[0001] Die Erfindung betrifft ein Massagegerät mit einem Handgriff, welcher eine Achse lagert,
auf der eine auf ihrer Mantelfläche einzelne Massagevorsprünge aufweisende Massagewalze
drehbar gelagert ist.
[0002] Ein Massagegerät der vorstehenden Art ist beispielsweise in der EP 0 282 173 beschrieben.
Bei diesem Massagegerät ist die Massagewalze mit ihren beiden Enden in einem Arm einer
Gabel des Griffes gelagert. Das ergibt eine sehr stabile Lagerung, welche vorteilhaft
ist, wenn man das Massagegerät zur Massage größerer Körperflächen benutzt und dabei
beträchtliche Kräfte aufbringen will. Benutzt man das bekannte Massagegerät jedoch
zur Gesichtsmassage, dann macht es sich nachteilig bemerkbar, daß wegen der die Massagewalze
lagernden Arme die Massagewalze nicht bis nahe vorspringender Körperpartien geführt
werden kann, weil man zuvor mit einem der Arme dort anstößt.
[0003] Die europäische Patentanmeldung EP-A-0 346 942 beschreibt auch schon ein Massagegerät,
bei dem eine einzelne Rollkörper lagernde Achse fluchtend zum Griff angeordnet ist.
Mit einem solchen Gerät kann man relativ nahe bis beispielsweise in den Bereich der
Nase oder Augen rollen. Dabei besteht jedoch die Gefahr, daß man mit der freien Stirnseite
der bis über die Rollkörper hinausführenden Achse gegen vorspringende Körperpartien
gelangt, was zu einer Hautverletzung führen kann.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Massageroller der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß man mit seiner Massagewalze möglichst dicht an hervorspringende
Körperpartien heran gelangen kann, ohne daß dabei ein Verletzungsrisiko entsteht.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Massagewalze als elastisch
verformbare Hohlwalze ausgebildet und fliegend an einer Seite auf der Achse gelagert
ist und daß die Massagewalze an der dem Griff abgewandten Seite über die Achse hinausragt.
[0006] Bei einem solchen Massagegerät ragen keine Bauteile über die dem Griff abgewandte
Stirnfläche der Massagewalze hinaus. Deshalb kann man die Massagewalze mit ihrer freien
Stirnfläche bis unmittelbar gegen vorspringende Körperpartien führen. Da die Massagewalze
als Hohlwalze ausgebildet ist und aus einem elastischen Material besteht, vermag sich
ihr freies, über die Achse ragendes Ende elastisch zu verformen, wodurch die Massagewalze
in der Lage ist, sich der Körperkontur anzupassen, was die Massagewirkung verbessert
und die Erreichbarkeit von Hautpartien in Bereichen mit plötzlicher Richtungsumkehr,
beispielsweise dem Nasenbereich oder dem Bereich der beginnenden Augenhöhlen, fördert.
Mit dem erfindungsgemäßen Massagegerät wird es ohne Verletzungsrisiko möglich, beispielsweise
bis unmittelbar vor den Augen die Haut durch eine Rollmassage zu behandeln.
[0007] Konstruktiv besonders einfach ist das Massagegerät ausgeführt, wenn gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung auf der Achse eine Hülse drehbar gelagert und auf dieser
Hülse unverdrehbar zur Hülse die Massagewalze gehalten ist. Hierdurch kann man für
die Hülse einen Werkstoff auswählen, welcher für die bei der Drehbewegung auftretende
gleitende Reibung auf der Achse optimal ist, während man für die Massagewalze einen
für die Massagewirkung optimalen Werkstoff verwendet.
[0008] Besonders leicht elastisch verformbar ist das freie Ende der Massagewalzen, wenn
gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung der Innendurchmesser der Massagewalze
in dem die Hülse und die Achse überragenden Bereich größer ist als im übrigen Bereich,
weil dadurch dieser die Achse überragende Bereich im Querschnitt gegenüber dem übrigen
Bereich reduziert ist, so daß er ein geringeres Widerstandsmoment hat.
[0009] Der bei längerem Gebrauch entstehende Abrieb kann sich in einem Bereich sammeln,
in welchem die Drehbewegung nicht behindert wird, wenn die Hülse in ihrer Mantelfläche
eine sie durchdringende Längsnut hat.
[0010] Die axiale Sicherung der Massagewalze auf der Hülse kann sehr einfach durch eine
Schnappverbindung erfolgen, wenn die Hülse in ihrer Außenmantelfläche einen umlaufenden
Wulst und die Massagewalze entsprechend in ihrer Innenmantelfläche eine umlaufende
Ausnehmung aufweist. Diese Ausführungsform ermöglicht zudem ein leichtes Auswechseln
der Massagewalze bei Verschleiß oder zum Zwecke der Reinigung.
[0011] Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres
Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Diese zeigt in
- Fig.1
- eine teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht eines Massagegerätes nach der
Erfindung,
- Fig.2
- eine Vorderansicht einer Massagewalze des Massagegerätes,
- Fig.3
- eine Seitenansicht einer Hülse zur Halterung der Massagewalze,
- Fig.4
- einen Längsschnitt durch die Massagewalze.
[0012] Das in der Figur 1 als Ganzes dargestellte Massagegerät hat koaxial zu einem Griff
1 eine Achse 2, auf der drehbar eine Hülse 3 gelagert ist. Auf dieser Hülse 3 sitzt
eine als Hohlzylinder ausgebildete Massagewalze 4. Wichtig für die Erfindung ist,
daß die Massagewalze 4 über das freie Ende der Achse 2 ragt und aus einem elastischen
Werkstoff besteht. Zu erkennen ist in Figur 1 zusätzlich, daß die Achse 2 an ihrem
freien Ende einen Kopf 5 hat, welcher die Hülse 3 zwischen dem Ende des Griffes 1
und ihm selbst axial fixiert.
[0013] Die Figur 2 zeigt gegenüber Figur 1 vergrößert, daß die Massagewalze 4 auf ihrer
Außenmantelfläche Vorsprünge 6 in Form von Spitzen hat, welche beim Rollen über die
Haut die Massagewirkung herbeiführen. Im rechten Bereich der Figur 2 sieht man, daß
der Innendurchmesser der Massagewalze 4 an einem Ende in einem Bereich gegenüber dem
übrigen Bereich zu einer Durchmessererweiterung 7 erhöht ist. In diese Durchmessererweiterung
7 sitzt der in Figur 1 gezeigte Kopf 5 der Achse 2. Nahe des der Durchmessererweiterung
7 gegenüberliegenden Endes ist in der Innenmantelfläche der Massagewalze 4 eine umlaufende
Ausnehmung 8 hat.
[0014] Die Seitenansicht gemäß Figur 3 verdeutlicht, daß es sich bei der Massagewalze 4
um eine Stachelwalze handelt, wobei die Vorsprünge 6 jedoch bei Benutzung des Massagegerätes
nicht in die Haut eindringen können, weil die Massagewalze 4 aus einem elastischen
Werkstoff, beispielsweise Gummi, besteht.
[0015] In Figur 4 ist zu sehen, daß die Hülse 3 über einen großen Teil ihrer Länge eine
Längsnut 9 hat, welche sie vollständig durchdringt. Weiterhin ist in Figur 4 ein umlaufender
Wulst 10 gezeigt, welcher nach dem Aufschieben der Massagewalze 4 in die Ausnehmung
8 gelangt.
Bezugszeichenliste
[0016]
- 1
- Griff
- 2
- Achse
- 3
- Hülse
- 4
- Massagewalze
- 5
- Kopf
- 6
- Vorsprung
- 7
- Durchmessererweiterung
- 8
- Ausnehmung
- 9
- Längsnut
- 10
- Wulst
1. Massagegerät mit einem Handgriff, welcher eine Achse lagert, auf der eine auf ihrer
Mantelfläche einzelne Massagevorsprünge aufweisende Massagewalze drehbar gelagert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Massagewalze (4) als elastisch verformbare Hohlwalze ausgebildet und fliegend
an einer Seite auf der Achse (2) gelagert ist und daß die Massagewalze (4) an der
dem Griff (1) abgewandten Seite über die Achse (2) hinausragt.
2. Massagegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (2) eine Hülse (3) drehbar gelagert und auf dieser Hülse (3) unverdrehbar
zur Hülse (3) die Massagewalze (4) gehalten ist.
3. Massagegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der Massagewalze (4) in dem die Hülse (3) und die Achse
(2) überragenden Bereich größer ist als im übrigen Bereich.
4. Massagegerät nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3) in ihrer Mantelfläche eine sie durchdringende Längsnut (9) hat.
5. Massagegerät nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3) in ihrer Außenmantelfläche einen umlaufenden Wulst (10) und die
Massagewalze (4) entsprechend in ihrer Innenmantelfläche eine umlaufende Ausnehmung
(8) aufweist.