(19)
(11) EP 0 675 320 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.07.1997  Patentblatt  1997/29

(21) Anmeldenummer: 94115532.7

(22) Anmeldetag:  01.10.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F21V 35/00

(54)

Kerzenleuchter

Candle holder

Chandelier


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 29.03.1994 DE 9405292 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.10.1995  Patentblatt  1995/40

(73) Patentinhaber: Wagner, Volker
22765 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Wagner, Volker
    22765 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: DIEHL GLAESER HILTL & PARTNER 
Patentanwälte Königstrasse 28
22767 Hamburg
22767 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A- 2 566 644
US-A- 3 826 606
FR-A- 2 692 652
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Leuchter mit einer Mehrzahl von separat voneinander angeordneten Lichten, die jeweils einen napfförmigen Behälter mit Docht und Wachs od.dgl. aufweisen.

    [0002] Ein derartiger Leuchter ist zB. aus FR-A-2 566 644 bekannt.

    [0003] Bei mehrflammigen Kerzenleuchtern ist es üblich, die einzelnen Lichter räumlich voneinander getrennt anzuordnen, um zu verhindern, daß die von der Flamme einer Kerze erzeugte und abgestrahlte Wärme zur Verformung der benachbarten Kerzen führt.

    [0004] Die Erfindung befaßt sich mit einem Leuchter der eingangs genannten Art, bei welchem sichergestellt werden soll, daß die einzelnen Lichte vollkommen abbrennen können.

    [0005] Erreicht wird dies dadurch, daß die Lichte im wesentlichen vertikal untereinander in einem solchen Abstand zueinander angeordnet sind, daß das jeweils untere Licht das darüber angeordnete Licht thermisch so weit beeinflußt, daß dessen Wachs od. dgl. erschmolzen wird.

    [0006] Vorzugsweise sind die Lichte von Rohrstücken aus durchsichtigem Material umgeben.

    [0007] Durch die räumliche Nähe erwärmt die jeweils untere Brennstelle die darüberliegende Brennstelle derart, daß sich das Wachs in dem napfförmigen Behälter verflüssigt und dadurch ein vollständiges Abbrennen erreicht wird.

    [0008] Der Abstand zwischen den einzelnen Lichten in vertikaler Richtung kann gemäß der Erfindung auch so gewählt werden, daß die unteren Abstände größer als die oberen Abstände sind, da das Verflüssigen des Wachses auch bei einer solchen Anordnung als Folge der nach oben aufsteigenden erwärmten Luft eintritt.

    [0009] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.

    [0010] Die Figur zeigt eine schaubildliche Darstellung eines Leuchters gemäß der Erfindung.

    [0011] Am unteren Ende des Leuchters befindet sich ein Fuß 30, der auf einer waagerechten Fläche aufruhen kann. Es kann sich hierbei um einen Bleifuß oder irgendeine Ausbildungsform handeln, die dafür sorgt, daß der Schwerpunkt des gesamten Leuchters möglichst tief liegt.

    [0012] Mit 10, 11 und 12 sind napfförmige Lichte bezeichnet, so wie sie im Handel als Teelichte erhältlich sind. Diese Lichte ruhen auf im wesentlichen kreisförmigen Tellern, die wiederum in der gezeigten Ausführungsform mit drei vertikal ausgerichteten Stäben verbunden sind. Die Stäbe erstrecken sich vom Fuß 30 nach oben und bilden somit ein Gerüst für die einzelnen Teller und die Lichte.

    [0013] In der Figur ist die obere Brennstelle 10 von einem durchsichtigen Ring 20 umgeben. Dieser Ring kann geschlossen oder geteilt sein, so daß er auch ebensogut an den Brennstellen 11 und 12 angeordnet werden könnte. Der Ring sorgt für ein ruhiges Abbrennen der Flamme, da er verhindert, daß seitlich gerichtete Luftströme die Flamme treffen können. Auch könnte eine Röhre aus durchsichtigem Material eingesetzt werden, die sich vom Fuß 30 bis nach oben hin erstreckt.

    [0014] Die in der Figur gezeigten Abstände zwischen den einzelnen Brennstellen 10, 11 und 12 können in einer praktischen Ausführungsform im Bereich von 5 bis 30 cm liegen, wobei diese Abstände hier nur beispielsweise genannt worden sind.

    [0015] Es liegt auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung, den Leuchter als Kerzenanhänger auszubilden, anstatt ihn auf einen Tisch zu stellen.

    [0016] Nach Anzünden der Lichte 10, 11 und 12 werden die Lichte 11 und 12 erwärmt und das zuvor feste Wachs wird flüssig und kann daher vollständig ausbrennen. Das nicht derartig erwärmte Licht 12 kann später auf einen der oberen Plätze gesetzt werden.


    Ansprüche

    1. Leuchter mit einer Mehrzahl von separat voneinander angeordneten Lichten, die jeweils einen napfförmigen Behälter mit Docht und Wachs od.dgl. aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichte (10, 11, 12) im wesentlichen vertikal untereinander in einem solchen Abstand zueinander angeordnet sind, daß das jeweils untere Licht das darüber angeordnete Licht thermisch so weit beeinflußt, daß dessen Wachs od. dgl. erschmolzen wird.
     
    2. Leuchter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichte von Rohrstücken (20) aus durchsichtigem Material umgeben sind.
     


    Claims

    1. A candle holder with a plurality of candles arranged separately from each other, each candle comprising a cup-shaped reservoir with a wick and wax or the like, characterized in that the candles (10, 11, 12) are arranged substantially vertically one underneath the other at such a distance that the respectively lower candle thermically influences the candle arranged above it such that its wax or the like is melted.
     
    2. A candle holder as recited in Claim 1, characterized in that the candles are surrounded by pipe pieces (20) of transparent material.
     


    Revendications

    1. Dispositif d'éclairage comportant une pluralité de lumières disposées séparémént les unes des autres, qui comportent respectivement un récipient en forme de cuvette avec mèche et cire ou analogue, caractérisé en ce que les lumières (10, 11, 12) sont disposées essentiellement verticalement l'une au-dessous de l'autre, à une distance l'une de l'autre telle qu'une lumière inférieure exerce sur la lumière placée au-dessus d'elle une influence thermique telle que sa cire ou analogue soit liquéfiée.
     
    2. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les lumières sont entourées de tronçons de tubes (20) en un matériau transparent.
     




    Zeichnung