[0001] Die DE-A-3911 292 zeigt einen Kompaktkettenzug, bei dem das Kettennußgehäuse der
eigentliche zentrale tragende Teil ist. Das Kettennußgehäuse ist deswegen auch einstükkig
und auf einer seiner beiden Stirnseiten ist der Antriebsmotor angeflanscht, während
die andere Seite das Getriebe trägt. An der im Gebrauch unten befindlichen Seite ist
ein Sitz für einen Deckel vorgesehen, der die Führungsöffnungen für die Rundgliederkette
enthält.
[0002] Der Sitz für diesen Deckel besteht in zwei Nuten, die unterhalb der Kettennuß in
den Stirnwänden des Kettennußgehäuses ausgebildet sind, so daß der Deckel schubladenartig
gehalten wird.
[0003] Aufgrund dieser Anordnung des Deckels und seines Sitzes kann der Deckel nur in einer
Bewegung rechtwinklig zum Verlauf des Laststrangs demontiert werden, was bedeutet,
daß zur Demontage jedesmal ein vollständiges Abnehmen der Kette erforderlich ist.
Um dennoch die nach den Sicherheitsvorschriften erforderliche Inspektion der Kettennuß
vornehmen zu können, enthält das Kettennußgehäuse des bekannten Kettenzugs in der
Oberseite eine Öffnung, die durch einen oberen Deckel verschlossen ist, an dem auch
jene Teile vorgesehen sind, die ein Herausspringen der Kette aus den Kettentaschen
der Kettennuß verhindern sollen. Allerdings ist auch diese Öffnung für die Inspektion
nicht besonders gut geeignet, weil sich unmittelbar darüber die Aufhängevorrichtung
für den Kettenzug befindet. Schließlich muß die die Inspektion durchführende Person
von oben her die Inspektion vornehmen, was nur dann möglich ist, wenn oberhalb der
Inspektionsöffnung genügend Platz vorhanden ist.
[0004] Ein weiterer Nachteil dieser Ausführungsform des unteren Deckels des Kettennußgehäuses
ist, daß kein Kettenauswerfer vorgesehen werden kann. Er würde entweder bei der Montage
der Kettennuß oder bei der Montage des Deckels mit der Kettennuß kollidieren, womit
bei diesem bekannten Kettenzug in Kauf genommen werden muß, daß sich unter sehr ungünstigen
Bedingungen ein Kettenglied des Leerstrangs verklemmen kann.
[0005] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, einen Kettenzug zu schaffen, der
zwecks Montage und Inspektion lediglich einen Deckel erfordert, wobei auf dem Deckel
ein Kettenauswerfer angeordnet werden kann, um die Zuverlässigkeit des Kettenzugs
zu steigern.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem Kettenzug mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0007] Infolge der speziellen Befestigungsart des Kettennußgehäusedeckels sind die Stränge
der Kette, insbesondere der Laststrang, beim Öffnen des Deckels nicht hinderlich.
Somit kann der Deckel auch bei aufgelegter Kette hinreichend weit geöffnet werden,
um die erforderliche Inspektion der Kettennuß durchführen zu können. Außerdem kann,
infolge der neuen Anbringung des kettennußgehäusedeckels, auch ein Kettenauswerfer
verwendet werden, selbst dann, wenn die Kettennuß mit Bordscheiben ausgerüstet ist,
wie dies beispielsweise mit Kettennüssen mit schräg aufliegender Kette zweckmäßigerweise
der Fall ist.
[0008] Abgesehen von anderen möglichen Ausführungsformen ist eine Befestigungsart besonders
vorteilhaft. Bei dieser Ausführungsform sind an einem Ende des Deckels Auflagen vorhanden,
die mit entsprechenden Fortsätzen des Gehäuses bzw. des Kettennußgehäuses zusammenwirken,
während sich in der Nähe des anderen Endes eine Durchgangsböhrung für eine Schraube
befindet, die in ein entsprechendes Innengewinde im Kettennußgehäuse einzudrehen ist.
Beim Einsetzen bzw. Herausnehmen eines mit einer solchen Befestigungseinrichtung versehenen
Deckels erfolgt nach Lösen der Schraube eine Schwenkbewegung um die Fortsätze als
Drehachse, wobei aber dennoch unmittelbar zu Beginn der Entnahmebewegung die Bewegung
eine Komponente in Längsrichtung des Lasttrums hat, womit eine Behinderung bei der
Demontage des Deckels zwecks Inspektion durch das Lasttrum vermieden ist.
[0009] Andererseits ist die formschlüssige Verbindung zwischen den Fortsätzen und den Aufnahmen
besonders robust, so daß gemäß einer Weiterbildung der Erfindung der Deckel auch gleichzeitig
als Widerlager für das lose Ende des Laststrangs bei einer zweisträngigen Ausführung
verwendet werden kann. Die Schraube, die im Grunde genommen nur Sicherungsfunktionen
hat, wird auch bei der zweisträngigen Ausführung kaum belastet, wenn das Widerlager
im Bereich des Satzes der formschlüssigen Befestigungsmittel angebracht ist.
[0010] Gemäß einer anderen Weiterbildung kann der Deckel auch gleichzeitig als Halter für
den Kettenspeicher herangezogen werden, wodurch zusätzliche Bearbeitungsschritte oder
Fortsätze am Gehäuse vermieden werden. Dies kommt der Vereinfachung des Gehäuses erheblich
zugute.
[0011] Außerdem kann bei entsprechender Gestaltung des Deckels und der Anbringung des Deckels
des Kettennußgehäuses der Deckel als Betätigungsorgan für einen Endschalter verwendet
werden, der dazu dient den Hubwerksmotor abzuschalten, wenn das Geschirr am Gehäuse
anstößt.
[0012] Im übrigen sind Weiterbildungen der Erfindung Gegenstand von Unteransprüchen.
[0013] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Kettenzug gemäß der Erfindung in einer stark schematisierten, perspektivischen
Darstellung,
- Fig. 2
- den Kettenzug nach Fig. 1 in einem Querschnitt, geschnitten im Bereich der Kettennuß,
- Fig. 3
- den Kettenzug nach Fig. 1, geschnitten entsprechend der Darstellung aus Fig. 2, jedoch
in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 4
- den Deckel für das Kettennußgehäuse in einem Längsschnitt,
- Fig. 5
- den Deckel nach Fig. 4 in einer Ansicht von unten,
- Fig. 6
- eine der beiden Halbschalen zum Verankern es losen Endes des Laststrangs in dem Dekkel
nach den Fig. 4 und 5,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kettenzugs in einer Darstelung
ähnlich Fig. 2,
- Fig. 8
- den Kettennußgehäusedeckel des Ausführungsbeispiels nach Fig. 7, in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 9
- eine Verankerungseinrichtung für die Kette, in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 10
- ein Teil der Verankerungseinrichtung nach Fig. 9, in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 11
- ein Ausführungsbeispiel des neuen Kettenzugs mit einem als Betätigungsorgan für einen
Enschalter ausgebildeten Deckel für das Kettennußgehäuse, in einer Darstellung ähnlich
Fig. 2 und
- Fig. 12
- den Kettenzug nach Fig. 11, mit teilweise weggebrochenem Kettennußgehäusedeckel.
[0014] Fig. 1 zeigt stark schematisiert einen Kettenzug 1 mit einem Gehäuse 2, in dem ein
Triebwerk des Elektrokettenzugs 1 angeordnet ist. Neben einer Längsseite des Gehäuses
2 befindet sich ein Steuerkasten 3, der über ein nicht veranschaulichtes Steuerkabel
mit einem ebenfalls nicht gezeigten Hängeschalter verbunden ist. An einer Unterseite
4 des Gehäuses 2 tritt eine Rundgliederkette 5 aus, deren unteres freies Ende mit
einem Hakengeschirr 6 versehen ist. Die gezeigte Ausführungsform ist eine einsträngige
Ausführungsform, bei der das Hakengeschirr 6 unmittelbar am freien Ende des Laststrangs
befestigt ist.
[0015] Die Befestigung des Kettenzugs 1 geschieht mittels eines Hakens 7, der einstellbar
an einer Oberseite 8 des Gehäuses 2 befestigt ist.
[0016] Das Gehäuse 2 ist ein längliches, im Querschnitt rechteckiges Gehäuse, das an seiner
Außenumfangsfläche mit einer Vielzahl in Umfangsrichtung verlaufender Kühlrippen 9
versehen ist. Etwa in der Mitte, bezogen auf seine Längserstreckung, enthält das Gehäuse
2 unterhalb des Hakens 7 ein in den Fig. 2 und 3 geschnitten gezeigtes Kettennußgehäuse
11, in dem eine Kettennuß 12 angeordnet ist, die drehfest auf einer Ausgangswelle
13 des Triebwerks sitzt. Die Ausgangswelle 13 ist eine Hohlwelle, durch die hindurch
eine Eingangswelle führt, die einen Antriebsmotors des Triebwerks mit einem Zahnrädergetriebe
verbindet, wobei sich der Motor und das Zahnrädergetriebe zu unterschiedlichen Seiten
der Kettennuß 12 befinden.
[0017] Die Kettennuß 12 ist eine Kettennuß für schräg liegende Ketten und sie weist dementsprechend
an ihren beiden stirnseitigen Enden jeweils Bordscheiben 14 auf, zwischen denen die
Rundgliederkette 5 läuft. Die Drehachse der Kettennuß 12 steht senkrecht auf den Zeichenebenen
der Fig. 2 und 3.
[0018] Ersichtlicherweise weist das Kettennußgehäuse 11 zwei voneinander beabstandete und
zueinander parallele, im wesentlichen plane Stirnwände 15 auf, von denen aus Darstellungsgründen
lediglich eine sichtbar ist. Zwischen den Stirnwänden 15, die gleichzeitig einstückiger
Bestandteil des übrigen Gehäuses 2 sind, erstreckt sich, ebenfalls einstückig, eine
Seitenwandanordnung 16. Diese umfaßt einen bogenförmigen Bogen 17, der über einen
Zentriwinkel von etwa 180° mit näherungsweise konstantem Spalt die Kettennuß 12 an
der Oberseite umgibt. An seinen beiden nach unten zeigenden Enden geht der bogenförmige
Abschnitt 17 in zwei gerade Abschnitte 18 und 19 über, deren Innenseiten 21 zueinander
parallel sind oder nur wenig (bis zu ca. 30°) divergieren.
[0019] Sowohl die Stirnwand 15 als auch die beiden Abschnitte 18 und 19 enden auf gleicher
Höhe unterhalb der Kettennuß 12, wo sie eine plane Auflagefläche 22 bilden, die an
einem vorderen Ende einen Sitz bildet. Außerdem begrenzen sie eine Kettenußgehäuseöffnung
20.
[0020] Die Figuren lassen ferner erkennen, daß die Kühlrippen 9 radial bezüglich des Kettennußgehäuses
11 wegstehen. Im Bereich der Auflagefläche 22 sind die Kühlrippen 9 ausgespart, um
die Anlage eines Deckels 23 auf der Auflagefläche 22 zu ermöglichen.
[0021] Der Deckel 23 hat, wie die Fig. 4 und 5 zeigen, im wesentlichen die Gestalt einer
dicken länglichen rechteckigen Platte mit einer zumindest ein Stück weit ebenen Oberseite
24, einer weitgehend geraden Unterseite 25 und zwei zueinander parallelen Seitenflächen
26.
[0022] Durch den Deckel 23 führen zwei Durchgangsöffnungen 27 und 28 von der Oberseite 24
bis zu der Unterseite 25 hindurch. Diese Durchgangsöffnungen 27 und 28 haben voneinander
einen Abstand, der dem Abstand zwischen dem Laststrang und dem Leerstrang der Rundgliederkette
5 entspricht, wenn sie unter ihrem Eigengewicht frei pendelnd um die Kettennuß 12
herumführt. Der Querschnitt der Durchgangsöffnungen 27 und 28 hat etwa die Gestalt
eines vierblättrigen Kleeblattes und ist damit so konturiert, wie es der Außenkontur
der Rundgliederkette 5 entspricht. Da, wie erwähnt, die Kettennuß 12 für ein schräges
Auflegen der Rundgliederkette 5 vorgesehen ist, sind die Durchgangsöffnungen 27 und
28 so gestaltet, daß ihre langen Achsen unter 45° zur Längserstreckung des Deckels
23 liegen; bei einer Kettennuß wie sie normalerweise verwendet wird, bei das jeweils
übernächste Kettenglied liegt, würde eine lange Achse parallel zu der Längserstreckungverlaufen
und die andere lange Achse quer dazu. Wie sich aus der späteren Beschreibung noch
ergeben wird, ist die Durchgangsöffnung 27 jene Öffnung, durch die der Leerstrang
hindurchtritt, während durch die Öffnung 28 der Laststrang 28 läuft.
[0023] Zwischen den beiden Öffnungen 27 und 28 ist auf der Oberseite 24 einstückig ein Kettenauswerfer
29 angeordnet, der an die Außenkontur der Kettennuß 12 angepaßt ist. Zwischen dem
Auswerfer 29 und der einhüllenden Außenumfangsfläche der Kettennuß 12 verbleibt nur
ein kleiner Spalt, während andererseits der freie Ablauf der Kette 5 von der Kettennuß
nicht behindert wird.
[0024] An seinem der Durchgangsöffnung 27 benachbarten Ende ist der Deckel 23 mit einem
schräg nach unten führenden Fortsatz 31 versehen, der an seinem freien Ende unter
Ausbildung eines Hakens 32 nach oben gekrümmt ist. Der Haken 32 definiert ein nach
oben offenes Hakenmaul 33, dessen Achse sich rechtwinklig zu den von den Seitenflächen
26 definierten Ebenen erstreckt. Ferner ist das Hakenmaul 33 an seinem Grund halbzylindrisch.
[0025] Im Bereich des Fortsatzes 31 und somit zwischen dem Haken 32 und der Durchgangsöffnung
27 enthält der Deckel 23 eine Stufenbohrung 34, deren Abschnitt 35 mit kleinerem Durchmesser
zu der Oberseite 34 hin gelegen ist, d.h. die Stufenbohrung 34 erweitert sich zu der
Unterseite 25.
[0026] Der Deckel 23 trägt auf seinem von dem Fortsatz 31 abliegenden Ende eine Erhöhung
36, die sich über die Oberseite 24 erhebt. Die Erhöhung 36 reicht nicht bis Durchgangsöffnung
28 heran, so daß bis zu einer Rampe 37 die Oberseite 24 exakt plan ist. In der Erhöhung
36 ist eine Stufenbohrung 38 enthalten, die zwei Abschnitte 39 und 41 aufweist. Die
beiden Abschnitte 39 und 41 gehen an einer Planschulter 42 ineinander über, wobei
der Abschnitt 41 der Abschnitt mit dem kleineren Durchmesser ist, der der Unterseite
25 benachbart ist.
[0027] Diese Bohrung 38 dient in einer weiter unten erläuterten Weise als Widerlager im
Falle einer zweisträngigen Ausführung.
[0028] Das mit der Erhöhung 36 versehene Ende des Deckels 23 weist außerdem zwei Ausnehmungen
43 auf. Die beiden Ausnehmungen 43 befinden sich unmittelbar an einer Rückwand 44
des Deckels und sie öffnen sich einerseits durch die Unterseite 25, andererseits durch
die Seitenflächen 26 und schließlich hin zu der Rückwand 44, womit die Ausnehmungen
43 zu drei Seiten hin offen sind. Dementsprechend sind die Ausnehmungen 43 von einem
planen, zu der Unterseite 25 parallel verlaufenden Boden 45 sowie zwei Seitenwänden
46 und 47 begrenzt. Von diesen stehen die Seitenwände 46 auf der Unterseite 25 im
wesentlichen senkrecht, während die rückwärtige Seitenwand 47 schräg verläuft, jedoch
so, daß sich aus der Sicht der Unterseite 25 keine Hinterschneidung ergibt.
[0029] Im montierten Zustand des Deckels 23, d.h. wenn er mit seiner planen Oberseite 24
an der Anlagefläche 22 anliegt, fluchtet mit der Stufenbohrung 35 eine Gewindebohrung
48, die sich in der Anlagefläche 22 in dem hinteren Seitenwandabschnitt 19 befindet.
Mit den beiden Ausnehmungen 43 dagegen wirken zwei Fortsätze 49 zusammen, die entsprechend
gegenüber dem Sitz 22 versetzt an denjenigen beiden Rippen 9 ausgebildet sind, die
an den Sitz 22 angrenzen. Jeder dieser beiden Fortsätze 49 bildet eine nach oben zeigende
Sitzfläche 51.
[0030] Zur Aufnahme der Kettenglieder des Leerstrangs ist ein Kettenspeicher 52 vorgesehen,
der an seinem oberen Ende zwei parallel im Abstand zueinander angeordnete Halteflansche
53 einstückig trägt. Durch die Halteflansche 53 führt eine Durchgangsbohrung 54 hindurch,
in der im montierten Zustand ein Zylinderbolzen 55 steckt.
[0031] Bei der Montage wird der Deckel 23 von unten her zwischen die benachbarten Rippen
9 beidseits des Sitzes 22 eingeschoben, und zwar mit seinem die Erhöhung 36 tragenden
Ende voraus, damit die dort vorhandenen Ausnehmungen 43 auf die Fortsätze 49 kommen.
Die Fortsätze 49 bilden zusammen mit den Ausnehmungen 43 einen Satz von Befestigungsmitteln,
die formschlüssig ohne Gewinde zusammenwirken.
[0032] Sobald der Deckel 23 vollständig auf die Fortsätze 51 geglitten ist, wirken die Ausnehmungen
zusammen mit den Fortsätzen 49 wie der Drehpunkt eines Scharniers, und der Deckel
23 kann nach oben geschwenkt werden, bis seine Oberseite 24 flach auf dem planen Sitz
22 aufliegt. In dieser Stellung fluchtet die Bohrung 34 mit der Gewindebohrung 48,
und es kann eine in Fig. 2 gestrichelt angedeutete Schraube 56 von unten her eingeschraubt
werden.
[0033] Die relativen Abmessungen der Fortsätze 49 und der Ausnehmungen 43 ergeben sich aus
der Bedingung, daß, wenn der Deckel 23 mit seiner Oberseite 24 auf dem Sitz 22 aufliegt,
auch die Ausnehmungen 43 mit den Bodenflächen 45 auf den Auflageflächen 51 weitgehend
spielfrei, jedoch ohne Zwang aufliegen können.
[0034] Bevor jedoch, wie beschrieben, der Deckel 23 eingesetzt wird, wird durch die miteinander
fluchtenden Bohrungen 54 der Zylinderbolzen 55 hindurchgesteckt und es kann der Kettenspeicher
52 in das Hakenmaul 33 eingehängt werden. Der Zylinderstift 55 führt im montierten
Zustand durch das Hakenmaul 33 hindurch, während sich die Halteflansche 53 zu beiden
Seiten des Hakens 32 erstrecken. Bezogen auf die Darstellung nach Fig. 2 kann der
Kettenspeicher 52 aufgrund der Befestigung mittels des Zylinderstiftes 55 weit genug
zurückgeschwenkt werden, damit der Kopf der Schraube 56 zugänglich ist.
[0035] Nach der Montage wird ein Herausrutschen des Zylinderstiftes 55 dadurch verhindert,
daß er an entsprechend benachbarte Rippen 9 anstößt, die ihn in axialer Richtung sichern.
[0036] Sobald der Kettenzug 1 insoweit vervollständigt ist, kann in bekannter Weise die
Rundgliederkette 5 eingezogen werden.
[0037] Eine nachträgliche Inspektion der Kettennuß 12 ist jederzeit möglich, und zwar ohne
daß der Kettenzug 1 heruntergenommen werden muß. Es genügt, wenn zum Zwecke der Inspektion
zunächst der Kettenspeicher 52 zur Seite geschwenkt wird, um mit Hilfe eines Werkzeugs
die Schraube 56 herausdrehen zu können. Sodann läßt sich der Deckel 23, bezogen auf
Fig. 2, im Gegenuhrzeigersinn bezüglich der Fortsätze 49 ein Stück weit herumschwenken,
bis er mit seiner Erhöhung 36 zwischen den Fortsätzen 49 und der gegenüberliegenden
Kante des vorderen Seitenwandabschnittes 18 herausgezogen werden kann. Ersichtlicherweise
hat die Schwenkbewegung eine überwiegende Bewegungskomponente in Richtung parallel
zu dem Laststrang, wie er in den Figuren ein Stück weit gezeichnet ist. Nach der Inspektion
wird der Deckel 23 wiederum, wie oben beschrieben, eingesetzt.
[0038] Der beschriebene Deckel 23 eignet sich auch in unveränderter Form für die zweisträngige
Ausführung des Hebezeugs, indem das lose Ende des Laststrangs in dem Deckel 23 verankert
wird. Zu diesem Zweck werden zwei Halbschalen 61 verwendet, wie sie in Fig. 6 gezeigt
sind. Jede der beiden Halbschalen 61 ist ein kurzer halbierter Zylinder mit einer
halbzylindrischen Außenumfangsfläche 62 und einer Planfläche 63, die die Achse des
Zylinders enthält. In der Planfläche 63 sind zwei Nuten 64 und 65 einander schneidend
eingearbeitet. Die Nuten 64 und 65 haben die Gestalt des Abdrucks, den zwei ineinanderhängende
Glieder der Rundgliederkette hinterlassen würden, wenn sie in weiches Material eingedrückt
werden, d.h. die Nut 64 entspricht etwa einem Abdruck eines liegenden Kettengliedes
und die Nut 65 dem Abdruck eines stehenden Kettengliedes. Die Lage der Nuten 64 und
65 ist so gewählt, daß das liegende Kettenglied nicht nach oben über den Zylinder
bzw. die Halbschale 61 übersteht.
[0039] Um die beiden Halbschalen 61 aneinander befestigen zu können, enthält eine der Halbschalen
61 eine Gewindebohrung 66, während eine dazu komplementäre spiegelbildliche Halbschale
(nicht dargestellt) eine flachgesenkte Bohrung für den Kopf einer entsprechenden Schraube
aufweist. Die Bohrung oder Gewindebohrung 66 befindet sich in dem von der Nut 64 umgrenzten
Bereich. Das letzte und das vorletzte Kettenglied am losen Ende des Laststrangs werden
ohne Zwang in die gezeigte Halbschale 61 eingelegt und sodann wird eine weitere Halbschale
aufgesetzt, die spiegelbildlich ist, jedoch kein Gewinde enthält. Nach Einschrauben
einer entsprechenden Sicherungsschraube in das Gewinde 64 sind die beiden Halbschalen
aneinander befestigt und sie ergänzen sich zu einem kurzen zylindrischen Bolzen, dessen
Außendurchmesser gleich dem Innendurchmesser des Abschnittes 39 der Bohrung 38 ist.
[0040] Es versteht sich, daß die Halbschalen 61 an der Kette 5 erst angebracht werden, nachdem
diese bei noch demontiertem Deckel 23 ein Stück weit durch die Bohrung 38 hindurchgezogen
wurde. Die Länge des von den Halbschalen 61 gebildeten Zylinderstücks entspricht der
Tiefe des Abschnitts 39. Dadurch gibt es nichts, was nach oben über t5die Erhöhung
36 übersteht.
[0041] Der Deckel 23 kann nun, wie vorerwähnt, an dem Kettennußgehäuse 11 befestigt werden.
[0042] Schließlich ist es möglich das aus den Halbschalen 61 gebildete Zylinderstück verdrehgesichert
in dem Deckel 23 festzulegen. Dazu sind in der Außenumfangsfläche 62 der Halbschalen
61 Abflachungen 67 vorgesehen, die sich über die gesamte Höhe erstrecken. Die Abflachungen
67 korrespondieren mit entspechenden abgeflachten Erhöhungen 68 in der Stufenbohrung
38. Diese Erhöhungen 68 sind in den Fig. 4 und 5 gestrichelt eingezeichnet und längs
dem Umfang äquidistant verteilt.
[0043] Die bei der zweisträngigen Ausführung auf den Deckel 23 wirkenden Kräfte werden unmittelbar
über die Ausnehmungen 43 auf die Fortsätze 49 übertragen, da sich die Ausnehmungen
43 in unmittelbarer Nähe beidseits der Bohrung 38 befinden, wie dies Fig. 5 erkennen
läßt. Die Schraube 56 ist auch bei zweisträngiger Ausführung praktisch kräftefrei.
Sie braucht im wesentlichen nur das Gewicht der in dem Kettenspeicher 52 enthaltenen
Kette auszuhalten.
[0044] In den Fig. 7 und 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für den neuen Kettenzug
dargestellt. Soweit bei diesem Ausführungsbeispiel Bauelemente auftauchen, die bereits
im Zusammenhang mit den vorhergehenden Figuren erläutert sind und die mit diesen Bauteilen
übereinstimmen bzw. diesen funktionsmäßig entsprechen, sind für die entsprechenden
Bauteile dieselben Bezugszeichen verwendet, ohne sie im einzelnen neu zu erläutern.
Die nachstehende Beschreibung beschränkt sich deswegen auf die gegenüber dem vorherigen
Ausführungsbeispiel neuen zusätzlichen Merkmale.
[0045] Der Deckel 23, der das Kettennußgehäuse 11 verschließt, trägt auf seiner Unterseite
25 eine, beispielsweise aus Gummi oder einem anderen polymeren Material bestehende
Dämpfungsplatte 71. Diese Dämpfungsplatte 71 reicht von der Wand 36 des Deckels 23
bis hin zu dem hakenförmigen Fortsatz 31 und folgt der Kontur der Unterseite 25. Die
Breite der Dämpfungsplatte 71 entspricht der senkrecht zu der Zeichenebene von Fig.
8 gemessenen Erstreckung des Deckels 23.
[0046] In der Dämpfungsplatte 71 befinden sich insgesamt drei glatt durchgehende zylindrische
Öffnungen 73, 74 und 75. Die Öffnungen 73 und 74 fluchten mit den Öffnungen 27 und
28, durch die der Leer- bzw. Laststrang der Kette 5 verläuft. Die Öffnung 75 ist koaxial
zu der Stufenbohrung 38, in der bei der zweisträngigen Ausführung ein in den Fig.
9 und 10 dargestelltes Verankerungsglied 76 steckt.
[0047] Zwischen den zylindrischen Öffnungen 73, 74 und 75 befinden sich Stufenbohrungen
77 und 78, die der Aufnahme von Kopfschrauben 79 dienen, die in Gewindebohrungen 81
einzuschrauben sind, um die Dämpfungsplatte 71 an der Unterseite 25 festzuschrauben.
[0048] Der Vorteil dieser Dämpfungsplatte 71 besteht darin, harte Schläge zu vermeiden,
wenn aufgrund einer Unachtsamkeit des Bedienenden das Hakengeschirr 6 gegen die Unterseite
des Deckels 23 anstößt. Die sich zwischen dem Hakengeschirr 6 und der Unterseite 25
des Deckels 23 befindende Dämpfungsplatte 71 dämpft einen solchen Aufprall.
[0049] Um sicherzustellen, daß weder das Hakengeschirr 6 noch eine an dem Hakengeschirr
6 befestigte Lat möglicherweise den Kettenspeicher 52 aus dem Haken 33 heraushebt,
ist, wie Fig. 7 zeigt, oberhalb des Hakenmauls 33 eine Kopfschraube 82 eingedreht,
deren Kopf so positioniert ist, daß der Zylinderbolzen 55 nicht aus dem Hakenmaul
33 herausgleiten kann, wenn der Kettenspeicher 52 von unten her angehoben wird.
[0050] Die Fig. 9 und 10 zeigen im Detail das bereits oben erwähnte Verankerungsglied 76,
das verwendet wird, wenn eine zweisträngige Ausführung gewünscht ist. Bei einer zweisträngigen
Ausführung ist das Hakengeschirr 6 mit einer Umlenkrolle versehen, so daß sich eine
Flaschenzugwirkung ergibt.
[0051] Das Verankerungsglied 76 besteht aus zwei identischen Teilen in Gestalt von Halbschalen
83, die im montierten Zustand mit einer planen Fläche 84 aneinander anliegen. In jede
Planfläche 84 der beiden Halbschalen 83 ist, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 6, ein hinterschnittfreier Hohlraum 85 eingeformt, der dem halbierten Abdruck
zweier ineinander hängender Kettenglieder entspricht. Wenn beide Halbschalen 83 mit
ihren Planflächen 84 aneinander anliegen, folgt der dadurch gebildete, in sich geschlossene
Hohlraum 85 der Kontur der besagten Kettenglieder, so daß diese in dem Hohlraum 85
formschlüssig festgehalten werden können.
[0052] Jede Halbschale 83 ist, ausgehend von der Planfläche 84, von einer halbzylindrisch
gekrümmten Seitenwand 86 begrenzt, und zwar so, daß an dem unteren Bereich bis zu
einer Schulter 87 die Wand mit einem kleineren Krümmungsradius gekrümmt ist und oberhalb
der Schulter 87 mit einem größeren Krümmungsradius. Die Schulter 87 teilt die halbzylindrische
Seitenwand 86 in einen Abschnitt 88 und einen Abschnitt 89 auf.
[0053] Am oberen Ende ist jede Halbschale 83 mit einem zu den Seitenwandabschnitten 89 konzentrisch
ausgebildeten Bund 91 versehen, der seitlich bei 92 bis auf den Durchmesser des Seitenwandabschnittes
89 abgeflacht ist. Diese abgeflachten Bereiche 92 erstrecken sich rechtwinklig zu
der Planfläche 84.
[0054] Um die beiden Halbschalen 83 im montierten Zustand zusammenzuhalten, ist ein rohrförmiger
Ring 93 vorgesehen.
[0055] Die bisher nicht angegebenen Dimensionierungen ergeben sich aus der nachfolgenden
Funktionsbeschreibung:
Zur Montage wird das lose Kettenende von der Unterseite 25 her durch die Stufenbohrung
38 eingefädelt. Auf das an der Oberseite des Deckels 23 vorstehende Ende der Kette
5 wird der Ring 93 aufgesteckt. Sodann werden die beiden letzten Kettenglieder in
den Hohlraum 85 einer der beiden Halbschalen 83 eingelegt und die zweite Halbschale
83 wird darübergelegt, womit die Kette zwischen den beiden Hohlräumen 85 gehalten
ist, die sie weitgehend umschließen.
[0056] Infolge der halbzylindrischen Außenwand 86 der Halbschale 83 entsteht im montierten
Zustand eine in Umfangsrichtung glatt zylindrische Konfiguration. Auf die von dem
unteren Abschnitt 88 gebildete Zylinderfläche wird der Ring 93 aufgeschoben, dessen
lichte Weite dem durch die Abschnitte 88 definierten Zylinder entspricht, während
der Außendurchmesser des Rings 93 genauso groß ist wie der Durchmesser des Zylinders,
der von den Abschnitten 89 festgelegt ist.
[0057] Nach dem Aufschieben des Rings 93 entsteht ein Gebilde, das bis hin zu dem Bund 91
konstanten Durchmesser und zylindrische Außengestalt hat. Das so zusammengesetzte
Verankerungsglied 76 mit dem darauf sitzenden Ring 93 wird von oben her in die zylindrische
Bohrung 38 eingesteckt.
[0058] Die Drehsicherung des Verankerungsgliedes 76 in der Bohrung 38 kommt durch das Zusammenwirken
der seitlich abgeflachten Flächen 92 mit zwei Seitenwänden 94 zustande, die an der
Oberseite des Deckels 23 parallel und im Abstand ausgebildet sind. Diese Seitenwände
94, von denen aufgrund der Darstellung in Fig. 9 lediglich eine zu erkennen ist, verlaufen
tangential zu der Bohrung 38 und sie sind gleichsam die Seitenwände einer Nut, die
in Längsrichtung des Deckels 23 verläuft und von deren Boden die Bohrung 38 ausgeht.
Da die beiden Seitenwände 94 einen Abstand voneinander haben, der dem Durchmesser
des oberen Abschnittes 39 der Bohrung 38 entspricht, passen die abgeflachten Flächen
92 gerade eben zwischen die beiden Seitenwände 94 und verhindern ein Verdrehen des
Verankerungsgliedes 76 in der Bohrung 38.
[0059] Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß der Monteur gegebenenfalls nachträglich
durch leichtes Anheben des Verankerungsgliedes 76 das Verankerungsglied 76 noch drehen
kann, falls infolge eines Montagefehlers die Kette 5 einen unzulässigen Drall haben
sollte. Im übrigen verhindert das Eigengewicht der Kette 5 mit dem daran befindlichen
Hakengeschirr 6, daß während des Betriebs die Drehsicherung zwischen dem Verankerungsglied
76 und dem Deckel 23 verlorengehen kann.
[0060] Die Fig. 11 und 12 zeigen ein Ausführungsbeispiel des neuen Kettenzugs 1, bei dem
der Deckel 23 betriebsmäßig geringfügig schwenkbar ist. Da die Konstruktion im übrigen
weitgehend mit den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 2 und 7 übereinstimmt, werden
wiederum nur die Unterschiede erläutert und für bereits beschriebene Bauelemente dieselben
Bezugszeichen wie bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen verwendet.
[0061] Der wesentliche Unterschied bei der Ausführungsform nach Fig. 10 gegenüber dem vorherigen
Ausführungsbeispielen besteht darin, daß der Deckel 23 bewußt schwenkbar gelagert
ist, wozu er an seinem der Wand 36 benachbarten Ende zwei kurze Zapfen 95 trägt, die
an beiden Schmalseiten angeformt und zueinander koaxial sind. Diese Zapfen 95 haben
die Gestalt von Zylinderzapfen, die an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten abgeflacht
sind, so daß Flachseiten 96 entstehen, die parallel zueinander verlaufen.
[0062] In den benachbarten Seitenwänden sind aufeinander zu weisende Sackbohrungen 97 enthalten,
die als Auflagerpfannen für die Zapfen 95 dienen und die hierzu eine entsprechende
Tiefe und einen entsprechenden Durchmesser haben. Von jeder dieser Aufnahmebohrungen
97 geht jeweils zu der benachbarten Kante des Gehäuses 2 eine gerade Nut 98 aus, deren
Weite dem Abstand der beiden Flachseiten 96 entspricht. Die Nut 98 auf jeder Seite
des Deckels 23 verläuft horizontal und mittig bezüglich der Mitte der Bohrung 97,
während die Flachseiten 96 des Deckels 23 im montierten Zustand vertikal ausgerichtet
sind. Somit ist in dieser Stellung eine Passage des Zapfens 95 durch die Nuten 98
hindurch verhindert, während bei senkrecht nach unten hängendem Deckel 23 die Flachseiten
96 parallel zu der Längserstreckung der Nut 98 ausgerichtet sind, womit die Zapfen
95 die Nut 98 passieren können, um den Deckel 93 aus den beiden Bohrungen 97 freibekommen
zu können.
[0063] Im montierten Zustand hingegen liegen die Zapfen 95 mit ihrer unteren Zylinderfläche
auf der entsprechenden Zylinderfläche der beiden Sackbohrungen 97 auf.
[0064] Auf der dem Zapfen 95 gegenüberliegenden Seite ist der Deckel 23 ähnlich ausgebildet
wie der Deckel 23 bei der Ausführungsform nach Fig. 2, jedoch besteht ein Unterschied
in der Anbringung an dem Gehäuse 2 insofern, als zwischen der Oberseite des Deckels
23 und dem Sitz 22 ein Federpaket 96 vorhanden ist, das den Schaft der Schraube 56
konzentrisch umgibt. Dieses Federpaket 96 spannt den Deckel 23 in Richtung auf den
Kopf der Schraube 56, d.h. nach unten zu vor. Außerdem wirkt in dieser Richtung des
Gewicht des an dem Deckel 23 hängenden Kettenspeichers 52.
[0065] Oberhalb wenigstens einer der Laschen 53 des Kettenspeichers 52 ist in dem Gehäuse
2 ein Betätigungsorgan 97 längsverschieblich gelagert, das mit einem darüber angeordneten
Schalter 98 zusammenwirkt. Dieser Schalter 98 ist eleketrisch mit der Steuerung des
Hebezeugs 1 verbunden.
[0066] Wenn bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel das Hakengeschirr 6 an dem Deckel 23 anstößt,
kann der Deckel 23, der durch die Zapfen 95 drehgelagert ist, ein Stück weit nach
oben gegen die Kraft des Federpaketes 96 und das Gewicht des Kettenspeichers 52 verschwenkt
werden. Dabei verschiebt die entsprechende Lasche 53 des Kettenspeichers 52 den Stößel
97 nach oben und betätigt den Schalter 98, der daraufhin den Motor des Hebezeugs 1
stillsetzt, um eine Überlastung zu verhindern. Der Motor kann nur noch in Richtung
nach unten in Gang gesetzt werden.
[0067] Wenn der Motor im Sinne eines Absenkens des Hakengeschirrs 6 in Gang gesetzt wird,
schwenkt der Deckel 23 wieder nach unten und die Schalterbetätigung hört auf.
[0068] Der bewegbare Deckel 23 wirkt als Fühlorgan, um die zulässige Endlage des Hakengeschirrs
6 erfassen zu können. In ähnlicher Weise kann der schwenkbar gelagerte Deckel 23 auch
dazu verwendet werden, ein vollständiges Ablaufenlassen der Kette 5 zu verhindern,
indem an dem in dem Kettenspeicher 52 befindlichen Ende der Kette 5 ein Anschlagorgan
angebracht wird, das bei vollständigem Ablaufen der Kette 5 im Bereich der Öffnung
27 an den Deckel 23 anstößt und ihn ebenfalls nach oben verschwenkt, um, wie vorher
erläutert, den Schalter 98 zu betätigen.
[0069] Bei der neuen Lösung genügt ein Schalter, um sowohl zu erkennen, daß das Hakengeschirr
6 vollständig hochgezogen ist, als auch zu erkennen, daß die Kette 5 in die Maximalstellung
abgelassen wurde. Selbstverständlich enthält die Steuerung des Hebezeugs eine Einrichtung,
um dann nur noch die jeweils andere Betriebsrichtung freizugeben.
[0070] Ein Kettenzug enthält in seinem Gehäuse ein nach unten offenes Kettennußgehäuse.
Die dadurch gebildete Öffnung wird durch einen Deckel verschlossen, der an einem Ende
schwenkbar an dem Gehäuse des Kettenzuges angebracht ist und an seinem anderen Ende
mit einem formschlüssigen Sicherungsglied in der hochgeklappten Stellung gesichert
ist. Zur Inspektion der Kettennuß kann der Kettennußdeckel nach Lösen des Sicherungsgliedes
ein Stückes weit heruntergeschwenkt werden, ohne daß dazu ein Abnehmen der Kette erforderlich
ist.
1. Kettenzug (1) mit einem Gehäuse (2,11), in dem sich ein Triebwerk befindet, auf dessen
Ausgangswelle (13) drehfest eine Kettennuß (12) für eine Rundgliederkette (5) sitzt,
mit einem in das Gehäuse (2,11) enthaltenen Kettennußgehäuse (11), das von einer
ersten Stirnwand (15), die einer Stirnseite der Kettennuß (12) benachbart ist, einer
zweiten Stirnwand (15), die der anderen Stirnseite der Kettennuß (12) benachbart ist,
sowie von einer Seitenwandanordnung (16) begrenzt ist, die ihrerseits einen bogenförmigen,
die Kettennuß (12) weniger als 180° weit umgebenden Abschnitt (17) und zwei im wesentlichen
gerade Abschnitte (18,19) aufweist, die bezüglich der Kettennuß (12) tangential verlaufen,
wobei die Stirnwände (15) sowie die geraden Abschitte (18,19) eine Kettennußgehäuseöffnung
(20) begrenzen,
mit einem Deckel (23) zum Verschließen der Kettennußgehäuseöffnung (20), wobei
der Deckel (23) eine Durchgangsöffnung (28) für den Laststrang der Kette (5) sowie
eine Durchgangsöffnung (27) für den Leerstrang der Kette (5) enthält und auf seiner
der Kettennuß (12) zugewandten Seite einen Kettenauswerfer (29) trägt,
mit einem an dem Gehäuse (2) bzw. dem Kettennußgehäuse (11) vorgesehen Auflage
(22) für den Deckel (23),
mit einem an dem Gehäuse vorgesehenen und von der Auflage (22) beabstandeten Auflager
(49,97), auf dem der Deckel (23) mit Auflagermitteln (43,95) aufliegt, wenn er das
Kettennußgehäuseöffnung (20) verschließt, und das derart gestaltet ist, daß es dem
Deckel (23) zum Abnehmen von dem Sitz (22) eine Schwenkbewegung um das Auflager (49,97)
ermöglicht, wobei die Bewegung in einer Stellung beginnt, in der der Deckel (23) an
der Anlage (22) im wesetlichen anliegt, und
mit einem lösbaren Sicherungsglied (56) zum Sichern des Deckels (20) in einer der
Anlage (22) zumindest benachbarten Stellung.
2. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (23) länglich ist
und daß einem Ende des Deckels (23) benachbart das Sicherungsglied (56) vorgesehen
ist und bei dem anderen Ende des Deckels (23) die zu dem Auflager (49,97) komplementären
Auflagermittel (43,95) vorhanden sind.
3. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (23) an seiner Unterseite
(25) mit einer dämpfenden Auflage (71) versehen ist.
4. Kettenzug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (71) eine Gummiplatte
ist.
5. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsglied von wenigstens
einer Schraube (56) gebildet ist und daß der Deckel (23) eine Durchgangsöffnung (34)
für die Schraube (56) aufweist.
6. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Auflager zwei aufeinander
zu oder voneinander weg weisende Fortsätze (49,95) vorgesehen sind.
7. Kettenzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der/die Fortsätze (49) einstückig
an dem Gehäuse (2) bzw. dem Kettennußgehäuse (11) vorgesehen sind.
8. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagermittel (95) für
den Deckel (23) von zwei Fortsätzen gebildet sind, die an dem Deckel (23) vorhanden
sind.
9. Kettenzug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze (95) beidseitig
abgeflachte zylindrische Zapfen sind, für die als Gegenstück Auflagerpfannen (97)
vorgesehen sind, daß in jede Auflagerpfanne (97) eine nach außen offenen Nut (98)
radial einmündet, derart, daß bei entsprechender Drehstellung der Zapfen (95) zu den
Nuten (98) die Zapfen (95) durch die Nuten (98) in die jeweilige Auflagerpfanne (97)
einführbar oder herausnehmbar sind.
10. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (23) bei eingesetztem
Sicherungsglied (56) begrenzt schwenkbar ist und daß ein Sensor (99) vorgesehen ist,
um die Schwenkstellung des Deckels (23) zu erfassen.
11. Kettenzug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (99) ein Schalter
ist.
12. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (23) eine Befestigungseinrichtung
(31) für einen Kettenspeicher (52) aufweist und daß diese Befestigungseinrichtung
(31) sich neben der Durchgangsöffnung (27) für den Leeerstrang befindet.
13. Kettenzug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Befestigungseinrichtung
(31) für den Kettenspeicher (52) und der Durchgangsöffnung (27) für den Leerstrang
eine Durchgangsbohrung (34) das Sicherungsmittel (56) angeordnet ist.
14. Kettenzug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung
(31) für den Kettenspeicher (52) hakenförmig ist.
15. Kettenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (23) eine Verankerungseinrichtung
(38) für das lose Ende des Laststrangs bei zweisträngiger Ausführung aufweist.
16. Kettenzug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Verankerungseinrichtung
(38) neben jenem Ende des Deckels (23) befindet, dem die Auflagermittel (49,97) benachbart
sind.
17. Kettenzug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungseinrichtung
(38) eine sich nach unten verjüngende Bohrung vorzugsweise eine Stufenbohrung (38)
aufweist.
18. Kettenzug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungwseinrichtung
(38) eine verdrehsicherung aufweist.
19. Kettenzug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß für die Kette (5) ein Verankerungsmittel
(61,76) vorgesehen ist, das mit der Verankerungseinrichtung (38) zusammenwirkt.
20. Kettenzug nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Verankerungsmittel (61,76)
aus zwei komplementären Teilen (61,83) besteht, die zusammen einen Hohlraum begrenzen,
der die Gestalt von wenigstens zwei ineinanderhängenden Kettengliedern hat, wobei
eine Trennstelle (84) zwischen den Teilen (61,83) durch den Hohlraum verläuft.
21. Kettenzug nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (61,83) im zusammengesetzten
Zustand eine zylindrische Gestalt aufweisen.
22. Kettenzug nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß den Teilen (61,83) ein Sicherungsglied
(93) zugeordnet ist, das die beiden Teile (61,83) zusammenhält.
23. Kettenzug nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsglied (93) rohrförmige
Gestalt hat und im montieten Zustand gürtelförmig um die beiden Teile (61,83) von
außen herumliegt.