[0001] Die Erfindung betrifft einen Bodenauslaß, der im wesentlichen aus einem in eine Bodenöffnung
einsetzbaren, zylinderförmigen Gehäuse und einer das Gehäuse abdeckenden, mit Auslaßöffnungen
versehenen kreisförmigen Platte besteht. Unter dieser ist eine Scheibe höhenverstellbar
gelagert, mit der in Abhängigkeit von ihrer Position Querschnitte der Auslaßöffnungen
vollständig absperrbar oder freigebbar sind.
[0002] Bei einem derartigen aus der DE 39 28 621 A1 bekannten Bodenauslaß ist das zylinderförmige
Gehäuse mit einem sich radial nach außen bogenförmig erweiternden Kragen versehen,
der in einen auf dem Rand der Bodenöffnung aufliegenden Flansch übergeht. Innerhalb
des Gehäuses ist ein sich von oben nach unten trichterförmig verjüngender Einsatz
mit einem kegelstumpfförmigen Mantel konzentrisch angeordnet. Die Außenseite dieses
Mantels und die Innenseite des Gehäuses begrenzen einen Ringraum, der in der Ebene
des am Kragen des Gehäuses angeordneten Flansches durch einen am Einsatz angeordneten
radial nach außen vorstehenden Flansch verengt ist. Der Austrittsquerchnitt des Einsatzes
ist durch eine höhenverstellbar gelagerte Scheibe bis auf einen Ringspalt versperrbar.
[0003] Mit diesem bekannten Bodenauslaß läßt sich eine relativ große horizontale Eindringtiefe
der austretenden Zuluftstrahlen gewährleisten und somit eine geringe Anordnungsdichte
der Luftauslässe wählen, um den gesamten Raum dennoch gleichmäßig mit Zuluft zu versorgen.
Dabei hat der Bodenauslaß die Wirkung eines Bodenquellauslasses, bei dem die Zuluft
im wesentlichen horizontal in den Raum geblasen wird. Mit dem Bodenauslaß ist jedoch
nicht die Wirkung eines Bodendrallauslasses erzielbar, durch den die Zuluft im wesentlichen
vertikal in den Raum geblasen wird.
[0004] Zur Erzeugung einer Drallströmung ist aus der EP 0 446 557 A3 auch bereits ein Bodenauslaß
bekannt, der in einer ein Gehäuse überdeckenden kreisförmigen Platte mit schräg nach
oben gerichteten Auslaßschlitzen versehen ist. Die Platte ist aus einem Plattenpaar
gebildet, wobei in den Einzelplatten die Auslaßschlitze entgegengerichtet geneigt
sind. Durch eine geringfügige Relativverdrehung der Einzelplatten lassen sich die
Auslaßschlitze entsprechend versetzt zueinander positionieren, wodurch eine begrenzte
Veränderung in der Ausströmrichtung der Zuluftstrahlen ermöglicht wird.
[0005] Mit diesem bekannten Bodenauslaß lassen sich die in den Raum eingeblasenen einzelnen
Zuluftstrahlen nicht wie mit einem konventionellen Drallauslaß zu einem einheitlichen,
steil in den Raum aufsteigenden hochinduktiven Gesamtstrahl bündeln.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bodenauslaß der eingangs beschriebenen
Art so auszubilden, daß er die Ausblaseigenschaften von als Bodenquellauslaß und als
Bodendrallauslaß ausgebildeten Auslässen vereinigt.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einem Bodenauslaß der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art ausgegangen, welcher erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmale aufweist.
[0008] Durch die mit ihren Längslaibungen erfindungsgemäß ausgerichteten Schlitze, von denen
die den inneren Teilkreis kreuzenden, wahlweise vollständig versperrbar oder freigebbar
sind, läßt sich der Bodenauslaß durch eine entsprechende Höhenverstellung der Platte
zeitweise als Bodenquellauslaß mit im wesentlichen horizontaler Ausblasrichtung und
zeitweise als Bodendrallauslaß mit vertikaler Ausblasrichtung betreiben. Dazu ist
für die Quellauslaßcharakteristik die Platte abzusenken, so daß sämtliche Auslaßschlitze
frei durchströmt werden können, wahrend für die Drallauslaßcharakteristik die Platte
angehoben wird, so daß die auf dem inneren Teilkreis angeordneten Schlitze versperrt
und nur die auf dem äußeren Teilkreis angeordneten Schlitze durchströmbar sind.
[0009] Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind die Austrittsquerschnitte der den
äußeren Teilkreis kreuzenden Schlitze in ihrer Breite durch an die Platte angeformte
Leisten verengt, wobei jedem dieser Schlitze auf der Längslaibung, die zum Eintrittsquerschnitt
des Schlitzes hinweisend geneigt ausgerichtet ist, mit einer Leiste zugeordnet ist.
[0010] Die Leisten begünstigen beim Betreiben des Bodenauslasses als Bodenquellauslaß eine
Umlenkung der Strömung in die Horizontale, wobei sich infolge des Koandaeffektes die
austretenden Luftstrahlen am Boden des zu belüftenden Raumes anlegen. Gleichzeitig
werden die Luftstrahlen, welche durch die auf dem inneren Teilkreis zugeordneten Schlitze
austreten, durch die horizontal austretenden Luftstrahlen in deren Richtung umgelenkt.
Wird der Bodenauslaß als Drallauslaß betrieben, treten aus den dem inneren Teilkreis
zugeordneten Schlitze keine Luftstrahlen aus, so daß innerhalb dieses zentralen Bereichs
ein Unterdruck entsteht, wodurch trotz der Leisten die Luftstrahlen in die vertikale
Richtung umgelenkt werden und sich vereinigen. Durch den so erzeugten Gesamtstrahl
strömt die Zuluft steil nach oben.
[0011] Schließlich sieht eine Ausgestaltung der Erfindung noch vor, daß jeder der den äußeren
Teilkreis kreuzenden Schlitze im Bereich des Eintrittsquerschnittes mit einer Längslaibung,
die vom Eintrittsquerschnitt wegweisend geneigt ausgerichtet ist, einen konvexen Bogen
definiert.
[0012] Durch diese Ausgestaltung wird nicht nur der einströmseitige Öffnungsquerschnitt,
der dem größeren Teilkreis zugeordneten Schlitze gegenüber dem durch die Leiste verengten
Ausströmquerschnitt dieser Schlitze vergrößert, sondern zudem eine scharfkantige Ausbildung
des Eintrittsquerschnittes vermieden, die bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten Geräusche
verursachen könnte.
[0013] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bodenauslasses
dargestellt und nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch den Bodenauslaß,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Bodenauslaß,
Fig. 3 ein Querschnittsteilstück einer das Gehäuse des Bodenauslasses abdekkenden
Platte im Bereich eines Schlitzes.
[0014] Der in eine nicht dargestellte Bodenöffnung einsetzbare und mit seiner Oberseite
mit der Bodenoberfläche bündig abschließende Bodenauslaß umfaßt ein zylindrisches
Gehäuse 1, das mit einer konventionellen und daher im einzelnen nicht dargestellten
Drosseleinrichtung für den dem Bodenauslaß zuzuführenden Gesamtvolumenstrom versehen
ist. Im Gehäuse 1 ist ein gleichfalls zylinderförmiger Schmutzfangkorb 2 üblicher
Ausbildung eingesetzt.
[0015] Das Gehäuse 1 ist deckenseitig mit einer kreisförmigen Platte 3 abgedeckt, die einen
Auslaßkörper bildet. Unter der Platte 3 ist in an sich bekannter Weise eine Scheibe
4 auf einer zur Platte 3 koaxialen Spindel 5 so höhenverstellbar gelagert, daß die
Scheibe 4 in ihrer oberen Position dicht gegen die Unterseite der Platte 3 anliegt
oder in die dargestellte untere Position verlagerbar ist.
[0016] Wie Fig. 2 veranschaulicht, ist die Platte 3 mit radialen Schlitzen 5 und 6 versehen,
wobei die Schlitze 5 in gleichmäßiger Verteilung einem äußeren Teilkreis 7 und die
Schlitze 6 in gleichfalls gleichmäßiger Verteilung einem inneren Teilkreis 8 zugeordnet
sind.
[0017] Die Schlitze 5 und 6 sind, wie Fig. 3 am Beispiel eines Schlitzes 5 verdeutlicht,
durch geneigt verlaufende Längslaibungen 9 und 10 begrenzt. Abweichend von den Schlitzen
6 ist bei jedem Schlitz 5 ein Austrittsquerschnitt 11 durch eine an die Platte 3 angeformte
Leiste 12 verengt, welche über die Ebene der Längslaibung 9 vorsteht. Ein Eintrittsquerschnitt
13 ist durch die in einem konvexen Bogen 14 nach unten auslaufende Längslaibung 10
erweitert.
1. Bodenauslaß, bestehend aus einem in eine Bodenöffnung einsetzbaren, mit einem Anschlußstutzen
versehenen zylinderförmigen Gehäuse und einer das Gehäuse abdeckenden, mit Auslaßöffnungen
versehenen kreisförmigen Platte sowie einer unter der Platte höhenverstellbar gelagerten
Scheibe, mit der in Abhängigkeit von ihrer Position Querschnitte der Auslaßöffnungen
vollständig oder teilweise absperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die über mindestens
zwei konzentrische Teilkreise (7, 8) gleichmäßig verteilten Auslaßöffnungen aus radialen
Schlitzen (5, 6) bestehen, von denen die Querschnitte der einen inneren Teilkreis
(8) kreuzenden Schlitze (6) durch die höhenverstellbare Scheibe vollständig absperrbar
sind und daß sämtliche Schlitze (5, 6) mit ihren Längslaibungen (9, 10) in einem Winkel
zur Vertikalen geneigt ausgerichtet sind.
2. Bodenauslaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsquerschnitte
(11) der den äußeren Teilkreis (7) kreuzenden Schlitze (5) in ihrer Breite durch an
die Platte (3) angeformte Leisten (12) verengt sind.
3. Bodenauslaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der den äußeren
Teilkreis (7) kreuzenden Schlitze (5) auf der Längslaibung (9), die zum Eintrittsquerschnitt
(13) des Schlitzes (5) hinweisend geneigt ausgerichtet ist, mit einer Leiste (12)
versehen ist.
4. Bodenauslaß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
der den äußeren Teilkreis (7) kreuzenden Schlitze (5) im Bereich des Eintrittsquerschnittes
(13) mit einer Längslaibung (10), die vom Eintrittsquerschnitt wegweisend geneigt
ausgerichtet ist, einen konvexen Bogen (14) definiert.