[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein batteriegespeistes bedienungsfreundliches,
im Aufbau einfaches, leichtgewichtiges Hörgerät.
[0002] Hörgeräte müssen grundsätzlich möglichst klein sein. Ihre Entwicklung muss jedoch
auch in Richtung einfachster Bedienung gehen, da deren Gebraucher im allgemeinen ältere
Leute sind. Die einfache Bedienung derartiger Hörgeräte bringt es jedoch mit sich,
dass auch Kinder leichten Zugriff im besonderen zu der Batterie derartiger Hörgeräte
haben. Damit besteht die Gefahr, dass Kinder mit derartigen Batterien spielen und
sie verschlucken, was zu grossen Schwierigkeiten für das Kind und den Hörgeräteinhaber
führen kann.
[0003] Aufgrund dieser Sachlage bezweckt die vorliegende Erfindung die Schaffung eines batteriegespeisten
Hörgerätes, welches im montierten betriebsfertigen Zustand den einfachen Zugriff zur
Betriebsbatterie verunmöglicht, damit solche Hörgeräte batterieseitig dem Zugriff,
insbesondere von Kleinkindern, entzogen sind.
[0004] In diesem Sinne zeichnet sich die vorliegende Erfindung nach einem der Ansprüche
aus.
[0005] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand einer Zeichnung erläutert.
[0006] Es zeigen:
Fig. 1 einen Teil eines batteriegespeisten Hörgerätes mit teilweise weggebrochenem
Deckel,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Hörgerätes im Ausschnitt,
Fig. 3 analog der Fig. 1, mit teilweise ausgefahrener Batterieschublade mit Batterie,
Fig. 4 eine Ausführung einer Batterieschublade in perspektivischer Darstellung,
Fig. 5 einen Teil einer Gehäusehälfte eines derartigen Hörgerätes,
Fig. 6 eine Ansicht analog derjenigen gemäss Fig. 3 mit abgehobener Gehäusehälfte,
Fig. 7 die Ansicht gemäss Fig. 6 mit geschlossener, bezüglich Kinderzugriff gesicherter
Batterieschublade,
Fig. 8 eine Ansicht analog der Fig. 7 mit eingeführtem Werkzeug zum Lösen der Kindersicherung,
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsmöglichkeit einer
Batterieschublade,
Fig. 10 einen Schnitt durch Fig. 9 gemäss Schnittlinie X - X.
[0007] Grundsätzlich ist festzuhalten, dass ein derartiges Hörgerät einfach zu handhaben
sein muss und trotzdem bezüglich Sicherheit, Bedienung usw. eine optimale Ausführung
verlangt. Dazu gehört auch die einfache Bedienung des Batteriewechsels, welche jedoch
den Zugriff zur Batterie in eingebautem Zustand, insbesondere durch Kinder, verunmöglicht.
[0008] Fig. 1 zeigt einen Teil 1 eines Hörgerätes mit einer Batterie 3, die in einer Batterieschublade
4 eingeschoben ist. Die Batterieschublade 4 weist eine Bohrung 5 auf, deren Schwenkachse
mit 6 bezeichnet ist.
[0009] Die Batterieschublade 4 wird mitsamt der Batterie 3 durch zwei Gehäusehälften 7 und
8 abgedeckt. Die Batterieschublade 4 ist mit einem üblichen Verschluss 9 versehen,
welcher zum Ausschwenken der Batterieschublade 4 um die Schwenkachse 6 betätigt wird
und den Zugriff zur Batterie 3 erlaubt. Eine teilweise geöffnete Batterieschublade
4 ist in Fig. 3 ersichtlich.
[0010] Fig. 4 zeigt eine Batterieschublade 4 mit einem teilweise zylinderförmigen Hohlraum
zur Aufnahme der Batterie 3, welche auf einen Batterieauflagering 10 zum Aufliegen
kommt. Dieser Auflagering 10 weist eine Sicherheitsverschlussausnehmung 11 auf sowie
eine schlitzförmige Ausnehmung 19 und eine Haltenut 20, die, wie später erläutert,
dem Oeffnen der Kindersicherung dienen.
[0011] Fig. 5 zeigt in perspektivischer Darstellung das Innere der Gehäusehälfte 7 mit einem
Schwenkzapfen 12, welcher in die Bohrung 5 der Batterieschublade 4 eingreift sowie
einen in eine Ausnehmung 15 einschiebbaren Sicherungsbolzen 14 mit einer Greifrille
16, welcher Bolzen 14 zu einem Sicherheitsverschluss gehört. Der Sicherungsbolzen
14 kann von einer Fachperson bei Bedarf einfach eingesetzt und dank seiner Greifrille
auch wieder entfernt werden. Es ist ferner ein Fenster 18 der Gehäusehälfte 7 dargestellt.
Was nun die erfindungsgemässe Kindersicherung, welche den Zugriff zur Batterie wesentlich
erschweren soll, betrifft, wird diese anhand der folgenden Figuren erläutert. Dabei
ist hervorzuheben, dass es sich um Ausführungsbeispiele und Möglichkeiten derartiger
Sicherungen handelt, nicht um ausschliesslich machbare Konstruktionen.
[0012] Fig. 6 zeigt analog der Fig. 3, aber mit abgehobener Gehäusehälfte 7, den fast geschlossenen,
aber nicht kindergesicherten Zustand der Batterieschublade 4 (ohne Batterie). Da die
Batterieschublade 4 bezüglich ihrer Schwenkachse 6 mit z.B. einem Druck in Pfeilrichtung
zum Ueberstreifen eines Blockierzapfens 22, welcher dem Sicherungsbolzen 14 entspricht,
elastisch deformiert werden muss, wird ein entsprechendes Material gewählt, oder eine
entsprechende Biegestelle der Batterieschublade 4 durch eine Ausnehmung 19 des Batterieauflageringes
10 festgelegt. Damit wird es möglich, die Batterieschublade 4 über den Blockierzapfen
22 in Schliessstellung zu schieben, so dass die Sicherheitsverschlussausnehmung 11
den Blockierzapfen 22 formschlüssig umfasst, was ein Oeffnen der Batterieschublade
4 von aussen, trotz Betätigen des Verschlusses 9, verunmöglicht. Es kann natürlich
anstelle der Batterieschublade der Blockierzapfen 22 elastisch deformierbar sein.
[0013] Fig. 8 zeigt einen derartigen Sicherheitsverschluss, der mit Hilfe eines Schraubendrehers
25 geöffnet werden kann. Zum Einführen dieses Schraubendrehers 25 ist eine Führungsnut
23 zwischen dem Verschluss 9 der Batterieschublade 4, 30 und der Wandgehäusehälfte
8 oder der Wandgehäusehälfte 7, oder beiden vorgesehen, durch welche das vordere Ende
des Schraubendrehers 25 in der dargestellten Weise ins Innere der Batterieschublade
4 gelangt und durch Bewegung in Pfeilrichtung den Schubladensicherungsteil um die
Ausnehmung 19 schwenkend in die in Fig. 6 dargestellte Lage ausklinkt. Zur sicheren
Halterung kann das vordere Ende des Schraubendrehers 25 in eine dafür vorgesehene
Haltenut 20 im Batterieauflagering 10 geschoben werden. (Fig. 4)
[0014] Auf diese Weise ist es möglich, die Kindersicherung, d.h. die Blockierung der Batterieschublade
4, durch den Eingriff der Sicherheitsverschlussausnehmung 11 um den Blockierzapfen
22 zu losen und die Batterieschublade 4 voll auszuschwenken.
[0015] Währenddem die bisher beschriebene Batterieschublade 4 zylinderförmig, aber nicht
nur beidseits, sondern auch auf einer Mantelseite offen ist, ist die in Fig. 9 dargestellte
Ausführung, die Batterieschublade 30, ringförmig gechlossen. Diese Batterieschublade
30 weist anstelle der zylinderischen Bohrung 5 der Batterieschublade 4 beidseits eine
Langlochvertiefung 37 und 38 auf, in welche im montierten Zustand je ein Achshalter
34 in die Gehäusehälfte 7 bzw. 35 in die Gehäusehälfte 8 vorsteht. Die beiden Achshalter
34 und 35 dienen der Halterung einer Lagerachse 31, welche ihrerseits zusätzlich in
einem Schubladenlager 33 praktisch spielfrei gelagert ist.
[0016] Die Batterieschublade 30 ist, wie Fig. 10 zeigt, beidseits der Schubladenlager 33
mit einer Bohrung 39 versehen.
[0017] Diese Ausführung erlaubt das Ueberstreifen des Blockierzapfens 22 beim Drücken in
Pfeilrichtung (Fig. 6) auch dann, wenn die Batterieschublade sich nicht elastisch
verformen lässt oder wenn keine Biegestelle wirken kann (wie das in Fig. 9 gezeigt
wird).
[0018] Während die beiden erläuterten Ausführungsbeispiele sog. Kindersicherungen zeigen,
bei welchen Teile elastisch deformiert oder durch Verschiebung ausser Eingriff mit
Sicherungselementen gebracht werden, ist es natürlich auch möglich, die Batterieschubladen
als feste Teile in das Gehäuse des Hörgerätes einzubauen und sie mit entsprechend
gesicherten Deckeln abzudecken. Eine der einfachsten Möglichkeiten ist jedoch diejenige
gemäss den Fig. 1 bis 8 der erläuterten Ausführung.
[0019] Es ist natürlich auch möglich, derartige Hörgeräte ohne Kindersicherung, jedoch mit
deren Einbaumöglichkeit vorzusehen. Auf diese Weise kann dem Auftauchen von Kindern
in der Familie an vorhandenen Hörgeräten die Kindersicherung jederzeit eingebaut werden.
1. Batteriegespeistes bedienungsfreundliches, im Aufbau einfaches, leichtgewichtiges
Hörgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es für eine Aufnahme einer Kindersicherung
ausgebildet ist oder eine solche aufweist, um das Entfernen der Batterie (3) aus dem
Hörgerät durch Kinder zu verhüten.
2. Hörgerät nach einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Batterie (3) in einem am Hörgerätekörper ausschwenkbar angeordneten Gehäuseteil
(4, 30) untergebracht ist.
3. Hörgerät nach einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Gehäuseteil (4, 30), zum Beispiel in Richtung der Schwenkachse
(6, 39) offen ist, um das Ausstossen der Batterie (3) zu erleichtern.
4. Hörgerät nach einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der die Batterie (3) aufnehmende Gehäuseteil (4, 30) im Hörgerät mit der Kindersicherung
derart sicherbar ist, dass der Zugriff zur Batterie (3) durch Kinder praktisch verunmöglicht
wird.
5. Hörgerät nach einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kindersicherung im einen Teil (4, 10) eine Ausnehmung (11) und im anderen
Teil (8) ein vorstehendes Element (22) aufweist, wobei in geschlossenem Zustand das
vorstehende Element (22) derart in die Ausnehmung (11) eingreift, dass der Oeffnungszustand
durch Kinderhand unerreichbar ist.
6. Hörgerät nach einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens der eine, z.B. die Ausnehmung (11) aufweisende Teil (4) zum Erwirken
des Oeffnungszustandes gefedert oder elastisch deformierbar ist, um insbesondere mittels
eines Instrumentes (25) geöffnet zu werden.
7. Hörgerät nach einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Führungsnut (23) vorgesehen ist, um mit einem Instrument (25) ins Gehäuseinnere
zu gelangen, zwecks Oeffnung der Kindersicherung.