[0001] Die Erfindung betrifft eine Abstreifvorrichtung, mit einem Abstreifring der in Gebrauchsstellung
an einer Halterung festgelegt ist und ein bezüglich ihm und der Halterung axial bewegbares
stangenförmiges Bauteil umschließt, und mit einem federelastischen Sicherungsring,
der zur axialen halterungsseitigen Fixierung des Abstreifringes in eine an der Halterung
vorgesehene Ringnut eingreift, und der zwei einander zugewandte Ringenden aufweist,
die bei der Montage des Sicherungsringes zur Herbeiführung einer Durchmesseränderung
des Sicherungsringes im Sinne einer Verringerung oder Vergrößerung ihres Abstandes
relativ zueinander bewegbar sind.
[0002] Eine Abstreifvorrichtung dieser Art geht aus der DE 40 10 953 A1 hervor. Sie wird
vor allem bei Arbeitszylindern verwendet, um an der einfahrenden Kolbenstange anhaftende
Verunreinigungen abzustreifen. Die Halterung ist in diesem Fall vom Zylindergehäuse
gebildet, das eine von der Kolbenstange durchsetzte Durchbrechung aufweist, in der
die Abstreifvorrichtung festgelegt ist. Bei der Montage der Abstreifvorrichtung wird
zuerst der Abstreifring in die Ausnehmung eingeführt und anschließend der Sicherungsring
in die Ringnut eingesetzt. Der Sicherungsring ist ein federelastisches Bauteil, das
an einer Stelle seines Umfanges unterbrochen ist, so daß es zum Einsetzen in die Ringnut
vorübergehend im Sinne einer Durchmesserverringerung elastisch verformbar ist.
[0003] Der bekannte Abstreifring ist Bestandteil eines Elastomerkörpers, der gleichzeitig
eine Dichtlippe trägt und in Gebrauchsstellung mit einer Haltepartie zwischen einer
halterungsfesten Stufe und dem Sicherungsring gehalten ist. Um Axialbewegungen des
Abstreifringes zu begrenzen, bedarf es einer exakten Abstimmung der axialen Baulängen
der Haltepartie und des diese aufnehmenden Zwischenraumes zwischen der Stufe und dem
Sicherungsring, was einen gewissen Fertigungsaufwand erfordert. Außerdem ist es häufig
nicht einfach, den in der Durchbrechung festsitzenden Abstreifring im Bedarfsfalle
zu demontieren.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Abstreifvorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die mit einfacheren Mitteln eine sichere Fixierung des
Abstreifringes an der Halterung ermöglicht und bei Bedarf mit wenig Aufwand montierbar
oder demontierbar ist.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Abstreifring und der
Sicherungsring unter Bildung einer Montageeinheit aneinander befestigt sind.
[0006] Auf diese Weise bedarf es außer dem Sicherungsring keines weiteren halterungsfesten
Bestandteils, um eine axial unbewegliche Fixierung des Abstreifringes zu gewährleisten.
Der Abstreifring ist in der Gebrauchsstellung über den ständig mit ihm verbundenen
Sicherungsring an der Halterung aufgehängt. Somit reicht halterungsseitig als Befestigungsmaßnahme
die Bereitstellung der Ringnut für den Sicherungsring aus, was zu einer Kostenreduzierung
beiträgt. Auch die Montage und eventuell notwendige Demontage der Abstreifvorrichtung
ist erheblich vereinfacht, da der Abstreifring und der Sicherungsring zu einer Montageeinheit
kombiniert sind, die sich wie ein Bauteil handhaben läßt, und bei der Montage und
Demontage in jeweils einem einzigen Arbeitsgang an der Halterung festgelegt oder von
dieser entfernt werden können.
[0007] Da halterungssseitig die Ringnut zur Befestigung der Abstreifvorrichtung ausreicht,
können auch bereits vorhandene Gerätschaften, insbesondere Arbeitszylinder, problemlos
mit der erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung nachgerüstet werden. Zumal sich axial
kompakte Einbauabmessungen einhalten lassen.
[0008] Aus der DE 31 27 714 C2 ist es bereits bekannt, zwei Bauteile unter Bildung einer
Montageeinheit aneinander zu befestigen. Es handelt sich dort allerdings um die Kombination
eines Dichtelementes mit einem Sprengring im Zusammenhang mit einem Mengenregulierventil
aus dem entfernten Fachgebiet der Sanitärtechnik. Das Dichtelement ist axial zwischen
zwei Scheiben angeordnet, um diese wasserdicht gegeneinander abzudichten.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß der Sicherungssring und
der Abstreifring einstückig miteinander ausgebildet sind und ein einziges integrales
Bauteil bilden. Ist dabei als Werkstoff ein Kunststoffmaterial gewählt, ist eine kostengünstige
Herstellung im Rahmen eines Gießverfahrens, beispielsweise durch Spritzgießen, möglich.
[0011] Befinden sich an den beiden Ringenden des Sicherungsringes Werkzeugangriffspartien
für eine Montagezange, so läßt sich die Abstreifvorrichtung als Ganzes in einer Art
und Weise montieren, die der Montage eines konventionellen Sicherungsringes entspricht.
[0012] In dem Zwischenraum zwischen den beiden Ringenden des Sicherungsringes ist zweckmäßigerweise
eine mit den beiden Ringenden und mit der angrenzenden Partie des Abstreifringes vorzugsweise
einstückig verbundene flexible Abschirmwand vorgesehen. Die Abschirmwand hält in der
Luft schwebende Verunreinigungen zurück, wobei die flexible Ausgestaltung sicherstellt,
daß die bei der Montage erforderliche Tangentialverformung des Sicherungsringes nicht
behindert wird. Zweckmäßigerweise hat die Abschirmwand hierbei eine wellen- oder faltenartige
Gestalt.
[0013] Vorzugsweise ist der Verbindungsbereich zwischen dem Sicherungsring und dem Abstreifring
als Verformungsbereich ausgebildet, der ein Verbiegen des Sicherungsringes in Umfangs-
und Radialrichtung relativ zu dem Abstreifring ermöglicht, ohne daß sich die Kontur
der Abstreiflippe ändert. Dadurch ist selbst bei eingebauter Kolbenstange eine Montage
oder Demontage möglich. Im Gegensatz zu der Montageeinheit aus der DE 31 27 714 C2
läßt sich der Sicherungsring elastisch verformen, ohne daß sich die Abstreiflippe
mit verformt. Auch bei auf der Kolbenstange sitzender Abstreifvorrichtung läßt sich
somit der Sicherungsring betätigen.
[0014] Insbesondere wenn der Abstreifring aus Kunststoffmaterial besteht, kann es zweckmäßig
sein, einen aus härterem Material bestehenden zweiten Abstreifring vorzuschalten,
der die stärker anhaftenden Partikel von dem sich axial bewegenden stangenförmigen
Bauteil abstreift. Dieser zweite Abstreifring besteht vorzugsweise aus Metall. Er
ist zweckmäßigerweise an einer wulstartigen Ausformung des ersten Abstreifringes festgelegt,
die sich in Ring-Umfangsrichtung erstreckt und aufgrund einer U-ähnlichen Wandprofilierung
ein gutes Verformungsverhalten des am ersten Abstreifring vorgesehenen Sicherungsringes
gewährleistet. Die wulstartige Ausformung ist zweckmäßigerweise nicht in sich geschlossen,
sondern weist im radialen Nachbarbereich der beiden Ringenden des Sicherungsringes
eine Unterbrechung auf, die zum Erhalt des Verformungsvermögens beitragen kann, das
die zu Montagezwecken erforderliche Verformung des Sicherungringes erleichtert.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine bevorzugte Bauform der erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung in Gebrauchssstellung
an einem Arbeitszylinder montiert, das Ganze im Längsschnitt entlang einer sich axial
und radial erstreckenden Schnittebene gemäß Schnittlinie I-I aus Figur 2, in einer
Teildarstellung,
- Figur 2
- die Anordnung aus Figur 1 in Vorderansicht gemäß Schnittlinie II-II aus Figur 1, wobei
der vorgeschaltete zweite Abstreifring nicht gezeigt ist,
- Figur 3
- eine perspektivische Einzeldarstellung des sich aus dem Abstreifring und dem Sicherungsring
zusammensetzenden einheitlichen Ringteils,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch das kombinierte Ringteil der Figur 3 entsprechend Schnittlinie
IV-IV,
- Figur 5
- den beim Ausführungsbeispiel der Figur 1 vorgeschalteten zweiten Abstreifring in Vorderansicht
entsprechend Schnittlinie V-V, und
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform des zweiten Abstreifringes in einer der Figur 5 entsprechenden
Darstellungsweise.
[0016] In Figuren 1 und 2 ist der Endabschnitt des Gehäuses 1 eines Arbeitszylinders gezeigt,
in dem ein nicht näher dargestellter Kolben axial beweglich aufgenommen ist. Im Bereich
wenigstens einer Stirnseite verfügt das Gehäuse 1 über eine axial durchgehende Durchbrechung
2, die von einer mit dem Kolben verbundenen Kolbenstange 3 koaxial und axial beweglich
durchsetzt wird. In der Durchbrechung 2 ist eine ringförmige Abstreifvorrichtung 4
unter Einnahme einer Gebrauchsstellung gehäuseseitig festgelegt, die die Kolbenstange
3 koaxial umschließt. Desweiteren befindet sich in der Durchbrechung 2 axial innerhalb
der Abstreifvorrichtung 4 auf deren dem Kolben zugewandten Innenseite eine ringförmige
Dichtungsanordnung 5, die ebenfalls gehäuseseitig fixiert ist und die Kolbenstange
3 koaxial umschließt. Die Dichtungsanordnung 5 verhindert einen Austritt von Druckmittel
aus dem Innenraum des Gehäuses 1 durch die Durchbrechung 2 hindurch. Die Abstreifvorrichtung
4 verhindert den Eintritt von Verunreinigungen, indem sie am Außenumfang der Kolbenstange
3 anhaftende Verschmutzungen von der gemäß Pfeil 6 axial einfahrenden Kolbenstange
3 abstreift.
[0017] Das Gehäuse 1 bildet somit eine Halterung für die Abstreifvorrichtung 4 und die Dichtungsanordnung
5, welche letzteren mit dem als Kolbenstange 3 ausgebildeten stangenförmigen Bauteil
dynamisch berührend zusammenwirken.
[0018] Die Abstreifvorrichtung 4 umfaßt einen Abstreifring 7 und einen bezüglich diesem
koaxial angeordneten, federelastische Eigenschaften aufweisenden Sicherungsring 8.
Der Abstreifring 7 und der Sicherungsring 8 sind ständig aneinander befestigt, wobei
die Befestigung vorzugsweise im Rahmen einer einstückigen Verbindung verwirklicht
ist. Bei dieser mit dem Ausführungsbeispiel übereinstimmenden Bauform sind der Abstreifring
7 und der Sicherungsring 8 zu einem integralen einheitlichen Ringteil 12 mit einer
ringförmigen Abstreifpartie und einer ringförmigen Sicherungspartie zusammengefaßt.
Der Abstreifring 7 und der Sicherungsring 8 bilden somit eine gemeinsam handhabbare
Montageeinheit, die Montage in der Durchbrechung 2 erfolgt für den Abstreifring 7
und den Sicherungsring 8 gemeinsam in ein und demselben Arbeitsgang. Eine getrennte
Handhabung separater Bauteile erübrigt sich damit, was die Montage erheblich vereinfacht.
Auch an die konstruktive Ausgestaltung der die Abstreifvorrichtung 4 aufnehmenden
Durchbrechung 2 sind nur geringe und kostengünstig zu verwirklichende Anforderungen
gestellt, da das Ringteil 12 und somit der Abstreifring 7 ausschließlich über den
Sicherungsring 8 an der Halterung 1 befestigt sind. Auf eine zusätzliche halterungsfeste
Abstützung im Bereich des Abstreifringes 7 kann ohne weiteres verzichtet werden.
[0019] Der Sicherungsring 8 sitzt in einer in sich geschlossenen Ringnut 13, die in eine
zylindrische Innenumfangsfläche der Durchbrechung 2 eingelassen. Der Sicherungsring
8 selbst ist nicht vollständig geschlossen, sondern an einer Stelle des Umfanges unterbrochen,
wobei sich die beiden einander zugewandten Ringenden 14, 14' des Sicherungsringes
8 in Ringumfangsrichtung 15 mit Abstand gegenüberliegen. Die Durchmesser des Sicherungsringes
8 und der Ringnut 13 sind so aufeinander abgestimmt, daß der Sicherungsring 8 in dem
abgebildeten montierten Zustand unter radialer Spannung in der Ringnut 13 eingespannt
ist. Wie bereits erwähnt, ist der Sicherungsring 8 federelastisch verformbar, wobei
sein Außendurchmesser im demontierten Zustand größer ist als der Innendurchmesser
der Ringnut 13. Zur Montage wird der Sicherungsring 8 in Umfangsrichtung 15 verformt,
wobei sich der Zwischenraum 16 zwischen den beiden Ringenden 14, 14' verengt, so daß
der Außendurchmesser des Sicherungsringes 8 auf ein Maß reduziert wird, das ein koaxiales
Einschieben in die Durchbrechung 2 bis hin zur Ringnut 13 ermöglicht. Dort überläßt
man den Sicherungsring 8 wieder seiner selbst, so daß er aufgrund der federelastischen
Aufweitungstendenz lösbar einschnappt und festsitzt. Als Montagehilfsmittel wird zweckmäßigerweise
eine nicht näher dargestellte Montagezange verwendet, die sich an den beiden Ringenden
14, 14' ansetzen läßt. Diese verfügen daher über von Ausnehmungen gebildete Werkzeugangriffspartien
17, in die sich die Montagezange formschlüssig einstecken läßt, um den Sicherungsring
8 anschließend problemlos zu verengen.
[0020] Bei integraler Ausgestaltung des Ringteils 12 empfiehlt sich die Verwendung eines
durchgehend gleichen Materials, insbesondere ein Kunststoffmaterial und hierbei insbesondere
ein Polymermaterial. Aber auch Metall wäre geeignet, insbesondere Federstahlmaterial
in nichtrostender Qualität.
[0021] Der Sicherungsring 8 befindet sich zweckmäßigerweise im radial außen liegenden Umfangsbereich
des Abstreifringes 7. Auf diese Weise ist der Zwischenraum 16 radial innen vom dem
Abstreifring 7 begrenzt. Der Zwischenraum 16 kann offen sein, so daß in seinem Bereich
eine axiale, auch nach radial außen offene Durchbrechung vorliegt. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel ist der Zwischenraum 16 allerdings nicht offen, sondern durch
eine flexible Abschirmwand 18 verschlossen, die besonders gut aus Figur 3 ersichtlich
ist. Die Abschirmwand 18 ist insbesondere einstückig an die den Zwischenraum 16 radial
innen begrenzende Begrenzungspartie 22 des Abstreifringes 7 angeformt und verläuft
ausgehend von dort radial nach außen bis zur verlängerten Außendurchmesserlinie des
Sicherungsringes 8, wobei sie auch seitlich im Bereich der beiden Ringenden 14, 14'
insbesondere einstückig an den Sicherungsring 8 bzw. die anschließenden Partien des
Abstreifringes 7 angeformt ist. Somit wird verhindert, daß Verunreinigungen zwischen
der Abstreifvorrichtung 4 und der Halterung 1 im Bereich des Zwischenraumes 16 hindurchtreten,
es ergibt sich eine ringsum ununterbrochene Abdichtung zwischen der Abstreifvorrichtung
4 und der Wandung der Ringnut 13.
[0022] Durch die Flexibilität der Abschirmwand 18 bleibt das Verformungsvermögen des Sicherungsringes
8 voll erhalten. Die Abschirmwand 18 könnte beispielsweise eine gummielastische Haut
sein, die je nach Breite des Zwischenraumes 16 mehr oder weniger stark gespannt ist.
Wegen der Abstreiffunktion wird das Ringteil 12 jedoch regelmäßig aus steiferem, härterem
hartelastischem Material bestehen, in welchem Falle man die notwendige Flexibilität
vorzugsweise durch eine wellen- oder faltenartige Gestaltung der Abschirmwand 18 gewährleistet.
Die Scheitellinien 23 der einzelnen Wellen- bzw. Faltenabschnitte verlaufen hierbei
im wesentlichen radial, wobei die Wellen- bzw. Faltenhöhe ausgehend von der Begrenzungspartie
22 nach radial außen hin vorzugsweise zunimmt. Beim Ausführungsbeispiel verfügt die
Abschirmwand 18 über zwei in Gebrauchsstellung nach axial außen erhabene Wellenberge
24, zwischen denen sich ein Wellental 25 erstreckt, und die auch jenseits des zentralen
Wellentals 25 in jeweils ein Wellental 26 übergehen, in dessen Bereich sie jedoch
an die Ringenden 14, 14' angeformt sind. Wird der Sicherungsring 8 im Sinne einer
Durchmesserverringerung verformt, so vergrößert sich die Wellenhöhe bei gleichzeitiger
Verringerung der Wellenbreite.
[0023] Der Abstreifring 7 verfügt an der dem Sicherungsring 8 radial entgegengesetzten Innenseite
über eine in sich geschlossene ringförmige Abstreiflippe 27. Ihr freies Ende ist in
Gebrauchsstellung gesehen entgegen der Einfahrrichtung 6 nach außen gewandt, wobei
sie mit diesem freien Ende vorzugsweise schräg unter einem geringen spitzen Winkel
auf die Außenfläche 29 des stangenartigen Bauteils 3 zuläuft. Auf diese Weise ergibt
sich ein optimaler Abstreifeffekt. Die Abstreiflippe 27 kann auch einen abgeknickten
Verlauf haben, wobei sie beim Ausführungsbeispiel einfach abgeknickt ist, so daß sich
an den relativ flach auslaufenden Endbereich ein steiler stehender weiterer Bereich
28 anschließt.
[0024] In dem radial zwischen dem Sicherungsring 8 und der Abstreiflippe 27 liegenden konzentrischen
Bereich verfügt der Abstreifring 7 über eine wulstartige Ausformung 32 oder Ausbauchung,
die in Gebrauchsstellung gesehen entgegen der Einfahrrichtung 6 nach axial außen vorspringt.
Sie stellt einen Verformungsbereich dar, der den Abstreifring 7 von dem Sicherungsring
8 quasi entkoppelt, so daß letzterer im Rahmen der Montage oder Demontage unabhängig
vom Abstreifring 7 und dessen Abstreiflippe 27 verengt oder aufgeweitet werden kann.
Die Ausformung 32 erstreckt sich konzentrisch um die Abstreiflippe 27 und somit in
Ringumfangsrichtung 15. Im Bereich der Ausformung bzw. Ausbauchung 32 ist der Abstreifring
7 im Querschnitt gesehen U-ähnlich profiliert, wobei im Bereich ihrer Rückseite eine
der Ausnehmung des U entsprechende, sich vorzugsweise über die gesamte Umfangslänge
der Ausformung bzw. Ausbauchung 32 erstreckende nutähnliche Vertiefung 33 vorgesehen
ist. Die Hochachse des U ist hierbei in Längsrichtung 34 des Ringteils 12 ausgerichtet,
so daß die offene Vertiefung 33 in Einfahrrichtung 6 weist. Somit sind im Bereich
der Ausformung bzw. Ausbauchung 32 zwei einander koaxial umschließende hohlzylindrische
Wandabschnitte 35, 36 vorhanden, die radial zueinander beabstandet sind, wobei am
freien Endbereich des äußeren Wandabschnittes 35 der Sicherungsring 8 und am freien
Endbereich des inneren Wandabschnittes 36 die Abstreiflippe 27 angeformt ist. Der
im Scheitelbereich 39 der Ausformung bzw. Ausbauchung 32 vorgesehene Verbindungsbereich
zwischen den beiden Wandabschnitten 35, 36 kann ein Verformungsabschnitt sein, um
den sich die beiden Wandabschnitte 35, 36 relativ zueinander verbiegen lassen. Der
äußere Wandabschnitt 35 ist zweckmäßigerweise länger als der innere Wandabschnitt
36, so daß der Sicherungsring 8 im Querschnitt gemäß Figur 1 gesehen bezüglich der
Abstreiflippe 7 axial zurückversetzt ist, was das radiale Verformungsvermögen des
Sicherungsringes 8 mit Bezug zum Abstreifring 7 weiter verbessert. Die Abstreiflippe
27 kommt in Gebrauchsstellung dabei zweckmäßigerweise in dem sich nach axial außen
hin anschließenden Durchbrechungsabschnitt 37 zu liegen.
[0025] Es wäre auch zum Beispiel denkbar, den Verformungsbereich nach Art einer Faltenstruktur
auszubilden. Dadurch kann der Sicherungsring ebenfalls betätigt werden, ohne daß sich
die Kontur der Abstreiflippe verändert und insbesondere ohne ein Ausbeulen derselben
in radialer Richtung.
[0026] Damit der Abstreifring 7 in den sich radial nach innen an den Zwischenraum 16 anschließenden
Bereichen ausreichend verformungselastisch ist, um die für die Montage erforderliche
Verformbarkeit des Sicherungsringes 8 zu gewährleisten, ist die wulstartige Ausformung
bzw. Ausbauchung 32 im radialen Nachbarschaftsbereich des Zwischenraumes 16 bzw. der
dort vorhandenen Abschirmwand 18 vorzugsweise mit einer Unterbrechung 31 versehen.
Diese kann sich beispielsweise auf den äußeren Wandabschnitt 35 und eventuell zusätzlich
auf den anschließenden Scheitelbereich 39 beschränken. Es bleibt dann zumindest der
innere Wandabschnitt 36 durchgehend stehen, wie es in Figur 2 bei 36' angedeutet ist.
Diese Bauform empfiehlt sich vor allem dann, wenn der oben erwähnte Zwischenraum 16
offen ist. Es ist dann gewährleistet, daß axial innerhalb der Abstreifvorrichtung
4 sich ansammelnder Schmutz nach außen treten kann. Füllt man die Vertiefung 33 zusätzlich
mit Fett wird einem Eindringen von in der Atmosphäre befindlichen Verunreinigungen
entgegengewirkt.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel ist die Unterbrechnung 31 jedoch radial durchgehend ausgebildet
und erstreckt sich somit auch auf den inneren Wandabschnitt 36, so daß eine aus Figur
3 gut ersichtliche Lücke 38 bzw. ein Freiraum vorhanden ist, in deren Bereich die
Abstreiflippe 27 ohne Wulst mit einem gleichmäßig gekrümmten Wandabschnitt 42 (Figur
4) in die Abschirmwand 18 oder den statt dieser vorhandenen offenen Zwischenraum 16
übergeht. An ihren einander zugewandten Enden 41 ist die Ausformung bzw. Ausbauchung
32 dann zweckmäßigerweise geschlossen.
[0028] Bei Bedarf kann die Ausformung bzw. Ausbauchung 32 als Träger für einen weiteren
zweiten Abstreifring 43 dienen. Ein solcher ist beim Ausführungsbeispiel vorhanden,
er ist dem mit dem Sicherungsring 8 einstückig verbundenen ersten Abstreifring 7 entgegen
der Einfahrrichtung 6 koaxial vorgelagert. Mit einer Abstreiflippe 44 liegt er in
Gebrauchsstellung der Abstreifvorrichtung 4 ebenfalls am Außenfang 29 des stangenförmigen
Bauteils 3 an. Er besteht zumindest im Bereich der Abstreiflippe 44 aus härterem Material
als der erste Abstreifring 7, so daß er auch gröbere und sehr stark anhaftende Verunreinigungen
von dem Bauteil 3 abstreift, ohne nennenswertem Verschleiß ausgesetzt zu sein. Da
somit die entsprechenden Verunreinigungen von dem nachgeschalteten ersten Abstreifring
7 ferngehalten werden, kann dieser zumindest im Bereich der Abstreiflippe 27 weicher
als der zweite Abstreifring 43 ausgebildet sein, so daß sich bezüglich des Bauteils
3 ein gutes Anschmiegeverhalten ergibt und auch feinste Partikel oder Flüssigkeiten
zuverlässig zurückgehalten werden. Beim Ausführungsbeispiel besteht der vorgeschaltete
zweite Abstreifring 43 aus Metall, insbesondere aus Edelstahl.
[0029] Bei der in Figur 6 gezeigten Variante des zweiten Abstreifringes 43 ist die Abstreiflippe
44 im Kontaktbereich mit dem stangenförmigen Bauteil 3 faltenartig oder zick-zack-förmig
konturiert, was ein gewisses Verformungsvermögen zur Folge hat, das in einem selbsttätigen
Toleranzausgleich bezüglich des Durchmessers des stangenförmigen Bauteils 3 resultiert.
[0030] Als Befestigungsstelle für den zweiten Abstreifring 43 fungiert zweckmäßigerweise
der in Gebrauchsstellung entgegen der Einfahrrichtung 6 axial nach außen vorspringende
Scheitelbereich 39 der wulstartigen Ausformung 32. Dort sind - in Umfangsrichtung
15 beabstandet - mehrere axial ausgerichtete Vorsprünge 46 angeformt. Sie haben ursprünglich
eine aus Figur 3 ersichtliche säulen- oder noppenartige Gestalt. Der zweite Abstreifring
43 verfügt über eine dem Verteilungsmuster der Vorsprünge 46 entsprechend angeordnete
Anzahl von als Durchbrechungen 47 ausgebildeten Ausnehmungen und ist koaxial auf den
Scheitelbereich 39 aufgesetzt, so daß die Vorsprünge 46 durch die Durchbrechungen
47 hindurchgreifen. Die überstehenden Endabschnitte werden anschließend zu verbreiterten
Köpfen 48 verformt, die den Abstreifring 43 gegen den Scheitelbereich 39 andrücken.
Eine solche mit einer Vernietung vergleichbare Befestigungsart ist relativ einfach
zu verwirklichen und verspricht eine dauerhaft hohe Festigkeit. Die Verformung erfolgt
vorzugsweise unter Wärmezufuhr, z.B. durch Ultraschallschweißen. Die Befestigungsstellen
46 sollten weitestmöglich von dem Zwischenraum 16 entfernt sein, damit der aufgesetzte
zweite Abstreifring 43 das zur Montage der Abstreifvorrichtung 4 erforderliche Verformungsvermögen
nicht beeinträchtigt.
[0031] Die Durchbrechungen 47 befinden sich zweckmäßigerweise in einem ringscheibenähnlichen
Endabschnitt des Abstreifringes 43 der insgesamt als entsprechend geformte und gelochte
Stahlscheibe ausgebildet sein kann.
[0032] Ist ein zweiter Abstreifring 43 vorhanden, bildet dieser zweckmäßigerweise zusammen
mit dem ersten Abstreifring 7 und dem Sicherungsring 8 eine auf die oben beschriebene
Art und Weise einheitlich handhabbare Montageeinheit. Wiederum braucht nur ein Bauteil
montiert zu werden.
[0033] Es kann vorteilhaft sein, die wulstartige Ausformung 32 mit mehreren in Umfangsrichtung
beabstandeten Schlitzen 49 zu versehen, wie es in Figuren 2 und 3 strichpunktiert
angedeutet ist. Diese durchtrennen den U-Querschnitt jeweils insbesondere vollständig,
d.h. sie erstrecken sich dann jeweils über den inneren und den äußeren Wandabschnitt
35, 36 und den diese verbindenden Scheitelbereich 39. Die Querschlitze 49 verbessern
das tangentiale Verformungsvermögen des Sicherungsringes 8 bei der Montage. Der der
Unterbrechung 31 diametral entgegengesetzte Bereich der wulstartigen Ausformung 32
kann schlitzlos bleiben, vorteilhaft ist die Querschlitzanordnung in den sich an die
Unterbrechung 31 anschließenden Bereichen über einen Erstreckungsbereich von zum Beispiel
etwa 120°.
[0034] Zweckmäßigerweise verlaufen die Querschlitze 49 - bei axialer Blickrichtung gemäß
Figur 2 gesehen - nicht exakt radial, sondern sind in Richtung zu einer an die Abstreiflippe
27 angelegten Tangente schräg ausgerichtet. Sie können zum Beispiel tangential zur
Abstreiflippe 27 verlaufen. Ihr dem äußeren Wandabschnitt 35 zugeordneter radialer
Außenbereich 50 liegt zweckmäßigerweise in Umfangsrichtung näher zu der Unterbrechung
31 als ihr dem inneren Wandabschnitt 36 zugeordneter radialer Innenbereich 51. Werden
bei der Montage die beiden Ringenden 14, 14' einander angenähert, verringert sich
auch die Schlitzbreite der Querschlitze 49 und begünstigt somit die Verformbarkeit
des Sicherungsringes 8 ohne Verformung der Abstreiflippe 27.
[0035] Um die Handhabung der oben erwähnten Montagezange zu erleichtern, verfügt die Durchbrechung
2 an einer Stelle ihres Umfanges zweckmäßigerweise über eine nutartige Längsvertiefung
52, die zu der entgegen der Einfahrrichtung 6 nach außen weisenden Stirnseite 53 der
Halterung 1 hin offen ist und mit ihrem entgegengesetzten Endbereich die Ringnut 13
trifft (bei 54). Die Breite der Längsvertiefung 52 ist größer als der Abstand zwischen
den beiden Werkzeugangriffspartien 17. Somit verbleibt ein aus Figur 2 gut ersichtliches
Fenster, das ein problemloses Einführen des Montagewerkzeuges gestattet.
[0036] Die eingangs erwähnte ringförmige Dichtungsanordnung 5 wird zweckmäßigerweise von
den die Montageeinheit bildenden Ringen 7, 8, 43 in Gebrauchslage gehalten. Der Sicherungsring
8 ragt radial ein Stück weit in die Durchbrechung 2 hinein, so daß er die Dichtungsanordnung
5 an der zugewandten Stirnseite axial flankiert. Die entgegengesetzte Stirnseite der
Dichtungsanordnung 5 liegt an einer Ringstufe 55 der Durchbrechung 2 an. Bevorzugt
verfügt die Dichtungsanordnung 5 über eine äußere Dichtlippe 56, die gegen die Innenumfangsfläche
der Durchbrechung 2 arbeitet und ferner über zwei in entgegengesetzte axiale Richtungen
weisende innere Dichtlippen 57, 58, die an dem stangenförmigen Bauteil 3 anliegen.
Alle Dichtlippen 56, 57, 58 sind ringförmig ausgebildet und koaxial zueinander angeordnet.
Sie sind zweckmäßigerweise einstückiger Bestandteil eines Elastomerteils 59, in das
mindestens ein aus härterem Material bestehender und beispielsweise metallischer Stützring
60 zumindest teilweise eingebettet sein kann.
1. Abstreifvorrichtung, mit einem Abstreifring (7) der in Gebrauchsstellung an einer
Halterung (1) festgelegt ist und ein bezüglich ihm und der Halterung (1) axial bewegbares
stangenförmiges Bauteil (3) umschließt, und mit einem federelastischen Sicherungsring
(8), der zur axialen halterungsseitigen Fixierung des Abstreifringes (7) in eine an
der Halterung (1) vorgesehene Ringnut (13) eingreift, und der zwei einander zugewandte
Ringenden (14, 14') aufweist, die bei der Montage des Sicherungsringes (8) zur Herbeiführung
einer Durchmesseränderung des Sicherungsringes (8) im Sinne einer Verringerung oder
Vergrößerung ihres Abstandes relativ zueinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstreifring (7) und der Sicherungsring (8) unter Bildung einer Montageeinheit
aneinander befestigt sind.
2. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungsring
(8) und der Abstreifring (7) unter Bildung einer integralen Montageeinheit einstückig
miteinander ausgebildet sind.
3. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifring
(8) und der Sicherungsring (8) aus Kunststoffmaterial und hierbei insbesondere aus
Polymermaterial bestehen.
4. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifring
(7) und der Sicherungsring (8) aus Federstahlmaterial bestehen.
5. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Sicherungsring (8) im radial außen liegenden Umfangsbereich des Abstreifringes
(7) angeordnet ist.
6. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
an den beiden Ringenden (14, 14') des Sicherungsringes (8) insbesondere als Ausnehmungen
ausgebildete Werkzeugangriffspartien (17) vorgesehen sind, an denen ein zum Verengen
oder Aufweiten des Sicherungsringes (8) dienendes Montagewerkzeug, insbesondere eine
Montagezange, ansetzbar ist.
7. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Zwischenraum (16) zwischen den beiden Ringenden (14, 14') des Sicherungsringes
(8) eine mit den beiden Ringenden (14, 14') und mit der angrenzenden Partie (22) des
Abstreifringes (7) insbesondere einstückig verbundene flexible Abschirmwand (18) vorgesehen
ist.
8. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmwand
(18) zwischen den beiden Ringenden (14, 14') wellen- oder faltenartig verläuft.
9. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstreifring (7) in Gebrauchsstellung ausschließlich über den Sicherungsring (8)
an der Halterung (1) abgestützt ist.
10. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Verbindungsbereich zwischen dem Sicherungsring (8) und dem Abstreifring (7)
ein Verformungsbereich (32, 39) ausgebildet ist, der ein im Sinne einer Durchmesseränderung
erfolgendes Verbiegen des Sicherungsringes (8) relativ zur Abstreiflippe (27) des
Abstreifringes (7) ermöglicht.
11. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in dem radial zwischen
dem Sicherungsring (8) und einer in Gebrauchsstellung am Umfang des stangenförmigen
Bauteils (3) anliegenden ringförmigen Abstreiflippe (27) liegenden Bereich des Abstreifringes
(7) eine sich in Umfangsrichtung (15) des Abstreifringes (7) erstreckende wulstartige
Ausformung oder Ausbauchung (32) vorgesehen ist, die den Verformungsbereich bildet,
und an deren Rückseite eine sich insbesondere über ihre gesamte Umfangslänge erstreckende
Vertiefung (33) vorgesehen ist, derart, daß der Abstreifring (7) im Bereich der Ausformung
bzw. Ausbauchung (32) im Querschnitt gesehen einen U-ähnlichen Wandverlauf besitzt.
12. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die wulstartige
Ausformung bzw. Ausbauchung (32) in dem dem Zwischenraum (16) zwischen den Ringenden
(14, 14') des Sicherungsringes (8) radial benachbarten Bereich eine Unterbrechung
(31) aufweist.
13. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechung
(31) radial durchgehend ausgebildet ist, derart, daß zwischen zwei Endbereichen (41)
der Ausformung bzw. Ausbauchung (32) ein Freiraum (38) vorliegt.
14. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die wulstartige Ausformung oder Ausbauchung (32) mit Querschlitzen (49) versehen ist,
die zweckmäßigerweise bezüglich der Radialrichtung schräg verlaufen.
15. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
außen an der wulstartigen Ausformung (32), insbesondere in deren Scheitelbereich (39),
ein weiterer Abstreifring (43) festgelegt ist, der dem mit dem Sicherungsring (8)
fest verbundenen Abstreifring (7) koaxial vorgelagert ist.
16. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß an der wulstartigen
Ausformung (32) in deren Umfangsrichtung (15) beabstandet mehrere Vorsprünge (46)
angeordnet sind, auf die der weitere Abstreifring (43) mit komplementären Ausnehmungen
(47) aufgesetzt ist.
17. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere
Abstreifring (43) aus härterem Material als der mit dem Sicherungsring (8) verbundene
Abstreifring (7) besteht.
18. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Abstreifring
(43) eine in Gebrauchsstellung am Außenumfang des stangenförmigen Bauteils (3) anliegende
Abstreiflippe (44) aufweist, die faltenartig strukturiert ist.
19. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
der Montageeinheit (7, 8) in Gebrauchsstellung eine separate ringförmige Dichtungsanordnung
(5) nachgeordnet ist, die von der Montageeinheit (7, 8) axial an Ort und Stelle gehalten
wird.
20. Abstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ringnut (13) an der Innenumfangsfläche einer in der Halterung (1) vorgesehenen
Durchbrechung (2) ausgebildet ist.
21. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (1)
an einer Stelle des Umfanges der Durchbrechung (2) eine in deren Innenumfangsfläche
eingebrachte, die Ringnut (13) treffende Längsvertiefung (52) aufweist, deren Breite
größer ist als der Abstand zwischen den Ringenden (14, 14') des Sicherungsringes (8)
im montierten Zustand.