[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Uhrband gemäß Anspruch 1.
[0002] Bei Lederuhrbändern besteht stets das Problem, dass diese in den umgeschlagenen Bereichen,
die zur Befestigung von Schnallenteilen oder zum Umschlingen von im Uhrengehäuse enthaltenen
Stiften vorgesehen sind, zum reißen Neigen. Dabei kann eine Armbanduhr sehr leicht
verloren gehen.
[0003] Diese Empfindlichkeit der bekannten Uhrenbänder der eingangs erwähnten Art ist durch
die sehr engen Krümmungsradien und die dadurch bedingten Zug- und Druckspannungen
im Uhrband bedingt. Außerdem kann das Uhrband in den umgeschlagenen Bereichen sehr
leicht aufgrund mechanischer Beanspruchungen abgewetzt werden und aus diesem Grund
an Festigkeit verlieren.
[0004] Durch die CH-PS 505.584 wurde ein Uhrband der eingangs erwähnten Art bekannt, bei
dem an der Zwischenschicht ein Karabinerhaken angenietet ist. Dabei ist die Zwischenschicht
zwischen zwei miteinander vernieteten Laschen des Karabinerhakens gehalten, bzw. von
den Nieten durchsetzt. Bei dieser Lösung ergibt sich jedoch der Nachteil einer relativ
umständlichen und aufwendigen Befestigung des Karabinerhakens an der Zwischenschicht.
[0005] Aus der FR-A-1 052 657 ist bekannt, ein mehrschichtiges Uhrband zu verwenden, wobei
jedoch lediglich eine Schicht um die am Uhrengehäuse befestigten Stifte geschlungen
ist. Somit ist ein Einreißen des Uhrbandes an dieser Stelle wahrscheinlich. Weiters
werden der umgeschlagene Abschnitt und der nicht umgeschlagene Abschnitt der umgeschlagenen
Bereiche mittels einer siftartigen Verbindung aneinandergepresst, wobei ein Spiel
zwischen den beiden Abschnitten aufgrund der stiftartigen Verbindung nicht verhindert
werden kann.
[0006] Aus der GB-A-432.568 ist ebenfalls bekannt, ein mehrschichtiges (zweischichtiges)
Uhrband zu verwenden, wobei jedoch die umgeschlagenen Bereiche mittels eines scharfkantigen
Metallclips zusammengehalten werden. Im Uhrband an den Kanten des Metallclips treten
daher hohe Spannungen auf, die wiederum zu einem Reißen des Uhrbandes unter Belastung
führen. Die Zweischichtigkeit des Uhrbandes ist daher im Falle der GB-A-432.568 nicht
ausreichend, um ein Einreißen zu verhindern.
[0007] Aus der GB-A-1 145 663 ist ebenfalls ein mehrschichtiges Uhrband bekannt. Auch dort
erfolgt die Befestigung des umgeschlagenen Abschnitts am nicht umgeschlagenen Abschnitt
der umgeschlagenen Bereiche mittels Metallclip. Das Einreißen des Uhrbandes unter
Belastung ist somit unvermeidlich.
[0008] Auch der umgeschlagene Abschnitt, wie in der FR-A-1 081 990 offenbart, ist am nicht
umgeschlagenen Abschnitt des Uhrbandes mittels einer ein Gewinde aufweisenden, stiftartigen
Verbindung befestigt, wobei an den beiden Endbereichen des Stiftes Köpfe aufgeschraubt
sind, welche einen im Vergleich zum Uhrband kleinen Durchmesser aufweisen. Die Köpfe
wiederum weisen scharfe Kanten auf, die ein Einreißen des Uhrbandes im Bereich um
diese Kanten begünstigen. Die Verwindung des Uhrbandes im Bereich der Befestigung
kann nicht verhindert werden.
[0009] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu vermeiden und ein
Uhrband der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, dass sich einfach herstellen lässt
und sich durch eine hohe Festigkeit sowohl im Bereich des Uhrengehäuses als auch des
Schnallenteils auszeichnet.
[0010] Erfindungsgemäß wird dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0011] Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen wird eine sehr wesentliche Steigerung der Festigkeit
des Uhrbandes erreicht, da eben sämtliche drei Schichten des Uhrbandes die Stifte
des Uhrengehäuses bzw. den Schnallenteil umschlingen. Weiters ergibt sich der Vorteil,
daß eine relativ großflächige Verbindung des einen Abschnittes des Uhrbandes mit mindestens
einem als Niet dienenden Stift gegeben ist. Dadurch ergibt sich eine sehr gute und
haltbare Verbindung, bei der auch die Gefahr des Ausreißens der Nietverbindung gegenüber
den Lösungen mit einer durchgehenden Nietverbindung, deren Köpfe außen an den beiden
Seiten der umgeschlagenen Bereiche des Uhrbandes anliegt, erheblich vermindert ist.
Außerdem wird durch die vorgeschlagenen Maßnahmen die Festigkeit des umgeschlagenen
Bereiches auf der Armbandunterseite erhöht und ein Lösen der Verbindung des umgeschlagenen
Bereiches des Uhrbandes mit dem übrigen Bereich desselben sehr wesentlich erschwert,
wobei die Verbindung meist durch Leimen oder Kleben hergestellt wird.
[0012] Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil einer hohen Festigkeit
der Zwischenschicht auch wenn diese relativ dünn ausgebildet ist, wodurch es möglich
ist die Dicke der Uhrbänder insgesamt gering zu halten und dadurch auch ein hohes
Maß an Flexibilität zu gewährleisten.
[0013] Durch die Merkmale des Anspruches 3 wird die Ausbildung von Rostflecken auf den Lederschichten
des Uhrbandes vermieden.
[0014] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 Schnitte durch die beiden Teile eines erfindungsgemäßen Uhrbandes und
Fig. 2 Ansichten der Unterseiten der beiden Teile eines Uhrbandes nach der Fig. 1
in verkleinertem Maßstab.
[0015] Ein Uhrband nach den Fig. 1 und 2 weist einen mehrschichtigen Aufbau aus, wobei eine
Deckschicht 1 und eine Unterschicht 2 aus Leder hergestellt sind.
[0016] Zwischen diesen beiden Schichten 1, 2 befindet sich eine Schicht 3 aus einem aus
Kunststoffasern hergestellten Gewebe. Dabei sind bei der dargestellten Ausführungsform
zwei nebeneinander liegende Streifen 4, 5 aus einem Kunstfaser-Gewebe vorgesehen,
die die Schicht 3 bilden.
[0017] Die Streifen 4, 5 sind mit der Deckschicht 1 und der Unterschicht 2 verklebt oder
verleimt.
[0018] Die beiden Teile des Uhrbandes weisen umgeschlagene Abschnitte 6, 7 auf, die zur
Aufnahme von nicht dargestellten Stiften eines Uhrgehäuses, bzw. eines Schnallenteiles
8 vorgesehen sind, wobei im Bereich des umgeschlagenen Abschnittes 7 auch noch eine
Lederschlaufe 9 gehalten ist.
[0019] Zur Fixierung eines jeden der umgeschlagenen Abschnitte 6, 7 sind Metallplatten 10,
die vorzugsweise aus rostfreiem Stahl hergestellt sind, mit den beiden Streifen 4,
5 aus Kunststoff-Gewebe verklebt oder verleimt.
[0020] Mit diesen Platten 10 sind Stifte 11, vorzugsweise durch Löten oder Schweißen, verbunden,
die als Nieten dienen. Dabei durchsetzen diese Stifte 11 die vorgezogene Deckschicht
1 des umgeschlagenen Abschnittes 6, 7 der beiden Teile des Uhrbandes, wobei die Enden
der Stifte 11 zu Nietköpfen 12 verbreitert sind, die an der Außenseite der umgeschlagenen
Deckschicht 1 anliegen und diese gegen die Unterschicht 2 des nicht umgeschlagenen
Bereiches des Uhrbandes pressen.
[0021] Dadurch wird der mit dem übrigen Uhrband verklebte oder verleimte umgeschlagene Abschnitt
6, 7 gegen ein Lösen dieser Verbindung gesichert.
[0022] Durch die Schicht 3 aus einem Kunststoff-Gewebe, z.B. aus Polyamid- oder Polyaramidfasern,
das sich durch eine hohe Festigkeit auszeichnet wird eine wesentliche Erhöhung der
Festigkeit des Uhrbandes erreicht.
1. Uhrband, welches mindestens zwei Teile umfasst, das umgeschlagene Bereiche (6,7) aufweist,
die zur Aufnahme von Stiften eines Uhrgehäuses, bzw. eines Schnallenteiles (8) vorgesehen
sind, wobei:
das Uhrband drei Schichten hat, davon eine Deckschicht (1) und eine Unterschicht (2)
aus Leder, aufgebracht auf eine aus mindestens einem gewebten Streifen (4,5) aus Kunstfasern
hergestellten Zwischenschicht (3);
das Uhrband durch die umgeschlagene Bereiche die Stifte des Uhrengehäuses bzw. des
Schnallenteils umschlingen kann
und die Deckschicht des Umgeschlagenen Abschnittes an seinem Ende vorgezogen ist;
Nietverbindungen zwischen dem umgeschlagenen Abschnitt und dem entsprechenden nicht
umgeschlagenen Abschnitt jedes umgeschlagenen Bereichs (6,7) vorgesehen sind, wobei
in dem nicht umgeschlagenen Abschnitt an dem bzw. den gewebten Streifen (4,5) eine
Metallplatte (10) befestigt ist, von der mindestens ein Stift (11) absteht, der die
vorgezogene Deckschicht (1) des umgeschlagenen Abschnittes durchsetzt und mit dieser
vernietet ist.
2. Uhrband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (3) aus Polyamid oder Polyaramid hergestellt ist.
3. Uhrband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (10) und der, bzw. die Stift(e) (11) aus einem rostfreien Metall hergestellt
sind.
1. A watch strap comprising at least two parts having turned-down zones (6, 7) provided
for receiving pins of a watch housing or a buckle part (8), wherein the watch strap
comprises three layers, thereof of a cover layer (1) and a bottom layer (2) made of
leather, applied on an intermediate layer (3) made from at least one weaved strip
(4, 5) made of synthetic fibers;
the watch strap can wrap around the pins of the watch housing or the buckle part by
the turned-down zones and the cover layer of the turned-down zone is pulled forward
at its end;
riveted joints are provided between the turned-down section and the respective non-turned-down
section of each turned-down section (6, 7), with a metal plate (10) being fastened
in the non-turned-down section to the weaved strip(s) (4, 5) from which projects at
least one pin (11) which penetrates the pulled-forward cover layer (1) of the turned-down
section and is riveted to the same.
2. A watch strap as claimed in claim 1, characterized in that the intermediate layer (3) is made of polyamide or polyaramide.
3. A watch strap as claimed in claim 1, characterized in that the plate (10) and the pin(s) (11) are made of a stainless metal.
1. Bracelet de montre comprenant au moins deux parties, qui présente des zones retournées
(6, 7) servant à recevoir les broches d'un boîtier de montre ou d'une partie formant
boucle (8), caractérisé en ce que le bracelet de montre comporte trois couches, dont une couche de couverture (1) et
une sous-couche (2) en cuir, posées sur une couche intercalaire (3) formée d'au moins
une bande tissée (4, 5) en fibres synthétiques, en ce que le bracelet de montre peut entourer les broches du boîtier de montre ou de la partie
formant boucle à l'aide des zones retournées, et en ce que la couche de couverture de la partie avancée est étirée à son extrémité, des assemblages
par rivets sont prévus entre la partie retournée et la partie non retournée correspondante
de chaque zone retournée (6, 7), une plaque métallique (10), de laquelle dépasse au
moins une broche (11) traversant la couche de couverture (1) étirée de la zone retournée
et rivetée à celle-ci, étant prévue dans la partie non retournée sur la ou les bandes
tissées (4, 5).
2. Bracelet de montre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche intercalaire (3) est composée de polyamide ou de polyaramide.
3. Bracelet de montre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque (10) et la ou les broches (11) sont faites d'un métal inoxydable.