[0001] Die Erfindung betrifft eine Drucktastenanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine derartige Anordnung ist aus der DE 31 42 880 A1 bekannt. Die dort beschriebene
Tastenanordnung besitzt als Gehäuseunterteil einen Tragrahmen, auf dem eine Leiterplatte
mit den festen Kontakten ruht. Darauf liegt eine Kontaktmatte mit Domen, in denen
die beweglichen Kontakte angebracht sind. Leiterplatte und Schaltmatte werden durch
eine aufgerastete Tastenführung fixiert, die das Oberteil des Gehäuses darstellt.
In diesem Oberteil sind in entsprechenden Öffnungen die Tasten geführt, die bei Betätigung
jeweils auf den entsprechenden Dom drücken und dabei die jeweiligen Kontakte auf der
Leiterplatte schließen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drucktastenanordnung mit anderem,
einfachem Aufbau zu schaffen, die sich in ein Kommunikations-Endgerät harmonisch einfügen
läßt. Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Weiterbildungen
sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Der Vorteil dieser Konstruktion ist die Anordnung
der Tasten in ansteigender Bauweise, abgestimmt auf eine Gestaltung eines Kommunikationsgerätes.
Die Montage der Tastenanordnung erfolgt durch Fügen ohne zusätzliche Befestigungselemente.
[0004] Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel beschrieben, das in den zugehörigen
Zeichnungen dargestellt ist. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Drucktastenanordnung gemäß der Erfindung in perspektivischer Ansicht,
und
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Drucktastenanordnung entsprechend der Linie 11-11
in Fig. 1.
[0005] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Drucktastenanordnung 1 besteht im wesentlichen aus
einer Leiterplatte 2, einer elastischen Schaltmatte 3 und hebelartigen Drucktasten
4. Die Leiterplatte 2 bildet die Basis, auf der die anderen Teile aufgebaut sind.
Sie enthält, wie üblich, feste Kontakte 6 und Leiterbahnen 5. Auf der Leiterplatte
2 liegt die Schaltmatte 3 aus Gummi oder gummiartigem Werkstoff, die in bekannter
Weise mit nach oben gewölbten Schaltdomen 7 ausgerüstet ist, in denen Kontakte 8 angebracht
sind, die jeweils mit entsprechenden festen Kontakten 6 der Leiterplatte 2 zusammen
wirken, wenn einer der Schaltdome niedergedrückt wird. Jeder Schaltdom 7 hat am höchsten
Punkt einen angeformten, aufwärts gerichteten Zapfen oder Ansatz 9, der mit einer
Drucktaste 4 in Berührung steht.
[0006] Die Drucktasten 4 und die Schaltdome 7 sind in der üblichen 3 x 4 Anordnung eingesetzt.
Zwischen den und außerhalb der drei Spalten, in denen die Schaltdome sitzen, sind
rohrförmige Ansätze 10 angebracht, die nach oben und nach unten aus der Schaltmatte
hervorstehen. Der nach unten vorstehende Teil jedes Ansatzes 10 besitzt eine konisch
zulaufende Verdickung, die einen Kragen 11 bildet, der durch entsprechende Löcher
12 in der Leiterplatte 2 geknöpft ist. Auf diese Weise werden Schaltmatte 3 und Leiterplatte
2 fest miteinander verbunden.
[0007] Der nach oben vorstehende Teil der Ansätze 10 dient jeweils zur Aufnahme von Führungszapfen
13 der Drucktasten 4. Die oberen Teile der Ansätze 10 sind von Reihe zu Reihe nach
hinten in gleichen Stufen ansteigend ausgeführt, da die unter sich gleichen, als relativ
langarmige Hebel ausgestalteten Drucktasten 4 einander teilweise überdecken. Am oberen,
freien Ende sind die Ansätze 10 eingezogen, so daß die Führungszapfen 13 der Drucktasten
4, deren Enden jeweils eine pilzförmige Verdickung 14 haben, beim Einsetzen in die
Ansätze einrasten und damit unverlierbar sind. Am oberen Ende der Ansätze 10 liegt
zugleich der Drehpunkt der jeweiligen Drucktaste 4.
[0008] Die Drucktasten 4 haben einen U-förmigen Grundriß, wobei die beiden freien Schenkel
15 den erwähnten, langen Hebel bilden. Sie sind im wesentlichen flache Rechtecke,
an denen auf ihrer Unterseite je ein Führungszapfen 13 angeformt ist. Verbunden sind
die beiden Schenkel 15 jeder Drucktaste 4 durch den Querschenkel, der den Betätigungsteil
16 der Drucktaste darstellt. Er erhebt sich über die Ebene der freien Schenkel 15
und hat einen flach gewölbten, U-förmigen Querschnitt, der nach ergonomischen Gesichtspunkten
gewählt ist.
[0009] Die Unterseite jedes Betätigungsteiles 16 steht etwa in Höhe der freien Schenkel
15 mit einem der Ansätze 9 der Schaltmatte 3 in Berührung, so daß beim Niederdrücken
des Betätigungsteiles 16 auch der entsprechende Schaltdom 7 betätigt und seine Kontakte
8 die Kontakte auf der Leiterplatte 2 schließen. Die Ansätze 9 an den Schaltdomen
7 sind, wie die Ansätze 10, von Reihe zu Reihe nach hinten ansteigend abgestuft.
[0010] Die Rückstellung der Drucktasten 4 erfolgt jeweils durch den entsprechenden Schaltdom
7. Begrenzt wird der Rückhub durch Anschläge 17, die von der Schaltmatte 3 aufragen
und jeweils unter dem kurzen Hebelarm der Schenkel 15 der Drucktasten 4 angeordnet
sind.
[0011] Eine umlaufende Rippe 18 kann an den Kanten der Schaltmatte 3 als Versteifung angeformt
sein.
1. Drucktastenanordnung mit einer elastischen Schaltmatte, die mit Kontakte enthaltenden
Schaltdomen ausgerüstet ist, mit einer die Gegenkontakte tragenden Leiterplatte und
mit auf die Schaltdome wirkenden, in Reihen und Spalten angeordneten Drucktasten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmatte (3) rohrförmige Ansätze (10) aufweist,
in deren Ende jeweils ein an jeder Drucktaste (4) angeformter Führungszapfen (13)
eingerastet ist, der zugleich die Lagerstelle für die als relativ langarmige Hebel
ausgebildeten Drucktasten (4) bildet, die einander teilweise überdeckend gestaffelt
angebracht sind.
2. Drucktastenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungszapfen
(13) am freien Ende eine abgesetzte Verdickung (14) und die oberen Enden der rohrförmigen
Ansätze (10) eine Lochverengung aufweisen, hinter der die Verdickung (14) einrastet.
3. Drucktastenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze (10)
zwischen den Schaltdomen (7) angeordnet sind und daß die Drucktasten (4) U-förmigen
Grundriß haben, wobei die freien Schenkel (15) den Hebel, an dessen Unterseite jeweils
ein Führungszapfen (13) angeformt ist, und der Querschenkel das Betätigungsteil (16)
bilden.
4. Drucktastenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Schenkel
(15) der Drucktasten (4) zweiarmige Hebel sind, die jeweils jenseits des Führungszapfens
(13) am freien Ende einen kurzen Hebelarm haben, der gegen einen an der Schaltmatte
(3) angeformten Anschlag (17) schlägt, der den Rückhub begrenzt.
5. Drucktastenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schaltdom
(7) einen angeformten Ansatz (9) hat, auf dem das Betätigungsteil (16) einer Drucktaste
(4) liegt, und daß diese Ansätze (9) von Reihe zu Reihe nach hinten im gleichen Maße
ansteigend abgestuft sind, wie die Ansätze (10) zur Aufnahme der Führungszapfen.
6. Drucktastenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen
Ansätze (10) auf beiden Seiten aus der Schaltmatte (3) hervorstehen und daß die unteren
Enden der Ansätze in entsprechende Löcher (12) der Leiterplatte (2) ragen.
7. Drucktastenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden
der Ansätze (10) der Schaltmatte (3) jeweils einen Kragen (11) haben, mit dem sie
in die Löcher (12) der Leiterplatte (2) eingeknöpft sind.