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EP 0 670 006 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.07.1997 Patentblatt 1997/28 |
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Anmeldetag: 23.09.1993 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9302/578 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9412/744 (09.06.1994 Gazette 1994/13) |
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PROFILLEISTE FÜR DIE RANDFASSUNG VON FASSADENPLATTEN
PROFILED STRIP FOR HOLDING FACADE PANEL EDGES
BANDE PROFILEE UTILISEE POUR RETENIR DES BORDS DE PANNEAUX DE FACADE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR LI LU NL |
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Priorität: |
23.11.1992 DE 9215875 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.09.1995 Patentblatt 1995/36 |
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Patentinhaber: Klöber, Johannes |
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58256 Ennepetal (DE) |
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Erfinder: |
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- Klöber, Johannes
58256 Ennepetal (DE)
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Vertreter: Rieder, Hans-Joachim, Dr. et al |
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Rieder & Partner
Anwaltskanzlei
Postfach 11 04 51 42304 Wuppertal 42304 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CA-A- 956 075 FR-A- 2 587 742 US-A- 3 445 972
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FR-A- 2 157 330 US-A- 3 381 430
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine aus Kunststoff bestehende Profilleiste als Kanten- oder
Abschlußprofil für die Randfassung von Fassadenplatten oder dergleichen gemäß Gattungsbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Eine derartige Profilleiste ist aus der US-PS 3,445,972 her bekannt. Dort sind elastisch
federnde Zungen vorgesehen, welche sich in den U-förmigen Aufnahmeraum erstrecken.
Die Zungen gehen dabei von der Seite des Grundes aus. Durch diese Anordnung ist das
Abfedern einer Fassadenplatte mit einem seitlichen Ausweichen der Platte verbunden.
Dies ist nachteilhaft.
[0003] Aus dem Prospekt "PROTEKTOR-Werk", Seite 12, Ausgabe 31. Mai 1990, ist eine weitere
Distanzierung bekannt. Sie besteht dort aus einer im Querschnitt semisphärischen Wandausbuchtung
in Richtung des Aufnahmeraumes. Dieser Vorsprung läuft über die Länge der Profilleiste
durch.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Profilleiste unter
Aufrechterhaltung einer einwandfreien Wasserableitung sowie Kriechfeuchtigkeitssperre
und -abführung verlegetechnisch zu verbessern.
[0005] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
[0006] Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes der Erfindung.
[0007] Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Profilleiste erhöhten Gebrauchswerts
erzielt. Der wasserabführende Zwischenraum und die Belüftungsfähigkeit des Aufnahmeraumes
bleiben erhalten; jedoch wird die Abstützung der Fassadenplatten nun so erreicht,
daß die witterungsbedingten Phämomene wie Wärmeausdehnung und Kälteschrumpfung ohne
Beeinträchtigung der Profilleiste und Plattenfixierung kompensiert werden. Erreicht
ist das durch eine Art Pufferzone unter Nutzung auch einer gewissen Vorspannung. Konkret
schlägt die Erfindung dazu, zwei von einer gemeinsamen Wurzel ausgehende Zungen vor.
Außerdem bringt die Erfindung in Vorschlag, daß die Zunge als Leiste in Form eines
Viertelkreis-Bogenabschnitts gestaltet ist. Sie geht dabei in peitschenartiger Gestalt
und Ausrichtung vom Grund des Aufnahmeraumes aus. Eine belastungsmäßig besonders vorteilhafte
Ausrichtung liegt vor, wenn die Zunge in etwa senkrechter Richtung im Grund entspringt
und in etwa paralleler Richtung zum Grund endet. Die Anlage ergibt sich so am Zungenrücken
in Abhängigkeit von der Andrückwirkung in mehr oder weniger breiter Berührung. Überdes
bringt die Erfindung noch in Vorschlag, daß die Bogenlänge der Zunge kleiner ist als
der Abstand zwischen der Wurzel der Zunge und der inneren Randkante des Grundes des
U-förmigen Aufnahmeraumes. Hierdurch ist die gesamte Breite des Raumes bzw. Bodens
für die gegenüber abbiegenden Kräften ausweichende Zunge nutzbar; es kommt nicht zu
einer widerhakenartigen Verklemmung.
[0008] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt
- Figur 1
- in perspektivischer Darstellung den Abschnitt einer Profilleiste in Form eines Kantenprofils.
- Figur 2
- dasselbe im Querschnitt mit zugeordneten, in strichpunktierter Linienart dargestellten
Fassadenplatten,
[0009] Die als Kantenprofil 1, Anschlußprofil oder sogenanntes Fugenprofil 2 oder dergleichen
realisierten Profilleisten P bestehen aus elastistischem, eine gewisse Rückstellkraft
aufweisendem Kunststoff. Beim Ausführungsbeispiel ist auf sogenanntes Hart-PVC zurückgegriffen.
Die Profilbildung kann im Wege des Extrudierens geschehen; eine Spritzgieß-Herstellung
ist ebenso denkbar.
[0010] Die gezeichneten Profile bilden nur einen Auszug der entsprechenden Bauteilgattung
insofern, als es sich auch um sogenannte Laibungsprofile und Abschlußprofile sowie
Fugenprofile handeln kann.
[0011] All den genannten Profilleisten ist ein rinnenartigen Aufnahmeraum 3 gemeinsam. Der
im Querschnitt U-förmig wandungsbegrenzte Aufnahmeraum 3 nimmt den Rand 4' von beispielsweise
Fassadenplatten 4 auf.
[0012] Je nach Profilleiste P ist nur ein Aufnahmeraum 3 berücksichtigt, beispielsweise
im Falle von Fugenprofilen und Abschlußprofilen. Geht dagegen die Fassadenplattenzuordnung
über Eck, so sind, wie in Figur 1 dargestellt, bei solchen Kantenprofilen zwei rechtwinklig
zueinanderstehende Aufnahmeräume 3 realisiert.
[0013] Vom Grund 5 eines jeden U-förmigen Aufnahmeraumes 3 geht ein bei der Profilbildung
gleich mitberücksichtigter Vorsprung V aus. Letzterer dient zur Distanzierung des
gefaßten Fassadenplattenrandes 4' zum Grund 5 hin. Sinn und Zweck dieser Lösung ist
es, eine nicht besetzte Rinne 6 zum Abführen des Wassers zu belassen, welche auch
der Belüftung der einsteckenden Fassadenplattenränder 4' dient. Ein Belüftungsfreiraum
besteht um den ganzen Einsteckbereich des besagten Fassadenplattenrandes 4'.
[0014] Bezüglich der erwähnten, die freie Abstützung bringenden Vorsprünge V handelt es
sich um eine elastisch bzw. flexibel federnde Zunge 7. Die Federungsrichtung liegt
in der Hauptsache senkrecht zum Grund 5.
[0015] Konkret ist die Zunge 7 als in Längsrichtung des Profiles verlaufende Leiste gestaltet.
Sie weist die Form eines Viertelkreis-Bogenabschnitts auf. Dies bedeutet, daß die
Zunge 7 in etwa senkrechter Erstreckung dem Grund 5 des Aufnahmeraumes 3 entspringt,
um, dem Kreisbogenverlauf folgend, etwa in paralleler Erstreckung zum Grund 5 in maximalem
Abstand dazu zu enden. Die Breite der Zungen richtet sich nach den Gebrauchs- und
Stabilitätsverhältnissen, insbesondere nach der zu erwartenden Belastung durch die
Fassadenplatten 4 oder dergleichen. Ihre Wandungsdicke ist in jedem Fall geringer
als die Wandungsdicke der einzelnen Profilabschnitte. In der Darstellung beträgt die
Wandungsdicke der Zungen 7 etwa die Hälfte der Wandungsdicke der sonstigen profilbildenden
Abschnitte.
[0016] Die als Kantenprofil 1 realisierte Profilleiste P (vgl. Figuren 1 und 2) enthält
zwei Zungen 7 pro Aufnahmeraum 3. Dort gehen die Zungen 7 von einer gemeinsamen Wurzel
W aus. Gebildet ist die Wurzel an der dem Aufnahmeraum 3 zugewandten Seite des Grundes
5. Die Wurzel liegt in der Längsmittelebene des Grundes 5. Die Zungen 7 fächern dazu
beidseitig, d.h. einander abgewandt, etwa V-förmig aus. Es liegt eine spiegelsymmetrische
Gestalt vor. Die Wurzel sitzt im Mittelbereich eines frei gespannten Wandungsabschnittes
8 der Profilleiste P.
[0017] Die Wandungsabschnitte 8 liegen vor aufgrund einer Hohlkammer K. Letztere besitzt
quadratischen Querschnitt. Sie ist gebildet durch anschließende, den Wandungsabschnitten
8 entsprechende Wandungsabschnitte, welche dort einen Kastenprofilabschnitt an der
Profilleiste P formen. Auf diese Weise ist eine offene Innenecke vor den randgefaßten
Fassadenplatten 4 vermieden.
[0018] Weiter ist baulich so vorgegangen, daß die beiden Aufnahmeräume 3 der Fugen- bzw.
Anschlußprofilleiste 2 mit Zungen 7 ausgestattet sind, die über den Teilungssteg der
diesbezüglichen Anschlußleiste 2 zusammenhängen. Diese Anschlußleiste hat eine Art
Doppel-T-Profil mit auf einer Seite länger ausgebildeten T-Schenkeln. Der andere,
kürzer ausgebildete T-Schenkel ist leicht konvex gekrümmt und bildet einen gefälligem
Fugenabschluß der gegeneinander ausgerichtet eingefaßten Fassadenplatten 4 oder dergleichen.
[0019] Die gegen die freien Enden der Zungen 7 getretenem Stirnflächen 4" der Ränder 4'
der Fassadenplatten 4 finden eine distanzbelassende Abstützung zum Grund 5 hin. Die
Zuordnung kann in einer gewissen Vorspannung geschehen. Dies würde im Falle des Schrumpfens
der Fassadenplatten 4 ein Nachlaufen der abstützenden Zungen 7 bewirken. Andererseits
ergäbe sich im Falle der Wärmeausdehnung das beiklappende Ausweichen der abstützenden
Zungen 7 in Richtung des Grundes 5 hin. Auf diese Weise werden etwa zu einem Lösen
führende Belastungen von der Profilleiste P ferngehalten; andererseits bleibt aber
die für die Entwässerung und Belüftung notwendige Rinne 6 erhalten. Auch die Fassadenplatten
4 selbst sind frei von Spannungen, einfach aufgrund des zwischengeschalteten Puffers
in Form der Zungen 7.
1. Aus Kunststoff bestehende Profilleiste (P) als Kanten- oder Anschlußprofil (1 bzw.
2) für die Randfassung von Fassadenplatten (4) oder dergleichen, mit einem U-förmig
wandungsbegrenzten Aufnahmeraum (3) für den Fassadenplattenrand (4') und zwei von
einer gemeinsamen Wurzel (W) vom Grund (5) eines U-förmigen Aufnahmeraumes (3) ausgehenden
elastisch federnden Zungen (7), zur Distanzierung des Fassadenplattenrandes (4') zum
Grund (5) hin, gekennzeichnet durch zwei von der in der Längsmittelebene des Grundes
(5) liegenden Wurzel (W) ausgehende, etwa V-förmige und spiegelbildlich angeordnete,
jeweils die Form eines Viertelkreis-Bogenabschnittes aufweisende Zungen (7).
2. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (7) in etwa senkrechter
Erstreckung dem Grund (5) entspricht und in etwa parallele Erstreckung zum Grund beabstandet
endet.
3. Profilleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bogenlänge der Zunge (7) in gestreckter Form kleiner ist als der Abstand zwischen
der Wurzel (W) der Zunge (7) und der inneren Randkante (9') des Grundes (5) des U-förmigen
Aufnahmeraumes (3) .
4. Profilleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Zungen eine spiegelsymmetrische Gestalt haben.
5. Profilleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zungen von einem Wandungsabschnitt (8) einer Hohlkammer (K) ausgehen.
6. Profilleiste nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkammer von eimem
Kastenprofilabschnitt an der Profilleiste (P) im Eckbereich ausgebildet ist.
7. Profilleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Aufnahmeräume
(3) der Fugen- bzw. Anschlußprofilleiste (2), die über einen Teilungssteg zusammenhängen.
8. Profilleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandungsdicke der Zungen (7) etwa der Hälfte der Wandungsdicke der sonstigen profilbildenden
Abschnitte beträgt.
1. Plastic profile strip (P) as an edge or connecting profile (1 or 2) for the edge mounting
of facing tiles (4) or the like, with a receiving chamber (3) defined by walls in
a U-shape for the facing tile edge (4') and two elastically springing tongues (7)
starting from a common base (W) from the bottom (5) of a U-shaped receiving chamber
(3), for spacing the facing tile edge (4') from the bottom (5), characterised by two
tongues (7) which start from the base (W) located in the longitudinal centre plane
of the bottom (5), are more or less V-shaped and arranged in reverse symmetry and
in each case have the shape of a quartercircle arc section.
2. Profile strip according to claim 1, characterised in that the tongue (7) in a more
or less perpendicular direction corresponds to the bottom (5) and in a more or less
parallel direction ends at a distance from the bottom.
3. Profile strip according to any of the preceding claims, characterised in that the
arc length of the tongue (7) in extended form is less than the distance between the
base (W) of the tongue (7) and the inner edge (9') of the bottom (5) of the U-shaped
receiving chamber (3).
4. Profile strip according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the two tongues have a shape with reverse symmetry.
5. Profile strip according to any of the preceding claims, characterised in that the
tongues start from a wall section (8) of a hollow chamber (K).
6. Profile strip according to claim 5, characterised in that the hollow chamber is formed
by a box profile section on the profile strip (P) in the corner region.
7. Profile strip according to any of the preceding claims, characterised by two receiving
chambers (3) of the joint or connecting profile strip (2), which adhere together by
a dividing web.
8. Profile strip according to any of the preceding claims, characterised in that the
wall thickness of the tongues (7) is approximately half the wall thickness of the
other profile-forming sections.
1. Barre profilée (P) en matière plastique, faisant office de profilé d'arête ou de raccordement
(1. respectivement 2) pour enchâsser des plaques de façade (4) ou analogues, avec
un espace de logement (3) délimité par la paroi en forme de U destiné au bord (4')
des plaques de façade de languettes (7) flexibles élastiquement et partant d'une racine
(W) commune depuis le fond (5) d'un espace de logement (3) en forme de U. pour espacer
le bord (4') de la plaque de façade vis-à-vis du fond (5), caractérisée par deux languettes
(7) présentant chacune la forme d'un tronçon d'arc en quart de cercle, disposées à
peu près en forme de V et en symétrie spéculaire, et partant de la racine (W) se trouvant
dans le plan médian longitudinal du fond (5).
2. Barre profilée selon la revendication 1, caractérisée en ce que la languette (7) présente.
dans le sens perpendiculaire, une étendue à peu près perpendiculaire au fond (5) et
s'achève en une allure à peu près parallèle au fond et à distance de celui-ci.
3. Barre profilée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la longueur d'arc de la languette (7), lorsqu'elle est sous forme étirée, est inférieure
à l'espacement entre la racine (W) de la languette (7) et l'arête de bordure intérieure
(9') du fond (5) de l'espace de logement (3) en forme de U.
4. Barre profilée selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée
en ce que les deux languettes ont une configuration en symétrie spéculaire.
5. Barre profilée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
les languettes partent d'un tronçon de paroi (8) d'une chambre creuse (K).
6. Barre profilée selon la revendication 5, caractérisée en ce que la chambre creuse
est réalisée par un tronçon de profilé en caisson sur la barre profilée (P) dans la
zone d'angle.
7. Barre profilée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par deux espaces
de logement (3) de la barre profilée de joint, ou de raccordement (2). qui sont suspendus
ensemble par une nervure de séparation.
8. Barre profilée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
l'épaisseur de paroi des languettes (7) est d'environ la moitié de l'épaisseur de
paroi des autres tronçons formant le profil.

