[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkzeugspannvorrichtung für eine Schwenkbiegemaschine,
genauer gesagt eine Werkzeugspannvorrichtung für das Oberwangen-, Unterwangen- oder
Biegewangenwerkzeug einer Schwenkbiegemaschine, bei der das Werkzeug mittels einer
Spannschiene zwischen einer Klemmfläche einer an der Ober-, Unter- oder Biegewange
angeordneten Spannkonsole und einer Klemmfläche der an der Spannkonsole angeordneten
Spannschiene geklemmt getragen ist.
[0002] Bei Schwenkbiegemaschinen wird das Oberwangen-, Unterwangen- oder Biegewangenwerkzeug
üblicherweise mittels einer durch Schraubbolzen gegen eine an der jeweiligen Wange
angeordnete Spannkonsole verschraubte Spannschiene geklemmt. Dies bedeutet, daß für
jeden Wechsel des Werkzeugs eine große Anzahl von Schraubbolzen gelöst, die Spannschiene
abgenommen, das Werkzeug ausgetauscht, die Spannschiene wieder angebracht und die
Schraubbolzen wieder befestigt werden müssen, was einen ganz erheblichen Zeit- und
auch Kräfteaufwand bedeutet. Insbesondere bei Herstellungsvorgängen, bei denen eine
Anzahl von Herstellungsschritten mit verschiedenen Werkzeugen abgearbeitet werden
müssen, ergeben sich dadurch erhebliche Produktivitätseinbußen.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Werkzeugspannvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der das Werkzeug schnell und auf einfache
Weise ausgewechselt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst durch eine Werkzeugspannvorrichtung
für das Oberwangen, Unterwangen- oder Biegewangenwerkzeug einer Schwenkbiegemaschine,
bei der das Werkzeug mittels einer Spannschiene zwischen einer Klemmfläche einer an
der Ober-, Unter- oder Biegewange angeordneten Spannkonsole und einer Klemmfläche
der an der Spannkonsole angeordneten Spannschiene geklemmt getragen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannschiene durch eine Anzahl von in der Spannkonsole in Richtung senkrecht
zu den Klemmflächen von Spannkonsole und Spannschiene funktionswirksam angeordneten
Betätigungselementen wahlweise zum Klemmen des Werkzeugs im Sinne einer gegenseitigen
Annäherung der Klemmflächen von Spannkonsole und Spannschiene aufeinander zu und zum
Lösen des Werkzeugs im Sinne eines gegenseitigen Entfernens der Klemmflächen von Spannkonsole
und Spannschiene voneinander weg bewegbar ist.
[0005] Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Werkzeugspannvorrichtung besteht somit
darin, daß das Werkzeug mit wenigen Handgriffen und mit geringem Zeitaufwand ausgetauscht
oder in der betreffenden Wange verschoben werden kann. Von besonderem Vorteil ist
die erfindungsgemäße Werkzeugspannvorrichtung bei der Verwendung für das Oberwangenwerkzeug,
das bei üblichen Herstellungsvorgängen am häufigsten ausgetauscht oder verschoben
werden muß.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, daß die
Betätigungselemente eine Anzahl von Federanordnungen enthalten, durch die die Spannschiene
mit einer dauernden zum Halten des Werkzeugs während des Arbeitsvorgangs genügenden
Federkraft im Sinne einer gegenseitigen Annäherung der Klemmflächen von Spannkonsole
und Spannschiene beaufschlagt wird. Der wesentliche Vorteil hierbei ist, daß das Werkzeug
durch die Federkraft der Federanordnungen unabhängig etwa von einer Hydraulikdruckquelle
dauernd und zuverlässig gehalten wird.
[0007] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform besteht
darin, daß die Betätigungselemente eine Anzahl von Hydraulikzylindern enthalten, durch
die die Spannschiene mit einer die Kraft der Federelemente überschreitenden Kraft
im Sinne des gegenseitigen Entfernens der Klemmflächen von Spannkonsole und Spannschiene
voneinander weg beaufschlagbar ist. In dieser Kombination ist es möglich, das Werkzeug
durch die Beaufschlagung der Hydraulikzylinder schnell und leicht durch Lösen der
Spannschiene von der Spannkonsole lösen und danach wieder festklemmen zu können, wobei
im geklemmten Zustand das Werkzeug dann wieder dauerhaft und zuverlässig durch die
Federkraft der Federanordnungen gehalten ist.
[0008] Alternativ hierzu kann es jedoch auch vorgesehen sein, daß die Betätigungselemente
eine Anzahl von Hydraulikzylindern enthalten, durch die die Klemmschiene im Sinne
einer gegenseitigen Annäherung und Entfernung der Klemmflächen von Spannkonsole und
Spannschiene aufeinander zu und voneinander weg bewegbar ist. Hierbei ist jedoch dafür
Sorge zu tragen, daß die die Klemmung des Werkzeugs bewirkenden Hydraulikzylinder
ständig von einem überwachten Hyraulikdruck beaufschlagt werden, da andernfalls ein
Lösen des Werkzeugs die Folge sein kann.
[0009] Gemäß einer weiteren, besonders vorteilshaften Ausführungsform der Erfindung ist
es vorgesehen, daß jede Federanordnung in einer senkrecht zur Klemmfläche verlaufenden
Bohrung in der Spannkonsole versenkt angeordnet ist und ein Federelement und einen
von der der Spannschiene abgewandten Seite der Spannkonsole her durch eine Bohrung
mit kleinerem Durchmesser als die die Federanordnung beherbergende Bohrung durch die
Spannkonsole hindurchgehend in ein Gewinde in der Spannschiene eingeschraubten Schraubbolzen
enthält, wobei sich das Federelement mit seinem einen Ende gegen den Kopf des Schraubbolzens
und mit seinem anderen Ende gegen eine Anlagefläche an der Spannkonsole abstützt.
Der Vorteil hiervon ist, daß die Spannkonsole auf diese Weise mit den gleichen oder
ähnlichen Abmessungen und mit gleichen Befestigungsteilen zum Befestigen an der entsprechenden
Wange versehen sein kann, wie die Spannkonsole für eine herkömmliche manuelle Befestigung
mittels Schraubbolzen. Bei gleicher Bemessung und Lage der Klemmflächen für das Werkzeug
können dann vorteilhafterweise die gleichen Werkzeuge wie bei einer manuellen Spannvorrichtung
weiterverwendet werden.
[0010] Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, daß jedes Federelement in einem Paket von übereinander
angeordneten Tellerfedern besteht. Mit einer solchen Anordnung von Tellerfedern ist
es möglich, bei einer sehr kompakten Federanordnung eine hohe Federkraft zu erzeugen.
[0011] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Hydraulikzylinder in einer Reihe in einem
zentralen Bereich bezüglich der Querrichtung der Spannkonsole angeordnet sind, und
wenn die Federanordnungen in Reihen beiderseits der Reihe von Hydraulikzylindern angeordnet
sind. Hierdurch wird eine gleichmäßige Verteilung der das Schließen der Spannvorrichtung
bewirkenden Kräfte der Federanordnungen und der das Öffnen der Spannvorrichtung bewirkenden
Kräfte der Hydraulikzylinder sichergestellt.
[0012] Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Federanordnungen
und die Hydraulikzylinder jeweils in Gruppen von vier Federanordnungen und einem im
Zentrum der vier Federanordnungen befindlichen Hydraulikzylinder angeordnet sind.
[0013] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen,
daß an der Klemmfläche der Spannkonsole eine parallel zur Längsrichtung der Spannkonsole
verlaufende Prismenschiene angeordnet ist, und daß das Werkzeug eine parallel zu seiner
Längsrichtung verlaufende prismatisch ausgebildete Nut enthält, in die die Prismenschiene
beim Klemmen eingreift und das Werkzeug zentriert. Hierdurch wird eine automatische
Zentrierung des Werkzeug bezüglich der Querrichtung der Klemmflächen von Spannkonsole
und Spannschiene sichergestellt, so daß ein Einrichten der Werkzeuge nur in Längsrichtung
der Wangen nötig ist. Hierdurch wird wiederum eine wesentliche Vereinfachung und Beschleunigung
des Auswechseln des Werkzeugs gewährleistet.
[0014] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
[0015] In den Figuren zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt quer durch die Oberwange einer Schwenkbiegemaschine mit einem
daran mittels Spannkonsole und Spannschiene befestigten Werkzeug;
Fig. 1a einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1;
Fig. 2a und 2b jeweils die Untersicht bzw. Draufsicht auf die Spannkonsole und Spannschiene
bei dem in Fig. 1 im Querschnitt dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 3a und 3b Querschnitte durch die Anordnung von Spannkonsole und Spannschiene
zusammen mit einem dadurch gehaltenen Werkzeug im geklemmten bzw. gelösten Zustand
längs der Linie A-A in Fig. 2b; und
Fig. 4a und 4b Querschnitte durch die Anordnung von Spannkonsole und Spannschiene
zusammen mit einem dadurch gehaltenen Werkzeug im geklemmten bzw. gelösten Zustand
längs der Linie C-C in Fig. 2b.
[0016] Fig. 1 zeigt im Querschnitt die Oberwange 14 einer Schwenkbiegemaschine mit einer
daran durch Schraubbolzen 15 und Paßstifte 16 befestigten Spannkonsole 1. Die Spannkonsole
1 dient zusammen mit einer Spannschiene 6 der Befestigung eines Oberwangenwerkzeugs
11, das hier in Form einer Geißfußschiene dargestellt ist. Das Werkzeug 11 ist zwischen
einer Klemmfläche 1a an der Unterseite der Spannkonsole 1 und einer Klemmfläche 6a
an der Oberseite der Spannschiene 6 eingeklemmt.
[0017] Wie aus dem in Fig. 1 vergrößert dargestellten Ausschnitt aus Fig. 1 ersichtlich
ist, ist an der Unterseite der Spannkonsole 1 sich in deren Längsrichtung erstreckend
eine Prismenschiene 2 angeordnet, die im geklemmten Zustand des Werkzeugs 11 in eine
an dessen Oberseite, ebenfalls sich in dessen Längsrichtung erstreckend angeordnete
prismenförmige Nut 2a eingreift. Auf diese Weise ist im gespannten Zustand das Werkzeug
11 bezüglich der Querrichtung fixiert.
[0018] Wie aus der in Fig. 2b gezeigten Draufsicht auf die Spannkonsole 1 und das daran
angeklemmte Werkzeug 11 und die in den Fig. 4a und 4b gezeigte Querschnittsansicht
durch die Spannkonsole 1, die Spannschiene 6 und das dadurch gehaltene Werkzeug 11
ersichtlich ist, sind in der Spannkonsole 1 in regelmäßigen Abständen Bohrungen 9d
in zwei in Längsrichtung der Spannkonsole 1 verlaufenden Reihen vorgesehen. In jeder
der Bohrungen 9d ist eine Federanordnung beherbergt, die aus einem Federelement 8
in Form von einem Paket von Tellerfedern und einem Schraubbolzen 9 besteht. Der Schraubbolzen
9 verläuft von der der Spannschiene 6 abgewandten Seite der Spannkonsole 1 her durch
eine Bohrung 9a am Boden der die Federanordnung 8, 9 beherbergenden Bohrung 9d mit
kleinerem Durchmesser als letztere durch die Spannkonsole 1 hindurch in ein Gewinde
in der Spannschiene 6. Das durch die Tellerfedern gebildete Federelement 8 stützt
sich mit seinem einen Ende gegen den Kopf 9b des Schraubbolzens 9 ab und mit seinem
anderen Ende gegen eine Anlagefläche 9c am Boden der Bohrung 9d. Somit ist die Federanordnung
8, 9 vollständig in der Spannkonsole 1 versenkt angeordnet.
[0019] Die Federanordnungen 8, 9 bewirken, daß die Spannschiene 6 mit einer dauernden Kraft
zum Halten des Werkzeugs 11 im Sinne einer gegenseitigen Annäherung der Klemmflächen
1a, 6a von Spannkonsole 1 und Spannschiene 6 beaufschlagt wird. Dabei ist die Federkraft
der Federelemente 8 so gewählt, daß die Kraft zum Halten des Werkzeugs während des
Arbeitsvorgangs sicher gewährleistet ist. Bei dem Ausführungsbeispiel beträgt die
Klemmkraft der Federelemente 8 7.500 N oder mehr pro 100 mm Länge der Spannkonsole
1.
[0020] Wie weiterhin aus den beiden in Fig. 2a und 2b gezeigten Ansichten und aus den in
Fig. 3a und 3b gezeigten Schnittdarstellungen ersichtlich ist, sind in der Klemmkonsole
1 weiterhin in regelmäßigen Abständen in einer Reihe eine Anzahl von Hydraulikzylindern
3 angeordnet, die dem Lösen der durch die Spannkonsole 1 und die Spannschiene 6 gebildeten
Spannvorrichtung dienen.
[0021] Wie aus Fig. 3a ersichtlich ist, enthält jeder Hydraulikzylinder 3 eine Zylinderbohrung
3a und einen darin verschieblich angeordneten Kolben 3b. Der Kolben 3b verfügt über
einen Führungsring 5, durch den ein Verkippen in der Zylinderbohrung 3a verhindert
wird, sowie über einen Nutring 4, der die Abdichtung des Kolbens 3b gegen die Zylinderbohrung
3a sicherstellt. Von dem Inneren des Hydraulikzylinders 3 verläuft in dessen oberen
Bereich eine Zulaufbohrung 3c zur Außenseite der Spannkonsole 1. Die Zulaufleitung
3c verläuft senkrecht zur Achse der Zylinderbohrung 3a und senkrecht zur Längsachse
der Spannkonsole 1.
[0022] Wie aus Fig. 2a ersichtlich ist, sind die Zulaufbohrungen 3a aller Hydraulikzylinder
3 über Hydraulikanschlüsse 10 an eine gemeinsame Hydraulikleitung 12 angeschlossen.
Die Hydraulikleitung 12 wird von einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung mit
Druck versorgt, wobei diese Antriebseinrichtung vorzugsweise eine Hydraulikpumpe und
einen Druckspeicher zum Halten des Hydraulikdrucks aufweist.
[0023] Wenn die Kolben 3b der Hydraulikzylinder 3 mit einem ausreichend großen Druck beaufschlagt
werden, wird die Spannschiene 6 gegen die von den Federelementen 8 erzeugte Federkraft
von der Spannkonsole 1 weggedrückt, so daß das Werkzeug 11 zwischen den Klemmflächen
1a und 6a der Spannkonsole 1 bzw. der Spannschiene 6 freigegeben wird. Der Weg, um
welchen die Spannschiene 6 von der Spannkonsole 1 weggedrückt werden kann, ist begrenzt
durch von der Unterseite der Spannschiene 6 her durch in dieser vorgesehene Bohrungen
in die Spannkonsole 1 eingeschraubte Schraubbolzen 7, die sich mit ihren Köpfen gegen
Anlageflächen 7b der Spannschiene 6 abstützen. Mit diesen Schraubbolzen 7 kann der
Hub zwischen vollständig geklemmter und vollständig gelöster Stellung der Spannschiene
6 eingestellt werden. Der Hub kann etwa zwischen ein und vier Millimeter betragen,
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt er 2 mm. Die Höhe der Prismenschiene
2 über der Klemmfläche 1a ist in diesem Fall mit 1,5 mm geringer ausgelegt als der
Hub von 2 mm, so daß das Werkzeug 11 mit einem dann noch verbleibenden Spiel von 0,5
mm zwischen die Spannkonsole 1 und die Spannschiene 6 eingefügt werden kann. Wenn
dann die Hydraulikzylinder 3 von dem Hydraulikdruck entlastet werden, wird die Spannschiene
6 wieder durch die Kraft der Federelemente 8 über die Schraubbolzen 9 an die Spannkonsole
1 herangezogen, wobei das Werkzeug 11 unter gleichzeitiger Zentrierung durch die Prismenschiene
2 zwischen Spannkonsole 1 und Spannschiene 6 geklemmt wird. Die Hubkraft der Hydraulikzylinder
3 muß zum Überwinden der Wirkung der Federelemente 8 größer als deren Klemmkraft sein,
und beträgt bei dem Ausführungsbeispiel 12.000 N oder mehr pro 100 mm Länge der Spannkonsole
1, wodurch die Federelemente 8 bis zu ihrer Endkraft am Ende des Hubweges komprimiert
werden können.
[0024] Bei dem Ausführungsbeispiel sind, wie bereits oben erwähnt wurde, die Hydraulikzylinder
3 in einer Reihe im zentralen Bereich bezüglich der Querrichtung der Spannkonsole
1 angeordnet, wogegen die durch die Federelemente 8 und die Schraubbolzen 9 gebildeten
Federelemente in Reihen beiderseits der Reihe von Hydraulikzylindern 3 angeordnet
sind. Auf diese Weise sind die Federanordnungen 8, 9 und die Hydraulikzylinder 3 jeweils
in Gruppen von vier Federanordnungen 8, 9 und einem im Zentrum der besagten vier Federanordnungen
befindlichen Hydraulikzylinder 3 angeordnet. Mit anderen Worten, bei dem Ausführungsbeispiel
wirken jeweils vier Federanordnungen 8, 9 mit einem Hydraulikzylinder 3 zusammen,
so daß ein Hydraulikzylinder in der Lage sein muß, die von den Federelementen 8 von
vier Federanordnungen 8, 9 bewirkte Klemmkraft zu überwinden. Bei dem Ausführungsbeispiel
beträgt der dafür erforderliche Druck bei der genannten Hubkraft von 12.000 N pro
100 mm Länge der Spannkonsole 250 bar.
[0025] Die Hydraulikzylinder 3 sind jeweils in Abständen von 100 mm angeordnet, so daß pro
100 mm Länge der Spannkonsole 1 ein Hydraulikzylinder und vier Federanordnungen 8,
9 vorgesehen sind. Selbstverständlich können anstelle dieser Anordnung auch andere
Anordnungen gewählt werden, beispielsweise solche, bei denen jeweils ein Hydraulikzylinder
dazu vorgesehen ist, die Klemmkraft von zwei Federanordnungen zu überwinden, oder
andere geeignete Anordnungen.
1. Werkzeugspannvorrichtung für das Oberwangen-, Unterwangen- oder Biegewangenwerkzeug
einer Schwenkbiegemaschine, bei der das Werkzeug (11) mittels einer Spannschiene (6)
zwischen einer Klemmfläche (1a) einer an der Ober-, Unter- oder Biegewange angeordneten
Spannkonsole (1) und einer Klemmfläche (6a) der an der Spannkonsole (1) angeordneten
Spannschiene (6) geklemmt getragen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschiene (6) durch eine Anzahl von in der Spannkonsole (1) in Richtung
senkrecht zu den Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole (1) und Spannschiene (6) funktionswirksam
angeordneten Betätigungselementen (3, 8, 9) wahlweise zum Klemmen des Werkzeugs (11)
im Sinne einer gegenseitigen Annäherung der Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole
(1) und Spannschiene (6) aufeinander zu und zum Lösen des Werkzeugs (11) im Sinne
eines gegenseitigen Entfernens der Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole (1) und
Spannschiene (6) voneinander weg bewegbar ist.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungselemente (3, 8, 9) eine Anzahl von Federanordnungen (8, 9) enthalten,
durch die die Spannschiene (6) mit einer dauernden zum Halten des Werkzeugs während
des Arbeitsvorgangs genügenden Federkraft im Sinne einer gegenseitigen Annäherung
der Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole (1) und Spannschiene (6) beaufschlagt wird.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungselemente (3, 8, 9) eine Anzahl von Hydraulikzylindern (3) enthalten,
durch die die Spannschiene (6) mit einer die Kraft der Federelemente (8, 9) überschreitenden
Kraft im Sinne des gegenseitigen Entfernens der Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole
(1) und Spannschiene (6) voneinander weg beaufschlagbar ist.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungselemente eine Anzahl von Hydraulikzylindern enthalten, durch
die die Klemmschiene (6) im Sinne einer gegenseitigen Annäherung und Entfernung der
Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole (1) und Spannschiene (6) aufeinander zu und
voneinander weg bewegbar ist.
5. Spannvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Federanordnung (8, 9) in einer senkrecht zur Klemmfläche (1a) verlaufenden
Bohrung (9d) in der Spannkonsole (1) versenkt angeordnet ist und ein Federelement
(8) und einen von der der Spannschiene (6) abgewandten Seite der Spannkonsole (1)
her durch eine Bohrung (9a) mit kleinerem Durchmesser als die die Federanordnung (8,
9) beherbergende Bohrung (9d) durch die Spannkonsole (1) hindurchgehend in ein Gewinde
in der Spannschiene (6) eingeschraubten Schraubbolzen (9) enthält, wobei sich das
Federelement (8) mit seinem einen Ende gegen den Kopf (9b) des Schraubbolzens (9)
und mit seinem anderen Ende gegen eine Anlagefläche (9c) an der Spannkonsole (1) abstützt.
6. Spannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Federelement (8) in einem Paket von übereinander angeordneten Tellerfedern
besteht.
7. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg, um den die Spannschiene (6) von der Spannkonsole (1) in einer Richtung
senkrecht zur Ebene der Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole (1) bzw. Spannschiene
(6) weg bewegbar ist, durch Schraubbolzen (7) begrenzt wird, die von der der Spannkonsole
(1) abgewandten Seite der Spannschiene (6) her durch in dieser vorgesehene Bohrungen
in die Spannkonsole (1) eingeschraubt sind, wobei der Hub durch einen definierten
Abstand zwischen dem Kopf des Schraubbolzens (7) und einer entsprechenden Anlagefläche
(7b) an der Spannschiene (6) festgelegt ist.
8. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hydraulikzylinder (3) eine senkrecht zu den Klemmflächen (1a, 6a) verlaufende
Zylinderbohrung (3a) und einen darin verschieblich angeordneten Kolben (3b) enthält.
9. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die Halterung des Oberwangenwerkzeugs die Klemmflächen (1a, 6a) von Spannkonsole
(1) und Spannschiene (6) in einer horizontalen Ebene liegen, und daß die die Federanordnungen
(8, 9) beherbergenden Bohrungen (9d) und die Zylinderbohrungen (3a) vertikal verlaufen.
10. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl von Federanordnungen (8, 9) und die Anzahl von Hydraulikzylindern
(3) in regelmäßigen Abständen über die Länge der Spannkonsole (1) verteilt angeordnet
sind.
11. Spannvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinder (3) in einer Reihe in einem zentralen Bereich bezüglich
der Querrichtung der Spannkonsole (1) angeordnet sind, und daß die Federanordnungen
(8, 9) in Reihen beiderseits der Reihe von Hydraulikzylindern (3) angeordnet sind.
12. Spannvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnungen (8, 9) und die Hydraulikzylinder (3) jeweils in Gruppen
von vier Federanordnungen (8, 9) und einem im Zentrum der vier Federanordnungen (8,
9) befindlichen Hydraulikzylinder (3) angeordnet sind.
13. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß von jedem Hydraulikzylinder (3) eine Zulaufbohrung (3c) in Richtung senkrecht
zur Achse der Zylinderbohrung (3a) und senkrecht zur Längsachse der Spannkonsole (1)
zu deren Außenseite verläuft, und daß die Zulaufbohrungen (3c) über Hydraulikanschlüsse
(10) an eine gemeinsame Hydraulikleitung (12) angeschlossen sind.
14. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, kennzeichnet durch eine Antriebseinrichtung zum hydraulischen Betätigen der Hydraulikzylinder (3).
15. Spannvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung eine Hydraulikpumpe und einen Druckspeicher zum Halten
des Hydraulikdrucks enthält.
16. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an der Klemmfläche (1a) der Spannkonsole (1) eine parallel zur Längsrichtung
der Spannkonsole (1) verlaufende Prismenschiene (2) angeordnet ist, und daß das Werkzeug
(11) eine parallel zu seiner Längsrichtung verlaufende prismatisch ausgebildete Nut
enthält, in die die Prismenschiene (2) beim Klemmen eingreift und das Werkzeug zentriert.
17. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnungen (8, 9) eine Klemmkraft von 7.500 N oder mehr pro 100 mm
Länge der Spannkonsole (1) erzeugen.
18. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinder (3) eine Hubkraft von 12.000 N oder mehr pro 100 mm Länge
der Spannkonsole (1) erzeugen.
19. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Betätigungselemente (3, 8, 9) bewirkte Hub zwischen 1 und 4 mm
beträgt.
20. Spannvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub 2 mm beträgt.
21. Spannvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Prismenschiene (2) über der Klemmfläche (1a) 1,5 mm beträgt.