[0001] Die Grundidee des Color-Managements besteht darin, dass Farbvorlagen in der digitalen
Druckvorstufe unabhängig von Ausgabegeräten und Materialien festgelegt werden. Die
Farben werden demnach in einem durch die Commission Internationale de l'Eclairage
(CIE) genormten farbmetrischen Koordinatensystem, wie XYZ, CIELAB oder CIELUV, beschrieben.
Erfolgt die Ausgabe derart definierter mehrfarbiger Bilder auf Papier über ein im
Sinne des Color-Managements kalibriertes System, so ist gewährleistet, dass die farbliche
Erscheinung des Outputs immer gleich ist, ganz unabhängig vom verwendeten Ausgabeprozess.
[0002] Als kalibrierbare Ausgabesysteme sind heute u.a. Computer-Farbdrucker, Digitalfarbkopierer
und Digitalproofgeräte im Einsatz. Es ist vorteilhaft, das Konzept des Color-Managements
auch auf konventionelle Druckverfahren wie den Zeitunsgsoffset auszudehnen. Dabei
wird die aus Druckformherstellung und Druckprozess bestehende Wirkungskette wie irgend
ein anderes kalibrierbares Ausgabegerät behandelt. Bis es so weit ist, müssen allerdings
noch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass
- die farbliche Erscheinung mehrfarbig gedruckter Bilder auch im Zeitungsoffset-Auflagendruck
systematisch erfasst,
- zufällige Abweichungen unterdrückt oder ausgeregelt und
- systematische Abweichungen kompensiert werden können.
[0003] Für die Überwachung und Steuerung der Farbgebung im mehrfarbigen Offsetdruck sind
heute zahlreiche Lösungen bekannt.
[0004] Die EP 0 196 431 B1 beispielsweise beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Erzielung eines gleichförmigen Druckresultats an einer autotypisch arbeitenden
Mehrfarbenoffsetdruckmaschine. Kennzeichnend für diese Lösung ist das Messen von Farbschichtdicken
(Volltondichten) und Rasterpunktgrössen (Flächendeckungsgraden) an Messfeldern, die
für jede Druckfarbe in jeder Farbatellzone der Druckmaschine mitgedruckt werden. Aufgrund
dieser densitometrischen Messwerte werden die Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine
automatisch eingestellt.
[0005] Die Notwendigkeit, in jeder Farbstellzone mehrere Messfelder mitzudrucken, hat dazu
geführt, dass das erwähnte Verfahren bisher ausschliesslich im Akzidenzoffsetdruck
zum Einsatz kam. Im Akzidenzoffsetdruck können die Messfelder nämlich ausserhalb des
Satzspiegels, d.h. auf einem Rand mitgedruckt werden, welcher zum Schluss weggeschnitten
wird. Diese Voraussetzung ist im Zeitungsoffset nicht erfüllt. Hier wird kein Rand
weggeschnitten, allfällig mitgedruckte Messfelder müssen innerhalb des Satzspiegels
untergebracht werden und nehmen so Platz in Anspruch, der sonst durch Inserate oder
redaktionelle Beiträge genutzt werden könnte. Die Zeitungsverleger akzeptieren deshalb
die Messfelder nur ungern.
[0006] Ein weiteres Hindernis für den Einsatz des obigen Verfahrens im Zeitungsoffset ist
im hohen gerätemässigen und personellen Aufwand zu sehen, der bei dem Ausmessen der
Messfelder entsteht. Soll das Ausmessen im Rollenoffset online, d.h. automatisch an
der laufenden Bahn geschehen, so ist für jede Bahnseite ein optischer Messkopf mit
automatischer Positionierung notwendig. Würde das Ausmessen stattdessen mit handelsüblichen
Handdensitometern oder Handspektralphotometern vorgenommen, so müsste in Anbetracht
der grossen Anzahl von Messfeldern und dem Zeitbedarf der manuellen Messgerätepositionierung
eigens zum Zweck der Qualitätsdatenerfassung zusätzliches Personal eingestellt werden.
Eine systematisch durchgeführte Qualitätsdatenerfassung kann sich im Zeitungsoffset-Auflagendruck
nicht durchsetzen, solange sie mit hohen Investitionskosten oder grossem zusätzlichem
Personalbedarf verbunden ist.
[0007] Das in EP 0 196 431 B1 beschriebene Verfahren weist eine weitere nachteilige Eigenschaft
auf, indem mit den Vollton- und Rastertondichten der Einzelfarben Merkmale gemessen
werden, welche keinen direkten Bezug zur farblichen Erscheinung des Druckerzeugnisses
aufweisen. Diesem Mangel kann dadurch begegnet werden, dass auch sogenannte Kombinationsmessfelder,
d.h. Messfelder in denen die am Druck beteiligten Grundfarben in einem Rasterton übereinandergedruckt
sind, vorgesehen und farbmetrisch ausgemessen werden.
[0008] Solcherart gewonnene farbmetrische Messwerte können sich auf den an der Empfindlichkeitsfunktion
des durchschnittlichen menschlichen Auges orientierten XYZ-Farbraum oder auf die vom
XYZ-System abgeleiteten empfindungsgemäss gleichabständigen Farbräume CIELUV oder
CIELAB beziehen, welche alle durch die CIE (Commission Internationale de l'Eclairage)
genormt wurden.
[0009] Die farbmetrische Messung an Kombinationsmessfeldern hat den Vorteil, dass sie eine
Aussage über das Zusammenwirken aller an einem Mehrfarbendruck beteiligten Farben
ermöglicht. Die farbmetrischen Messwerte sagen unmittelbar etwas darüber aus, wie
das Kombinationsmessfeld bzw. das Druckerzeugnis dem menschlichen Betrachter farblich
erscheint. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Kombinationsmessfelder gegebenenfalls
durch Bildstellen mit einem geeigneten Bildaufbau ersetzt werden können. Im Gegensatz
zu densitometrischen Verfahren wirkt sich an den farbmetrischen Messmethoden nachteilig
aus, dass sie keine direkte Information zur Prozessführung liefern. Eine Abweichung
des Farborts lässt beispielsweise keinen Schluss darüber zu, wie die Farbführung an
der Druckmaschine korrigiert werden muss, um die Abweichung zu reduzieren.
[0010] Es sind Methoden entwickelt worden, mit deren Hilfe Abweichungen des Farborts in
Variationen der Schichtdicken oder der Dichten der am Druck beteiligten Einzelfarben
umgerechnet werden können. So beschreiben die EP 0 321 402 A1 und EP 0 408 507 A1
lineare Transformationen zur Umrechnung von Variationen der Vollton- oder Rastertondichten
in Variationen des Farborts von Kombinationsmessfeldern in den Farbräumen CIELUV oder
CIELAB.
[0011] Diese Transformationen machen es möglich, beispielsweise aus einer Abweichung des
Farborts von einem Kombinationsmessfeld an einem Probebogen die Änderung der Volltondichten
von Einzelfarbenmessfeldern zu berechnen, die notwendig ist, um die Abweichung des
Farborts im Kombinationsmessfeld zu kompensieren. Die verfolgte Strategie besteht
demnach darin, unerwünschte Abweichungen des Farborts von Kombinationsmessfeldern
ausschliesslich durch geeignete Veränderungen der Farbschichtdicken der am Druckprozess
beteiligten Farben zu korrigieren.
[0012] Die Beschränkung auf Veränderungen der Farbschichtdicken in EP 0 408 507 A1 erscheint
etwas willkürlich. Grundsätzlich ist nämlich die Korrektur von Farbortsabweichungen
auch über eine passende Veränderung der Flächendeckungsgrade der einzelnen Druckfarben
zu erreichen. Dies kann beispielsweise in der digitalen Druckvorstufe geschehen, wenn
die Farbauszüge berechnet werden. Diese Möglichkeit ist besonders interessant, wenn
die für ein bestimmtes Kombinationsmessfeld beobachteten Farbortsabweichungen zu einem
wesentlichen Teil systematischer, d.h. nicht ausschliesslich zufälliger Natur sind.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine Veränderung der Flächendeckungsgrade
der Druckfarben beim Berechnen der Farbauszüge oft leichter zu beherrschen ist als
eine Veränderung der an der Druckmaschine geführten Farbschichtdicken. Die Idee, individuelle
Druckkennlinien einzelner Farbwerke bei der Berechnung der Farbauszüge zu berücksichtigen,
ist bereits aus der DE 42 09 165 A1 bekannt. Allerdings wird dort kein Bezug zu farbmetrischen
Messwerten an Kombinationsmessfeldern oder Bildstellen hergestellt.
[0013] Aus den bisherigen Ausführungen folgt der Schluss, dass die heute bekannten und vornehmlich
für den Akzidenzoffset-Auflagendruck bestimmten Verfahren zur Qualitätsdatenerfassung
und zur Prozessoptimierung nicht unverändert auf den Zeitungsoffset-Auflagendruck
übertragen werden können. Dies erklärt, warum heute im Zeitungsoffset noch immer die
Praxis üblich ist, die Farbgebung durch das zwar geschulte aber eben subjektive Auge
des Druckers zu überwachen und zu steuern. Für einen Einsatz im Zeitungsoffset-Auflagendruck
ist eine Verbesserung der vorstehend besprochenen objektiven Verfahren erstrebenswert,
insbesondere in folgender Hinsicht:
- Die notwendige Anzahl der Messfelder sollte reduziert werden, damit die Messfelder
im Satzspiegel der Zeitung weniger Platz beanspruchen.
- Der gerätemässige und personelle Aufwand zum Ausmessen der Messfelder soll verkleinert
werden.
- Die Verfahren sollten in Zukunft auf einer statistischen Kontrolle aufbauen. Messfelder
werden dann nur in wenigen repräsentativen Farbzonen mitgedruckt und die Ergebnisse
auf den gesamten Druckprozess extrapoliert. Dies kommt beiden vorhin aufgeführten
Forderungen entgegen.
- Das Messen an Bildstellen mit einem geeigneten Bildaufbau soll das Mitdrucken und
Ausmessen von speziellen
Messfeldern so weit wie möglich unnötig machen.
- Aus derselben Messung sollten sowohl farbmetrische als auch densitometrische Messwerte
resultieren. Dadurch kann gleichzeitig eine Aussage über die farbliche Erscheinung
des Druckerzeugnisses und über die Möglichkeiten zu ihrer Korrektur sowohl in der
Druckvorstufe wie an der Druckmaschine abgeleitet werden.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es, Messfelder zur Erfassung von Farbdaten eines Druckerzeugnisses
zu schaffen, die zum Color-Management im Rollenoffset-Auflagendruck geeignet sind
und deren Einsatz beim Color-Management insbesondere ein Verfahren ermöglicht, daß
einzelnen, mehreren und bevorzugt allen vorstehend aufgestellten Forderungen genügt.
Das Verfahren und die dazu entwickelten Messfelder bzw. die Messfeldgruppe oder -anordnung
sollen auch im Zeitungsoffset-Auflagendruck einsetzbar sein.
[0015] Diese Aufgabe wird durch eine Messfeldgruppe nach dem Anspruch 1 und ein Verfahren
nach den Ansprüchen 2 oder 3 gelöst. Die Unteransprüche stellen zweckmässige, nicht
platt selbstverständliche Ausgestaltungen dazu dar. Die Lösung ist zwar durch die
speziellen Anforderungen des Zeitungsdrucks geprägt, dies schliesst jedoch eine nutzbringende
Anwendung auf andern Gebieten, wie dem Rollenakzidenzoffset keineswegs aus.
[0016] Das erfindungsgemässe Verfahren beruht auf folgenden Überlegungen:
- Die farbliche Erscheinung einer im mehrfarbigen Übereinanderdruck bedruckten Fläche
ist bei gegebenem Papier und Farbmaterial durch das Zusammenwirken der Farbschichtdicke
und des effektiven Flächendeckungsgrades aller übereinanderliegenden Druckfarben bestimmt.
- Durch farbmetrische Messung an einem Kombinationsmessfeld, d.h. an einem Messfeld,
in welchem mehrere Faden in Raster- oder Volltönen übereinandergedruckt sind, wird
die kombinierte Wirkung der beteiligten Druckfarben durch eine einzige optische Antastung
erfasst.
- Der Beitrag der einzelnen Farbe kann am besten durch ihre Schichtdicke und die Rasterpunktgrösse
charakterisiert werden. Das densitometrische Äquivalent dazu sind die Volltondichte
und der effektive Flächendeckungsgrad im Druck. Diese zwei Kenngrössen werden in Herkömmlichen
Prüfverfahren pro beteiligte Druckfarbe durch Dichtemessung je an einem einfarbigen
Kontrollfeld im Voll-und Rasterton gemessen. Die Berechnung des Flächendeckungsgrades
aus Voll-und Rastertondichte geschieht üblicherweise nach der allgemeinbekannten Formel
von
Murray-Davies.
- Basiert die Qualitätsdatenerfassung im Offset-Auflagendruck ausschliesslich auf densitometrischen
Messungen, so müssen pro Druckfarbe also mindestens zwei einfarbige Messfelder mitgedruckt
werden. Diese Messfelder sind einzeln einer Dichtemessung zu unterziehen. Will man
zusätzlich auch noch über das Zusammenwirken der Farbschichten Auskunft bekommen,
so sind zur Bestimmung der Farbannahme zusätzliche densitometrische Messungen an weiteren
zwei- und dreifarbigen Kombinationsmessfeldern notwendig. Im dreifarbigen Übereinanderdruck
ergibt dies beispielsweise mindestens zehn optische Antastungen.
- Eine Verkleinerung des Aufwandes ergibt sich, wenn anstelle der Volltondichte und
des Flächendeckungsgrades einer Farbe ihre Rastertondichte betrachtet wird. Die Rastertondichte
gibt die kombinierte Wirkung der beiden anderen Einflussgrössen wieder. Allerdings
ist dann eine differenzierte Betrachtung nach den Ursachen von Variationen schwieriger.
- Zwischen den an einem Kombinationsmessfeld ermittelten farbmetrischen Werten auf der
einen Seite sowie den densitometrischen Kennwerten Volltondichte und Flächendeckungsgrad
der Einzelfarben auf der anderen Seite besteht ein gesetzmässiger Zusammenhang. Dieser
Zusammenhang ist generell kompliziert. Er lässt sich jedoch vereinfachen, wenn nur
Variationen der interessierenden Grössen um einen bestimmten Arbeitspunkt betrachtet
werden, was in der Druckereipraxis in Anbetracht der einschlägigen Standardisierungsanstrengungen
meistens genügt.
[0017] Das folgende Vorgehen wird vorgeschlagen:
- Der systematische Zusammenhang zwischen den Variationen von farbmetrischen Kennwerten
an Kombinationsmessfeldern und Variationen von Volltondichte und Flächendeckungsgrad
der Einzelfarben wird an Eichdrucken für gegebenes Papier, Farbmaterial, eine bestimmte
Druckmaschine und einen Arbeitspunkt empirisch bestimmt. Der Arbeitspunkt charakterisiert
sich zweckmässigerweise durch die nominellen Flächendeckungsgrade der Einzelfärben
im Kombinationsmessfeld, d.h. die Flächendeckungsgrade, welche das Kombinationsmessfeld
auf den Filmvorlagen oder den Druckplatten aufweist.
- Das Ergebnis der Auswertung der Eichdrucke bildet somit pro Arbeitspunkt eine Transformationsfunktion,
welche Variationen der Volltondichte in den Einzelfarbenvolltonfeldern und Variationen
der effektiven Flächendeckungsgrade in den Einzelfarbenrasterfeldern in Variationen
des Farbortsvektors des Kombinationsmessfeldes umrechnet.
- Ein Nebenergebnis der Auswertung der Eichdrucke ist eine Zerlegung der Variationen
des Farbortsvektors nach den sie erzeugenden Ursachen, d.h. nach den Variationen der
Volltondichte in den Einzelfarbenvolltonfeldern und den Variationen der effektiven
Flächendeckungsgrade in den Einzelfarbenrasterfeldern. Aus dieser Zerlegung kann weiter
das statistische Verhältnis der ursachenbezogenen Beiträge der Variationen des Farbortsvektors
abgeleitet werden.
- Auf dem hinsichtlich seiner farblichen Erscheinung zu kontrollierenden und zu optimierenden
Druckerzeugnis wird sodann lediglich das Kombinationsmessfeld mitgedruckt und farbmetrisch
ausgemessen. Aus diesem gemessenen Ist-Farbort wird durch Subtraktion eines vorgegebenen
Soll-Farbortes die Farborts-Abweichung oder Farborts-Variation berechnet.
- Die Farborts-Variation am Druckerzeugnis wird nun einerseits durch eine Verstellung
der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine und andererseits durch eine Veränderung
der Flächendeckungsgrade beim Herstellen der Farbauszüge kompensiert. Die Verstellung
der Farbführungsstellglieder eignet sich dabei vorzugsweise zur Kompensation der zufälligen
Anteile der Farborts-Variation, während sich die Veränderung der Flächendeckungsgrade
beim Herstellen der Farbauszüge ausschliesslich zur Kompensation der systematischen,
d.h. über mehrere Druckaufträge unveränderlichen, Anteile der Farborts-Variation anbietet.
[0018] Zum Color-Management werden Messfelder und/oder als Messfelder dienende Bildstellen
mitgedruckt und nach dem Drucken optisch abgetastet. Das remittierte Licht wird ausgewertet.
[0019] Erfindungsgemäß weisen das zu kontrollierende Druckerzeugnis und mehrere mit gezielt
unterschiedlichen Farbschichtdicken hergestellte Eichdrucke je ein erstes Kombinationsmessfeld
auf, in welchem die Grundfarben, üblicherweise die drei Farben Cyan, Magenta und Gelb,
mit den nominellen Flächendeckungsgraden (F
c1, F
m1, F
g1) übereinandergedruckt sind.
[0020] Die Eichdrucke weisen zusätzlich Kombinationsmessfelder auf, in welchen die Grundfarben
mit den nominellen Flächendeckungsgraden (F
c2 = F
c1+ΔF
c2, F
m1, F
g1), (F
c1, F
m3 = F
m1+ΔF
m3, F
g1), (F
c1, F
m1, F
g4 = F
g1+ΔF
g4) übereinandergedruckt sind. In jedem dieser zusätzlichen Kombinationsmessfelder ist
jeweils zumindest eine andere Grundfarbe variiert, beispielsweise die erste Grundfarbe
um den Wert ΔF
c2 im zweiten, die zweite Grundfarbe um den Wert ΔF
m3 im dritten und die dritte Grundfarbe um den Wert ΔF
g4 im vierten Feld. Die Anzahl der zusätzlichen Kombinationsmessfelder und die Anzahl
der Farben pro Kombinationsmessfeld entspricht bevorzugterweise der Anzahl der Grundfarben.
[0021] Die Eichdrucke weisen zusätzlich pro Grundfarbe zumindest je ein Einzelfarbenrasterfeld
in den Grundfarben auf, das in seiner jeweiligen Farbe einen Flächendeckungsgrad besitzt,
der dem der gleichen Farbe im ersten Kombinationsmessfeld entspricht. Bevorzugt weisen
sie zusätzlich pro Grundfarbe zumindest noch je ein anderes Einzelfarbenrasterfeld
auf. Der Flächendeckungsgrad des anderen Einzelfarbenrasterfeldes entspricht dem variierten
Flächendeckungsgrad des entsprechenden zusätzlichen Kombinationsmessfeldes. In obiger
Nomenklatur weisen die Einzelfarbenrasterfelder in der bevorzugten Ausführungsform
somit die Flächendeckungsgrade F
c1, F
c2, F
m1, F
m3, F
g1 und F
g4 auf.
[0022] Weiterhin enthalten die Eichdrucke zusätzlich zumindest je ein Einzelfarbenvolltonfeld
pro Grundfarbe; bevorzugterweise genau eines pro Grundfarbe.
[0023] Der oder die Eichdrucke können gesondert oder auch in dem Druckerzeugnis mitgedruckt
werden. Die Meßfelder bilden eine Meßfeldgruppe, die bevorzugterweise in Form eines
Meßfeldblocks angeordnet ist.
[0024] Vorteilhafterweise können an diesen Eichdrucken durch Messung mit einem Farbmeßgerät
auf den Kombinationsmeßfeldern je die Farbortsvektoren
R1,
R2,
R3 und
R4 in einem gewählten farbmetrischen Koordinatensystem bestimmt werden. In den Einzelfarbenrasterfeldern
können ferner durch densitometrische oder andere Messungen die effektiven Flächendeckungsgrade
im Druck F
ec1, F
ec2, F
em1, F
em3, F
eg1, F
eg4 und ebenso in den Einzelfarbenvolltonfeldern durch densitometrische Messung mit einer
dem einzelnen Feld entsprechenden Filtercharakteristik die Volltondichtewerte D
Vc1, D
Vm1, D
Vg1 bestimmt werden.
[0025] Die Farbortsvektoren, die Volltondichten und die effektiven Flächendeckungsgrade
der Eichdrucke werden erfindungsgemäßzur Bestimmung zweier Transformationsfuntionen
A und B verwendet, die eine durch Änderung der Farbschichtdicken bedingte Variation
ΔDV1 der Volltondichte in den Einzelfarbenvolltonfeldern bzw. eine davon unabhängige Variation
ΔFe1 der effektiven Flächendeckungsgrade in den Einzelfarbenrasterfeldern mit den nominellen
Flächendekkungsgraden F
c1, F
m1 und F
g1 in Variationen des Farbortsvektors des ersten Kombinationsmessfeldes mit den nominellen
Flächendeckungsgraden (F
c1, F
m1, F
g1) umrechnen.
[0026] Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird an dem zu kontrollierenden Druckerzeugnis
durch Messung mit einem Farbmessgerät auf dem ersten Kombinationsmessfeld wiederholt
der Farbortsvektor in dem gewählten Koordinatensystem bestimmt und für die auf einen
vorgegebenen Soll-Farbortsvektor bezogene Abweichung des am Druckerzeugnis ermittelten
Farbortsvektors
ΔR11 eine Kombination einer durch Änderung der Farbschichtdicken bedingten Variation
ΔDV11 der Volltondichte in vorhandenen oder gedachten Einzelfarbenvolltonfeldern und einer
davon unabhängigen Variation
ΔFe11 der effektivenen Flächendeckungsgrade in vorhandenen oder gedachten Einzelfarbenrasterfeldern
mit den nominellen Flächendeckungsgraden berechnet.
[0027] Die Abweichung
ΔR11 des Farbortsvektors entspricht erfindungsgemäß genau der kombinierten Wirkung der
Variationen
ΔDV11 und
ΔFe11 über die Transformationsfunktionen A und B.
[0028] Die Erfindung zeichnet sich ferner dadurch aus, daß die Abweichung des Farbortsvektors
ΔR11 am Druckerzeugnis in dem Sinne korrigiert wird, dass einerseits die berechnete Variation
ΔDV11 der Volltondichten durch Verstellung der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine
und andererseits die berechnete Variation
ΔFe11 der effektiven Flächendeckungsgrade durch eine Veränderung der Flächendeckungsgrade
beim Herstellen der Farbauszüge zum Verschwinden gebracht werden; ferner dadurch,
daß die
[0029] Transformationsfunktionen A und B linear, d.h. durch zwei 3x3-Matrizen
A und
B gekennzeichnet sind und dass die Beziehung
ΔR 1=
AΔDV1+
BΔFe1 bzw.
ΔR11=
AΔDV11+
BΔFe11gilt.
[0030] Weiterhin ist vorteilhaft, daß für eine Abweichung
ΔR11 des am Druckerzeugnis ermittelten Farbortsvektors eine Kombination einer durch Änderung
der Farbschichtdicken bedingten Variation
ΔDV11 der Volltondichten und einer davon unabhängigen Variation
ΔFe11 der Flächendeckungsgrade derart berechnet wird, dass gleichzeitig
ΔR11=
AΔDV11+
BΔFe11 gilt wobei
AΔDV11 dem zufälligen Anteil von
ΔR11 entspricht und
BΔFe11 den systematischen, d.h. über mehrere aufeinanderfolgende Druckaufträge konstanten
Anteil von
ΔR11 repräsentiert.
[0031] Weiterhin ist vorteilhaft, daß für eine Abweichung
ΔR11 des am Druckerzeugnis ermittelten Farbortsvektors eine durch Änderung der Farbschichtdicken
bedingte Variation
ΔDV11 der Volltondichten berechnet wird, wobei die Variation
ΔR11 genau der Wirkung der Variation
ΔDV11 über die Transformationsfunktion A entspricht und dass die Abweichung des Farbortsvektors
ΔR11 1 am Druckerzeugnis in dem Sinne korrigiert wird, dass die berechnete Variation
ΔDV1 der Volltondichten durch Verstellung der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine
zum Verschwinden gebracht wird.
[0032] Schließlich ist noch von Vorteil, daß für eine Abweichung
ΔR11 des am Druckerzeugnis ermittelten Farbortsvektors eine von Änderungen der Farbschichtdicken
unabhängige Variation
ΔFe11 der effektiven Flächendeckungsgrade in vorhandenen oder gedachten Einzelfarbenrasterfeldem
mit den nominellen Flächendeckungsgraden F
c1, F
m1, und F
g1 berechnet wird, wobei die Variation
ΔR11 genau der Wirkung der Variation
ΔFe11 über die Transformationsfunktion B allein entspricht und dass die Abweichung des
Farbortsvektors
ΔR11 am Druckerzeugnis in dem Sinne korrigiert wird, dass die berechnete Variation
ΔFe11 der effektiven Flächendeckungsgrade infolge einer von Variationen der Farbschichtdicke
unabhängigen Veränderung der Flächendeckungsgrade beim Herstellen der Farbauszüge
kompensiert wird.
[0033] Die Erfindung kann mit Vorteil im Rollenoffset-Auflagedruck Verwendung finden.
[0034] Eine Messfeldgruppe zur Erfassung von Farbdaten eines Druckerzeugnisses, insbesondere
zum Color-Management im Rollenoffset-Auflagendruck weist mehrere Messfelder auf, die
optisch abtastbar auf einem zu kontrollierenden Druckerzeugnis oder einem Eichdruck
aufgedruckt sind.
[0035] Erfindungsgemäss gehören zu dieser Messfeldgruppe ein erstes Kombinationsmessfeld,
in welchem die Grundfarben mit ihren nominellen Flächendeckungsgraden übereinandergedruckt
sind, zusätzliche Kombinationsmessfelder, in denen die Grundfarben mit variierten
nominellen Flächendeckungsgraden übereinandergedruckt sind, wobei jede Grundfarbe
zumindest einmal in jedem zusätzlichen Kombinationsmessfeld zumindest eine andere
Grundfarbe variiert ist, ferner zusätzliche Einzelfarbenrasterfelder in den Grundfarben,
wobei erste Einzelfarbenrasterfelder in ihrer jeweiligen Grundfarbe einen Flächendeckungsgrad
besitzen, der dem der gleichen Farbe im ersten Kombinationsmessfeld entspricht. Vorzugsweise
sind zweite Einzelfarbenrasterfelder vorgesehen, die in ihrer jeweiligen Grundfarbe
einen Flächendeckungsgrad besitzen, der dem variierten Flächendeckungsgrad der gleichen
Farbe in den zusätzlich Kombinationsmessfeldern entspricht und schliesslich zusätzlich
mindestens ein Einzelfarbvolltonfeld für jede Grundfarbe.
[0036] Die Funktionsweise des erfindungsgemässen Verfahrens wird nun anhand der Fig. 1 erklärt.
[0037] Ein Eichdruck 20 enthält einen aus 13 Messfeldern bestehenden Messfeldblock:
- In einem ersten dreifarbigen Kombinationsmessfeld 1 sind die Grundfarben Cyan, Magenta
und Gelb mit den nominellen Flächendeckungsgraden (Fc1, Fm1, Fg1) übereinandergedruckt. In drei weiteren Kombinationsmessfeldern 2, 3 und 4 sind ebenfalls
die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb übereinander gedruckt und zwar mit den nominellen
Flächendeckungsgraden (Fc2=Fc1+ΔFc2, Fm1, Fg1), (Fc1, Fm3=Fm1+ΔFm2, Fg1) und (Fc1, Fm1, F g4=Fg1+ΔFg4). Bezogen auf Kombinationsmessfeld 1 ist also in jedem der Kombinationsmessfelder
2, und 4 der nominelle Flächendeckungsgrad genau einer Grundfarbe variiert, d.h. in
Kombinationsmessfeld 2 derjenige von Cyan um ΔFc2, in Kombinationsmessfeld 3 derjenige von Magenta um ΔFm3 und in Kombinationsmessfeld 4 derjenige von Gelb um ΔFg4. ΔFc2, ΔFm3 und ΔFg4 dürfen dabei sowohl positives wie negatives Vorzeichen aufweisen.
- Drei weitere Einzelfarbenfelder 5, 6 und 7 enthalten die Volltöne von Cyan, Magente
und Gelb.
- Sechs Einzelfarbenfelder sind mit Rastertönen bedruckt, und zwar Feld 8 und 11 in
Cyan mit den nominellen Flächendeckungsgraden Fc1 und Fc2, Feld 9 und 12 in Magenta mit den nominellen Flächendeckungsgraden Fm1 und Fm3 sowie Feld 10 und 13 in Gelb mit den nominellen Flächendeckungsgraden Fg1 und Fg4.
[0038] Das in der Auflage zu kontrollierende und zu optimierende Druckerzeugnis 30 enthält
von den beschriebenen Messfeldern mindestens das Kombinationsmessfeld 1, in welchem
die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb mit den nominellen Flächendeckungsgraden (F
c1, F
m1, F
g1) übereinandergedruckt sind. Als Kombinationsmessfeld kann im, Prinzip auch eine Bildstelle
mit identischem Bildaufbau dienen.
[0039] Der Eichdruck 20 wird insbesondere in Bezug auf das Farbmaterial, die Farbschichtdicke
und die Tonwertzunahme, d.h. die Vergrösserung des Flächendeckungsgrades von der Filmvorlage
oder der Druckplatte zum Druck, unter standardisierten Bedingungen gedruckt. Diese
Bedingungen wurden für den Auflagendruck beispielsweise durch die UGRA in der Schweiz
oder die FOGRA in Deutschland festgelegt. Hierbei spielt es für die prinzipielle Funktionsweise
keine Rolle, ob das erfindungsgemässe Verfahren im Zeitungs- oder aber im Akzidenzrollenoffset
angewendet wird. Wesentlich ist einzig die Forderung, dass der Eichdruck 20 nach demselben
Standard wie die Auflage, d.h. das zu kontrollierende und zu optimierende Druckerzeugnis,
hergestellt wird.
[0040] Weitere Eichdrucke 21, 22 und 23 enthalten ebenfalls einen Messfeldblock. In Bezug
auf die Anordnung der Messfelder und deren Bildaufbau sind die Messfeldblöcke der
Eichdrucke 20 bis 23 identisch. Die Eichdrucke 21, 22 und 23 werden insofern abweichend
vom geltenden Druckstandard hergestellt, als pro Eichdruck verglichen mit dem Eichdruck
20 jeweils die Farbschichtdicke von genau einer der Grundfarben Cyan, Magenta und
Gelb variiert wird. Auf dem Eichdruck 21 weicht die Farbschichtdicke von Cyan ab,
auf dem Eichdruck 22 diejenige von Magenta und auf dem Eichdruck 23 diejenige von
Gelb. Prinzipiell dürfen die Abweichungen in positive oder negative Richtung gehen.
[0041] Beim Herstellen der Eichdrucke 20 bis 23 ist eine weitere Bedingung einzuhalten.
Nebst den Messfeldblöcken müssen die Eichdrucke nämlich noch weitere mit allen Grundfarben
bedruckte Rächen aufweisen, damit am Ort des Messfeldblocks in Papierlaufrichtung
eine genügende Farbabnahme garantiert ist. Die Gestaltung dieser Flächen ist frei.
Analoge Überlegungen gelten in Bezug auf die Farbabnahme für das Druckerzeugnis 30.
[0042] Mithilfe der Eichdrucke 20 bis 23 können nun die zwei wichtigsten Einflüsse auf die
farbliche Erscheinung des Kombinationsmessfeldes 1 quantitativ bestimmt werden. Es
sind dies
- die mit Änderungen der Farbschichtdicken verbundenen Variationen der Volltondichte
von Cyan, Magenta und Gelb sowie
- die von Änderungen der Farbschichtdicken unabhängigen Variationen der effektiven Flächendeckungsgrade
von Cyan, Magenta und Gelb im Druck
[0043] Der Einfluss der Farbschichtdicken äussert sich hierbei in den Unterschieden von
farbmetrischen und densitometrischen Messwerten zwischen den verschiedenen Eichdrucken.
Der Einfluss der von Änderungen der Farbschichtdikken unabhängigen Variationen der
Flächendeckungsgrade macht sich hingegen in den Unterschieden der Messwerte zwischen
den verschiedenen Messfeldern auf ein und demselben Eichdruck bemerkbar.
[0044] Bei der Bestimmung der Abhängigkeit der farblichen Erscheinung des Kombinationsmessfeldes
1 von den Volltondichten und den Flächendeckungsgraden der Grundfarben geht es darum,
zwei Transformationsfunktionen zu bestimmen, und zwar:
- eine erste Transformationsfunktion A, welche eine durch Änderung der Farbschichtdicken
bedingte Variation der Volltondichten in die dadurch resultierende Variation des Farbortes
des Kombinationsmessfeldes umrechnet sowie
- eine zweite Transformationsfunktion B, welche eine von Änderungen der Farbschichtdicken
unabhängige Variation der effektiven Flächendeckungsgrade in die dadurch resultierende
Variation des Farbortes des Kombinationsmessfeldes abbildet.
[0045] Im allgemeinen Fall sind die Transformationsfunktionen A und B nichtlinear. Da wir
es in der Druckpraxis meist mit relativ kleinen Variationen um einen standardisierten
Betriebspunkt zu tun haben, ist es zulässig, die Zusammenhänge zu linearisieren. Im
Interesse der Übersichtlichkeit wird im folgenden das erfindungsgemässe Verfahren
anhand eines linearisierten Modells erklärt. Dies tut der verallgemeinernden Formulierung
in den Ansprüchen auf lineare und nichtlineare Systeme keinen Abbruch.
[0046] Zum Bestimmen der Transformationsfunktionen A und B bietet sich folgendes Vorgehen
an:
- Es wird ein farbmetrisches Koordinatensystem, vorzugsweise XYZ, für die farbmetrischen
Messungen festgelegt. Prinzipiell sind auch CIELAB oder CIELUV möglich. Wichtig ist,
dass für die Angabe aller farbmetrischen Messwerte immer dasselbe System benutzt wird.
Der Einfachheit halber basieren die weiteren Ausführungen beispielhaft auf Normfarbwerten
XYZ.
- An den Kombinationsmessfeldern 1 bis 4 von Eichdruck 20 werden die Normfarbwerte XYZ
gemessen. Es resultieren vier Farbortsvektoren

und zwar R1 für Messfeld 1, R2 für Messfeld 2, R3 für Messfeld 3 und R4 für Messfeld 4.
- An den Einzelfarbenfeldern 5 bis 13 von Eichdruck 20 werden Farbdichten gemessen und
mithilfe der allgemein bekannten Gleichung von Murray-Davies die effektiven Rächendeckungsgrade
in den Messfeldern 8 bis 13 berechnet. Es resultieren dabei drei Volltondichtewerte,
und zwar DVc1 für Messfeld 5, DVm1 für Messfeld 6 und DVg1 für Messfeld 7. Weiter ergeben sich sechs Werte für den effektiven Flächendeckungsgrad
im Druck, und zwar Fec1 für Messfeld 8, Fec2 für Messfeld 11, Fem1 für Messfeld 9, Fem2 für Messfeld 12, Feg1 für Messfeld 10 und Feg4 für Messfeld 13.
- Am Kombinationsmessfeld 1 der Eichdrucke 21 bis 23 werden die Normfarbwerte XYZ gemessen.
Es resultieren drei Farbortsvektoren

und zwar R21 für Eichdruck 21, R22 für Eichdruck 22 und R23 für Eichdruck 23.
- Am Einzelfarbenfeld 5 des Eichdrucks 21 wird die Volltondichte für Cyan gemessen.
Es resultiert der Wert DVc2.
- Am Einzelfarbenfeld 6 des Eichdrucks 22 wird die Volltondichte für Magenta gemessen.
Es resultiert der Wert DVm3.
- Am Einzelfarbenfeld 7 des Eichdrucks 23 wird die Volltondichte für Gelb gemessen.
Es resultiert der Wert DVg4.
- Mit den Definitionen



und

lassen sich die linearisierten Zusammenhänge zwischen den gemessenen Grössen durch
die folgenden zwei Gleichungen darstellen:

- Hier stehen die beiden 3x3-Matrizen A und B für die gesuchten Transformationsfunktionen A und B. Um zu den Transformationsfunktionen
zu gelangen, müssen wir also die beiden letzten Gleichungen nur noch nach A und B auflösen:

[0047] Durch Auswerten der Eichdrucke 20 bis 23 haben wir nun den quantitativen Zusammenhang
zwischen Variationen der Volltondichte der Grundfarben, welche durch Änderungen der
Farbschichtdicken bedingt sind und Variationen des Flächendeckungsgrades der Grundfarben,
welche von Änderungen der Farbschichtdicken unabhängig sind auf der einen Seite und
Variationen des Farbortsvektors im Kombinationsmessfeld 1 bestimmt.
[0048] Nach dem soeben beschriebenen Verfahren wird die Matrix
B aufgrund der Matrizen
ΔRFe und
ΔEe berechnet.
ΔRFe und
ΔFe sind dabei durch Messwerte definiert, welche allein vom Eichdruck 20 stammen. Das
bedeutet, dass die Matrix
B vollständig aufgrund eines einzigen Eichdrucks bestimmt werden kann. In einer Erweiterung
des Verfahrens wäre es möglich, für mehrere Eichdrucke je eine eigene Matrix
B zu bestimmen und anschliessend über alle
B den Mittelwert zu bilden. Durch diese Massnahme könnte der Einfluss von zufälligen
Messfehlern reduziert werden.
[0049] Die an den Eichdrucken gewonnenen Transformationsfunktionen können nun nutzbringend
angewendet werden, wenn die Qualität von Auflagendrucken überwacht und optimiert werden
soll. Voraussetzung dazu ist, dass im Druckerzeugnis das Kombinationsmessfeld 1 mit
denselben nominellen Flächendeckungsgraden für Cyan, Magenta und Gelb mitgedruckt
wird.
[0050] An stichprobenweise gezogenen Exemplaren des Druckerzeugnisses 30 wird durch Messung
mit einem Farbmessgerät der Farbortsvektor
R11 im Kombinationsmessfeld 1 gemessen. Durch Bezug auf einen vorgegebenen Soll-Farbortsvektor
R0 errechnet sich anschliessend die Farbortsabweichung
ΔR11 =
R11 -
R0. Der Soll-Farbortsvektor kann sowohl ein von einer gegebenen Vorlage stammender Messwert
sein als auch direkt von der digitalen Druckvorstufe herkommen.
[0051] Verfolgt man
ΔR11 nun über längere Zeit, d.h. über mehrere Produktionen und bildet den Mittelwert
ΔR11M, so wird
ΔR11M in den allermeisten Fällen von null verschieden sein. In herkömmlichen Verfahren
zur Steuerung der Farbgebung im Offsetdruck würde
ΔR11M nun in jeder Auflage durch Verstellen der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine
kompensiert. Übernehmen wir nun den Grundgedanken des Color-Managements in den Offsetdruck,
so kompensieren wir die systematische Farbortsabweichung
ΔR11M nicht über die Einstellung der Druckmaschine sondern über die Herstellung der Farbauszüge
in der Druckvorstufe, indem wir die Flächendeckungsgrade gezielt beeinflussen.
[0052] Dazu eignet sich das folgende Verfahren:
- Man bestimmt mithilfe der Transformationsfunktion B eine von Änderungen der Farbschichtdicke
unabhängige Variation

der effektiven Flächendeckungsgrade in Cyan, Magenta und Gelb:

- Mithilfe der für den Druckprozess gültigen Druckkennlinien lassen such dann die Änderungen
der nominellen Flächendeckungsgrade von Cyan, Magenta und Gelb im Farbauszug bestimmen,
welche notwendig sind, um die systematische Farbortsabweichung ΔR11M zu kompensieren.
[0053] Wenn die systematische Farbortsabweichung kompensiert ist, bleiben immer noch zufällige
Farbortsabweichungen
ΔR11Z=
ΔR11-ΔR11M übrig. Diese müssen ebenfalls ausgeglichen werden. Das erfindungsgemässe Verfahren
ermöglicht es, an Druckmaschinen mit farbzonenorientiert arbeitenden Farbwerken folgendermassen
vorzugehen:
- Man bestimmt mithilfe der Transformationsfunktion A eine durch Änderungen der Farbschichtdicke
bedingte Variation

der Volltondichten in Cyan, Magenta und Gelb:

- Durch Verstellung der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine werden die Farbschichtdicken
so geregelt, dass ΔDv11 gegen null geht. Für das Ausregeln von ΔDv11 sind zwei Lösungen denkbar:
- Falls die Volltondichten von Cyan, Magenta und Gelb auf dem Druckerzeugnis 30 direkt
gemessen werden können, so brauchen nur die Volltondichte-Sollwerte um -ΔDVc11, -ΔDvm11 bzw. -ΔDvg11 verändert zu werden. Eine manuelle oder automatische Regelung auf die neuen Volltondichte-Sollwerte
bringt dann ΔDv11 zum Verschwinden.
- Falls auf dem Druckerzeugnis 30 keine Volltondichten gemessen werden können, werden
die Volltondichtevariationen ΔDvc11, ΔDvm11 bzw. ΔDvg11 mit den auf die Farbzone, welche das Kombinationsmessfeld 1 enthält, bezogenen Flächendeckungssummen
von Cyan, Magenta bzw. Gelb gewichtet. Dies ergibt ein direktes Mass für die Veränderung
der in der Farbzone geführten Farbmengen der Grundfarben, welche zur Kompensation
der Volltondichtevariation ΔDv11 führt. Die Veränderung der Farbmengen kann wiederum durch einen manuellen Eingriff
oder durch automatische Steuerung erfolgen.
[0054] Mit der soeben beschriebenen Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens wurde gezeigt,
dass Variationen des Farbortsvektors
R11 im Kombinationsmessfeld 1 auf dem Druckerzeugnis 30 durch eine Kombination von Änderungen
der Farbschichtdicken der Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb sowie von Änderungen
der nominellen Flächendeckungsgrade beim Herstellen der Farbauszüge in der Druckvorstufe
kompensiert werden können.
[0055] Bisher bekannte Verfahren zur Kompensation der Farbortsvariationen stützen sich demgegenüber
allein auf die Beeinflussung der Farbführung an der Druckmaschine ab. Dies hat gegenüber
dem erfindungsgemässen Verfahren einen entscheidenden Nachteil, der hier noch etwas
ausgeleuchtet werden soll:
- Auf praxisüblichen mehrfarbigen Druckerzeugnissen gibt es in derselben Farbzone immer
mehrere sich durch die nominellen Flächendeckungsgrade der Grundfarben unterscheidende
Mischfarbtöne zu drucken. Diese Situation ist gleichwertig damit, dass das Druckerzeugnis
30 in derselben Farbzone mehrere Messfelder mit unterschiedlichem Bildaufbau hat.
- Für alle diese Messfelder wird nun gefordert, dass die Farbortsvariationen durch Verstellen
der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine ausgeregelt werden. Im Normalfall
wird jedes Messfeld eine andere Farbortsvariation aufweisen und deshalb eine andere
Korrektur der Maschineneinstellung verlangen. Diese Bedingung kann nie erfüllt werden,
so dass schlussendlich ein Kompromiss gefunden werden muss, durch den zwar die Farbortsvariationen
in allen Kombinationsmessfeldern etwas reduziert aber niemals gleichzeitig zum verschwinden
gebracht werden.
- In dieser Beziehung weist nun das erfindungsgemässe Verfahren einen bedeutenden Vorteil
auf, indem es über die Veränderung der nominellen Flächendeckungsgrade beim Herstellen
der Farbauzszüge individuelle Korrekturen für jedes Messefeld oder jede Bildstelle
entsprechend dem Bildaufbau erlaubt. Auf diese Weise können die systematischen Anteile
der Farbortsvariation vollständig kompensiert werden.
[0056] Die Kompensation der systematischen Farbortsvariationen durch Änderungen der nominellen
Flächendeckungsgrade beim Herstellen der Farbauszüge in der Druckvorstufe ist besonders
interessant im Zusammenhang mit neueren farbzonelosen Druckmaschinenkonzepten. Diese
Druckmaschinen verhalten sich in Bezug auf die Konstanz der Farbführung über mehrere
Auflagen stabil, sind aber durch das Verstellen von Farbführungsstellgliedern kaum
zu steuern. Hier ist die Korrektur von Farbortsabweichungen durch die Beeinflussung
der nominellen Flächendeckungsgrade in der Druckvorstufe die Methode der Wahl.
[0057] Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt es, anstelle des Kombinationsmessfeldes 1
auf dem Druckerzeugnis 30 eine Bildstelle mit geeignetern Bildaufbau zu benutzen.
Dadurch kann der durch das Kombinationsmessfeld 1 beanspruchte Raum auf dem Druckerzeugnis
eingespart werden.
[0058] Eine weitere sinnvolle Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin,
dass in dem Druckerzeugnis 30 der komplette Messfeldblock der Eichdrucke 20 bis 23
mitgedruckt wird, so dass auf die eigentlichen Eichdrucke verzichtet werden kann.
- Es ist problemlos möglich, zur Bestimmung der Transformationsfunktion B beispielsweise
das erste gute Exemplar der Auflage anstelle des Eichdrucks 20 zu verwenden.
- Die Transformationsfunktion A lässt sich dann ebenfalls aufgrund von weiteren drei
Exemplaren, die der Auflage entnommen werden, ermitteln, sofern über die Auflage genügend
grosse Schwankungen der Volltondichte der Grundfarben vorkommen. Die Auswertung erfolgt
durch eine Verallgemeinerung des oben angegebenen Rechenschemas, welche darin besteht,
dass die Matrix ΔDv keine Diagonalmatrix ist, sondern in allen Spalten je eine Variation der Volltondichten
von Cyan, Magenta und Gelb enthält:

[0059] Eine Verbesserung der Schätzgenauigkeit der Transformationsfunktion A ist dadurch
zu erreichen, dass eine grössere Anzahl von Stichproben aus der Auflage ausgewertet
wird. Die Spaltenzahl der Matrizen
ΔRDv und
ΔDv vergrössert sich dann entsprechend der Anzahl der zusätzlich ausgewerteteten Stichproben.
Die dadurch entstehende Matrixgleichung ist dann allerdings überbestimmt und muss
mithilfe der Methoden der Ausgeleichsrechnung nach
A aufgelöst werden.
[0060] Für das erfindungsgemässe Verfahren spielt es keine Rolle, mit welcher Art von Messgeräten
die Messdaten erhoben werden. Beispielsweise ist es prinzipiell offen, ob densitometrische
Werte mithilfe eines Densitometers, eines Spektralphotometers, einer Videokamera oder
irgend einer anderen dazu geeigneten Vorrichtung bestimmt werden. Analog sind farbmetrische
Messungen mit Spektralphotometern, Dreibereichsfarbmessgeräten, Videokameras oder
andern passenden Geräten möglich, ohne der Erfindung Abbruch zu tun. Ferner ist es
nicht von Belang, mit welchen Hilfsmitteln die Weiterverarbeitung der Messdaten besorgt
wird.
[0061] Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich auch in Richtung auf den vierfarbigen
Übereinanderdruck erweitern, indem in den Kombinationsmessfeldern auf den Eichdrucken
20 bis 23 und dem Druckerzeugnis 30 auch ein Anteil der Druckfarbe Schwarz zugelassen
ist. Einzige Bedingung ist die, dass der nominelle Flächendeckungsgrad von Schwarz
auf allen vier Kombinationsmessfeldern derselbe ist.
1. Messfeldgruppe zur Erfassung von Farbdaten eines Druckerzeugnisses, mit mehreren Messfeldern,
die optisch abtastbar auf einem zu kontrollierenden Auflage exemplar einer im Rollenoffset-Auflagendruck
gedruckten Zeitung aufgedruckt sind,
wobei die Messfeldgruppe umfasst :
a) ein erstes Kombinationsmessfeld (1), in welchem die Grundfarben mit ihren nominellen
Flächendeckungsgraden (Fc1, Fm1, Fg1) übereinandergedruckt sind,
b) zusätzliche Kombinationsmessfelder (2, 3, 4), in denen die Grundfarben mit variierten
nominellen Flächendeckungsgraden {(Fc2 = Fc1+ΔFc2, Fm1, Fg1), (Fc1, Fm3 = Fm1+ ΔFm3, Fg1),
(Fc1, Fm1, Fg4 = Fg1+ ΔFg4)} übereinandergedruckt sind, wobei jede Grundfarbe zumindest einmal und in jedem
zusätzlichen Kombinationsmessfeld (2, 3, 4) zumindest eine andere Grundfarbe variiert
ist,
c) zusätzlich mindestens ein Einzelfarbenvolltonfeld (5, 6, 7) für jede Grundfarbe
und
d) zusätzlich mindestens ein Einzelfarbenrasterfeld (8,11; 9,12; 10,13) für jede Grundfarbe,
wobei erste Einzelrasterfarbenfelder (8, 9, 10) in ihrer jeweiligen Grundfarbe einen
Flächendeckungsgrad (Fc1, Fm1, Fg1) besitzen, der dem der gleichen Farbe im ersten Kombinationsmessfeld (1) entspricht
und/oder zweite Einzelrasterfarbenfelder (11, 12, 13) in ihrer jeweiligen Grundfarbe einen
Flächendeckungsgrad (Fc2, Fm3, Fg4,) besitzen, der dem variierten Flächendeckungsgrad der gleichen Farbe in den zusätzlichen
Kombinationsmessfeldern (2, 3, 4) entspricht.
2. Verfahren zum Color-Management im Zeitungsrollenoffset-Auflagendruck, bei dem
a) Messfelder und/oder als Messfelder dienende Bildstellen mitgedruckt und
b) nach dem Druckvorgang optisch abgetastet werden und
c) das remittierte Licht ausgewertet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) eine Messfeldgruppe nach Anspruch 1 verwendet wird.
3. Verfahren zum Color-Management im Rollenoffset-Auflagendruck, bei dem
a) Messfelder und/oder als Messfelder dienende Bildstellen mitgedruckt und
b) nach dem Druckvorgang optisch abgetastet werden und
c) das remittierte Licht ausgewertet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) das zu kontrollierende Druckerzeugnis (30) und mehrere mit gezielt unterschiedlichen
Farbschichtdicken hergestellte Eichdrucke (20, 21, 22, 23) je ein erstes Kombinationsmessfeld
(1) enthalten, in welchem die Grundfarben, insbesondere die drei Farben Cyan, Magenta
und Gelb, mit ihren nominellen Flächendeckungsgraden Fc1, Fm1, Fg1 übereinandergedruckt sind,
e) die Eichdrucke (20, 21, 22, 23) zusätzlich Kombinationsmessfelder (2, 3, 4) aufweisen,
in welchen die Grundfarben mit nominellen Flächendeckungsgraden (Fc2 = Fc1+ΔFc2, Fm1, Fg1), (Fc1, Fm3 = Fm1+ΔFm3, Fg1), (Fc1, Fm1, Fg4 = Fg1+ΔFg4) übereinandergedruckt sind, wobei jede Grundfarbe zumindest einmal und in jedem zusätzlichen
Kombinationsmessfeld (2, 3, 4) zumindest eine andere Grundfarbe variiert ist,
f) die Eichdrucke (20, 21, 22, 23) zusätzlich pro Grundfarbe mindestens ein Einzelfarbenvolltonfeld
(5, 6, 7) aufweisen und
g) die Eichdrucke (20, 21, 22, 23) zusätzlich pro Grundfarbe mindestens ein Einzelfarbenrasterfeld (8,11; 9,12; 10,13) aufweisen, wobei erste Einzelrasterfarbenfelder
in ihrer jeweiligen Grundfarbe einen Flächendeckungsgrad (Fc1, Fm1, Fg1) besitzen, der dem der gleichen Farbe im ersten Kombinationsmessfeld (1) entspricht
und/oder zweite Einzelrasterfarbenfelder (11, 12, 13) in ihrer jeweiligen Grundfarbe einen
Flächendeckungsgrad (Fc2, Fm3, Fg4) besitzen, der dem variierten Flächendeckungsgrad der gleichen Farbe in den zusätzlichen
Kombinationsmessfeldern (2, 3, 4) entspricht.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Eichdrucken (20, 21, 22, 23)
a) durch Messung mit einem Farbmeßgerät auf den Kombinationsmeßfeldern (1, 2, 3, 4)
je die Farbortsvektoren R1, R2, R3 und R4 in einem gewählten farbmetrischen Koordinatensystem bestimmt werden,
b) in den Einzelfarbenvolltonfeldern durch densitometrische Messung mit einer dem
einzelnen Feld entsprechenden Filtercharakteristik die Volltondichtewerte DVc1, DVm1, DVg1 bestimmt werden und
c) in den Einzelfarbenrasterfeldern (8,11; 9,12; 10,13) durch densitometrische oder
andere Messungen die effektiven Flächendeckungsgrade im Druck Fec1, Fec2, Fem1, Fem3, Feg1, Feg4 bestimmt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet; daß die Farbortsvektoren (
R1,
R2,
R3 und
R4), die Volltondichten (D
Vc1, D
Vm1, D
Vg1) und die effektiven Flächendeckungsgrade (F
ec1, F
ec2, F
em1, F
em3, F
eg1, F
eg4) der Eichdrucke (20, 21, 22, 23) zur Bestimmung zweier Transformationsfuntionen A
und B verwendet werden, die eine durch Änderung der Farbschichtdicken bedingte

der Volltondichte in den Einzelfarbenvolltonfeldern bzw. eine davon unabhängige

der effektiven Flächendeckungsgrade in den Einzelfarbenrasterfeldern mit den nominellen
Flächendeckungsgraden F
c1, F
m1 und F
g1 in Variationen des Farbortsvektors
ΔR des ersten Kombinationsmessfeldes (1) mit den nominellen Flächendeckungsgraden (F
c1, F
m1, F
g1) umrechnen.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) an dem zu kontrollierenden Druckerzeugnis (30) durch Messung mit einem Farbmessgerät
auf dem ersten Kombinationsmessfeld (1) wiederholt der Farbortsvektor R11 in dem gewählten Koordinatensystem bestimmt und
b) für die auf einen vorgegebenen Soll-Farbortsvektor R0 bezogene Abweichung des am Druckerzeugnis (30) ermittelten Farbortsvektors ΔR11 = R11- R 0 eine Kombination einer durch Änderung der Farbschichtdicken bedingten

der Volltondichte in vorhandenen oder gedachten Einzelfarbenvolltonfeldern und einer
davon unabhängigen

der effektivenen Flächendeckungsgrade in vorhandenen oder gedachten Einzelfarbenrasterfeldern
mit den nominellen Flächendeckungsgraden Fc1, Fm1, Fg1 berechnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Variation ΔR11 genau der kombinierten Wirkung der Variationen ΔDV11 und ΔFe11 über die Transformationsfunktionen A und B entspricht.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichung des Farbortsvektors ΔR11 am Druckerzeugnis in dem Sinne korrigiert wird, dass einerseits die berechnete Variation
ΔDV11 der Volltondichten durch Verstellung der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine
und andererseits die berechnete Variation ΔFe11 der effektiven Flächendeckungsgrade durch eine Veränderung der Flächendeckungsgrade
beim Herstellen der Farbauszüge zum Verschwinden gebracht werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transformationsfunktionen A und B linear, d.h. durch zwei 3x3-Matrizen A und B gekennzeichnet sind und dass die Beziehung ΔR1= AΔDV1+BΔFe1 bzw. ΔR11=AΔDV11+BΔFe11 gilt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Abweichung ΔR11 des am Druckerzeugnis ermittelten Farbortsvektors eine Kombination einer durch Änderung
der Farbschichtdicken bedingten Variation ΔDV11 der Volltondichten und einer davon unabhängigen Variation ΔFe11 der Flächendeckungsgrade derart berechnet wird, dass gleichzeitig ΔR11=AΔDV11+BΔFe11 gilt wobei AΔDV11 dem zufälligen Anteil von ΔR11 entspricht und BΔFe11 den systematischen, d.h. über mehrere aufeinanderfolgende Druckaufträge konstanten,
Anteil von ΔR11 repräsentiert.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Abweichung ΔR11 des am Druckerzeugnis ermitteln Farbortsvektors eine durch Änderung der Farbschichtdicken
bedingte Variation ΔDV11 der Volltondichten berechnet wird, wobei die Variation ΔR11 genau der Wirkung der Variation ΔDV11 über die Transformationsfunktion A entspricht und dass die Abweichung des Farbortsvektors
ΔR11 am Druckerzeugnis in dem Sinne korrigiert wird, dass die berechnete Variation ΔDV11 der Volltondichten durch Verstellung der Farbführungsstellglieder an der Druckmaschine
zum Verschwinden gebracht wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Abweichung ΔR11 des am Druckerzeugnis ermittelten Farbortsvektors eine von Änderungen der Farbschichtdicken
unabhängige Variation ΔFe11 der effektiven Flächendeckungsgrade in vorhandenen oder gedachten Einzelfarbenrasterfeldem
mit den nominellen Flächendeckungsgraden Fc1, Fm1, und Fg1 berechnet wird, wobei die Variation ΔR11 genau der Wirkung der Variation ΔFe11 über die Transformationsfunktion B allein entspricht und dass die Abweichung des
Farbortsvektors ΔR11 am Druckerzeugnis in dem Sinne korrigiert wird, dass die berechnete Variation ΔFe11 der effektiven Flächendeckungsgrade infolge einer von Variationen der Farbschichtdicke
unabhängigen Veränderung der Flächendeckungsgrade beim Herstellen der Farbauszüge
kompensiert wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Kombinationsmessfeld auf dem Druckerzeugnis eine Bildstelle ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kombinationsmessfelder auf den Eichdrucken und dem Druckerzeugnis zusätzlich
zu Cyan, Magenta und Gelb auch mit einem Rasterton in Schwarz bedruckt werden, wobei
der nominelle Flächendeckungsgrad von Schwarz in allen Kombinationsmessfeldern derselbe
ist.
15. Verfahren nach einem der Anprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die farbmetrischen und/oder densitometrischen Messungen mit einem Spektralphotometer
vorgenommen werden.
16. Verfahren nach einem der Anprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die densitometrischen Messungen mit einem Densitometer vorgenommen werden.
17. Verfahren nach einem der Anprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die farbmetrischen Messungen mit einem Dreibereichsfarbmessgerät vorgenommen werden.
1. A group of measuring fields for the acquisition of colour data on a printed product,
having a plurality of measuring fields which are printed, so as to be capable of being
optically scanned, on a print copy of a newspaper to be checked in rotary offset production
printing,
the group of measuring fields comprising:
a) a first combination measuring field (1) in which the primary colours are overprinted
with their nominal dot percentages (Pc1, Pm1, Py1),
b) additional combination measuring fields (2, 3, 4) in which the primary colours
are overprinted with varied nominal dot percentages {(Pc2 = Pc1 + ΔPc2, Pm1, Py1), (Pc1, Pm3 = Pm1 + ΔPm3, Py1), (Pc1, Pm1, Py4 = Py1 + ΔPy4)}, each primary colour being varied at least once and in each additional combination
measuring field (2, 3, 4) at least one other primary colour being varied,
c) additionally at least one single-colour full-tone field (5, 6, 7) for each primary
colour and
d) additionally at least one single-colour halftone field (8,11; 9, 12; 10, 13) for
each primary colour, first single halftone colour fields [sic] (8, 9, 10) possessing in their respective primary colour a dot percentage (Pc1, Pm1, Py1) which corresponds to that of the same colour in the first combination measuring
field (1) and/or second single halftone colour fields [sic] (11, 12, 13) possessing in their respective primary colour a dot percentage (Pc2, Pm3, Py4) which corresponds to the varied dot percentage of the same colour in the additional
combination measuring fields (2, 3, 4).
2. A method for colour management in newspaper rotary offset production printing, in
which
a) measuring fields and/or image areas serving as measuring fields are concomitantly
printed and
b) optically scanned after the printing operation and
c) the reflected light is evaluated,
characterised in that
d) a group of measuring fields according to Claim 1 is used.
3. A method for colour management in rotary offset production printing, in which
a) measuring fields and/or image areas serving as measuring fields are concomitantly
printed and
b) optically scanned after the printing operation and
c) the reflected light is evaluated,
characterised in that
d) the printed product (30) to be checked and a plurality of calibration prints (20,21,22,23)
produced with specifically different ink film thicknesses each contain a first combination
measuring field (1) in which the primary colours, in particular the three colours
cyan, magenta and yellow, are overprinted with their nominal dot percentages Pc1, Pm1, Py1,
e) the calibration prints (20, 21, 22, 23) additionally have combination measuring
fields (2, 3, 4) in which the primary colours are overprinted with the nominal dot
percentages (Pc2=Pc2 +ΔPc2, Pm1, Py1), (Pc1, Pm3 = Pm1 + ΔPm3, Py1), (Pc1, Pm1, Py4 = P g1 + ΔPg4), each primary colour being varied at least once and in each additional combination
measuring field (2, 3, 4) at least one other primary colour being varied,
f) the calibration prints (20, 21, 22, 23) additionally have, for each primary colour,
at least one single-colour full-tone field (5, 6, 7) and
g) the calibration prints (20, 21, 22, 23) additionally have, for each primary colour
at least one single-colour halftone field (8,11; 9,12; 10,13), first single halftone colour fields
[sic] possessing in their respective primary colour a dot percentage (Pc1, Pm1, Py1) which corresponds to that of the same colour in the first combination measuring
field (1) and/or second single halftone colour fields [sic] (11, 12, 13) possessing in their respective
primary colour a dot percentage (Pc2 Pm3, Py4) which corresponds to the varied dot percentage of the same colour in the additional
combination measuring fields (2, 3, 4).
4. A method according to Claim 3,
characterised in that the calibration prints (20, 21, 22, 23) are used
a) to determine, by measurement with a colour-measuring instrument, on the combination
measuring fields (1, 2, 3, 4) in each case the colour location vectors R1, R2, R3 and R4 in a chosen colorimetric coordinate system,
b) to determine, in the single-colour full-tone fields, the full-tone density values
Dfc1, Dfm1, Dfy1 by densitometric measurement using a filter characteristic corresponding to the individual
field and
c) to determine, in the single-colour halftone fields (8,11; 9,12;10,13), the effective
dot percentages in the print Pec1, Pec2, Pem1, Pem3, Pey1 and Pey4 by densitometric or other measurements.
5. A method according to Claim 4,
characterised in that the colour location vectors (
R1,
R2,
R3 and
R4), the full-tone densities (D
fc1, D
fm1, D
fy1) and the effective dot percentages (P
ec1, P
ec2, P
em1, P
em3, P
ey1, P
ey4) of the calibration prints (20, 21, 22, 23) are used to determine two transformation
functions A and B which respectively convert a variation

of the full-tone density in the single-colour full-tone fields which is caused by
changing the ink film thicknesses and a variation

of the effective dot percentages in the single-colour halftone fields with the nominal
dot percentages (P
c1 P
m1 and P
y1) which are independent thereof into variations of the colour location vector
ΔR of the first combination measuring field (1) with the nominal dot percentages (P
c1, P
m1, P
y1).
6. A method according to Claim 5,
characterised in that
a) the printed product (30) to be checked is used repeatedly to determine, by measurement
with a colour-measuring instrument, on the first combination measuring field (1) the
colour location vector R11 in a chosen coordinate system and
b) for the deviation, in relation to a preset desired colour location vector R0, of the colour location vector ΔR11 = R11 - R 0 determined on the printed product (30), a combination of a variation

of the full-tone density in existing or imaginary single-colour full-tone fields
which is caused by changing the ink film thicknesses and a variation

of the effective dot percentages in existing or imaginary single-colour halftone
fields with the nominal dot percentages Pc1, Pm1, Py1 which is independent thereof is calculated.
7. A method according to Claim 6, characterised in that the deviation ΔR11 corresponds exactly to the combined effect of the variations ΔDf11 and ΔPe11 via the transformation functions A and B.
8. A method according to Claim 6 or 7, characterised in that the deviation of the colour location vector ΔR11 on the printed product is corrected in a way that, on the one hand, the calculated
variation ΔDf11 of the full-tone densities is made to disappear by adjustment of the ink supply actuators
on the printing machine and, on the other hand, the calculated variation ΔPe11 of the effective dot percentages is made to disappear by a change of the dot percentages
during the production of the colour separations.
9. A method according to one of Claims 3 to 8, characterised in that the transformation functions A and B are linear, i.e. characterised by two 3x3 matrices A and B, and in that, respectively the relation ΔR1 = AΔD f1+ BΔPe1 and ΔR11 = AΔDf11 + BΔPe11 holds true.
10. A method according to Claim 9, characterised in that, for a deviation ΔR11 of the colour location vector determined on the printed product, a combination of
a variation ΔDf11 of the full-tone densities which is caused by changing the ink layer thicknesses
and a variation ΔPe11 of the dot percentages which is independent thereof is calculated in such a way that
simultaneously ΔR11 = AΔD f11 + BΔPe11 holds true, where AΔDf11 corresponds to the random proportions of ΔR11 and BΔPe11 represents the systematic proportions of ΔR11, i.e. that which is constant over several successive print jobs.
11. A method according to one of Claims 3 to 8, characterised in that, for a deviation ΔR11 of the colour location vector determined on the printed product, a variation ΔDf11 of the full-tone densities which is caused by changing the ink film thicknesses is
calculated, where the variation ΔR11 corresponds exactly to the effect of the variation ΔDf11 via the transformation function A, and in that the deviation of the colour location vector ΔR11 on the printed product is corrected in a way that the calculated variation ΔDf11 of the full-tone densities is made to disappear by adjustment of the ink supply actuators
on the printing machine.
12. A method according to one of Claims 3 to 8, characterised in that, for a deviation ΔR11 of the colour location vector determined on the printed product, a variation ΔPe11 of the effective dot percentages in existing or imaginary single-colour halftone
fields with the nominal dot percentages Pc1, Pm1 and Py1 which is independent of changes of the ink film thicknesses is calculated, where
the variation ΔR11 corresponds exactly to the effect of the variation ΔPe11 via the transformation function B alone, and in that the deviation of the colour location vector ΔR11 on the printed product is corrected in a way that the calculated variation ΔPe11 of the effective dot percentages is compensated during the production of the colour
separations as a result of a change of the dot percentages which is independent of
a change of the ink film thickness.
13. A method according to one of Claims 3 to 12, characterised in that the combination measuring field on the printed product is an image area.
14. A method according to one of Claims 3 to 13, characterised in that the combination measuring fields on the calibration prints and the printed product
are also printed with a halftone in black, in addition to cyan, magenta and yellow,
the nominal dot percentage of black being the same in all the combination measuring
fields.
15. A method according to one of Claims 3 to 14, characterised in that the colorimetric and/or densitometric measurements are carried out using a spectrophotometer.
16. A method according to one of Claims 3 to 14, characterised in that the densitometric measurements are carried out using a densitometer.
17. A method according to one of Claims 3 to 14, characterised in that the colorimetric measurements are carried out using a three-colour colorimeter.
1. Groupe de champs de mesure pour appréhender des données couleur d'un produit d'impression,
comportant plusieurs champs de mesure qui sont imprimés, en pouvant être explorés
optiquement, sur un exemplaire de tirage à contrôler d'un journal imprimé dans une
machine rotative offset pour feuilles de journaux,
les groupes de champ de mesure comprenant
a) un premier champ de mesure de combinaison (1) dans lequel les couleurs de base
sont imprimées les unes au-dessus des autres avec leurs degrés de couverture de surface
nominaux (Fc1, Fm1, Fg1).
b) des champs de mesure de combinaison additionnels (2, 3, 4) dans lequel les couleurs
de base sont imprimées lds unes au-dessus des autres avec des degrés de couverture
de surface nominaux {(Fc2, = Fc1 + ΔFc2, Fm1, Fg1), (Fc1, Fm3, = Fm1 + ΔFm3, Fg1), Fc1, Fm1, Fg4, + ΔFg4) modifiés, chaque couleur de base étant soumise à une variation au moins une première
foiset dans chaque champ de mesure de combinaison supplémentaire (2, 3, 4) au moins
une autre couleur de base étant soumise à une variation,
c) à titre additionnel au moins un champ de tons plein de couleurs individuelles (5,
6, 7) pour chaque couleur de base, et
d) à titre additionnel au moins un champ de trames de couleurs individuelles (8, 11
; 9, 12 ; 10, 13) pour chaque couleur de base, des premiers champs de couleurs de
trame individuelles (8, 9, 10) ayant, dans leur couleur de base respective, un degré
de couverture de surface (Fc1, Fm1, Fg1) qui correspond à celui de la même couleur dans le premier champ de mesure de combinaison
(1) et/ou des deuxièmes champs de couleurs de trame individuelles (11, 12, 13) ayant dans leur
couleur de base respective un degré de couverture de surface (Fc2, Fm3, Fg4) qui correspond au degré de couverture de surface ayant été modifié, de la même couleur
dans les champs de mesure de combinaison additionnels (2, 3, 4).
2. Procédé de gestion des couleurs dans une machine rotative offset pour feuilles de
journaux, dans lequel
a) des champs de mesure et/ou des emplacements image servant de champs de mesure sont
imprimés conjointement, et
b) sont explorés optiquement après le processus d'impression, et
c) une évaluation dela lumière ré-émise étant effectuée,
caractérisé en ce qu'
d) on utilise un groupe de champs de mesure selon la revendication 1.
3. Procédé de gestion des couleurs dans une machine rotative offset pour feuilles, dans
lequel
a) des champs de mesure et/ou des emplacements image servant de champs de mesure sont
imprimés conjointement, et
b) sont explorés optiquement après le processus d'impression, et
c) une évaluation de la lumière ré-émise étant effectuée,
caractérisé en ce que
d) le produit d'impression (30) à contrôler et plusieurs impressions d'étalonnage
(20, 21, 22, 23) fabriquées avec des épaisseurs de couches d'encre choisies à des
valeurs différentes à dessein contenant chacune un premier champ de mesure de combinaison
(1) dans lequel se trouvent les couleurs de base, en particulier les trois couleurs
que sont cyan, magenta et jaune, sont imprimées les unes au-dessus des autres avec
leurs degrés de couverture de surface nominaux Fc1, Fm1, Fg1,
e) les impressions d'étalonnage (20, 21, 22, 23) présentant des champs de mesure de
combinaison additionnels (2, 3, 4), dans lesquels les couleurs de base ayant des degrés
de couverture de surface nominaux (Fc2 = F c1+ΔFc2, Fm1, Fg1), (Fc1, Fm3 = F m1 + ΔFm3, Fg1), (Fc1, Fm1, Fg4 = F g1 + ΔFg4) sont imprimées les unes au-dessus des autres, chaque couleur de base étant modifiée
au moins une première fois et, dans chaque champ de mesure de combinaison additionnels
(2, 3, 4), une autre couleur de base étant soumise à une modification,
f) les impressions d'étalonnage (20, 21, 22, 23) présentant en plus par couleur de
base au moins un champ de tons pleins de couleurs individuelles (5, 6, 7), et
g) les impressions d'étalonnage (20, 21, 22, 23) présentant en plus par couleur de
base au moins un champ de trames de couleurs individuelles (8, 11; 9, 12; 10, 13), des premiers champs
de couleurs de trame individuelles ayant dans leur couleur de base respective un degré
de couverture de surface (Fc1, Fm1, Fg1) qui correspond à celui de la même couleur dans le premier champ de mesure de combinaison
(1) et/ou des deuxièmes champs de couleurs de trame individuelles (11, 12, 13) ayant dans leur
couleur de base respective un degré de couverture de surface (Fc2, Fm3, Fg4) qui correspond au degré de couverture de surface, ayant été modifié, de la même
couleur dans les champs de mesure de combinaison additionnels (2, 3, 4).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que, sur les impressions d'étalonnage (20, 21, 22, 23)
a) on détermine par mesure avec un appareil de mesure colorimétrique sur les champs
de mesure de combinaison (1, 2, 3, 4) respectivement les vecteurs d'emplacements des
couleurs (R1, R2, R3 et R4) dans un système de coordonnées colorimétrique sélectionné,
b) dans les champs de tons pleins des couleurs individuelles, on détermine par une
mesure densimétrique à l'aide d'une caractéristique de filtrage correspondant au champ
individuel les valeurs de densités de tons pleins DVc1, DVm1, DVg1, et
c) dans les champs de trames de couleurs individuelles (8, 11; 9, 12; 10, 13), on
détermine par des mesures densimétriques ou par d'autres mesures les degrés de couverture
de surface effectifs dans l'impression Fec1, Fec2, Fem1, Fem3, Feg1, Feg4.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que les vecteurs d'emplacements des couleurs
(R1,
R2,
R3 et
R4), les densités de tons pleins (D
Vc1, D
Vm1, D
Vg1) et les degrés de couverture de surface effectifs (F
ec1, F
ec2, F
em1, F
em3, F
eg1, F
eg4) des impressions d'étalonnage (20, 21, 22, 23) sont utilisés pour la détermination
de deux fonctions de transformation A et B qui servent à effectuer la conversion par
calcul, d'une variation

conditionnée par une modification des épaisseurs de couches d'encre, de la densité
de tons pleins dans les champs de tons pleins de couleurs individuelles ou une variation

indépendante de celle-ci, des degrés de couverture de surface effectifs dans les
champs de trames d'encres individuelles ayant les degrés de couverture de surface
nominaux F
c1, F
m1 et F
g1, pour obtenir des variations du vecteur d'emplacement de couleur
ΔR du premier champ de mesure de combinaison (1) ayant les degrés de couverture de surface
nominaux (F
c1, F
m1, F
g1).
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
a) sur le produit d'impression (30) à contrôler, en effectuant une mesure à l'aide
d'un appareil colorimétrique sur le premier champ de mesure de combinaison (1), on
détermine répétitivement le vecteur d'emplacement de couleur R11 dans le système de coordonnées sélectionné, et
b) pour l'écart lié à un vecteur d'emplacement de couleur de consigne R0 prédéterminé, écart concernant le vecteur d'emplacement de couleur ΔR11 = R11 - R 0 déterminé sur le produit d'impression (30), on calcule une combinaison d'une variation

conditionnée par une modification des épaisseurs de couches de couleurs, de la densité
de tons pleins dans les champs de tons pleins de couleurs individuelles existant ou
envisagés, et d'une variation

indépendante de cela, des degrés de couverture de surface efficaces dans des champs
de trames de couleurs individuelles existants ou envisagés, à l'aide des degrés de
couverture de surface nominaux Fc1, Fm1, Fg1.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la variation ΔR11 correspond précisément à l'effet combiné des variations ΔDV11 et ΔFe11 par l'intermédiaire des fonctions de transformation A et B.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que
l'écart du vecteur d'emplacement de couleur ΔR11 sur le produit d'impression est corrigé dans le sens où, d'une part, la variation
ΔDV11 calculée des densités de tons pleins est mise en annulation par réglage des organes
de réglage de régulation de couleurs sur la machine d'impression et, d'autre part,
la variation ΔFe11 calculée des degrés de couverture de surface efficaces est mise en annulation par
une modification des degrés de couverture de surface au stade de la réalisation des
sélections polychromes.
9. Procédé selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que les
fonctions de transformation A et B sont linéaires, c'est-à-dire caractérisées par deux matrices A et B de dimensions 3 x 3 et en ce que la relation ΔR1 = AΔDv1 + BΔFe1 ou ΔR11 = AΔDv11 + BΔFe11 est satisfaite.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que, pour un écart
ΔR11 du vecteur d'emplacement de couleur déterminé sur le produit d'impression, est calculée
une combinaison d'une variation ΔDv11 conditionnée par une modification des densités de couches d'encre, concernant les
densités de tons pleins et une variation ΔFe11, indépendante de cela, des degrés de couverture de surface, de manière que l'on ait
simultanément ΔR11 = AΔDv11 + BΔFe11, AΔDv11 correspondant à la partie aléatoire de ΔR11 et BΔFe11 représentant la partie systématique, c'est-à-dire constante sur la valeur de plusieurs
impressions successives de ΔR11.
11. Procédé selon l'une des revendications 3 à 8,
caractérisé en ce que
pour un écart ΔR11 du vecteur d'emplacement de couleur déterminé sur le produit d'impression est calculée
une variation ΔDV11, conditionnée par la modification des densités d'épaisseurs d'encre, des densités
de tons pleins, la variation ΔR11 correspondant exactement à l'effet de la variation ΔDV11 par l'intermédiaire de la fonction de transformation A, et en ce que
l'écart du vecteur d'emplacement de couleur ΔR11 sur le produit d'impression est corrigé dans le sens où la variation ΔDV11 calculée des densités de tons pleins est mise en annulation par réglage des organes
de réglage de la régulation de l'encre sur la machine d'impression.
12. Procédé selon l'une des revendications 3 à 8,
caractérisé en ce que,
pour un écart ΔR11 du vecteur d'emplacement de couleur déterminé sur le produit d'impression, est calculée
une variation ΔFe11, indépendante des modifications des épaisseurs de couche d'encre, des degrés de couverture
de surface effectifs dans des champ de trames de couleurs individuelles existants
ou imaginaires, avec les degrés de couverture de surface nominaux (Fc1, Fm1, Fg1), la variation ΔR11 correspondant exactement à l'effet de la variation ΔFe11 par l'intermédiaire de la fonction de transformation B seule et en ce que
l'écart du vecteur d'emplacement de couleur ΔR11 sur le produit d'impression est corrigé dans le sens où la variation ΔFe11 calculée des degrés de couverture de surface effectifs, suite à une variation indépendante
des modifications des degrés de couverture de surface lors de la réalisation des sélections
polychromes est compensée.
13. Procédé selon l'une des revendications 3 à 12, caractérisé en ce que le champs de mesure de combinaison situé sur le produit d'impression est un point
image.
14. Procédé selon l'une des revendications 3 à 13, caractérisé en ce que les champs de mesure de combinaison que l'on a sur les impressions d'étalonnage et
sur le produit d'impression sont imprimés, en plus des couleurs cyan, magenta et jaune,
également avec un ton de trame qui est en noir, le degré de couverture de surface
nominal du noir étant le même dans tous les champs de mesure de combinaison.
15. Procédé selon l'une des revendications 3 à 14, caractérisé en ce que les mesures colorimétriques et/ou densimétriques sont effectuées avec un spectrophotomètre.
16. Procédé selon l'une des revendications 3 à 14, caractérisé en ce que les mesures densimétriques sont effectuées avec un densitomètre.
17. Procédé selon l'une des revendications 3 à 14, caractérisé en ce que les mesures colorimétriques sont effectuées avec un appareil de mesure des couleurs
à trois plages.