[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum rußfreien Glühen von Stahlband in einem
Glühofen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Nach dem Kaltwalzen wird das Stahlband in Form von Festbunden unter anderem in Glühöfen
mit absatzweiser Beschickung wie z.B. in Haubenöfen geglüht. Als Schutzgas werden
gewöhlich N
2-H
2-, Ar-H
2-, He-H
2-Gasgemische, Exogas bzw. reiner Wasserstoff verwendet. Bei der Verwendung von Wasserstoff
(H
2) ergeben sich Vorteile, wie z.B. schnellere Zeitabläufe, Vermeidung der Oxidation
der Stahlbänder oder höhere Bandsauberkeit. Die Sauberkeit des Stahlbandes in der
Glühe wird durch das Abdampfverhalten des Walzöls bzw, der Walzemulsion, Qualität,
Zusammensetzung und Spülmenge des Schutzgases sowie die Glühtemperatur bestimmt. Aufgrund
der langen Verweilzeiten im Glühprozeß können hier Diffusionsvorgänge beobachtet werden,
die u.a. zu schwer lösbaren Kohlenstoffbelägen führen. Der Wasserstoffeinsatz dient
u.a. der Umsetzung von diesen Belägen in Methan. Dabei kommt es oft zu unkontrollierten
RußausScheidungen, die ebenfalls als Verunreinigung der Oberfläche anzusehen sind.
[0003] "Cahiers d'Informations Techniques de la Revue de Metallurgie", Bd. 86, Nr. 2, Februar
1989, Paris FR, Seiten 173-180 beschreibt ein Verfahren zum Glühen von Stahlband in
einem Glühofen unter wasserstoffhatigem Schutzgas. In diesem bekannten Verfahren läuft
eine Reaktion zwischen Wasserstoff und den Kohlenstoffbestandteilen von Ölresten auf
der Stahloberfläche während der Glühung ab, wobei sich die Schutzgasatmosphäre zu
einem H
2-CH
4 enthaltendem Gasgemisch ändert. Aus dem Fachausschußbericht des Vereins Deutscher
Eisenhuttenleute "Die Schmierung beim Kaltwalzen und das Glühen von Kaltband unter
Wasserstoff-insbesondere im Hinblick auf die Bandsauberkeit", Teil II, Druckvermerk
4.032, Dusseldorf, Oktober 1990, ist eine modifirierte Wassertoffspülung wahrend der
Heit- und Abkuhlphase bekannt, mit der tielsetzung, die Einstellung der Methan-Gleichgewichtskonzentration
zu verbindert.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das eine hohe
Sauberkeit des in Glühöfen warmbehandelten Stahlbandes gewährleistet und den Schutzgasverbrauch
optimiert.
[0005] Ausgehend von dem im Oberbegriff des Anspruches 1 berücksichtigten Stand der Technik
ist diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 angegebenen Merkmalen.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Die durch das erfindungsgemäße Verfahren eingeleitete Spülung ermöglicht eine Reinigung
des Stahlbandes bei optimiertem Schutzgasverbrauch. Da Grenzwerte des H
2- CH
4-Schutzgassystems im Ofeninneren überwacht oder beispielsweise empirisch ermittelt
werden und beim Überschreiten der Grenzwerte bzw. beim Erreichen einer vorgegebenen
Zeit der Ofeninnenraum mit einem wasserstoffhaltigen Schutzgas taktweise bei Bedarf
gespült wird, werden Rußausscheidungen vermieden, wodurch eine Verbesserung der Oberflächenqualität
des Stahlbandes erzielt wird.
[0008] Dies erreicht man dadurch, daß eine Spülung des Ofeninnenraumes in Abhängigkeit vom
thermodynamisch zulässigen Methan-Anteil in der Schutzgasatmosphäre während mindestens
einer der Phasen Aufheizen, Halten, Abkühlen durchgeführt wird, wobei die Regelgrößen
zur Überwachung des Rußausfalles, d.h. Öffnen des Auslaßventiles und Schutzgasspülung
mit wasserstoffhaltigen Spülgas,
- ac - Kohlenstoffpotential der Ofenatmosphäre,
- K - die Gleichgewichtskonstante
- ΔGo - die freie Enthalpie des H2-CH4-Systems
- h - die vorprogrammierten Öffnungszeiten
- CH4 - der Anteil des Methans in der Schutzgasatmosphäre
- H2 - der Anteil des Wasserstoffs in der Atmosphäre
sind. Diese Regelgrößen sind direkte oder indirekt aus dem gebildeten H
2-CH
4-System abgeleitete Werte oder von dem H
2-CH
4-System thermodynamisch abhängige Zeitpunkte. Beim Über- oder Unterschreiten der festgelegten
Grenzwerte wird eine Schutzgasspülung, vorzugsweise mit reinem Wasserstoff automatisch
veranlaßt.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend durch ein Ausführungsbeispiel und theoretische Überlegungen
anhand einer H
2-haltigen Schutzgasatmosphäre und der Zeichnung erläutert.
[0010] Die Zeichnung zeigt die möglichen Überwachungsvarianten des Reinigungsprozesses im
Glühofen mit absatzweiser Beschickung, vorzugsweise in einem Haubenofen, bei dem die
Schutzgasatmosphäre des Ofeninnenraumes während mindestens einer der Phasen Aufheizen,
Halten, Abkühlen überwacht wird. Als Regelgrößen werden direkte oder indirekt aus
dem gebildeten H
2-CH
4-System abgeleitete Werte erfaßt oder von dem H
2-CH
4-System thermodynamisch abhängige Zeitpunkte ermittelt und eine Schutzgasspülung beim
Über- oder Unterschreiten festgelegter Grenzwerte automatisch veranlaßt.
[0011] Für die Walzöl/Emulsionentfernung während des Glühprozesses sind deutlich zwei Temperaturbereiche
zu unterscheiden. Die Grenze wird von der Cracktemperatur, die unterschiedlich von
der Sorte ist, bestimmt.
[0012] Im ersten Bereich unterhalb der Cracktemperatur verdampft ein Teil des Walzöls/Emulsion
mit überwiegendem C
nH
m-Anteil. Diese Phase wird mit dem Erreichen der Cracktemperatur bei ca. 450° C beendet.
Da die Cracktemperatur des Öls/Emulsion zwischen Rand und Kern der Coils zu unterschiedlichen
Zeiten erreicht wird, vercrackt das aus dem Kem abdampfende Öl im Bereich der warmen,
äußeren Bundkanten. Diese Phase wird vom Wasserstoff als Schutzgasatmosphäre, aufgrund
der besseren Bunddurchwärmung und chemischen Einflüssen stark beeinflußt. Die Dämpfe
werden durch Spülung aus dem Ofen ausgetragen.
[0013] Wird die Abdampfung des Öls/Emulsion weit über die Cracktemperatur hinausgeschoben,
muß der Kohlenstoff als Produkt des Crackprozesses über die Reaktion mit Wasserstoff
zum Methan umgesetzt werden. Somit beginnt die zweite Phase der Reinigung:
(C) + 2H
2 = CH
4 (1)
[0014] Sie ist für die Endqualität der Oberfläche von erheblicher Bedeutung. Erst in der
Haltezeit unter konstanter Temperatur können die thermodynamischen Gleichgewichte
des gebildeten H
2-CH
4-Systems erreicht werden.
[0015] Das CH
4-Bildungsvermögen hängt von der eingetragenen Menge des Wälzöls/Emulsion ab, d.h.
es ist sehr stark oberflächenabhängig. Große Oberflächen des Glühgutes verursachen
in der Schutzgasatmosphäre entsprechend größere CH
4- bzw. Rußanteile.
[0016] Dabei erlauben die thermodynamischen Verhältnisse nicht immer eine vollständige Umsetzung
des Kohlenstoffes ins CH
4 während der Glühzeit.
[0017] Dies steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Instabilität der Kohlenwasserstoffe
oberhalb von 550° C.
[0018] Das Reaktionsgleichgewicht des Methanzertalles CH
4 = 2 H
2 + (C) (2) wird durch die Massenwirkungskonstante Kp ausgedrückt:
Kp = P
2H
2 . ac / PCH
4,
wobei Lg Kp = Lg (P
2H
2 . ac / PCH
4) = - 4791/T + 5,789 weiter:
Lg ac = Lg (PCH
4/P
2H
2) + Lg Kp
weil:
PCH
4/P
2H
2 = 1/k
wird:

- Kp
- Thermodynamisches Gleichgewicht
- K
- Berechnet aus gemessenen H2- und CH4-Konzentrationen
- ac
- Kohlenstoffpotential
[0019] Die Bezeichnung zwischen Kp und der freien Bildungsenthalpie ist

oder




Im H
2-CH
4-Gasgemisch können sowohl Methanzerfall- als auch Methanbildungsreaktionen stattfinden.

[0020] Bei
K
I = P
2H
2/PCH
4
K
II = PCH
4/P
2H
2 a
c
nimmt die freie Enthalpie des Systems folgende Gestalt an:

weiter

[0021] Da die freie Enthalpie des Systems logarithmisch von der Kohlenstoffaktivität abhängig
ist, wird

[0022] Bei ac > 1 dagegen erreicht man für ΔG
o positive Werte, wobei das System außer Gleichgewicht gerät und den CH
4- Überschuß nach Reaktion (2) zerfallen läßt. Somit wurde eine wichtige Bedingung
für einen rußfreien Prozeß bestimmt. Die freie Enthalpie des Systems wird also ständig
negativ gehalten werden, imdem die Kohlenstoffaktivität a
c < 1 wird.
[0023] Hiermit aufgeführte Grenzwerte wurden als Regelgrößen in der Zeichnung eingesetzt.
[0024] Hiermit aufgeführte Grenzwerte wurden als Regelgrößen in der Zeichnung eingesetzt.
[0025] Zur Erstellung eines thermodynamischen Gleichgewichtes in einer z.B. 100% H
2 Schutzgasatmosphäre, bei einer Haltetemperatur von z.B. 700°C wird theoretisch bei
ausreichendem C-Angebot und a
c = 1 maximal ca. 11% CH
4 gebildet. Wenn aber im System zusätzlicher Kohlenstoff vorhanden wäre, würde eine
weitere Umsetzung nach 2 H
2 + (C) → CH
4 sofort den CH
4-Zerfall verursachen. Die Reinigung kann weiter in der Abkühlphase fortgesetzt werden.
Die Triebkraft der Reinigung nimmt jedoch mit abnehmender Temperatur stark ab. Die
Massenwirkungskonstante K
p nimmt mit sinkender Temperatur ebenso kleinere Werte an. Dieser Vorgang läuft solange
ab, wie das System ein ΔG
o< 0 gewährleisten kann. Wird der Grenzwert von ΔG
o = 0 überschritten, kommt es wieder zu Rußausscheidungen.
[0026] Diese Überlegungen sind Grundlage der Erfindung. Sie betreffen die Haubenöfen vorzugsweise
Hochkonvektionsöfen und deren Glühprozesse.
[0027] Voraussetzung ist, daß der Schutzgas-Spülprozeß sofort nach Inertisierung der Haube
beginnt, d.h. gleichzeitig mit Beginn der Aufheizphase. Aus physikalischen Gründen
(hohe Wärmeleitfähigkeit des Wasserstoffs) wird hier ein max. Schutzgasvolumen vorgesehen.
[0028] Nach Erreichen der Soll-Temperatur wird der Schutzgasvolumenstrom reduziert bzw.
die Haube unter Druck gehalten.
[0029] Dem Ofen wird also während der Aufheizphase ein max. Volumenstrom zugeführt. Das
gebildete Methan (CH
4) und die Emulsion-/Oldämpfe werden in dieser Phase durch Spülen aus dem Ofen ausgetragen.
Mit Beginn der Haltezeit beginnt eine Phase, die aus thermodynamischen Gründen die
Reinigung des Glühgutes bewirkt. Vorzugsweise diese Phase wird überwacht, um keinen
Rußausfall zuzulassen. Die möglichen Varianten der Überwachung sind der Zeichnung
zu entnehmen.
[0030] Während der Haltezeit und Abkühlphase steht die Haube unter Druck - Auslaß geschlossen
und Eintritt offen. Wie in der Zeichnung dargestellt, wird über eine direkte Messung
in der Ofenatmosphäre kontinuierlich der CH
4- und/oder der H
2-Anteil analysiert. Das CH
4- und/ oder H
2-Meßgerät verfügt über einen einstellbaren Min-Max-Kontakt. Der Xmax.-Wert entspricht
der CH
4-Konzentration, die sich theoretisch als Grenzwert im H
2-CH
4- Gleichgewichtssysteme einstellt, d.h. kein Methan-Zerfall. Als Alternative kann
die H
2-Konzentration Ymin gemessen werden, wobei Ymin = 100 - Xmax ist. Auch dieser Wert
ist temperatur- und druckabhängig und kann aus dem thermodynamischen Gleichgewicht
abgeleitet werden. Nach Erreichen der Xmax- bzw. Ymin-Werte wird der Ofenauslaß geöffnet.
Methan wird aus dem Ofen mit max. Volumenstrom ausgespült. Der notwendige Spülvorgang
dauert je nach Ofengröße 0,5 bis 1,5 Stunden.
[0031] Danach wird der Auslaß geschlossen und die Reinigung, d.h. Kohlenstoffumsetzung fortgesetzt.
Die Spülung in dieser Phase erfolgt nur taktweise nach Bedarf im H
2- CH
4-Gleichgewichtssystem.
[0032] Wie der Zeichnung zu entnehmen ist, basiert die beschriebene Grundlösung des Überwachungssystems
auf einer CH
4- und/oder H
2-Messung. Weitere Regelgrößen zur Überwachung des Rußausfalles, d.h. Öffnen des Auslaßventiles
und Schutzgasspülung können
- ac - das Kohlenstoffpotential der Ofenatmosphäre,
- K - die Gleichgewichtskonstante
- ΔGo - die freie Enthalpie des H2-CH4-Systems oder
- h - die vorprogrammierten Öffnungszeiten
sein.
[0033] Da nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mittels dieser Überwachung des Glühprozesses
nur dann der Ofeninnenraum gespült wird, wenn die in der Zeichnung dargestellten und
vorstehend beschriebenen Grenzwerte überschritten werden, ermöglicht das Verfahren
bei optimaler Spülgestaltung, die Glühkosten zu senken und die Qualität der hergestellten
Produkte zu verbessern.
1. Verfahren zum rußfreien Glühen von verunreinigtem Stahlband in einem Glühofen unter
wasserstoffhaltigem Schutzgas mit den Phasen Aufheizen, Halten und Abkühlen, wobei
während der Glühung eine Reaktion zwischen dem H2 und den Kohlenstoffbestandteilen der Verunreinigungen der Stahloberfläche abläuft,
und eine Spülung während der Phasen Halten und/oder Abkühlen erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spülung in Abhängigkeit von überwachten thermodynamischen Grenzwerten des
H2/CH4-Systems so gesteuert wird, daß die freie Enthalpie des Systems ständig negativ gehalten
wird, wobei die Spülung taktweise erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die thermodynamischen Grenzwerte des H2/CH4-Systems überwacht werden und der Spülvorgang beim Über- bzw. Unterschreiten der Grenzwerte
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die thermodynamischen Grenzwerten des H2/CH4-Systems als Zeitfunktion ermittelt werden und der Spülvorgang nach dieser Zeitfunktion
gesteuert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spülgas 100 % reiner Wasserstoff ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Glühofen als Haubenofen, vorzugsweise als Hochkonvektionsofen, ausgebildet
ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verunreinigungen der Stahloberfläche mit maximalen Schutzgasmengen während
der Aufheizphase aus dem Glühofen gespült werden und dieser Spülvorgang mit Beginn
der Aufheizphase einsetzt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelgrößen ableitbare Werte des H2/CH4-Systems, wie z.B. die Gleichgewichtskonstante Kp, Kohlenstoffaktivität ac, die freie
Enthalpie ΔGo oder eine vorgegebene Spülzeit, sind.
1. Method of annealing contaminated steel strip in an annealing furnace without the formation
of soot under a hydrogen-containing protective gas, comprising the phases of heating
up, holding and cooling down, a reaction between the H2 and the carbon constituents of the contaminants of the steel surface proceeding during
the annealing and purging taking place during the holding and/or cooling-down phases,
characterized in that the purging is controlled as a function of monitored thermodynamic
limiting values of the H2-CH4 system in such a way that the free enthalpy of the system is always kept negative,
the purging taking place cyclically.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the thermodynamic limiting values
of the H2/CH4 system are monitored and the purging cycle takes place when the actual value exceeds
or falls below the limiting values.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the thermodynamic limiting values
of the H2/CH4 system are determined as a function of time and the purging cycle is controlled in
accordance with this function of time.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the purging gas is
100% pure hydrogen.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the annealing furnace
is designed as a hood-type furnace, preferably a high-convection furnace.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the contaminants of
the steel surface are purged out of the annealing furnace during the heating-up phase
with maximum rates of protective gas, and this purging cycle starts at the beginning
of the heating-up phase.
7. Method according to one of Claims 2 to 6, characterized in that the control variables
are derivable values of the H2/CH4 system such as, for example, the equilibrium constant Kp, the carbon activity ac,
the free enthalpy ΔGo or a preset purging time.
1. Procédé de recuit sans dépôt de suie d'un feuillard d'acier souillé dans un four à
recuit sous un gaz protecteur contenant de l'hydrogène, en procédant par les phases
de chauffage, de maintien en température et de refroidissement, et pendant le recuit,
on a une réaction entre H2 et les composants de carbone des impuretés de la surface de l'acier et on effectue
une opération de rinçage pendant les phases de maintien en température et/ou de refroidissement,
caractérisé en ce que
on commande le rinçage suivant les valeurs limites thermodynamiques surveillées du
système H2/ CH4 pour que l'enthalpie libre du système soit toujours maintenue à une valeur négative,
le rinçage se faisant en cadence.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'on surveille les valeurs limites thermodynamiques du système H2/ CH4 et on procède au rinçage lorsque les valeurs limites sont dépassées vers le haut
ou vers le bas.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on détermine les valeurs limites thermodynamiques du système H2/ CH4 en fonction du temps et on commande l'opération de rinçage suivant cette fonction
du temps.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le gaz de rinçage est de l'hydrogène pur à 100 %.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le four à recuit est un four à cloche de préférence un four à forte convection.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les impuretés de la surface de l'acier sont rincées avec des quantités maximales de
gaz protecteur pendant la phase de réchauffage du four à recuit et cette opération
de rinçage est commencée avec le début de la phase de réchauffage.
7. Procédé selon l'une des revendications 2 à 6,
caractérisé en ce que
les grandeurs de régulation sont des valeurs déduites du système H2/ CH4 comme par exemple la constante d'équilibre Kp, l'activité du carbone ac, l'enthalpie libre ΔGo ou encore une durée de rinçage prédéterminée.