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(11) |
EP 0 672 501 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.1998 Patentblatt 1998/16 |
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Anmeldetag: 01.02.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B24C 3/08 |
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Kugelstrahlanlage für Schraubendruckfedern
Shot peening arrangement for helical compression springs
Installation de grenaillage pour des ressorts de compression hélicoidal
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT ES FR GB IT NL PT SE |
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Priorität: |
15.03.1994 DE 4408645
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.1995 Patentblatt 1995/38 |
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Patentinhaber: Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp |
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45022 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Vondracek, Hans
D-58339 Breckerfeld (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 227 275 EP-A- 0 404 674 US-A- 3 879 902 US-A- 4 604 881
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EP-A- 0 252 294 DE-A- 2 827 946 US-A- 4 337 632
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kugelstrahlanlage für Schraubendruckfedern, bestehend
aus einer Strahlkammer mit einem oder mehreren Schleuderrädern und Transporteinrichtungen
für das Zu- und Abführen der Schraubendruckfedern sowie Federhalte- und Spanneinrichtungen.
[0002] Anlagen zum Kugelstrahlen von Schraubendruckfedern, insbesondere von Fahrzeugtragfedern,
kommen heute weltweit überwiegend als Schleuderradanlagen in Standardbauweise zum
Einsatz.
[0003] Der Transport der Federn in und durch den Strahlbereich der Schleuderräder erfolgt
mit einer Schleppkette, welche die auf zwei gleichsinnig drehenden Walzen abgelegten
Federn horizontal durch die Strahlanlage schiebt oder zieht.
[0004] Die Federn werden von den Walzen durch den vorhandenen Reibschluß in Drehung versetzt,
wodurch eine rundum gleichmäßige Bestrahlung der Schraubenfedern erfolgen soll.
[0005] Derartige Anlagen sind in dem Artikel "Spannungsstrahlen von Schraubendruckfedern"
von E. Müller in DRAHT 44 (1993), S. 49-55, beschrieben.
[0006] Nachteilig bei diesem Transportsystem ist, daß bei nicht optimal eingestellten Prozeßparametern,
insbesondere der AbStimmung zwischen Vorschubgeschwindigkeit der Schleppkette, Drehzahl
der Walzen und Außendurchmesser der Schraubendruckfedern, eine mehr oder weniger große
Relativbewegung zwischen den Federn und den Walzen auftritt.
[0007] Diese Relativbewegung führt in Verbindung mit den extremen Druck- und Temperaturverhältnissen
im Bereich der Linienberührung zwischen Feder und Walzen zur Ausbildung sogenannter
"Reiblinien" welche in vielen Fällen als stark lebensdauermindernd angesehen werden
müssen.
[0008] Zusätzliche Transportprobleme können bei Formfedern auftreten, sofern in diesen große
Unterschiede in den Windungsdurchmessern oder erhebliche Abweichungen von der Zylinderform
vorliegen.
[0009] Von daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine Kugelstrahlanlage für Schraubendruckfedern
zu schaffen, die die beschriebenen Nachteile vermeidet und zusätzlich eine wirtschaftliche
Erweiterung der vorhandenen Einsatzmöglichkeiten für das Kugelstrahlen von vorgespannten
Schraubendruckfedern auf konstruktiv einfache Weise bietet.
[0010] Nach der Erfindung wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0011] Vorteilhafte und zweckmäßige Aus- und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Kugelstrahlanlage
sind in den Ansprüchen 2 bis 7 angegeben.
[0012] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Kugelstrahlanlage sind insbesondere darin zu sehen,
daß die Schraubendruckfedern auf einfache und wirtschaftliche Weise einer Kugelstrahlbehandlung
im vorgespannten Zustand unterzogen werden können, und gleichzeitig die sogenannten
Reiblinien an den Schraubendruckfedern vermieden werden. Beide Maßnahmen bewirken
eine wesentliche Erhöhung der Lebensdauer von Schraubendruckfedern.
[0013] Anhand der schematischen Zeichnung werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Kugelstrahlanlage im folgenden näher erläutert.
[0014] Es zeigt
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer Kugelstrahlanlage im Querschnitt,
- Fig. 2
- die Kugelstrahlanlage im Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Spannzange der Kugelstrahlanlage nach den Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- eine andere Ausführungsform einer Kugelstrahlanlage im Querschnitt,
- Fig. 5
- die Kugelstrahlanlage im Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 4.
[0015] Wie aus den Fig. 1 bis 5 hervorgeht, besteht die erfindungsgemäße Kugelstrahlanlage
1 zum Kugelstrahlen von Schraubendruckfedern 2 im wesentlichen aus einer Strahlkammer
3 mit Schleuderrädern 4, zwei gegenüberliegenden im Tandembetrieb horizontal verfahrbaren
Spannzangen 5 für die Schraubendruckfedern 2 sowie zwei parallel zur Strahlkammer
3 angeordneten Prismenbändern 6 zum Transport der Schraubendruckfedern 2 mit Hub-
und Positioniervorrichtungen 7 im Ladebereich der Spannzangen 5.
[0016] Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Kugelstrahlanlage 1 ist jede der beiden
Spannzangen 5 mit einer Vorschubeinheit 8, einem Spannzylinder 9, einem Spannbügel
10, zwei drehbaren Federaufnahmen 11 sowie einer Strahlkammerabdichtung 12 ausgerüstet.
[0017] Die Führung und Abstützung des horizontal verfahrbaren Spannbügels 10 erfolgt durch
Linearführungen 13, die zum Schutz vor direkter strahlmitteleinwirkung mit rohrähnlichen
Abdeckungen 14, 15 versehen sind. Die Abdeckung (14) übernimmt darüber hinaus die
Abdichtung der Strahlkammer 3 für die in der Strahlkammer 3 befindliche Spannzange
5. Der Drehantrieb 16 für die Federaufnahmen 11 ist stirnseitig im Verbindungsraum
von Spannbügel 11 und Strahlkammerabdichtung 12 angeordnet.
[0018] Der Antrieb der Vorschubeinheit 8 ist so ausgelegt, daß die für die Abdichtung notwendige
Schließkraft während des gesamten Beund Entladevorgangs aufrecht erhalten bleibt.
[0019] Die in den Fig. 4 und 5 gezeigte Kugelstrahlanlage 1 weist ein Doppelzangensystem
auf, bei dem die Spannzangen 5 direkt miteinander über eine gemeinsame Vorschubeinheit
17 mechanisch verbunden sind.
Bezugzeichenliste
[0020]
- 1
- Kugelstrahlanlage
- 2
- Schraubendruckfeder
- 3
- Strahlkammer
- 4
- Schleuderrad
- 5
- Spannzange
- 6
- Prismenband
- 7
- Hub- und Positioniervorrichtung
- 8
- Vorschubeinheit
- 9
- Spannzylinder
- 10
- Spannbügel
- 11
- Federaufnahme
- 12
- Strahlkammerabdichtung
- 13
- Linearführung
- 14
- Abdeckung
- 15
- Abdeckung
- 16
- Drehantrieb
- 17
- Vorschubeinheit
1. Kugelstrahlanlage (1) für Schraubendruckfedern (2), bestehend aus einer Strahlkammer
(3) mit einem oder mehreren Schleuderrädern (4) und Transporteinrichtungen für das
Zu- und Abführen der Schraubendruckfedern (2) sowie Federhalte- und Spanneinrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federhalte- und Spanneinrichtungen aus einer oder
zwei Spannzangen (5), die horizontal seitlich in die Strahlkammer (3) bewegbar sind,
und die Transporteinrichtungen aus parallel neben der Strahlkammer (3) angeordneten
Prismenbändern (6) bestehen.
2. Kugelstrahlanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seiten der
Strahlkammer (3) zwei im Tandembetrieb arbeitende Spannzangen (5) mit zugehörigen
Be- und Entladestationen vorgesehen sind.
3. Kugelstrahlanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismenbänder
(6) im Ladebereich der Spannzangen (5) Hub- und Positioniervorrichtungen (7) aufweisen.
4. Kugelstrahlanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannzangen
(5) im wesentlichen parallel zur Längsachse der Feder (2) bewegbar sind und je einen
Spannbügel (10), Spannzylinder (9) sowie zwei drehbare Federaufnahmen (11) aufweisen.
5. Kugelstrahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Spannzange (5) an einer zugehörigen Vorschubeinheit (8) oder daß die Spannzangen (5)
an einer gemeinsamen Vorschubeinheit (17) angebracht sind, die von außerhalb der Strahlkammer
(6) betätigt horizontal verfahrbar angeordnet sind.
6. Kugelstrahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannzangen (5) jeweils Strahlkammerabdichtungen (12) aufweisen, die die seitlichen
Öffnungen in der Strahlkammer (3) in den Endlagen ihrer Positionierung durch elastische
Dichtungen verschließen.
7. Kugelstrahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannzangen (5) Kraft- und Wegmeßsysteme aufweisen.
1. Shot peening arrangement (1) for helical compression springs (2), consisting of a
peening chamber (3) comprising one or a plurality of flinging wheels (4) and transportation
devices for feeding in and removing the helical compression springs (2) and also spring
retaining devices and clamping devices, characterised in that the spring retaining
devices and clamping devices consist of one or two clamping collets (5), which can
be moved horizontally laterally into the peening chamber (3) and the transportation
devices consist of prismatic transportation belts (6) disposed parallel adjacent to
the peening chamber (3).
2. Shot peening arrangement according to claim 1, characterised in that disposed on the
two sides of the peening chamber (3) are two clamping collets (5) which operate in
tandem and comprise associated loading and unloading stations.
3. Shot peening arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the prismatic
transportation belts (6) comprise lifting and positioning devices (7) in the loading
region of the clamping collets (5).
4. Shot peening arrangement according to claim 1 to 2, characterised in that the clamping
collets (5) are moveable substantially parallel with the longitudinal axis of the
spring (2) and comprise in each case a clamping bracket (10), clamping cylinder (9)
as well as two rotatable spring receiving devices (11).
5. Shot peening arrangement according to any one of claims 1 to 4, characterised in that
each clamping collet (5) is attached to an associated forward feeding device (8) or
that the clamping collets (5) are attached to a common forward feeding device (17),
which forward feeding devices are disposed in such a manner that they can be actuated
from outside the peening chamber (6) in order to be displaced horizontally.
6. Shot peening arrangement according to any one of claims 1 to 5, characterised in that
the clamping collets (5) comprise in each case peening chamber sealing arrangements
(12) which seal the lateral orifices in the peening chamber (3) in the final stages
of their positioning by virtue of elastic seals.
7. Shot peening arrangement according to any one of claims 1 to 6, characterised in that
the clamping collets (5) comprise force and travel measuring systems.
1. Installation de grenaillage (1) pour ressorts de compression hélicoïdaux (2), constituée
d'une chambre de grenaillage (3) dotée d'une ou plusieurs turbines de grenaillage
(4) et d'un ou plusieurs dispositifs de transport pour l'alimentation et l'enlèvement
des ressorts de compression hélicoïdaux (2) ainsi que d'un ou plusieurs dispositifs
de maintien et de serrage des ressorts, caractérisée en ce que les dispositifs de
maintien et de serrage des ressorts sont constitués d'une ou de deux pinces de serrage
(5) mobiles horizontalement dans le sens latéral, dans la chambre de grenaillage (3),
et les dispositifs de transport sont constitués de bandes à prismes (6) disposées
parallèlement à côté de la chambre de grenaillage (3).
2. Installation de grenaillage selon la revendication 1, caractérisée en ce que, de part
et d'autre de la chambre de grenaillage (3) sont prévues deux pinces de serrage (5)
travaillant en tandem et auxquelles sont associés des postes de chargement et de déchargement.
3. Installation de grenaillage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que,
dans la zone de chargement des pinces de serrage (5), les bandes à prismes (6) présentent
des dispositifs de positionnement et de levage (7).
4. Installation de grenaillage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que
les pinces de serrage (5) sont mobiles essentiellement parallèlement à l'axe longitudinal
des ressorts (2) et présentent chacune un étrier de serrage (10), un cylindre de serrage
(9) ainsi que deux élément de réception pour ressort (11).
5. Installation de grenaillage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en
ce que chaque pince de serrage (5) est installée sur une unité d'avancement (8) associée,
ou en ce que les pinces de serrage (5) sont installées sur une unité d'avancement
(17) commune, lesquelles unités d'avancement sont disposées de manière à pouvoir se
déplacer horizontalement suite à un actionnement depuis l'extérieur de la chambre
de grenaillage (6).
6. Installation de grenaillage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en
ce que les pinces de serrage (5) présentent chacune un élément d'étanchéité de chambre
de grenaillage (12) qui, dans leur position de fin de course, ferme l'ouverture latérale
de la chambre de grenaillage (3) par un élément d'étanchéité élastique.
7. Installation de grenaillage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en
ce que les pinces de serrage (5) présentent des systèmes de mesure des forces et des
déplacements.