[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Setzen und Nivellieren von Doppelbodenstützen,
die zur Aufnahme von Bodenplatten bestimmt sind, wobei die Vorrichtung höhenverstellbare
Stützfüsse sowie lösbare Haltemittel zum vorübergehenden Festhalten der Kopfteile
von Doppelbodenstützen aufweist.
[0002] Mit der EP-A 0 479 720 ist ein Verfahren zum Verlegen von Doppelböden bekannt geworden,
bei welchem mittels einer Vorrichtung jeweils über einem Feld von Rasterpunkten eine
Hilfsebene in einem der Sollhöhe des Doppelbodens entsprechenden Abstand über dem
Rohboden nivelliert wird. Das Nivellieren erfolgt hierbei durch Höheneinstellung von
Stützfüssen (z.B. mittels Gewindespindeln), die an einem die Hilfsebene bestimmenden
Rahmen der Vorrichtung angeordnet sind. Durch am Rahmen vorgesehene Nivellierorgane
oder mittels eines die ganze Bodenfläche des Raumes überspannenden Referenzsystems
(beispielsweise optisch durch Laserstrahl) kann der Nivelliervorgang kontrolliert
werden. Am Rahmen sind an Stellen, die mit den Rasterpunkten des Rohbodens korrespondieren,
lösbare Haltemittel vorgesehen. Mittels solcher Haltemittel (beispielsweise Elektromagnete)
werden Doppelbodenstützen aus Kopfteil und Fussteil (oder auch nur deren Kopfteil)
solange auf der durch den Rahmen gegebenen Höhe genau senkrecht nach unten abstehend
gehalten, bis die Stützen nach Aushärten eines schnell abbindenden Bodenklebers unverrückbar
auf dem Rohboden haften. Bei Stützen, deren Kopfteil und Fussteil aneinander lose
geführt und ohne gegenseitige Drehung zueinander einstellbar sind, werden diese Teile
durch eine z.B. kunststoffgebundene oder zementöse Klebemasse in ihrer gegenseitigen
Lage miteinander verbunden, solange das Kopfteil am Rahmen in der richtigen Höhen-
und Vertikallage gehalten ist.
[0003] Die vorstehend beschriebene Vorrichtung ermöglicht das gruppenweise, d.h. gleichzeitige
Setzen und Nivellieren mehrerer Stützen und damit einen raschen Arbeitsfortschritt.
Sie kann sich jedoch in kleineren Räumen oder bei relativ komplizierten Raum-Grundrissen
wegen ihrer Flächenausdehnung als sperrig erweisen, was ihre vorteilhafte Verwendung
erschwert.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art vorzuschlagen, die vorstehend erwähnte Nachteile nicht aufweist und die insbesondere
für komplizierte Raumgrundrisse geeigneter ist und ein schnelleres Arbeitstempo gestattet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Demnach
weist die Vorrichtung einen balkenförmigen Träger auf, an dem in bestimmten, einem
Rastermass entsprechenden Abständen Anschläge und lösbare Haltemittel für die Kopfteile
von Doppelbodenstützen angebracht sind. Am balkenförmigen Träger sind ferner die höhenverstellbaren
Stützfüsse vorgesehen.
[0006] Eine besondere Ausführungsform verfügt über in Längs- und Querrichtung des Trägers
horizontal strahlende Lichtquellen, die in Verbindung mit entlang den Wänden angebrachten
Markierungen die erstmalige und die folgenden Ausrichtungen der Vorrichtung auf einfache
Weise ermöglichen.
[0007] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, dass die
vorgeschlagene Vorrichtung einfach und handlich aufgebaut ist und nur eine geringe
Breite aufweist, so dass die Doppelbodenstützen auch in Reihen und sogar einzeln gesetzt
werden können, d.h. auch in Räumen mit z.B. Nischen, vorspringenden Ecken, Säulen
usw., wobei die Vorrichtung leicht gehandhabt werden kann. Dennoch kann mit der Vorrichtung
wesentlich schneller gearbeitet werden als wenn jede Stütze einzeln gesetzt würde.
Bei der vorgenannten besonderen Ausführungsform wird beim Versetzen und Ausrichten
(Nivellieren, Einpassen in Raster) die Erst- und Anschlussplazierung der Vorrichtung
vereinfacht und beschleunigt, da keine zusätzlichen Nivellier-Hilfsmittel wie Libellen
oder Laser-Nivelliergeräte benötigt werden.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäss einem ersten Beispiel, mit einer Doppelbodenstütze
in vereinfachter Darstellung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht der Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine Draufsicht der Vorrichtung in einer dritten Ausführungsform, und
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer Raumecke mit der Vorrichtung gemäss Fig. 4.
[0009] In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 ein balkenförmiger Träger bezeichnet, an dessen einem
Ende ein Stützfuss 2 und an dessen anderem Ende eine quer verlaufende Traverse 3 mit
zwei weiteren Stützfüssen 2 angeordnet ist. Die Stützfüsse 2, die sich auf einem Rohboden
4 abstützen, können, wie nicht weiter dargestellt, z.B. mittels Gewindspindeln in
der Höhe verstellt werden. Am balkenförmigen Träger 1 sind Anschläge 5 vorhanden,
die einen bestimmten, z.B. einem Rastermass a von 60 cm entsprechenden Abstand voneinander
aufweisen; das genannte Rastermass a richtet sich nach den Abmessungen der auf den
Stützen zu verlegenden Doppelboden-Platten. Die Anschläge 5 bestehen z.B. aus Winkelprofilen,
die mit ihren Schenkeln senkrecht vom Träger 1 nach unten abstehen. Sie dienen dem
Positionieren der Kopfteile 7 von Doppelbodenstützen 6 (strichpunktiert gezeichnet),
die ein auf den Rohboden 4 aufgesetztes Fussteil 8 aufweisen. Das Fussteil 8 der hier
dargestellten (aus der EP-A 0 479 720 bekannten), teleskopartig verstellbaren Doppelbodenstütze
6 besitzt eine nach oben offene axiale Bohrung, in die ein Bolzen des Kopfteils 7
hineinragt. Mit 9 sind am Träger 1 im Bereich der Anschläge 5 angeordnete, lösbare
Haltemittel bezeichnet, mittels welchen die Kopfteile 7 während des Nivelliervorganges
der Vorrichtung vorübergehend gehalten werden. Wie weiter aus der EP-A 0 479 720 bekannt,
können für solche Haltemittel Elektromagnete verwendet werden, die, von einer Spannungsquelle
gespeist, mittels eines Schalters ein- und ausgeschaltet werden können.
[0010] Bei dem in Fig. 3 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel sind insgesamt sechs
Stützfüsse 2 vorgesehen, wobei an beiden Enden des Trägers 1 je ein Stützfuss 2 und
je eine quer verlaufende Traverse 3 mit zwei weiteren Stützfüssen 2 angeordnet sind.
Hierbei können beim Nivellieren wahlweise jeweils der eine Stützfuss 2 am einen Ende
und die zwei weiteren, an der Traverse 3 angeordneten Stützfüsse 2 am anderen Ende
des Trägers 1 verwendet werden.
[0011] Beim Arbeiten mit den vorstehend anhand der Fig. 1 bis 3 beschriebenen Vorrichtung
wird diese mit den Stützfüssen in einer vorbestimmten Richtung auf dem Rohboden 4
plaziert. Danach wird der balkenförmige Träger 1 am einen Ende auf die vorgeschriebene
Höhe entsprechend der Sollhöhe von zu verlegenden Bodenplatten gebracht. Sodann wird
mittels der verstellbaren Stützfüsse 2 der Träger 1 auf eine genau horizontale Lage
eingestellt, zu welchem Zweck Wasserwaagen, Libellen oder Laser-Nivelliergeräte verwendet
werden können. Die teleskopartig verstellbaren Doppelbodenstützen 6 werden nun derart
unter dem balkenförmigen Träger 1 angeordnet, dass ihre Kopfteile 7 - bei gleichzeitiger
Fixierung am Träger 1 mittels der Kaltemittel 9 - an den Anschlägen 5 anliegen. Nachdem
ein in die axiale Bohrung der Fussteile 8 eingefüllter Kleber ausgehärtet ist und
die Haltemittel 9 die Kopfteile 7 freigegeben haben, kann die Vorrichtung abgehoben
und neu plaziert werden. Dabei wird, ausgehend z.B. von der letzten gesetzten Doppelbodenstütze
6, eine Rasterstelle für die erste, neu zu setzende Stütze 6 auf dem Rohboden 4 markiert.
[0012] Die Vorrichtung gemäss Fig. 4 entspricht im wesentlichen der in den Fig. 1 und 2
dargestellten Ausführung, wobei jedoch am balkenförmigen Träger 1 gegenüber der Traverse
3 eine zweite quer verlaufende Traverse 10 befestigt ist. An den Enden der beiden
Traversen 3 und 10 ist je eine in Längsrichtung und je eine in Querrichtung des Trägers
1 strahlende, punktförmige Lichtquelle 11 angeordnet, und zwar in gegenseitigen Abständen,
die wiederum der Teilung a bzw. einem Mehrfachen davon entsprechen. Die Lichtquellen
11 sind z.B. an der gleichen Spannungsquelle wie die Haltemittel 9 (Fig. 1) angeschlossen
und können mittels eines nicht dargestellten weiteren Schalters ein- und ausgeschaltet
werden.
[0013] Beim Arbeiten mit der Vorrichtung nach Fig. 4 kann bei deren Erstplazierung genau
so verfahren werden wie vorstehend bei Benutzung der Vorrichtungen nach Fig. 1 bis
3 beschrieben. Nach Beendigung der Erstplazierung und Einschalten der punktförmigen
Lichtquellen 11 werden die von ihnen an die gegenüberliegenden Wände des Raumes projizierten
Lichtpunkte durch Markierungen 12 (Fig. 5) gekennzeichnet, die z.B. aufklebbare Punkte
oder Kreuze sein können. Bei den der Erstplazierung folgenden Anschlussplazierungen
der Vorrichtung werden beim Nivellieren die Lichtpunkte der in Längs- und Querrichtung
des balkenförmigen Trägers 1 strahlenden Lichtquellen 11 mit den Markierungen 12 in
Übereinstimmung gebracht, so dass keine weiteren Hilfsmittel oder Geräte erforderlich
sind.
[0014] Bei Räumen mit rechtwinkligen Wänden kann man auch durchgehende Reihen von Markierungen
im Abstand des Rastermasses a auf der Nivellierhöhe an den Wänden anbringen, z.B.
in Form von markierten Bändern oder Latten. Es können dann die Erstplazierung wie
auch die weiteren Ausrichtungen der Vorrichtung nach Fig. 4 anhand dieser Markierungen
vorgenommen werden, d.h. die Uebereinstimmung der von der Vorrichtung ausgehenden
Lichtpunkte mit Markierungen an den Wänden zeigt dann jeweils an, dass die Vorrichtung
sich korrekt im Raster und auf der richtigen Höhe befindet. In anderen Fällen, beispielsweise
bei nicht genau rechtwinkligen bzw. geraden Wänden, können entsprechende Markierungs-Reihen
auf Bändern oder Latten auch durch geeignete Hilfsmittel wie Pfosten oder Stative
(nicht dargestellt) in genau ausgerichteter Lage angebracht werden.
[0015] Die Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2 kann derart vereinfacht werden, dass anstelle
des einzelnen Stützfusses 2 an dem einen Ende des balkenförmigen Trägers 1 lediglich
ein weiterer, im Abstand des Rastermasses a von den anderen Anschlägen 5 angeordneter
Anschlag 5 vorgesehen ist (nicht dargestellt). Hierbei wird dann das Ende mit dem
weiteren Anschlag 5 beim Nivellieren auf eine bereits gesetzte und in der Höhe eingestellte
Stütze 6 aufgelegt, so dass die Anschlussplazierung sich erheblich vereinfacht.
1. Vorrichtung zum Setzen und Nivellieren von Doppelbodenstützen (6), die zur Aufnahme
von Bodenplatten bestimmt sind, wobei die Vorrichtung höhenverstellbare Stützfüsse
(2) sowie lösbare Haltemittel (9) zum vorübergehenden Festhalten der Kopfteile (7)
von Doppelbodenstützen aufweist,
dadurch
gekennzeichnet,
- dass die höhenverstellbaren Stützfüsse (2) und die lösbaren Haltemittel (9) an einem
geraden, balkenförmigen Träger (1) angeordnet sind, und
- dass am balkenförmigen Träger (1) Anschläge (5) für die Kopfteile (7) der Doppelbodenstützen
(6) in gerader Linie angebracht sind, welche Anschläge (5) einen bestimmten, einem
Rastermass (a) entsprechenden Abstand voneinander aufweisen,
- wobei die lösbaren Haltemittel (9) im Bereich der genannten Anschläge (5) liegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass drei Stützfüsse (2) vorgesehen
sind, wobei am einen Ende des balkenförmigen Trägers (1) ein Stützfuss (2) und am
anderen Ende eine quer verlaufende Traverse (3) mit den beiden weiteren Stützfüssen
(2) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sechs Stützfüsse (2) vorgesehen
sind, wobei an beiden Enden des balkenförmigen Trägers (1) je ein Stützfuss (2) und
je eine quer verlaufende Traverse (3) mit zwei weiteren Stützfüssen (2) angeordnet
sind, und wobei wahlweise jeweils der eine Stützfuss (2) am einen Ende und die zwei
weiteren, an der Traverse (3) angeordneten Stützfüsse (2) am anderen Ende des Trägers
(1) zusammen zum Nivellieren verwendet werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am einen Ende des balkenförmigen
Trägers (1) eine quer verlaufende Traverse (3) mit zwei Stützfüssen (2) angeordnet
ist und das andere Ende des Trägers (1) einen weiteren, im Abstand des Rastermasses
(a) zu den anderen Anschlägen (5) angeordneten Anschlag (5) aufweist, der zum Aufsetzen
auf einer bereits gesetzten Doppelbodenstütze (6) bestimmt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (5) je aus
einem Winkelprofil bestehen, das mit seinen Schenkeln senkrecht vom Träger (1) nach
unten abstehend mit diesem verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Enden des balkenförmigen
Trägers (1) je eine quer verlaufende Traverse (3, 10) befestigt ist und dass an den
Enden der beiden Traversen (3, 10) je eine in Längsrichtung und je eine in Querrichtung
des balkenförmigen Trägers (1) strahlende, punktförmige Lichtquelle (11) angeordnet
ist, wobei diese Lichtquellen (11) Lichtpunkte auf die der Vorrichtung gegenüberliegenden
Wände eines Raumes projizieren.