[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag für ein Fenster oder eine Türe mit mindestens
zwei in Verlängerung zueinander montierbaren Treibstangen und einem zwischen den Treibstangen
angeordneten Getriebe, welches mittels zweier beweglicher Riegel mit den angrenzenden
Treibstangenenden kuppelbar ist, sowie mit jeder der beidseits des Getriebes gelegenen
Treibstangen und dem Getriebe zugeordneten Stulpschienen.
[0002] Bei bekannten Beschlägen dieser Art werden die zwischen den einander zugewandten
Enden der Treibstangen-Stulpschiene und der Getriebestulpschiene gebildeten Stoßstellen
jeweils mittels eines Plättchens überdeckt, welches gleichzeitig zum Niederhalten
der Treibstangen-Stulpschiene dient, um ein Auskuppeln der darunter liegenden Treibstange
aus dem Getrieberiegel zu verhindern. Die Getrieberiegel weisen nämlich üblicherweise
jeweils ein Zahnkästchen in Form eines U-förmigen Abschnittes mit auf der Innenseite
der Seitenschenkel vorhandenen Zähnen auf, in welche eine Außenverzahnung an dem benachbarten
Ende der zugeordneten Treibstange zur Bewirkung einer axialen Kraftübertragung formschlüssig
eingreift.
[0003] Das Plättchen wird entweder als loses Teil zusammen mit den übrigen Beschlagelementen
geliefert und beim Montieren des Beschlages an der Stoßstelle angebracht oder das
Plättchen ist bereits herstellerseitig vormontiert, das heißt beispielsweise an einer
Stulpschiene befestigt und wird beim Montieren in seine endgültige Lage gebracht.
[0004] Die Lieferung des Plättchens als loses Teil hat den Nachteil, daß dieses leicht verloren
gehen und / oder daß dessen Montage vergessen werden kann. Die Vormontage eines solchen
Plättchens hat andererseits den Nachteil, daS herstellerseitig ein zusätzlicher Arbeitsgang
notwendig ist. Auch eine notwendig werdende Anpassung von Stulpschiene und Treibstange
durch Ablängen ist durch ein vormontiertes Plättchen nicht möglich.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß diese Nachteile nicht auftreten. Insbesondere soll
eine Stoßstellenabdeckung mit gleichzeitigem Niederhalten der Treibstangen-Stulpschiene
und kraft- und / oder formschlüssiger Verbindung mit geringem Montage- und Teileaufwand
ermöglicht werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Enden der Getriebestulpschiene
die getriebeseitigen Enden der Treibstangen-Stulpschienen übergreifen und als Aushebesicherung
für die Kupplung zwischen den Treibstangen und den Getrieberiegeln wirken.
[0007] Durch die besondere Ausgestaltung der Getriebestulpschiene, welche die getriebeseitigen
Enden der Treibstangen-Stulpschienen übergreift, werden einerseits die sich anschlieSenden
Stulpschienen niedergehalten, so daS ein Auskuppeln der darunter liegenden Treibstangen
aus den zugeordneten Getrieberiegeln verhindert wird, und andererseits weist der Beschlag
aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Getriebestulpschiene keine abzudeckende
Stoßstelle zwischen benachbarten Stulpschienen auf.
[0008] Durch diese Ausgestaltung wird vorteilhafterweise ein separates Teil für die Abdeckung
der Stoßstellen zwischen den Stulpschienen und für die Niederhaltung der Treibstangen-Stulpschiene
eingespart. Es entfällt ein Arbeitsgang beim Hersteller des Beschlages bzw. das Verlieren
oder Vergessen eines Teiles bei der Montage des Beschlages wird verhindert.
[0009] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die beiden Enden der Getriebestulpschiene
in Richtung auf die gegenüberliegenden Enden der Treibstangen-Stulpschienen vorgespannt.
Durch diese Ausgestaltung wird die Niederhaltung der angrenzenden Treibstangen-Stulpschienen
verbessert. Durch die Vorspannung der Getriebestulpschiene wird die die Zahnkupplung
abdeckende Stulpschiene der Treibstange gegen die Kupplung gehalten, so daS ein Auskuppeln
vermieden wird. Bevorzugt wird die Vorspannung dabei durch eine Wölbung der Getriebestulpschiene
oder durch gekröpfte Enden der Getriebestulpschiene bewirkt.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Getriebestulpschiene auf
das Getriebe aufklippsbar. Hierdurch wird eine einfache lösbare Verankerung der Getriebestulpschiene
auf dem Getriebe ermöglicht, welche bei der Montage des erfindungsgemäßen Beschlages
vorgenommen werden kann. Hierdurch entfällt herstellerseitig mindestens ein Arbeitsgang.
Ein Verlieren der Getriebestulpschiene ist wegen deren Größe nahezu ausgeschlossen,
ebenso wie ein Vergessen bei der Montage, da das Abdecken des Getriebes mit der Getriebestulpschiene
wegen der Getriebebefestigung im Flügelrahmen schon automatisch erfolgen wird.
[0011] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Getriebestulpschiene über
einen Bajonettverschluß auf dem Getriebe verankerbar. Das Getriebe weist dabei bevorzugt
einen nach außen weisenden Stift mit zwei entgegengesetzt auskragenden Abschnitten
auf, mit welchen der Stift durch eine entsprechende Durchtrittsöffnung in der Getriebestulpschiene
hindurchführbar ist, wenn die Getriebestulpschiene gegenüber der Verbindungslinie
der beiden Treibstangen um eine zur Schienenfläche senkrechte Achse verschwenkt ist.
Auch hierdurch wird eine einfache und sichere Verankerung der Getriebestulpschiene
auf dem Getriebe ermöglicht, wobei in diesem Falle die Verankerung durch Verdrehen
der auf den Stift des Getriebes aufgesetzten Getriebestulpschiene erfolgt.
[0012] Durch eine federnde Vorspannung der Getriebestulpschiene wird diese vorteilhafterweise
in ihrer endgültigen Einbaustellung arretiert, in welcher sie sich längs der Verbindungslinie
der beiden Treibstangen erstreckt und das Getriebe abdeckt. In dieser Stellung drückt
die Getriebestulpschiene mit ihren beiden Enden auf die zugeordneten Enden der Stulpschienen
der beiden Treibstangen und hält diese dadurch nieder. Als zusätzliche Arretierung
können Vorsprünge auf der Außenseite des Getriebes dienen, die mit entsprechenden
Ausnehmungen auf der gegenüberliegenden Seite der Getriebestulpschiene zusammenwirken.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Getriebestulpschiene über
mindestens einen Niet an dem Getriebegehäuse verankert. Bei dieser Ausgestaltung wird
die Getriebestulpschiene herstellerseitig vormontiert, so daS ein Verlust der Getriebestulpschiene
vollständig ausgeschlossen und die Endmontage vereinfacht ist. Auch bei dieser Ausgestaltung
ist die Getriebestulpschiene bevorzugt um eine zur Schienenfläche senkrechte Achse
verschwenkbar. Durch Herausschwenken der Getriebestulpschiene aus der Verbindungslinie
der beiden Treibstangen wird die Kuppelstelle zwischen Treibstange und Getrieberiegel
freigelegt, so daS die Kupplung hergestellt bzw. gelöst werden kann. Anschließend
wird die Getriebestulpschiene in ihre endgültige Stellung verschwenkt, in welcher
sie sich in einer Linie mit den Treibstangen befindet und mit ihren Enden die zugeordneten
Enden der Stulpschienen der Treibstangen überdeckt und niederhält.
[0014] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Getriebestulpschiene ein
Langloch auf, durch welches der Niet hindurchführbar ist, so daS die montierte Getriebestulpschiene
zwischen zwei Endstellungen längs der Verbindungslinie der beiden Treibstangen relativ
zum Getriebe verschiebbar ist. Bei dieser Ausgestaltung können die Kupplungsstellen
zwischen Treibstange und Getrieberiegel durch Verschieben der Getriebestulpschiene
längs der Verbindungslinie der Treibstangen freigelegt werden, um die gewünschten
Kupplungen herbeizuführen.
[0015] Bei der Montage wird die Getriebestulpschiene zunächst in die eine Endstellung verschoben,
um die erste Kupplung herzustellen, und anschließend in die andere Endstellung, um
die zweite Kupplung herzustellen. Schließlich wird die Getriebestulpschiene in eine
Mittelstellung gebracht, in welcher sie mit ihren Enden beide benachbarten Enden der
beiden Stulpschienen der Treibstangen überdeckt und niederhält. In dieser Stellung
ist die Getriebestulpschiene bevorzugt arretierbar.
[0016] Die Getriebestulpschiene kann bei dieser Ausgestaltung auch gleichzeitig um eine
zur Schienenfläche senkrechte Achse verschwenkbar sein. In diesem Falle kann das Freilegen
der Kuppelstellen wahlweise durch Verschieben oder Verschwenken der Getriebestulpschiene
erfolgen, je nachdem, welche Vorgehensweise im Einzelfall beispielsweise aufgrund
der Platzverhältnisse besser geeignet oder überhaupt möglich ist.
[0017] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Getriebestulpschiene an
einem oder beiden Enden mit Zähnen versehen sein, welche mit entsprechenden Ausnehmungen
in den Stulpschienen der Treibstangen als Verankerung zusammenwirken. Durch diese
Ausgestaltung werden Getriebestulpschiene und Stulpschienen der Treibstangen gegenüber
einer Relativverschiebung zueinander arretiert.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Beschlages mit noch nicht vor- bzw. montierter
Getriebestulpschiene,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den Beschlag von Figur 1 mit montierter Getriebestulpschiene,
- Figur 3
- eine Seitenansicht einer Variante des erfindungsgemäßen Beschlages,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf die Variante von Figur 3,
- Figur 5
- eine Seitenansicht einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Beschlages und
- Figur 6
- eine Draufsicht auf den Beschlag von Figur 5.
[0019] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Beschlag weist zwei in Verlängerung zueinander
montierte Treibstangen 1, 2 auf, zwischen denen ein Getriebe 3 vorhanden ist. Das
Getriebe 3 besteht aus einem Gehäuse 4 mit einem Gehäuseboden 5 und zwei vom Gehäuse
4 in entgegengesetzter Richtung abstrebenden Getrieberiegeln 6, 7 sowie einem im Gehäuse
4 untergebrachten und über eine Nuß 8 betätigbaren Ritzel, über welches die Getrieberiegel
6, 7 bei Verdrehen der Nuß 8 in Richtung der Verbindungslinie 38 der Treibstangen
1, 2 bewegbar sind.
[0020] Jeder der Getrieberiegel 6, 7 weist an seinem freien Ende ein Zahnkästchen 9 bzw.
10 auf in Form eines U-förmigen Endabschnittes, dessen Seitenschenkel innen mit Zähnen
11 bzw. 12 versehen sind. In die Zahnkästchen 9, 10 ist jeweils das zugeordnete Ende
der Treibstange 1 bzw. 2 eingesetzt, welches eine Außenverzahnung mit Zähnen 13 bzw.
14 aufweist, die mit den Zähnen 11 bzw. 12 des Zahnkästchens 9 bzw. 10 zur Bewirkung
einer axialen Kraftübertragung verzahnt sind.
[0021] Die Treibstangen 1 und 2 sind auf der Beschlagaußenseite jeweils mit einer Stulpschiene
15 bzw. 16 abgedeckt, die sich parallel zur Treibstange 1 bzw. 2 erstreckt. Auf dieser
Seite des Beschlages ist in Figur 1 zudem eine erfindungsgemäße Getriebestulpschiene
17 dargestellt, welche zur Montage in Richtung der Pfeile 18 auf das Getriebe 3 aufsetzbar
ist. Zur Verankerung der Getriebestulpschiene 17 auf dem Getriebe 3 ist die Getriebestulpschiene
mit Durchtrittsöffnungen 19 bzw. 20 versehen, durch welche nicht dargestellte Schrauben
hindurchführbar sind, die andererseits in, in Figur 1 nur angedeutete, Bohrungen bzw.
Durchtrittsöffnungen 21 bzw. 22 einschraubbar sind.
[0022] Auf seiner zur Getriebestulpschiene 17 weisenden Seite ist der Getriebeboden 5 mit
Vorsprüngen 23 und 24 versehen, welche mit korrespondierenden Ausnehmungen 25 und
26 in der Getriebestulpschiene 17 als Justierhilfe bzw. Arretierung zusammenwirken.
Schließlich weist die Getriebestulpschiene 17, hier an ihren beiden Enden, zu den
Stulpschienen 15 bzw. 16 der Treibstangen 1 bzw. 2 weisende Zähne 27 und 28 auf, die
mit entsprechenden seitlichen Ausnehmungen 29 bzw. 30 in den Stulpschienen 15 und
16 der Treibstangen 1 und 2 als axiale Verankerung zusammenwirken.
[0023] Die Getriebestulpschiene 17 ist in bezug auf das Getriebe 3 leicht konkav gewölbt,
so daß bei dem in Figur 2 dargestellten montierten Zustand der Getriebestulpschiene
17 ihre beiden Enden mit Vorspannung gegen die zugeordneten Enden der Stulpschienen
15 und 16 drücken und diese niederhalten. Ein Auskuppeln der Treibstangen 1 und 2
aus den Zahnkästchen 9 und 10 wird dadurch verhindert. Die Treibstangen 1 und 2 sind
also mit ihren getriebenahen Enden zwischen Getrieberiegel 6 bzw. 7 und den niedergehaltenen
Enden der Stulpschienen 15 bzw. 16 eingeklemmt.
[0024] Bei der in Figur 3 dargestellten Variante weist das Getriebe 103 einen von seinem
Boden 105 abstrebenden runden Stift 131 auf, welcher durch ein Langloch 132 in der
Getriebestulpschiene 117 hindurchgeführt ist und mit einem Außenbund 133 einen rings
um das Langloch 132 umlaufenden Innenbund 134 hintergreift. Die Getriebestulpschiene
117 ist bei dieser Variante um den runden Stift 131 relativ zur Verbindungslinie 138
der beiden Treibstangen 101 und 102 bzw. Stulpschienen 115 und 116 in Richtung des
Doppelpfeils 135 verschwenkbar und mittels der vom Boden 105 des Getriebes 103 abstrebenden
Vorsprünge 123, 124, welche mit dem Langloch 132 zusammenwirken, in einer Schwenk-Stellung
arretierbar, in welcher sich die Getriebestulpschiene 117 längs der Verbindungslinie
138 erstreckt. Durch Verschwenken der Getriebestulpschiene 117 aus dieser Stellung
heraus werden die durch die Zahnkästchen 109 und 110 sowie die getriebeseitigen Enden
der Treibstangen 101 und 102 gebildeten Kupplungsstellen freigelegt.
[0025] Zusätzlich ist bei dieser Ausgestaltung die Getriebestulpschiene 117 in Richtung
der Pfeile 136 in Richtung ihrer Längsachse 137 verschiebbar. Erstreckt sich die Getriebestulpschiene
117 längs der Verbindungslinie 138 der Treibstangen 101 und 102 bzw. Stulpschienen
115 und 116, so können die Kupplungsstellen durch Verschieben der Getriebestulpschiene
117 in Richtung der Pfeile 136 nacheinander freigelegt werden, wie in Figur 4 erkennbar
ist.
[0026] Bei der in den Figuren 5 und 6 dargestellten Variante des erfindungsgemäßen Beschlages
ist die Getriebestulpschiene 217 mittels eines Bajonettverschlusses auf dem Getriebe
203 verankert. Dieses weist hierzu einen von seinem Boden 205 abstrebenden Stift 239
mit zwei entgegengesetzt auskragenden Abschnitten 240 und 241 auf, um welchen die
Getriebestulpschiene 217 in Richtung des Doppelpfeils 243 verschwenkbar ist.
[0027] Dieser Stift 239 ist durch eine entsprechende Durchtrittsöffnung 242 in der Getriebestulpschiene
217 hindurchführbar, die so orientiert ist, daß ein Hindurchführen des Stiftes bei
verschwenkter Getriebestulpschiene 217 möglich ist, während die auskragenden Abschnitte
240, 241 die Getriebestulpschiene 217 hintergreifen, wenn sich diese in Richtung der
Verbindunglinie 238 der Treibstangen 201 und 202 erstreckt. Auch bei dieser Variante
werden die Kupplungsstellen durch Verschwenken der Getriebestulpschiene 217 um den
Stift 239 aus dieser Richtung heraus freigelegt. Ebenso sind auch hier vom Boden 205
des Getriebes 203 abstrebende Vorsprünge 223, 224 vorhanden, welche zusammen mit entsprechenden
Ausnehmungen 225, 226 in der Getriebestulpschiene 217 zur Arretierung der Getriebestulpschiene
217 in der montierten Stellung zusammenwirken, in der sich diese in Richtung der Verbindungslinie
238 der Treibstangen 201 und 202 erstreckt.
[0028] Zur Montage des erfindungsgemäßen Beschlages wird bei der Variante nach Figur 1 und
Figur 2 zunächst das Getriebe 3 in eine entsprechende Beschlagnut des Flügelrahmens
eines Fensters oder einer Türe eingesetzt. Anschließend werden die bereits mit Stulpschienen
15 und 16 vormontierten Treibstangen 1 und 2 in entsprechender Lage in die Nut eingesetzt,
wobei die Zähne 13, 14 der Außenverzahnung mit den Zähnen 11, 12 der Zahnkästchen
9 und 10 in Eingriff gebracht werden.
[0029] Anschließend werden diese Beschlagaggregate mittels nichtdargestellter Schrauben
im Flügelrahmen verankert. Schließlich wird dann die Getriebestulpschiene 17 auf das
Getriebe 3 aufgesetzt und auf diesem verschraubt. Alternativ kann die Getriebestulpschiene
17 auf das Getriebe 3 auch aufklippsbar und gegebenenfalls zusätzlich verschraubbar
sein.
[0030] In dieser Lage werden die getriebeseitigen Enden der Stulpschienen 15 und 16 von
den Enden der Getriebestulpschiene 17 niedergehalten, so daß die Kupplung zwischen
den Treibstangen 1 und 2 sowie den zugeordneten Getrieberiegeln 6 und 7 gegen Lösen
gesichert ist. In umgekehrter Reihenfolge kann der erfindungsgemäße Beschlag wieder
entfernt werden.
[0031] Bei der in den Figuren 3 und 4 dargestellten Variante des erfindungsgemäßen Beschlages
wird zunächst das Getriebe 103 zusammen mit der herstellerseitig bereits montierten
Getriebestulpschiene 117 in die entsprechende Beschlagnut eingesetzt. Durch Verschwenken
der Getriebestulpschiene 117 werden die Kupplungsstellen zwischen Getrieberiegel 106
bzw. 107 und Treibstange 101 bzw. 102 freigelegt. Nun können die bereits mit Stulpschienen
115 und 116 vormontierten Treibstangen 101 und 102 in entsprechender relativer Lage
in die Beschlagnut eingesetzt und mittels ihrer Zähne 113 bzw. 114 mit den Zähnen
111 bzw. 112 der Getrieberiegel 106 bzw. 107 in Eingriff gebracht werden. Durch nicht
dargestellte Schrauben werden diese Beschlagaggregate mit dem Flügelrahmen verbunden.
[0032] Schließlich wird die Getriebestulpschiene 117 wieder zurückgeschwenkt, bis sich die
Getriebestulpschiene 117 längs der Verbindungslinie 138 der Treibstangen 101 und 102
erstreckt. In dieser Lage wird sie durch die Vorsprünge 123 und 124 arretiert, welche
mit dem Langloch 32 in der Getriebestulpschiene 117 zusammenwirken.
[0033] Ist ein Verschwenken der Getriebestulpschiene 117 in Richtung der Pfeile 135 nicht
möglich, so können die Kupplungsstellen zwischen den Treibstangen 101 und 102 sowie
den Getrieberiegeln 106 und 107 durch Verschieben der Getriebestulpschiene 117 in
Richtung der Pfeile 136, aber auf der Verbindungslinie 138 nacheinander freigelegt
werden. Nach Einkuppeln der Treibstangen 101 und 102 wird die Getriebestulpschiene
117 dann wieder in eine Mittelstellung gebracht, in welcher sie die getriebeseitigen
Enden der Treibstangen-Stulpschienen 115 und 116 mit ihren Enden überdeckt und niederhält,
so daß ein Entkuppeln verhindert ist. Zur Demontage sind auch bei dieser Variante
die vorbeschriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge auszuführen.
[0034] Bei der in den Figuren 5 und 6 dargestellten Variante des erfindungsgemäßen Beschlages
wird als erstes wiederum das Getriebe 203 in die Beschlagnut eines Flügelrahmens eingesetzt,
wobei dies mit oder ohne aufgesetzter Getriebestulpschiene 217 erfolgen kann. Ist
die Getriebestulpschiene 217 bereits aufgesetzt, so wird diese vor dem Einkuppeln
der Treibstangen 201 und 202 um den Stift 239 verschwenkt. Nun können die Treibstangen
201 und 202 mit den Getrieberiegeln 205 und 206 gekuppelt und die Beschlagaggregate
mit dem Flügelrahmen verschraubt werden. Abschließend wird die Getriebestulpschiene
217 zurückgeschwenkt, so daß sie sich in Richtung der Verbindungslinie 238 der Treibstangen
201 und 202 erstreckt.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1, 101, 201
- Treibstange
- 2, 102, 202
- Treibstange
- 3, 103, 303
- Getriebe
- 4, 104, 204
- Gehäuse
- 5, 105, 205
- Getriebeboden
- 6, 106, 206
- Getrieberiegel
- 7, 107, 207
- Getrieberiegel
- 8, 108, 208
- Nuß
- 9, 109, 209
- Zahnkästchen
- 10, 110, 210
- Zahnkästchen
- 11, 111, 211
- Zahn
- 12, 112, 212
- Zahn
- 13, 113, 213
- Zahn
- 14, 114, 214
- Zahn
- 15, 115, 215
- Treibstangen-Stulpschiene
- 16, 116, 216
- Treibstangen-Stulpschiene
- 17, 117, 217
- Getriebestulpschiene
- 18
- Pfeil
- 19
- Durchtrittsöffnung
- 20
- Durchtrittsöffnung
- 21
- Bohrung bzw. Durchtrittsöffnung
- 22
- Bohrung bzw. Durchtrittsöffnung
- 23, 123, 223
- Vorsprung
- 24, 124, 224
- Vorsprung
- 25, 225
- Ausnehmung
- 26, 226
- Ausnehmung
- 27, 127, 227
- Zahn
- 28, 128, 228
- Zahn
- 29, 129, 229
- Seitliche Ausnehmung
- 30, 130, 230
- Seitliche Ausnehmung
- 131
- Stift
- 132
- Langloch
- 133
- Außenbund
- 134
- Innenbund
- 135
- Doppelpfeil
- 136
- Pfeil
- 137
- Längsachse
- 38, 138, 238
- Verbindungslinie
- 239
- Stift
- 240
- Abschnitt
- 241
- Abschnitt
- 242
- Durchtrittsöffnung
- 243
- Doppelpfeil
1. Beschlag für ein Fenster oder eine Türe mit mindestens zwei in Verlängerung zueinander
montierbaren Treibstangen (1, 101, 201; 2, 102, 202) und einem zwischen den Treibstangen
angeordneten Getriebe (3, 103, 203), welches mittels zweier beweglicher Riegel (6,
106, 206) mit den angrenzenden Treibstangenenden kuppelbar ist, sowie mit jeder der
beidseits des Getriebes gelegenen Treibstangen und dem Getriebe zugeordneten Stulpschienen
(15, 115, 215; 16, 116, 216; 17, 117, 217),
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Enden der Getriebestulpschiene (17, 117, 217) die getriebeseitigen
Enden der den Treibstangen (1, 101, 201; 2, 102, 202) zugeordneten Stulpschienen (15,
115, 215; 16, 116, 216) übergreifen und als Aushebesicherung für die Kupplung zwischen
den Treibstangen (1, 101, 201; 2, 102, 202) und den Getrieberiegeln (6, 106, 206;
7, 107, 207) wirken.
2. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Enden der Getriebestulpschiene (17, 117, 217) in Richtung auf die gegenüberliegenden
Enden der Treibstangen-Stulpschienen (15, 115, 215; 16, 116, 216) vorgespannt sind.
3. Beschlag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebestulpschiene (17, 117, 217) zur Bewirkung der Vorspannung gewölbt
ist oder gekröpfte Enden aufweist.
4. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebestulpschiene (17) auf das Getriebe (3) aufklippsbar ist.
5. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebestulpschiene (217) über einen Bajonettverschluß (239 bis 242) auf
dem Getriebe (203) verankerbar ist.
6. Beschlag nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Getriebe (203) einen nach außen weisenden Stift (239) mit zwei entgegengesetzt
auskragenden Abschnitten (240, 241) aufweist, mit welchen der Stift (239) durch eine
entsprechende Durchtrittsöffnung (242) in der Getriebestulpschiene (217) hindurchführbar
ist, wenn die Getriebestulpschiene (217) gegenüber der Verbindungslinie (238) der
beiden Treibstangen (201, 202) um eine zur Schienenfläche senkrechte Achse verschwenkt
ist.
7. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebestulpschiene (117) über mindestens einen einen Außenbund (133) aufweisenden
vom Getriebeboden (105) abstrebenden Stift (131) am Getriebe (102) verankert ist,
welcher durch eine Durchtrittsöffnung in der Getriebestulpschiene (117) hindurchgeführt
ist und diese mit seinem Außenbund (133) hintergreift.
8. Beschlag nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebestulpschiene (117) um den Stift (131) gegenüber der Verbindungslinie
(138) der beiden Treibstangen (101, 102) verschwenkbar ist.
9. Beschlag nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stift (131) durch ein Langloch (132) der Getriebestulpschiene (117) hindurchgeführt
ist und mit seinem Außenbund (132) einen umlaufenden Innenbund (134) des Langlochs
(132) hintergreift, so daß die montierte Getriebestulpschiene (117) zwischen zwei
Endstellungen längs der Verbindungslinie (138) der beiden Treibstangen (101, 102)
relativ zum Getriebe (103) verschiebbar ist.
10. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zwischen Getriebe (3, 103, 203) und Getriebestulpschiene (17, 117, 217) wirkende
Schwenk-Arretierung (23, 123, 223; 24, 124, 224; 25, 125, 225; 26, 126, 226) vorhanden
ist.
11. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebestulpschiene (17, 117, 217) an beiden Enden Zähne (27, 127, 227; 28,
128, 228) aufweist, welche mit entsprechenden seitlichen Ausnehmungen (29, 129, 229;
30, 130, 230) in den Stulpschienen (15, 115, 215; 16, 116, 216) der Treibstangen (1,
101, 201; 2, 102, 202) als Verankerung zusammenwirken.