(19)
(11) EP 0 675 566 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.10.1995  Patentblatt  1995/40

(21) Anmeldenummer: 95103685.4

(22) Anmeldetag:  14.03.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H01R 9/05, H01R 17/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB IT

(30) Priorität: 29.03.1994 DE 9405333 U

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
D-80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Acke, Edgard
    B-8020 Oostkamp (BE)
  • Leeman, Reginald
    B-8400 Oostende (BE)

   


(54) Koaxial-Steckverbinder mit einer Abstützung des Innenleiters


(57) Koaxial-Steckverbinder mit einer Abstützung des Innenleiters. Zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters (10,10a) eines Koaxial-Steckverbinders (1,30) in der Außenleiterhülse (2,2a) ist ein Isolierstoffkörper (9) vorgesehen. Dieser weist mindestens eine mit einer Durchtrittsöffnung (17) zum Einschieben des Innenleiters ausgebildete Querwand (16) und im Bereich der Durchtrittsöffnung radial federnde Rastelemente (18) auf, die beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand (16) in eine Abstufung (13) des Innenleiters einschnappen. Dadurch wird der Innenleiter mit ausreichender Festigkeit axial in dem Isolierstoffkörper (9) festgehalten.







Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Koaxial-Steckverbinder mit einem in einer Außenleiterhülse koaxial angeordneten, stift- oder buchsenförmigen Innenleiter und mit mindestens einem zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters in der Außenleiterhülse vorgesehenen Isoolierstoffkörper.

[0002] Ein derartiger Koaxial-Steckverbinder ist durch das DE-GM 86 06 983 bekannt. Bei diesem Steckverbinder besteht der Isolierstoffkörper aus einem am Innenleiter anliegenden und den Innenleiter ringartig vollständig umschließenden Teil mit in radialer Richtung sternförmig abragenden Stegen, die sich an der Innenwand der Außenleiterhülse abstützen. Dadurch wird der Innenleiter in der Außenleiterhülse zentriert und abgestützt. Der Innenleiter ist jedoch nicht in axialer Richtung in dem Isolierstoffkörper festgehalten.

[0003] Bei anderen bekannten als Kabelstecker oder als Kuppler mit Kabelanschluß dienenden, aus Außenleiterhülse, Innenleiter mit Abstützung und Crimphülse für den Kabelanschluß aufgebauten Koaxial-Steckverbindern wird der Innenleiter des Verbinders am Innenleiter des abisolierten Kabels befestigt, z.B. angelötet, und mit dem Koaxialkabel in den kompletten Stecker geschoben. Dabei wird der Innenleiter des Steckers ohne zusätzliche axiale Befestigung in einen der Abstützung und Zentrierung innerhalb der Außenleiterhülse dienenden Isolierstoffkörper eingeschoben.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Koaxial-Steckverbinder der eingangs genannten Art in einfacher Weise eine axiale Fixierung des Innenleiters in dem zur Abstützung und Zentrierung in der Außenleiterhülse dienenden Isolierstoffkörper zu schaffen.

[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Koaxial-Steckverbinder der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Isolierstoffkörper mindestens eine mit einer Durchtrittsöffnung zum Einschieben des Innenleiters ausgebildete Querwand aufweist, daß an der der Einschubseite des Innenleiters abgewandten Seite der Querwand im Bereich der Durchtrittsöffnung mehrere radial federnde, den Innenleiter umgebende Rastelemente vorgesehen sind, und daß der Innenleiter an seinem Außenumfang so mit einer Abstufung ausgebildet ist, daß die Rastelemente beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand des Isolierstoffkörpers in die Abstufung einschnappen und den Innenleiter axial in dem Isolierstoffkörper festhalten.

[0006] Bei einem derartigen Koaxial-Steckverbinder ist der Isolierstoffkörper so ausgebildet, daß der Innenleiter in den Isolierstoffkörper einschiebbar oder stattdessen gegebenenfalls der Isolierstoffkörper auf den Innenleiter aufschiebbar ist und der Innenleiter im eingeschobenen Zustand durch den Isolierstoffkörper nicht nur in der Außenleiterhülse abgestützt und zentriert, sondern auch in axialer Richtung festgehalten wird. Diese axiale Fixierung erfolgt dabei ohne zusätzliche Montagevorgänge und Handgriffe selbsttätig beim Einschieben des Innenleiters in den Isolierstoffkörper oder beim Aufschieben des Isolierstoffkörpers auf den Innenleiter, wobei die Rastelemente an der Querwand des Isolierstoffkörpers beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand in die Abstufung am Außenumfang des Innenleiters einschnappen. Auf diese Weise ist eine einfache axiale Fixierung des Innenleiters in dem Isolierstoffkörper gewährleistet. Da die Querwand des Isolierstoffkörpers relativ dünnwandig ausgebildet werden kann, erhält man auch bei zusätzlicher axialer Fixierung des Innenleiters einen relativ materialarmen Abstützkörper, der die Homogenität der HF-Leitung kaum beeinträchtigt.

[0007] Bei einem erfindungsgemäßen Koaxial-Steckverbinder ist es besonders vorteilhaft, wenn am Außenumfang des Innenleiters an einer Seite der Abstufung eine entgegen der Einschubrichtung des Innenleiters ansteigende, umlaufende Flanke gebildet ist, die an der der Abstufung zugewandten Seite senkrecht zur Längsrichtung des Innenleiters abfällt. Durch die entgegen der Einschubrichtung des Innenleiters ansteigende Flanke läßt sich der Innenleiter leicht in den Isolierstoffkörper einschieben, wobei ein Klicken beim Einschieben des Innenleiters die Überwindung der im Querschnitt pfeilförmigen, widerhakenartigen Flanke verdeutlicht und somit zu erkennen gibt, daß der Innenleiter genügend weit und richtig eingeschoben und die Rastelemente in die Abstufung des Innenleiters eingeschnappt sind.

[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Anspruchs 1 sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben.

[0009] Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Koaxial-Steckverbinders sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 einen als Kabelstecker ausgebildeten koaxialen Steckverbinder teils im Längsschnitt,

Fig. 2 einen als Gehäusekuppler mit Kabelanschluß ausgebildeten koaxialen Steckverbinder ebenfalls teilweise im Längsschnitt,

Fig. 3 eine Einzelheit III der Fig. 1 und 2,

Fig. 4 einen teilweise geschnittenen Isolierstoffkörper zur Abstützung und Zentrierung eines Innenleiters des koaxialen Steckverbinders in einer Außenleiterhülse,

Fig. 5 eine Seitenansicht auf die Stirnseite des Isolierstoffkörpers,

Fig. 6 einen als Buchse ausgebildeten Innenleiter teils im Längsschnitt und

Fig. 7 einen als Stecker ausgebildeten Innenleiter ebenfalls teilweise im Längsschnitt.



[0010] Die koaxialen Steckverbinder in den Figuren 1 und 2 weisen im Prinzip den gleichen grundsätzlichen Aufbau auf und sind z.B. für Steckverbinder der Größenordnung 1,6/5,6 vorgesehen. Der Kabelstecker 1 in Fig. 1 besitzt eine Außenleiterhülse 2 mit einer äußeren Gewindehülse 3 und eine innere Außenleiterbuchse 4 an dem einen Ende sowie ein äußeres Crimprohr 5 zum Kabelanschluß und einen inneren Außenleiteranschlußstutzen 6 an dem anderen Ende. Zwischen einer Durchmesserstufe 7 und dem Außenleiteranschlußstutzen 6 sind zwei Isolierstoffkörper 8 und 9 zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters 10 in der Außenleiterhülse 2 fixiert. Der hier als Stecker gemäß Fig.7 ausgebildete Innenleiter 10 weist einen stiftförmigen Steckerbereich 11 und einen im Durchmesser mehrfach abgestuften buchsenförmigen Steckerbereich 12 zum Einstecken des Innenleiters eines Koaxialkabels auf. Im Verlaufe des buchsenförmigen Steckerbereiches 12 ist neben hier nicht näher interessierenden Details am Außenumfang des Innenleiters 10 eine umlaufende Rille 13 als Durchmesserabstufung vorgesehen. Außerdem ist am Außenumfang des Innenleiters 10 an einer Seite der Abstufung 13 eine umlaufende Flanke 14 gebildet, welche entgegen der durch einen Pfeil 15 angedeuteten späteren Einschubrichtung des Innenleiters 10 ansteigt und an der der Abstufung 13 zugewandten Seite senkrecht zur Längsrichtung des Innenleiters abfällt. Der Innenleiter 10 ist in die beiden Isolierstoffkörper 8 und 9 eingeschoben und wird durch den als Stützscheibe ausgebildeten oder aus einer Hülse oder Buchse bestehenden Isolierstoffkörper 9 in axialer Richtung in der Außenleiterhülse 2 festgehalten.

[0011] Der Isolierstoffkörper 9 entspricht in seinem Außendurchmesser wie der Isolierstoffkörper 8 dem Innendurchmesser der Außenleiterhülse 2 zwischen der Durchmesserstufe 7 und dem Außenleiteranschlußstutzen 6 und weist mindestens eine Querwand 16 auf, die mit einer Durchtrittsöffnung 17 zum Einschieben des Innenleiters 10 ausgebildet ist. Die Querwand ist hier im Bereich einer Stirnseite des Isolierstoffkörpers 9 vorgesehen und im Querschnitt gesehen konisch ausgebildet, wobei der Konus nach außen gerichtet ist. Die Querwand 16 kann relativ dünn, z.B. membranartig, ausgebildet werden. An der der Einschubseite des Innenleiters 10 abgewandten Seite der Querwand 16 sind im Bereich der Durchtrittsöffnung 17 hier außerhalb des Isolierstoffkörpers 9 liegende, radial federnde Rastelemente 18 vorgesehen. Hierzu weist die Querwand 16 einen in axialer Richtung des koaxialen Steckverbinders mehrfach geschlitzten kurzen rohrförmigen Ansatz 19 auf. Dieser Ansatz 19 ist in einem Bogenabstand von jeweils 120° mit drei Längsschlitzen 20 versehen, welche Kreisbogensegmente 21 bilden. An ihrem freien Ende sind diese Kreisbogensegmente jeweils mit einer auf den Innenleiter zugerichteten Innenschulter 22 ausgebildet, so daß durch die Kreisbogensegmente 21 und die Innenschultern 22 die Rastelemente 18 gebildet sind. Beim Einschieben des Innenleiters 10 in den z.B. bereits in der Außenleiterhülse 2 befindlichen Isolierstoffkörper 9 und beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand 16 dieses Isolierstoffkörpers federn die Rastelemente 18 beim Aufschieben auf die Flanke 14 zunächst nach außen und schnappen dann nach Überwindung der Flanke mit einem Klicken nach innen in die Abstufung 13 ein. Dadurch ist der Innenleiter 10 unabhängig von der Koaxialkabelbefestigung mit ausreichender Festigkeit axial in dem Isolierstoffkörper 9 festgehalten. Es ist gegebenenfalls auch möglich, anstelle des geschilderten Vorganges in umgekehrter Weise den Isolierstoffkörper in Form eines losen Einzelteiles auf den Innenleiter aufzuschieben, dann in die Außenleiterhülse 2 einzusetzen und das Crimprohr 5 des Steckverbinders abschließend an der Außenleiterhülse 2 anzubringen.

[0012] Die axiale Fixierung eines gemäß Fig. 6 als Buchse ausgebildeten Innenleiters 10a in einem als Gehäusekuppler 30 mit Kabelanschluß gemäß Fig. 2 ausgebildeten koaxialen Steckverbinders erfolgt in gleicher Weise. Der Gehäusekuppler 30 ist ebenfalls aus einer Außenleiterhülse 2a mit einem äußeren Gewindeelement 3a, einem äußeren Crimprohr 5 zum Kabelanschluß und einem inneren Außenleiteranschlußstutzen 6 sowie aus zwei Isolierstoffkörpern 8 und 9 zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters 10a in der Außenleiterhülse 2a aufgebaut. Der Innenleiter 10a ist hier an beiden Enden buchsenförmig ausgebildet, sonst aber im Hinblick auf eine axiale Fixierung durch den Isolierstoffkörper 9 in gleicher Weise wie der Innenleiter 10 mit einer Abstufung 13 und einer ansteigenden Flanke 14 versehen. Als Isolierstoffkörper für den Innenleiter sind die auch für den Kabelstecker 1 eingesetzten Isolierstoffkörper 8 und 9 in unveränderter Form verwendbar.


Ansprüche

1. Koaxial-Steckverbinder mit einem in einer Außenleiterhülse koaxial angeordneten, stift- oder buchsenförmigen Innenleiter und mit mindestens einem zur Abstützung und Zentrierung des Innenleiters in der Außenleiterhülse vorgesehenen Isolierstoffkörper,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (9) mindestens eine mit einer Durchtrittsöffnung (17) zum Einschieben des Innenleiters (10,10a) ausgebildete Querwand (16) aufweist, daß an der der Einschubseite des Innenleiters (10,10a) abgewandten Seite der Querwand (16) im Bereich der Durchtrittsöffnung (17) mehrere radial federnde, den Innenleiter (10,10a) umgebende Rastelemente (18) vorgesehen sind, und daß der Innenleiter (10,10a) an seinem Außenumfang so mit einer Abstufung (13) ausgebildet ist, daß die Rastelemente (18) beim Durchstecken des Innenleiters durch die Querwand (16) des Isolierstoffkörpers (9) in die Abstufung (13) einschnappen und den Innenleiter axial in dem Isolierstoffkörper (9) festhalten.
 
2. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (9) aus einer Stützscheibe besteht.
 
3. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (9) aus einer Hülse oder Buchse besteht.
 
4. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Isolierstoffkörpers (9) gleich dem Innendurchmesser der Außenleiterhülse (2,2a) ist.
 
5. Koaxial-Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) im Bereich einer Stirnseite des Isolierstoffkörpers (9) vorgesehen ist.
 
6. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) konisch ausgebildet ist.
 
7. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Konus der Querwand (16) nach außen gerichtet ist.
 
8. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) so angeordnet und ausgebildet ist, daß die Rastelemente (18) außerhalb des Isolierstoffkörpers (9) liegen.
 
9. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (16) des Isolierstoffkörpers (9) einen in axialer Richtung des Koaxial-Steckverbinders (1,30) mehrfach geschlitzten rohrförmigen Ansatz (19) aufweist, dessen durch die Längsschlitze (20) entstandenen Kreisbogensegmente (21) als Rastelemente (18) ausgebildet sind.
 
10. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisbogensegmente (21) an ihrem Ende jeweils mit einer auf den Innenleiter (10,10a) zu gerichteten Innenschulter (22) ausgebildet sind.
 
11. Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Ansatz (19) in einem Bogenabstand von jeweils 120° mit drei Längsschlitzen (20) versehen ist.
 
12. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter (10,10a) an seinem Außenumfang als Abstufung eine umlaufende Rille (13) für die Rastelemente (18) aufweist.
 
13. Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang des Innenleiters (10,10a) an einer Seite der Abstufung (13) eine entgegen der Einschubrichtung des Innenleiters ansteigende, umlaufende Flanke (14) gebildet ist, die an der der Abstufung (13) zugewandten Seite senkrecht zur Längsrichtung des Innenleiters abfällt.
 




Zeichnung