[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial,
das in mikroverkapselter Form Farbgeber enthält, wobei das Lösungsmittel für die Farbgeber
natürliche Öle und/oder Derivate davon enthält.
[0002] Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial besteht beispielsweise aus mindestens einem
Paar von (Papier-)Blättern, die einen Farbbildner oder eine Farbbildnermischung, gelöst
oder dispergiert in einem nicht-flüchtigen organischen Lösungsmittel, und einen Entwickler
enthalten. Um eine frühzeitige Aktivierung der in dem druckempfindlichen Aufzeichnungsmaterial
vorhandenen Farbbildner zu verhindern, ist es bevorzugt, diese in Mikrokapseln einzuschließen,
die dann erst bei der Anwendung von Druck durch ein Schreib- oder Zeichengerät aufbrechen.
[0003] Beispielsweise kann solches druckempfindliche Aufzeichnungsmaterial aus zwei Papierblättern
bestehen, wobei das obere Blatt beispielsweise als CB-Papier (Coated Back) ausgebildet
ist, das auf seiner Unterseite mit Mikrokapseln beschichtet ist, die den Farbbildner
und ein organisches Lösungsmittel enthalten. Das untere Blatt ist dann als CF-Papier
(Coated Front) ausgebildet, dessen Oberseite mit dem Entwickler beschichtet ist.
[0004] In einer anderen Ausführung von druckempfindlichem Aufzeichnungsmaterial, dem sogenannten
SC-Papier (Self Contained), werden Mikrokapseln, die Farbgeber und Lösungsmittel enthalten
und Entwickler auf der Oberseite eines Blattes gemeinsam aufgetragen und mit einem
unbeschichteten Papierblatt abgedeckt.
[0005] In beiden Fällen tritt durch mechanischen Druck auf die Oberfläche aus den dabei
zerstörten Kapseln Farbbildnerlösung aus und ergibt im Kontakt mit dem Entwickler
eine bildmäßige farbige Markierung.
[0006] Als Kapselmaterial eignet sich z.B. Gelatine/Gummi arabicum, Polyamide, Polyurethane,
Polyharnstoffe, Polysulfonamide, Polyester, Polycarbonate, Polysulfonate, Polyacrylate
und Phenol-, Melamin- und Harnstoff-Formaldehydkondensate wie sie beispielsweise in
M. Gutcho, Capsule Technology and Microencapsulation, Noyes Data Co. 1972; G. Baster,
Microencapsulation, Processes and Applications, Herausgeber J.E. Vandegaar, und in
den DE-A 2 237 545 und 2 119 933 beschrieben sind. Besonders vorteilhaft sind Mikrokapseln,
deren Hüllen aus Polyadditionsprodukten aus Polyisocyanaten und Polyaminen bestehen.
Polyisocyanate, Polyamine, Lösungsmittel und geeignete Herstellungsverfahren für die
zuletzt genannten Mikrokapseln sind beispielsweise in DE-A 3 203 059 beschrieben.
[0007] Als Entwickler kommen beispielsweise Tone, sauer modifizierte Tone, Oxide und saure
Salze in Frage, sowie monomere, harzartige und polymere Phenole, Carbonsäuren oder
Metallsalze von Carbonsäuren.
[0008] 3,1-Benzoxazine sind als Farbbildner z.B. aus DE-A 3 500 361, DE-A 3 622 262 und
EP-A 316 277 bekannt. Mischungen von 3,1-Benzoxazinen mit Farbbildnern aus den Reihen
der Fluorane und Diindolyllactone sind z.B. bekannt aus DE-A 3 841 668 und DE-A 4
010 641.
[0009] Als Lösungsmittel für die Farbbildner in Mikrokapseln werden üblicherweise aromatische
Kohlenwasserstoffe, alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe, Ester und aliphatische
Chlorkohlenwasserstoffe eingesetzt, z.B. partiell hydriertes Terphenyl, alkylierte
Naphthaline und Biphenyle, Dibutylphthalat und teilchlorierte Paraffine. Diese Lösungsmittel
können untereinander und gegebenenfalls auch mit anderen Lösungsmitteln gemischt werden.
[0010] Da beim Arbeiten mit druckempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien ein Hautkontakt
mit den Inhaltsstoffen der Mikrokapsel nicht vollständig vermieden werden kann, besteht
ein Bedarf, das Lösungsmittel ganz oder teilweise durch natürliche Produkte zu ersetzen.
Natürliche Öle sind hierfür eine denkbare Problemlösung.
[0011] Solche Öle sind in der EP-A 262 569 als Lösungsmittel für mikroverkapselte Farbbildner
beschrieben worden. Als Farbbildner werden dort jedoch ausschließlich Carbinolbasen
und Carbinolether von Triphenylmethanfarbstoffen eingesetzt. Derartige Farbbildner
zeigen aber anwendungstechnische Eigenschaften, die nicht voll befriedigen.
[0012] Spezielle natürliche Öle mit einem Schmelzpunkt von 20 bis 25°C als Lösungsmittel
für Farbbildner sind in der EP-A-573 210 genannt. Als Farbbildner werden dort Phthalide,
Fluorane, Spiropyrane und ein spezielles 3,1-Benzoxazin in Betracht gezogen. Wie den
Beispielen dieser EP-A zu entnehmen ist, werden gute Ergebnisse nur erhalten, wenn
der Farbbildner aus einer Mischung aus 4 bis 5 einzelnen Komponenten aus den Reihen
blauer Phthalide (CVL, grüner und schwarzer Fluorane, roter Bis-indolylphthalide und
gegebenenfalls einem schwarzen 3,1-Benzoxazin) besteht.
[0013] Farbbildner mit guten anwendungstechnischen Eigenschaften sind 3,1-Benzoxazine, Fluorane
und Diindolyllactone. Hierbei handelt es sich aber um Verbindungen mit ausgeprägt
polaren Strukturelementen. Es war deshalb zu erwarten, daß sich diese Farbbildner
im Gegensatz zu den fast unpolaren Triphenylmethan-Carbinolbasen und -ethern nur unzureichend
in natürlichen Ölen lösen.
[0014] Da Viel-Komponenten-Mischungen von polaren Farbbildnern bessere Löslichkeit und eine
geringere Kristallisationsneigung als einzelne polare Farbbildner aufweisen, werden
gemäß der EP-A-573 210 solche 4-Komponenten-Mischungen von polaren Farbbildnern eingesetzt,
um hinsichtlich Löslichkeit und Kristallisationsneigung günstige Verhältnisse zu schaffen.
Sonstige anwendungstechnische Eigenschaften, z.B. die erzielbaren Farbtiefen, Lichtechtheiten
und neutralen Nuancen, erfordern keine solche 4-Komponenten-Mischungen, denn z.B.
ist aus DE-A-3 500 361, DE-A-3 622 262, EP-A-316 277, DE-A-3 841 668 und DE-A-4 010
641 bekannt, daß einzelne 3,1-Benzoxazin-Farbbildner oder Mischungen davon mit Fluoranen
und/oder Phthaliden mit Gehalten an einem einzelnen 3,1-Benzoxazin über 50 Gew.-%
in Kombination mit üblichen Lösungsmitteln gute anwendungstechnische Eigenschaften
aufweisen.
[0015] Es wurde nun druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial gefunden, das in mikroverkapselter
Form und in einem Lösungsmittel gelöst als Farbgeber mindestens ein 3.1-Benzoxazin
der Formel (I) enthält

in der
- A
- einen Rest der Formeln (II) oder (III) und
- B
- einen Rest der Formeln (III) oder (IV) bedeutet

- X¹
- Wasserstoff, Halogen, Nitro, Cyano, C₁-C₄-Alkyl, OR⁸ oder NR⁹R¹⁰ bedeutet,
- X²
- Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl oder OR⁸ bedeutet,
- R¹ bis R³
- unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl oder OR⁸ bedeuten
und
- R⁴ bis R¹⁰
- unabhängig voneinander jeweils C₁-C₈-Alkyl, Cyclohexyl, Benzyl oder Phenyl bedeuten,
wobei die Gruppen
NR⁶R⁷ und NR⁹R¹⁰ unabhängig voneinander jeweils auch Pyrrolidino, Piperidino oder
Morpholino bedeuten können,
mit der Maßgabe, daß nicht gleichzeitig
- A
- für einen Rest der Formel (II),
- B
- für einen Rest der Formel (IV),
- X¹
- für Dimethylamino,
- X²
- für Methoxy,
- R³
- für Wasserstoff,
- R⁶ und R⁷
- für Ethyl und
einer der Reste R¹ und R² für Methyl und der andere für Wasserstoff stehen,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Lösungsmittel aus einem oder mehreren natürlichen
Ölen und/oder einem oder mehreren Estern der natürlichen Ölen zugrunde liegenden Fettsäuren
besteht oder es solche Öle und/oder Ester enthält.
[0016] Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß 3,1-Benzoxazine alleine und auch deren
Mischungen mit Fluoranen und/oder Diindolyllactonen gut in natürlichen Ölen löslich
sind und beständige Lösungen bilden, die mikroverkapselt werden können. Die damit
hergestellten druckempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien lassen sich in üblicher
Weise verwenden und ergeben farbstarke lichtechte Kopien.
[0017] Im Vergleich zur Verwendung herkömmlicher Lösungsmittel erhält man mit erfindungsgemäßen
Aufzeichnungsmaterialien überraschenderweise eine Abbildung, die nach Belichtung der
CF- oder CB-Seite eine deutlich neutralere Nuance aufweist. Zusätzlich zeigt die Abbildung
nach Belichtung der CB-Seite eine höhere Intensität als bei der Verwendung herkömmlicher
Lösungsmittel. Diese Lichtechtheiten sind besonders bei schwarz entwickelnden Farbbildnern
wichtig.
[0018] Weiterhin sind erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterialien überraschenderweise stabiler
gegenüber Alterungsprozessen, insbesondere bei der Feucht-Wärme-Alterung. Sie ergeben
nach mehrtägiger Lagerung unter 70°C/75 % relative Luftfeuchte intensivere Abbildungen
als bei Verwendung herkömmlicher Lösungsmittel.
[0019] Schließlich sind die Mikrokapseln in erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien dichter
und lassen sich mit weniger Emulgierenergie herstellen als herkömmliche Mikrokapseln.
[0020] Alle vorgenannten Vorteile sind in sofern besonders überraschend, als aus der EP-A-573
210 bekannt ist, daß die dort genannten Farbbildnermischungen in den dort genannten
natürlichen Ölen weniger effektiv sind und nur zufriedenstellend, aber mit gewissen
Problemen eingesetzt werden können. Insbesondere werden dort schlechte Resultate bei
der Alterungsstabilität in Gegenwart von Feuchte berichtet.
[0021] Als natürliche Öle kommen solche pflanzlichen und tierischen Ursprungs in Frage wie
Kokosfett(-öl), Palmöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Olivenöl, Sesamöl, Sojaöl, Leinöl,
Rizinusöl, Baumwollsaatöl, Erdnußöl oder Fischöl. Ebenfalls geeignet sind Ester von
solchen Ölen zugrundeliegenden Fettsäuren wie Rapsölfettsäuremethylester, Methyloleat,
2-Ethylhexylkokoat, Isopropylmyristat, Propylenglykoldicaprylat/-caprat oder Methylisostearat.
Diese Öle und/oder Ester können einzeln, in Mischungen untereinander und/oder in Mischungen
mit paraffinischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen eingesetzt werden. Vorzugsweise
enthalten Mischungen mit Kohlenwasserstoffen mindestens 50 Gew.-% natürliche Öle oder
Ester der solchen Ölen zugrunde liegenden Fettsäuren.
[0022] Bevorzugte natürliche Öle sind Kokosfett(-öl), Palmöl, Rapsöl, Sesamöl und Sojaöl.
Bevorzugte Kohlenwasserstoffe sind paraffinische, insbesondere verzweigte paraffinische
Kohlenwasserstoffe, beispielsweise sogenanntes Weißöl.
[0023] Besonders bevorzugt sind Kokosfett(-öl) und Kokosfett/Weißöl-Mischungen. Der Anteil
Weißöl in solchen Mischungen kann z.B. zwischen 1 und 50 Gew.-% betragen, vorzugsweise
liegt er zwischen 10 und 40 Gew.-%.
[0024] Erfindungsgemäße druckempfindliche Aufzeichnungsmaterialien, die mehrere Farbgeber-Typen
enthalten, sind dadurch gekennzeichnet, daß sie als Farbgeber zusätzlich wenigstens
eine Verbindung aus der Gruppe der Fluorane der Formeln (V) und (VI) und der Diindolyllactone
der Formel (VII) enthalten
- Q¹ und Q²
- bedeuten unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigtes
C₁-C₈-Alkyl, Allyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, wobei Alkylgruppen gegebenenfalls
mit bis zu 3 gleichen oder verschiedenen Substituenten aus der Gruppe C₁-C₃-Alkoxy,
Cyclohexyl, Phenyl, Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl substituiert sein können und wobei
Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl auch in ganz oder teilweise hydrierter Form vorliegen
können oder
- NQ¹Q²
- bedeutet gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino,
- Q³
- bedeutet Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Chlor,
- Q⁴
- bedeutet Wasserstoff, Methyl, Trifluormethyl, Fluor, Chlor, Acetyl, Cyano oder Anilino
und
- Q⁵
- bedeutet Wasserstoff Methyl, Ethyl oder Benzyl,

- P¹, P², P⁴ und P⁵
- bedeuten unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff geradkettiges oder verzweigtes
C₁-C₁₂-Alkyl, Allyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Phenyl, wobei Alkylgruppen gegebenenfalls
mit bis zu 3 gleichen oder verschiedenen Substituenten aus der Gruppe C₁-C₃-Alkoxy,
Cyclohexyl, Phenyl, Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl und Phenylgruppen gegebenenfalls
mit bis zu 2 gleichen oder verschiedenen Substituenten aus der Gruppe Methyl, Methoxy
und Chlor substituiert sein können und wobei Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl auch
in ganz oder teilweise hydrierter Form vorliegen können oder
- NP¹P²
- bedeutet gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino und
- P³
- bedeutet Wasserstoff Methyl, Methoxy oder Chlor,

- Y¹
- bedeutet geradkettiges oder verzweigtes C₁-C₁₂-Alkyl, Benzyl oder Phenethyl,
- Y²
- bedeutet Wasserstoff geradkettiges oder verzweigtes C₁-C₄-Alkyl oder Phenyl,
- Y³ und Y⁴
- bedeuten unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy und
- Z
- bedeutet CH oder N.
[0025] Vorzugsweise enthalten solche Mischungen mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise mindestens
65 Gew.-%, 3,1-Benzoxazine der Formel (I) und maximal 2 Verbindungen aus der Gruppe
der Fluorane der Formeln (V) und (VI) und der Diindolyllactone der Formel (VII).
[0026] Bevorzugt sind erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterialien, bei denen in den Formeln
(I) bis (IV)
- X¹
- Wasserstoff, Chlor, Nitro, Cyano, Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Dimethylamino, Diethylamino,
N-Methyl-N-cyclohexylamino, Dibenzylamino, N-Methyl-N-phenylamino, Pyrrolidino, Piperidino
oder Morpholino bedeutet,
- X²
- Wasserstoff, Chlor, Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Benzyloxy oder Phenoxy bedeutet,
- R¹ bis R³
- unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten,
- R⁴
- Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Octyl oder Benzyl bedeutet,
- R⁵
- Methyl, Ethyl, Cyclohexyl oder Phenyl bedeutet und die Gruppe
- NR⁶R⁷
- Dimethylamino, Diethylamino, Dibenzylamino, N-Methyl-N-phenylamino, Pyrrolidino, Piperidino
oder Morpholino bedeutet,
mit der Maßgabe, daß nicht gleichzeitig
- A
- für einen Rest der Formel (II),
- B
- für einen Rest der Formel (IV),
- X¹
- für Dimethylamino,
- X²
- für Methoxy,
- R³
- für Wasserstoff,
- R⁶ und R⁷
- für Ethyl und
einer der Reste R¹ und R² für Methyl und der andere für Wasserstoff stehen.
[0027] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterialien sind dadurch gekennzeichnet,
daß in Formel (I)
- A
- einen Rest der Formel (II) und
- B
- einen Rest der Formel (IV) bedeutet,
- X¹
- Methoxy, Ethoxy, Benzyloxy, Dimethylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino
bedeutet,
- X²
- Wasserstoff, Chlor, Methyl, Methoxy, Ethoxy oder Benzyloxy bedeutet,
- R² und R³
- Wasserstoff bedeuten,
- R¹
- Chlor, Methyl oder Methoxy bedeutet und die Gruppe
- NR⁶R⁷
- Dimethylamino, Diethylamino, Dibenzylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino
bedeutet,
mit der Maßgabe, daß nicht gleichzeitig X¹ für Dimethylamino, X² für Methoxy, R¹
für Methyl und NR⁶R⁷ für Diethylamino stehen.
[0028] Es sind auch solche erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien bevorzugt, die als
Farbgeber Mischungen aus schwarz-entwickelnden Benzoxazinen und schwarzentwickelnden
Fluoranen oder Mischungen aus schwarz-entwickelnden Benzoxazinen, grün-entwickelnden
Fluoranen und rot-entwickelnden Benzoxazinen oder Diindolyllactonen oder Mischungen
aus grün-entwickelnden Benzoxazinen, schwarz-entwickelnden Fluoranen und rot-entwickelnden
Benzoxazinen oder Diindolyllactonen enthalten. Solche Mischungen zeichnen sich durch
ein intensiveres Abbildungsvermögen im Vergleich zu den Einzelkomponenten aus. Weiterhin
besitzen solche Mischungen sowohl im entwickelten Zustand (CF-Seite) als auch im unentwickelten
Zustand (CB-Seite) eine verbesserte Lichtechtheit, wobei insbesondere eine Veränderung
der Farbnuance weitgehend vermieden wird. Zudem läßt sich mit solchen Mischungen bequem
jede gewünschte Nuance eines Schwarztons einstellen.
[0029] Die Vorteile solcher Farbgebermischungen werden durch die erfindungsgemäß zu verwendenden
Lösungsmittel verstärkt.
[0030] Besonders bevorzugte Farbgebermischungen enthaltende erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterialien
enthalten
a¹) ein 3.1-Benzoxazin der Formel (I), worin
- X¹
- Dimethylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino und
- X²
- Methoxy, Ethoxy oder Benzyloxy bedeuten und
die anderen Reste die oben als besonders bevorzugt angegebene Bedeutung haben oder
a²) eine Isomerenmischung von 3.1-Benzoxazinen der Formel (I), worin in einem Isomeren
- R¹
- Chlor, Methyl oder Methoxy und
- R²
- Wasserstoff bedeuten
und im anderen Isomeren
- R¹
- Wasserstoff und
- R²
- Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten
und bei beiden Isomeren
- X¹ und X²
- die oben bei a¹) angegebene und die anderen Reste die ganz oben als besonders bevorzugt
angegebene Bedeutung haben und
b) ein Fluoran der Formel (V), worin
- Q¹ und Q²
- unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Methyl, Ethyl, 1- oder 2-Propyl, 1- oder
2-Butyl, 2-Methyl-1-butyl, 1-, 2- oder 3-Pentyl, 3-Methyl-1-butyl, 2-Ethyl-1-propyl,
1-, 2- oder 3-Hexyl, 3-Methyl-1-pentyl, 2-Methoxy-ethyl, 2-Ethoxy-ethyl, 3-Methoxypropyl,
3-Ethoxypropyl, 4-Methoxybutyl, 4-Ethoxybutyl, Cyclohexylmethyl, Benzyl, Furfuryl,
Pyrrolidin-2-yl-methyl, 2-(2- oder 4-Pyridyl)-ethyl, Allyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl
bedeuten oder
- NQ¹Q²
- gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino bedeutet,
- Q³
- Wasserstoff, Methyl oder Chlor bedeutet,
- Q⁴
- Wasserstoff, Methyl, Fluor, Chlor oder Anilino bedeutet und
- Q⁵
- Wasserstoff oder Methyl bedeutet.
[0031] Isomerenmischungen gemäß a²) fallen als solche bei der Synthese an. Sie sind deshalb
als ein Stoff zu betrachten.
[0032] Besonders bevorzugte Farbgebermischungen enthaltende erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterialien
können auch enthalten
a) ein 3.1-Benzoxazin wie oben unter a¹) angegeben oder eine Isomerenmischung von
3.1-Benzoxazinen oben unter a²) angegeben und
b) ein Fluoran der Formel (VI), worin
- P¹, P², P⁴ und P⁵
- unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Methyl, Ethyl, 1- oder 2-Propyl, 1- oder
2-Butyl, 2-Methyl-1-butyl, 1-, 2- oder 3-Pentyl, 3-Methyl-1-butyl, 2-Ethyl-1-propyl,
1-, 2- oder 3-Hexyl, 4-Methyl-1-pentyl, 4-Methoxy-ethyl, 3-Ethoxy-ethyl, 3-Methoxy-propyl,
4-Methoxy-butyl, 4-Ethoxy-butyl, Cyclohexylmethyl, Benzyl, Furfuryl, Pyrrolidin-2-yl-methyl,
2-(2- oder 4-Pyridyl)-ethyl, Allyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Phenyl, 2- oder 4-Chlorphenyl,
2- oder 4-Tolyl oder 2- oder 4-Anisyl bedeuten oder
- NP¹P²
- gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino bedeutet und
- P³
- Wasserstoff, Methyl oder Chlor bedeutet, und
c¹) ein weiteres Benzoxazin der Formel (I), worin
- X¹ und X²
- unabhängig voneinander Methoxy, Ethoxy oder Benzyloxy bedeuten und die anderen Reste
die oben als besonders bevorzugt angegebene Bedeutung besitzen, oder
c²) eine Isomerenmischung von 3.1 -Benzoxazinen der Formel (I), worin
in einem Isomeren
- R¹
- Chlor, Methyl und Methoxy und
- R²
- Wasserstoff bedeuten und
im anderen Isomeren
- R¹
- Wasserstoff und
- R²
- Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten und
- X¹ und X²
- die oben bei c¹) angegebene und die anderen Reste die ganz oben als besonders bevorzugt
angegebene Bedeutung haben, oder
c³) ein Diindolyllacton der Formel (VII), worin
- Y¹
- Methyl, Ethyl, 1- oder 2-Propyl, 1- oder 2-Butyl, 1- oder 2-Pentyl, 1- oder 2-Hexyl,
1- oder 2-Heptyl, 1- oder 2-Octyl oder Benzyl bedeutet,
- Y²
- Wasserstoff, Methyl, Ethyl, 1-Propyl, 1-Butyl oder Phenyl bedeutet
- Y³ und Y⁴
- unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten und
- Z
- CH oder N bedeutet.
[0033] Besonders bevorzugte Farbgebermischungen enthaltende erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterialien
können auch enthalten
ein 3.1-Benzoxazin der Formel (I), worin
- X¹
- Dimethylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino und
- X²
- Wasserstoff, Chlor oder Methyl bedeuten und die anderen Reste die oben als besonders
bevorzugt angegebene Bedeutung haben, oder
eine Isomerenmischung von 3.1-Benzoxazinen der Formel (I), worin in einem Isomeren
- R¹
- Chlor, Methyl oder Methoxy und
- R²
- Wasserstoff bedeuten
und im anderen Isomeren
- R¹
- Wasserstoff und
- R²
- Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten
und bei beiden Isomeren
- X¹ und X²
- die unmittelbar oben angegebene und die anderen Reste die ganz oben als besonders
bevorzugt angegebene Bedeutung haben.
[0034] Um gebrauchsfertige Aufzeichnungsmaterialien gemäß der vorliegenden Erfindung zu
erhalten, kann man beispielsweise ein Papier mit Mikrokapseln beschichten, die erfindungsgemäß
zu verwendende Farbbildner oder Farbbildnermischungen in erfindungsgemaß zu verwendenden
Lösungsmitteln oder Lösungsmittel-Mischungen enthalten, so ein CB-Papier herstellen
und dieses mit handelsüblichem CF-Papier, das mit einem Entwickler beschichtet ist,
in Kontakt bringen. Man kann auch solche Mikrokapseln zusammen mit einem der oben
genannten Entwickler auf die Oberseite eines Papiers in üblicher Weise aufbringen
und so ein SC-Papier enthalten, das in einem Durchschreibesatz in üblicher Weise verwendet
werden kann. Die Kopie entsteht bei bildmäßigem, mechanischem Druck auf die Oberfläche
durch Entwicklung der aus den zerstörten Kapseln austretenden Farbbildnerlösung auf
der Oberfläche des CF- oder SC-Papiers.
[0035] Die Qualität solcher Kopien kann z.B. durch die Messung der Remission bestimmt werden.
Dabei kann beispielsweise ein großflächiger Abdruck durch Zerstörung der Kapseln eines
CB-Papiers auf die den Farbentwickler enthaltende Vorderseite eines CF-Papiers gemacht
werden. Die Intensität dieses Abdrucks kann mit üblichen optischen Spektral-Photometern,
beispielsweise einem El Repho 44381 der Fa. Carl Zeiss, bestimmt werden. Die Intensität
ergibt sich dann aus der Höhe des Absorptionswertes. Dieser wird berechnet nach der
Formel

Hierbei gilt: % Absorption = Absorptionswert (entspricht der Intensität), % Remission
CF = Remission des CF-Papiers und % Remission
Kopie = Remission der Kopie (entspricht dem Abdruck).
[0036] Zur Bestimmung der Lichtechtheiten kann der Abdruck (CF-Fading) oder die mit Mikrokapseln
beschichtete CB-Seite (CB-Decline) z.B. 48 Stunden mit Tageslichtlampen bestrahlt
werden.
[0037] Die Intensität des belichteten Abdrucks (CF-Fading) kann wie oben angegeben bestimmt
und der Farbton mit dem ursprünglichen durch Augenschein verglichen werden.
[0038] Bei der Belichtung der kapselbeschichteten Seite eines CB-Papiers kann anschließend
durch Druckausübung eine Kopie erzeugt werden. Ihre Intensität (CB-Decline) kann wie
oben angegeben bestimmt und zusammen mit dem Farbton mit der Kopie eines nichtbelichteten
CB-Papiers analog verglichen werden.
[0039] Zur Bestimmung der Alterungsstabilität der Kapseln eines CB-Papiers kann dieses z.B.
bei 70°C und 75 % relativer Luftfeuchtigkeit 12 Tage gelagert werden. Anschließend
kann durch Ausübung von Druck eine Kopie erzeugt werden, deren Intensität (Alterung)
wie oben bestimmt und zusammen mit dem Farbton mit der Kopie eines bei Raumtemperatur
im Trockenen gelagerten CB-Papiers verglichen werden.
[0040] Kopien, die aus den erfindungsgemäß zu verwendenden Farbbildnern oder Farbbildnermischungen
in den erfindungsgemäß zu verwendenden Lösungsmitteln hervorgegangen sind, zeigen
nach Alterung und bei CF-Fading und CB-Decline eine neutralere Nuance, d.h. eine geringere
Farbtonverschiebung, und nach Alterung und beim CB-Decline eine höhere Farbintensität
als bei Verwendung herkömmlicher Lösungsmittel und/oder anderen Farbbildnern.
[0041] Zudem erfordert die Emulgierung bei der Herstellung erfindungsgemäß zu verwendenden
Mikrokapseln erheblich weniger Energie als die Emulgierung bei der Herstellung übliche
Farbbildner und Lösungsmittel enthaltender Mikrokapseln. Z.B. wurde bei Verwendung
eines handelsüblichen Labor-Emulgiergeräts vom Typ MT 48/260 (Hersteller Fa. Kinematika)
beobachtet, daß zur Erzeugung einer Tröpfchengröße von 7 µm anstelle der sonst üblichen
9000 Umdrehungen pro Minute nur ca. 6000 Umdrehungen pro Minute bei der Herstellung
erfindungsgemäß zu verwendender Mikrokapseln erforderlich waren.
[0042] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Mikrokapseln besitzen auch eine höhere Dichtigkeit.
Beispiele
Beispiel A Herstellung der verwendeten Mikrokapseldispersionen
[0043] In 174 g einer Farbgeberlösung, die 5 Gew.-% Farbgeber in einem Lösungsmittel enthielt,
wurden 26 g 3,5-Bis-(6-isocyanato-hexyl)-2H-1,3,5-oxadiazin-2,4,6-(3H,5H)-trion eingerührt.
Diese Mischung wurde mit 251 g einer 1 gew.-%igen wäßrigen Lösung eines Polyvinylalkohols
(Mowiol® 26/88) in einem Rotor-Stator-Dispergiergerät emulgiert, so daß eine Emulsion
mit einer mittleren Tropfengröße von 7 µm erhalten wurde. Dann wurden unter Rühren
49 g in 9 gew.-%igen wäßrigen Diethylentriamin-Lösung zugegeben und 2 Stunden bei
60°C getempert. So wurden Mikrokapseldispersionen mit einem Trockengehalt von 39,8
Gew.-% erhalten.
Beispiel B Herstellung der verwendeten CB-Papiere
[0044] Zu 12,9 g einer gemäß Beispiel A erhaltenen Mikrokapseldispersion wurden 2,1 g eines
üblichen Abstandshalters auf Cellulosebasis, z.B. Albocell® BE 600/30, 2,0 g eines
üblichen Binders, z.B. eines Styrol-Butadien-Latex, und 16,3 g Wasser eingerührt.
Diese Mischung wurde auf ein Basispapier (40 g/m²) mittels eines 40 µm Rakels aufgetragen
und getrocknet. Man erhielt so ein CB-Papier mit einem Beschichtungsgewicht von ca.
5,5 g/m².
Beispiel C Herstellung von Kopien
[0045] In üblicher Weise wurden die gemäß Beispiel B hergestellten CB-Papiere mit einem
handelsüblichen CF-Papier, dessen Nehmerschicht aus aktiviertem Ton bestand (Reacto®,
Fa. Köhler) in Verbindung gebracht. Kopien entstanden dabei durch 304-fachen Abdruck
des Buchstaben "w" auf einem Feld von 4 x 4 cm² in engstmöglicher Schreibweise mit
einer elektrischen Schreibmaschine der Fa. Olympia Werke AG, Wilhelmshaven, Modell
Olympia SGED 52, bei niedrigster Anschlagstärke.
[0046] Die Intensität wurde aus der Remission der 4. Kopie eines Satzes, bei dem Blatt 1
bis 3 aus einem Rohpapier (46 g/m²), Blatt 4 aus dem gemäß Beispiel B hergestellten
CB-Papier und Blatt 5 aus einem handelsüblichen CF-Papier bestand, nach der oben angegebenen
Formel berechnet.
Beispiel D Belichtungstest
[0047] Eine gemäß Beispiel C hergestellte Kopie oder ein gemäß Beispiel B hergestelltes
CB-Papier wurde 48 Stunden in einem Kasten mit vier 18 W-Leuchtstoffröhren (Sylvania-Luxline®
ES, daylight de luxe) bestrahlt.
Beispiel E Alterungstest
[0048] Ein gemaß Beispiel B hergestelltes CB-Papier wurde in einem handelsüblichen Klimaschrank
bei einer Temperatur von 70°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 % gelagert.
Nach einer Lagerzeit von 12 Tagen wurde eine Probe des gealterten Papiers auf ein
handelsübliches, frisches CF-Papier durchgeschrieben und vermessen wie in Beispiel
C beschrieben.
Beispiel F Kapseldichtigkeitstest
[0049] 5,7 Gewichtsteile einer gemaß Beispiel A hergestellten Mikrokapseldispersion wurden
vermischt mit 8,5 Gewichtsteilen Wasser und 13,3 Gewichtsteilen Kieselsol (Kieselsol
F 300 der Fa. Bayer AG oder Ludox® HS 40 der Fa. Dupont). Ca. 5 ml der homogenen Mischung
wurden auf ein Standardrohpapier (ca. 40 g/m²) mittels einer Drahtrakel aufgebracht,
wie in Beispiel B beschrieben, und anschließend mittels Warmluft getrocknet. Die Verfärbung
des Papiers wurde optisch, wie oben beschrieben, vermessen. Bei der Auswertung gilt:
Je niedriger der gemessene Absorptionswert, desto höher ist die Dichtigkeit der Mikrokapselwand.
Beispiel G Eingesetzte Farbbildner
[0050]
- Farbbildner 1:
- Gemisch aus 90 Gew.-Teilen einer Verbindung der Formel (I) mit A = p-Ethoxyphenyl,
B = p-Diethylanilino, X¹ = Dimethylamino, R¹ = Methyl und R² = R³ = Wasserstoff mit
10 Gew.-Teilen der isomeren Verbindung mit R¹ = Wasserstoff und R² = Methyl.
- Farbbildner 2:
- Verbindung der Formel (V) mit Q¹ = Q² = Ethyl, Q³ = Methyl und Q⁴ = Q⁵ = Wasserstoff.
- Farbbildner 3:
- Verbindung der Formel (VI) mit P¹ = P² = Ethyl, P³ = Wasserstoff und P⁴ = P⁵ = Benzyl.
- Farbbildner 4:
- Verbindung der Formel (VII) mit Y¹ = C₈H₁₇, Y² = Methyl, Y³ = Y⁴ = Wasserstoff und
Z = CH.
- Farbbildner 5:
- Verbindung der Formel (I) mit A = p-Methoxyphenyl, B = p-Diethylanilino, X¹ = Methoxy,
R¹ = Methyl, R² = Wasserstoff und R³ = p-Chlor.
Beispiele 1 bis 6 (zum Vergleich)
[0051] Entsprechend den Angaben in der Beschreibung und den Beispielen A bis G wurden mit
nicht erfindungsgemäß zu verwendenden Lösungsmitteln druckempfindliche Aufzeichnungsmaterialien
hergestellt und getestet. Einzelheiten sind aus Tabelle 1 ersichtlich.

Beispiele 7 bis 17:
Beispiele 35 bis 58:
[0053] Es wurde verfahren wie in den Beispielen 1 bis 17, jedoch wurden die jeweils angegebenen
Farbgebermischungen eingesetzt. Die Ergebnisse waren analog den Beispielen 7 bis 17.
Die verwendeten Lösungsmittel sind bei den Tabellen 1 und 2 erläutert.
Beispiel 35
[0054]

Lösungsmittel: 3 (20 %), 5 (80 %)
Beispiel 36
[0055]

Lösungsmittel: 3 (10 %), 5 (70 %), 10 (20 %)
Beispiel 37
[0056]

Lösungsmittel: 1 (40 %), 5 (60 %)
Beispiel 38
[0057]

Lösungsmittel: 3 (30 %), 9 (40 %), 11 (30 %)
Beispiel 39
[0058]

Lösungsmittel: 5 (100 %)
Beispiel 40
[0059]

Lösungsmittel: 2 (40 %), 7 (30 %), 10 (30 %)
Beispiel 41
[0060]

Lösungsmittel: 3 (10 %), 8 (80 %), 9 (10 %)
Beispiel 42
[0061]

Lösungsmittel: 1 (30 %), 2 (15 %), 6 (55 %)
Beispiel 43
[0062]

R' = CH₃, R'' = H 63 %
R' = H, R'' = CH₃ 7 %
Lösungsmittel: 2 (30 %), 5 (70 %)
Beispiel 44
[0063]

R' = CH₃, R'' = H 72 %
R' = H, R'' = CH₃ 8 %
Lösungsmittel: 9 (100 %)
Beispiel 45
[0064]

R' = CH₃, R'' = H 72%
R' H, R'' = CH₃ 8 %
Lösungsmittel: 3 (40 %), 5 (60 %)
Beispiel 46
[0065]

Lösungsmittel: 3 (30 %), 5 (70 %)
Beispiel 47
[0066]

Lösungsmittel: 6 (100 %)
Beispiel 48
[0067]

Lösungsmittel: 3 (40 %), 7 (30 %), 8 (30 %)
Beispiel 49
[0068]

Lösungsmittel: 2 (20%), 5 (80 %)
Beispiel 50
[0069]

Lösungsmittel: 3 (20 %), 5 (80 %)
Beispiel 51
[0070]

Lösungsmittel: 3 (30 %), 10 (70 %)
Beispiel 52
[0071]

Lösungsmittel: 1 (40 %), 6 (40 %), 5 (20 %)
Beispiel 53
[0072]

Lösungsmittel: 8 (100 %)
Beispiel 54
[0073]

Lösungsmittel: 1 (20 %), 3 (20 %), 5 (60 %)
Beispiel 55
[0074]

R' = CH₃ und R'' = H 70 %
Lösungsmittel: 5 (100 %)
Beispiel 56
[0075]

R' = CH₃ und R'' = H 70 %
Lösungsmittel: 2 (30 %), 5 (70 %)
Beispiel 57
[0076]

Lösungsmittel: 3 (20 %), 9 (60 %), 5 (20 %)
Beispiel 58
[0077]

Lösungsmittel: 3 (20 %), 5 (80 %)
1. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial, das in mikroverkapselter Form und in einem
Lösungsmittel gelöst als Farbgeber mindestens ein 3.1-Benzoxazin der Formel (I) enthält

in der
A einen Rest der Formeln (II) oder (III) und
B einen Rest der Formeln (III) oder (IV) bedeutet

X¹ Wasserstoff, Halogen, Nitro, Cyano, C₁-C₄-Alkyl, OR⁸ oder NR⁹R¹⁰ bedeutet,
X² Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl oder OR⁸ bedeutet,
R¹ bis R³ unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Halogen, C₁-C₄-Alkyl oder
OR⁸ bedeuten und
R⁴ bis R¹⁰ unabhängig voneinander jeweils C₁-C₈-Alkyl, Cyclohexyl, Benzyl oder Phenyl
bedeuten, wobei die Gruppen
NR⁶R⁷ und NR⁹R¹⁰ unabhängig voneinander jeweils auch Pyrrolidino, Piperidino oder
Morpholino bedeuten können,
mit der Maßgabe, daß nicht gleichzeitig
A für einen Rest der Formel (II),
B für einen Rest der Formel (IV),
X¹ für Dimethylamino,
X² für Methoxy,
R³ für Wasserstoff,
R⁶ und R⁷ für Ethyl und
einer der Reste R¹ und R² für Methyl und der andere für Wasserstoff stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel aus einem oder mehreren natürlichen
Ölen und/oder einem oder mehreren Estern der natürlichen Ölen zugrundeliegenden Fettsäuren
besteht oder es solche Öle und/oder Ester enthält.
2. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Lösungsmittel Kokosfett(-öl), Palmöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Olivenöl,
Sesamöl, Sojaöl, Leinöl, Rizinusöl, Baumwollsaatöl, Erdnußöl und/oder Fischöl und/oder
einen oder mehren Estern der diesen Ölen zugrundeliegenden Fettsäuren besteht oder
es solche Öle und/oder Ester im Gemisch mit paraffinischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen
enthält.
3. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Lösungsmittel Kokosfett(-öl), Palmöl, Rapsöl, Sesamöl und/oder Sojaöl oder
Mischungen solcher Öle mit paraffinischen Kohlenwasserstoffen enthält.
4. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Lösungsmittel Kokosfett(-öl) oder Mischungen davon mit verzweigten paraffinischen
Kohlenwasserstoffen enthält.
5. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Farbgeber mindestens 50 Gew.-% 3,1-Benzoxazine der Formel (I) und zusätzlich
maximal 2 Verbindungen aus der Gruppe der Fluorane der Formeln (V) und (VI) und der
Diindolyllactone der Formel (VII) enthält
Q¹ und Q² bedeuten unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, geradkettiges oder
verzweigtes C₁-C₈-Alkyl, Allyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, wobei Alkylgruppen gegebenenfalls
mit bis zu 3 gleichen oder verschiedenen Substituenten aus der Gruppe C₁-C₃-Alkoxy,
Cyclohexyl, Phenyl, Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl substituiert sein können und wobei
Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl auch in ganz oder teilweise hydrierter Form vorliegen
können oder
NQ¹Q² bedeutet gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino,
Q³ bedeutet Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Chlor,
Q⁴ bedeutet Wasserstoff, Methyl, Trifluormethyl, Fluor, Chlor, Acetyl, Cyano oder
Anilino und
Q⁵ bedeutet Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Benzyl

P¹, P², P⁴ und P⁵ bedeuten unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, geradkettiges
oder verzweigtes C₁-C₁₂-Alkyl, Allyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Phenyl, wobei Alkylgruppen
gegebenenfalls mit bis zu 3 gleichen oder verschiedenen Substituenten aus der Gruppe
C₁-C₃-Alkoxy, Cyclohexyl, Phenyl, Furanyl, Pyrrolyl und Pyridinyl und Phenylgruppen
gegebenenfalls mit bis zu 2 gleichen oder verschiedenen Substituenten aus der Gruppe
Methyl, Methoxy und Chlor substituiert sein können und wobei Furanyl, Pyrrolyl und
Pyridinyl auch in ganz oder teilweise hydrierter Form vorliegen können oder
NP¹P² bedeutet gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino und
P³ bedeutet Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Chlor

Y¹ bedeutet geradkettiges oder verzweigtes C₁-C₁₂-Alkyl, Benzyl oder Phenethyl,
Y² bedeutet Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigtes C₁-C₄-Alkyl oder Phenyl,
Y³ und Y⁴ bedeuten unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Chlor, Methyl oder
Methoxy und
Z bedeutet CH oder N.
6. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Formeln (I) bis (IV)
X¹ Wasserstoff, Chlor, Nitro, Cyano, Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Dimethylamino,
Diethylamino, N-Methyl-N-cyclohexylamino, Dibenzylamino, N-Methyl-N-phenylamino, Pyrrolidino,
Piperidino oder Morpholino bedeutet,
X² Wasserstoff, Chlor, Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy, Benzyloxy oder Phenoxy bedeutet,
R¹ bis R³ unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy
bedeuten,
R⁴ Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Octyl oder Benzyl bedeutet,
R⁵ Methyl, Ethyl, Cyclohexyl oder Phenyl bedeutet und die Gruppe
NR⁶R⁷ Dimethylamino, Diethylamino, Dibenzylamino, N-Methyl-N-phenylamino, Pyrrolidino,
Piperidino oder Morpholino bedeutet,
mit der Maßgabe, daß nicht gleichzeitig
A für einen Rest der Formel (II),
B für einen Rest der Formel (IV),
X¹ für Dimethylamino,
X² für Methoxy,
R³ für Wasserstoff,
R⁶ und R⁷ für Ethyl und
einer der Reste R¹ und R² für Methyl und der andere für Wasserstoff stehen.
7. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in Formel (I)
A einen Rest der Formel (II) und
B einen Rest der Formel (IV) bedeutet,
X¹ Methoxy, Ethoxy, Benzyloxy, Dimethylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino
bedeutet,
X² Wasserstoff, Chlor, Methyl, Methoxy, Ethoxy oder Benzyloxy bedeutet,
R² und R³ Wasserstoff bedeuten,
R¹ Chlor, Methyl oder Methoxy bedeutet und die Gruppe
NR⁶R⁷ Dimethylamino, Diethylamino, Dibenzylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino
bedeutet,
mit der Maßgabe, daß nicht gleichzeitig X¹ für Dimethylamino, X² für Methoxy, R¹
für Methyl und NR⁶R⁷ für Diethylamino stehen.
8. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß er als Farbgeber enthält
a¹) ein 3.1-Benzoxazin der Formel (I), worin
X¹ Dimethylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino und
X² Methoxy, Ethoxy oder Benzyloxy bedeuten und
die anderen Reste die in Anspruch 7 angegebene Bedeutung haben oder
a²) eine Isomerenmischung von 3.1-Benzoxazinen der Formel (I), worin in einem Isomeren
R¹ Chlor, Methyl oder Methoxy und
R² Wasserstoff bedeuten
und im anderen Isomeren
R¹ Wasserstoff und
R² Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten
und bei beiden Isomeren
X¹ und X² die oben bei a¹) angegebene und die anderen Reste die in Anspruch 7 angegebene
Bedeutung haben und
b) ein Fluoran der Formel (V), worin
Q¹ und Q² unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Methyl, Ethyl, 1- oder 2-Propyl,
1- oder 2-Butyl, 2-Methyl-1-butyl, 1-, 2- oder 3-Pentyl, 3-Methyl-1-butyl, 2-Ethyl-1-propyl,
1-, 2- oder 3-Hexyl, 3-Methyl-1-pentyl, 2-Methoxy-ethyl, 2-Ethoxy-ethyl, 3-Methoxypropyl,
3-Ethoxypropyl, 4-Methoxybutyl, 4-Ethoxybutyl, Cyclohexylmethyl, Benzyl, Furfuryl,
Pyrrolidin-2-yl-methyl, 2-(2- oder 4-Pyridyl)-ethyl, Allyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl
bedeuten oder
NQ¹Q² gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino bedeutet,
Q³ Wasserstoff, Methyl oder Chlor bedeutet,
Q⁴ Wasserstoff, Methyl, Fluor, Chlor oder Anilino bedeutet und
Q⁵ Wasserstoff oder Methyl bedeutet.
9. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Farbgeber enthält
a) ein 3.1-Benzoxazin wie in Anspruch 8 unter a¹) angegeben oder eine Isomerenmischung
von 3.1-Benzoxazinen wie im Anspruch 8 unter a²) angegeben und
b) ein Fluoran der Formel (VI), worin
P¹, P², P⁴ und P⁵ unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Methyl, Ethyl, 1-
oder 2-Propyl, 1 - oder 2-Butyl, 2-Methyl-1-butyl, 1-, 2- oder 3-Pentyl, 3-Methyl-1-butyl,
2-Ethyl-1-propyl, 1-, 2- oder 3-Hexyl, 4-Methyl-1-pentyl, 4-Methoxy-ethyl, 3-Ethoxy-ethyl,
3-Methoxy-propyl, 4-Methoxy-butyl, 4-Ethoxy-butyl, Cyclohexylmethyl, Benzyl, Furfuryl,
Pyrrolidin-2-yl-methyl, 2-(2- oder 4-Pyridyl)-ethyl, Allyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl,
Phenyl, 2- oder 4-Chlorphenyl, 2- oder 4-Tolyl oder 2-oder 4-Anisyl bedeuten oder
NP¹P² gemeinsam Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino bedeutet und
P³ Wasserstoff, Methyl oder Chlor bedeutet, und
c¹) ein weiteres Benzoxazin der Formel (I), worin
X¹ und X² unabhängig voneinander Methoxy, Ethoxy oder Benzyloxy bedeuten und die
anderen Reste die in Anspruch 7 angegebene Bedeutung besitzen, oder
c²) eine Isomerenmischung von 3.1-Benzoxazinen der Formel (I), worin
in einem Isomeren
R¹ Chlor, Methyl und Methoxy und
R² Wasserstoff bedeuten und
im anderen Isomeren
R¹ Wasserstoff und
R² Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten und
X¹ und X² die oben bei c¹) angegebene und die anderen Reste die in Anspruch 7 angegebene
Bedeutung haben, oder
c³) ein Diindolyllacton der Formel (VII), worin
Y¹ Methyl, Ethyl, 1- oder 2-Propyl, 1- oder 2-Butyl, 1- oder 2-Pentyl, 1- oder 2-Hexyl,
1- oder 2-Heptyl, 1- oder 2-Octyl oder Benzyl bedeutet,
Y² Wasserstoff, Methyl, Ethyl, 1-Propyl, 1-Butyl oder Phenyl bedeutet
Y³ und Y⁴ unabhängig voneinander jeweils Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy
bedeuten und
Z CH oder N bedeutet.
10. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Farbgeber enthält
ein 3.1-Benzoxazin der Formel (I), worin
X¹ Dimethylamino, Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino und
X² Wasserstoff, Chlor oder Methyl bedeuten und die anderen Reste die in Anspruch
7 angegebene Bedeutung haben, oder
eine Isomerenmischung von 3.1 -Benzoxazinen der Formel (I), worin in einem Isomeren
R¹ Chlor, Methyl oder Methoxy und
R² Wasserstoff bedeuten
und im anderen Isomeren
R¹ Wasserstoff und
R² Chlor, Methyl oder Methoxy bedeuten
und bei beiden Isomeren
X¹ und X² die unmittelbar oben angegebene und die anderen Reste die in Anspruch
7 angegebene Bedeutung haben.
11. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mikrokapseln Hüllen aufweisen, die aus Polyadditionsprodukten von Polyisocyanaten
und Polyaminen bestehen.