweise bezüglich der Motordrehzahl verändert werden. Die Drehknopflagerung
15 selbst ist dabei an dem Unterteil 3 vorgesehen, wie man es in Fig.1 und 3 erkennt.
Diese Drehknopflagerung 15 steht dabei gegenüber dem Unterteil hoch und überragt somit
das Oberteil 4 seitlich soweit, daß die dort vorgesehene Aussparung 12 für die Drehknopfwelle
13 überdeckt und bei entsprechender Anlage an der Außenseite des Oberteiles 4 auch
abgedichtet wird. Dieses Überragen und Aneinanderliegen der Drehknopflagerung 15 an
der Außenseite des Oberteiles 4 erkennt man vor allem in Fig.1 aber auch in Fig.2,
wo man die Anpassung dieser Drehknopflagerung 15 an die im Ausführungsbeispiel kreisrunde
Kontur des Oberteiles 4 erkennt.
[0033] Gemäß Fig.1 ist der Drehknopf 14 mit der an ihm befestigten Drehknopfwelle 13 mit
seinem Außenrand 14a an der Drehknoflagerung 15 des Unterteiles 3 des Gehäuses 2 drehbar
verrastet. Dies stellt eine sehr einfache Art der Montage dar. Gemäß Fig.4 ist dabei
die eigentliche Drehknopfwelle 13 ihrerseits in eine entsprechende Aufnahme des Drehknopfes
14 eingesteckt und klemmend oder geklebt fixiert, so daß die Welle 13 selbst aus Metall,
der Drehknopf 14 aber aus Kunststoff bestehen können.
[0034] Für die Verrastung hat die Drehknopflagerung 14 eine umlaufende Rille 16 und der
Drehknopf 14 den umlaufenden, in die Rille 16 passenden Rand 14a oder Wulst, der mit
der Rille 16 verrastet ist. Dies ergibt eine sehr einfache Montage und auch eine leichte
Demontage. Da Rille 16 und Rand oder Wulst 14a auf einem Kreis umlaufen, kann der
Drehknopf 14 mit seiner zentralen Drehknopfwelle 13 trotz dieser Verrastung zum Beispiel
zur Veränderung der Motordrehzahl verdreht werden.
[0035] Die Verbindung zwischen Oberteil 4 und Unterteil 3 kann noch dadurch verbessert sein,
daß diese Teile miteinander verklebt sind. Gleichzeitig wird dadurch auch die Abdichtung
verbessert.
[0036] Gemäß Fig.1 und 2 ist die Welle 13 des Drehknopfes 14 mit einem einstellbaren Potentiometer
18 gekuppelt, dessen Veränderung auf die Drehzahl des Motors entsprechend einwirkt.
[0037] Würde dabei die Drehknopfwelle 13 zu weit verdreht, könnte der nur einen begrenzten
Drehwinkel zulassende Potentiometer 18 beschädigt oder aus seiner Halterung gerissen
werden. Dies kann der Benutzer zwar gut kontrollieren, da das Oberteil 4 aus Glas
besteht und somit durchsichtig sein kann, jedoch ist im Ausführungsbeispiel auch noch
eine Sicherung gegen eine solche Beschädigung dadurch vorgesehen, daß der Drehknopf
14 auf seinem Drehweg eine diesen Drehweg auf den höchsten zulässigen Drehwinkel des
Potentiometers 18 begrenzenden Anschlag 20 vorgesehen ist. Man erkennt den Anschlag
20 als innenseitigen Vorsprung in dem Drehknopf in Fig.4 und 5. Er ragt in einen entsprechenden
Ausschnitt 21 der Drehknopflagerung 14, welcher Ausschnitt den vorgegebenen Winkel
von etwa 270
° beidseits begrenzt. In Fig.3 ist dieser Ausschnitt, der über den größeren Teil des
Umfanges der Drehknopflagerung 14 reicht beziehungsweise ein in diesen Ausschnitt
ragender Anschlagvorsprung 22 gut zu erkennen.
[0038] Der Magnetrührer 1 hat ein zweiteiliges Gehäuse 2, wobei das Unterteil 3 die erforderlichen
Antriebsmittel, nämlich einen Antriebsmotor 5 und dessen Steuerungsmittel enthält,
während das Oberteil 4 die Aufstellfläche für ein einen Rührmagnet aufnehmendes Rührgefäß
bildet, wobei die Trennfläche der beiden Teile 3 und 5 in Gebrauchsstellung etwa horizontal
verläuft. Das Oberteil 4 dieses Gehäuses 2 besteht dabei aus Glas und der Rand 9 dieses
Oberteiles 4 ist in Gebrauchsstellung dicht an einer Gegenfläche 9 des Unterteiles
3 angedrückt, gegebenenfalls sogar angeklebt. Dabei kann der Rand 8 eine Verbreiterung
10 haben, die in eine entsprechende Hinterschneidung 11 des Unterteiles 3 einrastet.
Dies ergibt einen sehr einfachen und preiswerten, trotzdem aber auch gegen aggressive
Dämpfe dichten und unempfindlichen Aufbau des Magnetrührers 1.
1. Magnetrührer (1) mit einem Gehäuse (2), welches ein Unterteil (3) und ein damit
verbindbares Oberteil (4) aufweist, wobei in dem Unterteil (3) der Antriebsmotor (5)
mit seiner Steuerung und dem elektrischen Anschluß sowie dem angetriebenen Magneten
(6) angeordnet sind und der daran anbringbare Oberteil (4) an seiner Oberseite die
Aufstellfläche (7) für ein den Rührmagneten enthaltendes Rührgefäß bildet, dadurch
gekennzeichnet, daß das Oberteil (4) aus Glas besteht und der Rand (8) dieses Oberteiles
(4) dichtend an eine Gegenfläche (9) des Unterteiles (3) angedrückt ist.
2. Magnetrührer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (8) und die
Gegenfläche (9) in Gebrauchsstellung in einer horizontalen beziehungsweise zu der
Aufstellfläche (7) parallelen Ebene angeordnet sind.
3. Magnetrührer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Unterteil
(3) in Gebrauchsstellung zusammenwirkende Rand (8) des aus Glas bestehenden Oberteiles
(4) so geformt und derat glatt ist, daß beim Andrücken an dem Unterteil (4) von selbst
eine ausreichende Dichtwirkung gegeben ist.
4. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Unterteil (4) des Magnetrührers (1) aus elastisch etwas nachgiebigem Werkstoff, insbesondere
Kunststoff oder Kunstgummi besteht.
5. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
aus Glas bestehende Oberteil (4) kappen- oder schüsselförmig ausgebildet ist und an
seinem in Gebrauchsstellung unteren, freien, umlaufenden Rand (8) einen Wulst, Flansch
oder eine Verbreiterung (10) hat und daß an dem Unterteil eine Gegenfläche (9) oder
ein Sitz mit einer Hinterschneidung (11) zur Aufnahme der Verbreiterung (10) vorgesehen
ist.
6. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gegenfläche (9) als Sitz für den Rand (8) innerhalb des Unterteiles versenkt ist und
eine Dichtfläche an dem Rand (8) der Verbreiterung (10) und insbesondere der der Verbreiterung
benachbarten Außenseite des Glas-Oberteiles (4) vorgesehen ist.
7. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberteil (4) durch den nachgiebigen Werkstoff des Unterteiles (3) von oben her gegen
seinen von der Gegenfläche (9) gebildeten Sitz gedrückt ist.
8. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenwand des Oberteiles (4) eine Aussparung (12) für den Durchtritt einer Drehknopfwelle
(13) hat und der Magnetrührer (1) von außen her beispielsweise bezüglich der Motordrehzahl
veränderbar ist.
9. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Drehknopflagerung (15) an dem Unterteil (3) vorgesehen ist und soweit über die Seite
des Oberteiles (4) übersteht, daß die Aussparung (12) für die Drehwelle (13) überdeckt
und an der Außenseite des Oberteiles (4) abgedichtet ist.
10. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehknopf (14) mit seinem Außenrand (14a) an der Drehknopflagerung (15) des Unterteiles
(3) des Gehäuses (2) drehbar verrastet ist.
11. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehknopflagerung (15) des Unterteiles (3) eine umlaufende Rille (16) und der Drehknopf
(14) einen umlaufenden, in die Rille (16) passenden Rand (14a) oder Wulst hat, der
mit der Rille (16) verrastbar ist.
12. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenseite des Oberteiles eine Beschichtung, beispielsweise Beschriftungen, eine Marke
oder Hinweise oder dergleichen aufweist.
13. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberteil (4) mit dem Unterteil (3) haftend verbunden, insbesondere verklebt ist.
14. Magnetrührer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehknopfwelle (13) mit einem einstellbaren Potentiometer (18) gekuppelt ist und auf
dem Drehweg des Drehknopfes (14) ein diesen auf den höchstzulässigen Drehwinkel des
Potentiometers (18) begrenzender Anschlag (20) vorgesehen ist.
15. Magnetrührer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Drehknopfwelle (13) derart dünn oder schwach ist, daß sie beim Anschlag des Potentiometers
und vor Erreichen des Anschlages (20) für den Drehknopf (14) in sich drehbar oder
durch Torsion elastisch verformbar ist, so daß der Drehknopf gegen seinen Anschlag
(20) anschlägt, bevor die Halterung des Potentiometers (18) überlastet ist.