(19)
(11) EP 0 677 257 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.10.1995  Patentblatt  1995/42

(21) Anmeldenummer: 94110544.7

(22) Anmeldetag:  06.07.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A45C 11/18
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL

(30) Priorität: 14.04.1994 DE 9406180 U

(71) Anmelder: Schüler, Wolfgang
D-42579 Heiligenhaus (DE)

(72) Erfinder:
  • Schüler, Wolfgang
    D-42579 Heiligenhaus (DE)

(74) Vertreter: Götz, Friedrich, Dipl.-Phys. 
Tulpenweg 15
D-42579 Heiligenhaus
D-42579 Heiligenhaus (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Scheckkartenhülle


    (57) Die Erfindung betrifft eine aus Thermoplast hergestellte Scheckkartenhülle, die mindestens an einer Schmalseite offen ist.
    Aufgabe der Erfindung ist es, den Innenraum der Hülle so zu gestalten, daß empfindliche Teile der Karte, insbesondere der Magnetstreifen, beim Ein- und Ausschieben nicht zerkratzt werden können.
    Erfindungsgemäß sind die Innenflächen der Hülle 9, 10 mit in Einschiebrichtung verlaufenden Erhebungen 5, 6, 7, 8 versehen, die in solchen Abständen angeordnet sind, daß sie außerhalb der Fläche des Magnetstreifens der Karte liegen.




    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Gegenstand der Erfindung ist eine aus Thermoplast bestehende Scheckkartenhülle, die mindestens an einer Schmalseite offen ist. Derartige Hüllen bestehen üblicherweise aus einem mehr oder Weniger transparenten Thermoplast.

    [0002] Beim Einschieben und Herausziehen der Karte tritt eine Reibung zwischen Scheckkarte und Hülle auf, die in Verbindung mit Staubkörnern dazu führen kann, daß der Magnetstreifen zerkratzt oder beschädigt wird.

    Darstellung der Erfindung



    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Scheckkartenhülle so zu gestalten, daß die Kartenoberfläche optimal geschützt ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Innenflächen der Hülle mit Erhebungen versehen sind, die so angeordnet sind, daß sie außerhalb der Fläche des Magnetstreifens der einzuschiebenden Karte verlaufen.

    Beschreibung der Zeichnungen



    [0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von Fig. 1 bis 4 der Zeichnung erläutert.
    Fig. 1
    zeigt die Scheckkartenhülle von vorn,
    Fig. 2
    einen Querschnitt,
    Fig. 3
    die Hüllenhälfte einer anderen Ausführungsform,
    Fig. 4
    diese Ausführungsform im Querschnitt.


    [0006] In Fig. 1 ist mit 1 die rechte Kante, mit 2 die linke Kante und mit 3 die untere Kante der Hülle bezeichnet. An der oberen offenen Schmalseite 4 wird die nicht dargestellte Scheckkarte eingeführt. Die Innenflächen der Hülle sind mit parallelen Erhebungen 5, 6, 7, 8 versehen, deren Abstand so groß ist, daß der Magnetstreifen zwischen den Erhebungen 5 und 6 oder 7 und 8 liegt.

    [0007] In Fig. 2 ist die Vorderseite 9 der Hülle an ihrer inneren Fläche mit den Erhebungen 5, 6, 7, 8 versehen. In gleicher Weise trägt die Rückseite 10 der Hülle an ihrer dem Innenraum zugewandten Fläche die Erhebungen 11, 12, 13, 14.

    [0008] Die Erhebungen 5 - 8 und 11 - 14 sind mit einigen Zehntel Millimetern so hoch, daß der Magnetstreifen der Karte nicht mit dem Werkstoff der Hülle in Berührung kommen kann. Ganz unabhängig davon, wie man die Karte einführt, liegt der Magnetstreifen immer geschützt zwischen zweien der acht Erhebungen.

    [0009] Zur Erleichterung der Entnahme der Karte kann die Hülle mit einem ovalen Griffloch 15 versehen sein.

    [0010] Zur weiteren Schonung der Karten werden die Einlaufschwellen an der offenen Schmalseite 4 abgerundet.

    [0011] Fig. 3 zeigt die Innenseite einer Hüllenhälfte 20, die links und rechts durch überhöhte Kanten 21, 22 begrenzt ist. Dazwischen liegen vier Reihen von punktförmigen Höckern 23, 24, 25, 26, auf denen die Kartenoberfläche leicht gleitet. Mit 27 ist eine Griffaussparung bezeichnet, mit 28 ein Langloch für eine Schlaufe.

    [0012] Fig. 4 zeigt den Querschnitt durch eine Scheckkartenhülle, die aus zwei Hälften 20, 29 nach Fig. 3 zusammengeschweißt ist. Die beiden Halbschalen sind leicht konkav ausgebildet, so daß sie in der MItte fast zusammenstoßen. Durch diese Wölbung werden Karten unterschiedlicher Dicke festgeklemmt ohne durchzurutschen.

    [0013] Bei der Scheckkartenhülle nach Fig. 3 und 4 sind beide Schmalseiten offen, so daß die Karte beliebig eingeschoben und ausgezogen werden kann. Die Hülle braucht dann nicht länger zu sein als die Karte.
    Dies hat den Vorteil, daß die Karte mit der Hülle in die knapp bemessenen Täschchen der Brieftaschen oder Geldbörsen paßt.

    Gewerbliche Verwertbarkeit



    [0014] Die beschriebene Scheckkartenhülle läßt sich leicht aus transparentem, opakem oder eingefärbtem Thermoplast herstellen, wobei Vorder- und Rückseite unterschiedlich gefärbt sein können. Sie kann als Zugabe zu den Kreditkarten verteilt und nach Belieben mit Werbeaufdrucken versehen werden.

    [0015] Darüber hinaus läßt sich die Hülle durch Einziehen einer Halteschlaufe in das Langloch in einen Kofferanhänger verwandeln.

    Bezugszeichenliste



    [0016] 
    1
    rechte Kante
    2
    linke Kante
    3
    untere Kante
    4
    offene Schmalseite
    5, 6, 7, 8
    Erhebungen
    9
    Vorderseite
    10
    Rückseite
    11, 12, 13, 14
    Erhebungen
    15
    Griffloch
    20
    Hüllenhälfte
    21, 22
    überhöhte Kanten
    23, 24, 25, 26
    Reihen von Höckern
    27
    Griffaussparung
    28
    Langloch
    29
    Hüllenhälfte



    Ansprüche

    1. Aus Thermoplast bestehende Scheckkartenhülle, die an mindestens einer Schmalseite offen ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Innenflächen der Hülle (9, 10) mit in Einschubrichtung verlaufenden Erhebungen (5, 6, 7, 8) versehen sind, die in solchen Abständen angeordnet sind, daß sie außerhalb der Fläche des Magnetstreifens der Karte liegen.
     
    2. Scheckkartenhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ERhebungen unterbrochen sind, also aus Reihen von Höckern (23, 24, 25, 26) bestehen.
     
    3. Scheckkartenhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Hülle aus zwei gleichen oder unterschiedlichen Halbschalen (20, 29) besteht, die durch Verschweißung verbunden sind.
     
    4. Scheckkartenhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Halbschalen (20, 29) leicht konkav geformt sind, so daß unterschiedlich dicke Scheckkarten durch Klemmung gehalten werden.
     
    5. Scheckkartenhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schmalseiten offen sind und daß die Hülle nicht länger ist als die Karte.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht