[0001] Die Erfindung betrifft ein Packmittel aus flexiblem Werkstoff in Sack- oder Beutelform,
mit einem nach seiner Befüllung abgeschlossenen Füllraum, der von einer Vorderwand,
einer Rückwand, einem Bodenverschluß und einem Kopfendeverschluß des Packmittels umgrenzt
ist, und mit einem Paar bügelförmiger Traggriffe zum Einzeltransport des gefüllten
Packmittels, von denen der eine Traggriff der Vorderwand und der andere der Rückwand
zugeordnet ist und die beide aus einer der Kontur des Packmittels entsprechenden Nichtgebrauchsstellung,
in der sie vorder- bzw. rückwandseitig jeweils durch eine leicht lösbare Verbindung
fixiert sind, nach deren Lösen in eine das Packmittel überragende Gebrauchsstellung
für den Einzeltransport um je eine Querfaltlinie aufklappbar sind.
[0002] Es ist bereits ein Packmittel dieser Art bekannt (US-PS 41 48 431), bei dem die Ausbildung
und Anordnung der Traggriffe den Umstand berücksichtigt, daß derartige Packmittel,
wie ein- oder mehrlagige Säcke oder Beutel, vom Hersteller mit einem offenen Kopfende
angeliefert werden und die Befüllung des Packmittels im Abfüllbetrieb von diesem offenen
Ende her durch Füllautomaten erfolgt, woraufhin in Ergänzung zu dem bei der Anlieferung
bereits vorhandenen, in der Regel einen Standboden bildenden Bodenverschluß im Abfüllbetrieb
der Kopfendeverschluß gebildet wird. Diese Kopfendeverschlüsse werden in den Abfüllbetrieben
mit den dort zur Verfügung stehenden Mitteln hergestellt und bestehen üblicherweise
aus einem Falz- oder Wickelverschluß, können aber auch, je nach dem für das Packmittel
verwendeten Material, durch ein Abschweißen des Kopfendes des Packmittels gebildet
werden.
[0003] In jedem Fall wirken herstellerseitig am Kopfende des Packmittels angebrachte bügelförmige
Traggriffe störend beim Befüllen des Packmittels mit Hilfe automatischer Füllvorrichtungen
und beim anschließenden Verschließen des Kopfendes des gefüllten Packmittels insbesondere
durch einen einfachen oder doppelten verklebten Umschlag zur Ausbildung eines Falz-
oder Wickelverschlusses. Bei dem bekannten Packmittel sind daher die Traggriffe herstellerseitig
dem Bodenverschluß des Packmittels zugeordnet, so daß das Kopfende ohne störende Traggriffe
im Abfüllbetrieb befüllt und anschließend verschlossen werden kann. Dieser Kopfendeverschluß
kann jedoch wiederum nur mit den Mitteln des Abfüllbetriebes durch Umschlagbildung
oder Abschweißen gebildet werden, d.h. es entsteht hier kein Standboden für die gefüllte
Verpakkung, wie er vom Packmittelhersteller in der Art eines Kreuz-, Klotz- oder dgl.
Formbodens bereitgestellt werden kann. Es ist somit nicht möglich, das bekannte, in
umgekehrter Lage mittels der Traggriffe getragene Packmittel standsicher auf dem Boden
oder einer sonstigen Unterlage abzusetzen, da hierfür sodann nur der im Abfüllbetrieb
hergestellte Kopfendeverschluß zur Verfügung steht und nicht ein die Standsicherheit
gewährleistender, vom Packmittelhersteller im Zuge der Herstellung des Packmittels
gebildeter Formboden.
[0004] Ungünstig für die Handhabung des bekannten Packmittels wirkt sich außerdem der Umstand
aus, daß dort die Traggriffe jeweils von einem Materialzuschnitt gebildet sind, der
außenseitig auf die Vorderwand bzw. Rückwand des Packmittels aufgeklebt und außerdem
in der Nichtgebrauchsstellung auf sich selbst zurückgefaltet und mit sich selbst durch
eine leicht lösbare Klebeverbindung zur Lagefixierung verklebt ist. Hierdurch ist
zwar erreicht, daß die Traggriffe in ihrer Nichtgebrauchsstellung der Kontur der Packmittelwände
folgen und nicht gegenüber diesen vorstehen, dennoch wirkt sich aber die durch die
doppelt gefalteten Traggriffzuschnitte erzeugte, stufenbildende Materiallagenverdickung
auf der Außenseite des Packmittels störend bei der automatischen Handhabung der Packmittel
im Abfüllbetrieb aus, mit der Gefahr einer Beschädigung oder eines Ablösens der Traggriffe,
bevor das gefüllte Packmittel in die Hände des Verbrauchers gelangt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Packmittel der eingangs angegebenen
Art zu schaffen, bei dem die Traggriffe in ihrer Nichtgebrauchsstellung die Handhabung
des Packmittels, insbesondere dessen Befüllen und Verschließen im Abfüllbetrieb, nicht
behindern und bis zur Benutzung durch den Verbraucher sicher in der Nichtgebrauchsstellung
gehalten sind und wobei zugleich Vorkehrung dafür getroffen werden kann, daß der Verbraucher
das Packmittel standsicher absetzen kann.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die beiden Traggriffe angrenzend
an den Kopfendeverschluß unmittelbar von der Vorder- und der Rückwand des Packmittels
in ihrer Nichtgebrauchsstellung mit deren Außenflächen bündig liegend gebildet sind,
der Kopfendeverschluß von einem Umschlag durch gemeinsames Umfalten eines Endbereichs
der Packmittelwände aus der Vorderwand auf die Rückwand gebildet ist und die Querfaltlinie
des der Rückwand zugeordneten Traggriffs unterhalb des Umschlags parallel zu dessen
angrenzender Randkante verläuft.
[0007] Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung die beiden Traggriffe in ihrer
Nichtgebrauchsstellung mit den Außenflächen der Vorder-und der Rückwand des Packmittels
bündig verlaufen, d.h. in einer gemeinsamen Außenebene liegen, sind stufenbildende
Materialverdickungen auf der Außenseite des Packmittels durch die Traggriffe vermieden,
wodurch die Handhabung des Packmittels begünstigt und zugleich gewährleistet ist,
daß die Traggriffe in ihrer Nichtgebrauchsstellung vor einer Beschädigung oder einem
Ablösen geschützt sind. Insbesondere ermöglicht diese Ausbildung und Anordnung der
Traggriffe ein durch sie nicht behindertes Befüllen des Packmittels vom offenen Kopfende
her und dessen anschließendes Verschließen im Abfüllbetrieb durch gemeinsames Umfalten
eines Endbereichs der Packmittelwände aus der Vorderwand auf die Rückwand. Der so
gebildete Umschlag wird üblicherweise mit Hilfe eine Klebstoffauftrags auf die Rückwand
des Packmittels an dieser fixiert und gewährleistet einen sicheren Verschluß des Kopfendes.
Die Anordnung der Traggriffe angrenzend an den Kopfendeverschluß schafft wiederum
die Möglichkeit, den Bodenverschluß durch den Packmittelhersteller beliebig, je nach
den gestellten Anforderungen, zu gestalten und insbesondere als Standboden, etwa durch
einen Kreuzboden, bei einem das Packmittel bildenden Flachschlauch, oder durch einen
Klotz-oder Blockboden, bei einem von einem Seitenfaltenschlauch gebildeten Packmittel,
auszubilden. Dieses schafft bei entsprechender Ausbildung des Bodenverschlusses für
den Verbraucher die Möglichkeit, das gefüllte Packmittel standfest abzusetzen. Die
Benutzung der Traggriffe für den Einzeltransport des gefüllten Packmittels ist andererseits
durch den als Kopfendeverschluß dienenden Umschlag nicht behindert, da die Querfaltlinie
des rückwandseitigen Traggriffs unterhalb des Umschlags parallel zu dessen angrenzender
Randkante verläuft. Der rückwandseitige Traggriff kann daher ohne Schwierigkeiten
über den Umschlag in die Gebrauchsstellung aufgeklappt werden.
[0008] In bevorzugter weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Vorder- und die Rückwand
zumindest in ihrem die Traggriffe ausbildenden Bereich jeweils zumindest zwei Materiallagen
umfassen, von denen die äußere Lage den Traggriff durch eine bügelförmige Materialstanzung
bildet und die innere, von der Materialstanzung freigehaltene Lage den Füllraum geschlossen
hält, so daß nach dem Aufklappen der Traggriffe in ihre Gebrauchsstellung keine Öffnung
entsprechend den Traggriffen entsteht. Dies schützt das im Packmittel enthaltene Füllgut
während des Einzeltransports der Verpackung durch den Verbraucher.
[0009] In ihrer Nichtgebrauchsstellung können die Tragegriffe durch leicht lösbare Klebeverbindungen
zwischen der innenren und der äußeren Lage von Vorder- und Rückwand im Griffbereich
fixiert sein. Stattdessen können die Tragegriffe durch kleine Materiaverbindungsstege
der äußeren Lage von Vorder- und Rückwand in der griffbildenden Materialstanzung lagefixiert
sein, die entsprechend von Stanzschnitten mit kurzen Unterbrechungen gebildet ist.
Die kleinen Materialverbindungsstege lassen sich ihrerseits leicht lösen bzw. aufbrechen,
um die Tragegriffe in die Gebrauchsstellung hochzuklappen.
[0010] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel
des Gegenstands der Erfindung schematisch veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 eine Ansicht des Kopfendes, eines Packmittels nach der Erfindung mit Kopfendeverschluß
und in Nichtgebrauchsstellung befindlichem Traggriff, mit Blick auf die Vorderwand
des Packmittels,
Fig. 2 eine Darstellung entsprechend Figur 1 mit Blick auf die Rückwand des Packmittels,
Fig. 3 eine Darstellung entsprechend Figur 1, wobei jedoch der Traggriff in seine
Gebrauchsstellung hochgeklappt ist,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Figur 2, wobei jedoch der Traggriff in eine Gebrauchsstellung
hochgeklappt ist, und
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch das Kopfende des Packmittels mit einer Traggriffanordnung
entsprechend den Figuren 3 und 4.
[0011] In der Zeichnung ist das Packmittel nur mit seinem oberen Endbereich, d.h. dem Kopfende
1, einschl. eines von einem Umschlag gebildeten Kopfendeverschlusses 2 gezeigt, der
im Abfüllbetrieb nach der Befüllung des Packmittels vom anfänglich offenen Kopfende
1 her gebildet worden ist. Der untere Endbereich des Packmittels kann einen beliebigen
geeigneten Bodenverschluß aufweisen, mit dem das als Leerverpackung angelieferte Packmittel
herstellerseitig ausgerüstet ist und der insbesondere ein Kreuz-, Klotz- oder dgl.
Formboden ist, der als Standboden dienen kann.
[0012] Als Material für die Herstellung des Packmittels kommen insbesondere Papier, Kunststoffolien,
Laminate und dgl. flexible, faltbare Werkstoffe in Betracht, die nach den in der Beutel-
und Sackherstelung üblichen Methoden verarbeitet werden können.
[0013] Gemeinsam mit dem nicht gezeigten, vom Packmittelhersteller gebildeten Bodenverschluß
und dem im Abfüllbetrieb gebildten Kopfendeverschluß 2 umgrenzen eine Vorderwand 3
und eine Rückwand 4 einen im Abfüllbetrieb mit zum Beispiel granulatförmigem Füllgut
gefüllten Füllraum. Für den Einzeltransport des gefüllten Packmittels sind zwei bügelförmige
Traggriffe 5 und 6 vorgesehen, von denen der Traggriff 5 der Vorderwand 3 und der
Traggriff 6 der Rückwand 4 zugeordnet ist. Die Vorderwand 3 und die Rückwand 4 sind
jeweils zweilagig ausgebildet, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist. Die Vorderwand
3 umfaßt demgemäß zwei Materiallagen 7 und 8, während die Rückwand 4 die Materiallagen
9 und 10 umfaßt. Auf die Innenseite der äußeren Lage 7 der Vorderwand 3 und der äußeren
Lage 9 der Rückwand 4 ist jeweils ein Verstärkungsblatt 11 bzw. 12, z.B. aus gewebeverstärktem
Papier, aufgeklebt, das jeweils den zur Griffbildung herangezogenen Bereich des Kopfendes
1 einnimmt. In den Bereichen außerhalb des Traggriffs 5 bzw. 6 ist das jeweilige Verstärkungsblatt
11, 12 auch mit der innenseitig angrenzenden Fläche der Materiallage 8 der Vorderwand
3 bzw. der Materiallage 10 der Rückwand 4 verklebt.
[0014] Beide Traggriffe 5, 6 sind angrenzend an den Kopfendeverschluß 2 jeweils durch eine
bügelförmige Materialstanzung entsprechend den Schnittlinien 13, 29 bzw. 14, 14a gebildet,
die das Verstärkungsblatt 11 bzw. 12 miterfaßt, nicht jedoch die innere Materiallage
8 der Vorderwand 3 bzw. die innere Materiallage 10 der Rückwand 4.
[0015] Der durch die Materialstanzung 13, 29 erzeugte Traggriff 5 der Vorderwand 3 hat die
insbesondere aus den Figuren 1 und 3 ersichtliche Kontur mit einem Schenkelpaar 15
und einem diese verbindenden Bügelteil 16. Der Fußpunkt der Schenkel 15 ist durch
eine strichpunktiert eingezeichnete Querfaltlinie 17 markiert, um die der einstückig
mit der Vorderwand 3 verbundene Traggriff 5 aus der in Figur 1 gezeigten Nichtgebrauchsstellung
in die in Figur 3 gezeigte Gebrauchsstellung hochklappbar ist.
[0016] Der durch die Materialstanzung 14, 14a erzeugte Traggriff 6 in der Rückwand 4 hat
die insbesondere aus den Figuren 2 und 4 ersichtliche Kontur mit einem Schenkelpaar
18 und einem diese verbindenden Bügelteil 19. Die Fußpunkte der Schenkel 18 sind wiederum
durch eine strichpunktiert eingezeichnete, hier mit 20 bezeichnete Querfaltlinie markiert,
um die der einstückig mit der Rückwand 4 verbundene Traggriff 6 aus der in Figur 2
gezeigten Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung gemäß Figur 4 hochgeklappt
werden kann. Die Querfaltlinie 20 an den Fußpunkten der Schenkel 18 liegt unterhalb
des von einem Umschlag gebildeten Kopfendeverschlusses 2 und verläuft parallel zu
dessen angrenzender Randkante 21.
[0017] Der den Kopfendeverschluß 2 bildende Umschlag ist insbesondere aus Figur 5 ersichtlich,
in der allerdings der Deutlichkeit halber die einzelnen Materiallagen auseinandergezogen,
mit entsprechend übertriebenen Querabständen, dargestellt sind. Demgemäß ist der Kopfendeverschluß
2 durch gemeinsames Umfalten eines Endbereichs der Packmittelwände 3, 4 aus der Vorderwand
3 auf die Rückwand 4 gebildet. Figur 5 veranschaulicht einen zweifachen Umschlag entlang
Querfalzlinien 22 und 23. Üblicherweise ist der Umschlag mit der Außenseite der Rückwand
4 in nicht näher dargestellter Weise verklebt. Der Kopfendeverschluß kann auch abweichend
von der Darstellung in Fig. 5 durch einen mehrfach gefaltenen Umschlag gebildet sein.
[0018] In ihrer Nichtgebrauchsstellung gemäß den Figuren 1 und 2 sind die beiden Traggriffe
5 und 6 mit ihren Außenflächen bündig mit den Außenflächen der Vorderwand 3 bzw. der
Rückwand 4 angeordnet und in dieser Lage, beispielsweise durch eine nicht näher dargestellte
leicht lösbare Klebe- oder dgl. Haftverbindung, fixiert. Eine solche Klebstoffverbindung
kann beispielsweise durch einen oder mehrere punktförmige Haftklebstoffaufträge erfolgen,
die auf der inneren Materiallage 8, 10 der Vorderwand 3 bzw. der Rückwand 4 innerhalb
der Kontur des Traggriffs 5 bzw. 6 angeordnet werden.
[0019] Nach dem Lösen der Lagefixierung können die Handgriffe 5 und 6 durch den Verbraucher
in die Gebrauchsstellung gemäß den Figuren 3 bis 5 hochgeklappt werden. Der entlang
der Querfaltlinie 20 über den Umschlag 2 hinweg hochzuklappende Traggriff 6 hat eine
solche Länge seiner Schenkel 18, daß er in der aufgerichteten Stellung den Kopfendeverschluß
soweit überragt, daß er vom Verbraucher bequem erfaßt werden kann. Die Querfaltlinie
17 des Traggriffs 5 ist dabei in einer Ebene oberhalb der Querfaltlinie 20 des Traggriffs
6 in der Vorderwand 3 in einem Abstand angeordnet, der dem Unterschied in der Schenkellänge
der beiden Traggriffe 5, 6 entspricht. Beide Traggriffe 5, 6 haben bei dieser Anordnung
zwar aufgrund ihrer unterschiedlichen Schenkellänge eine unterschiedliche Höhe ihrer
Bügelteile 16, 19, gemessen von der Querfaltlinie 17 bzw. 20, jedoch besitzen beide
Traggriffe 5, 6 in ihrer Gebrauchsstellung eine zumindest im wesentlichen bündige
Außenkontur mit ihrerseits fluchtenden Tragöffnungen 24 und 25.
[0020] Einer der beiden Traggriffe 5, 6, bei dem dargestellten Beispiel der Traggriff 5,
ist mit einer einstückig angeformten Durchstecklasche 26 versehen, die entlang einer
in Figur 1 strichpunktiert eingezeichneten Querfaltlinie 27 vom Hauptteil des Traggriffs
5, d.h. dessen Bügelteil 16, abgegrenzt ist. An beide Enden der Querfaltlinie 27 schließen
sich je ein bogenförmiger Stanzschnitt 28 an, die ihrerseits endseitig in der bogenförmigen
griffbildenden Stanzschnitt 29 einmünden, der wiederum endseitig am Innenpunkt der
jeweiligen Querfaltlinie 17 der Griffschenkel 15 endet. Aus dieser Stanzschnittführung
resultiert eine C-förmige Grundgestalt der um die Querfaltlinie 27 gegenüber dem Bügelteil
19 beweglichen Durchstecklasche 26.
[0021] In der Gebrauchsstellung der beiden Traggriffe 5, 6 wird die Durchstecklasche 26
um die Querfaltlinie 27 zum Traggriff 6 hin umgeklappt und durch dessen Grifföffnung
25 hindurchgesteckt. Der Traggriff 5 hat sodann die mit der Grifföffnung 25 des Traggriffs
6 fluchtende Grifföffnung 24. In ihrem durchgesteckten Zustand untergreift die Durchstecklasche
26 den Bügelteil 19 des Traggriffs 6 und deckt dessen untere Schnittkante ab, so daß
das Packmittel im gefüllten Zustand vom Benutzer bequem, ohne Einschneiden in die
Hand, getragen werden kann. Die unversehrten Innenlagen 8, 10 von Vorderwand 3 und
Rückwand 4 schützen das im Packmittel enthaltende Füllgut.
[0022] In der aus den Figuren 3 bis 5 ersichtlichen Gebrauchsstellung der Traggriffe 5,
6 mit durchgesteckter Durchstecklasche 26 sind die Traggriffe 5, 6 miteinander außerdem
dadurch verriegelt, daß die Stanzschnitte 28 der Durchstecklasche 26 Verriegelungsschlitze
bilden, die beim Durchstecken der Durchstecklasche 26 mit den Innenkanten der Schenkel
18 des Traggriffs 6 im Übergangsbereich zur Unterkante des Bügelteils 19 in Rasteingriff
gelangen. Die Querfaltlinie 27 entspricht somit in ihrer Länge dem Quermaß zwischen
den Schenkeln 18 im Verriegelungsbereich. Durch diese Ausbildung ist eine erhöhte
Tragesicherheit erreicht und außerdem die Möglichkeit geschaffen, das Packmittel nach
einem Lösen des Kopfendeverschlusses 2 und der Entnahme einer Teilmenge des Füllgutes
unter Neufaltung des Kopfendeverschlusses durch die Verriegelung der Traggriffe 5,
6 geschlossen zu halten.
1. Packmittel aus flexiblem Werkstoff in Sack-oder Beutelform, mit einem nach seiner
Befüllung abgeschlossenen Füllraum, der von einer Vorderwand, einer Rückwand, einem
Bodenverschluß und einem Kopfendeverschluß des Packmittels umgrenzt ist, und mit einem
Paar bügelförmiger Traggriffe zum Einzeltransport des gefüllten packmittels, von denen
der eine Traggriff der Vorderwand und der andere der Rückwand zugeordnet ist und die
beide aus einer der Kontur des Packmittels entsprechenden Nichtgebrauchsstellung,
in der sie vorder- bzw. rückwandseitig jeweils durch eine leicht lösbare Verbindung
fixiert sind, nach deren Lösen in eine das Packmittel überragende Gebrauchsstellung
für den Einzeltransport um je eine Querfaltlinie aufklappbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Traggriffe (5,6) angrenzend an den Kopfendeverschluß (2) unmittelbar
von der Vorderwand (3) und der Rückwand (4) des Packmittels in ihrer Nichtgebrauchsstellung
mit deren Außenflächen bündig liegend gebildet sind, der Kopfendeverschluß (2) von
einem Umschlag durch gemeinsames Umfalten eines Endbereichs der Packmittelwände (3,4)
aus der Vorderwand (3) auf die Rückwand (4) gebildet ist und die Querfaltlinie (20)
des der Rückwand (4) zugeordneten Traggriffs (6) unterhalb des Umschlags parallel
zu dessen angrenzender Randkante (21) verläuft.
2. Packmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (3) und
die Rückwand (4) zumindest in ihrem die Traggriffe (5,6) ausbildenden Bereich jeweils
zumindest zwei Materiallagen (7,8;9,10) umfassen, von denen die äußere Lage (7;9)
den Traggriff (5;6) durch eine bügelförmige Materialstanzung (13,29;14,14a) bildet
und die innere, von der Materialstanzung (13,29;14,14a) freigehaltene Lage (8;10)
den Füllraum geschlossen hält.
3. Packmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Materialstanzung
(13,29;14,14a) freigehaltene Lage (8;10) einer leicht lösbaren Klebeverbindung als
Mittel zur Fixierung der Tragegriffe (5,6) in deren Nichtgebrauchsstellung dient.
4. Packmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bügelförmige Materialstanzung
(13,29;14,14a) von durch kleine Verbindungsstege unterbrochenen Stanzschnitten gebildet
ist und die Verbindungsstege als Mittel zur Fixierung der Tragegriffe (5,6) in deren
Nichtgebrauchsstellung dienen.
5. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Traggriffe
(5,6) jeweils ein Verstärkungsblatt (11;12) aufweisen, das auf die Innenseite der
Vorderwand (3) und der Rückwand (4) bzw. deren äußerer Materiallage (7;9) aufgeklebt
und von der griffbildenden Materialstanzung (13,29;14,14a) miterfaßt ist.
6. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Traggriffe (5,6) in ihrer Gebrauchsstellung eine bündige Außenkontur aufweisen, jedoch
durch eine größere Schenkellänge des rückwandseitigen Traggriffs (6) eine unterschiedliche
Bügelhöhe besitzen.
7. Packmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Querfaltlinie (17)
des der Vorderwand (3) zugeordneten Traggriffs (5) in einer Ebene oberhalb der Querfaltlinie
(20) des rückwandseitigen Traggriffs (6) in einem Abstand angeordnet ist, der dem
Unterschied in der Schenkellänge der beiden Traggriffe (5,6) entspricht.
8. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß einer
(5) der beiden Traggriffe (5,6) mit einer einstückig angeformten Durchstecklasche
(26) versehen ist, die den Bügelteil (19) des anderen (6) der beiden Traggriffe (5,6)
in deren Gebrauchsstellung untergreift.
9. Packmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Traggriffe (5,6)
in ihrer Gebrauchsstellung mittels der Durchstecklasche (26) miteinander verriegelbar
sind.
10. Packmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchstecklasche (26)
in C-förmiger, endseitige Verriegelungsschlitze bildender Grundgestalt entlang einer
Querfaltlinie (27) vom Hauptteil des zugehörigen Traggriffs (5) abgegrenzt ist.
11. Packmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsschlitze
in die Querfaltlinie (27) einmünden und die Querfaltlinie (27) in ihrer Länge dem
Quermaß zwischen den Schenkeln (18) des von der Durchstecklasche (26) untergriffenen
Traggriffs (6) entspricht.
12. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bodenverschluß von einem Kreuz-, Klotz- oder dgl. Formboden gebildet ist.