[0001] Es ist bekannt, mehrere Pumpen parallel aneinander zu montieren, um z. B. eine Druckerhöhungsanlage
zu schaffen. Die Montage der einzelnen Pumpen aneinander und an den weiteren Bauteilen
ist aufwendig und erfordert eine sehr genaue vorherige Planung. Ferner erzeugen die
einzelnen Pumpen erhebliche Geräusche.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung mit mindestens einer Pumpe zu schaffen,
die sowohl als Einzelbaustein als auch als bausteinförmiges Element einer Anlage verwendbar
ist, die aus zwei oder mehreren Elementen zusammengesetzt ist, wobei die Elemente
die gleiche äußere Form besitzen und eine einfache Bauweise und Handhabung und ein
geräuscharmer Betrieb gegeben sind.
[0003] Diese Aufgabe wild erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Pumpe mit ihrem Pumpen-
und Motorengehäuse von einem Kammern bildenden Außengehäuse umgeben ist, daß in einer
Kammer die Pumpe mit ihrem Pumpen- und Motorgehäuse angeordnet ist und daß das Außengehäuse
in seinen Außenwänden mindestens einen Einlaß und einen Auslaß aufweist, um mit seiner
senkrechten Außenwand an die Außenwand einer zweiten gleichen Vorrichtung stellbar
zu sein, wobei ein Auslaß einer Vorrichtung mit dem Einlaß der anderen Vorrichtung
fluchtet.
[0004] Mit einer solchen Vorrichtung kann ein Wasserversorgungs/ Druckerhöhungssystem aufgebaut
werden, welches in der Haus- und Gebäudetechnik, aber auch in vielen anderen Bereichen
wie in der Industrie, Kühlwasserkreisläufen etc. eingesetzt werden kann. Es ist eigenständig
funktionsfähig als Einzelaggregat sowie auch als integrierte Einheit bzw. Box als
Baustein einer Anlage, die aus den unterschiedlichsten Anordnungskombinationen mehrerer
Vorrichtungen bzw. Einheiten (Boxen) bestehen kann.
[0005] Die Vorrichtung weist ein segmentiertes Kunststoff- oder Edelstahlbauelement quadratischer
Grundfläche auf, in das alle mechanischen, hydraulischen und elektrischen/elektronischen
Elemente einer Wasserversorgungs- bzw. DE-Anlage integriert sind. Die Wände sind (wenn
aus Kunststoff gebaut) im Sandwichverfahren aufgebaut aus z. B. zwei Mantelhäuten
aus GFK und einer integrierten Stütz- bzw. Schalldämmschicht aus PU oder einer Stützschicht
aus einem wabenförmigen Gitter. Alle notwendigen Anschlußstutzen sind in diesen Mantel
einlaminiert oder eingespritzt bzw. eingeschweißt, sofern der Mantel aus Edelstahl
gefertigt wird.
[0006] Folgende Vorteile sind unter anderem gegeben:
- Durch die spezielle Bauform wird ein absolut geräuscharmer Betrieb sichergestellt.
- Durch (im Verhältnis zu Rohrleitungen) weite Mantelquerschnitte sind geringe Strömungsgeschwindigkeiten
gegeben.
- Durch die Kammerbauweise ist die Wasservorlage für die Pumpen immer garantiert.
Ein Trockenlauf ist damit ausgeschlossen. Ein Leerlaufen der Pumpenkammer ist nicht
möglich.
- Es bestehen variable Anschlußmöglichkeiten links oder rechts.
- Ein beliebiger Anschluß ist durch simple Adaptionsmöglichkeiten von Gewindestutzen
oder Flanschstutzen in allen Normen und den unterschiedlichen Werkstoffen möglich.
- Durch die von der Pumpenkammer her angebrachten integrierten Armaturen ist sichergestellt,
daß z. B. eine defekte Pumpe ohne Unterbrechung des Anlagenbetriebes getauscht werden
kann.
- Rohrleitungen, Grundrahmen und Konsole des Schaltkastens können entfallen. Der Schaltkasten
(oder besser, die zentrale Steuerungseinheit) ist in der Gerätehaube integriert.
- Es besteht eine kompakte Bauform für einfaches Replacement.
- Ein einfacher Zusammenbau ist auch auf der Baustelle möglich, insbesondere durch
ein Zusammenstecken der Elemente und ein Sichern durch Zuganker.
- Es sind verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten gegeben. Reihen- und/oder Parallelschaltungen
sind möglich. Dadurch ist z. B. das einfache Anpassen der hydraulischen Leistung entsprechend
dem Baufortschritt eines Objektes möglich.
- Absolute Korrosionsbeständigkeit durch Werkstoffe wie Kunststoff oder Edelstahl,
damit optimale Voraussetzungen für die Zukunft (Wiederaufbereitung von Wässern, VE-Wasser,
Sekundär-Brauchwassersysteme etc.).
- Mit einer bzw. zwei Gehäusegrößen sind pro Einheit (Unit) Leistungsbereiche von
Q max. bis 25 cbm, H max. bis 100 m WS abzudekken.
- Jede beliebige Pumpe kann integriert werden: mehrstufige Hochdruckkreiselpumpe mit
Naß- oder Trockenläufermotor (jeweils als Eintauchpumpe ausgeführt), Unterwasser-Motorpumpe.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0009] Es zeigen:
Fig. 1 Eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht nach Figur 1 mit teilweisem Ausschnitt,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung bei abgenommener oberer Haube,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung mehrerer aneinandergesetzter Vorrichtungen,
Fig. 6 bis 10 zwei bis zehn aneinandergesetzte bzw. befestigte Vorrichtungen in Reihenschaltung,
Parallelschaltung und in Kombinationen dieser Schaltungsarten,
Fig. 11 eine Verbindungshülse,
Fig. 12 einen Flanschadapter,
Fig. 13 einen Gewindeadapter mit Außengewinde,
Fig. 14 einen Gewindeadapter mit Innengewinde und
Fig. 15 einen Verschlußstopfen.
[0010] Die Pumpe 1 wird von einem Elektromotor angetrieben, der direkt an der Pumpe befestigt,
insbesondere angeflanscht ist. Pumpe und Motor besitzen jeweils ein eigenes Gehäuse.
Im folgenden wird diese Pumpen-Motoren-Einheit als Pumpe 1 bezeichnet, wobei die unterschiedlichsten
Pumpenbauarten verwendet werden können. Auch kann die Pumpe mehrere Pumpenstufen besitzen,
wie dies in den Figuren 2 und 4 dargestellt ist.
[0011] Die Pumpe 1 ist von einem Außengehäuse 2 umgeben, das quaderförmig ist und damit
vier senkrechte Außenwände 3 besitzt, wobei der Übergang von einer senkrechten Außenwand
in die benachbarte durch eine Abrundung 4 erfolgt.
[0012] An den Unterseiten der Außenwände 3 ist ein waagerechter Boden 5 angeformt und auf
der Oberseite der Außenwände 3 ist eine Abdeckhaube 6 insbesondere lösbar befestigt,
deren Außenseiten die Form eines Pyramidenstumpfes haben und unter der sich die Regelelektronik
befindet. Ein an einer Außenwand der Abdeckhaube 6 befestigtes Anzeigedisplay 7 wird
für die unterschiedlichsten Informationen genutzt.
[0013] Mittig im Innern des Außengehäuses 2 befindet sich eine Innenkammer 8 mit im Ausführungsbeispiel
etwa waagerechtem, quadratischem Querschnitt und Wänden 9, die die Pumpe 1 im Abstand
umgeben. Zwischen den vier Wänden 9 und den Außenwänden 3 befindet sich rundum ein
Abstand, der zwei Außenkammern 10,11 bildet. Die Außenkammern 10,11 sind gleich groß
und durch zwei senkrechte Querwände 12,13 voneinander getrennt.
[0014] Die erste Außenkammer 10 weist als Saugkammer drei oder mehr Saugstutzen 14 auf,
die in den verschiedenen drei Außenwänden 3 angeordnet sind, die diese Kammer 10 umgrenzen.
In gleicher Weise weist die zweite Außenkammer 11 als Druckkammer drei oder mehr Druckstutzen
15 auf, die wiederum in drei unterschiedlichen Außenwänden 3 angeordnet sind. Durch
dieses Anordnen der Saug- und Druckstutzen in zwei oder mehr Außenwänden, die zueinander
rechtwinklig angeordnet sind, kann die Vorrichtung auf die unterschiedlichsten Anschlußarten
an weiteren Vorrichtungen gleicher oder ähnlicher Bauart befestigt werden, wobei dann
die Stutzen der Vorrichtungen miteinander fluchten.
[0015] Die beiden Außenkammern 10,11 umgeben somit die Innenkammer 8 ringförmig und damit
auf den Außenseiten vollständig, so daß diese mit Wasser gefüllten Außenkammern 10,11
nicht nur eine hohe Schalldämpfung, sondern auch eine Wasservorlage bilden.
[0016] Die Innenkammer 8 ist auch mit Wasser gefüllt und mit der ersten Außenkammer (Saugkammer)
über eine unten in der Wand 9 angeordnete Durchflußöffnung 16 mit einer von innen
angebrachten Ringabsperrklappe absperrbar verbunden. Das aus der Pumpe kommende Druckwasser
wird über ein Verbindungsrohr 17, das sich oberhalb der Kammern 8 und 11 befindet,
in die zweite Außenkammer 11 geführt. Alternativ kann aber auch über ein Rohr das
Fördermedium von der ersten Außenkammer 10 (Saugkammer) zur Saugöffnung der Pumpe
geführt werden, so daß die Pumpe in die Innenkammer 8 hinein fördert und die Innenkammer
mit der zweiten Außenkammer 11 über eine Öffnung in der Wand 9 verbunden ist.
[0017] Eine Verbindung der Saug- und Druckstutzen 14,15 einer Vorrichtung mit denen der
anderen kann über kurze Verbindungsrohre bzw. Verbindungshülsen 18 (Figur 11 oder
durch Adapter 19 - 21, aber auch Figur 12 bis Figur 14) erfolgen, wobei die Adapter
entweder zwei Flansche oder ein Außengewinde bzw. Innengewinde besitzen. Stutzen 14,
15, die nicht benötigt werden, können durch einen Verschlußstopfen 22 (Figur 15) verschlossen
werden.
1. Vorrichtung mit mindestens einer Pumpe (1), dadurch gekennzeichnet,
- daß die Pumpe (1) mit ihrem Pumpen-und Motorengehäuse von einem Kammern (8,10,11)
bildenden Außengehäuse (2) umgeben ist,
- daß in einer Kammer (8) die Pumpe (1) mit ihrem Pumpen- und Motorgehäuse angeordnet
ist, und
- daß das Außengehäuse (2) in seinen Außenwänden (3) mindestens einen Einlaß (14)
und einen Auslaß (15) aufweist, um mit seiner senkrechten Außenwand (3) an die Außenwand
(3) einer zweiten gleichen Vorrichtung stellbar zu sein, wobei ein Auslaß (15) einer
Vorrichtung mit dem Einlaß (14) der anderen Vorrichtung fluchtet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine innere, die Pumpe
(1) aufnehmende Kammer (8) vorgesehen ist, die mit mindestens einer zweiten Kammer
(10,11) verbunden ist, die von mindestens einer senkrechten Außenwand (3) des Außengehäuses
(2) begrenzt ist und in dieser Außenwand (3) mindestens einen Ein- oder Auslaß (14,15)
aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Kammer (8)
von zwei Außenkammern (10,11) umgeben ist, die nach außen von senkrechten Außenwänden
(3) des Außengehäuses (2) begrenzt sind, wobei die Außenwände (3) die Ein- und Auslässe
(14,15) für die Außenkammern (10,11) aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkammer
(8) von den Außenkammern (10,11) ringförmig umgeben ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkammern
(10,11) die Ober- und/oder Unterseite der Innenkammer (8) nicht bedecken.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Außenkammer (10) als Saugkammer mit dem Einlaß der Pumpe und die andere Außenkammer
(11) als Druckkammer mit dem Auslaß der Pumpe verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand
(9) der Innenkammer (8) das Gehäuse der Pumpen und/oder des Motors bildet.
8. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe
(1) mehrere Pumpenstufen aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den
senkrechten Außenwänden (3) mindestens drei Auslässe (15) und/oder drei Einlässe (14)
angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den
äußeren Ein- und Auslässen Verbindungsstükke (18), Adapter (19 - 21) und/oder Verschlüsse
(22) befestigbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Anschluß einer Vorrichtung an einer zweiten die Außenwände (3) eng aneinanderliegen.
12. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung ähnlicher oder gleicher Bauweise Teil einer Wasserversorgungs-, Druckerhöhungs-und/oder
Wasseraufbereitungsanlage ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie
außen im wesentlichen qaderförmig, insbesondere kubusförmig ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite sich nach
oben hin insbesondere pyramidenstumpfförmig verjüngt.
15. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Außengehäuse (2) aus Kunststoff und/oder Metall, insbesondere Aluminium oder Edelstahl
besteht.
16. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wände (3) des Außengehäuses (2) im Sandwichverfahren aufgebaut sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (3) des Außengehäuses
(2) glasfaserverstärkten Kunststoff aufweisen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (3) des Außengehäuses
(2) eine integrierte Stütz- und/oder Schalldämmschicht, insbesondere mit wabenförmigem
Gitter aufweisen.
19. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Vorrichtung mechanische, hydraulische und/oder elektrische/elektronische Elemente
integriert sind.