[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Der Aufbau des Codesignals aus zwei Teilen ist grundsätzlich aus dem Deutschen Patent
29 28 913 bekannt. Dabei sind die beiden Teil-Codesignale in der Regel ohne besondere
Sicherheiten auslesbar. Dadurch ergibt sich das Problem, daß der Inhalt des Codesignals
unberechtigterweise kopiert werden kann und damit für den Unberechtigten die Möglichkeit
besteht, das Kraftfahrzeug zu benutzen.
[0003] Zwar wird versucht, dieser Gefahr dadurch zu begegnen, daß zumindest ein Teil-Codesignal
bei jeder Benutzung des Kraftfahrzeugs geändert wird und das Kopieren der für die
letzte Benutzung des Kraftfahrzeugs maßgeblichen Codesignals aufgrund des für den
nächste Benutzung maßgeblichen geänderten Codesignals keine Möglichkeit eröffnet,
das Kraftfahrzeug mit dem "alten" Codesignal zu benutzen. Diese Lösung ist jedoch
einerseits aufwendig, da sie im Codespeicher und im Codevergleicher eine Synchronisation
der Code-Änderung erfordert. Besteht beispielsweise die Möglichkeit, für den Codespeicher
einen Benutzungsvorgang zu simulieren und entsprechend das Codesignal zu ändern, so
können sich Probleme bei der Synchronisation ergeben.
[0004] Hinzu kommt die prinzipielle Möglichkeit, den für die Änderung des Codesignals in
der Regel verwendeten Algorithmus in Erfahrung zu bringen und aus dem bei der letzten
Benutzung gültigen Codesignal auf den für die nächste Benutzung erwarteten Code zu
schließen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, das eine verbesserte Sicherheit bei der Benutzung des Kraftfahrzeugs
mit einfachen Mitteln erreicht. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Von den beiden Teil-Codesignalen ist jeweils nur eines auslesbar. Auch dann, wenn
der Codespeicher in die Hände eines Unberechtigten gerät, kann das zweite Teil-Codesignal
nicht ausgelesen werden, da dies nur mit Hilfe des Codevergleichers gesteuert möglich
ist. Voraussetzung hierfür ist, daß der Codevergleicher die Übereinstimmung des ersten
Teil-Codesignals erkennt. Da die beiden Teil-Codesignale voneinander unabhängig sind,
läßt sich aus der Kenntnis nur eines Teil-Codesignals keinerlei Aussage über das andere
Teil-Codesignal treffen. Damit aber ist ein wirksamer Schutz vor einem Kopieren des
gesamten Codesignals erzielt.
[0007] Verbesserungen und weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Patentansprüche
2 bis 5. Die erzielten Vorteile und Verbesserungen bestehen für den Patentanspruch
2 in der Möglichkeit, mit Hilfe von mehreren Codespeichern das Kraftfahrzeug zu benutzen,
3 darin, auch dann, wenn es gelingen sollte, die durch die Zugangskontrolleinrichtung
gegebene Sicherheit aufzubrechen und die beiden Teil-Codesignale auszulesen, für das
Kraftfahrzeug anschließend an eine Benutzung durch den berechtigten Benutzer die Benutzung
durch den Unberechtigten zu verhindern,
4 darin, die Änderung des zweiten Teil-Codesignals mit großer Variationsbreite vornehmen
zu können -die Verwendung eines Änderungs-Algorithmus ist dabei nicht erforderlich-,
es genügt vielmehr die Eingabe einer Zufallszahl, und
5 die Absicherung des dann geänderten zweiten Teilcodes während und nach der Änderung
des Codespeicherinhalts.
[0008] Die Erfindung ist anhand der Zeichnung weiter erläutert. Diese zeigt nach Art eines
Ablaufschemas den Dialog zwischen einem tragbaren Codespeicher und einem fahrzeugfesten
Codevergleicher. Der in den Diagrammen a bis f dargestellte Ablauf dieses Dialogs
erfolgt vorzugsweise drahtlos.
[0009] Der Codespeicher S sitzt in einem tragbaren Gehäuse Z (svw. Zündschlüssel). Er besitzt
eine Blockstruktur, wie sie im Prinzip aus der DE 42 05 567 A1 bekannt ist. Die mit
Ziffern 1 bis 7 bezeichneten Blöcke sind im Rahmen der Erfindung nur hinsichtlich
der Blöcke 1 bis 3 von Interesse. Der Block 1 ist Teil einer nicht im einzelnen dargestellten
Zugangskontrolleinrichtung für die Blöcke 1 bis 7, die durch einen mit dem Speicher
S zusammenwirkenden Mikroprozessor (nicht dargestellt) im Gehäuse Z vorgesehen ist.
Die Zugangskontrolleinrichtung wird gesteuert durch Anzeiger RFB für die Nummer des
als erstes auslesbaren Speicherblocks und RLB für die Nummer des als letztes auslesbaren
Speicherblocks. Der Zugang zu der Zugangskontrolleinrichtung kann zusätzlich passwortgeschützt
sein. Wesentlich ist, daß die Zugangskontrolleinrichtung nur von einem im Kraftfahrzeug
vorgesehenen oder enthaltenen Codevergleicher V gesteuert werden kann. Der Codevergleicher
ist nicht im einzelnen dargestellt. Er sitzt im Kraftfahrzeug und nimmt die vom Speicher
S auslesbaren Inhalte der Speicherblöcke auf.
[0010] Der im folgenden und anhand der Diagramme a bis f erläuterte Dialog soll beispielsweise
bei Einführen und Betätigen des mechanischen Zündschlüssels in einem Zündschloß erfolgen.
Es ist aber genauso gut auch möglich, diesen Dialog ergänzend oder stattdessen bei
Aufschließen des Kraftfahrzeugs vorzunehmen. Der Speicher S sitzt hierzu in einem
Zündschlüssel Z, der in ein nicht dargestelltes Schloß eingeführt wird und dabei eine
Abfrage durch den Codevergleicher V auslöst. Der Dialog erfolgt vorzugsweise drahtlos
mit Hilfe einer Spule Sp, die durch ein Transmitter-IC gesteuert wird.
[0011] Als erstes (Diagramm a) wird das im Block 3 enthaltene erste Teil-Codesignal ausgelesen
und über die Spule Sp in den Codevergleicher V eingegeben. Der Anzeiger RFB enthält
die Bezeichnung des ersten Blocks (3), der auslesbar ist. Dieses erste Teil-Codesignal
enthält eine Information, die speicher- bzw. schlüsselspezifisch individualisiert
ist und die nicht verändert wird. Damit wird es für den Codevergleicher V möglich,
einen von mehreren berechtigten Benutzer anhand der im Block 3 enthaltenen Schlüsselidentifikation
zu erkennen.
[0012] Stimmt das erste Teil-Codesignal mit dem im Vergleicher V vorhandenen und von diesem
erwarteten Referenz-Teil-Codesignal überein, so steuert der Vergleicher über das Transmitter-IC
und die Spule Sp die Anzeiger RFB und RLB (Block 1) in der im Diagramm b dargestellten
Weise. Die Information RFB''2 und RLB''2 bezeichnet damit nur den Block 2, der allein
auslesbar ist.
[0013] Die im Block 2 enthaltene Information stellt das zweite Teil-Codesignal dar, das
nunmehr ausgelesen und im Vergleicher V mit dem entsprechenden Referenz-Teil-Codesignal
verglichen wird. Liegt auch hier Übereinstimmung vor, d.h. ist das Gesamte aus den
beiden Teil-Codesignalen gebildete Codesignal identisch mit dem erwarteten Codesignal,
so schaltet der Vergleicher ein Antriebs-Steuergerät M frei.
[0014] Im Anschluß daran wird vom Vergleicher V ein neues zweites Teil-Codesignal zurückgeschrieben.
Es kann sich dabei um eine Zufallszahl handeln. Diese gelangt auf dem durch einen
Pfeil dargestellten Weg zum Speicher S und wird als neuer Wechselcode im Block 2 gespeichert.
Dieser Vorgang ist im Diagramm d dargestellt.
[0015] Um sicherzustellen, daß der Wechselcode tatsächlich richtig gespeichert wurde, wird
er erneut ausgelesen und im Vergleicher mit dem in der vorangegangenen Verfahrensstufe
(Diagramm d) ausgesandten Wechselcode verglichen (Diagramm e). Stimmt der Wechselcode
überein, so wird durch den Vergleicher V der Inhalt des Blocks 1 wieder verändert
und der ursprüngliche (Diagramm a) vorhandene Zustand eingestellt. Die Information
im Feld RFB (= 3) bedeutet, daß jetzt wieder der Block 3 als erstes auslesbar ist,
während der Inhalt des Blocks 2, d.h. der Wechselcode, zugriffsgeschützt ist.
[0016] Der Inhalt des Speichers S in der Stufe f unterscheidet sich von dem in der Stufe
a somit hinsichtlich des Inhalts des Blocks 2. Dieser Inhalt ist nicht mehr auslesbar,
er ist andererseits aber gegenüber dem zunächst (Diagramm a) vorliegenden Inhalt verändert.
Damit wird der Wechselcode vor Auslesen geschützt. Andererseits ist auch dann, wenn
es gelingen sollte, den Wechselcode trotzdem zu "knacken" sichergestellt, daß nach
der nächsten Benutzung des Kraftfahrzeugs durch den dann wiederum geänderten Wechselcode
ein Schutz vor einer mißbräuchlichen Benutzung des Kraftfahrzeugs erreicht ist.
1. Verfahren zum Steuern der Benutzung eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines aus zwei
Teilen bestehenden Codesignals, das in einem vom Benutzer getragenen Codespeicher
enthalten ist, mit einem im Kraftfahrzeug enthaltenen Codevergleicher, in den das
Codesignal eingegeben wird und der bei Übereinstimmung mit einem Referenz-Codesignal
die Benutzung freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß der Codespeicher eine Zugangskontrolleinrichtung
besitzt, die (s. Ausführungsbeispiel) vom Codevergleicher aus steuerbar ist und die
nur jeweils ein Teil-Codesignal für einen Auslesevorgang freigibt und daß diese Freigabe
nur dann vorgenommen wird, wenn das zuerst ausgelesene Teil-Codesignal mit dem entsprechenden
Referenz-Teil-Codesignal übereinstimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zuerst ausgelesene Teil-Codesignal
speicherspezifisch individualisiert ist und nicht verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Teil-Codesignal
bei jeder Benutzung des Kraftfahrzeugs verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Teil-Codesignal
während einer vorangegangenen Benutzung des Kraftfahrzeugs eingeschrieben wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Teil-Codesignal
nach dem Einschreiben erneut ausgelesen wird und daß bei Übereinstimmung mit dem eingeschriebenen
Teil-Codesignal durch die Zugangskontrolleinrichtung das erste Teil-Codesignal allein
zum Lesen freigegeben wird.