[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckwerk, vorzugsweise für ein Hand-Etikettiergerät,
dessen Gehäuse ein Bänder- oder Räderdruckwerk und eine axial verschiebbare Einstellachse
für die einzelnen Bänder oder Räder aufnimmmt, wobei das Gehäuse in einer zur Band-
oder Radebene parallelen Ebene zweigeteilt ist.
[0002] Etikettiergeräte werden heute in den meisten Verkaufsgeschäften, insbesondere aber
in größerer Zahl in sogenannten Supermärkten verwendet. Sie dienen zum Auszeichnen
der Waren, wobei auf die einzelnen Waren oder Verpackungen Etiketten aufgeklebt werden,
auf denen zumindest der Verkaufspreis aufgedruckt ist. Weil der Preis von Ware zu
Ware verschieden ist, muß selbstverständlich das Druckwerk, wenn es einigermaßen universell
verwendbar sein soll, einstellbar sein. Eine Möglichkeit besteht darin, daß es mit
einer axial verschiebbaren Einstellachse ausgestattet ist, die man in Stufen herausziehen
kann, um dadurch nacheinander auf die einzelnen Bänder- oder Räderdruckwerke im Sinne
eines Einstellvorgangs einwirken zu können.
[0003] Es gibt aber auch Anwendungsfälle, bei denen Gegenstände oder Waren mit fortlaufenden
Zahlen versehen werden müssen. Infolgedessen muß ein solches Druckwerk in der Lage
sein, im Bedarfsfalle nicht immer die gleiche Symbolgruppe zu drucken, sondern stattdessen
oder alternativ auch noch Symbole oder Symbolgruppen mit bspw. ansteigender Zahlenfolge.
Diese individuelle Einstellbarkeit der bekannten Druckwerke wird dadurch möglich,
daß sie mit einem Fortschaltwerk ausgestattet sind.
[0004] Bei einem Etikettiergerät, insbesondere einem vielfach im Gebrauch befindlichen Hand-Etikettiergerät
befinden sich auf einer Vorratsrolle eine Vielzahl von Etiketten, die nacheinander
mit Hilfe dieses Druckgeräts bedruckt werden. Ein entsprechender Spender übergibt
die bedruckten Etiketten an die Ware bzw. deren Verpackung. Über ein entsprechendes
Schrittschaltwerk werden die Etiketten durch dieses Etikettiergerät transportiert
und im jeweils vorgesehenen Zeitpunkt wird das Druckwerk gegen das Etikett bewegt,
um dieses zu bedrucken. Hierbei gibt es verschiedene Druckverfahren. Im wesentlichen
ist dieser Vorgang aber mit dem Bestempeln eines Schriftträgers zu vergleichen. Schon
allein aus Gewichtsgründen ist man in der Technik in aller Regel bemüht, Geräte oder
Baugruppen derselben so klein und damit in der Regel auch so leicht wie möglich zu
bauen. Damit ein Hand-Etikettiergerät noch gut handhabbar ist, muß selbstverständlich
auch dort auf kleine Größe und geringes Gewicht geachtet werden. Bei einem Bänder-
oder Räderdruckwerk sind bspw. durch die Schriftgröße oder die Anzahl von Symbolen
pro Rad bzw. Band deren Größe nicht frei wählbar. In der Regel ist dabei eine Verkleinerung
und ein geringeres Gewicht das angestrebte Ziel.
[0005] Bei einem bekannten Räderdruckwerk der eingangs beschriebenen Art besteht das Gehäuse
aus einem quasi den gesamten Mechanismus aufnehmenden Grundteil und einem letzteres
verschließenden, im großen und ganzen flachen Deckel. Beide Gehäuseteile müssen zu
Montage-, gegebenenfalls aber auch zu Reparaturzwecken lösbar miteinander verbunden
werden. Dies geschieht beim vorbekannten Druckwerk mit Hilfe von Schrauben, deren
geometrische Achsen sich parallel zu den Räderdruckwerkachsen erstrecken. Jede Schraube
bedarf einer Gewindebohrung und diese führt beim vorbekannten Gerät insgesamt zu einer
nicht unbeträchtlichen Vergrößerung des Gehäuses bezogen auf die Größe, die man für
die Unterbringung der Räder an sich benötigt.
[0006] Es liegt infolgedessen die Aufgabe vor, ein Druckwerk der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß die Größe seines Gehäuses gegenüber bekannten Ausführungen
verringert bzw. optimiert werden kann.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die beiden Gehäuseteile
mittels wenigstens eines klammerartigen Halters zusammengehalten sind, der sämtliche
Bänder oder Räder sowie die beiden zur Band- oder Radebene parallelen Gehäusewände
übergreift.
[0008] Obwohl auch dieses Druckwerk ein zweiteiliges Gehäuse besitzt, dessen beide Teile
selbstverständlich in geeigneter Weise zusammengehalten werden müssen, läßt sich die
Größe des Gehäuses dadurch verringern, daß man es eng an das Bänder-oder Räderdruckwerk
anschmiegt und auf die Anbringung spezieller Augen odgl. Elemente für Gewindebohrungen
verzichtet. Stattdessen werden die beiden Gehäuseteile, zumindest an einer Stelle,
an der sich dies in einer Verringerung der Gehäusegröße auch niederschlagen kann,
mit Hilfe eines klammerartigen Halters zusammengehalten, der einen Teil des Gehäuses
bilden kann und somit keiner besonderen Augenansätze o.dgl. für Befestigungsgewinde
zum Eindrehen von Verbindungsschrauben bedarf. Es gibt allerdings Stellen des Druckwerks,
an denen die Anbringung einer Verbindungsschraube nicht stört oder eine solche Schraube
gar in doppelter Hinsicht ausgenutzt werden kann, so daß ihre Verwendung keinen Nachteil
darstellt. Die Anbringung mindestens einer derartigen Schraube ist auch beim erfindungsgemäßen
Druckwerk möglich. Der klammerartige Halter kann an die beiden Gehäuseteile angeklammert
werden und so deren Zusammenhalt an der betreffenden Stelle bewirken. Dies setzt aber,
wie das Ausführungsbeispiel zeigt, keineswegs eine unnötige Vergrößerung des Gehäuses
im Bereich des Halters voraus.
[0009] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Teilungsebene etwa der Gehäusemitte
zugeordnet ist. Dies ermöglicht die Verwendung zweier, zumindest etwa gleich großer
Gehäusehälften. Sofern keine anderen Anforderungen zu berücksichtigen sind, kann das
Gehäuse auch aus zwei identischen Gehäusehälften aufgebaut sein.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Halter einem
Gehäusebereich zugeordnet ist, der dem Arbeitsbereich der Bänder oder Räder etwa gegenüberliegt.
Wenn man den Arbeitsbereich der Bänder oder Räder als unten liegend bezeichnet, so
bedeutet dies, daß sich der Halter oben am Druckwerk befindet. Weil normalerweise
ein zweiteiliges Gehäuse mit Hilfe eines einzigen Halters nicht sicher genug zusammengehalten
werden kann, muß im genannten Falle am unteren Gehäusebereich für eine weitere Verbindung
der beiden Gehäusehälften gesorgt werden, die gemäß den vorstehenden Ausführungen
nicht mittels eines Halters vorgenommen werden muß.
[0011] In besonders bevorzugter Weise ist diesbezüglich vorgesehen, daß die beiden Gehäuseteile
nahe dem Arbeitsbereich mittels einer Schraube oder einem entsprechenden Element zusammengehalten
sind, die insbesondere das Gehäuse mit seiner gesamten Länge quer durchsetzt und deren
geometrische Achse parallel zu derjenigen der Räder oder Umlenkräder der Bänder des
Druckwerks verläuft. Vor allen Dingen bei einem Bänderdruckwerk ist in seinem in Arbeitsstellung
unteren Bereich in aller Regel genügend Platz für mindestens eine solche Verbindungsschraube
vorhanden.
[0012] Die Montage des Gehäuses wird wesentlich erleichtert, wenn man die beiden Gehäusehälften
in sehr zweckmäßiger Weise über Zentrierränder o.dgl. gegeneinander ausrichtet. Dabei
erhält das eine Teil einen Außenrand, der einen zurückversetzten inneren Rand des
anderen Gehäuseteils übergreift, so daß das Gehäuse außen glatt verlaufen kann. Denkbar
ist auch eine nut- und federartige Steckverbindung der beiden Gehäusehälften bzw.
-teile.
[0013] Der Halter kann, wie bereits ausgeführt wurde, klemmend am Gehäuse bzw. seinen beiden
Teilen angebracht werden. Sicherer ist es indessen, wenn man zusätzlich das Gehäuse
und den Halter schnappend oder rastend miteinander verbindet, also eine kraftschlüssige
Verbindung durch eine formschlüssige ersetzt oder letztere zusätzlich anwendet.
[0014] Besondere Weiterbildungen diesbezüglich, insbesondere die Ausbildung des Halter-Mittelstücks
als Rahmen, beschreiben die Unteransprüche und gehen auch aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels hervor. Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß durch ein
in den Rahmen eingebrachtes Fenster eine komplette Symbolreihe sichtbar ist, so daß
man die Einstellung ggf. unter Zuhilfenahme der Beobachtungsmöglichkeit durch das
Fenster vornehmen oder zumindest kontrollieren kann.
[0015] Die einzelnen Räder eines Räderdruckwerks oder Bänder eines Bänderdruckwerks können
relativ zueinander einzeln gedreht werden. Auf diese Weise ist eine beliebige Positionierung
aller Symbole und aller Räder bzw. Bänder möglich. Voraussetzung ist hierbei allerdings,
daß man jedes Rad bzw. jedes Band der Rädergruppe bzw. Bändergruppe einzeln drehen
kann. Dies ist in bekannter Weise mit Hilfe der erwähnten axial verschiebbaren Einstellachse
möglich. Letztere wird bspw. ausgehend von ihrer völlig eingeschobenen Stellung absatzweise
nach außen gezogen, so daß ihr Betätigungsorgan nacheinander jedem der Räder bzw.
Bänder zugeordnet wird. Beim Drehen der Einstellachse kann auf diese Weise nacheinander
jedes Rad des Räderdruckwerks bzw. jedes Band des Bänderdruckwerks um das notwendige
Maß gedreht werden. Beim Herausziehen der Achse muß man auf geeignete Weise eine Zuordnung
zu den einzelnen Bändern bzw. Rädern sichtbar machen. Nur auf diese Weise ist es sicher
möglich, jeweils das in Frage kommende Rad bzw. Band zu drehen und alle übrigen, deren
Einstellung beibehalten werden soll, nicht zu verstellen. Bei einem bekannten Druckwerk
der gattungsgemäßen Art erfolgt diese Anzeige in aufwendiger Weise über ein starr
mit der Einstellachse gekuppeltes Einstellglied mit Zeiger, welches abgesehen vom
Material- und Montageaufwand auch einen entsprechenden Platzbedarf hat. Eine besonders
bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, die sich aus Anspruch 11 ergibt, bietet
hier eine besonders elegante, keine zusätzlichen Teile und damit auch keinen zusätzlichen
Montageaufwand erfordernde Lösung.
[0016] Anspruch 12 beschreibt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, welche das Einstellen
der Schaltschritte, die zum Weiterdrehen der Räder oder Bänder des betreffenden Druckwerks
um eine Einheit dienen, auf besonders einfache Weise möglich macht. Weiterbildungen
hierzu ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung des
Ausführungsbeispiels.
[0017] Die Zeichnung zeigt dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei stellen dar:
- Figur 1
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Hand-Etikettiergeräts mit einem Bänderdruckwerk;
- Figur 2
- in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht des Bänderdruckwerks;
- Figur 3
- den klammerartigen Halter zum Zusammenhalten der beiden Gehäuseteile in einem Vertikalmittelschnitt;
- Figur 4
- eine Ansicht des Bänderdruckwerks in Pfeilrichtung A der Figur 2; und
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Linie V-V gemäß der Figur 4.
[0018] Mit einem als Hand-Etikettiergerät 1 ausgebildeten Auszeichnungsgerät mit einem Druckwerk
4 werden, wie die Bezeichnung sagt, Etiketten o.dgl. Schriftträger bedruckt, die sich
auf einem bandförmigen Träger befinden. Die Etiketten-Vorratsrolle ist insgesamt mit
3 bezeichnet und befindet sich im oberen Teil des Gehäuses 2. Nach dem Bedrucken und
ggf. notwendigem Weitertransport innerhalb des Geräts werden sie in bekannter Weise
auf Waren oder Warenpackungen angebracht. Die Etiketten müssen nicht nur oder nicht
lediglich den Preis enthalten, vielmehr ist das Bedrucken auch mit anderen Symbolen
möglich. Das Trägerband mit den Etiketten o.dgl. durchläuft das Gerät in vorbekannter
Weise. Es wird unter dem in Figur 2 dargestellten Druckwerk 4 hindurchgeführt und
zu einer Spendkante 5 transportiert, wo das Etikett vom Trägerband abgelöst wird.
Eine Transporteinrichtung 6 bekannter Bauart besorgt den Durchlauf durch das Hand-Etikettiergerät
1, wobei der Antrieb des Druckwerks 4 und der Transporteinrichtung 6 über einen Handhebel
7 erfolgt.
[0019] Figur 1 zeigt die Ausgangs- oder Ruhelage des Handhebels 7, die er aufgrund einer
eingebauten Feder einnimmt. Durch Verschwenken des Handhebels 7 um das Lager 9, also
entgegen dem Uhrzeigersinn bzw. in Richtung auf den Handgriff 8 hin, werden sowohl
das Druckwerk 4 als auch die Transporteinrichtung 6 angetrieben. Beim Betätigen greifen
die Finger der Betätigungshand in die Öffnung 11 des Handhebels 7 und die Hand selbst
stützt sich auf der Oberseite 10 des gerätefesten Handgriffs 8 ab. Beim Ausführungsbeispiel
wird die Öffnung 11 durch eine Griffschale 12 des Handhebels 7 und einem in Lagern
14, 15 schwenkbar daran gelagerten Griffteil 13 gebildet. Diese pendelnde Lagerung
des Griffteils 13 am Handhebel 7 ist für ein längeres Arbeiten mit dem Hand-Etikettiergerät
1 besonders vorteilhaft und handschonend.
[0020] Beim Hochziehen des Handhebels 7 in Richtung auf den Handgriff 8 erfolgt ein Verschwenken
des Druckwerks 4 im Sinne des Pfeils 16, wobei dann die in Arbeitsstellung befindlichen
unteren Symbole 17 auf das Etikett aufgepreßt werden und dadurch den Aufdruck dieser
Symbole auf das zugeordnete Etikett bewirken (Figur 2).
[0021] In bekannter Weise finden sich außen am Umfang eines jeden Bandes 18 des Bänderdruckwerks
4 in jeweils gleichen vorgegebenen Abständen Symbole, gemäß Figur 4 bspw. Buchstaben,
aber auch Zahlen und ggf. weitere Symbole bis hin zu kleinen Symbolgruppen. Die Bänder
18 werden mit einem Fortschaltwerk schrittweise weitertransportiert, falls das Fortschaltwerk
nicht ausgeschaltet ist. Auf diese Weise kann man bspw. eine fortlaufende Numerierung
der mit Etiketten zu versehenden Waren erreichen. Das Einstellen jedes Bandes 18 gegenüber
seinen Nachbarbändern wird mit Hilfe der Einstellachse 20 bewirkt, die im Sinne des
Pfeils 19 stufenweise herauszieh- oder hineinschiebbar ist, wobei jede Stufe der Breite
eines Bandes 18 entspricht. In jeder Ausziehstellung kann die Einstellachse 20 im
Sinne des Doppelpfeils 21 bzw. in einer Drehrichtung gedreht werden, um das jeweils
angekuppelte Band 18 im Uhrzeigersinn bzw. im Gegenuhrzeigersinn zu drehen und dadurch
einzustellen. Anstelle eines Bänderdruckwerks 4 kann auch ein Räderdruckwerk verwendet
werden, bei welchem sich die Symbole 17, 22 nicht außen an einem Band 18, sondern
am Umfang eines Rades befinden.
[0022] Es ist grundsätzlich das Bestreben, Geräte so klein wie möglich zu bauen, weil dies
ihre Handhabung erleichtert. Infolgedessen wird angestrebt, jede Komponente des Handetikettiergeräts
daraufhin zu untersuchen, ob es nicht noch kompakter ausgeführt werden kann. Erfindungsgemäß
wurde das Gehäuse 23 des Druckwerks 4 in diesem Sinne weiter verbessert. Bei einer
vorbekannten Ausführung besteht es aus einem Grundteil und einem flachen Deckel. Die
Teilungsebene verläuft parallel zu Band- oder Radebene. Die beiden Gehäuseteile müssen
in geeigneter Weise sicher zusammengehalten werden. Dies geschieht erfindungsgemäß
mittels wenigstens eines klammerartigen Halters 24. Das Gehäuse 23 kann infolgedessen,
wie die Figuren 1 und 2 ausweisen, zumindest im Bereich des Halters 24 die obere Umlenkräder
25 für die Bänder 18 eng umfassen, weil der Halter 24 das Anbringen von Befestigungsaugen
u.dgl. Gehäuseelementen zur Montage von Befestigungsschrauben entbehrlich macht. Dies
gilt auch für ein Räderdruckwerk, bei welchem dann die Druckräder entsprechend eng
umfaßt werden können. Bei der gewählten Formgebung ist im unteren Bereich des Gehäuses
23 des Druckwerks 4 genügend Platz für eine Befestigungsschraube 43 und entsprechende
Augen o.dgl. Gehäuseanformungen. Deshalb reicht es aus, wenn man bei dieser Formgebung
lediglich einen Halter 24 vorsieht und diesen dem im Gebrauch oberen Bereich 26 des
Gehäuses 23 zuordnet, wie dies beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 der Fall ist.
Der Einfachheit halber wurde der Halter 24 in Figur 1 der Zeichnung nicht eingezeichnet.
[0023] Die Teilungsebene 27 des Gehäuses 23 liegt zumindest beim Ausführungsbeispiel bevorzugterweise
in der Gehäusemitte, so daß zwei gleiche oder zumindest etwa gleich große Gehäuseteile
28 und 29 entstehen. Jedes hat eine ebene Außenwand. Diese bilden zwei parallele Gehäusewände
30 und 31. Gemäß Figur 5 besitzt der Halter 24 zwei parallele Bügelschenkel 32 und
33, mit welchen er die parallelen Gehäusewände 30 und 31 des oberen Gehäusebereichs
26 außen übergreift. Es ist jedoch gemäß Figur 2 vorgesehen, daß dort die Wandstärke
der parallelen Wandteile von außen her reduziert ist, so daß die Bügelschenkel 32
und 33 außen bündig mit den Gehäusewänden 30 und 31 verlaufen können. Dies gilt auch
für das Mittelstück 35 des im wesentlichen U-förmigen klammerartigen Halters 24. Dieses
ist gemäß Figur 3 hohl gewölbt und besitzt den gleichen Radius wie das Gehäuse 23
in seinem oberen Bereich 26.
[0024] Die beiden Gehäuseteile 28 und 29 bilden in ihrem oberen Bereich 26 einen in der
Projektion rechteckigen Gehäusedurchbruch 36. In diesen ist der Halter 24, insbesondere
außen bündig eingesetzt. Entlang der gesamten Außenkontur ist die Wandstärke des klammerartigen
Halters 24 innen absatzartig reduziert, wobei dieser umlaufende Absatz in Figur 5
mit 37 bezeichnet ist. Ein dementsprechender Absatz 38 ist auch am Gehäuse 23 des
Halters 24 im Bereich seines Gehäusedurchbruchs 36 vorgesehen. Dadurch erreicht man
einen dichten und bündigen Sitz des Halters 24 am Gehäuse 23.
[0025] Zur Sicherung des Halters 24 am Gehäuse 23 sind im Bereich der Bügelschenkel 32 und
33 Rastverschlüsse vorgesehen, die beim Ausführungsbeispiel aus jeweils einer schlitzförmigen
Verrastaufnahme 39 bzw. 40 und einem formlich angepaßten Verrastglied an jedem Gehäuseteil
28 bzw. 29 besteht, wobei in Figur 2 das Verrastglied 41 zu sehen ist.
[0026] Sowohl das Gehäuse 23 als auch der Halter 24 bestehen aus Kunststoff, so daß ein
federelastisches Verrasten des Halters 24 mit dem Gehäuse kein Problem ist. Um diese
Verrastung lösen zu können, ist zumindest an einer Seite eine Aushebelschräge 42 vorgesehen,
in die man einen Schraubendreher einstecken kann, mit dessen Hilfe sich der betreffende
Bügelschenkel 32, 33 soweit anheben läßt bis die Verrastung dort gelöst ist. Daraufhin
bereitet dann das weitere Abnehmen des Halters 24 kein Problem mehr.
[0027] Die beiden Gehäuseteile 28 und 29 sind in der Teilungsebene 27 in nicht näher gezeigter,
aber im Prinzip bekannter Weise über Zentrierränder o.dgl. gegeneinander ausgerichtet.
Im übrigen ist in Figur 2 eine Verbindungsschraube 43 zu sehen, mit deren Hilfe man
die beiden Gehäuseteile im unteren Bereich fest zusammenhalten kann.
[0028] Das Bügel-Mittelstück 35 bildet, wie Figur 4 der Zeichnung deutlich zeigt, einen
Rahmen mit einem Fenster 44. In diesem ist eine und in bevorzugter Weise auch nur
eine einzige komplette Symbolreihe zu sehen, die zwischen den beim Drucken benötigten,
über die Bandebene radial vorstehenden Symbolen 17 und 22 angebracht sind. Zur Weiterschaltung
des letzten Bandes 18 ist ein Fortschaltwerk vorgesehen, über das das Band in Schritten
weiterbewegt wird. Es können aber zum Weiterdrehen eines Bandes 18 von einem vorstehenden
Symbol 22 zum nächsten durchaus auch zwei oder mehrere Schritte notwendig sein. Eine
entsprechende Einstellung kann mit Hilfe eines Einstellrades 45 vorgenommen werden.
In besonders vorteilhafter Weise ist auch dieses Einstellrad 45, ohne die Notwendigkeit
das Gehäuse 24 zu öffnen, von außen gut zugänglich. Zu diesem Zwecke ist das Fenster
44 an seinem in Figur 4 rechten Ende in Umfangsrichtung verbreitert. Durch diese Fensterverbreiterung
46 ragt auch noch ein Einstellhebel 47. Er ist in bekannter Weise schwenkbar gelagert
und besitzt zwei mit den Zahlen "0" und "1" bezeichnete Schwenkendstellungen. In der
Stellung "0" ist das Fortschaltwerk ausgeschaltet, mit welchem die Bänder 18 zur fortlaufenden
Numerierung jeweils in einem oder auch mehreren Schritten weitergeschaltet werden
können. Dies ist als solches bekannt, weswegen hier nähere Ausführungen ebenso entbehrlich
sind wie beim Einstellrad 45. Vorteilhaft ist aber, daß auch der Einstellhebel 47
von außen gut zugänglich ist. An beiden Enden der Fensterverbreiterung 46 befindet
sich gemäß Figur 4 eine Rastaufnahme 48 bzw. 49 für die Endstellungen des Einstellhebels
47. Ausgehend vonder gezeichneten Stellung des Einstellhebels 47 wird dieserzum Umschalten
zunächst federelastisch nach links gedrückt,dann nach oben hin verschwenkt. Wenn man
ihn in der Schwenkendstellung losläßt, so tritt er aufgrund der Elastizität seines
Materials automatisch in die andere Rastaufnahme 48 ein und ist somit gegen unbeabsichtigtes
Verschwenken geschützt.
[0029] Die Verwendung eines klammerartigen Halters 24 zum sicheren Zusammenhalten der beiden
Gehäuseteile 28 und 29 macht noch eine sehr vorteilhafte Weiterbildung des Druckwerks
1 möglich, welches dessen Einstellung sehr erleichtert und die diesbezügliche Konstruktion
gegenüber dem Stand der Technik wesentlich vereinfacht. Gemäß Figur 4 sind nämlich
an wenigstens einem der Längsränder des Fensters 44, beim Ausführungsbeispiel aber
an beiden Längsrändern 50 und 51, Markierungen 52 angebracht. Bevorzugterweise und
in Abweichung von der Darstellung in Figur 4 ist jedem Band 18 des Bänderdruckwerks
bzw. jedem dementsprechenden Rad eines Räderdruckwerks eine Markierung 52 zugeordnet.
Vergleichbare Markierungen 53 befinden sich an der Einstellachse 20. Die Markierungen
53 sind nun so angebracht, daß in jeder definierten Verschiebestellung der Einstellachse
20 eine ganz bestimmte Markierung 53 einer Ablesemarke o.dgl. zugeordnet ist. Als
Ablesemarke kann bspw. der stirnseitige Rand 54 eines Lagerstutzens 55 für die Einstellachse
20 dienen. Wenn eine betreffende Markierung 53 vollständig über diesen stirnseitigen
Rand 54 herausgetreten ist, so ist das Band 18 dem eine gleichartige Markierung 52
zugeordnet ist mit der Einstellachse 20 gekuppelt. Hieraus folgt, daß sich die einzelnen
Markierungen 52 ebenso voneinander unterscheiden müssen wie die Markierungen 53. Insofern
ist also die Darstellung, sowohl was ihre Anordnung an den Längsrändern 50 und 51
als auch am Umfang der Einstellachse 20 angeht, nur als Prinzipdarstellung zu werten.
Das bedeutet mit anderen Worten, daß die Markierungen 53 durchaus eine einzige Reihe
am Mantel der Einstellachse 20 bilden können und es auch ohne weiteres möglich ist,
wenn man die Markierungen 52 nur einem der beiden Längsränder 50, 51 zuordnet. Hierbei
spielen wesentlich auch die Platzverhältnisse und die gute Ablesbarkeit eine Rolle.
1. Druckwerk, vorzugsweise für ein Hand-Etikettiergerät, dessen Gehäuse (23) ein Bänder-
oder Räderdruckwerk (4) und eine axial verschiebbare Einstellachse (20) für die einzelnen
Bänder (18) oder Räder aufnimmt, wobei das Gehäuse (23) in einer zur Band- oder Radebene
parallelen Ebene zweigeteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseteile (28, 29) mittels wenigstens eines klammerartigen Halters
(24) zusammengehalten sind, der sämtliche Bänder (18) oder Räder sowie die beiden
zur Band- oder Radebene parallelen Gehäusewände (30, 31) übergreift.
2. Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilungsebene (27) etwa
der Gehäusemitte zugeordnet ist.
3. Druckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (24) einem
Gehäusebereich (26) zugeordnet ist, der dem Arbeitsbereich (17) der Bänder (18) oder
Räder gegenüberliegt.
4. Druckwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Gehäuseteile (28, 29) nahe dem Arbeitsbereich (17) mittels einer Schraube
(43) o.dgl. Element zusammengehalten sind, deren geometrische Achse parallel zu derjenigen
der Räder oder Umlenkräder (25) oder der Bänder (18) des Druckwerks (1) verläuft.
5. Druckwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Gehäusehälften (28, 29) über Zentrierränder o.dgl. gegeneinander ausgerichtet
sind.
6. Druckwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (23) und der Halter (24) schnappend oder rastend miteinander verbunden
sind.
7. Druckwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Halter (24) zwei parallele Bügelschenkel (32, 33) aufweist, von denen jeder mit wenigstens
einer Verrastaufnahme (39, 40) versehen ist und daß an der Verrastseite jeder der
parallelen Seitenwände (30, 31) ein formlich angepaßtes Verrastglied (41) angebracht,
insbesondere angeformt ist oder umgekehrt.
8. Druckwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügelschenkel (32, 33)
bündig in die Seitenwände (30, 31) eingelassen sind, wobei sich in der Regel vor dem
freien Ende wenigstens eines Bügelschenkels (32) an der Seitenwand eine Aushebeschräge
(42) zum Ansetzen eines Demontagewerkzeugs, insbesondere Schraubendrehers o.dgl. befindet.
9. Druckwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Mittelstück (35) des im wesentlichen U-förmigen klammerartigen Halters (24) außen
bündig in einen Gehäusedurchbruch (36) eingesetzt ist und die Form eines Rahmens aufweist,
dessen Außenfläche vorzugsweise eine Teilfläche eines kreiszylindrischen Mantels ist.
10. Druckwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Innenkontur des Rahmens
(35) durch ein Fenster (24) gebildet ist, in welchem eine komplette Symbolreihe (22)
sichtbar ist.
11. Druckwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einem der Längsränder
(50, 51) des Fensters (44) Markierungen (52), bspw. Striche, Punkte oder Zahlen, angebracht
sind, wobei jedem Symbol der sichtbaren Symbolreihe eine Markierung zugeordnet ist
und daß sich an der Einstellachse (20) in vergleichbarer oder gleicher Anordnung entsprechende,
vorzugsweise identische Markierungen (53) befinden.
12. Druckwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
dem rahmenförmigen Mittelstück (35) des Halters (24) eine Gruppe von Bändern oder
Rädern des Bänder- oder Räderdruckwerks (4) zugeordnet ist und daß sich neben einem
der in Achsrichtung äußeren Bänder oder Räder ein über das Rahmenfenster (44) zugängliches
Einstellrad (45) eines Fortschaltwerks sowie ein zugehöriger drehbarer Einstellhebel
(47) befinden, wobei der Einstellhebel (47) den Rahmen nach außen durchsetzt und das
Fenster (44) in der Regel in diesem Bereich in Umfangsrichtung verbreitert (46) ist.
13. Druckwerk nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich an beiden Umfangsenden
der Rahmenverbreiterung (46) eine seitliche Rastaufnahme (48, 49) für den Einstellhebel
(47) befindet und der Einstellhebel (47) federelastisch auslenk- oder biegbar ist.
14. Druckwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeder definierten Stellung
des Einstellhebels (47) eine Markierung am Halter (24) zugeordnet ist.