| (19) |
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(11) |
EP 0 670 744 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.1998 Patentblatt 1998/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.08.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A63B 31/11 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9100/683 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9304/740 (18.03.1993 Gazette 1993/08) |
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| (54) |
SCHWIMMFLOSSE
SWIMMING FLIPPERS
PALME POUR LA NATATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.09.1995 Patentblatt 1995/37 |
| (73) |
Patentinhaber: ARNOLD, Felix |
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D-69239 Neckarsteinach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ARNOLD, Felix
D-69239 Neckarsteinach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schuster, Gregor, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Schuster & Thul
Wiederholdstrasse 10 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 017 461 US-A- 4 178 128 US-A- 4 342 558
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FR-A- 2 520 624 US-A- 4 209 866 US-A- 4 944 703
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Schwimmflosse für Taucher oder Schwimmer nach der
Gattung des Hauptanspruchs. Derartige Schwimmflossen sollen die Fortbewegungsgeschwindigkeit
eines Tauchers oder Schwimmers dadurch erhöhen, daß durch die Auf- und Abwärtsbewegung
der Schwimmflosse im Wasser ein auf die Flosse wirkender Auftrieb erzeugt wird, dessen
Komponente in Fortbewegungsrichtung auf den Taucher oder Schwimmer einen Vortrieb
bewirkt.
[0002] Im Gegensatz zu gewöhnlichen Schwimmflossen, die in der Form der Schwanzflosse eines
Fisches ausgebildet sind, weisen gattungsgemäße Schwimmflossen ein frei angeströmtes
Profil als Flossenblatt auf, welches sowohl beim aufwärts als auch beim abwärts gerichteten
Flossenschlag zu der aus Fortbewegung und Flossenschlag resultierenden Anströmrichtung
des Wassers in einem positiven Anstellwinkel gehalten wird. Durch diese Anströmung
des Profils unter einem positiven Anströmwinkel wird, ähnlich wie bei einem Flugzeugflügel,
eine Zirkulation um das Profil erzeugt, die sich dem anströmenden Wasser überlagert.
Dadurch wird ein Drucksystem aufgebaut, welches auf der einen Seite des Profils zu
einem Überdruck und auf der anderen Seite zu einem Unterdruck führt.
[0003] Durch Änderung des Anstellwinkels je nach Flossenschlagrichtung erreicht man, daß
der Auftrieb stets eine Komponente in Fortbewegungsrichtung aufweist, der als Vortrieb
auf den Schwimmer oder Taucher wirkt. Mit solchen Schwimmflossen wird eine weit höhere
Fortbewegungsgeschwindigkeit erreicht als mit gewöhnlichen Schwimmflossen ohne frei
angeströmtes Profil.
[0004] Es ist bekannt, eine Schwimmflosse in der Form der Schwanzflosse eines Delphins auszubilden
(DE-OS 34 38 808). Solche Schwimmflossen weisen die Form eines Tragflügels großer
Streckung auf, wobei jede Flosse eines Flossenpaares mit einem vom Bein des Schwimmers
oder Tauchers seitlich nach außen weisenden Tragflügel versehen ist.
[0005] Durch diese einseitige Anordnung des Tragflügels an der Schwimmflosse resultiert
beim Flossenschlag eine Torsionswirkung auf das Bein des Tauchers oder Schwimmers.
Solche Schwimmflossen sind daher entweder als Monoflosse ausgebildet mit zwei Aufnahmen
für beide Füße des Tauchers oder Schwimmers und zwei fest miteinander verbundenen
jeweils nach außen weisenden Tragflügeln, oder aber es muß zum Ausgleich der Torsionswirkung
auf der dem Tragflügel großer Streckung gegenüberliegenden Seite, also zwischen den
Beinen bzw. Füßen des Tauchers oder Schwimmers jeweils ein zweiter Tragflügel geringer
Streckung vorgesehen werden. Beide Ausgestaltungen haben den Nachteil, daß die Bewegungsfreiheit
des Tauchers oder Schwimmers sowohl an Land als auch im Wasser stark eingeschränkt
ist.
[0006] Bei der bekannten gattungsgemäßen Schwimmflosse (US-A-4944703) weist das dem Fuß
des Schwimmers nachgeordnete frei angeströmte Profil seitliche Streben auf. Nachteil
dieser Anordnung ist, daß die Streben gegen Verdrehung und Windung nicht ausreichend
stabil sowie strömungsungünstig ausgestaltet sind.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schwimmflosse zu schaffen, die einerseits
große Fortbewegungsgeschwindigkeiten ermöglicht und andererseits die Bewegungsfreiheit
des Tauchers oder Schwimmers nicht oder nur wenig einschränkt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Schwimmflosse mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.
[0009] Dadurch, daß das Profil in Schwimmrichtung dem Fuß des Tauchers oder Schwimmers nachgeordnet
ist und sowohl beim aufwärts als auch beim abwärts gerichteten Flossenschlag sich
stets in der Unterströmung des Fußes des Schwimmers befindet, ergeben sich optimale
Strömungsverhältnisse, die unter anderem zu einem späteren Abreißen der auf der Strömungsoberseite
des Profils entstehenden Wirbel und damit zu einem geringeren Strömungswiderstand
führen. Anders ausgedrückt, wird die Strömung auf der Unterdruckseite des Profils
dadurch länger laminar gehalten. Durch diese Maßnahmen wird vorteilhafterweise einerseits
der Auftrieb der Schwimmflosse erhöht und andererseits ihr Strömungswiderstand verringert.
[0010] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Profil eine geringe
Streckung auf und ist im Grundriß zur durch das Knie des Schwimmers oder Tauchers
verlaufenden Beinlängsachse symmetrisch ausgebildet. Dadurch wird eine Torsionswirkung
auf das Bein des Tauchers oder Schwimmers vermieden. Die dadurch bedingte verringerte
Spannweite des Profils wird durch die optimalen Strömungsverhältnisse ausgeglichen.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind an den beiden Längsseiten
des Profils seitliche Streben angeordnet, die andererseits mit einer über den Unterschenkel
des Schwimmers ziehbaren Manschette verbunden sind. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil,
daß die Schwimmflosse mit dem Bein des Tauchers oder Schwimmers verbindbar ist ohne
Einfluß auf die Beweglichkeit seines Fußes zu haben. Der Fuß des Schwimmers kann dabei
nackt oder aber mit einem Schwimmschuh bekleidet sein und kann sich sowohl beim Auf-
und Abschlagen im Wasser als auch beim Gehen an Land ungestört bewegen. Durch die
Einstellung eines festen Winkels zwischen den Streben und der Längsachse des Unterschenkels,
der zwischen dem maximalen und dem minimalen von Fußrist und Schienbein einschließbaren
Winkel liegt, wird gewährleistet, daß sich das Profil beim Flossenschlag stets in
der Unterströmung des Fußes des Schwimmers befindet.
[0012] Der Fuß des Schwimmers bewegt sich beim Auf- und Abschlagen jeweils zwischen den
beiden Streben hindurch.
[0013] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die seitlich am
Profil angeordneten Streben im Bereich des Profils zu einer zu Profilfläche senkrechten
Fläche erweitert. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Wirbelbildung an den
seitlichen Enden des Profils verringert wird. Eine derartige Ausgestaltung entspricht
in der Wirkung einer Vergrößerung der Spannweite des Profils.
[0014] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Profil eine
starre symmetrische Form auf. Eine symmetrische Profilform weist in beiden Flossenschlagrichtungen
gleiches Strömungsverhalten auf. Die starre Profilform ist hinsichtlich Auftrieb und
Strömungswiderstand optimierbar, wobei ein Kompromiß zwischen Auftriebs- und Strömungsverhalten
gefunden werden muß.
[0015] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Merkmale sind die seitlichen Streben
drehelastisch mit dem Profil verbunden, wobei die Drehachse vor dem Auftriebsschwerpunkt
des Profils liegt. Durch diese Ausgestaltung wird beim Flossenschlag stets automatisch
ein positiver Anstellwinkel des Profils zur resultierenden Strömung bewirkt. Dadurch,
daß der Auftriebsschwerpunkt des Profils hinter der Drehachse liegt, neigt sich das
Profil mit seiner Vorderkante beim Abwärtsschlag nach unten, während es sich beim
Aufwärtsschlag nach oben neigt. Die Größe des dadurch eingestellten Anstellwinkels
ergibt sich aus der Federkonstanten der drehelastischen Verbindung.
[0016] Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Profil durch
eine Membran gebildet, die zwischen zwei Extremlagen umklappbar ist, in welchen sie
eine vorbestimmte, insbesondere asymmetrische Profilform einnimmt. Im Gegensatz zum
starren Profil kann das Membranprofil seine Form ändern, so daß es möglich ist, je
nach Schlagrichtung die Auftriebsseite des Profils auf der einen bzw. der anderen
Seite einzustellen. Bei dieser Ausgestaltung ist es möglich, anstelle des symmetrischen
Profils eine asymmetrische Profilform zu verwenden, die einen höheren Auftrieb aufweist.
[0017] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Merkmale ist die Profilmembran in einem
Rahmen angeordnet, welcher drehbar zwischen den beiden seitlichen Streben gelagert
ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß das Profil hinsichtlich Auftrieb und
Strömungswiderstand optimierbar ist, wobei das Profil bezüglich des Anstellwinkels
selbsteinstellend und -stabilisierend ausgebildet werden kann.
[0018] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Schwimmflosse
mit einem Schuh für den Fuß des Schwimmers ausgestattet. Diese Ausgestaltung ist dadurch
vorteilhaft weitergebildet, daß der Schuh etwa auf Höhe des Knöchels mit den seitlichen
Streben der Schwimmflosse eine Drehverbindung aufweist. Dadurch bilden Schuh und Manschette
mit Flossenblatt ein zusammenhängendes Teil.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Schuh eine
strömungswiderstandsarme Form auf. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Strömungsverhältnisse
um den Fuß des Schwimmers bzw. Tauchers verbessert werden. Dies ist insbesondere deshalb
wichtig, weil sich das Profil der Schwimmflosse in der Unterströmung des Fußes befindet.
Je weniger turbulent diese Strömung ist, desto länger kann durch sie die Strömung
am Profil wirbelarm gehalten werden.
[0020] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist dem Profil in Schwimmrichtung
ein weiteres Profil nachgeordnet, welches eine strömungswiderstandsarme Form aufweist.
Durch diese Ausgestaltung wird vorteilhafterweise die Wirbelbildung im Nachlauf des
ersten Profils verringert, wodurch die Energiebilanz des gesamten Systems verbessert
wird.
[0021] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Merkmale ist das dem ersten Profil
nachgeordnete weitere Profil über zwei seitliche Streben drehelastisch mit dem ersten
Profil verbunden. Durch diese Ausgestaltung ist gewährleistet, daß sich das weitere
Profil in beiden Flossenschlagrichtungen stets in der Oberströmung des ersten Profils
befindet. Die Orientierung dieses weiteren Profils zum ersten Profil bzw. zur Strömung
kann wiederum durch eine drehelastische Verbindung zwischen Streben und weiterem Profil
in Verbindung mit einer entsprechenden Anordnung der Drehachse bestimmt werden.
[0022] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Schwimmflosse
als Monoflosse ausgebildet. Diese Ausgestaltung hat neben der erweiterten Anwendbarkeit
der erfindungsgemäßen Schwimmflosse den Vorteil, daß die Spannweite des Profils vergrößert
werden kann. Um Torsionen zu vermeiden, muß das Profil der Monoflosse symmetrisch
zur Längsachse durch die Körpermitte des Tauchers oder Schwimmers gestaltet sein.
Es muß auch nicht ein Schuh für beide Füße vorgesehen werden, so daß durch einfaches
Lösen der Streben von den Manschetten ein normales Gehen an Land möglich ist.
[0023] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht je einer erfindungsgemäßen Schwimmflosse beim Aufwärts- bzw. beim
Abwärtsschlag,
- Fig. 2
- je eine perspektivische Frontansicht einer erfindungsgemäßen Schwimmflosse beim Aufwärts-
bzw. beim Abwärtsschlag und
- Fig. 3
- eine perspektivische Rückansicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Schwimmflosse.
[0025] Die in Fig. 1 oben dargestellte Schwimmflosse 1 befindet sich im Abwärtsschlag (Pfeil
I), während in Fig. 1 unten dieselbe Schwimmflosse 1 im Aufwärtsschlag (Pfeil II)
dargestellt ist. Die Schwimmflosse 1 weist eine um den Unterschenkel 2 eines Schwimmers
gelegte Manschette 3 auf, die oberhalb des Knöchels 4 des Fußgelenks endet.
[0026] Die Manschette 3 ist über einen über den Knöchel 4 geführten Steg 5 mit einer Strebe
6 verbunden, welche andern Ends eine drehelastische Verbindung zu einem Profil 7 aufweist.
Die Drehachse 8 dieser drehelastischen Verbindung befindet sich in Fortbewegungsrichtung
vor der Auftriebsschwerachse 9.
[0027] Im Bereich des Profils 7 ist die Strebe 6 zu einer senkrecht zur Profilfläche angeordneten
Fläche 10 erweitert, die die Wirbelbildung an den seitlichen Profilenden verringert.
Der Fuß 11 des Schwimmers oder Tauchers befindet sich in einem Schuh 12, welcher ebenfalls
eine strömungswiderstandsarme Form aufweist. Eine mögliche Ausgestaltungsform des
Schuhs 12 ist Fig. 3 entnehmbar.
[0028] Auf Höhe des Knöchels 4 weist der Schuh 12 eine Drehverbindung 13 zur Strebe 6 auf.
Dadurch ist der Schuh 12 einerseits mit der Schwimmflosse 1 verbunden und andererseits
gegenüber der Strebe 6 verdrehbar, so daß Fuß und Schuh zwischen der in der oberen
Hälfte der Fig. 1 dargestellten und der in der unteren Hälfte der Fig. 1 dargestellten
Lage verschwenkbar sind.
[0029] In Fig. 2 ist rechts die Schwimmflosse beim Abwärtsschlag (Pfeil I) und links beim
Aufwärtsschlag (Pfeil II) dargestellt.
[0030] Um sich fort zu bewegen, führt der Schwimmer oder Taucher ähnlich wie bei gewöhnlichen
Schwimmflossen eine gegensinnige Auf- und Abwärtsbewegung der beiden Beine aus, wobei
sich sein Fuß 11 mit dem Schuh 12 jeweils im Umkehrpunkt zwischen den beiden seitlichen
Streben 6 hindurchbewegt, so daß sich das Profil 7 in beiden Schlagrichtungen jeweils
in der Unterströmung des Schuhs 12 befindet. Die durch die Schlagbewegung hervorgerufene
Anströmung auf das Profil 7 führt dabei zu einem Umklappen des drehelastisch zwischen
den beiden seitlichen Streben 6 angeordneten Profils 7 entgegen der elastischen Federkraft
im Umkehrpunkt in dem Sinne, daß das Profil 7 stets einen positiven Anstellwinkel
gegen die aus Fortbewegung des Schwimmers oder Tauchers und Schlagbewegung resultierende
Anströmung aufweist.
[0031] Durch diese Anströmung des Profils 7 erfährt dieses einen Auftrieb in etwa senkrecht
zu seiner Fläche. Dieser Auftrieb weist stets eine Komponente in Fortbewegungsrichtung
des Tauchers oder Schwimmers auf, der auf diesen als Vortrieb einwirkt. Dadurch, daß
sich das Profil 7 in der Unterströmung des Schuhs 12 befindet, liegt die Strömung
auf der Auftriebsseite des Profils 7 länger an, so daß ein geringer Strömungswiderstand
der Schwimmflosse 1 resultiert. Die Strömung um das Profil 7 kann noch dadurch verbessert
werden, daß dem Profil 7 ein weiteres Profil 14 nachgeordnet ist, welches über eine
Strebe 15 drehelastisch mit dem Profil 7 verbunden ist. Dieses weitere Profil 14 befindet
sich bevorzugt in der Oberströmung des Profils 7. Dies wird durch die drehelastische
Verbindung mit dem Profil 7 gewährleistet. Der Anstellwinkel des Profils 14 zur Oberströmung
des Profils 7 wird wiederum durch geeignete Anordnung von Drehachse und Auftriebsschwerachse
am Profil 14 bestimmt (Fig. 1).
[0032] Die Verbindung der Strebe 6 mit dem Schuh 12 über die Drehverbindung 13 kann vorteilhafterweise
lösbar gestaltet sein, so daß auf einfache Weise das Profil 7 mit den beiden Streben
6 von der Schwimmflosse abnehmbar ist. Dadurch ist ein unbehindertes Gehen mit der
erfindungsgemäßen Schwimmflosse an Land möglich.
[0033] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Bezugszahlenliste
[0034]
- 1
- Schwimmflosse
- 2
- Unterschenkel
- 3
- Manschette
- 4
- Knöchel
- 5
- Steg
- 6
- Strebe
- 7
- Profil
- 8
- Drehachse
- 9
- Auftriebsschwerachse
- 10
- Fläche
- 11
- Fuß
- 12
- Schuh
- 13
- Drehverbindung
- 14
- Profil
- 15
- Strebe
- I
- Richtungspfeil Abwärtsschlag
- II
- Richtungspfeil Aufwärtsschlag
1. Schwimmflosse für Schwimmer (Taucher), mit einem frei angeströmten, in Schwimmrichtung
dem Fuß (11) des Tauchers oder Schwimmers nachgeordneten Profil (7), an dessen Längsteilen
seitlich Streben (6) angeordnet sind, als Flossenblatt, welches sowohl beim aufwärts
(II) als auch beim abwärts (I) gerichteten Flossenschlag stets zu der aus Fortbewegung
und Flossenschlag resultierenden Anströmrichtung des Wassers einen positiven Anstellwinkel
aufweist bzw. sich stets in der Unterströmung des Fußes (11) des Schwimmers befindet,
dadurch gekennzeichnet, daß die Streben (6) mit einer über den Unterschenkel (2) des
Schwimmers ziehbaren Manschette (3) verbunden sind und mit der Längsachse des Unterschenkels
(2) - bzw. der Manschette (3), an der sie befestigt sind - einen festen Winkel einschließen,
der zwischen dem maximalen und dem minimalen von Fußrist und Schienbein einschließbaren
Winkel liegt.
2. Schwimmflosse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich am Profil
(7) angeordneten Streben (6) im Bereich des Profils (7) zu einer zur Profilfläche
senkrechten Fläche (10) erweitert sind.
3. Schwimmflosse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (7) im
Grundriß zu der durch das Knie des Schwimmers oder Tauchers verlaufenden Beinlängsachse
eine starre symmetrische Form aufweist.
4. Schwimmflosse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen
Streben (6) drehelastisch mit dem Profil (7) verbunden sind, wobei die Drehachse (8)
vor der Auftriebsschwerachse (9) des Profils (7) liegt.
5. Schwimmflosse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil
durch eine Membran gebildet ist, die zwischen zwei Extremlagen umklappbar ist, in
welchen sie eine vorbestimmte, insbesondere asymmetrische Profilform einnimmt.
6. Schwimmflosse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran in einem Rahmen
angeordnet ist, welcher drehbar zwischen den beiden seitlichen Streben (6) gelagert
ist.
7. Schwimmflosse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwimmflosse (1) mit einem Schuh (12) für den Fuß (11) des Schwimmers versehen
ist.
8. Schwimmflosse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh (12) etwa âuf
Höhe des Knöchels (4) mit den seitlichen Streben (6) eine Drehverbindung (13) aufweist.
9. Schwimmflosse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh (12) eine strömungswiderstandsarme
Form aufweist.
10. Schwimmflosse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Profil (7) in Schwimmrichtung ein weiteres Profil (14) nachgeordnet ist, welches
eine strömungswiderstandsarme Form aufweist.
11. Schwimmflosse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Profil (14)
in der Oberströmung des ersten Profils (7) angeordnet ist.
12. Schwimmflosse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das dem ersten Profil
(7) nachgeordnete weitere Profil (14) über zwei seitliche Streben (15) drehelastisch
mit dem ersten Profil (7) verbunden ist.
13. Schwimmflosse nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwimmflosse als Monoflosse ausgebildet ist mit zwei Manschetten, an denen die
beiden seitlichen Streben (6) angeordnet sind.
1. Swimming flipper for swimmers (divers), with a freely flowed-on section (7), as flipper
blade, downstream of the foot (11) of the diver or swimmer on the longitudinal portions
of which sideward braces (6) are disposed and which, both for an upward flipper stroke
(II) as well as a downward flipper stroke (I), always has a positive angle of incidence
with respect to the resultant flow direction of the water from the forward motion
and the flipper stroke or which is always located in the undercurrent of the foot
(11) of the swimmer, characterized in that the braces (6) are connected to a sleeve
(3) which can be pulled over the lower leg (2) of the swimmer and subtend, with the
lower leg (2) or the sleeve (3) to which they are attached, a fixed angle which lies
between the maximum and minimum angle which can be subtended by the foot instep and
shin.
2. Swimming flipper according to claim 1, characterized in that the braces (6) disposed
at the sides of the section (7) are extended in the vicinity of the section (7) into
a surface (10) which is perpendicular to the surface of the section.
3. Swimming flipper according to claim 1 or 2, characterized in that the section (7)
has an outline exhibiting a rigid symmetric shape with respect to the longitudinal
axis passing through the swimmer's or diver's knee.
4. Swimming flipper according to any one of the claims 1 through 3, characterized in
that the sideward braces (6) are connected to the section (7) in a rotatable elastic
manner, wherein the rotational axis (8) is disposed in front of the buoyancy center
of gravity axis (9) of the section (7).
5. Swimming flipper according to any one of the claims 1 through 4, characterized in
that the section is formed by a membrane which can be folded over between two extreme
positions at which same assumes a predetermined, in particular asymmetric, sectional
shape.
6. Swimming flipper according to claim 5, characterized in that the membrane is disposed
in a frame born in a rotatable fashion between the two sideward braces (6).
7. Swimming flipper according to any one of the preceding claims, characterized in that
the swimming flipper (1) has a shoe (12) for the foot (11) of the swimmer.
8. Swimming flipper according to claim 7, characterized in that the shoe (12) has a rotational
connection (13) to the sideward braces (6), approximately at the height of the ankle
(4).
9. Swimming flipper according to claim 7, characterized in that the shoe (12) has a shape
which has little resistance to current flow.
10. Swimming flipper according to any one of the preceding claims, characterized in that
the section (7) has an additional section (14) disposed downstream thereof with a
shape having little resistance to current flow.
11. Swimming flipper according to claim 10, characterized in that the additional section
(14) is disposed in the over-current of the first section (7).
12. Swimming flipper according to claim 11, characterized in that the additional section
(14) downstream of the first section (7) is rotationally elastically connected to
the first section (7) via two sideward braces (15).
13. Swimming flipper according to any one of the claims 1 or 3 through 12, characterized
in that the swimming flipper is configured as a monoflipper having two sleeves at
which the two sideward braces (6) are disposed.
1. Palme pour la natation destinée aux nageurs (plongeurs), avec un profilé (7) exposé
librement au courant et disposé en aval du pied (11) du plongeur ou nageur, en direction
de la nage, sur les parties longitudinales duquel des entretoises (6) sont disposées
latéralement, le profilé servant de lame de palme qui a toujours, aussi bien pendant
le battement de palme vers le haut (II) que vers le bas (I), un angle d'incidence
positif par rapport à la direction d'afflux de l'eau résultant du mouvement en avant
et du battement de la palme, ou qui se trouve toujours dans le courant inférieur du
pied (11) du nageur, caractérisée par le fait que les entretoises (6) sont reliées
à un mancheron (3) pouvant être enfilé sur la jambe (2) du nageur et qu'elles délimitent
avec l'axe longitudinal de la jambe (2) - ou du mancheron (3) auquel elles sont fixées
- un angle fixe qui se situe entre l'angle maximal et minimal pouvant être délimité
par le dos du pied et le tibia.
2. Palme pour la natation selon la revendication 1, caractérisée par le fait que les
entretoises (6) disposées latéralement sur le profilé (7) sont élargies au niveau
du profilé (7) en une surface (10) qui est perpendiculaire à la surface du profilé.
3. Palme pour la natation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que
le profilé (7), vu en plan, a une forme rigide et symétrique par rapport à l'axe longitudinal
de la jambe qui passe par le genou du nageur ou plongeur.
4. Palme pour la natation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait
que les entretoises latérales (6) sont assemblées au profilé (7) de manière élastique
à torsion, l'axe de rotation (8) se trouvant en amont de l'axe de gravité de la portance
(9) du profilé (7).
5. Palme pour la natation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait
que le profilé est fait d'une membrane pouvant varier entre deux positions extrêmes,
dans lesquelles elle adopte un profil prédéterminé, notamment asymétrique.
6. Palme pour la natation selon la revendication 5, caractérisée par le fait que la membrane
est disposée dans un cadre, lequel est logé rotativement entre les deux entretoises
latérales (6).
7. Palme pour la natation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par
le fait que la palme pour la natation (1) est équipée d'un sabot (12) pour le pied
(11) du nageur.
8. Palme pour la natation selon la revendication 7, caractérisée par le fait que le sabot
(12) a une articulation (13) avec les entretoises latérales (6), à peu près à la hauteur
de la cheville (4).
9. Palme pour la natation selon la revendication 7, caractérisée par le fait que le sabot
(12) a une forme offrant peu de résistance à l'écoulement de l'eau.
10. Palme pour la natation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par
le fait qu'un autre profilé (14) est disposé en aval du profilé (7), dans le sens
de la nage, qui a une forme offrant peu de résistance à l'écoulement de l'eau.
11. Palme pour la natation selon la revendication 10, caractérisée par le fait que l'autre
profilé (14) est situé dans le courant supérieur du premier profilé (7).
12. Palme pour la natation selon la revendication 11, caractérisée par le fait que l'autre
profilé (14) se trouvant en aval du premier profilé (7) est assemblé de manière élastique
à torsion au premier profilé (7) par deux barres latérales (15).
13. Palme pour la natation selon l'une des revendications 1 ou 3 à 12, caractérisée par
le fait que la palme est conçue comme mono-palme avec deux mancherons, sur lesquels
sont placées les deux entretoises latérales (6).