(19)
(11) EP 0 669 503 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.08.1995  Patentblatt  1995/35

(21) Anmeldenummer: 95100942.2

(22) Anmeldetag:  25.01.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F24F 13/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 23.02.1994 DE 4405867

(71) Anmelder: H KRANTZ-TKT GmbH
D-51465 Bergisch Gladbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Schweikert, Wolfgang, Dipl.-Ing.
    D-52223 Stolberg (DE)

(74) Vertreter: Bauer, Hubert, Dipl.-Ing. 
Am Keilbusch 4
52080 Aachen
52080 Aachen (DE)

   


(54) Bodenauslass


(57) Um einen Bodenauslaß wahlweise als Bodenquellauslaß oder Bodendrallauslaß betreiben zu können, sind in einer ein Gehäuse des Bodenauslasses abdeckenden Platte (3) über einen äußeren Teilkreis (7) und einem inneren Teilkreis (8) radial ausgerichtete Schlitze (5 bzw. 6) verteilt angeordnet. Diese sind durch geneigt ausgerichtete Längslaibungen (9, 10) seitlich begrenzt. Die dem inneren Teilkreis (8) zugeordneten Schlitze (5) sind durch eine unter der Platte (3) höhenverstellbar gelagerte Scheibe vollständig absperrbar.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Bodenauslaß, der im wesentlichen aus einem in eine Bodenöffnung einsetzbaren, zylinderförmigen Gehäuse und einer das Gehäuse abdeckenden, mit Auslaßöffnungen versehenen kreisförmigen Platte besteht. Unter dieser ist eine Scheibe höhenverstellbar gelagert, mit der in Abhängigkeit von ihrer Position Querschnitte der Auslaßöffnungen vollständig absperrbar oder freigebbar sind.

[0002] Bei einem derartigen aus der DE 39 28 621 A1 bekannten Bodenauslaß ist das zylinderförmige Gehäuse mit einem sich radial nach außen bogenförmig erweiternden Kragen versehen, der in einen auf dem Rand der Bodenöffnung aufliegenden Flansch übergeht. Innerhalb des Gehäuses ist ein sich von oben nach unten trichterförmig verjüngender Einsatz mit einem kegelstumpfförmigen Mantel konzentrisch angeordnet. Die Außenseite dieses Mantels und die Innenseite des Gehäuses begrenzen einen Ringraum, der in der Ebene des am Kragen des Gehäuses angeordneten Flansches durch einen am Einsatz angeordneten radial nach außen vorstehenden Flansch verengt ist. Der Austrittsquerchnitt des Einsatzes ist durch eine höhenverstellbar gelagerte Scheibe bis auf einen Ringspalt versperrbar.

[0003] Mit diesem bekannten Bodenauslaß läßt sich eine relativ große horizontale Eindringtiefe der austretenden Zuluftstrahlen gewährleisten und somit eine geringe Anordnungsdichte der Luftauslässe wählen, um den gesamten Raum dennoch gleichmäßig mit Zuluft zu versorgen. Dabei hat der Bodenauslaß die Wirkung eines Bodenquellauslasses, bei dem die Zuluft im wesentlichen horizontal in den Raum geblasen wird. Mit dem Bodenauslaß ist jedoch nicht die Wirkung eines Bodendrallauslasses erzielbar, durch den die Zuluft im wesentlichen vertikal in den Raum geblasen wird.

[0004] Zur Erzeugung einer Drallströmung ist aus der EP 0 446 557 A3 auch bereits ein Bodenauslaß bekannt, der in einer ein Gehäuse überdeckenden kreisförmigen Platte mit schräg nach oben gerichteten Auslaßschlitzen versehen ist. Die Platte ist aus einem Plattenpaar gebildet, wobei in den Einzelplatten die Auslaßschlitze entgegengerichtet geneigt sind. Durch eine geringfügige Relativverdrehung der Einzelplatten lassen sich die Auslaßschlitze entsprechend versetzt zueinander positionieren, wodurch eine begrenzte Veränderung in der Ausströmrichtung der Zuluftstrahlen ermöglicht wird.

[0005] Mit diesem bekannten Bodenauslaß lassen sich die in den Raum eingeblasenen einzelnen Zuluftstrahlen nicht wie mit einem konventionellen Drallauslaß zu einem einheitlichen, steil in den Raum aufsteigenden hochinduktiven Gesamtstrahl bündeln.

[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bodenauslaß der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß er die Ausblaseigenschaften von als Bodenquellauslaß und als Bodendrallauslaß ausgebildeten Auslässen vereinigt.

[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einem Bodenauslaß der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art ausgegangen, welcher erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale aufweist.

[0008] Durch die mit ihren Längslaibungen erfindungsgemäß ausgerichteten Schlitze, von denen die den inneren Teilkreis kreuzenden, wahlweise vollständig versperrbar oder freigebbar sind, läßt sich der Bodenauslaß durch eine entsprechende Höhenverstellung der Platte zeitweise als Bodenquellauslaß mit im wesentlichen horizontaler Ausblasrichtung und zeitweise als Bodendrallauslaß mit vertikaler Ausblasrichtung betreiben. Dazu ist für die Quellauslaßcharakteristik die Platte abzusenken, so daß sämtliche Auslaßschlitze frei durchströmt werden können, wahrend für die Drallauslaßcharakteristik die Platte angehoben wird, so daß die auf dem inneren Teilkreis angeordneten Schlitze versperrt und nur die auf dem äußeren Teilkreis angeordneten Schlitze durchströmbar sind.

[0009] Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind die Austrittsquerschnitte der den äußeren Teilkreis kreuzenden Schlitze in ihrer Breite durch an die Platte angeformte Leisten verengt, wobei jedem dieser Schlitze auf der Längslaibung, die zum Eintrittsquerschnitt des Schlitzes hinweisend geneigt ausgerichtet ist, mit einer Leiste zugeordnet ist.

[0010] Die Leisten begünstigen beim Betreiben des Bodenauslasses als Bodenquellauslaß eine Umlenkung der Strömung in die Horizontale, wobei sich infolge des Koandaeffektes die austretenden Luftstrahlen am Boden des zu belüftenden Raumes anlegen. Gleichzeitig werden die Luftstrahlen, welche durch die auf dem inneren Teilkreis zugeordneten Schlitze austreten, durch die horizontal austretenden Luftstrahlen in deren Richtung umgelenkt. Wird der Bodenauslaß als Drallauslaß betrieben, treten aus den dem inneren Teilkreis zugeordneten Schlitze keine Luftstrahlen aus, so daß innerhalb dieses zentralen Bereichs ein Unterdruck entsteht, wodurch trotz der Leisten die Luftstrahlen in die vertikale Richtung umgelenkt werden und sich vereinigen. Durch den so erzeugten Gesamtstrahl strömt die Zuluft steil nach oben.

[0011] Schließlich sieht eine Ausgestaltung der Erfindung noch vor, daß jeder der den äußeren Teilkreis kreuzenden Schlitze im Bereich des Eintrittsquerschnittes mit einer Längslaibung, die vom Eintrittsquerschnitt wegweisend geneigt ausgerichtet ist, einen konvexen Bogen definiert.

[0012] Durch diese Ausgestaltung wird nicht nur der einströmseitige Öffnungsquerschnitt, der dem größeren Teilkreis zugeordneten Schlitze gegenüber dem durch die Leiste verengten Ausströmquerschnitt dieser Schlitze vergrößert, sondern zudem eine scharfkantige Ausbildung des Eintrittsquerschnittes vermieden, die bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten Geräusche verursachen könnte.

[0013] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bodenauslasses dargestellt und nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch den Bodenauslaß,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Bodenauslaß,

Fig. 3 ein Querschnittsteilstück einer das Gehäuse des Bodenauslasses abdekkenden Platte im Bereich eines Schlitzes.



[0014] Der in eine nicht dargestellte Bodenöffnung einsetzbare und mit seiner Oberseite mit der Bodenoberfläche bündig abschließende Bodenauslaß umfaßt ein zylindrisches Gehäuse 1, das mit einer konventionellen und daher im einzelnen nicht dargestellten Drosseleinrichtung für den dem Bodenauslaß zuzuführenden Gesamtvolumenstrom versehen ist. Im Gehäuse 1 ist ein gleichfalls zylinderförmiger Schmutzfangkorb 2 üblicher Ausbildung eingesetzt.

[0015] Das Gehäuse 1 ist deckenseitig mit einer kreisförmigen Platte 3 abgedeckt, die einen Auslaßkörper bildet. Unter der Platte 3 ist in an sich bekannter Weise eine Scheibe 4 auf einer zur Platte 3 koaxialen Spindel 5 so höhenverstellbar gelagert, daß die Scheibe 4 in ihrer oberen Position dicht gegen die Unterseite der Platte 3 anliegt oder in die dargestellte untere Position verlagerbar ist.

[0016] Wie Fig. 2 veranschaulicht, ist die Platte 3 mit radialen Schlitzen 5 und 6 versehen, wobei die Schlitze 5 in gleichmäßiger Verteilung einem äußeren Teilkreis 7 und die Schlitze 6 in gleichfalls gleichmäßiger Verteilung einem inneren Teilkreis 8 zugeordnet sind.

[0017] Die Schlitze 5 und 6 sind, wie Fig. 3 am Beispiel eines Schlitzes 5 verdeutlicht, durch geneigt verlaufende Längslaibungen 9 und 10 begrenzt. Abweichend von den Schlitzen 6 ist bei jedem Schlitz 5 ein Austrittsquerschnitt 11 durch eine an die Platte 3 angeformte Leiste 12 verengt, welche über die Ebene der Längslaibung 9 vorsteht. Ein Eintrittsquerschnitt 13 ist durch die in einem konvexen Bogen 14 nach unten auslaufende Längslaibung 10 erweitert.


Ansprüche

1. Bodenauslaß, bestehend aus einem in eine Bodenöffnung einsetzbaren, mit einem Anschlußstutzen versehenen zylinderförmigen Gehäuse und einer das Gehäuse abdeckenden, mit Auslaßöffnungen versehenen kreisförmigen Platte sowie einer unter der Platte höhenverstellbar gelagerten Scheibe, mit der in Abhängigkeit von ihrer Position Querschnitte der Auslaßöffnungen vollständig oder teilweise absperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die über mindestens zwei konzentrische Teilkreise (7, 8) gleichmäßig verteilten Auslaßöffnungen aus radialen Schlitzen (5, 6) bestehen, von denen die Querschnitte der einen inneren Teilkreis (8) kreuzenden Schlitze (6) durch die höhenverstellbare Scheibe vollständig absperrbar sind und daß sämtliche Schlitze (5, 6) mit ihren Längslaibungen (9, 10) in einem Winkel zur Vertikalen geneigt ausgerichtet sind.
 
2. Bodenauslaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsquerschnitte (11) der den äußeren Teilkreis (7) kreuzenden Schlitze (5) in ihrer Breite durch an die Platte (3) angeformte Leisten (12) verengt sind.
 
3. Bodenauslaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der den äußeren Teilkreis (7) kreuzenden Schlitze (5) auf der Längslaibung (9), die zum Eintrittsquerschnitt (13) des Schlitzes (5) hinweisend geneigt ausgerichtet ist, mit einer Leiste (12) versehen ist.
 
4. Bodenauslaß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der den äußeren Teilkreis (7) kreuzenden Schlitze (5) im Bereich des Eintrittsquerschnittes (13) mit einer Längslaibung (10), die vom Eintrittsquerschnitt wegweisend geneigt ausgerichtet ist, einen konvexen Bogen (14) definiert.
 




Zeichnung