(19)
(11) EP 0 670 124 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.09.1995  Patentblatt  1995/36

(21) Anmeldenummer: 94118831.0

(22) Anmeldetag:  30.11.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47B 13/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 22.02.1994 DE 4405617

(71) Anmelder: Severin, Werner
D-58739 Wickede/Ruhr (DE)

(72) Erfinder:
  • Severin, Werner
    D-58739 Wickede/Ruhr (DE)

(74) Vertreter: Fritz, Edmund Lothar, Dipl.-Chem. et al
Patentanwaltskanzlei Fritz Mühlenberg 74
D-59759 Arnsberg
D-59759 Arnsberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Demontierbarer Stehtisch


    (57) Die vorliegende Erfindung betrifft einen demontierbaren Stehtisch (10) mit einer Tischplatte (11), einer Tragkonstruktion (12,14) auf der die Tischplatte ruht und mit einem Fußteil (13,15). Der erfindungsgemäße Stehtisch besteht aus drei Teilen, die durch von Hand ohne Werkzeug lösbare Schraubverbindungen miteinander verschraubt sind, nämlich einem ersten oberen Teil, der die Tischplatte (11) umfaßt, einem zweiten mittleren Teil, der die Tragkonstruktion für die Tischplatte umfaßt und der aus einem tragenden Innenrohr (12) besteht, das konzentrisch von einem dieses verkleidenden Standrohr (14) aufgenommen ist. Weiter besteht der Stehtisch aus einem dritten unteren Teil, der die Fußplatte (13) umfaßt und eventuell einen Trittring (15) und der mit dem unteren Ende des zweiten mittleren Teils (31) verbindbar ist. Für die Schraubverbindung der drei Teile untereinander können zum Beispiel Zentrierringe in dem Standrohr (14) angeordnet sein, die Gewinderinge aufnehmen, die mit einem Außengewinde des Innenrohrs (12) verschraubt werden.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen demontierbaren Stehtisch mit einer Tischplatte, einer Tragkonstruktion, auf der die Tischplatte ruht und mit einem Fußteil. Stehtische dieser Art sind bekannt und werden beispielsweise als Partytische oder dergleichen benutzt. Zumeist handelt es sich um runde Tische, bei denen die Tragkonstruktion säulenartig ist. Das Fußteil muß relativ schwer sein, um dem Tisch ausreichende Standfestigkeit zu verleihen. An dem Fußteil kann beispielsweise ein umlaufender Trittring in einigem Abstand vom Boden angebracht sein, so daß man dort bequem einen Fuß aufsetzen kann.

    [0002] Bei den bekannten Stehtischen der eingangs genannten Art besteht der Nachteil darin, daß sie entweder nicht oder nur mit einigem Aufwand demontierbar sind. Dies hat zur Folge, daß der Stehtisch als ganzes sperrig und damit in einem Pkw schlecht zu transportieren ist.

    [0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht folglich darin, einen demontierbaren Stehtisch der genannten Art zu schaffen, der für den Transport rasch und einfach ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen in Einzelteile zerlegt werden kann, die in kompakter Form transportiert werden können.

    [0004] Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein demontierbarer Stehtisch der genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs. Erfindungsgemäß besteht der Stehtisch aus drei Teilen, die durch von Hand ohne Werkzeug lösbare Schraubverbindungen miteinander verschraubt sind, nämlich einem ersten oberen Teil, der die Tischplatte umfaßt, einem zweiten mittleren Teil, der die Tragkonstruktion für die Tischplatte umfaßt und aus einem tragenden Innenrohr besteht, das konzentrisch von einem dieses verkleidenden Standrohr aufgenomen ist und aus einem dritten unteren Teil, der die Fußplatte umfaßt und der mit dem unteren Ende des zweiten mittleren Teils vebindbar ist.

    [0005] Vorzugsweise weist die Tischplatte mittig ein kreisrundes Loch auf, das von der Unterseite her das Oberteil eines Gewinderings mit Innengewinde passend aufnimmt, wobei dieser Gewindering mit einer Schraubkappe mit Außengewinde verschraubt wird, die pilzförmig ausgebildet ist und deren Kopf als Widerlager für den Gewindering auf der Oberseite der Tischplatte dient. Vorzugsweise nimmt das Standrohr, das in der Regel aus Kunststoff ist, jeweils unten und oben einen Zentrierring passend auf, der mit dem von dem Standrohr aufgenommenen Innenrohr verschraubt wird. Dieser Zentrierring hat jeweils eine kreisförmige Aufnahme für einen Gewindering. Die Verbindung zwischen Standrohr und Tischplatte wird dadurch hergestellt, daß der Zentrierring mit dem Standrohr verschraubt ist und der Gewindering mit einer Schraubkappe verschraubt ist, wobei zwischen Gewindering und Schraubkappe die Tischplatte verspannt ist. Tischplatte mit Schraubkappe und Gewindering bilden somit eine erste vormontierte Einheit. Standrohr mit Innenrohr und den beiden Zentrierringen oben und unten bilden die zweite vormontierte Einheit. Die dritte vormontierte Einheit bildet vorzugsweise ein zweiter mit der Fußplatte fest verbundener Gewindering, der mit dem unteren Ende des Standrohrs verschraubt werden kann. Damit reicht es aus, für die Demontage die Schraubverbindung zwischen oberem Gewindering und dem Innenrohr zu lösen, wonach die Tischplatte vom Standrohr abgenommen werden kann. Als nächstes kann die Schraubverbindung zwischen dem unteren Ende des Innenrohrs und dem unteren Gewindering gelöst werden, wonach das Standrohr von der Fußplatte abgenommen werden kann. Danach können die drei so entstandenen Einzelteile des demontierten Stehtischs übereinander bzw. nebeneinander gelegt und damit platzsparend transportiert werden.

    [0006] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
    Fig. 1
    eine Ansicht eines Stehtischs gemäß der Erfindung
    Fig. 2
    eine Detailansicht des mittleren oberen Bereichs des Stehtischs im vertikalen Schnitt entsprechend dem Ausschnitt II von Fig. 1
    Fig. 3
    eine Detailansicht des mittleren unteren Bereichs des Stehtischs im vertikalen Schnitt entsprechend dem Ausschnitt III von Fig. 1


    [0007] Wie man aus Fig. 1 erkennt, handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Stehtisch 10 um eine Art Partytisch mit einer Tischplatte 11, einem zylindrischen mittleren säulenartigen Standrohr 14 aus Kunststoff, einer waagerechten Fußplatte 13 mit relativ hohem Gewicht, die dem Tisch Standfestigkeit verleiht und einem umlaufenden Trittring 15 mit von diesem zur Fußplatte 13 verlaufenden Versteifungsstreben 15a. Auf den Trittring 15 können die an dem Tisch 10 stehenden Personen ihren Fuß aufsetzen.

    [0008] Gemäß der Erfindung ist dieser Stehtisch 10 für einen platzsparenden Transport zum Beispiel im Pkw mit einfachen Mitteln ohne Werkzeug in drei einzelne Teile demontierbar. Zum einen kann die Tischplatte 11 abgeschraubt werden und zum anderen kann die Fußplatte 13 abgeschraubt werden, so daß als drittes Teil die rohrförmige Standsäule 14 verbleibt.

    [0009] Die Verbindung dieser drei Teile des erfindungsgemäßen Stehtischs untereinander wird nun nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 näher erläutert. Wie man aus Fig. 2 erkennen kann, besteht der Stehtisch aus einem ersten oberen Teil 30 umfassend die Tischplatte 11, die mittig ein kreisrundes Loch 11a aufweist, das von der Unterseite her das Oberteil eines Gewinderings 20 mit Innengewinde 22 passend aufnimmt. Dieser Gewindering 20 weist ein breiteres Unterteil 21 auf, das als Widerlager an der Unterseite der Tischplatte 11 dient und das eine Schulter aufweist, so daß der obere im Außenquerschnitt kleinere Teil des Gewinderings 20 in der Öffnung 11a aufgenommen ist. Das Innengewinde 22 geht jedoch über die gesamte Länge des Gewinderings 20. Im oberen Abschnitt nimmt dieses Innengewinde 22 das Außengewinde einer Schraubkappe 16 auf, die etwa pilzförmig ausgebildet ist. Der Kopf dieser Schraubkappe 16 liegt mit der im wesentlichen ebenen Unterseite auf der Oberseite der Tischplatte 11 auf und dient als Widerlager, so daß bei der Verschraubung die Tischplatte 11 zwischen dem Schraubring 16 und dem Gewindering 20 verspannt wird. Der Kopf der Schraubkappe 16 hat noch unterseitig eine Nut, die einen Dichtungsring 23 zur wasserdichten Abdichtung aufnimmt. Die Schraubkappe 16 hat außerdem eine konzentrische mittige durchgehende Bohrung 17, die zum Beispiel einen Sonnenschirm (nicht dargestellt) aufnehmen kann, dessen Schaft durch die Schraubkappe 16 und den Gewindering 20 hindurchgesteckt und in ein Innenrohr 12 eingeführt werden kann. Dieses Innenrohr 12 befindet sich konzentrisch im Inneren des Standrohrs 14.

    [0010] Der zweite Teil 31 des erfindungsgemäßen Stehtischs umfaßt das Standrohr 14, das von diesem aufgenommene Innenrohr 12, einen oberen vom Standrohr aufgenommenen Zentrierring 24 und einen unteren gleichgestalteten Zentrierring 24, der ebenfalls vom Standrohr 14 aufgenommen wird, jedoch um 180° gedreht (siehe Fig. 3). Dieser Zentrierring 24 hat oberseitig eine kreisförmige Aufnahme 26, die den unteren vorstehenden Teil des Gewinderings 20 passend aufnimmt. Das Innenrohr 20 hat im oberen Bereich ein Außengewinde und steht gegenüber dem Grund der Aufnahme 26 ein Stück vor, so daß es mit dem verbleibenden Teil des Innengewindes 22 des Schraubrings verschraubt werden kann (siehe Fig. 2). Der Zentrierring 24 sitzt so in dem Standrohr 14, daß er mit einem Absatz das obere Ende der Wandung des Standrohrs 14 übergreift. Der untere Abschnitt 25 des Zentrierrings 24 hat einen etwas geringeren Außendurchmesser und ist passend innen in dem Standrohr 14 aufgenommen. Die im Querschnitt dreieckigen Aussparungen 28 des Zentrierrings 24 dienen lediglich der Materialersparnis bei der Herstellung des Zentrierrings. Der Zentrierring 24 ist also einerseits mit dem Innengewinde 27 mit dem Außengewinde des Innenrohrs 12 verschraubt und das Innenrohr 12 ist ebenfalls über dieses Außengewinde mit dem Gewindering 20 über dessen Innengewinde 22 verschraubt.

    [0011] Wie man nun aus Fig. 3 erkennen kann, nimmt das untere Ende des Standrohrs 14 in ähnlicher Weise einen Zentrierring 24 auf, wobei jedoch dieser herumgedreht wurde, so daß die Aufnahme 26 nun nach unten weist und wiederum einen Gewindering 20 aufnehmen kann, der über sein Innengewinde mit dem Außengewinde des etwas vorstehenden Innenrohrs 12 verschraubt werden kann. Der Gewindering 20 wird dabei wiederum in der Aufnahme 26 des Zentrierrings 24 aufgenommen. Der untere Zentrierring 24 ist in gleicher Weise wie der obere über sein Innengewinde mit dem Innenrohr 12 verschraubt. Der untere Gewindering 20 wiederum ist mit seinem unteren verjüngten Abschnitt in eine Mittelöffnung der Fußplatte 13 eingepaßt und mit dieser Fußplatte fest verbunden, zum Beispiel verschweißt. Der untere Gewindering 20 bildet somit zusammen mit der Fußplatte 13 und dem Trittring 15 beim Transport des Stehtischs 10 den dritten Teil 32.


    Ansprüche

    1. Demontierbarer Stehtisch mit einer Tischplatte, einer Tragkonstruktion, auf der die Tischplatte ruht und mit einem Fußteil, wobei der Stehtisch (10) aus drei Teilen besteht, die durch von Hand ohne Werkzeug lösbare Schraubverbindungen miteinander verschraubbar sind, nämlich einem ersten oberen Teil (30) umfassend die Tischplatte (11), einem zweiten mittleren Teil (31) umfassend die Tragkonstruktion für die Tischplatte (11) bestehend aus einem tragenden Innenrohr (12), das konzentrisch von einem dieses verkleidenden Standrohr (14) aufgenommen ist,
    und einem dritten unteren Teil (32) umfassend die Fußplatte (13), der mit dem unteren Ende des zweiten mittleren Teils (31) verbindbar ist,
    wobei das Standrohr (14), das zu dem zweiten Teil (31) gehört, oben einen Zentrierring (24) passend aufnimmt und das Standrohr (14) im unteren Endbereich ebenfalls einen Zentrierring (24) aufnimmt,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte (11) mittig ein durchgehendes kreisrundes Loch (11a) aufweist, das von der Unterseite her das Oberteil eines Gewinderings (20) mit Innengewinde (22) passend aufnimmt, wobei dieser Gewindering (20) mit einer Schraubkappe (16) mit Außengewinde verschraubt wird, deren Kopf als Widerlager für den Gewindering (20) auf der Oberseite der Tischplatte (11) dient
    und daß der Zentrierring (24) oberseitig eine kreisförmige Aufnahme (26) aufweist, die den unteren Teil des Gewinderings (20) passend aufnimmt, wobei der Zentrierring ein Innengewinde (27) aufweist, das mit dem Außengewinde (12a) des von dem Standrohr (14) konzentrisch aufgenommenen Innenrohrs (12) verschraubbar ist,
    und daß der Zentrierring (24) im unteren Endbereich des Standrohrs (14) eine Aufnahme (26) hat, die nach unten weist und einen Gewindering (20) passend aufnehmen kann, der mit der Fußplatte (13) fest verbunden ist, wobei der Gewindering (20) ein Innengewinde aufweist und mit einem entsprechenden Außengewinde eines unteren Abschnitts des Innenrohrs (12) verschraubbar ist.
     
    2. Demontierbarer Stehtisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubkappe (16) pilzförmig ausgebildet ist.
     
    3. Demontierbarer Stehtisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Fußplatte (13) umfassende Teil (32) einen konzentrisch mit Abstand um das Standrohr (14) herumlaufenden Trittring (15) aufweist.
     
    4. Demontierbarer Stehtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubkappe (16) eine konzentrische mittige durchgehende Bohrung (17) zur Aufnahme des Schafts eines Sonnenschirms oder dergleichen aufweist.
     
    5. Demontierbarer Stehtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf der Schraubkappe (16) unterseitig eine Nut aufweist, die einen Dichtungsring (23) aufnimmt.
     
    6. Demontierbarer Stehtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindering (20) ein breiteres Unterteil (21) aufweist, das als Widerlager an der Unterseite der Tischplatte (11) dient und das eine Schulter aufweist, so daß der obere im Außenquerschnitt kleinere Teil des Gewinderings (20) in dem kreisrunden Loch (11a) der Tischplatte (11) aufgenommen ist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht