| (19) |
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(11) |
EP 0 675 261 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.05.1998 Patentblatt 1998/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.02.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E06B 9/58 |
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Rolltor mit einem flexiblen Torblatt
Roller door with flexible door leaf
Porte enroulable avec un vantail de porte souple
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
28.03.1994 DE 4410770 26.04.1994 DE 4414524
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.10.1995 Patentblatt 1995/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Schieffer Tor- und Schutzsysteme GmbH |
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59557 Lippstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Puncoh, Milan
D-59555 Lippstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gossel, Hans K., Dipl.-Ing. et al |
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Lorenz-Seidler-Gossel
Widenmayerstrasse 23 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 139 074
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US-A- 5 141 044
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betriffl ein Rolltor mit einem flexiblen Torblatt, das auf eine oberhalb
der Toröffnung drehbar gelagerte, antreibbare Wickelwelle aufwickelbar ist, auf die
zum Ausgleich des Gewichts des herabhängenden Torblatts ein Ausgleichsmoment wirkt,
mit einer am unteren Ende des Torblatts befestigten Leise, deren beiden Enden mit
Haltestücken versehen sind, an denen über im Bodenbereich gelagerte Rollen laufende
und das Torblatt spannende Seile befestigt sind, und mit die Toröffnung seitlich begrenzenden,
aus Profilen bestehenden Seitenteilen, die vertikale Schlitze aufweisen, in die die
seitlichen Ränder des Torblatts ragen.
[0002] Bei einem beispielsweise aus DE-A-34 11 664 bekannten Rolltor der eingangs angegebenen
Art wird das von der Wickelwelle ablaufende und auf diese aufgewickelte Torblatt durch
an den Enden der das Torblatt nach unten hin abschließenden Leiste, die seitlich in
die Begrenzungsprofile der Rolltorbehänge hineinragt, befestigte Seile straff gespannt,
die auf an der Wickelwelle befestigte oder auf dieser drehbar gelagerten Wickeltrommeln
auf- und abgewickelt werden, wobei die Spannung der Spannseile durch Torsionsfedern
oder Flaschenzugartige Einscherung des Spannseils mit einer durch Federkraft beaufschlagten
Unterflasche erzeugt wird und zusätzlich federnde Ausgleichsvorrichtungen vorgesehen
sind, um die Wegdifferenzen auszugleichen, die sich aus den unterschiedlichen Wickeldurchmessern
des aufgewickelten Rolltors und der auf die Wickeltrommel aufgewickelten Spannseile
oder - gurte ergibt.
[0003] Bei üblicherweise schnell laufenden Rolltoren der eingangs angegebenen Art kann es
vorkommen, daß das Tor von dieses passierenden Fahrzeugen insbesondere im Bereich
der unteren Abschlußleiste angefahren wird, so daß dieses beschädigt wird und ausfällt
und aufwendige Reparaturen erforderlich sind. Um derartige Schäden bei einem Anfahren
des Rolltors gering zu halten, ist es bekannt, die untere Abschlußleiste des Torblatts,
deren Enden in den Schlitzen der die Toröffnung seitlich begrenzenden Profile geführt
sind, mit Sollbruchstellen zu versehen. Tritt eine Beschädigung des Tors infolge eines
Anfahrens auf, läßt sich dieses sodann verhältnismäßig einfach und schnell reparieren.
[0004] Ein aus DE-C- 40 07 280 bekanntes Rolltor vermeidet Sollbruchstellen und Beschädigungen
des Torblatts im Falle eines Anfahrens dadurch, daß die in die Schlitze der seitlichen
Profile greifenden Enden oder Führungsstücke der das Torblatt abschließenden Leiste
aus einem hochelastischen Werkstoff bestehen, so daß die Endbereiche der Abschlußleiste
beschädigungsfrei aus den Schlitzen der seitlichen Profile heraustreten können, wenn
die Leiste, beispielsweise im Falle eines Anfahrens, mit einer entsprechend hohen
Querkraft beaufschlagt wird. Wird jedoch die untere Abschlußleiste aus den seitlichen
Führungsschlitzen der seitlichen Profile herausgedrückt, treten auch die Seitenkanten
des Torblattes aus den Schlitzen heraus und verlieren ihre Führung, so daß zumindest
das untere Ende des Torblatts in unkontrollierbarer Weise ausschwenken und flattern
kann. Um das Tor nach einem Crash wieder in seinen gebrauchsfähigen Zustand zu bringen,
ist es daher erforderlich, die Enden des Abschlußprofils und die Seitenkanten des
Torblatts wieder in die Führungsschlitze der seitlichen Profile einzuführen, was verhältnismäßig
aufwendig sein kann. Zur Erleichterung dieses Einführens der Abschlußleiste und der
seitlichen Ränder des Torblattes in die Führungsschlitze nach einem Crash ist es aus
DE-C- 40 07 280 und DE-U- 93 14 952 bekannt, die oberen Enden der schlitzartigen Führungen
mit trichterförmigen Erweiterungen zu versehen.
[0005] Abgesehen von der Schwierigkeit, bei den bekannten Rolltoren in sogenannter "Crash-Ausführung"
die Abschlußleiste und die Seitenränder des Torblatts wieder in die Führungsschlitze
einzuführen, weisen diese den Nachteil auf, daß die Abschlußleiste zur Straffung des
Torblattes im Falle des Auftretens unzulässig hoher Querkräfte auf das Abschlußprofil
nicht auslenken kann, weil die Blattspannung auf in die Seitenstütze hineinragende
Verlängerungen des Abschlußprofils wirkt. Um bei bekannten Rolltoren in sogenannter
"Crash-Ausführung" dennoch das Troblatt straff halten zu können, muß die Abschlußleiste
entsprechend schwer ausgebildet werden, damit diese ein zur Straffung des Torblattes
ausreichendes Gewicht aufweist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Rolltor der eingangs angegebenen Art zu schaffen,
bei dem die das Torblatt abschließende Leiste im Falle des Auftretens unzulässig hoher
Querkräfte beschädigungsfrei ausschwingen kann und bei dem das Tor nach einem Ausschwingen
der Abschlußleiste schnell und einfach wieder in seinen eine normale Funktion gewährleistende
Betriebsstellung gebracht werden kann, ohne daß auf eine Straffung des Torblattes
durch auf die Abschlußleiste wirkende Spannseile verzichtet werden muß.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Rolltor der gattungsgemäßen Art dadurch
gelöst, daß die zur Blattspannung notwendigen Spannseile nicht mehr in den seilichen
Torstützen an entsprechenden Aufnahmen der Abschlußleiste befestigt werden sondern
an Haltestücken des Abschlußprofils, welche seitlich nicht mehr in die Seitenprofile
hineinragen.
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß in jedem der Profile ein
Schlitten vertikal verschieblich geführt ist, der an seinem die Profile zur Tormitte
hin überragenden Halteteil zwischen oberen und unteren mit jeweils einem Ende der
Leiste verbundenen Haltestücken derart eingefaßt ist, daß das Halteteil nur seitlich
zwischen diesen heraustreten kann, und daß jedes Spannseil mit einem oberen Endbereich
der Leiste verbunden ist und durch einen Kanal oder Spalt des Schlittens zu der bodenseitigen
Umlenkrolle verläuft.
[0009] Der nach dieser Ausführungsform vorgesehene Schlitten verbessert die Führung und
stabilisierung des Abschlußprofils und gewährleistet, daß die Zugseile in den seitlichen
Schlitzen der Profile verschleißfreier geführt werden. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
des Rolltors ist die das Torblatt abschließende Leiste mit ihren beiden seitlichen
Endbereichen an den beiden in den seitlichen, die Toröffnung begrenzenden Profilen
geführten Schlitten gehalten, wobei die Verbindung beim Auftreten unzulässig hoher
Querkräfte, beispielsweise im Falle des Anfahrens durch ein Fahrzeug, aufgehoben wird,
ohne daß sich jedoch die Spannseile von der Abschlußleiste lösen. Während des normalen
Betriebes des Rolltores treten zwischen den Enden der Abschlußleiste und des Schlittens
im wesentlichen nur vertikale Kräfte auf, die von den oberen und unteren Haltestücken
der Abschlußleiste auf die Halteteile der Schlitten übertragen werden. In seitlicher
Richtung ist das Halteteil des Schlittens zwischen den gabelförmigen Haltestücken
der Abschlußleiste durch das Spannseil fixiert, das seitliche Kräfte dadurch aufnimmt,
daß es sich an die Seitenwandungen des Kanals oder Spalts des Schlittens anlegt. Sind
jedoch die auf das Torblatt bzw. die untere Abschlußleiste wirkenden Querkräfte so
groß, daß die Haltestücke der Abschlußleiste in seitlicher Richtung von dem Halteteil
des Schlittens abgeschoben werden, kann die Abschlußleiste zwischen den seitlichen,
die Toröffnung begrenzenden Profilen heraustreten oder ausschwingen, wobei sie noch
immer mit den beiden Spannseilen verbunden bleibt, so daß ein unkontrolliertes Ausschwingen
des unteren Bereiches des Torblattes und unerwünschtes Flattern im Falle eines Crash
verhindert wird. Um nach einem Crash das Tor wieder in seinen betriebsbereiten Zustand
zu verbringen, ist es nur erforderlich, die Haltestücke seitlich wieder über das Halteteil
des Schlittens zu schieben und die Randbereiche des Torblattes wieder in die Führungsschlitze
zu drücken.
[0010] Da grundsätzlich nur die untere Abschlußleiste und der mit dieser verbundene untere
Teil des Torblattes im Falle unzulässig hoher Querkräfte beschädigungsfrei aus den
Führungen der seitlichen Profile austreten müssen, können die seitlichen Ränder des
darüberliegenden Teils des Torblattes in üblicher Weise in den Führungsschlitzen durch
Halteelemente geführt sein, wie sie beispielsweise aus EP-A-0 157 198 bekannt sind.
[0011] Die das Torblatt spannenden und mit der unteren Abschlußleiste verbundenen Spannseile
sind in den Kanälen oder Spalten des Schlittens derart geführt, daß sie auch im Falle
eines seitlichen Wegdrückens der Abschlußleiste von den Schlitten nicht mit den Kanten
der Führungsschlitze in Berührung kommen und dadurch beschädigt werden können.
[0012] Zweckmäßigerweise besitzt jeder Schlitten eine obere und eine untere Anschlagfläche,
die von den Haltestücken eingefaßt sind.
[0013] Der Schlitten kann aus einem an gegenüberliegenden Seiten mit zueinander parallelen
Nuten versehenem Klotz bestehen, wobei die Nuten die den Schlitz begrenzenden Profilstege
übergreifen. Eine derartige Ausgestaltung führt zu einem besonders einfachen Aufbau
des Schlittens, wobei der Klotz vorzugsweise aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften
besteht.
[0014] Der Klotz kann in der Ebene des Torblattes mit einem Spalt versehen sein, der durch
zwei scheibenförmige Verbindungsstücke oder zwei Rollen tragende Achsen überbrückt
ist. Nach dieser Ausgestaltung ist der Klotz zweiteilig ausgebildet, wobei der zwischen
diesen Teilen gebildete Führungsschlitz durch die beiden Teile verbindende Verbindungsstücke
überbrückt ist, die entweder durch runde Gleitflächen für die Spannseile oder Rollen
gebildet sind.
[0015] Die Verbindungsstücke oder die Rollen tragenden Achsen sind zweckmäßigerweise an
etwa diagonal einander gegenüberliegenden Eckbereichen der etwa quadratischen oder
rechteckigen, den Spalt begrenzenden Wänden des im wesentlichen quaderförmigen Klotzes
angeordnet, so daß eine gute Führung der Spannseile gewährleistet ist.
[0016] Die Haltestücke der Abschlußleiste bestehen zweckmäßigerweise aus zueinander parallelen,
mit der Leiste gabelförmig verbundenen, flachen Profilstücken. Auf diese Weise kann
die Abschlußleiste bei Auftreten unzulässig hoher Querkräfte günstig von den Schlitten
bzw. Gleitklötzen abgedrückt werden.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das untere, flache
Profilstück aus elastischem Material besteht. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, nach
einem seitlichen Wegdrücken der Abschlußleiste von dem Führungsklotz oder -schlitten
automatisch das Einrücken in den Betriebszustand dadurch wieder zu bewirken, daß das
Tor in seine vollständig geschlossene Stellung gefahren wird, wobei sich dann der
Schlitten oder Klotz mit einer derartigen Kraft gegen das untere Profilstück aus elastischem
Material anlegt, daß dieses nach oben gebogen wird und das Halteteil des Schlittens
oder Klotzens in seine Haltestellung schnappt.
[0018] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß jedes Spannseil gegenläufig
zum Torblatt auf eine mit der Wickelwelle verbundene Trommel auf- und abwickelbar
ist und daß zwischen der bodenseitigen Umlenkrolle und der Trommel das Spannseil zwischen
zwei rahmenfesten Umlenkrollen und der Rolle einer zwischen diesen angeordneten Unterflasche,
die gegenüber dem Bodenbereich durch eine Zugfeder abgespannt ist, flaschenzugartig
eingeschert ist.
[0019] Das erfindungsgemäße Rolltor läßt sich nach einem, beispielsweise durch einen Crash
bedingten Wegdrücken des Abschlußprofils von den Führungsschlitten schnell und einfach
und sogar automatisch wieder in seinen Betriebszustand verbringen. Trotz dieses günstigen
Anti-Crash-Systems ist das erfindungsgemäße Rolltor mit einer Einrichtung zur Blattspannung
und zum Gewichtsausgleich versehen. Von besonderem Vorteil ist weiterhin, daß das
erfindungsgemäße Rolltor zu seinem Einbau keine zusätzliche Breite der Toröffnung
benötigt, so daß die vorhandene lichte Breite des Tores voll ausgenutzt werden kann.
Ein unerwünschtes und unkontrolliertes Ausschwingen und Flattern des unteren Teils
des Torblattes ist nach einem Crash vermieden. Trotz der Sicherung des Tores gegen
einen Crash besitzt dieses durch die Blattspannung und die Halteelemente an den Seitenrändern
des Torbehanges eine gute Windstabilität über seine volle Höhe. Schließlich zeichnet
sich das erfindungsgemäße Rolltor auch dadurch aus, daß die untere Abschlußleiste
im Falle eines Crash unabhängig davon sicher ausklinken kann, gleich an welcher Stelle
es getroffen worden ist.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Tores unter Weglassung der seitlichen, die
Toröffnung begrenzenden Profile in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt des in dem Schlitz eines seitlichen Torprofils geführten Schlittens
mit einem Endbereich der an diesem gehalterten Abschlußleiste des Torblattes,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Endbereich des die Abschlußleiste bildenden Profils mit den
an diesem befestigten Haltestücken,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch ein seitliches, die Toröffnung begrenzendes Profil mit in dessen
vertikalem Schlitz geführtem Schlitten und an diesem gehalterten Abschlußprofil in
Betriebsstellung,
- Fig. 5
- die Darstellung nach Fig. 4 in vergrößerter Darstellung und
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung mit ausgeklinkter Abschlußleiste.
[0021] Das erfindungsgemäße Rolltor besteht aus einer in üblicher Weise oberhalb der Toröffnung
gelagerten Wickelwelle mit deren Durchmesser vergrößerndem Wickelzylinder 1, auf den
das flexible Torblatt 2 aufwickelbar ist. Auf der Wickelwelle ist im Bereich der die
Toröffnung seitlich begrenzenden Profile, von denen in den Figuren 2 und 4 bis 5 das
rechte Profil 5 dargestellt ist, eine Wickeltrommel 3 befestigt, auf die mit zu dem
Torblatt 2 entgegengesetztem Wickelsinn ein Spannseil 4 aufwickelbar ist. Jedes der
beiden Spannseile 4 läuft von der Wickeltrommel 3 über zwei rahmenfest gelagerte bzw.
in den Seitenprofilen 5 gelagerte Umlenkrollen 6, 7 und eine zwischen diesen angeordnete
Rolle 8 einer Unterflasche über eine an dem Bodenblech 9 gelagerte Umlenkrolle 10
zu seinem Festpunkt 11 an dem oberen Haltestück 12, das an der an dem unteren Rand
des Torblatts 2 angeordneten Abschlußleiste 13 befestigt ist. An einer Öse oder einem
Haken der die Umlenkrolle 8 tragenden Unterflasche ist das obere Ende einer Zugfeder
14 befestigt, deren unteres Ende an einer Lasche 15 befestigt ist, die mit der Achse
16 der Umlenkrolle 10 verbunden ist.
[0022] Die Wickelwelle bzw. der Wickelzylinder 1 für das Torblatt 2 ist durch ein Gegengewicht,
dessen Gurt oder Halteseil auf eine auf der Wickelwelle befestigte Trommel aufgewickelt
ist oder durch eine Zugfeder im Aufwickelsinn mit einem Ausgleichsmoment beaufschlagt,
das jedoch unter Berücksichtigung des von dem Spannseil auf die Wickelwelle ausgeübten
Moments so groß ist, daß das Torblatt ganz oder teilweise auf den Wickelzylinder aufgewickelt
wird, wenn im Falle eines Stromausfalls die Bremse des Antriebsmotors gelüftet wird.
[0023] Jedes der seitlichen Profile 5 des Torrahmens weist in seiner zur Tormitte hin weisenden
Fläche einen vertikal verlaufenden Schlitz 18 auf, der von den Stegen 19, 20 des Profils
5 begrenzt wird. In diesem Schlitz ist schlittenartig ein etwa quaderförmiger Klotz
21 aus Kunststoff mit niedrigem Reibungskoeffizienten geführt, der auf gegenüberliegenden
Seiten mit Nuten 22, 23 versehen ist, in die die Stege 19, 20 des Seitenprofils 5
greifen. Der Klotz 21 ist in seiner vertikalen Mittelebene mit einem Spalt 24 versehen,
der durch zwei scheibenartige Verbindungsstücke 25, 26 überbrückt wird, die die beiden
ebenfalls etwa quaderförmigen Halteteile 27, 28 des Klotzes 21 miteinander verbinden.
Die scheibenartigen Verbindungsstücke 25, 26 sind in der aus Fig. 2 ersichtlichen
Weise etwa diagonal zu den rechteckigen oder quadratischen, den Spalt 24 begrenzenden
Wänden des Klotzes 21 angeordnet.
[0024] An den Querstegen 30, 31 des mit dem unteren Rand des Torblattes 2 verbundenen Abschlußprofils
13 sind die Haltestücke 12, 32, die aus flachen Profilstücken bestehen und die Enden
der Leiste oder des Abschlußprofils 13 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise gabelförmig
überragen, durch Schrauben befestigt. In der aus Fig. 5 ersichtlichen Betriebsstellung
fassen die das Abschlußprofil 13 überragenden Haltestücke 12, 32 den den Führungsschlitz
18 überragenden Teil des Klotzes 21 gabelförmig zwischen sich ein. Dabei ist in der
Betriebsstellung ein seitliches Abrutschen der Haltestücke 12, 32 von dem Klotz 21
dadurch vermieden, daß sich das Spannseil 4 haltend und zentrierend an den den Spalt
24 begrenzenden, inneren Seitenwandungen des Klotzes 21 anlegt. Wirkt jedoch auf das
Torblatt oder unmittelbar auf das Abschlußprofil 13 beispielsweise im Falle eines
Crash eine unzulässig hohe Querkraft, klinkt das Abschlußprofil 13 dadurch von dem
Führungsblock 21 aus, daß die Haltestücke 12, 32 von diesem in der aus Fig. 6 ersichtlichen
Weise unter Mitnahme des Spannseils 4 weggedrückt werden. Dabei rutscht das Seil 4
über die obere, abgerundete Kante des Spalts 24 in der aus den Figuren 2 und 6 ersichtlichen
Weise, ohne dabei mit den den Führungsspalt 18 begrenzenden Profilstegen in Verbindung
zu kommen. Da das Abschieben und Wegdrücken des Abschlußprofils 13 von dem Führungsblock
21 unter der Spannung des Spannseils 4, das mit dem oberen Haltestück 12 verbunden
bleibt, erfolgt, ist das Abschlußprofil durch die Spannseile gefesselt und wird nach
Beendigung der Querkraft wieder an den Klotz herangezogen, so daß die Haltestücke
mühelos durch Aufschieben auf den Klotz 21 wieder eingeklinkt werden können.
[0025] Das untere Haltestück 32 kann aus elastischem Material bestehen, so daß nach einem
Ausklinken des Abschlußprofils 13 ein selbsttätiges Einklinken dadurch erfolgen kann,
daß das Tor in Richtung auf seine Schließstellung gefahren wird. Dabei legt sich die
obere Kante des Klotzes 21 gegen die untere Außenseite des flexiblen Haltestücks 32
in der Weise an, daß dieses nach oben gebogen wird, bis der Halteklotz 21 in seine
Betriebsstellung schnappend über dieses hinwegrutscht. Hierzu kann das untere Haltestück
entsprechend kürzer ausgebildet sein, wobei ein entsprechendes Spiel des Halteklotzes
zwischen den Haltestücken 12, 32 vorgesehen wird.
1. Rolltor
mit einem flexiblen Torblatt (2), das auf eine oberhalb der Toröffnung drehbar gelagerte,
antreibbare Wickelwelle (1) aufwickelbar ist, auf die zum Ausgleich des Gewichts des
herabhängenden Torblatts ein Ausgleichsmoment wirkt,
mit einer am unteren Ende des Torblatts (2) befestigten Leiste (13), deren beiden
Enden mit Haltestücken (12, 32) versehen sind, an denen über im Bodenbereich gelagerte
Rollen (10) laufende und das Torblatt (2) spannende Seile (4) befestigt sind und
mit die Toröffnung seitlich begrenzenden, aus Profilen bestehenden Seitenteilen (5),
die vertikale Schlitze (18) aufweisen, in die die seitlichen Ränder des Torblatts
(2) ragen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltestücke (12, 32) nicht in die Seitenteile (5) hineinragen.
2. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem der Seitenteile (5)
ein Schlitten (21) vertikal verschieblich geführt ist, der an seinen die Seitenteile
(5) zur Tormitte hin überragenden Halteteilen (27, 28) zwischen oberen und unteren,
jeweils mit einem Ende der Leiste (13) verbundenen Haltestücken (12, 32) derart eingefaßt
ist, daß die Haltestücke (12, 32) nur in seitlicher Richtung von dem Halteteil abrutschen
bzw. ausklinken können, und daß jedes Spannseil (4) mit einem oberen Endbereich der
Leiste (13) verbunden ist und durch einen Kanal oder Spalt (24) des Schlittens (21)
zur bodenseitigen Umlenkrolle (10) verläuft.
3. Rolltor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schlitten (21) eine
obere und eine untere Anschlagfläche besitzt, die von den Haltestücken (12, 32) eingefaßt
sind.
4. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten
aus einem an gegenüberliegenden Seiten mit zueinander parallelen Nuten (22, 23) versehenen
Klotz (21) besteht und daß die Nuten (22, 23) die den Schlitz (18) begrenzenden Profilstege
(19, 20) übergreifen.
5. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Klotz (21)
in der Ebene des Torblatts (2) mit einem Spalt (24) versehen ist, der durch zwei scheibenförmige
Verbindungsstücke (25, 26) oder zwei Rollen tragende Achsen überbrückt ist.
6. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstücke
(25, 26) oder Achsen an etwa diagonal einander gegenüberliegenden Eckbereichen der
etwa quadratischen oder rechteckigen, den Spalt (24) begrenzenden Wänden des im wesentlichen
quaderförmigen Klotzes (21) angeordnet sind.
7. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestücke
(12, 32) aus zueinander parallelen, mit der Leiste (13) gabelförmig verbundenen, flachen
Profilstücken bestehen.
8. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannseil
(4) jeweils mit dem oberen, flachen Profilstück (12) verbunden ist.
9. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das untere,
flache Profilstück (32) aus elastischem Material besteht.
10. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Spannseil
(4) gegenläufig zum Torblatt (2) auf eine mit der Wickelwelle (1) verbundene Trommel
(3) auf- und abwickelbar ist und daß zwischen der bodenseitigen Umlenkrolle (10) und
der Trommel (3) das Spannseil (4) zwischen zwei rahmenfest gelagerten Umlenkrollen
(6, 7) und der Rolle (8) einer zwischen diesen angeordneten Unterflasche, die gegenüber
dem Bodenbereich durch eine Zugfeder (14) abgespannt ist, flaschenzugartig eingeschert
ist.
1. Roller door having a flexible door leaf (2) which can be wound onto a drivable winding
shaft (1) which is rotatably mounted above the door opening and on which a compensation
torque acts to compensate the weight of the door leaf hanging down, having a batten
(13) which is attached to the lower end of the door leaf (2) and whose two ends are
provided with holding pieces (12, 32) to which cables (4) are attached, which cables
run over rollers (10) mounted in the bottom region and tension the door leaf (2),
and having side parts (5) which laterally bound the door opening, consist of profiles,
and have vertical slots (18) into which the side edges of the door leaf (2) project,
characterized in that the holding pieces (12, 32) do not project into the side parts
(5).
2. Roller door according to Claim 1, characterized in that a slide (32) is guided so
as to be vertically displaceable in each of the side parts (5), which slide is fastened
at its holding parts (27, 28), which project over the side parts (5) towards the middle
of the door, between upper and lower holding pieces (12, 32), connected in each case
to one end of the batten (13), in such a way that the holding pieces (12, 32) can
only slip out or become disconnected from the holding part in the lateral direction,
and in that each tensioning cable (4) is connected to an upper end region of the batten
(13) and runs through a duct or gap (24) in the slide (21) to the bottom-side deflection
roller (10).
3. Roller door according to Claim 1 or 2, characterized in that each slide (21) has an
upper and a lower stop face, which stop faces are fastened by the holding pieces (12,
32).
4. Roller door according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the slide consists
of a block (21) provided with mutually parallel grooves (22, 23) on opposite sides,
and in that the grooves (22, 23) engage over the profiled webs (19, 20) which bound
the slot (18).
5. Roller door according to one of Claims 1 to 4, characterized in that, in the plane
of the door leaf (2), the block (21) is provided with a gap (24) which is bridged
by two disc-like connecting pieces (25, 26) or two spindles bearing rollers.
6. Roller door according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the connecting
pieces (25, 26) or spindles are arranged on corner regions, located approximately
diagonally opposite one another, of approximately square or rectangular walls, bounding
the gap (24), of the essentially cuboid block (21).
7. Roller door according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the holding pieces
(12, 32) consist of mutually parallel, flat profiled pieces which are connected in
a fork-like manner to the batten (13).
8. Roller door according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the tensioning
cable (4) is connected in each case to the upper, flat profiled piece (12).
9. Roller door according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the lower, flat
profiled piece (32) consists of elastic material.
10. Roller door according to one of Claims 1 to 9, characterized in that each tensioning
cable (4) can be wound onto and unwound from a drum (3) connected to the winding shaft
(1), in a direction counter to the door leaf (2); and in that, between the bottom-side
deflection roller (10) and the drum (3), the tensioning cable (4) is reeved in the
manner of a pulley block between two deflection rollers (6, 7) mounted fixed to the
frame and the roller (8) of a bottom pulley which is arranged between them and is
tensioned by a tension spring (14) in relation to the bottom region.
1. Porte enroulable avec un vantail de porte flexible (2) qui peut être enroulé sur un
arbre d'enroulement (1) apte à être entraîné, logé à rotation au-dessus de l'ouverture
de porte et sur lequel, pour équilibrer le poids du vantail de porte s'étendant vers
le bas, agit un couple d'équilibrage, avec une baguette (13) fixée à l'extrémité inférieure
du vantail de porte (2) dont les deux extrémités sont pourvues de pièces de retenue
(12, 32) sur lesquelles sont fixées des câbles (4) passant sur des rouleaux (10) logés
dans la zone de fond et tendant le vantail de porte (2) et avec des parties latérales
(5) délimitant latéralement l'ouverture de porte, constituées de profilés qui présentent
des fentes verticales (18) dans lesquelles font saillie les bords latéraux du vantail
de porte (2), caractérisé en ce que les pièces de retenue (12, 32) ne font pas saillie
dans les parties latérales (5).
2. Porte enroulable selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est guidé de manière
déplaçable verticalement dans chacune des parties latérales (5) un chariot (21) qui
est entouré à ses pièces de retenue (27, 28) faisant saillie sur les parties latérales
(5) vers le milieu de la porte, entre des pièces de retenue (12, 32) supérieure et
inférieure reliées respectivement à une extrémité de la baguette (13) de telle sorte
que les pièces de retenue (12, 32) peuvent glisser respectivement sortir seulement
dans la direction latérale de la pièce de retenue et en ce que chaque câble tendeur
(4) est relié par une zone d'extrémité supérieure de la baguette (13) et s'étend à
travers un canal ou fente (24) du chariot (21) vers le rouleau de renvoi (10) côté
fond.
3. Porte enroulable selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que chaque chariot
(21) possède une surface de butée supérieure et inférieure qui sont enserrées par
les pièces de retenue (12, 32).
4. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le chariot
est constitué d'un bloc (21) pourvu aux côtés opposés de rainures parallèles l'une
à l'autre (22, 23) et en ce que les rainures (22, 23) passent sur les baguettes profilées
(19, 20) passant sur la fente (18).
5. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le bloc
(21) est pourvu dans le plan du vantail (2) d'une fente (24) sur laquelle passent
deux pièces de liaison (25, 26) en forme de disque ou deux axes portant les rouleaux.
6. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les
pièces de liaison (25, 26) ou axes sont disposés dans des zones angulaires opposées
à peu près diagonalement l'une à l'autre des parois à peu près carrées ou rectangulaires,
délimitant la fente (24) du bloc (21) sensiblement parallélépipède.
7. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les
pièces de retenue (12, 32) sont constituées de pièces profilées plates, parallèles
l'une à l'autre, reliées à la baguette (13) à la manière d'une fourche.
8. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le câble
tendeur (4) est relié respectivement à la pièce profilée supérieure plate (12).
9. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la pièce
profilée inférieure plate (32) est réalisée en matière élastique.
10. Porte enroulable selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que chaque
câble tendeur (4) peut être enroulé sur ou déroulé, suivant un déplacement opposé
au vantail de porte (2), d'un tambour (3) relié à l'arbre d'enroulement (1) et en
ce que, entre le rouleau de renvoi côté fond (10) et le tambour (3), le câble tendeur
(4) passe à la manière d'un palan entre deux rouleaux de renvoi (6, 7) logés de manière
solidaire au châssis et le rouleau (8) d'une bouteille inférieure disposée entre ceux-ci
qui est tendue par rapport à la zone de fond par un ressort de traction (14).