[0001] Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 einen Drehstangenverschluß
für Türen von Nutzfahrzeugaufbauten, Transportbehältern und dergleichen, mit einer
Handhabe zum Drehen der Drehstange und mit mindestens einem Verriegelungsteil an einem
Ende der Drehstange, das in der Schließstellung gegen einen Gegenhalter verriegelt
ist, wobei das Verriegelungsteil einen radial abstehenden Arm aufweist, der sich während
des Schließvorgangs hinter einen Haken am Gegenhalter eindreht und dabei die Türe
heranholt und der sich nach beendetem Schließvorgang am Haken abstützt.
[0002] Ein Drehstangenverschluß dieser Art ist aus der DE-PS 19 60 697 bekannt. Er weist
den Vorteil auf, daß er nach einem Verdrehen der Drehstange mit Hilfe der Handhabe
um 90° vollständig entriegelt ist. Man kann also in dieser Stellung durch Ziehen an
der Handhabe die Türe öffnen. Besonders bei Kofferaufbauten von Kühlfahrzeugen ist
dies wichtig, weil nämlich die Dichtungsleisten am Türrahmen besonders nach längerer
Fahrt ziemlich fest an der Türe haften können. Nachteilig an diesem Verschluß ist
jedoch die Tatsache, daß sich bei Innendruck gegen die Türe, der beispielsweise durch
Verrutschen der Ladung entstehen kann, ein Drehmoment an der Drehstange ergibt, das
auf die Handhabe wirkt, weshalb sowohl die Drehstange als auch die Handhabe samt der
Haltevorrichtung, mit der die Handhabe in der Schließstellung des Verschlusses festgelegt
ist, übermäßig stabil ausgeführt werden müssen. Außerdem kann bei sehr starkem Innendruck
sogar eine Torsion der Drehstange eintreten, was zur Folge hat, daß die Türe nicht
mehr richtig am Türrahmen anliegt.
[0003] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen eingangs näher bezeichneten Drehstangenverschluß
so weiterzubilden, daß in der Schließstellung kein oder ein wesentlich verringertes
Drehmoment auftritt, wenn ein Innendruck gegen die Türe wirkt, ohne daß dabei die
Eigenschaft verloren geht, daß zum völligen Entriegeln des Verschlusses die Drehstange
um lediglich 90° gedreht werden muß.
[0004] Die diese Aufgabe lösende Weiterbildung des eingangs näher bezeichneten Drehstangenverschlusses
besteht gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruchs 1 darin, daß am Gegenhalter ein
weiterer Haken angeordnet ist, der gegen den ersten Haken gerichtet ist und der in
der Schließstellung das Verriegelungsteil übergreift, wobei in dieser Stellung eine
Fläche des Verriegelungsteils an der Innenseite des Endteils des weiteren Hakens anliegt
und wobei das Verriegelungsteil in Höhe des weiteren Hakens eine Ausnehmung aufweist,
deren Form und Lage derart sind, daß das Verriegelungsteil in einer um etwa 90° gegenüber
der Schließstellung verdrehten Stellung vom weiteren Haken nicht übergriffen wird.
[0005] Eine Weiterbildung gemäß Patentanspruch 2 besteht darin, daß in der Schließstellung
der weitere Haken die Mittelachse der Drehstange übergreift und daß die Ausnehmung
am Verriegelungsteil bis über die Mittelachse der Drehstange reicht.
[0006] Eine Weiterbildung gemäß Patentanspruch 3 besteht darin, daß in der Schließstellung
der weitere Haken nicht bis über die Mittelachse der Drehstange greift und dementsprechend
die Ausnehmung am Verriegelungsteil nicht bis zur Mittelachse der Drehstange reicht
und daß außderdem in der Schließstellung der radial abstehende Arm des Verriegelungsteils
sich mit seiner Stirnseite am ersten Haken abstützt.
[0007] Wesentlich ist beim erfindungsgemäßen Drehstangenverschluß, daß am Gegenhalter ein
weiterer Haken vorgesehen ist, der in der Schließstellung das Verriegelungsteil übergreift,
wobei in dieser Stellung eine Fläche des Verriegelungsteils an der Innenseite des
Endteils des weiteren Hakens anliegt. Um nicht nur eine Verringerung, sondern eine
vollständige Vermeidung eines Drehmonents bei Innendruck gegen die Türe zu erreichen,
ist es erforderlich, daß entweder der weitere Haken bis über die Mittelachse der Drehstange
greift oder der radial abstehende Arm des Verriegelungsteils sich mit seiner Stirnseite
am ersten Haken des Gegenhalters abstützt. Letztere Ausführungsform besitzt den weiteren
Vorteil, daß die Bauhöhe geringer gehalten werden kann. Weil außerdem das Verriegelungsteil
in Höhe des weiteren Hakens eine entsprechende Ausnehmung in geeigneter Form und Anordnung
aufweist, kann beim öffnen der Türe nach einem Verdrehen der Drehstange um 90° das
Verriegelungsteil am weiteren Haken vorbeigeführt werden.
[0008] Eine im Patentanspruch 4 beschriebene Weiterbildung des Drehstangenverschlusses von
Patentanspruch 3 besteht darin, daß die Drehstange durch das Verriegelungsteil hindurchgeführt
und mit diesem verbunden ist, wobei die Ausnehmung am Verriegelungsteil bis zur Drehstange
reicht. Bei der Ausführungsform gemäß Patentanspruch 3 reicht der weitere Haken am
Gegenhalter nicht bis über die Mittelachse der Drehstange, so daß die Ausnehmung am
Verriegelungsteil verhältnismäßig klein gehalten werden kann. Es ist deshalb möglich,
die Drehstange durch das Verriegelungsteil hindurchzuführen. Dies hat einen besonderen
Vorteil, wenn die Drehstange des Drehstangenverschlusses in die Türe eingebaut ist
und unten und oben aus der Türe vorspringt. Drehstange und Verriegelungsteil können
gesondert angefertigt und erst nach dem Einbau der Drehstange in die Türe miteinander
verbunden werden. Dies bringt montagetechnische Vorteile mit sich.
[0009] Drehstangenverschlüsse, bei denen bei Innendruck gegen die Türe kein Drehmoment auftritt,
sind an und für sich bekannt, so z. B. aus den US-PSen 2 260 519 und 2 236 594. Auch
bei diesen Verschlüssen dreht sich beim Schließvorgang ein Arm am Verriegelungsteil
hinter einen Haken am Gegenhalter, wodurch die Türe herangeholt und schließlich geschlossen
wird. In der Schließlage stützt sich ein Nocken an einem weiteren Haken ab. Da jedoch
der Arm und der Nocken höhenversetzt sind und somit die Bauhöhe des Verschlusses beträchtlich
ist, können diese Verschlüsse nur an sehr breiten Fahrzeugrahmen befestigt werden.
Die Geometrie der Anordnung der Verriegelungselemente ist außerdem derart, daß die
Drehstange von der Verriegelungsstellung bis zur Entriegelungsstellung um nahezu 180°
gedreht werden muß, so daß ein solcher Verschluß mit den Nachteilen behaftet ist,
daß seine Handhabe nicht zum Öffnen der Türe durch Ziehen verwendet werden kann und
daß er auch nicht in die Türe eingebaut werden kann, weil in einem solchen Fall die
Handhabe in einer Wanne liegt und ein Verschwenken der Handhabe und somit ein Verdrehen
der Drehstange um wensenltich mehr als 90° unmöglich ist. Ein weiterer Drehstangenverschluß,
bei dem bei Innendruck gegen die Türe kein Drehmoment auftritt, ist aus der US-PS
3 464 729 bekannt. Bei diesem Verschluß stützt sich in der Verriegelungsstellung ein
an der Drehstange angeordnetes zweiarmiges Verrriegelungsteil an zwei Zapfen des Gegenhalters
ab, die jeweils seitlich der Drehstange liegen. Bei diesem Drehstangenverschluß ist
zum Entriegeln ebenfalls nur ein Verdrehen der Drehstange um 90° erforderlich, um
das Verriegelungsteil außer Eingriff mit dem Gegenhalter zu bringen. Ein besonderer
Nachteil dieses Verschlusses liegt jedoch darin, daß die Geometrie des zweiarmigen
Verriegelungselements und die Zuordnung der Zapfen, an denen die beiden Arme in der
Verriegelungsstellung anliegen, so gestaltet sind, daß sowohl während des Verriegelns
als auch während des Entriegelns die Türe stärker zugedrückt wird als in der Verriegelungsstellung
selbst, d. h., daß beim Erreichen der Verriegelungsstellung die Türe wieder etwas
aufspringt und somit nicht fest geschlossen gehalten wird. Dies kann zu Klappergeräuschen
und zu einem Ausschlagen des Drehstangenverschlusses führen.
[0010] Bei einer besonderen Ausführungsform des Drehstangenverschlusses gemäß Patentanspruch
5 weist die Ausnehmung an ihren seitlichen Flanken schräggestellte Auflaufflächen
auf, denen Auflaufflächen am Gegenhalter entsprechen. Solche Auflaufflächen gleiten
beim Schließvorgang aufeinander auf, wodurch erreicht wird, daß etwa durchhängende
Türen angehoben werden, so daß sie bezüglich des Türrahmens in die richtige Lage gebracht
werden.
[0011] Bei Nutzfahrzeugen kommt es nicht selten vor, daß während des Transports Ladung verrutscht
und sich dann gegen die Türen von Fahrzeugaufbauten oder Transportbehältern legt.
Wird in einem solchen Fall der Verschluß für die Türen geöffnet, kann es vorkommen,
daß die Türen aufgeschleudert werden und Ladegut herunterfällt. Dies kann zu Verletzungen
der den Verschluß bedienenden Person führen. Um dies zu vermeiden, ist bei der Weiterbildung
gemäß Patentanspruch 6 vorgesehen, daß der radial abstehende Arm des Verriegelungsteils
an seinem freien Ende als Fanghaken ausgebildet ist, der in der Schließstellung hinter
eine Leiste am freien Ende des ersten Hakens des Gegenhalters greift, wobei der Anlagebereich
des Fanghakens eine solche Kontur aufweist, daß der Teil des Anlagebereichs, der unmittelbar
neben der Abwinkelung des Fanghakens liegt, von der Mittelachse der Drehstange einen
größeren Abstand aufweist als ein anderer Teil dieses Anlagebereichs, der näher am
freien Ende des Fanghakens liegt. Wird bei einer solchen Ausbildung des Drehstangenverschlusses
bei Innendruck gegen die Türe der Verschluß geöffnet, so verhakt sich der Fanghaken
an der Leiste des ersten Hakens, so daß die Türe nur um wenige Winkelgrade aufspringt,
bevor es zu einer Unterbrechung des Öffnungsvorgangs der Türe kommt. Der Fanghaken
kann mit einem kleineren oder größeren Rücksprung ausgerüstet sein. Im ersteren Fall
kann bei Innendruck gegen die Türe durch einen erhöhten Kraftaufwand beim Betätigen
der Handhabe der Verschluß geöffnet werden. Dies kann beispielsweise bei geschlossenen
Fahrzeugaufbauten oder Transportbehältern erforderlich sein, weil es nicht möglich
ist, in einen solchen geschlossenen Behälter zu gelangen, um die verrutschte Ladung
von der Innenseite der Türe zu entfernen. Wenn ein gröβerer Rücksprung vorgesehen
ist, läßt sich die Türe nur dann öffnen, wenn der Innendruck gegen die Türe beseitigt
worden ist.
[0012] Gemäß der Weiterbildung nach Patentanspruch 7 ist vorgesehen, daß am Gegenhalter
ein Loch zum Hindurchführen einer Befestigungsschraube vorgesehen ist, das in der
Schließstellung durch das Verriegelungsteil verdeckt ist. Diese Maßnahme dient der
Zollsicherheit. Bei durch den Zoll verplombten Transportbehältern ist es nötig, daß
die Türe des Transportbehälters nicht ohne Verletzung der Plombe geöffnet werden kann.
Wenn wenigstens ein Loch, durch welches eine Befestigungsschraube für den Gegenhalter
hindurchgeht, in der Schließstellung abgedeckt ist, kann diese Schraube nicht geöffnet
werden, so daß es unmöglich ist, durch Abschrauben des Gegenhalters ohne Beschädigung
der Plombe die Türe soweit zu öffnen, daß Ladegut aus dem verplombten Fahrzeugaufbau
bzw. Transportbehälter entnommen werden kann.
[0013] Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0014] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht des Gegenhalters einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verschlusses;
- Figur 2
- eine Ansicht des Verriegelungselements der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verschlusses in einer gegenüber der Schließstellung um etwa 135° verdrehten Stellung,
so daß die Flächen ersichtlich sind, die in der Schließstellung den in Figur 1 zu
sehenden Flächen des Gegenhalters gegenüberliegen;
- Figur 3
- eine Aufsicht auf den Gegenhalter und das Verriegelungselement der Figuren 1 und 2
in der unverriegelten Stellung;
- Figur 4
- eine teilweise geschnittene Aufsicht auf den Gegenhalter und das Verriegelungselement
der Figuren 1 und 2 in der verriegelten Stellung;
- Figur 5
- eine Ansicht des Gegenhalters einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäße
Verschlusses;
- Figur 6
- eine Ansicht des Verriegelungselements der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verschlusses;
- Figur 7
- eine Aufsicht auf den Gegenhalter und das Verriegelungselement der Figuren 5 und 6
in der unverriegelten Stellung;
- Figur 8
- eine teilweise geschnittene Aufsicht auf den Gegenhalter und das Verriegelungselement
der Figuren 5 und 6 in der verriegelten Stellung.
[0015] Gemäß den Figuren 1 bis 4 besitzt der Gegenhalter eine Grundplatte 1 mit einem davon
abstehenden ersten Haken 2 und einem ebenfalls davon abstehenden zweiten Haken 3.
Mit Hilfe von Löchern 4 kann der Gegenhalter am Portal- bzw. Türrahmen eines Kofferaufbaus
befestigt werden.
[0016] Das Verriegelungsteil besitzt einen zylindrischen Abschnitt 5 mit einem ebenfalls
zylindrischen Zapfen 6, der zur Befestigung an einer Drehstange dient. Vom zylindrischen
Abschnitt 5 steht radial ein Arm 7 mit einer Nase 8 ab. Der Arm 7 weist zur Gewichtsersparnis
eine Absenkung 9 auf. Der zylindrische Abschnitt 5 besitzt außerdem eine bis über
seine Mittelachse reichende Ausnehmung 10.
[0017] Der Beginn des Schließvorgangs ist in Figur 3 gezeigt. Der Arm 7 stützt sich zunächst
auf der Grundplatte 1 ab. Dabei ist die Lage der Ausnehmung 10 derart, daß das freie
Ende des Hakens 3 vom (gestrichelt angedeuteten) Grund der Ausnehmung 10 einen Abstand
aufweist. Durch Verdrehen der Drehstange und damit des zylindrischen Abschnitts 5
wird der Arm 7 verschwenkt, so daß der zylindrische Abschnitt 5 weiter an den Gegenhalter
herangeführt werden kann. Nach einem weiteren Drehen der Drehstange und einem damit
verbundenen Verschwenken des Arms 7 kommt dessen Nase 8 in Anlage mit dem freien Ende
des ersten Hakens 2. Beim weiteren Verdrehen der Drehstange wird dann der zylindrische
Abschnitt 5 noch näher an den Gegenhalter herangeführt. Im letzten Teil des Drehvorgangs
wird dann eine Anlagefläche 11 unter den zweiten Haken 3 geführt, bis nach einem Verdrehen
von insgesamt 90° der in Figur 4 gezeigte Zustand erreicht ist. In dieser Lage stützt
der Haken 11 die Mittelachse des zylindrischen Abschnitts 5 ab, so daß eine drehmomentfreie
Verriegelung des Verriegelungsteils im Gegenhalter zustande kommt.
[0018] Zur Höhenzentrierung des Verriegelungsteils bezüglich des Gegenhalters weist die
Ausnehmung 10 an ihren seitlichen Flanken schräggestellte Auflaufflächen 12 auf, denen
ebenfalls schräggestellte Auflaufflächen 13 entsprechen, die an den Seitenflächen
des zweiten Hakens 3 beginnen und sich bis zu einem mitteleren Vorsprung 14 fortsetzen,
der in der Schließstellung in die Ausnehmung 10 des Verriegelungsteils reicht. Durch
das Aufeinandergleiten der Auflaufflächen 12 und 13 während des Schließvorgangs findet
eine Höhenzenttrierung des Verriegelungsteils bezüglich des Gegenhalters statt.
[0019] Gemäß den Figuren 5 bis 8 besitzt der Gegenhalter eine Grundplatte 1' mit einem davon
abstehenden ersten Haken 2' und einem ebenfalls davon abstehenden zweiten Haken 3'.
Mit Hilfe von drei Löchern 4' kann der Gegenhalter am Portalbzw. Türrahmen eines Kofferaufbaus
befestigt werden. Das mittlere Loch 4' ist in der Verriegelungsstellung des Verschlusses
(Fig. 8) zur Erzielung einer Zollsicherheit verdeckt.
[0020] Das Verriegelungsteil besitzt einen zylindrischen Abschnitt 5', durch den eine ebenfalls
zylindrische Drehstange 6' hindurchreicht und der mit dieser verbunden ist. Vom zylindrischen
Abschnitt 5' steht radial ein Arm 7' ab. Der zylindrische Abschnitt 5' besitzt eine
bis zur Drehstange 6' reichende Ausnehmung 10'.
[0021] Beim Beginn des Schließvorgangs wird zunächst der Arm 7' zwischen die beiden Haken
2' und 3' eingeführt, bis er sich auf der Grundplatte 1' abstützt. Dabei ist die Lage
der Ausnehmung 10' derart, daß das freie Ende des Hakens 3' vom Grund der Ausnehmung
10' einen Abstand aufweist. Durch Verdrehen der Drehstange 6' und damit des zylindrischen
Abschnitts 5' wird der Arm 7' verschwenkt, so daß der zylindrische Abschnitt 5' weiter
an den Gegenhalter herangeführt wird, wie dies in Figur 7 gezeigt ist. Nach einem
weiteren Drehen der Drehstange 6' und einem damit verbundenen Verschwenken des Arms
7' kommt dieser in Anlage mit dem freien Ende des ersten Hakens 2'. Beim weiteren
Verdrehen der Drehstange wird dann der zylindrische Abschnitt 5' noch näher an den
Gegenhalter herangeführt. Im letzten Teil des Drehvorgangs wird schließlich eine Anlagefläche
11' unter den zweiten Haken 3' geführt, bis nach einem Verdrehen von insgesamt 90°
der in Figur 8 gezeigte Zustand erreicht ist. In dieser Lage ist das Verriegelungsteil
zweifach gegen ein öffnen der Türe am Gegenhalter abgestützt. Die erste Abstützung
besteht in dem bereits erwähnten Übergreifen des zweiten Hakens 3' über den zylindrischen
Abschnitt 5' des Verriegelungsteils, während die zweite Abstützung dadurch zustande
kommt, daß der Arm 7' mit seiner Stirnfläche 8' am ersten Haken 2' anliegt. Hierdurch
wird eine drehmomentfreie Verriegelung des Verriegelungsteils im Gegenhalter erreicht.
[0022] Zur Höhenzentrierung des Verriegelungsteils bezüglich des Gegenhalters weist die
Ausnehmung 10' an ihren seitlichen Flanken schräggestellte Auflaufflächen 12' auf,
denen ebenfalls schräggestellte Auflaufflächen 13' am Gegenhalter entsprechen. Durch
das Aufeinandergleiten der Auflaufflächen 12' und 13' während des Schließvorgangs
findet eine Höhenzentrierung des Verriegelungsteils bezüglich des Gegenhalters statt.
[0023] Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Drehstangenverschlusses besitzt auch
eine Fangeinrichtung, die bei Innendruck gegen die Türe durch verrutschte Ladung verhindert,
daß sich der Verschluß ohne weiteres öffnen läßt. Hierzu besitzt der erste Haken 2'
eine Öffnung 15', so daß eine Leiste 16' gebildet wird. Weiterhin besitzt der radial
abstehende Arm 7' einen hakenförmigen Fortsatz 17', der an seinem freien Ende in Richtung
auf die Mittelachse der Drehstange 6' zurückspringt. Hierdurch wird beim öffnen des
Verschlusses unter Innendruck gegen die Türe eine Fangstellung erreicht, wie sie in
Figur 7 näher zu sehen ist. Das weitere Verdrehen der Drehstange 6' mit Hilfe der
Handhabe kann dann nur unter erhöhtem Kraftaufwand oder nach einem Beseitigen des
Innendrucks gegen die Türe durchgeführt werden. Jedenfalls wird durch diese Fangstellung
eine Bedienungsperson vor Gefahren gewarnt. Sie kann sich dann entscheiden, zuerst
den Innendruck gegen die Türe zu beseitigen, sofern der Aufbau auch noch von anderer
Seite zugänglich ist, oder beim weiteren öffnen entsprechend vorsichtig vorzugehen.
[0024] Selbstverständlich besitzt ein Drehstangenverschluß im Normalfall an seiner Oberseite
und Unterseite je ein Verriegelungsteil und einen Gegenhalter.
1. Drehstangenverschluß für Türen von Nutzfahrzeugaufbauten, Transportbehältern und dergleichen,
mit einer Handhabe zum Drehen der Drehstange und mit mindestens einem Verriegelungsteil
an einem Ende der Drehstange, das in der Schließstellung gegen einen Gegenhalter verriegelt
ist, wobei das Verriegelungsteil einen radial abstehenden Arm (7, 7') aufweist, der
sich während des Schließvorgangs hinter einen Haken (2, 2') am Gegenhalter eindreht
und dabei die Türe heranholt und der sich nach beendetem Schließvorgang am Haken (2,
2') abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß am Gegenhalter ein weiterer Haken (3, 3')
angeordnet ist, der gegen den ersten Haken (2, 2') gerichtet ist und der in der Schließstellung
das Verriegelungsteil übergreift, wobei in dieser Stellung eine Fläche (11, 11') des
Verriegelungsteils an der Innenseite des Endteils des weiteren Hakens (3, 3') anliegt
und wobei das Verriegelungsteil in Höhe des weiteren Hakens (3, 3') eine Ausnehmung
(10, 10') aufweist, deren Form und Lage derart sind, daß das Verriegelungsteil in
einer um etwa 90° gegenüber der Schließstellung verdrehten Stellung vom weiteren Haken
(2, 2') nicht übergriffen wird.
2. Drehstangenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schließstellung
der weitere Haken (3) die Mittelachse der Drehstange übergreift und daß die Ausnehmung
(10) am Verriegelungsteil bis über die Mittelachse der Drehstange reicht.
3. Drehstangenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schließstellung
der weitere Haken (3') nicht bis über die Mittelachse der Drehstange (6') greift und
dementsprechend die Ausnehmung (10') am Verriegelungsteil nicht bis zur Mittelachse
der Drehstange (6') reicht und daß außerdem in der Schließstellung der radial abstehende
Arm (7') des Verriegelungsteils sich mit seiner Stirnseite (8') am ersten Haken (2')
abstützt.
4. Drehstangenverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehstange (6')
durch das Verriegelungsteil hindurchgeführt und mit diesem verbunden ist, wobei die
Ausnehmung (10') am Verriegelungsteil bis zur Drehstange reicht.
5. Drehstangenverschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (10, 10') an ihren seitlichen Flanken schräggestellte Auflaufflächen
(12, 12') aufweist, denen Auflaufflächen (13, 13') am Gegenhalter entsprechen.
6. Drehstangenverschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der radial abstehende Arm (7') des Verriegelungsteils an seinem freien Ende als
Fanghaken (17') ausgebildet ist, der in der Schließstellung hinter eine Leiste (16')
am freien Ende des ersten Hakens (2') des Gegenhalters greift, wobei der Anlagebereich
(18') des Fanghakens (17') eine solche Kontur aufweist, daß der Teil des Anlagebereichs
(18'), der unmittelbar neben der Abwinkelung des Fanghakens (17') liegt, von der Mittelachse
der Drehstange (6') einen größeren Abstand aufweist, als ein anderer Teil dieses Anlagebereichs
(18'), der näher am freien Ende des Fanghakens (17') liegt.
7. Drehstangenverschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß am Gegenhalter ein Loch (4') zum Hindurchführen einer Befestigungsschraube vorgesehen
ist, das in der Schließstellung durch das Verriegelungsteil verdeckt ist.