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EP 0 674 081 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.1998 Patentblatt 1998/16 |
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Anmeldetag: 05.03.1995 |
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Fenster
Window
Fenêtre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR LI NL |
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Priorität: |
23.03.1994 DE 4410075
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.09.1995 Patentblatt 1995/39 |
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Patentinhaber: THYSSEN POLYMER GMBH |
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94327 Bogen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hübner, Otmar
D-94327 Bogen (DE)
- Pielmeier, Günter
D-94327 Bogen (DE)
- Freundorfer, Rudolf
D-94327 Bogen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 149 991 EP-A- 0 569 654 DE-U- 9 404 991
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EP-A- 0 392 341 DE-U- 9 003 900
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster, Türe oder dergl. Rahmenkonstruktion mit einem
Verbundprofil aus Holz und Kunststoff, bei dem das Kunststoffprofil als Vorsatzschalung
mit dem Holzprofil mittels angeformter Stege, die in Nuten des Holzprofiles eingesetzt
sind, verbunden ist.
[0002] Solche Verbundkonstruktionen aus Holz und anderen Werkstoffen, wie z.B. Aluminium
oder Kunststoff sind aus der Praxis bekannt. Sie werden angewandt, wenn die Fenster
in Altbauten sanierungsbedürftig sind, bzw. der Aufwand für die sich wiederholende
Pflege der Holzfenster eingespart werden soll.
[0003] Außerdem ist aus der EP-O 569 654 A 1 ein Aluminium-Holz-Verbundprofil für die Herstellung
von Fenstern bekannt geworden, das im wesentlichen aus einem tragenden Hohlprofil
aus Aluminium und einer aufgesetzten Holzverkleidung auf der Innen- und oder Außenseite
des Aluminiumprofiles besteht. Das Hohlprofil besteht dabei aus abgepaßten Profilteilen
und Winkelstücken an den Ecken. Das Holzprofil ist dabei mittels einer Nut-Feder-Verbindung
flächig auf das Aluminiumprofil aufgesetzt. Diese Verbindung zwischen Holz- und Aluminiumprofil
weist den Nachteil auf, daß Regen- und Tauwasser in den unvermeidlichen Spalt zwischen
beiden Profilen eindringen kann, keine Belüftung vorhanden ist und das Holzprofil,
trotz Vorsatzschalung, innerhalb kurzer Zeit zu faulen beginnt.
[0004] Eine ähnliches Holz/Metallfenster geht aus der EP-O 392 341 B1 hervor und weist die
gleichen Nachteile auf.
[0005] Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen beschrieben ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
Fenster, Türen oder dergl. zu besitzen, die wirtschaftlich herstellbar sind und bei
denen keine Feuchtigkeitsprobleme existieren.
[0006] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbesondere in der vorgesehenen
Kaltzonenbelüftung, d. h. einem, auch der Wärmedämmung dienenden Luftpolster, zwischen
dem Holzprofil und dem Profil der Kunststoffvorsatzschalung sowie der Neigung der
oberen Fläche des Holzprofiles, etwa um 7° und einer damit verbundenen Dränage von
evtl. in den Raum zwischen beiden Profilen eingedrungenen Regen- und/oder Tauwasser.
Ein weiterer Vorteil ist die gleiche Ausbildung der für die Konstruktion eingesetzten
Holz- und Kunststoffprofile, wodurch die Fertigung der Profile bedeutend erleichtert
wird.
[0007] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Abbildung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0008] Aus der Abbildung sind mit einer Vorsatzschalung 2 bzw. 4 verkleidete Fenster oder
dergl. Holzprofile 1 bzw. 3 ersichtlich, wobei beide Holzprofile 1,3 als tragende
Profile ausgebildet sind und gleiche Querschnitte aufweisen. Die oberen Flächen der
beiden Holzprofile 1,3 sind etwas nach unten geneigt (ca. 7°), um eine Ansammlung
von Kondenswasser dort zu vermeiden, d.h. dessen Ablauf durch die in der Feder 2a
und den Abstandsstegen 2b vorgesehene Schlitze zu gewährleisten. Weitere Dränagekanäle
2c,2d und 4c,4d sind in den, ebenfalls untereinander gleichen Querschnitt aufweisenden
Kunststoff-Hohlprofilen der der Vorsatzschalungen 2,4 angeordnet. Durch diese Maßnahme
ist eine sichere Dränage von Tau- und/oder Regenwasser aus den Räumen zwischen den
Holzprofilen und denen der Vorsatzschalung verhindert. Darüber hinaus ist durch das
Luftpolster L eine vorzügliche Wärmedämmung gewährleistet. Wärmedämmung und Dränage
zusammen verhindern außerdem jedwelche Fäulnis der gegenüber den Vorsatzschalungen
2,4 angeordneten Holzprofilen 1,3. Diese, als Kaltzonenbelüftung bezeichnete Dämmung
ist äußerst wirksam.
[0009] Die beiden Profile 1,2 bzw. 3,4 sind in bekannter Weise mittels Nut und Feder miteinander
verbunden, die zusätzlich mit einem aushärtenden Holzleim oder dergl. noch verbessert
ist. Eine solche stabile Leimverbindung der unterschiedlichen Werkstoffe Holz und
Kunststoff kann das Längenausdehnungsverhalten der aus Kunststoff, beispielsweise
PVC, bestehenden Vorsatzschalung reduzieren, da der Werkstoff Holz keinem temperaturbedingten
Längenausdehnungsverhalten unterliegt. Zusätzliche Verschraubungen oder Klemmleisten
etc. sind nicht erforderlich. Auf diese Weise wird bei temperaturbedingten Längenänderungen
die mit der Nut 1a,1b in dem Holzprofil verleimte Feder 2a festgehalten, woraus eine
erhebliche Minderung der Dehn- und Schrumpfbewegungen des Kunststoffprofiles gegenüber
dem Holzprofil resultiert. Das obere Befestigungselement 2e bzw. 4e der Vorsatzschalung
2 bzw. 4 ist klauenartig ausgebildet und greift mit seinem unteren Abschnitt in die
Nut 1b des Holzprofiles 1,3 ein. Der k-Wert, der mit der Erfindung vorgeschlagenen
Fensterkonstruktion liegt bei etwa k-1,0 W/m K. Dies bedeutet einen großen Beitrag
zur Energieeinsparung bei Gebäuden, die heute bereits weit über den zukünftigen Vorschriften
der Wärmeschutzverordnung liegt.
[0010] Die bekannten Recyclingverfahren können angewandt werden, um beide Werkstoffe voneinander
getrennt entsorgt zu wer den.
[0011] Anstelle der Abstandsstege 2b,4b könnten auch in das Holzprofil 1 1 bzw. 3 eingelassene
Abstandshalter vorgesehen sein.
[0012] Mit 5 ist die Glasscheibe des Fensters bezeichnet. Die Glashalteleiste 6 ist in bekannter
Weise mit einer Silikondichtung mit der Glasscheibe 5 verbunden, während gegenüber
eine Dichtung 10 in dem Kunststoffprofil angeordnet ist. Weitere Dichtungen 8 und
9 sind zwischen den beiden Holzprofilen (Rahmen 1 und Flügel 3), sowie zwischen den
beiden zugehörigen Vorsatzschalungen 2,4 angeordnet.
[0013] Durch die gleichartige Ausbildung der Profile eines Fensters mit gleicher Form, Querschnitt
etc. ebenso der Kunststoffvorsatzschalungen für diese Holzprofile ergibt sich eine
wirtschaftliche Fertigung und Montage.
[0014] Die Erfindung ist selbstverständlich weder auf die beiden Werkstoffe Holz und Kunststoff
noch auf das beschriebene Fenster beschränkt. Es können, damit auch Türen, sonstige
Rahmenkonstruktionen usw. ausgerüstet werden.
1. Fenster, Türe oder dergl. Rahmenkonstruktion mit einem Verbundprofil aus Holz und
Kunststoff, bei dem das Kunststoffprofil als Vorsatzschalung mit den als Rahmen und
Flügel ausgebildeten Holzprofilen mittels angeformter Stege, die in Nuten des Holzprofiles
eingesetzt sind, verbunden ist, gekennzeichnet, durch eine Kaltzonen-Hinterlüftung (L) zwischen tragendem Holzprofil (1,3) und Vorsatzschalung
(2,4) aus Kunststoff, wobei die Vorsatzschalung (2,4), die sich mit teilweise geschlitzten
Abstandsstegen (2b) an dem Holzprofil (1,3) derart abstützt, daß ein dränierender
Hohlraum zwischen beiden Profilen verbleibt.
2. Fenster, Türe oder dergl. nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Innenprofile der Vorsatzschalung (2,4) sowie die Innenprofile
der Holzprofile (1,3) gleiche Form aufweisen.
3. Fenster, Türe oder dergl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Holzprofile (1,3) nach unten geneigt sind.
4. Fenster, Türe oder dergl. nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß miteinander in Verbindung stehende Dränagekanäle (4c,4d;2c,2d) in den Vosatzschalungen
(2,4) vorgesehen sind.
5. Fenster, Türen oder dergl. nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut- und Federverbindung zwischen der Vorsatzschalung (2 bzw. 4) und dem
Holzprofil (1,3) verklebt ist.
1. Windows, doors or similar, frame construction with a composite profile made of wood
and plastic, in which the plastic profile, as a supplementary casing, is bonded together
with the wooden profiles making up the frame and wings, by means of moulded bridges,
which are inserted into the grooves of the wooden profile, characterized by cold-zone
rear-ventilation (L) between the bearing wooden profile (1,3) and the plastic supplementary
casing (2,4), whereby the casing (2,4) is supported by the wooden profile (1,3) with
partially slotted spacer bridges (2b) in such a way that a drained cavity remains
between the two profiles.
2. Windows. doors or similar as per claims 1 and 2 (sic), characterized by the fact that
the respective internal profiles of the supplementay casing (2,4) and the internal
profiles of the wooden profiles (1,3) are the same shape.
3. Windows, doors or similar as per Claim 1, characterized by the fact that the surfaces
of the wooden profiles (1,3) are tilted downwards.
4. Windows, doors or similar as per claims 1 to 3. characterized by the fact that interconnecting
drainage channels (4c, 4d, 2c, 2d) are fitted in the supplementary casings (2,4).
5. Windows, doors or similar as per Claims 1 to 4, characterized by, the fact that the
tongue and groove connection between the supplementary casing (2 or 4) and the wooden
profile (1,3) is glued together.
1. Fenêtre, porte ou autre structure similaire à cadre, constituée d'un profilé sandwich
en bois et matière plastique, le profilé en matière plastique qui assure la fonction
d'habillage étant relié aux profilés en bois formant le dormant et l'ouvrant par des
traverses moulées, insérées dans les rainures du profilé en bois, caractérisée une
ventilation de la zone froide assurée à l'arrière (L), entre le profilé porteur en
bois (1, 3) et l'habillage (2, 4) en matière plastique. ce dernier (2, 4) prenant
appui sur le profil en bois (1, 3), par des traverses entretoises (2b) partiellement
fendues, de manière à créer un espace de drainage entre les deux profilés.
2. Fenêtre, porte ou autre structure similaire à cadre d'après les revendications 1 et
2, caractérisée par le fait que les profilés intérieurs de l'habillage (2. 4) ainsi
que les profilés intérieurs des profilés en bois (1, 3) présentent la même configuration.
3. Fenêtre, porte ou autre structure similaire à cadre d'après les revendications 1 et
2, caractérisée par le fait que les surfaces des profilés en bois (1, 3) sont inclinées
vers le bas.
4. Fenêtre, porte ou autre structure à cadre similaire d'après les revendications 1 et
2, caractérisée par le fait que des canaux de drainage reliés entre eux (4c, 4d, 2c,
2d) sont prévus dans les habillages (2, 4).
5. Fenêtre, porte ou autre structure similaire à cadre d'après les revendications 1 et
2, caractérisée par le fait que la liaison à rainure et languette entre l'habillage
(2 et 4) et le profilé en bois (1, 3) est collée.
