[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zubringen von flächigen Erzeugnissen
zu einer Verarbeitungseinrichtung für Druckereiprodukte.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist in den älteren EP-A-0 606 549 und EP-A-0 606 550
und der entsprechenden US-Patentschrift Nr. 5,350,167 bzw. US-Patentanmeldung Nr.
08/173 967 offenbart. Sie weist ein drehend angetriebenes, radartiges Tragorgan auf,
an dem, in Umfangsrichtung im Abstand, steuerbare Klammern über Schwenkhebel und Lenker
angeordnet sind. Schwenkhebel und Lenker sind am Tragorgan um zur Drohachse parallele
Achsen schwenkbar gelagert, um gelenkviereckartig die Lage der Klammer in Abhängigkeit
von der Schwenklage des Schwenkhebels zu steuern. Ist der Schwenkhebel in Umlaufrichtung
gesehen gegen hinten verschwenkt, ist das Maul der Klammer gegen vorne gerichtet.
Sie nimmt diese Lage beim Durchlaufen eines Uebernahmebereichs ein, in welchem sie
ein Erzeugnis bei dessen in Umlaufrichtung gesehen nachlaufenden Kante erfasst, welches
mittels eines Bandförderers tangential zur Bewegungsbahn der Klammern, aber mit bezüglich
dieser geringerer Geschwindigkeit dem Uebernahmebereich zugeführt wird. Beim Verschwenken
des Schwenkhebels aus seiner rückwärts gerichteten Endlage in eine etwa radiale Lage
wird die Klammer in Abhängigkeit von der Bewegung des Schwenkhebels entgegen der Umlaufrichtung
verschwenkt, um dabei das Erzeugnis in einen Uebergabebereich zwischen Wandelemente
einer Verarbeitungseinrichtung für Druckereiprodukte einzuführen und dort an ein an
einem der Wandelemente anliegenden Druckereiprodukt anzulegen. Um das Erfassen der
Erzeugnisse durch die Klammern im Uebernahmebereich zu gewährleisten werden jene immer
mit zur Umlaufrichtung gleicher Richtung aber mit kleinerer Geschwindigkeit zugeführt.
Das Uebernehmen von im Uebernahmebereich in Umlaufrichtung gesehen stillstehenden
Erzeugnissen ist in den genannten Dokumenten weder erwähnt, noch mit der dort offenbarten
Vorrichtung möglich. Weiter können nur biegsame Erzeugnisse verarbeitet werden.
[0003] Eine weitere Vorrichtung zum Zubringen von flächigen Erzeugnissen zu einer Verarbeitungseinrichtung
für Druckereiprodukte und Ankleben der Erzeugnisse an diese, ist in der EP-A-0 540
865 und der entsprechenden US-Patentschrift Nr. 5,275,685 offenbart. Diese weist einen
Bandförderer auf, der die kartenartigen Erzeugnisse voneinander beabstandet einem
Uebernahmebereich zuführt. Sie werden dort mittels flachen Haltern mit Saugköpfen
oder gesteuerten Greifern übernommen, wobei sich diese im Uebernahmebereich im wesentlichen
mit gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit wie die zu übernehmenden Erzeugnisse
bewegen. Die Halter sind an Schwenkhebeln gelagert, die ihrerseits an einem radartigen,
drehend angetriebenen Tragorgan angelenkt sind. An den Haltern sind weiter Lenker
angelenkt, die andernends ebenfalls am Tragorgan schwenkbar gelagert sind und die
an ein Umlaufgetriebe gekoppelt sind, um die Schwenklage in Abhängigkeit von der Bewegung
des Tragorgans zu steuern. Im Uebernahmebereich sind die Halter bzw. Greifer etwa
tangential zu ihrer Umlaufbahn gerichtet und werden im Zuge einer etwa halben Umdrehung
des Tragorgans durch das Umlaufgetriebe gleichsinnig zum Tragorgan um etwa 90° verschwenkt,
so dass sie im Uebergabebereich etwa rechtwinklig zu ihrer Umlaufbahn gerichtet sind.
Gleichzeitig werden die Halter bzw. Klammern in Umlaufrichtung gesehen bezüglich dem
Tragorgan gegen vorne bewegt, um die Erzeugnisse an ein rittlingsweise auf eine sattelförmige
Auflage der Verarbeitungseinrichtung abgelegtes Druckereiprodukt zur Anlage zu bringen
und anzudrücken. Bei dieser Einrichtung ist es ein zwingendes Erfordernis, dass die
Erzeugnisse im Uebergabebereich mit im wesentlichen gleicher Geschwindigkeit wie die
Halter bzw. Greifer bewegt werden. Dies schränkt die möglichen unterschiedlichen Arten
der Bereitstellung der Erzeugnisse bei der Lieferstelle wesentlich ein.
[0004] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Zubringen
von flächigen Erzeugnissen zu einer Verarbeitungseinrichtung für Druckereiprodukte
zu schaffen, die selbst bei hoher Verarbeitungskapazität die Verarbeitung unterschiedlichst
gearteter Erzeugnisse bei schonender Behandlung ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
[0006] Erfindungsgemäss sind die Tragarme und Lenkorgane, über welche die Klammern an Umlaufelementen
angeordnet sind, getrennt voneinander steuerbar. Die Schwenkbewegung der Klammer ist
dadurch nicht mehr starr an die Bewegung der Tragarme gekuppelt. Die Schwenkbewegung
der Klammern ist somit auch unabhängig von einer Bewegung des Tragarms steuerbar.
Dies ermöglicht das Bewegen der Klammern in Umlaufrichtung relativ zu den Umlaufelementen,
wobei die Schwenklage der Klammern unabhängig steuerbar ist. Dies bringt insbesondere
Vorteile beim Uebernehmen und Abgeben der Erzeugnisse, sowie wenn diese bei einer
weiteren Verarbeitungsstation in definierter Lage vorbeigeführt werden sollen. Die
erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt das Verarbeiten von flächigen Erzeugnissen unterschiedlichster
Beschaffenheit und Grösse. So beispielsweise von Kreditkarten, Postkarten, ein- und
vielblättrigen Druckereiprodukten, wie Magazinen und Broschüren, sowie von Warenproben
und in Hüllen verpackte CD's.
[0007] Eine besonders bevorzugte Ausbildungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist
im Anspruch 2 angegeben. Sie erlaubt eine äusserst schonende Behandlung der Erzeugnisse
beim Uebernehmen an der Lieferstelle. Die kleine Relativgeschwindigkeit zwischen Klammer
und Erzeugnis, selbst bei grosser Geschwindigkeit der Umlaufelemente, erlaubt die
unterschiedlichsten Arten von Uebernahmen, insbesondere auch diejenige von in Umlaufrichtung
gesehen stillstehenden Erzeugnissen.
[0008] Eine weitere, ebenfalls besonders bevorzugte Ausbildungsform der erfindungsgemässen
Vorrichtung ist im Anspruch 3 definiert. Sie erlaubt die sichere und schonende Uebernahme
unterschiedlichst gearteter Erzeugnisse ab einem ortsfest angeordneten Magazin.
[0009] Weitere bevorzugte Ausbildungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in weiteren
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in Ansicht eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Zubringen von flächigen Erzeugnissen
ab einem Magazin zu einer Verarbeitungseinrichtung für Druckereiprodukte;
- Fig. 2
- einen Teil der Fig. 1 vergrössert;
- Fig. 3
- gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrössert einen Teil der dort gezeigten Vorrichtung bei
der Uebernahme eines Erzeugnisses bei der Lieferstelle zu unterschiedlichen Zeitpunkten;
- Fig. 4
- einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 2;
- Fig. 5
- in Ansicht und teilweise geschnitten eine Klammer mit Tragarm und Lenkorgan in Schliessstellung
der Klammer;
- Fig. 6
- in gleicher Darstellung wie Fig. 5 die Klammer in Offenstellung;
- Fig. 7
- in Ansicht die Magazineinrichtung beim Einführen eines Ersatzstapels Erzeugnisse während
des Abbaus des Vorrats bei der Lieferstelle; und
- Fig. 8
- in gleicher Darstellung wie Fig. 7 die aufgefüllte Magazineinrichtung.
[0011] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung weist eine Fördereinrichtung 10 mit
steuerbaren Klammern 12 auf, die dazu bestimmt sind, mit ihrem Maul 14 bei einer Lieferstelle
16 jeweils ein Erzeugnis 18 zu erfassen und in Umlaufrichtung U zu einem Uebergabebereich
20 zu transportieren, in dem die Erzeugnisse 18 einer Verarbeitungseinrichtung 22
für Druckereiprodukte 24 abgegeben werden.
[0012] An einer um ihre Drehachse 26' in Umlaufrichtung U kontinuierlich angetriebenen,
kreisrunden Tragscheibe 26 sind entlang dem Umfang in gleichem Abstand trägerartige
Umlaufelemente 28 befestigt, die in radialer Richtung gegen aussen über die Tragscheibe
26 vorstehen. An jedem Umlaufelement 28 ist ein Tragarm 30 um eine zur Drehachse 26'
parallele Anlenkachse 30' angelenkt, welcher an seinem radial äusseren Ende eine Klammer
12 schwenkbar trägt. Wie dies insbesondere auch der Fig. 3 zu entnehmen ist, ist der
Tragarm 30 als zweiarmiger Winkelhebel ausgebildet, an dessen der Klammer 12 abgewandtem
Ende eine Folgerolle 32 frei drehbar gelagert ist, die mit einer um die Tragscheibe
26 herum verlaufenden ersten Kulissenbahn 34 einer Steuereinrichtung 35 zusammenwirkt.
Beim Umlaufen der Umlaufelemente 28 entlang ihrer kreisförmigen Umlaufbahn wird mittels
dieser Kulissensteuerung der Tragarm 30 um die Anlenkachse 30' in und entgegen der
Umlaufrichtung U verschwenkt.
[0013] An jedem Umlaufelement 28 ist an einer zur Anlenkachse 30' parallelen und bezüglich
dieser in radialer Richtung weiter innen angeordneten weiteren Anlenkachse 36' ein
zweiarmiger Steuerhebel 36 gelagert, der über eine Koppel 38 ebenfalls mit der Klammer
12 verbunden ist. Am der Koppel 38 abgewandten Ende des Steuerhebels 36 ist eine Steuerrolle
40 drehbar gelagert, die mit einer ebenfalls um die Tragscheibe 26 herum verlaufenden
zweiten Kulissenbahn 42 der Steuereinrichtung 35 zusammenwirkt. Mittels dieser Kulissensteuerung
wird im Zuge des Umlaufens der Umlaufelemente 28 die Schwenklage der Klammer 12 gesteuert
und, wie weiter unten noch ausführlicher zu beschreiben ist, das Maul 14 der Klammer
12 geöffnet.
[0014] Bei der Lieferstelle 16 ist das Ende eines schrägen Magazinschachts 43, dessen Längsrichtung
in etwa radial zur Drehachse 26' verläuft, angeordnet, der zur Aufnahme eines Vorratsstapels
44 von Erzeugnissen 18 bestimmt ist. Ebenfalls bei der Lieferstelle 16 befindet sich
eine Saugeranordnung 46, deren Saugkopf 48 dazu bestimmt ist, das oberste Erzeugnis
des schräg angeordneten Vorratsstapels 44 benachbart zur in Umlaufrichtung U gesehen
hinteren Kante 50 zu fassen, vom Vorratsstapel 44 anzuheben und in die Bewegungsbahn
12' der Klammern 12 zu verbringen. Dieses Erzeugnis 18 wird bei der in Umlaufrichtung
U gesehen nachlaufenden hinteren Kante 50 mit dem nach vorwärts gerichteten Maul 14
einer Klammer 12 erfasst und zum Weitertransport festgehalten. Zu diesem Zweck geeignete
Saugeranordnungen 46 sind beispielsweise in der CH-A-626 589 und der entsprechenden
US-A-4,279,412, in der EP-A-0 368 009 und der entsprechenden US-A-5,042,792, sowie
in der EP-A-0 553 455 und der entsprechenden US-Patentanmeldung Nr. 08/007,536 offenbart.
[0015] Wie in der Fig. 1 gezeigt, ist in Umlaufrichtung U gesehen zwischen der Lieferstelle
16 und dem Uebergabebereich 20 eine Klebstoffauftrageinrichtung 52 angeordnet. Diese
ist mittels eines Schlauches 54 mit einer Klebstoffaufbereitungseinrichtung 56 verbunden
und dazu bestimmt, auf jedes mittels der Klammern 12 vorbeitransportierte Erzeugnis
18 einen Klebstoffbelag aufzutragen.
[0016] Die Verarbeitungseinrichtung 22 weist in Bewegungsrichtung B umlaufend angetriebene
Wandelemente 60 auf, die rechtwinklig zur Bewegungsrichtung B verlaufen und an ihrem
äusseren, der Fördereinrichtung 10 zugewandten Ende, sattelförmige Auflagen 62 zum
rittlingsweisen Aufnehmen gefalteter Druckereiprodukte 24 bilden. Zwei benachbarte
Wandelemente 60 begrenzen jeweils einen taschenförmigen Aufnahmeteil 64, in den zu
verarbeitende Druckereiprodukte 24 einführbar sind. Verarbeitungseinrichtungen dieser
Art sind in den EP-Veröffentlichungen EP-A-0 550 828, 0 510 525, 0 341 425, 0 341
424 und 0 341 423, sowie den entsprechenden US-Patentschriften
Nrn. 5,324,014, 5.292.110, 5.052.667, 5.052.666 und 4.981.291 beschrieben. Bezüglich
Aufbau und Funktionsweise der Verarbeitungseinrichtung 22 wird ausdrücklich auf diese
Schriften verwiesen. Der Antrieb der Verarbeitungseinrichtung 22 ist mit dem Antrieb
der Fördereinrichtung 10 synchronisiert, so dass jeweils im Uebergabebereich 20 eine
Klammer 12 zwischen zwei Wandelemente 60 in einen Aufnahmeteil 64 eingreift.
[0017] Wie dies nun insbesondere den Fig. 1 und 2 entnehmbar ist, werden die Tragarme 30
und die durch die Steuerhebel 36 und Koppeln 38 gebildeten Lenkorgane 66 derart gesteuert,
dass die Klammern 12 den Bedürfnissen bei der Lieferstelle 16, bei der Klebstoffauftrageinrichtung
52 und der Uebergabe der Erzeugnisse 18 an die Verarbeitungseinrichtung 22 angepasste
Stellung und Geschwindigkeit einnehmen.
[0018] In den Fig. 1 und 2 sind die Stellungen der Klammern 12 gezeigt, die sie zu einem
bestimmten Zeitpunkt eines Arbeitstaktes einnehmen. Mit anderen Worten nimmt jede
Klammer 12 nach einem Arbeitstakt diejenige Stellung ein, in der die in Umlaufrichtung
gesehen vorauslaufende Klammer 12 gezeigt ist. Für diejenige Klammer 12, die bei der
Lieferstelle 16 mit geöffnetem Maul 14 auf ein Erzeugnis 18 aufläuft, sind in Fig.
2 auch jene Stellungen eingezeichnet, die sie um einen halben Takt früher eingenommen
hat und um einen halben Takt später einnehmen wird. In Fig. 3 ist die Bewegung der
Klammern 12, in Umlaufrichtung U, zuerst in drei Drittelschritten und dann in fünf
Viertelschritten eines Taktes gezeigt. Daraus ist zu erkennen, dass zwischen dem Uebergabebereich
20 und der Lieferstelle 16 der Tragarm 30 im Uhrzeigersinn, d.h. in Umlaufrichtung
U um die Anlenkachse 30' nach vorne und beim Auflaufen der Klammer 12 an die Lieferstelle
16 und beim Vorbeilaufen an dieser während des Erfassens eines Erzeugnisses 18 im
Gegenuhrzeigersinn entgegen der Umlaufrichtung U rückwärts verschwenkt wird. Durch
dieses Rückwärtsverschwenken wird die Geschwindigkeit der Klammer 12 gegenüber der
Geschwindigkeit, die sie ohne Verschwenken des Tragarms 30 hätte, reduziert. Weiter
ist erkennbar, dass die Klammer 12 vor Erreichen der Lieferstelle 16 um ihr Anlenkung
am Tragorgan 30 im Uhrzeigersinn in eine Endstellung verschwenkt wird, in welcher
sie geöffnet auf die Lieferstelle 16 aufläuft.
[0019] Nach der Uebernahme eines Erzeugnisses 18 bis etwa auf die Höhe der Drehachse 26'
werden die Tragarme 30 wieder in Umlaufrichtung U gegen vorne gelenkt, was aus den
grossen Abständen der Klammern 12 erkennbar ist. Wie dies in der Fig. 3 anhand der
strichpunktiert gezeigten Geraden 68 angedeutet ist, werden die Klammern 12 nach dem
Schliessen des Maules 14 entgegen dem Uhrzeigersinn so verschwenkt, dass sie mit ihrem
vorlaufenden freien Ende im wesentlichen entlang der Geraden 68 laufen, welche etwa
rechtwinklig zur Längsrichtung des Magazinschachts 43 und somit im wesentlichen parallel
zu den Erzeugnissen 18 des Vorratsstapels 44 verläuft. Nachfolgend diesem geraden
Teil 68 der Bewegungsbahn 12' werden die Klammern 12, bis sie in etwa die Höhe der
Drehachse 26' erreicht haben, im Uhrzeigersinn etwa in ihre Endlage zurückverschwenkt.
[0020] Beim Durchlaufen der oberen Hälfte der Bewegungsbahn 12' behalten die Klammern 12
ihre Lage bezüglich der Tragscheibe 26 und somit der Umlaufelemente 28 bei.
[0021] Wie dies anhand der bei der Klebstoffauftrageinrichtung 52 sich befindenden Klammern
12 gezeigt ist, werden diese beim Vorbeilaufen an der Klebstoffauftrageinrichtung
52 mit reduzierter Geschwindigkeit bewegt, was durch Verschwenken der Tragarme 30
im Gegenuhrzeigersinn erreicht wird. Gleichzeitig wird das Lenkorgan 66 derart angesteuert,
dass die Klammern 12 dabei zueinander parallele Stellungen einnehmen. Dadurch wird
Zeit für den Klebstoffauftrag gewonnen und ein gleichmässiger Auftrag erzielt.
[0022] Zum Einführen der Erzeugnisse 18 in die Aufnahmeteile 64 der Verarbeitungseinrichtung
22 werden die Tragarme 30 aus ihrer in Umlaufrichtung U gesehen hinteren Endlage,
die sie nach dem Vorbeilaufen an der Klebstoffauftrageinrichtung 52 einnehmen, im
Uhrzeigersinn nach vorne und gleichzeitig die Klammern 12 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt.
Durch diese Bewegung wird ein sicheres mittiges Einführen der Erzeugnisse 18 in die
Aufnahmeteile 64 erreicht. Nun wird die betreffende Klammer 12 im Uhrzeigersinn verschwenkt,
so dass das Erzeugnis 18 an das auf der in Bewegungsrichtung B und in Umlaufrichtung
U gesehen der Klammer vorlaufende Wandelement 60 rittlingsweise abgelegte Druckereiprodukt
24 zur Anlage kommt. Wie dies weiter unten beschrieben ist, wird dabei die Klammer
12 geöffnet und sie drückt mit ihrer Antriebwalze 70 beim Herausfahren aus dem Aufnahmeteil
64 das Erzeugnis 18 an das Druckereiprodukt 24 an, was zu einer qualitativ guten Klebverbindung
führt. Selbstverständlich ist dabei die Lage des Tragarms 30 auch derart gesteuert,
dass ein optimales Andrücken erfolgt.
[0023] Wie das Steuern des Tragarms 30 und des Lenkorgans 66 im einzelnen erfolgt, kann
durch Verfolgen der Kulissenbahnen 34 und 42 im einzelnen einfach nachvollzogen werden.
Selbstverständlich kann durch Aenderung der Form der ersten Kulissenbahn 34 und/oder
zweiten Kulissenbahn 42, die den spezifischen Anforderungen angepasste Steuerung der
Klammern 12 erzielt werden.
[0024] Wie dies die Fig. 3 und 4 zeigen, sind die Klammern 12 nur einseitig abgestützt.
Dies hat den Vorteil, dass der Saugkopf 48 nahe bei der Bewegungsbahn 12' der Klammern
12 angeordnet sein kann, was insbesondere für die Verarbeitung kleiner Erzeugnisse
18, wie Kreditkarten, von Vorteil ist bzw. dies erst ermöglicht. Ueberdies ist es
auch denkbar, wie in der Fig. 4 mit dem gestrichelt gezeichneten Saugkopf 48 angedeutet,
dies in Richtung der Drehachse 26' gesehen in einem Bereich anzuordnen, in dem die
Klammern 12 umlaufen. In diesem Fall ist die Bahn 48' des Saugkopfs 48 derart zu gestalten,
dass er jeweils eine Klammer 12 umfährt. In der Fig. 3 ist der Saugkopf 48 zu vier
verschiedenen Zeitpunkten während eines Arbeitstaktes dargestellt, in welchem er entlang
der dreieckartigen Bahn 48' in Pfeilrichtung umläuft.
[0025] Wie dies der Fig. 4 entnehmbar ist, sitzt die Tragscheibe 26 drehfest auf einer Antriebswelle
72, die an einem am Gestell 74 befestigten Lagerbock 76 gelagert ist. Ueber einen
Zahnriementrieb 78 ist die Antriebswelle 72 mit einem nicht gezeigten Antriebsaggregat
verbunden, das mit der Verarbeitungseinrichtung 22 synchronisiert ist. Die beiden
nutförmigen Kulissenbahnen 34 und 42 sind an einem Steuerring 80 ausgenommen, der
ebenfalls am Gestell 74 abgestützt und bezüglich der Tragscheibe 26 auf der Seite
des Lagerbocks 76 angeordnet ist sowie, in radialer Richtung gesehen, ausserhalb der
Tragscheibe 26 verläuft.
[0026] Der Aufbau und die Funktionsweise der Klammern 12 wird nun anhand den Fig. 4-6 erläutert.
Der Tragarm 30 besteht aus zwei identischen Tragarmteilen 82, die je auf einer Seite
des Umlaufelementes 28 angeordnet und an der Anlenkachse 30' gelagert sind. Beiderends
sind diese Tragarmteile 82 über Lagerschäfte 84,84' miteinander verbunden, wobei am
ersten Lagerschaft 84 die Folgerolle 32 und am zweiten Lagerschaft 84' eine erste
Klemmbacke 86 und eine zweite Klemmbacke 88 der Klammer 12 gelagert sind. Die bezüglich
der Drehachse 26' in radialer Richtung gesehen aussenliegende erste Klemmbacke 86
ist plattenartig ausgebildet, weist an ihrem in Umlaufrichtung U gesehen vorlaufenden
freien Ende die Andrückwalze 70 auf und ist im Mittelbereich mit einem Mitnehmeranschlag
90 versehen, der das innere Ende des Mauls 14 bildet. An der Lieferstelle 16 läuft
die geöffnete Klammer 12 mit diesem Mitnehmeranschlag 90 und mit der ersten und zweiten
Klemmbacke 86,88 ein Erzeugnis 18 umfassend, auf dessen hintere Kante 50 auf und nimmt
es in Umlaufrichtung U mit. Ueber einen parallel zum Lagerschaft 84' verlaufenden
Verbindungsstift 92 ist die erste Klemmbacke 86 mit einem dreieckförmigen Anschlagelement
94 fest verbunden, welches zwischen den beiden Tragarmteilen 82 auf dem Lagerschaft
84' frei drehbar sitzt. Das Anschlagelement 94 wirkt mit einem die beiden Tragarmteile
82 miteinander verbindenden Anschlagstift 96 zusammen. Beim Anliegen des Anschlagelements
94 am Anschlagstift 96 befindet sich die erste Klemmbacke 86 in ihrer in der Fig.
6 gezeigten Endstellung, in welcher sie in etwa rechtwinklig zum zugeordneten Hebelarm
des Tragarms 30 verläuft. Aus dieser Stellung kann die Klammer 12 nur im Gegenuhrzeigersinn
bewegt werden.
[0027] Wie dies aus Fig. 4 erkennbar ist, besteht die zweite Klemmbacke 88 aus zwei miteinander
drehfest verbundenen zungenartigen Klemmbackenteilen 88', die verglichen zur ersten
Klemmbacke 86 wesentlich weniger weit über das Anschlagelement 94 vorstehen. Letzteres
weist selbstverständlich Ausnehmungen auf, in welchen sich die Klemmbackenteile 88'
frei verschwenken können. Die zweite Klemmbacke 88 ist mittels eines ebenfalls parallel
zum Lagerschaft 84' verlaufenden weiteren Verbindungsstift 98 an eine Lasche 100 angelenkt,
die andernends an ein Rohr 102 der Koppel 38 angelenkt ist. In diesem Rohr 102 ist
eine, die Schliessfeder 104 für die Klemmbacken 86,88 bildende Druckfeder 104' angeordnet,
die einerseits am klammerseitigen Ende des Rohres 102 und andererseits an einer Zugstange
106 abgestützt ist, die im Innern des Rohres 102 durch die Druckfeder 104' hindurch
verläuft und mittels eines Anlenkstifts 108 mit dem Anschlagelement 94 verbunden ist.
Die Druckfeder 104' steht unter Vorspannung und wirkt auf die Klemmbacken 86,88 in
Schliessrichtung.
[0028] Das Rohr 102 kann mit seinem dem Steuerhebel 36 zugewandten Ende direkt am ebenfalls
als Doppelhebel ausgebildeten Steuerhebel 36 angelenkt sein. In den Fig. 5 und 6 ist
aber eine Anlenkungsform über ein als Druckfeder ausgebildetes Federelement 110 dargestellt.
Dieses steht unter grösserer Vorspannung als die Schliessfeder 104, ist im Innern
des Rohres 102 angeordnet und einerends an diesem und andernends an einem stangenartigen
Verbindungselement 112 abgestützt. Letzteres verläuft durch das Federelement 110,
ist am Steuerhebel 36 angelenkt und sein Hub in Längsrichtung des Rohres 102 ist durch
einen Begrenzungsstift 114 begrenzt, der einen langlochartigen Querdurchlass 116 im
Verbindungselement 112 durchgreift und am Rohr 102 befestigt ist. Wegen der gegenüber
der Schliessfeder 104 grösseren Kraft des Federelements 110 nimmt unter Normalbedingungen
das Rohr 102 bezüglich dem Verbindungselement 112 die in den Fig. 5 und 6 gezeigte
Lage ein, in welcher das steuerhebelseitige Ende des Querdurchlasses 116 am Begrenzungsstift
114 anliegt.
[0029] Infolge der Vorspannung der Schliessfeder 104 und des Federelements 110 wird die
Klammer 12 beim Drehen des Steuerhebels 36 mit diesem gleichsinnig verschwenkt. Kommt
nun beim Verschwenken des Steuerhebels 36 im Uhrzeigersinn das Anschlagelement 94
am Anschlagstift 96 zur Anlage, wird die erste Klemmbacke 86 am weiteren Mitschwenken
gehindert, was nun ein Oeffnen des Klammermauls 14 unter gleichzeitigem weiteren Spannen
der Schliessfeder 104 zur Folge hat. Wird bei geöffneter Klammer 12 der Steuerhebel
36 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, bleibt infolge der Kraft der Schliessfeder 104
das Anschlagelement 94 am Anschlagstift 96 in Anlage, bis die zweite Klemmbacke 88
an der ersten Klemmbacke 86 anliegt bzw. das in das Maul 14 eingreifende Erzeugnis
18 zwischen den Klemmbacken 86 und 88 eingeklemmt ist. Danach wird die erste Klemmbacke
86 gemeinsam mit der zweiten 88 verschwenkt.
[0030] Wie dies insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann, wird bei der Abgabe der Erzeugnisse
18 an die Verarbeitungseinrichtung 22 die Klammer 12 auf das Wandelement 60 zu bewegt,
so dass sich die erste Klemmbacke 86 mit ihrer Andrückwalze 70 über das Erzeugnis
18 und Druckereiprodukt 24 an diesem Wandelement 60 abstützt. Da nun die Lage der
zweiten Klemmbacke 88 durch die zweite Kulissenbahn 42 und das Lenkorgan 66 vorgegeben
ist, wird dadurch unter Verschwenken der ersten Klemmbacke 86 im Gegenuhrzeigersinn
das Maul 14 der Klammer 12 geöffnet und das Erzeugnis 18 freigegeben. Unter der Kraft
der Schliessfeder 104 liegt die Andrückwalze 70 am Erzeugnis 18 an und drückt dieses
beim Herausfahren der Klammer 12 aus dem Aufnahmeteil 64 unter Abwälzen an das Druckereiprodukt
24 an. Sobald die Andrückwalze 70 von der Verarbeitungseinrichtung 22 nicht mehr gestützt
ist, wird das Maul 14 geschlossen, indem sich unter der Kraft der Schliessfeder 104
die erste Klemmbacke 68 zur Anlage an der zweiten Klemmbacke 88 verschwenkt.
[0031] Es ist nun denkbar, dass insbesondere bei der Verarbeitung von dicken und gegebenenfalls
unflexiblen Erzeugnissen 18 und Druckereiprodukten 24 die erste Klemmbacke 86 bezüglich
der zweiten Klemmbacke 88 über ein durch die Schliessfeder 104 aufnehmbares Mass hinaus
verschwenkt wird. Um dabei sowohl Beschädigung der Erzeugnisse 18 und Druckereiprodukte
24, sowie der Fördereinrichtung 10 und Verarbeitungseinrichtung 22 zu vermeiden, ist
das Rohr 102 mit dem Steuerhebel 36 über das Federelement 110 verbunden, welches in
diesem Fall den Ueberhub aufnimmt.
[0032] Die Fig. 7 und 8 zeigen die in der Fig. 1 dargestellte und ebenfalls am Gestell 74
angeordnete Magazineinrichtung 118 vergrössert. Sie weist den gegenüber der Vertikalen
geneigten Magazinschacht 43 auf, dessen oben liegendes Abgabeende bei der Lieferstelle
16 angeordnet ist. Der Magazinschacht 43 ist durch in seiner Längsrichtung verlaufende
Boden- und Seitenwandprofile 120,120' über seine gesamte Länge und mittels eines Deckenelements
122 in seinem der Lieferstelle 16 zugewandten Endbereich begrenzt. Zwischen dem Deckenelement
122 und dem unteren Ende des Magazinschachts 43 ist dieser zum Einführen eines Ersatzstapels
124 von oben zugänglich.
[0033] An parallel zum Magazinschacht 43 verlaufenden und unterhalb diesem angeordneten,
seitlich versetzten Schienen 126 sind zwei Wagen 128 geführt, die aneinander vorbei,
mittels je eines Spindeltriebs 130 (Fig. 1) angetrieben, entlang dem Magazinschacht
43 verschiebbar sind. An jedem Wagen 128 ist ein Schlitten 132, an dem eine in Richtung
gegen den Magazinschacht 43 abstehende Stützzunge 134 befestigt ist, an Führungsstangen
136 in einer Richtung rechtwinklig zu den Schienen 126 verschiebbar, so dass die Stützzunge
134 in Richtung des Pfeiles C in den Magazinschacht 43 ein- und in Gegenrichtung aus
dem Magazinschacht 43 ausgefahren werden kann. Jedem Wagen 128 ist ein Antriebsorgan
138 für den betreffenden Schlitten 132 zugeordnet.
[0034] Zum Einlegen eines ersten Vorratsstapels 44 in den Magazinschacht 43 befinden sich
beide Wagen 128 in ihrer von der Lieferstelle 16 entfernten unteren Endlage, wobei
die Stützzungen 134 in den Magazinschacht 43 eingefahren sind. In Pfeilrichtung D
wird dann der Vorratsstapel 44 in den Magazinschacht 43 eingelegt und anschliessend
der eine Wagen 128 in Richtung gegen die Lieferstelle 16 angetrieben, bis das oberste
Erzeugnis 18 bei dieser angelangt ist. Beim Abbau des Stapels an der Lieferstelle
16 wird nun die Lage des betreffenden Wagens 128 automatisch nachgeregelt, so dass
das obere Ende des Vorratsstapels 44 sich immer bei der Lieferstelle 16 befindet.
Nach teilweisem Abbau des Vorratsstapels 44 wird nun ein Ersatzstapel 124, wie mit
dem Pfeil D angedeutet, in den Magazinschacht 43 eingelegt. Der sich noch am unteren
Ende befindende Wagen 128 wird nun solange in Richtung gegen die Lieferstelle 16 angetrieben,
bis das obere Ende des Ersatzstapels 124 an der Stützzunge 134 des den Vorratsstapel
44 schiebenden Wagens 128 anliegt. Dies ist in der Fig. 8 gezeigt. Diese Stützzunge
134 kann nun entgegen Pfeilrichtung C aus dem Magazinschacht 43 zurückgezogen werden,
worauf sämtliche Erzeugnisse 18 im Magazinschacht 43 durch die Stützzunge 134 des
andern Wagens 128 vorgeschoben werden. Der Wagen 128, mit der aus dem Magazinschacht
43 zurückgezogenen Stützzunge 134, wird nun wieder zum unteren Ende des Magazinschachts
43 zurückgefahren und die betreffende Stützzunge 134 dann wieder in den Magazinschacht
43 eingeschoben. Dieser ist nun zur Aufnahme eines weiteren Ersatzstapels 124 bereit.
[0035] Mit dieser Magazineinrichtung 118 mit einem einzigen Magazinschacht 43 ist ein lückenloses
Bereitstellen von Erzeugnissen 18 bei der Lieferstelle 16 gewährleistet.
[0036] Die in den Fig. 1, 7 und 8 gezeigte Magazineinrichtung 118 kann durch eine Vorrichtung
ersetzt werden, wie sie in der zeitgleichen Patentanmeldung (entsprechend CH 00 887/94-6)
offenbart ist. Auch diese Vorrichtung eignet sich zum lückenlosen Bereitstellen von
Erzeugnissen 18 an der Lieferstelle 16 und zum Zusammenwirken mit der Fördereinrichtung
10.
[0037] Selbstverständlich kann die Fördereinrichtung 10 auch andersartig ausgebildete Klammern
12 aufweisen.
1. Vorrichtung zum Zubringen von flächigen Erzeugnissen zu einer Verarbeitungseinrichtung
für Druckereiprodukte, mit einer Vielzahl von Klammern (12), die über einen Tragarm
(30) und ein Lenkorgan (66) an entlang einer in sich geschlossenen Umlaufbahn umlaufend
angetriebenen und in Umlaufrichtung (U) in einem Abstand hintereinander angeordneten
Umlaufelementen (28) angelenkt sind, und einer Steuereinrichtung (35) zum getrennten
Steuern des Tragarms (30) und des Lenkorgans (66), um die Klammern (12) um die Anlenkung
(84') am Tragarm (30) auch unabhängig von einer Bewegung des Tragarms (30) zu schwenken,
wobei die Klammern (12) dazu bestimmt sind, jeweils beim Vorbeilaufen an einer Lieferstelle
(16) ein Erzeugnis (18) zu erfassen, dieses zu einem Uebergabebereich (20) zu transportieren
und dort der Verarbeitungseinrichtung (22) abzugeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (35)
bei der Lieferstelle (16) den Tragarm (30) in einer der Umlaufrichtung (U) entgegengesetzten
Richtung bewegt, um die Relativgeschwindigkeit zwischen Klammer (12) und zu erfassendem
Erzeugnis (18) zu reduzieren.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein benachbart zur Lieferstelle
(16) angeordnetes Magazin (43) zur stapelartigen Aufnahme eines Vorrats (44) an Erzeugnissen
(18), und eine auf das jeweils äusserste Erzeugnis (18) des Vorrats (44) zur Einwirkung
bringbare Saugeranordnung (46) um dieses Erzeugnis (18) ab dem Vorrat (44) anzuheben
und mit einer seiner Kanten (50), bei der das Erzeugnis (18) von der Klammer (12)
zu fassen ist, in die Bewegungsbahn (12') der Klammern (12) zu verbringen, wobei die
Steuereinrichtung (35) den Tragarm (30) und das Lenkorgan (66) derart steuert, dass
sich die betreffende Klammer (12) bei der Lieferstelle (16) zum Fassen des Erzeugnisses
(18) und in einem daran in Umlaufrichtung (U) anschliessenden Abschnitt der Bewegungsbahn
(12') im wesentlichen entlang einer Geraden (68) bewegt, die vorzugsweise mindestens
annähernd rechtwinklig zur Längsrichtung des Magazins (43) verläuft.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klebstoffauftrageinrichtung
(52) benachbart zur Bewegungsbahn (12') der Klammern (12) und, in Umlaufrichtung (U)
gesehen, nach der Lieferstelle (16) und vor dem Uebergabebereich (20) angeordnet ist,
und die Steuereinrichtung (35) den Tragarm (30) und das Lenkorgan (66) derart steuert,
dass sich die Klammern (12) bei der Klebstoffauftrageinrichtung (52) mit reduzierter
Geschwindigkeit und etwa zueinander paralleler Schwenklage vorbeibewegen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung
(22) umlaufend angetriebene, in Bewegungsrichtung (B) im Abstand hintereinander und
quer zur Bewegungsrichtung (B) angeordnete Wandelemente (60) aufweist, die sattelförmige
Auflagen (62), auf die Druckereiprodukte (24) rittlingsweise ablegbar sind, und/oder
taschenartige Aufnahmeteile (64), in die Druckereiprodukte (24) einführbar sind, bilden,
die Bewegungsrichtung (B) der Wandelemente (60) im Uebergabebereich (20) der Umlaufrichtung
(U) etwa gleichgerichtet ist, im Uebergabebereich (20) jeweils eine Klammer (12) zwischen
zwei benachbarte Wandelemente (60) eingreift um ein Erzeugnis (18) abzugeben, und
die Steuereinrichtung (35) den Tragarm (30) und das Lenkorgan (66), derart steuert,
dass das Maul (14) der Klammer (12) zum Einführen eines Erzeugnisses (18) zwischen
die Wandelemente (60) zu diesen wenigstens annähernd parallel gerichtet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (35)
den Tragarm (30) und das Lenkorgan (66) derart steuert, dass sich die zwischen den
Wandelementen (60) befindende Klammer (12) auf ein Wandelement (60) zu bewegt, um
das Erzeugnis (18) an das Wandelement (60) bzw. das daran anliegende Druckereiprodukt
(24) anzulegen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenkorgan
(66) eine, einerends an der Klammer (12) und andernends an einem Steuerhebel (36)
angelenkte Koppel (38) aufweist, der Steuerhebel (36) und der Tragarm (30) am Umlaufelement
(28) um rechtwinklig zur Umlaufrichtung (U) verlaufende Achsen (30',36') gelagert
sind, und die Steuereinrichtung (35) zwei entlang der Umlaufbahn verlaufende Steuerelemente
(34,42), vorzugsweise Kulissenbahnen, aufweist die mit einem mit dem Tragarm (30)
bzw. einem mit dem Lenkorgan (66) verbundenden Folgeglied (32,40) zusammenwirken.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
den zusammenwirkenden Backen (86,88) jeder Klammer (12) eine Schliessfeder (104) wirkt,
die eine, am Tragarm (30) gelagerte erste Backe (86) mit einem Anschlagelement (94)
und die andere zweite Backe (88) mit dem Lenkorgan (66) bzw. der Koppel (38) verbunden
sind, und zum Oeffnen der Klammer (12) das Anschlagelement (94) mit einem Gegenanschlag
(96) am Tragarm (30) zusammenwirkt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliessfeder (104)
eine in Richtung der Koppel (38) angeordnete Druckfeder (104') aufweist, die sich
mit ihrem der Klammer (12) zugewandten Ende an der Koppel (38) und mit ihrem dem Steuerhebel
(36) zugewandten Ende an einem mit der ersten Backe (86) verbundenen Zugelement (106)
abstützt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Backe (86)
an ihrem freien Ende ein, vorzugsweise walzenartiges Andrückelement (70) aufweist,
um das Erzeugnis (18) gegen ein Gegenelement, vorzugsweise ein Wandelement (60) der
Verarbeitungseinrichtung (22) zu drängen und die Klammer (12) zum Frei geben des Erzeugnisses
(18) zu oeffnen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufelemente
(28) an einem drehend angetriebenen radartigen Tragelement (26) angeordnet sind, so
dass die Umlaufbahn der Umlaufelemente (28) kreisförmig ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Maul
(14) der Klammern (12) beim Vorbeibewegen an der Lieferstelle (16) in Umlaufrichtung
(U) gegen vorne gerichtet ist, um das jeweilige Erzeugnis (18) an seiner nachlaufenden
Kante (50) zu fassen.