[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betrieb mindestens einer Niederdrukkentladungslampe
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Insbesondere handelt es sich um eine Schaltungsanordnung zum Dimmbetrieb von Leuchtstofflampen.
[0003] Eine dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 entsprechende Schaltungsanordnung ist
beispielsweise in der Patentschrift EP 0 059 064 beschrieben. Diese Schaltungsanordnung
besitzt einen fremdgesteuerten Wechselrichter, der über einen Serienresonanzkreis
eine Niederdruckentladungslampe mit vorgeheizten Elektrodenwendeln speist. Während
der Elektrodenvorheizphase, also vor dem Zünden der Entladungslampe, wird die Lampe
vom Wechselrichter mit einem Strom versorgt, dessen Frequenz weit oberhalb der Resonanzfrequenz
des Serienresonanzkreises liegt. Zum Zünden der Lampe wird die Schaltfrequenz des
Wechselrichters in Richtung der Resonanzfrequenz des Serienresonanzkreises verschoben,
um mittels Resonanzüberhöhung die erforderliche Zündspannung zu erzeugen. Der Lampenbetrieb
erfolgt dann bei einer Frequenz, die geringfügig oberhalb der Resonanzfrequenz des
nun durch die Lampe gedämpften Serienresonanzkreises liegt. Zum Dimmen, d. h., zur
Helligkeitssteuerung der Leuchtstofflampe wird die Schaltfrequenz des Wechselrichters
und damit die Frequenz des Lampenstromes in Abhängigkeit von der Einstellung an der
Dimmvorrichtung wieder erhöht. Die durch die Frequenzerhöhung verringerte Impedanz
der parallel zur Entladungslampe geschalteten Resonanzkapzität verursacht eine Reduktion
des Lampenstromes. Auf diese Weise bewirkt eine Änderung der Wechselrichterschaltfrequenz
eine Helligkeitssteuerung der Niederdruckentladungslampe.
[0004] In dem deutschen Patent 33 38 464 ist eine Schaltungsanordnung mit einem selbstschwingenden
Wechselrichter zum Betrieb einer dimmbaren Leuchtstofflampe offenbart, bei der die
Helligkeitssteuerung der Leuchtstofflampe über eine Änderung des Tastverhältnisses
der vom Wechselrichter erzeugten hochfrequenten Wechselspannung in Abhängigkeit von
der Einstellung an der Dimmvorrichtung erfolgt.
[0005] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 89 15 386 ist ferner eine Schaltungsanordnung gemäß
des Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt, die zum Dimmen der Leuchtstofflampe
eine Kombination aus Frequenz- und Tastverhältnisänderung der vom Wechselrichter erzeugten
Wechselspannung ausnutzt.
[0006] Die Schaltungen der oben zitierten Schriften erfordern einen vergleichsweise hohen
Schaltungsaufwand und haben außerdem den Nachteil, daß die Leuchtstofflampen unmittelbar
nach der Zündung, unabhängig von der Einstellung an der Dimmvorrichtung, zunächst
mit voller Leistung brennen, bevor die Regelungseinheit die Frequenz oder das Tastverhältnis
des Wechselrichters entsprechend der Einstellung an der Dimmvorrichtung angepaßt hat.
[0007] Ein anderes Dimmverfahren wird in dem deutschen Gebrauchsmuster 91 00 552 vorgeschlagen.
Die hier offenbarte Schaltungsanordnung besitzt ebenfalls einen Halbbrückenwechselrichter,
der über einen Serienresonanzkreis eine Leuchtstofflampe speist. Die Helligkeitssteuerung
der Lampe erfolgt nach Art einer Phasenanschnittsteuerung. Ein parallel zur Lampe
angeordneter Überbrükkungsschalter überbrückt die Leuchtstofflampe während eines regelbaren,
von der Einstellung an der Dimmvorrichtung abhängigen, Phasenwinkels des Lampenstromes.
Der über die Entladungsstrekke fließende Strom wird dadurch, entsprechend der Einstellung
an der Dimmvorrichtung, geschwächt. Die Abstimmung des Überbrückungsschalters auf
die Schaltphasen des Wechselrichters erfordert allerdings einen hohen Schaltungsaufwand.
[0008] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte
Schaltungsanordnung zum Betrieb, insbesondere zum Dimmbetrieb, mindestens einer Niederdruckentladungslampe
anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0010] Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung besteht im wesentlichen aus einem Wechselrichter
mit nachgeschaltetem LC-Ausgangskreis zur Spannungsversorgung der Niederdruckentladungslampe
bzw. Niederdruckentladungslampen, einer Gleichspannungsversorgungseinheit für den
Wechselrichter, einer Regelungseinheit und einer Dimmvorrichtung, mit der die Helligkeit
der Lampe bzw. Lampen eingestellt wird. Die Dimmvorrichtung und die Regelungseinheit
sind derart mit der Gleichspannungsversorgungseinheit verschaltet, daß die Regelungseinheit
die Versorgungsspannung für den Wechselrichter auf einen Wert einstellt, der von der
gewählten Einstellung an der Dimmvorrichtung abhängt. Die entsprechend der Einstellung
an der Dimmvorrichtung verringerte Wechselrichterversorgungsspannung bewirkt bei konstanter
oder näherungsweise konstanter Arbeitsfrequenz des Wechselrichters einen reduzierten
Lampenstrom, so daß die Niederdruckentladungslampe mit verringerter Leistung brennt.
Bei den besonders bevorzugten Ausführungen handelt es sich um eine Schaltungsanordnung
zum Betrieb einer Leuchtstofflampe, insbesondere zum Dimmen einer Leuchtstofflampe.
Die Leuchtstofflampe wird von einem Halbbrückenwechselrichter mit einem nachgeschalteten
Serienresonanzkreis, in den die Lampe integiert ist, gespeist. Die Gleichspannungsversorgung
des Halbbrückenwechselrichters übernimmt eine vorzugsweise als Invers- oder Sperrwandler
ausgeführte Gleichspannungsversorgungseinheit, deren Gleichspannungsausgang mit dem
Eingang des Wechselrichters verschaltet ist. Der Schalttransistor des Invers- oder
Sperrwandlers erhält von der Regelungseinheit ein Steuersignal, das die Regelungseinheit
aus dem von der Dimmvorrichtung vorgegebenen Sollwert und der am Ausgangskondensator
der Gleichspannungsversorgungseinheit anliegenden Wechselrichterversorgungsspannung
als Regelgröße bildet. Auf diese Weise wird die Ausgangsspannung der Gleichspannungsversorgungseinheit
während des Lampenbetriebes durch die Regelungseinheit und die Dimmvorrichtung eingestellt.
Um einen schonenden Lampenstart zu ermöglichen, werden die Elektrodenwendeln der Leuchtstofflampe
üblicherweise vorgeheizt. Die Dauer der Elektrodenvorheizung und auch die Höhe der
Heizspannung müssen unabhängig von der voreingestellten Lampenhelligkeit sein. Deshalb
hat das Steuersignal der Dimmvorrichtung während der Elektrodenvorheizphase keinen
Einfluß auf die Regelungseinheit.
[0011] Der Übergang von der Elektrodenvorheizphase zum Dimmbetrieb erfolgt bei der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung vorteilhafterweise mittels eines Zeitschalters, der am Ende der
Vorheizphase ein Relais auslöst, das die Elektrodenwendeln zum Zünden der Lampe kurzzeitig
überbrückt, und der gleichzeitig dafür sorgt, daß die Regelungseinheit den an der
Dimmvorrichtung eingestellten Wert für die Lampenhelligkeit übernimmt. Dadurch wird
gewährleistet, daß die Lampe bereits unmittelbar nach dem Start mit der über die Dimmvorrichtung
eingestellten Helligkeit brennt. Um den Spannungsabfall über der Entladungsstrecke
während der Vorheizphase zu verringern und während der Zündphase zu erhöhen, besteht
bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel die parallel zur Entladungsstrecke
angeordnete Resonanzkapazität aus zwei parallel zueinander geschalteten Kondensatoren.
Während der Vorheizphase und auch beim Lampenbetrieb (nach erfolgter Zündung der Lampe)
sind beide Resonanzkondensatoren in den Serienresonanzkreis integriert. Während der
Zündphase hingegen wird einer der beiden Kondensatoren durch das Relais aus dem Serienresonanzkreis
herausgeschaltet.
[0012] Nachstehend wird die Erfindung anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 Das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
Figur 2 Die Gleichspannungsversorgungseinheit für den Wechselrichter als Inverswandler
ausgeführt
Figur 3 Die Gleichspannungsversorgungseinheit für den Wechselrichter als Sperrwandler
ausgeführt
Figur 4 Den Wechselrichter mit nachgeschaltetem Serienresonanzkreis und darin integrierter
Leuchtstofflampe gemäß des ersten Ausführungsbeispiels
Figur 5 Den Wechselrichter mit nachgeschaltetem Serienresonanzkreis und darin integrierter
Leuchtstofflampe gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels
Figur 6 Zeitlicher Verlauf der Steuersignale für das Relais (Kurve 1) und für die
Wechselrichterversorgungsspannungregelung (Kurve 2) während der Übergangsphase von
der Elektrodenvorheizung in den Dimmbetrieb bei höchster Dimmerstellung
Figur 7 Zeitlicher Verlauf der Steuersignale für das Relais (Kurve 1) und für die
Wechselrichterversorgungsspannungregelung (Kurve 2) während der Übergangsphase von
der Elektrodenvorheizung in den Dimmbetrieb bei niedrigster Dimmerstellung
[0013] Die stark schematisierte Figur 1 verdeutlicht das Grundprinzip der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung. Sie besitzt einen selbstschwingenden Halbbrückenwechselrichter
T1, T2 mit einem nachgeschalteten Serienresonanzkreis zur Spannungsversorgung einer
Leuchtstofflampe L. Der Serienresonanzkreis enthält einen Koppelkondensator CK, eine
Resonanzinduktivität LD, eine Resonanzkapazität CR und die Elektrodenwendeln E1, E2
der Lampe L. Alle diese Bauteile sind in Reihe geschaltet, wobei die Resonanzkapazität
CR derart zwischen die beiden Elektrodenwendeln E1, E2 in den Serienresonanzkreis
integriert ist, daß sie parallel zur Entladungsstrecke der Lampe L angeordnet ist.
Der Halbbrückenwechselrichter T1, T2 erhält seine Versorgungsspannung von dem Ausgangskondensator
C1 einer Gleichspannungsversorgungseinheit. Die Ansteuerung der Halbbrückentransistoren
T1, T2 übernimmt eine Steuerungseinheit ST. Die Arbeitsfrequenz dieses Halbbrückenwechselrichters
liegt dabei in der Nähe der Resonanzfrequenz der Bauteile CR, LR seines Ausgangskreises.
Eine Dimmvorrichtung D ist über eine Regelungseinheit R mit dem Ausgang C1 der Gleichspannungsversorgungseinheit
verschaltet.
[0014] Zur Helligkeitsregulierung der Lampe L wird mittels der Regelungseinheit R die am
Ausgangskondensator C1 bereitgestellte Versorgungsspannung für den Wechselrichter
T1, T2 in Abhängigkeit von der Einstellung an der Dimmvorrichtung geregelt.
[0015] Eine geringere Versorgungsspannung für die Halbbrücke T1, T2 verursacht einen geringeren
Strom durch die Lampe L, die deshalb mit reduzierter Leistung brennt. Dadurch wird
der Serienresonanzkreis, bestehend aus dem Resonanzkondensator CR und der Resonanzinduktivität
LR, entlastet, so daß die Güte des Schwingkreises und damit die Spannung am Resonanzkondensator
CR steigt. Gleichzeitig erhöht sich dadurch der Strom durch den Kondensator CR und
der Strom durch die dazu in Reihe geschalteten Elektrodenwendeln E1, E2 der Lampe
L.
[0016] Figur 2 zeigt die mit Netzspannung betriebene Gleichspannungsversorgungseinheit für
den Halbbrückenwechselrichter T1, T2 gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels. Sie
besteht aus einem Inverswandler mit einem vorgeschalteten Gleichrichter G und einem
Hochfrequenzfilter F, das eine Einkopplung von hochfrequenten Störsignalen in das
Stromnetz verhindert. Eine Beschreibung eines üblicherweise verwendeten Hochfrequenzfilters
F findet sich beispielsweise in der europäischen Offenlegungsschrift EP 0 541 909.
Parallel zum Gleichspannungsausgang des Gleichrichters G ist, zur Glättung der gleichgerichteten
Netzspannung, ein Glättungskondensator C geschaltet. Der Inverswandler besteht aus
einem Feldeffekttransistor T, einer Drossel L, einer Diode D und einem Elektrolytkondensator
C1, der parallel zum Ausgang des Inverswandlers geschaltet ist. Diese, den Inverswandler
bildenden Bauteile sind so verschaltet, daß die Ausgangsspannung des Inverswandlers
auf der gleichgerichteten momentanen Netzspannung aufsetzt. Ein erster Eingang der
Regelungseinheit R ist parallel zum Ausgangskondensator C1 des Inverswandlers geschaltet,
während ein zweiter Eingang der Regelungseinheit R mit dem Ausgang des Dimmers D verbunden
ist. Der Ausgang der Regelungseinheit R ist zum Gate-Anschluß des Feldeffekttransistors
T geführt. Das Funktionsprinzip eines Inverswandlers ist beispielsweise in dem Buch
"Getaktete Stromversorgung" von J. Beckmann, Franzis-Verlag GmbH, Seiten 17-19 beschrieben
und soll daher hier nicht näher erläutert werden.
[0017] Die Bezugszeichen V1, V2 und V3 definieren Schnittstellen, an denen die erfindungsgemäße
Schaltungsanordnung der Übersichtlichkeit halber aufgetrennt wurde. Um die vollständige
Schaltungsanordnung gemäß des ersten Ausführungsbeispiels zu erhalten, müssen die
Schaltungen der Figuren 2 und 4 an diesen Schnittstellen wieder zusammengefügt werden.
So erhält der Halbbrückenwechselrichter T1, T2 vom Kondensator C1 über die Schnittstellen
V1, V2 seine Versorgungsspannung und der Zeitschalter ZS ist über die Schnittstelle
V3 mit einem dritten Eingang der Regelungseinheit R verbunden. Der Wechselrichter
ist als selbstschwingender, stromrückgekoppelter Halbbrückenwechselrichter T1, T2
ausgeführt. Eine detaillierte Beschreibung der Ansteuerung ST für die Basis- bzw.
Gate-Elektroden der Schalttransistoren T1, T2 des Wechselrichters findet man beispielsweise
in dem Buch "Schaltnetzteile" von W. Hirschmann/ A. Hauenstein, Hrsg. Siemens AG,
Ausgabe 1990 auf Seite 63. An den Mittenabgriff der Halbbrücke T1, T2 ist ein Serienresonanzkreis
angeschlossen, der einen Koppelkondensator CK, eine Resonanzinduktivität LD, eine
Resonanzkapazität CR und die Elektrodenwendeln E1, E2 der Leuchtstofflampe L umfaßt.
Sämtliche genannten Bauteile des Serienresonanzkreises sind in Reihe geschaltet. Die
Resonanzkapazität CR ist allerdings derart in den Serienresonanzkeis integriert, daß
sie parallel zur Entladungsstrecke der Lampe L geschaltet ist. Außerdem besitzt die
Schaltungsanordnung zwei Schaltkontakte K1, K2, die jeweils parallel zu einer der
Elektrodenwendeln E1, E2 geschaltet sind und vom Relais RE gesteuert werden. Das Relais
RE ist ferner mit dem Zeitschalter ZS verbunden.
[0018] Nach dem Einschalten der Schaltungsanordnung baut der Inverswandler am Elektrolytkondensator
C1 die Versorgungsspannung für den Halbbrückenwechselrichter T1, T2 auf. Diese Versorgungsspannung
ist zunächst unabhängig von der Einstellung an der Dimmvorrichtung und ihr Wert ist
so gewählt, daß während der Elektrodenvorheizphase die von der Halbbrücke T1, T2 am
Mittenabgriff erzeugte Spannung einen zur Elektrodenvorheizung ausreichenden Strom
durch den Serienresonanzkreis gewährleistet. Während dieser Elektrodenvorheizphase,
die ca. 2 Sekunden dauert, sind die Relaiskontakte K1, K2 geöffnet, so daß die Elektrodenwendeln
E1, E2 seriell in den Serienresonanzkreis integriert sind und von einem hochfrequenten
Heizstrom durchflossen werden. Der Widerstand der Elektrodenwendeln E1, E2 dämpft
den Serienresonanzkreis und verhindert ein Durchzünden der Lampe L. Am Ende der Vorheizphase
löst der Zeitschalter ZS das Relais RE aus, so daß beide Relaiskontakte K1, K2 kurzzeitig,
für eine Zeitspanne von ca. 8 ms, geschlossen werden, und aktiviert gleichzeitig die
Regelungseinheit R. Durch das kurzzeitige Schließen der Schaltkontakte K1, K2 werden
die Elektrodenwendeln E1, E2 überbrückt und der Serienresonanzkreis entdämpft. Dadurch
baut sich an der Resonanzkapazität CR die Zündspannung für die Leuchtstofflampe L
auf. Während des normalen Lampenbetriebes, also nach erfolgter Zündung der Lampe L,
sind die Relaiskontakte K1, K2 wieder geöffnet. Die durch den Zeitschalter ZS aktivierte
Regelungseinheit R detektiert die am Ausgangskondensator C1 anliegende Versorgungsspannung
für den Wechselrichter T1, T2 und vergleicht diese mit dem von der Dimmvorrichtung
R gelieferten, durch die Einstellung an der Dimmvorrichtung bestimmten Sollwert und
steuert über ihre Verbindung zur Gate-Elektrode des Feldeffekttransistors T das Tastverhältnis
dieses Transistors T und regelt damit die Ausgangsspannung des Inverswandlers am Elektrolytkondensator
C1. Eine verringerte Ausgangsspannung des Inverswandlers bedeutet eine reduzierte
Versorgungsspannung für den Halbbrückenwechselrichter T1, T2. Der Spannungsabfall
am Mittenabgriff des Halbbrückenwechselrichters T1, T2 ist dann ebenfalls entsprechend
reduziert, so daß durch den Serienresonanzkreis und über die Entladungsstrecke der
Lampe L ein verringerter Strom fließt. Auf diese Weise werden die Leistung und die
Helligkeit der Leuchtstofflampe L durch eine Regelung der Wechselrichterversorgungsspannung
in Abhängigkeit von der Einstellung an der Dimmvorrichtung gesteuert.
[0019] Die stark schematisierten Figuren 6 und 7 illustrieren den zeitlichen Verlauf der
Steuersignale für das Relais RE (jeweils Kurve 1) und für die Regelungseinheit R (jeweils
kurve 2) beim Übergang von der Elektrodenvorheizphase zum normalen Lampenbetrieb für
zwei unterschiedliche Dimmereinstellungen. Während der ca. 2 s dauernden Elektrodenvorheizphase
ist das Steuersignal für die Regelungseinheit R (Fig. 6 und 7, Kurve 2) und damit
auch die Steuerspannung für die Gate-Elektrode des Transistors T unabhängig von der
Einstellung an der Dimmvorrichtung D. Das Relais RE erhält kein Steuersignal und die
Schaltkontakte K1, K2 sind geöffnet. Erst zu Beginn der Zündphase wird die Regelungseinheit
R aktiviert und die Gate-Elektrode des Transistors T empfängt, entsprechend den Dimmereinstellungen,
unterschiedliche Steuersignale. Die Zündphase dauert ca. 8 ms. Während dieser Zeitspanne
erhält das Relais RE ein Steuersignal, das beide Relaiskontakte K1, K2 schließt. Nach
erfolgter Zündung der Lampe L sind beide Relaiskontakte wieder geöffnet, das Relais
RE erhält kein Steuersignal und die Steuerspannung für die Gate-Elektrode des Transistors
T wird durch die Einstellung an der Dimmvorrichtung D und durch die Regelungseinheit
R bestimmt.
[0020] Figur 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.
An den Schnittstellen V1, V2 und V3 ist sie mit dem in Figur 2 dargestellten Inverswandler
verbunden. Es unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel nur durch die Resonanzkapazität.
Die Resonanzkapazität ist beim zweiten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgeführt.
Sie besteht aus den parallel zueinander geschalteten Resonanzkondensatoren CR1 und
CR2, die beide parallel zur Entladungstrecke der Lampe angeordnet sind. Während der
Vorheizphase und nach erfolgtem Lampenstart sind beide Resonanzkondensatoren CR1,
CR2 in den Serienresonanzkreis integriert (Stellung der Schaltkontakte K1, K2 wie
in Fig. 5 abgebildet). Während der Zündphase hingegen wird, durch kurzzeitiges Umschalten
der Relaiskontakte K1, K2, der Resonanzkondensator CR2 aus dem Serienresonanzkreis
herausgeschaltet, so daß nur die Kapazität des Kondensators CR1 wirksam ist. Durch
diese Maßnahme kann der Spannungabfall über der Entladungstrecke der Lampe L während
der Vorheizphase verringert und während der Zündphase erhöht werden. Auf diese Weise
werden einerseits Kaltstarts der Leuchtstofflampe L vermieden und andererseits ein
sicherer Lampenstart während der Zündphase ermöglicht.
[0021] Anstelle eines Inverswandlers kann zur Spannungsversorgung des Halbbrückenwechselrichters
T1, T2 auch der in Figur 3 dargestellte Sperrwandler verwendet werden. Der Sperrwandler
wird über das Hochfrequenzfilter F und den Gleichrichter G mit der gleichgerichteten
und vom Glättungskondensator C' geglätteten Netzspannung gespeist. Er besteht aus
einem Feldeffekttransistor T', einem Transformator TR, einer Diode D' und dem parallel
zu seinem Ausgang geschalteten Elektrolytkondensator C1. Eine Beschreibung des Aufbaus
und der Funktionsweise eines Sperrwandlers findet man beispielsweise in dem Buch "Getaktete
Stromversorgung" von J. Beckmann, Franzis-Verlag GmbH, Seiten 19-24 und soll daher
hier nicht näher erläutert werden. Die Regelungseinheit R und die Dimmvorrichtung
D sind, wie bereits beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, mit der Gate-Elektrode
des Feldeffekttransistors T' und dem Ausgangskondensator C1 des Sperrwandlers verschaltet.
Auch hier steuert die Regelungseinheit R über das Tastverhältnis des Transistors T'
die am Elektrolytkondensator C1 anliegende Versorgungsspannung für den Halbbrückenwechselrichter
T1, T2 in Abhängigkeit von der gewählten Einstellung an der Dimmvorrichtung. Die Regelung
der Wechselrichterspannugsversorgung entsprechend der Einstellung an der Dimmvorrichtung
wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel erst zu Beginn der Zündphase durch den Zeitschalter
ZS aktiviert. Die Bezugszeichen V1, V2 und V3 definieren Schnittstellen, über die
der in Figur 3 abgebildete Sperrwandler mit einer der in Figur 4 oder 5 dargestellten
Schaltungen gemäß des ersten bzw. zweiten Ausführungsbeispiels verbunden ist.
[0022] Die Dimmvorrichtung D, der Zeitschalter ZS und die Regelungseinheit R können auf
verschiedene Weise realisiert werden. Die Dimmvorrichtung D erzeugt am Eingang der
Regelungseinheit R eine Spannung zwischen ca. 1 V (niedrigste Dimmstufe) und 10 V
(höchste Dimmstufe). Das kann im einfachsten Fall beispielsweise mittels eines Dimmpotentiometers
erreicht werden. Als Zeitschalter ZS eignet sich beispielsweise ein RC-Glied mit nachgeschaltetem
Komparator. Die Zeitkonstante dieses RC-Gliedes bestimmt im wesentlichen die Dauer
der Elektrodenvorheizphase. Die Regelungseinheit R kann beispielsweise als Pl- oder
PID-Regler mit einem vorgeschalteten Subtrahierer realisiert werden. Der Subtrahierer
bildet in diesem Fall aus dem Dimmersignal und beispielsweise aus einem zur Versorgungsspannung
des Wechselrichters proportionalen Spannungssignal eine Differenzspannung, aus der
ein Signal zur Ansteuerung der Gate-Elektrode des Transistors T, T' der Gleichspannungsversorgungseinheit
abgeleitet wird.
[0023] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung kann die Leistung der Lampe L
bis auf 5 % ihres Nominalwertes heruntergedimmt werden.
1. Schaltungsanordnung zum Betrieb mindestens einer Niederdruckentladungslampe mit
- einem Wechselrichter (T1, T2) zur Spannungsversorgung der Niederdruckentladungslampe
(L) bzw. Niederdruckentladungslampen
- einer Gleichspannungsversorgungseinheit, an derem Ausgang die Versorgungsspannung
für den Wechselrichter (T1, T2) anliegt
- einer Dimmvorrichtung (D) zur Helligkeitsregulierung der Lampe (L) bzw. der Lampen
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung eine Regelungseinheit (R) besitzt,
die mit der Dimmvorrichtung (D) und mit der Gleichspannungversorgungseinheit derart
verschaltet ist, daß die Regelungseinheit (R) die Versorgungsspannung für den Wechselrichter
(T1, T2) auf einen Wert einstellt, der von der Einstellung an der Dimmvorrichtung
D abhängt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichspannungsversorgungseinheit
ein Inverswandler ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichspannungsversorgungseinheit
ein Sperrwandler ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zum Ausgang der Gleichspannungsversorgungseinheit ein Ausgangskondensator
(C1) geschaltet ist, an dem die Versorgungsspannung für den Wechselrichter (T1, T2)
anliegt.
5. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein erster Eingang der Regelungseinheit (R) mit dem Ausgang des
Dimmers (D) verbunden ist, ein zweiter Eingang der Regelungseinheit (R) parallel zum
Ausgangskondensator (C1) geschaltet ist und der Ausgang der Regelungseinheit (R) zur
Steuerelektrode des Schalttransistors (T, T') der Gleichspannungsversorgungseinheit
geführt ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung
einen frei schwingenden Halbbrückenwechselrichter (T1, T2) mit einem Serienresonanzkreis,
enthaltend einen Koppelkondensator (CK), eine Resonanzinduktivität (LD) und eine Resonanzkapazität
(CR), zur Spannungsversorgung einer Leuchtstofflampe (L) besitzt.
7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektrodenwendeln (E1, E2) der Leuchtstofflampe (L) in Reihe zu den elektronischen
Bauelementen (CK, LD, CR) des Resonanzkreises geschaltet sind und parallel zu den
Elektrodenwendeln (E1, E2) jeweils ein Schaltkontakt (K1, K2) geschaltet ist.
8. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltungsanordnung einen Zeitschalter (ZS) enthält, der die Regelungseinheit (R)
und die Schaltkontakte (K1, K2) ansteuert.
9. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Resonanzkapazität von zwei parallel zueinander geschalteten Resonanzkondensatoren
(CR1, CR2) gebildet wird.