[0001] Die Erfindung betrifft einen Koaxial-Steckverbinder mit einem in einer Außenleiterhülse
koaxial angeordneten, stift- oder buchsenförmigen Innenleiter und mit mindestens einem
zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters in der Außenleiterhülse vorgesehenen
Isoolierstoffkörper.
[0002] Ein derartiger Koaxial-Steckverbinder ist durch das DE-GM 86 06 983 bekannt. Bei
diesem Steckverbinder besteht der Isolierstoffkörper aus einem am Innenleiter anliegenden
und den Innenleiter ringartig vollständig umschließenden Teil mit in radialer Richtung
sternförmig abragenden Stegen, die sich an der Innenwand der Außenleiterhülse abstützen.
Dadurch wird der Innenleiter in der Außenleiterhülse zentriert und abgestützt. Der
Innenleiter ist jedoch nicht in axialer Richtung in dem Isolierstoffkörper festgehalten.
[0003] Bei anderen bekannten als Kabelstecker oder als Kuppler mit Kabelanschluß dienenden,
aus Außenleiterhülse, Innenleiter mit Abstützung und Crimphülse für den Kabelanschluß
aufgebauten Koaxial-Steckverbindern wird der Innenleiter des Verbinders am Innenleiter
des abisolierten Kabels befestigt, z.B. angelötet, und mit dem Koaxialkabel in den
kompletten Stecker geschoben. Dabei wird der Innenleiter des Steckers ohne zusätzliche
axiale Befestigung in einen der Abstützung und Zentrierung innerhalb der Außenleiterhülse
dienenden Isolierstoffkörper eingeschoben.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Koaxial-Steckverbinder der eingangs
genannten Art in einfacher Weise eine axiale Fixierung des Innenleiters in dem zur
Abstützung und Zentrierung in der Außenleiterhülse dienenden Isolierstoffkörper zu
schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Koaxial-Steckverbinder der eingangs genannten Art gemäß
der Erfindung dadurch gelöst, daß der Isolierstoffkörper mindestens eine mit einer
Durchtrittsöffnung zum Einschieben des Innenleiters ausgebildete Querwand aufweist,
daß an der der Einschubseite des Innenleiters abgewandten Seite der Querwand im Bereich
der Durchtrittsöffnung mehrere radial federnde, den Innenleiter umgebende Rastelemente
vorgesehen sind, und daß der Innenleiter an seinem Außenumfang so mit einer Abstufung
ausgebildet ist, daß die Rastelemente beim Durchstecken des Innenleiters durch die
Querwand des Isolierstoffkörpers in die Abstufung einschnappen und den Innenleiter
axial in dem Isolierstoffkörper festhalten.
[0006] Bei einem derartigen Koaxial-Steckverbinder ist der Isolierstoffkörper so ausgebildet,
daß der Innenleiter in den Isolierstoffkörper einschiebbar oder stattdessen gegebenenfalls
der Isolierstoffkörper auf den Innenleiter aufschiebbar ist und der Innenleiter im
eingeschobenen Zustand durch den Isolierstoffkörper nicht nur in der Außenleiterhülse
abgestützt und zentriert, sondern auch in axialer Richtung festgehalten wird. Diese
axiale Fixierung erfolgt dabei ohne zusätzliche Montagevorgänge und Handgriffe selbsttätig
beim Einschieben des Innenleiters in den Isolierstoffkörper oder beim Aufschieben
des Isolierstoffkörpers auf den Innenleiter, wobei die Rastelemente an der Querwand
des Isolierstoffkörpers beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand in die
Abstufung am Außenumfang des Innenleiters einschnappen. Auf diese Weise ist eine einfache
axiale Fixierung des Innenleiters in dem Isolierstoffkörper gewährleistet. Da die
Querwand des Isolierstoffkörpers relativ dünnwandig ausgebildet werden kann, erhält
man auch bei zusätzlicher axialer Fixierung des Innenleiters einen relativ materialarmen
Abstützkörper, der die Homogenität der HF-Leitung kaum beeinträchtigt.
[0007] Bei einem erfindungsgemäßen Koaxial-Steckverbinder ist es besonders vorteilhaft,
wenn am Außenumfang des Innenleiters an einer Seite der Abstufung eine entgegen der
Einschubrichtung des Innenleiters ansteigende, umlaufende Flanke gebildet ist, die
an der der Abstufung zugewandten Seite senkrecht zur Längsrichtung des Innenleiters
abfällt. Durch die entgegen der Einschubrichtung des Innenleiters ansteigende Flanke
läßt sich der Innenleiter leicht in den Isolierstoffkörper einschieben, wobei ein
Klicken beim Einschieben des Innenleiters die Überwindung der im Querschnitt pfeilförmigen,
widerhakenartigen Flanke verdeutlicht und somit zu erkennen gibt, daß der Innenleiter
genügend weit und richtig eingeschoben und die Rastelemente in die Abstufung des Innenleiters
eingeschnappt sind.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Anspruchs 1 sind in den
übrigen Unteransprüchen angegeben.
[0009] Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Koaxial-Steckverbinders sind in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 einen als Kabelstecker ausgebildeten koaxialen Steckverbinder teils im Längsschnitt,
Fig. 2 einen als Gehäusekuppler mit Kabelanschluß ausgebildeten koaxialen Steckverbinder
ebenfalls teilweise im Längsschnitt,
Fig. 3 eine Einzelheit III der Fig. 1 und 2,
Fig. 4 einen teilweise geschnittenen Isolierstoffkörper zur Abstützung und Zentrierung
eines Innenleiters des koaxialen Steckverbinders in einer Außenleiterhülse,
Fig. 5 eine Seitenansicht auf die Stirnseite des Isolierstoffkörpers,
Fig. 6 einen als Buchse ausgebildeten Innenleiter teils im Längsschnitt und
Fig. 7 einen als Stecker ausgebildeten Innenleiter ebenfalls teilweise im Längsschnitt.
[0010] Die koaxialen Steckverbinder in den Figuren 1 und 2 weisen im Prinzip den gleichen
grundsätzlichen Aufbau auf und sind z.B. für Steckverbinder der Größenordnung 1,6/5,6
vorgesehen. Der Kabelstecker 1 in Fig. 1 besitzt eine Außenleiterhülse 2 mit einer
äußeren Gewindehülse 3 und eine innere Außenleiterbuchse 4 an dem einen Ende sowie
ein äußeres Crimprohr 5 zum Kabelanschluß und einen inneren Außenleiteranschlußstutzen
6 an dem anderen Ende. Zwischen einer Durchmesserstufe 7 und dem Außenleiteranschlußstutzen
6 sind zwei Isolierstoffkörper 8 und 9 zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters
10 in der Außenleiterhülse 2 fixiert. Der hier als Stecker gemäß Fig.7 ausgebildete
Innenleiter 10 weist einen stiftförmigen Steckerbereich 11 und einen im Durchmesser
mehrfach abgestuften buchsenförmigen Steckerbereich 12 zum Einstecken des Innenleiters
eines Koaxialkabels auf. Im Verlaufe des buchsenförmigen Steckerbereiches 12 ist neben
hier nicht näher interessierenden Details am Außenumfang des Innenleiters 10 eine
umlaufende Rille 13 als Durchmesserabstufung vorgesehen. Außerdem ist am Außenumfang
des Innenleiters 10 an einer Seite der Abstufung 13 eine umlaufende Flanke 14 gebildet,
welche entgegen der durch einen Pfeil 15 angedeuteten späteren Einschubrichtung des
Innenleiters 10 ansteigt und an der der Abstufung 13 zugewandten Seite senkrecht zur
Längsrichtung des Innenleiters abfällt. Der Innenleiter 10 ist in die beiden Isolierstoffkörper
8 und 9 eingeschoben und wird durch den als Stützscheibe ausgebildeten oder aus einer
Hülse oder Buchse bestehenden Isolierstoffkörper 9 in axialer Richtung in der Außenleiterhülse
2 festgehalten.
[0011] Der Isolierstoffkörper 9 entspricht in seinem Außendurchmesser wie der Isolierstoffkörper
8 dem Innendurchmesser der Außenleiterhülse 2 zwischen der Durchmesserstufe 7 und
dem Außenleiteranschlußstutzen 6 und weist mindestens eine Querwand 16 auf, die mit
einer Durchtrittsöffnung 17 zum Einschieben des Innenleiters 10 ausgebildet ist. Die
Querwand ist hier im Bereich einer Stirnseite des Isolierstoffkörpers 9 vorgesehen
und im Querschnitt gesehen konisch ausgebildet, wobei der Konus nach außen gerichtet
ist. Die Querwand 16 kann relativ dünn, z.B. membranartig, ausgebildet werden. An
der der Einschubseite des Innenleiters 10 abgewandten Seite der Querwand 16 sind im
Bereich der Durchtrittsöffnung 17 hier außerhalb des Isolierstoffkörpers 9 liegende,
radial federnde Rastelemente 18 vorgesehen. Hierzu weist die Querwand 16 einen in
axialer Richtung des koaxialen Steckverbinders mehrfach geschlitzten kurzen rohrförmigen
Ansatz 19 auf. Dieser Ansatz 19 ist in einem Bogenabstand von jeweils 120° mit drei
Längsschlitzen 20 versehen, welche Kreisbogensegmente 21 bilden. An ihrem freien Ende
sind diese Kreisbogensegmente jeweils mit einer auf den Innenleiter zugerichteten
Innenschulter 22 ausgebildet, so daß durch die Kreisbogensegmente 21 und die Innenschultern
22 die Rastelemente 18 gebildet sind. Beim Einschieben des Innenleiters 10 in den
z.B. bereits in der Außenleiterhülse 2 befindlichen Isolierstoffkörper 9 und beim
Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand 16 dieses Isolierstoffkörpers federn
die Rastelemente 18 beim Aufschieben auf die Flanke 14 zunächst nach außen und schnappen
dann nach Überwindung der Flanke mit einem Klicken nach innen in die Abstufung 13
ein. Dadurch ist der Innenleiter 10 unabhängig von der Koaxialkabelbefestigung mit
ausreichender Festigkeit axial in dem Isolierstoffkörper 9 festgehalten. Es ist gegebenenfalls
auch möglich, anstelle des geschilderten Vorganges in umgekehrter Weise den Isolierstoffkörper
in Form eines losen Einzelteiles auf den Innenleiter aufzuschieben, dann in die Außenleiterhülse
2 einzusetzen und das Crimprohr 5 des Steckverbinders abschließend an der Außenleiterhülse
2 anzubringen.
[0012] Die axiale Fixierung eines gemäß Fig. 6 als Buchse ausgebildeten Innenleiters 10a
in einem als Gehäusekuppler 30 mit Kabelanschluß gemäß Fig. 2 ausgebildeten koaxialen
Steckverbinders erfolgt in gleicher Weise. Der Gehäusekuppler 30 ist ebenfalls aus
einer Außenleiterhülse 2a mit einem äußeren Gewindeelement 3a, einem äußeren Crimprohr
5 zum Kabelanschluß und einem inneren Außenleiteranschlußstutzen 6 sowie aus zwei
Isolierstoffkörpern 8 und 9 zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters 10a in
der Außenleiterhülse 2a aufgebaut. Der Innenleiter 10a ist hier an beiden Enden buchsenförmig
ausgebildet, sonst aber im Hinblick auf eine axiale Fixierung durch den Isolierstoffkörper
9 in gleicher Weise wie der Innenleiter 10 mit einer Abstufung 13 und einer ansteigenden
Flanke 14 versehen. Als Isolierstoffkörper für den Innenleiter sind die auch für den
Kabelstecker 1 eingesetzten Isolierstoffkörper 8 und 9 in unveränderter Form verwendbar.
1. Koaxial-Steckverbinder mit einem in einer Außenleiterhülse koaxial angeordneten, stift-
oder buchsenförmigen Innenleiter und mit mindestens einem zur Abstützung und Zentrierung
des Innenleiters in der Außenleiterhülse vorgesehenen Isolierstoffkörper,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (9) mindestens eine mit einer Durchtrittsöffnung (17)
zum Einschieben des Innenleiters (10,10a) ausgebildete Querwand (16) aufweist, daß
an der der Einschubseite des Innenleiters (10,10a) abgewandten Seite der Querwand
(16) im Bereich der Durchtrittsöffnung (17) mehrere radial federnde, den Innenleiter
(10,10a) umgebende Rastelemente (18) vorgesehen sind, und daß der Innenleiter (10,10a)
an seinem Außenumfang so mit einer Abstufung (13) ausgebildet ist, daß die Rastelemente
(18) beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand (16) des Isolierstoffkörpers
(9) in die Abstufung (13) einschnappen und den Innenleiter axial in dem Isolierstoffkörper
(9) festhalten.
2. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (9) aus einer Stützscheibe besteht.
3. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (9) aus einer Hülse oder Buchse besteht.
4. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Isolierstoffkörpers (9) gleich dem Innendurchmesser
der Außenleiterhülse (2,2a) ist.
5. Koaxial-Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) im Bereich einer Stirnseite des Isolierstoffkörpers (9) vorgesehen
ist.
6. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) konisch ausgebildet ist.
7. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Konus der Querwand (16) nach außen gerichtet ist.
8. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) so angeordnet und ausgebildet ist, daß die Rastelemente (18)
außerhalb des Isolierstoffkörpers (9) liegen.
9. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) des Isolierstoffkörpers (9) einen in axialer Richtung des Koaxial-Steckverbinders
(1,30) mehrfach geschlitzten rohrförmigen Ansatz (19) aufweist, dessen durch die Längsschlitze
(20) entstandenen Kreisbogensegmente (21) als Rastelemente (18) ausgebildet sind.
10. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisbogensegmente (21) an ihrem Ende jeweils mit einer auf den Innenleiter
(10,10a) zu gerichteten Innenschulter (22) ausgebildet sind.
11. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Ansatz (19) in einem Bogenabstand von jeweils 120° mit drei Längsschlitzen
(20) versehen ist.
12. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (10,10a) an seinem Außenumfang als Abstufung eine umlaufende
Rille (13) für die Rastelemente (18) aufweist.
13. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang des Innenleiters (10,10a) an einer Seite der Abstufung (13) eine
entgegen der Einschubrichtung des Innenleiters ansteigende, umlaufende Flanke (14)
gebildet ist, die an der der Abstufung (13) zugewandten Seite senkrecht zur Längsrichtung
des Innenleiters abfällt.