[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckkissen mit einer wenigstens teilweise flexiblen Hülle,
die durch Zuführung eines Mediums in das Innere der Hülle aufblasbar ist.
[0002] Im Bergbau unter Tage, insbesondere im Steinkohlebergbau, wird der Arbeitsraum im
Streb mit Hilfe von hydraulisch betriebenen Schutzvorrichtungen, sogenannten Schilden
gesichert. Eine weitere Funktion dieser Schilde besteht darin, durch Aufrechterhaltung
eines gewissen Stützdruckes auf das Hangende ein Nachbrechen von Gestein zu verhindern.
[0003] Beim Abbau von Kohlenflözen im Steinkohlebergbau unter Tage treten je nach geologischen
Gegebenheiten mit mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit sogenannte Ausbrüche auf,
d.h. Hohlräume, die beim Vortrieb entstehen, wenn bei Wegnahme der Kohleschicht Gestein
nachbricht. Diese Hohlräume müssen vor dem weiteren Vorrücken aufgefüllt werden, um
den Kontakt zwischen den Schildoberflächen und dem Gestein herzustellen und das Hangende
abzustützen, weil andernfalls ein ständiges weiteres Nachbrechen des Gesteins und
eine Vergrößerung des Ausbruchs weit über die ursprüngliche Ausdehnung hinaus droht,
was ein untragbares Sicherheitsrisiko darstellt und ein weiteres Vorrücken sogar unmöglich
machen kann.
[0004] Das Ausfüllen solcher Ausbrüche unter Verwendung der bisher bekannten Vorrichtungen
und Verfahren erfordert einen längeren Aufenthalt der Arbeitskräfte unter dem ungesicherten
Hangenden, was zu häufigen und schweren, nicht selten tödlichen Unfällen durch Stein-
und Kohlenfall gerade bei dieser Tätigkeit führt. Darüber hinaus entsteht ein hoher
Materialverbrauch, insbesondere an Holz und/oder anderen Baustoffen, wie z.B. Schaumbeton,
welche zum Ausfüllen verwendet werden. Schließlich führt der hohe zur Ausführung der
Arbeiten notwendige Zeitaufwand von bis zu einer Woche zu gravierenden Produktionsausfällen.
[0005] Um ein schnelles Auffüllen von Hohlräumen im Bergbau zu ermöglichen, wurden Behälter
oder Druckkissen entwickelt, die von innen her mit einem Mehrkomponentengemisch befüllt
werden, vorzugsweise mit einem Zweikomponentenschaum, der den Innenraum des Kissens
vollständig ausfüllt und dem Kissen eine Stabilität gewährleistet (DE 35 00 041 A1).
[0006] Ein weiteres derartiges Druckkissen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus
der DE-B-3 624 926 bekannt.
[0007] Als nachteilig hat sich hierbei erwiesen, daß derartige Kissen erst nach einer ausreichenden
Aushärtezeit einsatzfähig sind, da ansonsten die Druckfestigkeit nicht ausreicht.
Desweiteren sind derartige Druckkissen, bei denen Mehrkomponentengemische wie etwa
Zweikomponentenschaum eingesetzt werden, sehr teuer und benötigen große Mengen an
wertvollen Rohstoffen. Dazu kommen Umwelt- und Arbeitssicherheitsprobleme, die durch
den ausgasenden Anteil an Formaldehyd bedingt sind. Auch die beim Aushärten des Mehrkomponentengemisches
entstehende Wärme ist insbesondere beim Bergbau unerwünscht, da sie zu einem unkontrollierten
Erhitzen des Druckkissens führen kann, so daß derartige Kissen insbesondere dann,
wenn aufgrund eines ungünstigen Gasgemisches Explosionsgefahr besteht, nicht eingesetzt
werden können. Schließlich haben die bekannten Druckkissen den Nachteil, daß sie nur
einmalig verwendbar sind und dann, wenn sie nach einer temporären Nutzung nicht mehr
gebraucht werden, nur mit großem Aufwand wieder entfernt werden können.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Druckkissen zu schaffen,
das die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und eine möglichst universelle
Verwendung auch für andere Aufgaben ermöglicht. Dabei soll insbesondere eine hohe
Druckbelastbarkeit gewährleistet sein, um ein Abstützen von schweren Lasten zu ermöglichen
und ein möglichst großes Volumen auf eine einfache und schnellen Weise ausfüllbar
sein. Desweiteren soll vorzugsweise eine möglichst schnelle Verfügbarkeit gegeben
sein und ein hoher Sicherheitsstandard trotz möglichst geringer Kosten eingehalten
werden.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Druckkissen gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß ist eine Mehrzahl von Kammern vorgesehen, die von einer gemeinsamen
Hülle umschlossen sind. Da der Druck erfindungsgemäß somit nicht von einer einzigen
Kammer aufgenommen wird, sondern je nach Größe der Hülle beliebig viele Einzelkammern
vorgesehen sein können, ist es möglich, auch relativ große Volumina auszufüllen, ohne
daß dies zu einer hohen Belastung der Kammern führen würde. Des weiteren ist es möglich,
die Einzelkammern unabhängig voneinander druckdicht auszuführen, so daß für den Fall,
daß einzelne Kammern beschädigt werden sollten, stets noch eine ausreichende Stabilität
der Druckkissen gewährleistet ist. Infolge des erheblich kleineren Volumens der Einzelkammern
können diese bei Befüllung mit einem Fluid unter Druck einen erheblich höheren Druck
aufnehmen, als dies bei einem Druckkissen mit einer einzigen Druckkammer möglich wäre.
[0011] Da ein Gas oder Wasser von außen in die Kammern eingebracht wird, entfallen die mit
dem Einsatz von Mehrkomponentengemischen verbundenen Probleme. Das Druckkissen ist
insbesondere sofort einsatzbereit, preiswert, wiederverwendbar und umweltschonend.
[0012] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung liegt darin, daß die Hülle
besser auf die mechanische Beanspruchung von außen abgestimmt werden kann, da diese
nicht gasdicht ausgeführt werden muß. Erfindungsgemäß wird also eine Entkopplung der
Funktionen der Hülle und der Kammern erreicht. Damit wird es ermöglicht, als Hüllmaterial
ein mechanisch besonders widerstandsfähiges, also insbesondere reiß- und schnittfestes
Material zu verwenden, während das Wandmaterial der Kammern speziell auf eine hohe
Druckfestigkeit und Gasdichtheit abgestimmt werden kann. Erst durch diese erfindungsgemäße
Entkopplung wird ein Druckkissen ermöglicht, das eine optimale Kombination der oben
erwähnten Funktionen von Hülle und Kammern gewährleistet.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Druckkissen weist eine außerordentlich hohe Belastbarkeit und
Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beschädigungen auf, wobei gleichzeitig weitere
Vorteile durch ein geringes Transportvolumen und -gewicht sowie eine schnelle und
einfache Handhabung gegeben sind. Infolge des Aufbaus mit einer Mehrzahl von Kammern
besteht ferner ein wirksamer Schutz gegen explosivartig entweichende Druckluft in
größeren Mengen bei Beschädigung oder Überlastung und gegen einen schlagartigen Ausfall
der gesamten Stützkraft.
[0014] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist zumindest ein Teil der Kammern von
einzelnen voneinander getrennten Abschnitten eines Druckschlauches gebildet. Diese
Maßnahme hat den Vorteil, daß sich die Kammern auf besonders einfache Weise realisieren
lassen. Zum Zwecke einer besonders einfachen Herstellung und Handhabung kann ein einziger
Druckschlauch innerhalb der Hülle verwendet werden, der in die Kammern unterteilt
ist.
[0015] Obwohl die Kammern grundsätzlich beispielsweise durch Abbinden des Druckschlauches
gebildet werden können, wird der Druckschlauch bei einer besonders bevorzugten Ausführung
der Erfindung durch Faltung in die Kammern unterteilt. In die Hülle wird also ein
Druckschlauch eingebracht, der in geeigneter Weise zusammengefaltet wird.
[0016] Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der Druckschlauch wechselseitig von
links nach rechts und wieder umgekehrt gefaltet wird, so daß sich die Form einer zusammengelegten
Heizspirale ergibt. Dabei entspricht zweckmäßigerweise die Länge der einzelnen Abschnitte
im aufgeblasenen Zustand der Länge der Hülle. Nach der Faltung und Abbindung der Enden
des Druckschlauches wird dieser vorzugsweise auf bestimmte Weise zusammengelegt, beispielsweise
mit fünf Abschnitten nebeneinander und fünf Abschnitten übereinander und in dieser
Form beispielsweise mit Dichtungsband fixiert, bevor er in die äußere Hülle eingeführt
wird.
[0017] Als Fluid, das unter Druck eingeführt wird, kann beispielsweise Wasser verwendet
werden, das im Bergbau meist in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Besondere
Vorteile ergeben sich, wenn als Fluid ein Gas, insbesondere Preßluft, verwendet wird.
Dadurch ergibt sich eine stark vereinfachte Handhabung und ein besonders geringes
Gewicht des Druckkissens im aufgeblasenen Zustand. Ein Druckkissen mit einer Länge
von einigen Metern und einem Durchmesser von bis zu einem Meter hat dabei je nach
Ausführung der Hülle nur ein Gewicht in der Größenordnung von etwa 10 bis 25 kg und
kann auf engem Raum in unbenutztem Zustand zusammengelegt sein. Der notwendige Druck
kann vor Ort durch einen Kompressor oder durch einen sonstigen Druckluftanschluß oder
auch mittels einer Gasflasche erzeugt werden.
[0018] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist eine Regeleinrichtung für eine Druckregulierung
des Fluides vorgesehen.
[0019] Hierdurch wird es ermöglicht, den Innendruck der Kammern zu verändern und somit das
Kammervolumen in Abhängigkeit von der äußeren Belastung der Hülle anzupassen. Somit
kann das Volumen der Hülle in gewissen Grenzen beispielsweise an das Volumen eines
Ausbruches angepaßt werden. Des weiteren kann das Druckkissen als Hebezeug zum Anheben
von schweren Teilen verwendet werden, und gleichfalls zur vertikalen Ausrichtung der
Teile verwendet werden, sofern der Druck verändert wird.
[0020] Zweckmäßigerweise wird hierbei ein Überdruckventil vorgesehen, um ein Überschreiten
des zulässigen Höchstdruckes der Kammern auf jeden Fall zu vermeiden.
[0021] Grundsätzlich sind die verschiedenartigsten Materialien für die Herstellung der Druckschläuche
geeignet. Beispielsweise kommen hierzu Metallfolien, wie Aluminiumfolen oder dgl.
in Frage. Besonders bevorzugt sind jedoch hochfeste Kunststoffmaterialien, welche
bereits in Schlauchform kommerziell erhältlich sind.
[0022] Es ist erfindungsgemäß besonders bevorzugt, daß die Druckschläuche aus Polyterephthalsäureester
bestehen. Dieses Material weist eine hohe Zugfestigkeit auf und einen annähernd linearen
Spannungs-Dehnungsverlauf. In Einfachschläuchen kann dieses Material bei einer Wandstärke
von etwa 35 Mikrometer bis zu einem Durchmesser von etwa 5 cm einen Innendruck von
etwa 2 bar mit ausreichender Sicherheit aufnehmen. Ist ein höherer Druck erforderlich,
so können auch Mehrfachschläuche verwendet werden. So kann ein zweilagiger Schlauch
aus Polyterephthalsäureester bei einem Durchmesser von etwa 5 cm mit einem Innendruck
von etwa 5 bar mit ausreichender Sicherheit belastet werden.
[0023] Besonders bevorzugt für Anwendungen im Bergbau unter Tage ist die Verwendung von
zweilagigen Druckschläuchen, die für großvolumige Hüllen mit einem Durchmesser von
etwa 15 bis 18 cm bei einem Betriebsdruck von etwa 0,5 bar eingesetzt werden können.
[0024] Je nach der erforderlichen mechanischen Robustheit der Hülle und der Widerstandsfähigkeit
der Hülle gegen Eindringen von Fremdkörpern kann es vorteilhaft sein, wenn die Hülle
ein gewebeverstärktes Material umfaßt.
[0025] Sofern besondere Ansprüche an die Widerstandsfähigkeit gestellt werden müssen, kommt
hierzu beispielsweise eine Gewebeverstärkung aus Aramid-Fasern in Betracht. Daneben
können zahlreiche andere Textilfasern oder Glasfasern verwendet werden, die eine hohe
Reißfestigkeit aufweisen und - für Anwendungen im Bergbau - möglichst schwer entflammbar
sind.
[0026] Besonders bevorzugt für Anwendungen unter Tage ist die Verwendung eines gitterartigen,
beidseitig mit schwer entflammbarem und antistatischem PVC beschichteten Gewebes als
Hüllmaterial.
[0027] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hülle aus
einem schweißbaren Material besteht, das durch eine in Umfangsrichtung überlappende
Schweißung zu einer im wesentlichen zylindrischen Form verbunden ist.
[0028] Bei dieser Ausführung wird eine besonders einfache Herstellung der Hülle ermöglicht,
indem Material entsprechender Länge beispielsweise um ein drehbares Gestell gewickelt
und anschließend überlappend, beispielsweise mittels einer Heißluftschweißnaht verschweißt
wird. Ist das Hüllmaterial selbst aus gewebeverstärktem Material hergestellt, so ergibt
sich somit ein zylinderförmiger Hohlkörper mit einer außerordentlich hohen Reißfestigkeit,
insbesondere infolge der Nahtentlastung, die sich aufgrund des relativ hohen Reibungswiderstandes
des verwendeten Gewebes ergibt.
[0029] Eine Hülle, die besonders hohen Sicherheitsanforderungen im Bergbau gerecht wird,
kann in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung aus drei Lagen des oben erwähnten,
gitterartigen, beidseitig mit PVC beschichteten Gewebes in Zylinderform gewickelt
werden, wobei die außenliegende Kante der Länge nach mit einer Heißluft-Schweißnaht
befestigt wird. Vorzugsweise wird hierzu das Material mehrfach in der oben beschriebenen
Weise auf das Gestell gewickelt. Zusätzlich kann in diese dreilagige Hülle eine speziell
für den Bergbau geeignete Polyäthylen-Folie eingelegt werden, die in Schlauchform
kommerziell erhältlich ist.
[0030] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hülle an den
Enden mittels Klemmeinrichtungen abbindbar ist und an wenigstens einem Ende einen
durch die Klemmeinrichtung in das Innere der Hülle hindurchgeführten Zuführschlauch
aufweist.
[0031] Bei dieser Ausgestaltung der Druckschläuche ist auf diese Weise eine besonders einfache
Herstellung ermöglicht, und mittels einer Klemmeinrichtung wird eine dauerhafte und
sichere Abdichtung erreicht, wobei gleichzeitig ein Zuführschlauch zur Druckzufuhr
vorgesehen ist.
[0032] In alternativer Weise können an den Enden der Hülle Befestigungsmittel vorgesehen
sein, an denen ein in Umfangsrichtung verlaufendes Sicherungsband befestigbar ist.
[0033] Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Hülle an ihrem Ende nach
innen eingeschlagen wird und daß Metallösen aufgenietet werden, durch die ein Zugseil
geführt wird, dessen beide Enden mit mindestens einer Seilklemme aneinander befestigt
werden.
[0034] Hierdurch ergibt sich ein besonders zuverlässiger und einfach herstellbarer Verschluß
der Hülle an ihren Enden, wobei der Zuführschlauch zur Druckzufuhr in der Mitte herausführbar
ist.
[0035] Um eine hohe Stabilität der Hülle insbesondere an ihren Enden und eine möglichst
einfache Herstellung der Hülle zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn nur ein einziger
gemeinsamer Zuführschlauch zur Zuführung des Fluides in das Innere der Kammern vorgesehen
ist.
[0036] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist daher am Ende des gemeinsamen
Zuführschlauches innerhalb der Hülle ein Verteiler vorgesehen, der beispielsweise
als T-Stück ausgeführt sein kann, an dem die Zuführschläuche für den Druckschlauch
und/oder die Einzelkammern angekoppelt sind.
[0037] Auf diese Weise wird ein einfacher Anschluß des Druckschlauches und ggf. weiterer
Einzelkammern ermöglicht, wobei gleichzeitig nur eine Zuführleitung in das Innere
der Hülle erforderlich ist.
[0038] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der mindestens eine Druckschlauch,
der in der Hülle zusammengefaltet ist, an beiden Enden mit einem Zuführschlauch zur
Zuführung eines Fluides unter Druck verbunden.
[0039] So kann der Druckschlauch gleichzeitig von beiden Enden her mit Druckluft befüllt
werden, was sich insgesamt vorteilhaft auf die Geschwindigkeit und Gleichmäßigkeit
des Füllvorganges auswirkt. Ferner ist bei dieser Ausführung sichergestellt, daß nach
Abschluß des Füllvorganges der Druckschlauch ein in sich geschlossenes, quasi ringförmiges
System bildet, das für einen optimalen Druckausgleich zwischen den einzelnen Schlauchabschnitten
sorgt und damit ungleichmäßige Beanspruchungen unterschiedlicher Abschnitte bei einer
ungleichmäßigen Belastung von außen weitgehend vermeidet.
[0040] In einer weiter bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der gemeinsame Zuführschlauch
außerhalb der Hülle durch eine Pneumatik-Schnellkupplung abgeschlossen, die mit einem
entsprechenden Kupplungselement einer Pneumatikleitung koppelbar ist, vorzugsweise
durch Aufstecken.
[0041] Eine derartige Schnellkupplung, die ein gebräuchliches Pneumatikteil darstellt, hat
die Funktion eines Rückschlagventils, das sich bei Einführung des entsprechenden Kupplungselementes
automatisch öffnet und sich bei seiner Entfernung ebenso automatisch wieder schließt.
Neben der einfachen Handhabung ergibt sich dadurch der Vorteil, daß nicht nur eine
Befüllung, sondern auch eine Entleerung der Kammern über diese Anordnung problemlos
durchgeführt werden kann.
[0042] Zur Befüllung kann darüber hinaus ein Adapter außerhalb der Hülle vorgesehen sein,
an den mehrere Druckkissen über Schnellkupplungen anschließbar sind, so daß mit einer
einzigen Druckluftquelle gleichzeitig mehrere Druckkissen befüllt werden können. Auch
ein Überdruckventil kann in einen solchen Adapter integriert werden, um sicherzustellen,
daß der zulässige Druck auf keinen Fall überschritten wird. Ein derartiges Überdruckventil
kann zusätzlich noch mit einem akustischen Warnsignal im Falle des Ansprechens gekoppelt
sein. Darüber hinaus kann ein derartiger Adapter auf den Anschluß eines vorhandenen
Druckluftsystems abgestimmt sein, so daß weitere Kopplungsstücke nicht erforderlich
sind.
[0043] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, die
Enden der Hülle jeweils durch einen Ring hindurchzuführen, über den Ring von außen
umzustülpen und mittels Klemmeinrichtungen zu sichern.
[0044] Hierdurch wird auf besonders einfache Weise eine zuverlässige und dauerhafte Abbindung
der Hülle an ihren Enden erreicht, wobei die Gefahr von Beschädigungen weitgehend
vermieden wird und auch bei stärkerer Druckbeanspruchung durch den Innendruck der
Kammern ein Herausrutschen der Klemmeinrichtungen an den Enden vermieden wird.
[0045] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß der mindestens
eine Druckschlauch an mindestens einem Ende über einen Schlauch mit einer Aufstauchung
geführt ist und mittels mindestens eines Kabelbinders gegen die Aufstauchung gesichert
ist.
[0046] Auf diese Weise wird eine Beschädigungsgefahr des Druckschlauches auch bei hohem
Innendruck weitgehend ausgeschlossen und mit Hilfe der Auf stauchung ein Abrutschen
des Kabelbinders verhindert. So läßt sich eine dauerhafte und zuverlässige Abdichtung
des Druckschlauches an seinen Enden erreichen, wobei gleichzeitig ein Schlauch zur
Druckzuführung von außen mit eingebunden ist.
[0047] Der Schlauch, an dem die Aufstauchung vorgesehen ist, um den Druckschlauch mittels
eines Kabelbinders oder dgl. dagegen zu sichern, besteht vorzugsweise aus PVC, wobei
für Anwendungen im Bergbau eine antistatische und schwer entflammbare Ausführung bevorzugt
ist.
[0048] Die Aufstauchung, die als Widerlager für die Kabelbinder dient, läßt sich bei dieser
Ausführung einfach durch Erhitzen und Zusammenschieben des Schlauches herstellen.
Bei einer relativ großen Wanddicke von einigen Millimetern hat der Schlauch eine ausreichende
Stabilität, um eine unterbrechungsfreie Zufuhr des Fluides in das Innere des Druckschlauches
zu sichern und um auch als Fixierungspunkt für die Abbindung zu dienen.
[0049] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Druckschiauch
an mindestens einem Ende im Bereich des Schlauchbinders oder der Schlauchbinder durch
Dichtungsmasse, insbesondere durch Silikon abgedichtet ist.
[0050] Auf diese Weise läßt sich auch im Falle von Faltenbildung an Druckschläuchen geringer
Wandstärke im Bereich der Abbindung eine sichere und zuverlässige Abdichtung erreichen,
da feine Kapillaren und dgl. sicher verschlossen werden. Des weiteren wird durch die
zusätzlich aufgebrachte Dichtungsmasse, die sich im Falle von Silikon zu einer elastischen
Schicht verfestigt, die Reibung erhöht und die Haftung zwischen den aufeinanderliegenden
Teilen verbessert, so daß eine zusätzliche Sicherheit gegen Abrutschen von Klemmvorrichtungen
gegeben ist.
[0051] Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, zwischen einem Kabelbinder,
der vor einer Auf stauchung des Schlauches befestigt ist, und dem eigentlichen Druckschlauch
über den darunterliegenden Schlauch aus PVC oder dgl., der als Zuführschlauch dient,
von außen einen Vorsatzschlauch oder eine Wicklung aus Isolierband oder dgl. aufzubringen.
[0052] Durch einen derartigen Vorsatzschlauch oder eine derartige Wicklung, die beim Aufblasen
des Druckschauches umgestülpt wird und zu einem relativ kurzen Ring zusammengepreßt
wird, wird ein direkter Kontakt zwischen dem empfindlichen Material des Druckschlauches
und dem dahinterliegenden Kabelbinder vermieden, wodurch die Beschädigungsgefahr reduziert
wird und der Kabelbinder entlastet wird. Als Vorsatzschlauch kann bspw. ein Schlauch
mit einer innenliegenden Weichplastikschicht und einer außenliegenden gewebeverstärkten
Weichplastikschicht nach der Art eines Gartenschlauches verwendet werden.
[0053] Wie eingangs bereits erwähnt, kann das Druckkissen auf besonders vorteilhafte Weise
zur temporären Sicherung von Ausbrüchen im Bergbau mit Schildausbau im Untertage-Betrieb
verwendet werden.
[0054] Ohne daß hierzu ein gefährliches Arbeiten zwischen dem Ausbau und dem nicht gesicherten
Hangenden erforderlich wäre, kann das vorbereitete Druckkissen mittels einer Stange
oder dgl. in den Ausbruch vorgeschoben werden und sodann mit dem Fluid unter Druck
gefüllt werden, also vorzugsweise mit Luft aufgeblasen werden.
[0055] Hierbei ist es zwecksmäßig, bei größerem Ausbrüchen mehrere Hüllen zu verwenden,
innerhalb derer eine Mehrzahl von Kammern vorgesehen ist. Auf diese Weise können mit
einer einzigen Ausführung unterschiedlich große Ausbrüche schnell und sicher verschlossen
werden. Nachdem eine oder mehrere Hüllen in den Ausbruch eingeschoben sind, werden
diese aufgeblasen, bis der Ausbruch weitgehend ausgefüllt ist und ausreichend abgestützt
ist. Die Schildkappe kann bereits während des Aufblasens der Druckschläuche wieder
nach oben in eine annähernd waagerechte Position bewegt werden. Alternativ kann auch
nachträglich bei nur teilweise aufgeblasenen Druckschläuchen eine Ausrichtung der
Schildkappe erfolgen.
[0056] Mit diesem Verfahren läßt sich eine besonders schnelle und sichere temporäre Ausfüllung
von Ausbrüchen des Hangendes beim Schildausbau erreichen. Die Unfallgefahr wird erheblich
vermindert, da ein gefährliches Arbeiten im ungesicherten Bereich nicht mehr erforderlich
ist. Ferner wird die Stillstandzeit drastisch reduziert, da das Ausfüllen eines Ausbruches
innerhalb sehr kurzer Zeit erreicht werden kann. Damit ist eine erhebliche Kosteneinsparung
verbunden. Des weiteren wird der große Holzverbrauch beim herkömmlichen Auspfeilern
der Ausbrüche vermieden, was wiederum entsprechende Kostenvorteile hat und die versorgungswege
unter Tage entlastet.
[0057] Eine weitere vorteilhafte Anwendung der Erfindung besteht beim Heben und/oder Ausrichten
von schweren Teilen.
[0058] Mit dem erfindungsgemäßen Druckkissen wird nunmehr ein Heben oder Ausrichten auch
besonders schwerer Teile ermöglicht, ohne daß eine Gefährdung durch das Bersten von
großvolumigen, unter hohem Druck stehenden Druckkanmern in Kauf genommen werden muß.
[0059] Auf besonders vorteilhafte Weise lassen sich schwere Teile mit dem erfindungsgemäßen
Druckkissen ausrichten, wenn der Druck der Kammern reguliert wird. Da eine derartige
Druckregulierung auf einfache Weise erreicht werden kann, beispielsweise mit Hilfe
eines Druckregelventils, läßt sich die Anordnung auf besonders einfache und kostengünstige
Weise verwenden. Des weiteren sind keine schweren Hebezeuge, wie Kräne oder dgl. erforderlich.
Schließlich kann eine Druckregulierung sehr präzise und langsam erfolgen, so daß ein
präzises Ausrichten von Teilen ermöglicht wird.
[0060] Auf diese Weise lassen sich bspw. gegenüberliegende Rohrenden einer Pipeline präzise
zueinander ausrichten, bis eine Verschweißung möglich ist.
[0061] Ein erfindungsgemäßes Druckkissen läßt sich ferner auf vorteilhafte Weise als Dichtungselement
verwenden, insbesondere beim Auffüllen von Hohlräumen mit im Anfangsstadium flüssigen
Baustoffen als Vorkopfabdichtung zur Abdichtung des Hohlraums nach außen, um eine
Hinterfüllung mit dem Baustoff zu ermöglichen, oder zum Abdichten von Tunneln oder
Gängen.
[0062] Bei der Verwendung erfindungsgemäßer Druckkissen als Dichtungselement ist zum einen
ein Einsatz als sogenannte "Vorkopfabdichtung" im Untertage-Bergbau bzw. im Tunnelbau
möglich. Beim Streckenvortrieb kann hierbei der Hohlraum zwischen Ausbau und Gebirge
durch eines oder mehrere Druckkissen geeigneter Form abgeschlossen sein, die sich
beim Aufblasen mit Preßluft dichtend zwischen Ausbau und Gebirge anlegen. Der Hohlraum
dahinter kann dann auf einfache Weise durch eine entsprechende Schlauch- oder Rohrverbindung
mit flüssigem Baustoff, z. B. mit Beton, befüllt werden, wobei sogar eine Befüllung
unter Druck möglich ist.
[0063] Nach dem Aushärten des Baustoffes können die Druckkissen wieder entleert und in aller
Regel wieder verwendet werden.
[0064] Eine weitere Einsatzmöglichkeit besteht beim schnellen, temporären Verschließen von
Tunneln, Gängen und dergleichen, z. B. im Untertage-Bergbau zur Umleitung des Wetterstroms
(Luftstroms), etwa im Brandfall, bei Gasentwicklung usw.. Hierzu werden ein oder mehrere
Druckkissen entsprechender Größe in den betreffenden Tunnel oder Gang eingelegt und
aufgeblasen, ggf. unter Einsatz zusätzlichen Dichtungsmaterials, wie etwa Glaswolle,
Silan oder dergleichen. Die Druckkissen verklemmen sich hierbei durch den Innendruck
und versperren den Tunnel oder Gang.
[0065] Bei einer Abwandlung dieses Verfahrens können die erfindungsgemäßen Druckkissen zum
schnellen Bau eines Damms unter Tage verwendet werden, wobei die Druckkissen gleichzeitig
als Verschalung dienen. Dabei wird in dem Tunnel oder Gang zunächst eine Abdichtung
unter Verwendung von einem oder mehreren Druckkissen ggf. unter Zusatz eines Dichtungsmaterials,
wie etwa Glaswolle oder Silan, erstellt. Zwischen dieser Abdichtung und einer weiteren,
entsprechend aufgebauten Abdichtung kann dann der Baustoff eingebracht werden, der
durch die schnell aufgeblasenen Druckkissen, die als Verschalung dienen, von beiden
Seiten her im Tunnel oder Gang gehalten wird. Nachdem der Baustoff vollständig ausgehärtet
ist, können die Druckkissen von beiden Enden her leergepumpt, geborgen und wiederverwendet
werden.
[0066] In weiter vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung läßt sich ein erfindungsgemäßes
Druckkissen als Splitterschutz bei Sprengarbeiten oder bei der Entschärfung bzw. Sprengung
von Explosivkörpern verwenden.
[0067] Beim Untertage-Abbau von Gold oder Diamanten werden häufig Sprengungen vorgenommen.
Hierbei wird meist über eine größere Breite in das abzubauende Gebirge eine Mehrzahl
von Sprenglöchern eingebracht und gezündet, um den Vortrieb zu erleichtern. Naturgemäß
müssen sich die Bergleute vor der Zündung in einen ausreichenden Sicherheitsabstand
begeben, um Verletzungen durch die Sprengung zu vermeiden. Da unter Tage ausreichend
widerstandsfähige Sprengbarrieren nur sehr aufwendig zu transportieren und zu handhaben
sind, bieten hierbei erfindungsgemäße Druckkissen besondere Vorteile, da sie in kürzester
Zeit aufgeblasen werden können, außerordentlich leicht zu transportieren und zu handhaben
sind und eine derart hohe Widerstandsfähigkeit aufweisen, daß sie meist mehrfach verwendet
werden können. Hierbei können die Druckkissen einzeln oder in Gruppen in Form einer
"Barriere" in unmittelbarer Nähe der Sprengstelle aufgeblasen und seitlich und/oder
nach oben und unten durch den Innendruck verklemmt werden. Soweit ein Verklemmen nach
oben und unten möglich ist, wirken die Druckkissen gleichzeitig als Stützelement.
In der Regel ist nach der Explosion ein Leeren, Bergen und Umsetzen möglich.
[0068] Darüber hinaus lassen sich erfindungsgemäße Druckkissen zum Auffangen extrem scharfkantiger
Splitterstücke, wie sie möglicherweise bei der Entschärfung bzw. Sprengung von Explosivkörpern
entstehen können, einsetzen. Hierzu werden Druckkissen vor der zu schützenden Person
bzw. den schützenden Gegenständen plaziert und je nach vorhandenen Gegebenenheiten
fixiert. Bei der Explosion des Explosivkörpers frei werdende Splitter können das Druckkissen
beschädigen, aber nicht durchschlagen, so daß das Druckkissen praktisch die Funktion
von leicht zu transportierenden, schnell einsatzbereiten "Sandsäcken" hat.
[0069] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenene Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0070] Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Druckkissens in vereinfachter Darstellung;
- Fig. 2
- einen Querschnitt des Druckkissens gemäß Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 3
- eine Ansicht eines Endbereiches der Hülle gemäß Fig. 2 in teilweise geschnittener
Darstellung (nicht maßstabsgerecht) ;
- Fig. 4
- eine stirnseitige Ansicht eines Endbereiches der Hülle in einer alternativen Ausführung;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch den Endbereich einer Kammer gemäß Fig. 2 in vergrößerter
Darstellung;
- Fig. 6
- eine teilweise geschnittene, perspektivischen Ansicht eines Abbauraumes im Steinkohlebergbau
unter Tage, in dem das erfindungsgemäße Druckkissen zum temporären Abstützen und Auspfeilern
eines Ausbruches verwendet wird;
- Fig. 7
- eine Ansicht zweier Rohrenden einer Pipeline, die jeweils auf einem erfindungsgemäßen
Druckkissen aufliegen, in stark vereinfachter Darstellung;
- Fig. 8
- eine seitenansicht einer Hülle der beiden Druckkissen gemäß Fig. 7 in vergrößerter
und vereinfachter Darstellung;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines in 16 Abschnitte gefalteten und zu je vier Abschnitten
neben- und übereinandergelegten erfindungsgemäßen Druckschlauches ohne die zugehörige
äußere Hülle, in einer Ansicht von vorne und mit angedeutetem Luftzuführungssystem;
- Fig. 10
- eine schematische Seitenansicht des Druckschlauches gemäß Fig. 9 von links, in verkleinerter
Darstellung.
- Fig. 11
- eine Anwendungsmöglichkeit erfindungsgemäßer Druckkissen zum schnellen Bau eines Dammes,
der geschnitten dargestellt ist und
- Fig. 12
- eine weitere Anwendungsmöglichkeit erfindungsgemäßer Druckkissen als Dichtungselement,
hier am Beispiel einer Vorkopfdichtung beim Hinterfüllen im Streckenvortrieb.
[0071] Ein erfindungsgemäßes Druckkissen ist in Fig. 1 insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet.
Es weist eine äußere Hülle 12 auf, die aus einem faserverstärkten, schweißbaren Material
hergestellt ist. Die Hülle 12 besitzt eine im wesentlichen zylindrische Form und ist
an ihren beiden Enden jeweils mit einer Klemmeinrichtung 14, 16 verschlossen, wobei
an einem Ende eine Zuführeinrichtung 18 in Form eines Zuführschlauches herausgeführt
ist, der mit einer nicht dargestellten Druckquelle, z.B. einem Kompressor, verbunden
ist.
[0072] Die Hülle 12, die zum Abstützen und Auspfeilern von Ausbrüchen des Hangendes beim
Schildausbau unter Tage vorgesehen ist, weist vorzugsweise eine Länge von 1,5 bis
3 m, und einen Durchmesser von etwa 0,6 bis 1,2 m auf.
[0073] Zur Herstellung der Hülle 12 wird Material entsprechender Länge dreimal um ein drehbares
Gestell gewickelt und anschließend mit einer Überlappung von etwa 100 mm Länge der
Länge nach verschweißt. Die Verschweißung kann als Heißluftschweißnaht 20 mit einer
Breite von etwa 40 mm ausgeführt werden, welche eine hohe Zugfestigkeit aufweist.
Die so entstehende Hülle aus dreilagigem Gewebe besitzt eine außerordentlich hohe
Reißfestigkeit. Zusätzlich wird in die so entstandene Hülle eine Polyäthylen-Folie
eingelegt, welche in Schlauchform in spezieller Ausführung für den Bergbau erhältlich
ist.
[0074] Wie aus Fig. 2 näher ersichtlich, ist in der Hülle 12 eine Mehrzahl von Kammern 22
vorgesehen, die Teil eines Druckschlauches sind, wie nachfolgend näher ausgeführt
wird.
[0075] Grundsätzlich wäre es möglich, die Kammern 22 als einzelne, vollständig voneinander
getrennte und isolierte Kammern auszubilden, so daß beim Ausfall von einer einzigen
oder nur wenigen Kammern die Gesamtfunktion der Anordnung infolge einer Redundanz
erhalten bleibt.
[0076] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es jedoch bevorzugt, zwecks einer besonders
einfachen Herstellung und Handhabung die Kammern 22 als Teilkammern eines einzigen
Druckschlauches auszubilden, der in besonders zusammengefalteter Form in die Hülle
eingelegt wird.
[0077] Die Fig. 9 und 10 zeigen einen derartigen Druckschlauch 110 in schematischer Darstellung,
der mehrfach zusammengefaltet wurde. Der Druckschlauch 110 weist insgesamt 16 Kammern
120a bis 120q auf, die sämtlich miteinander in Verbindung stehen und lediglich durch
die Faltung des Schlauches gebildet sind. Der in Fig. 10 dargestellte Druckschlauch
110 wurde der Länge nach zusammengefaltet, und zwar so, daß die einzelnen Abschnitte
im aufgeblasenen Zustand der vorgesehenen Länge der Hülle 12 bzw. 12' entspricht.
Die Faltung erfolgt wechselseitig von links nach rechts und wieder umgekehrt, so daß
der Druckschlauch 110 in etwa die Form einer zusammengelegten Heizspirale aufweist.
In Fig. 9 sind vom Betrachter aus vorne miteinander verbundene Kammern durch ausgezogene
Linien gekennzeichnet, während vom Betrachter aus hinten miteinander verbundene Kammern
durch zusätzliche gestrichelte Linien angedeutet sind. An die beiden Enden 118, 119
des Druckschlauches sind zwei Zuführschläuche 116, 117 angeschlossen, die über einen
Verbinder 24 in Form eines T-Stückes mit einem gemeinsamen Zuführschlauch 114 verbunden
sind, der durch die in Fig. 9 nicht dargestellte Hülle nach außen geführt ist und
mit einem Schnellverbinder 112 abgeschlossen ist. Der Schnellverbinder 112 dient als
Rückschlagventil, wenn der Druckschlauch 110 mit Preßluft gefüllt ist und kein Kupplungsstück
in den Schnellverbinder 112 eingesteckt ist. Wird ein solches Kupplungsstück eingesteckt,
so verriegelt dieses automatisch mit dem Schnellverbinder 112 und ermöglicht sowohl
eine Befüllung des Druckschlauches 110 mittels Preßluft als auch eine Entleerung des
Druckschlauches, sofern dies gewünscht ist. In Fig. 9 ist die Richtung der Luftströmung
bei Befüllung des Druckschlauches 110 durch die Pfeile 122, 124, 126 angedeutet.
[0078] In der dargestellten Anordnung wird der Druckschlauch 110 von beiden Enden her 118,
119 befüllt, so daß sich über den Druckschlauch 110 und die angeschlossenen Zuführleitungen
116, 117 ein quasi geschlossenes Gesamtsystem einstellt, das einen guten Druckausgleich
auch bei vollständig zusammengefaltetem Schlauch unter Druckbelastung von außen ermöglicht.
Insgesamt ermöglicht diese Anordnung eine schnelle Befüllung des Druckschlauches 110
und eine gleichmäßige Druckverteilung selbst bei ungleichmäßiger Belastung des Druckkissens
von außen.
[0079] Wie aus Fig. 3 im einzelnen ersichtlich, ist die Hülle 12 an ihren beiden Enden mittels
einer besonderen Klemmtechnik zusammengebunden. An dem in Fig. 3 dargestellten offenen
Ende ist ein Zuführschlauch 19 durch eine insgesamt mit der Ziffer 16 bezeichnete
Klemmeinrichtung in das Innere der Hülle 12 hindurchgeführt, der in dem Verteiler
24 endet, der gleichfalls, wie anhand von Fig. 9 bereits ausgeführt, als T-Stück ausgebildet
ist. Die Enden des zusammengefalteten Druckschlauches sind an diesem Verteiler 24
angeschlossen.
[0080] Tritt im aufgeblasenen Zustand eine Beschädigung oder ein gewisser Druckverlust an
einer der Kammern 22 auf, so führt dies keinesfalls zu einem schlagartigen Entweichen
der Luftfüllung aus dem Druckschlauch, sondern infolge der Faltung des Druckschlauches
in der Regel nur zu einem allmählichen Entweichen von Luft, so daß die Gesamtfunktion
des Druckkissens 10 meist noch über einen größeren Zeitraum erhalten bleibt und auf
jeden Fall ein schlagartiges Freisetzen von größeren Mengen von komprimierter Luft
und damit eine Gefährdung vom Menschen ausgeschlossen wird.
[0081] Darüber hinaus ist die mechanische Stabilität der Hülle 12 infolge des zuvor beschriebenen
4-lagigen Aufbaus und der speziellen Verschweißung 20 in Längsrichtung, die zu einer
Nahtentlastung führt, derart groß, daß selbst im Falle eines ohnehin praktisch ausgeschlossenen
schlagartigen Entweichens von größeren Mengen von komprimierter Luft aus den Kammern
22 ein Bersten der Hülle 12 ausgeschlossen ist.
[0082] Gemäß Fig. 3 ist das Ende 15 der Hülle 12 durch einen Stützring 28 hindurchgeführt
und sodann von außen her über den Stützring 28 umgestülpt und schließlich mittels
der Klemmeinrichtung 16 auf dem Zuführschlauch 19 durch Klemmung befestigt. Die Klemmeinrichtung
16 weist eine einfache Bügelschelle 26 bekannter Art auf, mit der das umgestülpte
Ende 15 der Hülle 12 gesichert wird, so daß sich damit ein sicherer Verschluß der
Hülle 12 an ihrem Ende ergibt, wobei durch den Ring 28 ein Herausrutschen der Klemmbefestigung
ausgeschlossen ist und gleichzeitig eine sichere Einbindung der Zuführleitung 19 gewährleistet
ist.
[0083] Ein alternativer Abschluß der Hülle 12' an ihren beiden Enden ist in Fig. 4 dargestellt.
Hierbei wird die Hülle 12' an ihren beiden Enden nach innen eingeschlagen, und mit
Metallösen 27 vernietet. Nach Einführung des Druckschlauches gemäß der Fig. 9 und
10 wird ein dünnes Drahtseil 29 in der in Fig. 4 dargestellten Weise durch die Ösen
27 geführt, die Hülle 12' zusammengezogen und an diesen Stellen mit den überstehenden
Drahtseilenden noch mehrfach umwickelt (nicht dargestellt), bevor die Drahtseile 29
mit Hilfe von je zwei Seilklemmen gesichert werden (wovon in Fig. 4 nur eine mit der
Ziffer 31 angedeutet ist). Dabei ragt an einem Ende der gemeinsame Zuführschlauch
19 für die Luftversorgung aus der verschlossenen Außenhülle 12' hervor (gleichfalls
in Fig. 4 nicht dargestellt).
[0084] Von wesentlicher Bedeutung für die Funktionsfähigkeit der stützeinrichtung ist die
Ausführung der Druckschläuche und der hieran vorgesehenen Zuführleitungen für deren
Druckversorgung.
[0085] Die Druckschläuche sind als nahtlose Schläuche aus einer Folie aus Polyterephthalsäureester
mit einer Wandstärke von etwa 35 Mikrometer hergestellt. Derartige Schläuche sind
kommerziell erhältlich.
[0086] Der besondere Vorteil der Verwendung von Polyterephthalsäureester liegt in seiner
hohen Zugfestigkeit und dem annähernd linearen Verlauf des Spannungs-Dehnungsdiagrammes.
[0087] Um mit möglichst wenig Faltungen eines Druckschlauches innerhalb der Hülle 12 bzw.
12' auszukommen, ist ein Druckschlauch mit einem Durchmesser von etwa 165 mm vorgesehen,
der aus zwei übereinander gezogenen Folienschläuchen aus Polyterephthalsäureester
besteht.
[0088] Der zweilagige Aufbau des Druckschlauches verringert einerseits die Wahrscheinlichkeit
von Beschädigungen der inneren Folienlage durch winzige Fremdkörper innerhalb der
Außenhülle, und andererseits können etwa auftretende Undichtigkeiten einer der beiden
Folien (die gelegentlich, aber sehr selten durch Materialfehler möglich sind) infolge
der ja ebenfalls luftdicht verschlossenen anderen Folienlage die Funktionsfähigkeit
des Druckkissens nicht beeinträchtigen.
[0089] Bei einer derartigen Dimensionierung ist der zweilagige Druckschlauch für einen Nenn-Betriebsdruck
von etwa 0,5 bar ausgelegt und bis zu einer Berstgrenze von etwa 2,5 bar belastbar.
[0090] Auf diese Weise läßt sich ein Druckkissen mit einer stützkraft von etwa 25 t pro
Quadratmeter bei Nenndruck bzw. von etwa 10 t pro Quadratmeter bei Maximaldruck realisieren.
Die Hülle kann dabei in aufgeblasener Form beispielsweise eine Länge von etwa 160
cm und einen Durchmesser von etwa 80 cm aufweisen. Ein derartiges Druckkissen läßt
sich auf etwa 60 x 50 x 20 cm zusammenlegen und hat nur ein Gewicht von etwa 8 kg.
[0091] Die Art, in der der Druckschlauch an seinen beiden Enden abgebunden wird und mit
Zufuhrleitungen versehen wird, ist aus dem Längsschnitt gemäß Fig. 5 ersichtlich.
[0092] Ein Schlauch 44, welcher als Zuführschlauch zur Verbindung mit dem Verteiler 24 vorgesehen
ist, besteht aus einem PVC-Schlauch in antistatischer, schwer entflammbarer Ausführung
mit einem Innendurchmesser von etwa 5 mm und einer Wandstärke von etwa 3 mm. Dieser
PVC-Schlauch 44 weist in seinem mittleren Bereich eine wulstförmige Auf stauchung
54 auf, die durch Erhitzen und Zusammenschieben des Schlauches hergestellt wurde.
Das Druckschlauchende 40 des Druckschlauches 110 ist über den PVC-Schlauch 44 und
über die Aufstauchung 54 geführt und beiderseits der Aufstauchung 54 durch je einen
Kabelbinder 48, 50 gesichert. Ein weiterer Kabelbinder 52 auf der dem Druckschlauch
110 abgewandten Seite der Aufstauchung 54 dient als zusätzliche Sicherung, der zusätzlich
zu den beiden anderen, breiter ausgeführten Kabelbindern 48, 50 eine weitere Sicherheit
für die Dichtheit der Abbindung gewährleistet.
[0093] Im Bereich der Kabelbinder 48, 50, 52 ist eine Dichtungsschicht 46 aus Silikon auf
den PVC-Schlauch 44 aufgetragen, um eine einwandfreie Abdichtung der Polyterephthalsäureesterfolie
auf den PVC-Schlauch 44 zu gewährleisten.
[0094] Des weiteren ist zwischen dem Ende 40 des Druckschlauches 110 und der Aufstauchung
54 eine dreifache Lage von breitem Isolierband 41 aufgewickelt, die bis unmittelbar
an die Auf stauchung 54 heranreicht. Diese Lage 41 rollt sich beim Aufblasen des Druckschlauches
110 ringartig zusammen und verhindert einerseits einen direkten Kontakt zwischen dem
Kabelbinder 48 und der Folie des Druckschlauches 110 und reduziert andererseits die
nach außen wirkenden Zugkräfte auf den Kabelbinder 48 und sichert ihn damit zusätzlich,
so daß ein Aufreißen oder Abplatzen des Kabelbinders 48 verhindert wird.
[0095] Die zuvor beschriebene Abbindetechnik für das Ende 40 des Druckschlauches 110 wird
lediglich bei der inneren Lage des Druckschlauches 110 angewendet. Dagegen reicht
es bei der äußeren Lage des Druckschlauches 110 aus, in Höhe der Auf stauchung 54
eine entsprechende Menge Silikon einzufüllen und hier einen Kabelbinder zwischen dem
Kabelbinder 48 und die Aufstauchung 54, sowie zwischen die Kabelbinder 50 und 52 zu
setzen (in Fig. 5 nicht dargestellt). Ein luftdichter Abschluß wird auf diese Weise
gewährleistet und nennenswerte Zugkräfte auf die äußere Lage des Druckschlauches sind
an dieser Stelle nicht zu erwarten.
[0096] Bei der Herstellung des zuvor im einzelnen beschriebenen Druckkissens wird in folgender
Weise vorgegangen:
[0097] Zunächst wird die insgesamt 4-lagige Hülle 12 bzw. 12' in der zuvor erläuterten Weise
gewickelt und die Enden vorzugsweise nach der anhand von Fig. 4 beschriebenen Weise
mittels Drahtseilen 29 gesichert.
[0098] Anschließend wird der vorgefertigte, 2-lagige Druckschlauch 110 an seinen beiden
Enden mit Zuführschläuchen 116, 117 in der oben beschriebenen Weise versehen und dann
der Länge nach zusammengefaltet, wie dies anhand der Fig. 9 und 10 erläutert wurde
und in dieser Form mit Teflon-Dichtungsband fixiert und in die offene Außenhülle 12'
eingeführt. Ein derartiges Zusammenlegen des Druckschlauches je nach Durchmesser der
Hülle 12' und Durchmesser des verwendeten Druckschlauches 110 ist erforderlich, um
die gewünschte, walzenförmige Ausbildung der Hülle 12 bzw. 12' im aufgeblasenen Zustand
zu erreichen. Allerdings ist es ausreichend, die einzelnen Kammern 120a bis 120q nur
bis zum ersten Aufblasen der Anordnung in dieser Lage zu fixieren, weil die einzelnen
Kammern danach erfahrungsgemäß die einmal angenommene Verteilung beibehalten. Natürlich
können die Kammern 120a bis 120q auch auf andere Weise aneinander fixiert werden.
Die Verwendung von Teflon-Dichtungsband zur Erstfixierung hat jedoch Vorteile wegen
seiner besonderen Weichheit, wodurch Beschädigungen des Druckschlauches durch das
Band selbst oder durch nach einer ersten Befüllung verbleibenden Fragmente ausgeschlossen
sind. Auch die geringe Reißfestigkeit des Dichtungsbandes genügt einerseits vollständig
zur Fixierung der Kammern vor der ersten Befüllung und schließt andererseits eine
Behinderung der Ausdehnung der Kammern bei der Befüllung vollständig aus.
[0099] Nach dem Einlegen des zusammengefalteten Folienschlauches in die vorbereitete Hülle
12 bzw. 12' und nach dem Verschluß der Hülle an ihren beiden Enden kann das Druckkissen
über den gemeinsamen Zuführschlauch 19 befüllt und aufgeblasen werden.
[0100] Der Anschluß des Druckkissens an eine vorhandene Druckluftquelle geschieht über einen
entsprechenden Adapter, an den die Schnellkupplung 112 ankoppelbar ist. Dieser Adapter
(in den Zeichnungen nicht dargestellt) setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Ein
Eingangsteil dient dem Anschluß des Adapters an das vom Anwender benutzte Druckluft-Versorgungssystem
und kann entsprechend den daraus resultierenden Anforderungen (unterschiedliche Größen
und Formen der Anschlüsse) gestaltet sein. Als zweite Komponente ist in den Adapter
ein Verteiler integriert, der als kurzes Rohrstück ausgestaltet ist, das sich unmittelbar
an das Eingangsteil anschließen kann und mit einem oder mehreren Kupplungsteilen versehen
ist, an denen sich die Schnellkupplungen 112 verschiedener Druckkissen ankoppeln lassen,
so daß gleichzeitig mehrere Druckkissen aus einer Druckluftquelle gespeist werden
können. Als dritte Komponente enthält der Adapter ein Überdruckventil, das bei Erreichen
des Nenndruckes der verwendeten Druckschläuche anspricht, also im vorliegenden Fall
bei etwa 0,5 bar. Das Überdruckventil kann mit einem Druckreduzierventil gekoppelt
sein, das den im Verteiler herrschenden Druck auf den gewünschten Druck reduziert.
[0101] Fig. 6 zeigt nun einen Abbauraum, wie er im steinkohle-Untertagebau üblich ist. Zum
Abstützen des Hangenden 68 und zum Auspfeilern des Abbauraumes dient ein hydraulisches
Stützgerüst 63, das von unten her an das Hangende 68 hydraulisch anpreßbar ist, um
das Gebirge gegen den in Pfeilrichtung 61 wirkenden Druck mittels einer in Richtung
des Pfeiles 65 verschwenkbaren Schildkappe 64 abzustützen. Zum Abtransport der Kohle,
die beim Abbau eines Kohlenflözes 67 gewonnen wird und zum Abtransport des übrigen
Abbauraumes dient ein Förderband 69. Beim Vortrieb können in dem noch nicht gesicherten
Hangenden 68 Ausbrüche 66 entstehen, die mit Hilfe des Druckkissens temporär abgestützt
werden.
[0102] In herkömmlicher Weise wurden derartige Ausbrüche 66 bisher meist mit Hilfe von Holz
ausgepfeilert, was einen hohen Zeitaufwand von mehreren Stunden bis zu etwa einer
Woche bedeutete und insbesondere zu einem erhöhten Unfallrisiko beim Arbeiten unter
dem nicht gesicherten Hangenden führte. In neuerer Zeit wurde vermehrt auch eine Ausfüllung
durch Baustoffe unter Zugabe von Schnellbindemitteln versucht, wodurch sich ähnliche
Probleme wie beim Auspfeilern mit Holz ergeben, also insbesondere ein hohes Unfallrisiko
und hohe Kosten ergeben. In beiden Fällen ist keine aktive Setzkraft gegen den Gebirgsdruck
vorhanden.
[0103] Erfindungsgemäß wird nun einfach ein entsprechend vorbereitetes Druckkissen 60 des
zuvor beschriebenen Aufbaus, das über einen einzigen gemeinsamen Zuführschlauch mittels
Druckluft beaufschlagbar ist, mittels einer Stange oder dgl. in den Ausbruch 66 eingeschoben.
Je nach Größe des Ausbruches kann es zweckmäßig sein, mehrere Druckkissen 60 zu verwenden.
[0104] Anschließend wird die Schildkappe 66 wieder in eine etwa waagrechte Stellung bewegt
und die Druckschläuche der Druckkissen 60 mit Druckluft beaufschlagt, was über den
zuvor erwähnten Adapter mit Hilfe von Preßluftflaschen oder über ein unter Tage verlegtes
Druckluftsystem geschehen kann.
[0105] Auf diese Weise läßt sich binnen kurzer Zeit eine zuverlässige temporäre Abstützung
des Ausbruches erreichen, so daß der Abbau fortgesetzt werden kann.
[0106] In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung dargestellt.
Zwei Rohrenden eines Pipeline, die mit den Ziffern 74 und 76 angedeutet sind, müssen
vor ihrer Verschweißung präzise zueinander ausgerichtet werden. Hierzu liegt jedes
Rohrende 74, 76 auf einem erfindungsgemäßen Druckkissen 70 auf, das über einen Kompressor
72 mit Druckluft versorgt wird. Über nicht näher dargestellte Druckregelventile kann
nun die vertikale Lage der beiden Rohrenden 74, 76 in Richtung der Pfeile 78 verändert
werden, um die Rohrenden 74, 76 miteinander fluchtend auszurichten.
[0107] Dabei kann auf der äußeren Hülle, wie in Fig. 8 dargestellt, eine konkav nach außen
gewölbte Auflage 80 vorgesehen sein, die der Rohrform angepaßt ist.
[0108] In den Figuren 11 und 12 sind weitere Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen
Druckkissen als Dichtungselemente dargestellt.
[0109] Fig. 11 zeigt die Verwendung von Druckkissen zum schnellen Bau eines Dammes zum Verschließen
von Tunneln, Gängen und dergleichen, z. B. im Untertage-Bergbau zur Umleitung des
Wetterstroms, etwa im Brandfall, bei Gasentwicklung usw.. Dabei werden Druckkissen
entsprechender Größe in den betreffenden Tunnel oder Gang eingelegt und aufgeblasen,
ggf. unter Einsatz zusätzlichen Dichtungsmaterials, wie etwa Glaswolle. Die Druckkissen
verklemmen sich durch ihren Innendruck und versperren den Tunnel oder Gang. In Fig.
11 ist ein derartiger Tunnel im Horizontalschnitt schematisch dargestellt, der insgesamt
mit der Ziffer 130 bezeichnet ist.
[0110] Der Damm besteht im Prinzip aus Baumaterial 136, das zwischen zwei Schalungen gehalten
ist, die mit den Ziffern 135 und 137 angedeutet sind. Durch die Mitte des Dammes verläuft
in Axialrichtung ein sogenanntes Dammrohr 134, bspw. um eine Inspektion des Dammes
oder des dahinter befindlichen Raumes durch einen Bergmann zu ermöglichen. Die beiden
Schalungen 135, 137 bestehen aus einer Mehrzahl von Druckkissen, die mit der Ziffer
133 angedeutet sind und die derart angeordnet sind, daß jede Schalung 135, 137 den
Querschnitt des Tunnels 130 völlig verschließt, wobei lediglich in der Mitte das Dammrohr
134 dichtend mit eingeschlossen ist. Um die Abdichtung zwischen den einzelnen Druckkissen
133 zu verbessern, kann zusätzlich noch Dichtungsmaterial 138, wie etwa Glaswolle,
Silan oder dergleichen verwendet werden, wie in Fig. 11 angedeutet. Zwischen den beiden
ausreichend voneinander beabstandeten Schalungen 135, 137 wird der Baustoff 136, z.
B. Beton, eingebracht.
[0111] Nach dem Aushärten des Betons können die Druckkissen 133 beider Schalungen 135, 137
leergepumt, geborgen und anschließend wiederverwendet werden. Es versteht sich, daß
das Dammrohr 134 lediglich optional ist und daß Menge, Größe und Form der einzelnen
Druckkissen 133 den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepaßt werden kann.
[0112] In Fig. 12 ist die Anwendung der erfindungsgemäßen Druckkissen als Vorkopfabdichtung
bei Hinterfüllen im Streckenvortrieb schematisch dargestellt.
[0113] Ein Stollen 140, der durch ein Gebirge 142 vorgetrieben wird, weist einen im Querschnitt
etwa halbkreisförmigen Hohlraum auf.
[0114] Dieser Hohlraum muß durch eine entsprechende Schalung 144, die im wesentlichen parallel
zur Innenfläche des Hohlraums, also etwa halbkreisförmig verläuft, zum Inneren des
Stollens 140 hin gesichert werden. Zwischen der schnell eingebrachten Schalung 144,
die etwa aus entsprechend geformten Stahlstreben bestehen kann, und dem Gebirge 142
muß der verbleibende Hohlraum 146 möglichst schnell verfüllt werden, um ein Nachgeben
des Gebirges 142 infolge des Gebirgsdruckes so weit wie möglich zu vermeiden. Zwischen
der Schalung 144 und dem Gebirge 142 werden hierzu mehrere Druckkissen 147 eingebracht,
um den dahinter befindlichen Hohlraum 146 nach vorn zur Stirnseite hin abzudichten.
Die Druckkissen 146, die zweckmäßigerweise eine entsprechende langgestreckte Form
aufweisen, legen sich beim Aufblasen dichtend zwischen das Gebirge 142 und die Schalung
144 an, so daß anschließend bspw. über eine entsprechende Schlauch- oder Rohrverbindung
in den dahinter zwischen der Schalung 144 und dem Gebige 142 befindlichen Hohlraum
146 ein im Anfangsstadium flüssiger Baustoff, wie etwa Beton, eingebracht werden kann.
[0115] Nach dem Aushärten des Baustoffes können die Druckkissen 147 leergepumpt, geborgen
und wiederverwendet werden.
1. Druckkissen mit einer wenigstens teilweise flexiblen Hülle (12, 12'), innerhalb derer
eine Mehrzahl von Kammern (22, 120a bis 120q) vorgesehen ist und mit Mitteln zum Aufblähen
der Kammern, unter Druck zur Abstützung der Hülle (12, 12') gegen Druckbelastung von
außen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (18, 24, 72, 112, 114, 116, 118)
zur Zuführung eines Gases oder von Wasser von außen in das Innere der Kammern (22,
120a bis 120q) unter Druck vorgesehen ist.
2. Druckkissen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens einen Druckschlauch (110),
der in eine Mehrzahl von Abschnitten unterteilt ist, durch die zumindest einige der
Kammern (120a bis 120q) gebildet sind.
3. Druckkissen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckschlauch (110) mehrfach
zusammengefaltet ist.
4. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (72) eine Regeleinrichtung für eine Druckregulierung des Fluides
umfaßt.
5. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammern (22, 120a bis 120q) aus einem hochfesten Material, insbesondere aus
Polyterephthalsäureester, bestehen.
6. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckschlauch (110) als zwei- oder mehrlagiger Druckschlauch ausgebildet ist.
7. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülle (12, 12') ein gewebeverstärktes Material umfaßt.
8. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülle (12, 12') aus einem schweißbaren Material besteht, das durch eine in
Umfangsrichtung überlappende Schweißung (20) zu einer im wesentlichen zylindrischen
Form verbunden ist.
9. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülle (12, 12') an den Enden abbindbar ist und an wenigstens einem Ende einen
in das Innere der Hülle (12, 12') hindurchgeführten gemeinsamen Zuführschlauch (19,
114) aufweist.
10. Druckkissen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Hülle (12)
Klemmeinrichtungen (14, 16) zum Abbinden der Enden vorgesehen sind.
11. Druckkissen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Hülle (12')
Befestigungsmittel vorgesehen sind, an denen ein im wesentlichen in Umfangsrichtung
verlaufendes Sicherungselement befestigbar ist.
12. Druckkissen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (12') an ihren
Enden nach innen eingeschlagen ist und mit Ösen (27) versehen ist, durch die ein Zugseil
(29) geführt ist, dessen beide Enden mit mindestens einer Seilklemme (31) aneinander
befestigt sind.
13. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Druckschlauch (110) an beiden Enden (118, 119) einen Zuführschlauch
(116, 117) zur Zuführung eines Fluides unter Druck aufweist.
14. Druckkissen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführschläuche (116,
117) über einen Verteiler (24) innerhalb der Hülle (12, 12') mit dem gemeinsamen Zuführschlauch
(19, 114) verbunden sind, der durch die Hülle (12, 12') nach außen geführt ist.
15. Druckkissen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Zuführschlauch
(19, 114) außerhalb der Hülle (12, 12') durch eine Pneumatikschnellkupplung (112)
abgeschlossen ist, die mit einem entsprechenden Kupplungselement einer Pneumatikleitung
koppelbar ist.
16. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden (15) der Hülle (12) jeweils durch einen Ring (28) hindurchgeführt sind,
über den Ring (28) von außen umgestülpt sind und mittels einer Klemmeinrichtung (16)
gesichert sind.
17. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Druckschlauch (110) an mindestens einem Ende (40) über einen
Schlauch (44) mit einer Aufstauchung (54) geführt ist und mittels mindestens eines
Kabelbinders (48, 50, 52) gegen die Auf stauchung (54) gesichert ist.
18. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Druckschlauch (110) an mindestens einem Ende (40) durch Dichtungsmasse
(46), insbesondere durch Silikondichtungsmasse, abgedichtet ist.
19. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Druckschlauch (110) und der Auf stauchung (54) ein Schlauchstück
oder eine Wicklung (41) aus Isolierband auf das Ende (40) des Druckschlauches (110)
aufgebracht ist.
20. Druckkissen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammern (22, 120a bis 120q) mit mindestens einem Überdruckventil gekoppelt
sind.
1. Pressure pad having an at least partially flexible covering (12, 12'), within which
a plurality of chambers (22, 120a - 120q) are provided, and having means for inflating
the chambers under pressure to support the covering (12, 12') against pressure loading
from outside, characterized in that a device (18, 24, 72, 112, 114, 116, 118) for
feeding a gas or water from outside into the interior of the chambers (22, 120a -
120q) under pressure is provided.
2. Pressure pad according to claim 1, characterized by at least one pressure hose (110)
which is subdivided into a plurality of sections, by which at least some of the chambers
(120a - 120q) are formed.
3. Pressure pad according to claim 2, characterized in that the pressure hose (110) is
repeatedly folded together.
4. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the device (72) comprises a control device for pressure regulation of the fluid.
5. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the chambers (22, 120a - 120q) consist of a high-strength material, in particular
of polyethylene terephthalate.
6. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the pressure hose (110) is designed as a two-layer or multi-layer pressure hose.
7. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the covering (12, 12') comprises a fabric-reinforced material.
8. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the covering (12, 12') consists of a weldable material which, by a welding (20) overlapping
in the circumferential direction, is joined to produce a substantial cylindrical form.
9. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the covering (12, 12') can be tied off at the ends and has at at least one end a common
feed hose (19, 114) led through into the interior of the covering (12, 12').
10. Pressure pad according to claim 9, characterized in that clamping devices (14, 16)
for tying off the ends are provided at the ends of the covering (12).
11. Pressure pad according to claim 9, characterized in that fastening means, on which
a securing element running substantially in the circumferential direction can be fastened,
are provided at the ends of the covering (12').
12. Pressure pad according to claim 11, characterized in that the covering (12') is tucked
inwards at its ends and is provided with eyelets (27), through which a pull rope (29)
is passed, the two ends of which are fastened to each other by at least one rope clamp
(31).
13. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
at least one pressure hose (110) has at both ends (118, 119) a feed hose (116, 117)
for feeding in a fluid under pressure.
14. Pressure pad according to claim 13, characterized in that the feed hoses (116, 117)
are connected by means of a distributor (24) within the covering (12, 12') to the
common feed hose (19, 114) which is led to the outside through the covering (12, 12').
15. Pressure pad according to claim 14, characterized in that the common pressure hose
(19, 114) is closed off outside the covering (12, 12') by a pneumatic quick-action
coupling (112), which can be coupled to a corresponding coupling element of a pneumatic
line.
16. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the ends (15) of the covering (12) are led in each case through a ring (28), are taken
back over the ring (28) from outside and are secured by means of a clamping device
(16).
17. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
at least one pressure hose (110) is passed at at least one end (40) over a hose (44)
with a bulge (54) and is secured against the bulge (54) by means of at least one cable
tie (48, 50, 52).
18. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
at least one pressure hose (110) is sealed off at at least one end (40) by a sealing
compound (46), in particular by a silicone sealing compound.
19. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
a piece of hose or winding (41) of insulating tape is fitted onto the end (40) of
the pressure hose (110) between the pressure hose (110) and the bulge (54).
20. Pressure pad according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the chambers (22, 120a - 120q) are coupled to at least one pressure-relief valve.
1. Coussin de pression, comportant une enveloppe (12, 12'), au moins partiellement flexible,
à l'intérieur de laquelle est prévue une pluralité de chambres (22, 120a à 120q),
et comportant des moyens de gonflage des chambres, se trouvant sous pression afin
de servir de support à l'enveloppe (12, 12') vis-à-vis d'une charge de pression provenant
de l'extérieur, caractérisé en ce qu'est prévu un agencement (18, 24, 72, 112, 114,
116, 118) servant à acheminer, sous pression, un gaz ou de l'eau, en provenance de
l'extérieur, à l'intérieur des chambres (22, 120a à 120q).
2. Coussin de pression selon la revendication 1, caractérisé par au moins un tuyau de
pression (110), divisé en une pluralité de tronçons dans lesquels sont formées au
moins certaines des chambres (120a à 120q).
3. Coussin de pression selon la revendication 2, caractérisé en ce que le tuyau de pression
(110) est replié plusieurs fois.
4. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'agencement (72) comprend un dispositif de régulation destiné à une régulation
de la pression du fluide.
5. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les chambres (22, 120a à 120q) sont constituées en un matériau à résistance
élevée, en particulier en polyéthylènetéréphtalate.
6. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le tuyau de pression (110) est conformé en tuyau de pression à deux ou plusieurs
couches.
7. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'enveloppe (12, 12') comprend un matériau renforcé par des fibres.
8. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'enveloppe (12, 12') est constituée en un matériau soudable qui est relié,
par une soudure (20) à recouvrement, dans la direction de la circonférence, avec une
forme sensiblement cylindrique.
9. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'enveloppe (12, 12') est susceptible d'être fermée aux extrémités et présente,
à au moins une extrémité, un tuyau d'alimentation (19, 114) commun traversant l'intérieur
de l'enveloppe (12, 12').
10. Coussin de pression selon la revendication 9, caractérisé en ce que sont prévus, aux
extrémités de l'enveloppe (12), des dispositifs de serrage (14, 16) destinés à fermer
les extrémités.
11. Coussin de pression selon la revendication 9, caractérisé en ce que sont prévus, aux
extrémités de l'enveloppe (12'), des moyens de fixation sur lesquels un élément de
sécurité, s'étendant sensiblement en direction de la circonférence, est susceptible
d'être fixé.
12. Coussin de pression selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'enveloppe (12')
est repliée vers l'intérieur, au niveau de ses extrémités, et est pourvue d'oeillets
(27) à travers lesquels passe un câble de traction (29), dont les deux extrémités
sont fixées l'une à l'autre au moyen d'au moins un pince-câble (31).
13. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le tuyau de pression (110), au nombre minimum d'un, présente, aux deux extrémités
(118, 119), un tuyau d'alimentation (116, 117) servant à alimenter un fluide sous
pression.
14. Coussin de pression selon la revendication 13, caractérisé en ce que les tuyaux d'alimentation
(116, 117) sont reliés, par l'intermédiaire d'un distributeur (24), à l'intérieur
de l'enveloppe (12, 12'), avec le tuyau d'alimentation commun (19, 114), qui s'étend,
à travers l'enveloppe (12, 12'), en direction de l'extérieur.
15. Coussin de pression selon la revendication 14, caractérisé en ce que le tuyau d'alimentation
commun (19, 114), à l'extérieur de l'enveloppe (12, 12'), est obturé par un raccord
rapide pneumatique (112), qui est susceptible d'être raccordé à un élément de raccordement
correspondant d'une conduite pneumatique.
16. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les extrémités (15) de l'enveloppe (12) passent, chacune, à travers une
bague (28), sont retournées, par l'extérieur, sur la bague (28) et sont fixées au
moyen d'un dispositif de serrage (16).
17. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le tuyau de pression (110), au nombre minimum d'un, à au moins une extrémité
(40) , passe sur un tuyau (44) présentant une partie refoulée (54) et est fixé, au
moyen d'au moins un élément de fixation de câble (48, 50, 52).
18. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le tuyau de pression (110), au nombre minimum d'un, à au moins une extrémité
(40), est rendu étanche par une masse d'étanchéité (46), en particulier par une masse
d'étanchéité en silicone.
19. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'entre le tuyau de pression (110) et la partie refoulée (54), un tronçon de
tuyau ou un enroulement (41) en bande isolante est monté sur l'extrémité (40) du tuyau
de pression (110).
20. Coussin de pression selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les chambres (22, 120a à 120q) sont couplées à au moins une soupape de surpression.