[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem rechteckigen Boden, von dem aus sich
zwei Querwände und zwei Längswände nach oben erstrekken und eine erweiterte rechteckige
Öffnung bilden, mit wenigstens einer Auflagefläche, die sich entlang des Bereiches
des oberen Randes einer der gegenüberliegenden Querwände im wesentlichen horizontal
nach außen erstreckt, mit wenigstens einem längsgestreckten Stapelbügel, der an seinen
Enden quer zu seiner Längsrichtung verlaufende Lagerwangen mit Lagerzapfen aufweist,
die in Ausbuchtungen an den gegenüberliegenden Längswänden in Lagerböcken so schwenkbar
gelagert sind, daß der Stapelbügel aus einer Neststellung, in der er im Bereich der
Querwände auf der Auflagefläche aufliegt und die Öffnung freigibt, in eine Stapelstellung
verschwenkbar ist, in der er die Öffnung begrenzt und mit seinen Lagerwangen an einer
Anlageeinrichtung in der Ausbuchtung anliegt, wobei der Stapelbülgel eine Stapelfläche
und eine Anschlagfläche aufweist, die im wesentlichen senkrecht zueinander so angeordnet
sind, daß die Stapelfläche in der Stapelstellung im wesentlichen horizontal verläuft,
während sich die Anschlagfläche an der der entsprechenden Querwand zugewandten Seite
der Stapelfläche im wesentlichen vertikal nach oben erstreckt.
[0002] Ein solcher Behälter ist aus der EP 0 293 687 B1 bekannt. Dieser Behälter weist zwei
Stapelbügel auf, die aus einer Neststellung um 180 in eine Stapelstellung verschwenkbar
sind. In der Neststellung geben die Stapelbügel die Öffnung des Behälters frei, so
daß mehrere gleiche Behälter raumsparend ineinander gestapelt werden können. In der
Stapelstellung wird die Öffnung des Behälters begrenzt, so daß ein Behälter, dessen
Bodenfläche länger ist als der Abstand zwischen den einander zugewandten Stirnseiten
der Stapelbügel und kürzer ist als der Abstand zwischen den Anschlagflächen sicher
auf den Stapelflächen der Stapelbügel aufgesetzt werden kann.
[0003] Bei den bekannten Behältern befindet sich die Stapelfläche der Stapelbügel in der
Stapelstellung unterhalb der Oberseite des Behälters, so daß der Boden eines aufgesetzten
Behälters unterhalb der Oberseite des Behälters liegt und somit das Aufnahmevolumen
des Behälters verringert.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Behälter mit konstruktiv
einfachen Mitteln so weiterzubilden, daß das gesamte Volumen des Behälters zur Lagerung
von Gütern ausgenutzt werden kann, auch wenn mehrere Behälter übereinander gestapelt
sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß daß die Anschlagfläche in
der Neststellung im wesentlichen horizontal verläuft, während sich die Stapelfläche
an der der entsprechenden Querwand abgewandten Seite der Anschlagfläche im wesentlichen
vertikal nach oben erstreckt, und daß die Lagerböcke jeweils eine sich im wesentlichen
vertikal erstreckende Langlochöffnung aufweisen, in der die Lagerzapfen jeweils so
gelagert sind, daß sie in der der Neststellung im oberen Bereich der Langlochöffnung
und in der Stapelstellung im unteren Bereich der Langlochöffnung angeordnet ist.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Anschlagfläche und der Stapelfläche des
Stapelbügels und durch die erfindungsgemäße Anordnung der Lagerzapfen in den Langlochöffnungen
ist es möglich, daß die Stapelfläche in der Stapelstellung des Stapelbügels bündig
mit der Oberseite des Behälters oder höher als diese ist. Aus diesem Grund kann das
gesamte Volumen des Behälters zur Lagerung von Gütern verwendet werden. Darüber hinaus
ist es möglich, die Stapelbügel als umgreifbare Stapelbügel zu benutzen, da die Stapelbügel
aus ihrer Stapelstellung in eine Tragestellung anhebbar sind, in der die Lagerzapfen
am oberen Ende der Langlochöffnung anschlagen. Da ein Umgreifen des Stapelbügels möglich
ist, können auch schwer beladene Behälter sicher angehoben werden.
[0007] Vorzugsweise ist die Stapelfläche in der Stapelstellung bündig mit der Oberseite
des Behälters.
[0008] Um ein unbeabsichtigtes Lösen des Stapelbügels zu verhindern geht der Lagerzapfen
durch die Langlochöffnung hindurch und an dem freien Ende jedes Lagerzapfens ist eine
sich radial nach außen erstreckende Verriegelungseinrichtung vorgesehen.
[0009] Eine einfache und schnelle Montage des Stapelbügels ist möglich, wenn die Verriegelungseinrichtung
von einer sich senkrecht zur Achse der Lagerzapfen radial erstreckenden länglichen
Platte gebildet wird, deren Länge geringer als die Länge der Langlochöffnung und größer
als die Breite der Langlochöffnung ist und deren Breite geringer als die Breite des
Langlochöffnung ist.
[0010] Wenn, in Richtung der Schwenkachse des Stapelbügels gesehen, die Längsachse der Platte
in der Neststellung und in der Stapelstellung im Winkel zur Längsachse der Langlochöffnung
verläuft und in einer Montagestellung des Stapelbügels mit der Längsachse des Langlochöffnung
übereinstimmt, kann sich der Stapelbügel in der Neststellung und in der Stapelstellung
nicht lösen.
[0011] Der Winkel zwischen der Längsachse der Langlochöffnung und der Längsachse der Platte
beträgt in der Neststellung und in der Stapelstellung vorzugsweise ungefähr 450. Hierdurch
ist außerdem sichergestellt, daß die Lagerzapfen des Stapelbügels nicht außer Eingriff
mit der Langlochöffnung kommen können, wenn die Stapelbügel als Tragebügel verwendet
werden.
[0012] Zweckmäßigerweise ist die Anlageeinrichtung so ausgebildet ist, daß die Lagerwange
in der Stapelstellung an der Unterseite und an der der entsprechenden Querwand abgewandten
Seite an der Anlageeinrichtung anliegt. Hierdurch wird erreicht, daß in der Stapelstellung
ein Formschluß zwischen Stapelbügel und Behälter vorhanden ist.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Ausbuchtungen nach
außen hin von Kragenlängswänden eines Versteifungskragens begrenzt werden und der
Abstand zwischen den Kragenlängswänden des Versteifungskragens im Bereich der gegenüberliegenden
Ausbuchtungen entspricht der Länge des in den Ausbuchtungen gelagerten Stapelbügels.
Die Innenwand des Behälters dient bei dieser Ausführung als Abstüzung für den Stapelbügel,
so daS sich der Stapelbügel beim Stapeln schwer beladener Behälter nicht so stark
durchbiegt. Gleichzeitig kann sich die Behälteraußenwand an der Außenkante des Stapelbügels
abstützen, der somit als Druckstab wirkt.
[0014] Für eine eine formschlüssige Verbindung von Behälter und Stapelbügel in der Stapelstellung
ist zwischen wenigstens einem Lagerbock und der entsprechenden Kragenlängswand eine
nach oben offene Öffnung vorgesehen und an der entsprechenden Stirnseite des Stapelbügels
ist ein Ansatz angeordnet, der sich im wesentlichen in die gleiche Richtung erstreckt
wie die entsprechende Lagerwange und in der Stapelstellung in die Öffnung eingreift.
[0015] Die Länge des Ansatzes is so bemessen ist, daß er sich außerhalb der Öffnung befindet
und der Stapelbügel in die Neststellung verschwenkt werden kann, wenn der Stapelbügel
aus der Stapelstellung soweit nach oben angehoben ist, daß der Zapfen am oberen Ende
der Langlochöffnung anschlägt.
[0016] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Behälters;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines oberen Eckbereichs der Behälters von Fig.
1;
Fig. 3 einen Stapelbügel;
Fig. 4 einen Teilquerschnitt des Behälters von Fig. 1 mit dem Stapelbügel in Neststellung;
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Eckbereich des Behälters von Fig. 1 mit dem Stapelbügel
in Neststellung;
Fig. 6 einen Teilquerschnitt des Behälters von Fig. 1 mit dem Stapelbügel in Stapelstellung;
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Eckbereich des Behälters von Fig. 1 mit dem Stapelbügel
in Stapelstellung;
Fig. 8 den Teilschnitt VIII-VIII von Fig. 6;
Fig. 9 einen Teilquerschnitt des Behälters von Fig. 1 mit dem Stapelbügel in Tragestellung.
[0017] Der in Fig. 1 gezeigte Behälter 10 ist aus Kunststoff, beispielsweise durch Spritzgießen
einstückig hergestellt. Er weist einen im wesentlichen ebenen rechteckigen Boden 11
(Fig. 5) auf, von dem sich zwei gegenüberliegende Längswände 12 und zwei gegenüberliegende
Querwände 14 nach oben erstrecken. Die Längswände 12 und die Querwände 14 sind leicht
nach außen geneigt und umgrenzen daher an der Oberseite des Behälters 10 eine rechteckige
Öffnung 15, die größer ist als der Boden 11 des Behälters.
[0018] Der obere Rand des Behälters 10 ist von einem Versteifungskragen 16 mit im wesentlichen
vertikalen Kragenlängswänden 17 und Kragenquerwänden 19 umgeben. Die Kragenlängswände
17 und Kragenquerwände 19 sind im Abstand zu den Längswänden 12 bzw. den Querwänden
14 angeordnet und einstückig mit diesen verbunden.
[0019] Wie es in Fig. 2 gezeigt ist, befinden sich die oberen Ränder der Längswände 12 und
der Kragenlängswände 17 auf einer Höhe. Der obere Rand 21 der Querwände 14 ist unterhalb
des oberen Randes der Kragenquerwände 19 angeordnet.
[0020] Wie es in Fig. 2 zu erkennen ist, ist der obere Rand der Querwand 14 über einen eine
Auflagefläche 20 bildenden horizontalen Steg 22 mit der parallel zur Querwand 14 angeordneten
Kragenquerwand 19 verbunden.
[0021] Die oberen Ränder der Längswände 12 und der dazu parallelen Kragenseitenwände 17
sind über den größten Teil der Länge der Längswände durch einen horizontalen Quersteg
23 verbunden.
[0022] Im Eckbereich des Behälters 10 ist die Längswand 12 ausgespart. Wie es in Fig. 4
zu erkennen ist, verläuft der Rand der Aussparung 24 im oberen Bereich senkrecht zum
oberen Rand der Längswand 12 und verläuft dann schräg nach unten zur Querwand 14 hin.
Unterhalb der Ebene der Auflagefläche 20 ist der Rand der Aussparung 24 im wesentlichen
halbkreisförmig. Am Ende des Halbkreises verläuft der Rand der Aussparung 24 auf Höhe
der Auflagefläche 20 horizontal bis zur Auflagefläche 20.
[0023] Der Rand der Aussparung 24 ist über eine im wesentlichen rechtwinklig zur Längswand
12 verlaufenden Verbindungsfläche 26 mit der Kragenlängswand 17 verbunden, die an
dem horizontalen Abschnitt der Aussparung 24 in die Auflagefläche 20 übergeht. Durch
die Verbindungsfläche 26 wird eine seitliche Ausbuchtung 25 in dem Eckbereich des
Behälters 10 gebildet, die nach außen durch die Kragenlängswand 17 begrenzt ist. Eine
solche Ausbuchtung 25 befindet sich in jedem Eckbereich des Behälters 10.
[0024] In dieser Ausbuchtung 25 ist ein plattenförmiger Lagerbock 30 parallel zur Kragenlängswand
17 angeordnet. In dem Lagerbock 30 ist eine vertikale Langlochöffnung 32 vorgesehen,
die nach unten hin von dem halbkreisförmigen Abschnitt der Ausparung 24 begrenzt wird.
Das obere Ende der Langlochöffnung 32 befindet sich oberhalb der Ebene der Auflagefläche
20. Der Lagerbock 30 ist über einen rechtwinklig zu ihm verlaufenden Versteifungssteg
34 mit der Kragenlängswand 17 verbunden, der angrenzend an die Langlochöffnung 32
zwischen der Langlochöffnung 32 und der Kragenquerwand 19 angeordnet ist. Die Oberkante
des Versteifungstegs 34 ist bündig mit der horizontalen Oberkante des Lagerbocks 30.
[0025] In Fig. 3 ist ein längsgestreckter Stapelbügel 18 gezeigt, der jeweils parallel zu
den Querwänden 14 in den Ausbuchtungen 25 schwenkbar gelagert ist. Es sind also zwei
Stapelbügel 18 an dem Behälter 10 angebracht.
[0026] Wie es in den Fig. 4 bis 9 gezeigt ist, ist der Stapelbügel 18 mit seinen beiden
Enden jeweils in einem Lagerbock 30 verschwenkbar gelagert.
[0027] Der Stapelbügel 18 besteht aus einer Leiste 36, deren Länge im wesentlichen dem Abstand
der Kragenlängswände 17 im Bereich der Ausbuchtung 25 entspricht.In der Nähe der beiden
Enden der Leiste 36 ist jeweils eine Lagerwange 38 senkrecht zur Leiste 36 angeordnet.
Die beiden Lagerwangen 38 erstrecken sich parallel in dieselbe Richtung. In der Nähe
des freien Endes der Lagerwangen 38 erstreckt sich jeweils ein Lagerzapfen 40 nach
außen, an dessen freien Ende eine sich radial zu dem Lagerzapfen 40 erstreckende Lagerplatte
42 angebracht ist. Durch die Lagerzapfen 40 wird die Schwenkachse des Stapelbügels
18 gebildet.
[0028] Die Stirnseiten der Leiste 36 gehen in einen Ansatz 39 über, der sich in die gleiche
Richtung wie die Lagerwange 38 erstreckt, der jedoch wesentlich kürzer ist, wie die
Lagerwange 38. Auf diese Weise wird eine Nut 41 (Fig. 8) zwischen der Langerwange
38 und dem Ansatz 39 gebildet. Die Stirnfläche der Leiste 36, die Außenfläche des
Ansatzes 39 und die Außenfläche der entsprechenden Lagerplatte 42 liegen im wesentlichen
in einer Ebene.
[0029] Die Breite der Platten 42 entspricht dem Durchmesser der Lagerzapfen 40, so daß die
Platten 42 seitlich nicht über den Lagerzapfen 40 vorstehen. Die Breite der Platte
42 ist außerdem etwas geringer als die Breite des Langlochs 32. Die Länge der Platte
42 ist geringer als die Länge des Langlochs 32 und größer als die Breite des Langlochs
32. Die Platte 42 ist an ihren Enden den Enden der Langlochöffnung 32 entsprechend
abgerundet.
[0030] In Fig. 4 ist der Stapelbügel 18 in seiner Neststellung gezeigt. In dieser Stellung
ist die Bodenwand 46 der Leiste 36 des Stapelbügels 18 vertikal bündig zur Querwand
14 angeordnet. Auf der den Lagerwangen 38 entgegengesetzten Seite ist in dem Stapelbügel
18 eine im wesentlichen rechtekkige Vertiefung 50 (Fig. 7) ausgebildet, die in der
in Fig. 4 gezeigten Neststellung nach unten durch eine horizontale Anschlagfläche
52 und auf der den Lagerwangen 38 zugewandten Seite durch eine Stapelfläche 54 begrenzt
ist. Die Vertiefung 50 ist in Fig.4 nach oben hin und auf der den Lagerwangen 30 abgewandten
Seite offen. Fig. 7 zeigt, daß die Vertiefung 50 seitlich in der Nähe der Lagerböcke
30 durch Queranschläge 56 begrenzt wird.
[0031] Der Stapelbügel 18 ist so dimensioniert, daß er sich in der Neststellung unterhalb
der durch die Kragenwände 17, 19 gebildeten Oberseite des Behälters 10 befindet. Außerdem
ist die Platte 42 so angeordnet, daß, in Richtung der Schwenkachse des Stapelbügels
18 gesehen, die Längsachse der Platte 42 in der Neststellung in einem Winkel von ungefähr
45 zur Längsachse der Langlochöffnung 32 verläuft, wobei das sich radial nach außen
erstreckende Ende der Platte 42 schräg nach unten in die von der Querwand 14 abgewandte
Richtung zeigt. Hierdurch wird verhindert, daß sich der Stapelbügel 18 unbeabsichtigt
lösen kann.
[0032] Der Lagerzapfen 40 liegt in der Neststellung am oberen Ende der Langlochöffnung 32
an.
[0033] Die Fig. 6 bis 8 zeigen den Stapelbügel 18 in seiner Stapelstellung, die durch Verschwenken
des Stapelbügels 18 um 90 aus der Neststellung erreicht wird. Wie es in Fig. 6 erkennbar
ist, ist die Lagerwange 38 komplementär zur Aussparung 24 ausgebildet, so daß sie
mit ihrem Seitenrand an der der Querwand 14 abgewandten Seite und mit ihrem freien
Ende auf der Verbindungsfläche 26 zwischen dem Rand der Aussparung 24 und der Kragenlängswand
17 aufliegt. Die der Querwand 14 abgewandte Stirnseite 28 des Stapelbügels 18 liegt
an dem oberen vertikalen Abschnitt der Verbindungsfläche 26 an.
[0034] Wie es in Fig. 8 zu erkennen ist, greift der Ansatz 39 in der Stapelstellung in die
Öffnung 35 zwischen dem Versteifungssteg 34 und dem oberen Abschnitt der Verbindungsfläche
26 ein. Der Lagerbock 30 befindet sich also mit seinem oberen Abschnitt teilweise
in der Nut 41. Die Tiefe der Nut 41 ist so gewählt, daß der Nutgrund in der Stapelstellung
auf dem oberen Rand des Lagerbocks 30 aufliegt. Hierdurch wird eine formschlüssige
Verbindung von Behälter 10 und Stapelbügel 18 geschaffen, die eine höhere Belastbarkeit
erlaubt, weil sowohl eine Durchbiegung des Stapelbügels 18 als auch ein Aufweiten
des Behälters 10 bei erhöhter Stapellast weitgehend vermindert wird. Bei äußerer Krafteinwirkung
kann sich die Kragenlängswand 17 am Stapelbügel 18 abstützen. Der Stabelbügel 18 wirkt
dabei als Druckstab, der einer Deformierung der Längswände 12 entgegenwirkt.
[0035] Der Stapelbügel 18 ist so dimensioniert, daß die Stapelfläche 54 in der Stapelstellung
bündig mit der Oberseite des Behälters 10 ist. Die Längsachse der Platte 42 verläuft
in der Stapelstellung ebenfalls in einem Winkel a von ungefähr 45 zur Längsachse der
Langlochöffnung 32, wobei in der Stapelstellung das sich weiter nach außen erstrekkende
Ende der Platte 42 schräg nach unten in Richtung der Querwand 14 zeigt.
[0036] In Fig. 6 ist außerdem zu erkennen, daß sich der Lagerzapfen 40 in der Stapelstellung
im unteren Bereich der Langlochöffnung 32 befindet. Das bedeutet, daß sich der Schwenkpunkt
des Stapelbügels 18 bei der Verschwenkung aus der Neststellung in die Stapelstellung
nach unten verlagert hat. Es ist also möglich, den sich in der Stapelstellung befindlichen
Stapelbügel 18 so weit vertikal nach oben zu ziehen, bis die Lagerzapfen 40 am oberen
Ende der Langlochöffnung 32 anliegen (Fig.9). Hierdurch ist es möglich, den Abstand
zwischen der Leiste 36 des Stapelbügels 18 und der Kante zwischen der Querwand 14
und der Auflagefläche 20 zu vergrößern, so daß es möglich ist, den Stapelbügel 18
von Hand zu umgreifen. Der Stapelbügel 18 kann somit als Tragegriff verwendet werden,
mit dem das Tragen des Behälters 10 auch möglich ist, wenn der Behälter 10 mit schweren
Gütern beladen ist.
[0037] Die Länge des Ansatzes 39 ist so gewählt, daß das sich das freie Ende des Ansatzes
39 in der in Fig. 9 gezeigten Tragestellung außer Eingriff mit der Öffnung 35 oberhalb
des Versteifungsteges 34 befindet, wenn der Zapfen 40 an dem oberen Ende der Langlochöffnung
32 anschlägt. Dies ermöglicht es, den Stapelbügel 18 über den Versteifungssteg 34
hinweg in die Neststellung zu verschwenken. Wenn der Stapelbügel 18 aus der Stapelstellung
ungefähr um 45 in Richtung der Neststellung bewegt wird, stimmt die Längsachse der
Platte 42, in Richtung der Schwenkachse des Stapelbügels 18 gesehen, mit der Längsachse
der Langlochöffnung 32 überein. In dieser Montagestellung ist es möglich, die Lagerzapfen
40 mit den Platten 42 zur Demontage des Stapelbügels 18 aus den Langlochöffnungen
32 herauszuziehen.
[0038] Der Abstand der zwei parallel zu den gegenüberliegenden Querwänden 14 angeordneten
Stapelbügel 18 ist so gewählt, daß der Abstand der in der Stapelstellung einander
zugewandten Stirnseiten 28 der Stapelbügel 18 geringer und der Abstand der Anschlagflächen
52 der Stapelbügel 18 größer ist als die Länge des Bodens eines auf die Stapelfläche
54 aufzusetzenden Behälters, der vorzugsweise dem erfingungsgemäßen Behälter 10 entspricht.
Die Länge der Vertiefung 50 ist so gewählt, daß sie etwas länger ist als die Breite
des aufzusetzenden Behälters 10.
[0039] Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Querwände kürzer als die Längswände
12. Die Querwände könen jedoch ebenso die gleiche Länge haben oder länger als die
Längswände 12 sein.
1. Behälter mit
- einem rechteckigen Boden, von dem aus sich zwei Querwände (14) und zwei Längswände
(12) nach oben erstrecken und eine erweiterte rechteckige Öffnung (15) bilden,
- wenigstens einer Auflagefläche (20), die sich entlang des Bereiches des oberen Randes
(21) einer der gegenüberliegenden Querwände (14) im wesentlichen horizontal nach außen
erstreckt,
- wenigstens einem längsgestreckten Stapelbügel (18), der an seinen Enden quer zu
seiner Längsrichtung verlaufende Lagerwangen (38) mit Lagerzapfen (40) aufweist, die
in Ausbuchtungen (25) an den gegenüberliegenden Längswänden (12) in Lagerböcken (30)
so schwenkbar gelagert sind, daß der Stapelbügel (18) aus einer Neststellung, in der
er im Bereich der Querwände (14) auf der Auflagefläche (20) aufliegt und die Öffnung
(15) freigibt, in eine Stapelstellung verschwenkbar ist, in der er die Öffnung (15)
begrenzt und mit seinen Lagerwangen (38) an einer Anlageeinrichtung (26) in der Ausbuchtung
(25) anliegt,
- wobei der Stapelbügel (18) eine Stapelfläche (54) und eine Anschlagfläche (52) aufweist,
die im wesentlichen senkrecht zueinander so angeordnet sind, daß die Stapelfläche
(54) in der Stapelstellung im wesentlichen horizontal verläuft, während sich die Anschlagfläche
(52) an der der entsprechenden Querwand (14) zugewandten Seite der Stapelfläche (54)
im wesentlichen vertikal nach oben erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Anschlagfläche (52) in der Neststellung im wesentlichen horizontal verläuft,
während sich die Stapelfläche (54) an der der entsprechenden Querwand (14) abgewandten
Seite der Anschlagfläche (52) im wesentlichen vertikal nach oben erstreckt, und
- daß die Lagerböcke (30) jeweils eine sich im wesentlichen vertikal erstreckende
Langlochöffnung (32) aufweisen, in der die Lagerzapfen (40) jeweils so gelagert sind,
daß sie in der der Neststellung im oberen Bereich der Langlochöffnung (32) und in
der Stapelstellung im unteren Bereich der Langlochöffnung (32) angeordnet ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelfläche (54) in
der Stapelstellung bündig mit der Oberseite des Behälters (10) ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerzapfen (40)
durch die Langlochöffnung (32) hindurchgeht und an dem freien Ende jedes Lagerzapfens
(40) eine sich radial nach außen erstreckende Verriegelungseinrichtung (42) vorgesehen
ist.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
von einer sich senkrecht zur Achse der Lagerzapfen (40) radial erstreckenden länglichen
Platte (42) gebildet wird, deren Länge geringer als die Länge der Langlochöffnung
(32) und größer als die Breite der Langlochöffnung (32) ist und deren Breite geringer
als die Breite des Langlochöffnung (32) ist.
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß, in Richtung der Schwenkachse
des Stapelbügels (18) gesehen, die Längsachse der Platte (42) in der Neststellung
und in der Stapelstellung im Winkel zur Längsachse der Langlochöffnung (32) verläuft
und in einer Montagestellung des Stapelbügels (18) mit der Längsachse des Langlochöffnung
(32) übereinstimmt.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Längsachse
der Langlochöffnung (32) und der Längsachse der Platte (42) in der Neststellung und
in der Stapelstellung ungefähr 45 beträgt.
7. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anlageeinrichtung (26) so ausgebildet ist, daß die Lagerwange (38) in der Stapelstellung
an der Unterseite und an der der entsprechenden Querwand (14) abgewandten Seite an
der Anlageeinrichtung (26) anliegt.
8. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausbuchtungen (25) nach außen hin von Kragenlängswänden (17) eines Versteifungskragens
(16) begrenzt werden, und daß der Abstand zwischen den Kragenlängswänden (17) des
Versteifungskragens (16) im Bereich der gegenüberliegenden Ausbuchtungen (25) der
Länge des in den Ausbuchtungen (25) gelagerten Stapelbügels (18) entspricht.
9. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
wenigstens einem Lagerbock (30) und der entsprechenden Kragenlängswand (17) eine nach
oben offene Öffnung (35) vorgesehen ist und daS an der entsprechenden Stirnseite des
Stapelbügels (18) ein Ansatz (39) angeordnet ist, der sich im wesentlichen in die
gleiche Richtung erstreckt wie die entsprechende Lagerwange (38) und in der Stapelstellung
in die Öffnung (35) eingreift.
10. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Ansatzes (39)
so bemessen ist, daß er sich außerhalb der Öffnung (35) befindet und der Stapelbügel
(18) in die Neststellung verschwenkt werden kann, wenn der Stapelbügel (18) aus der
Stapelstellung soweit nach oben angehoben ist, daß der Zapfen (40) am oberen Ende
der Langlochöffnung (32) anschlägt.