[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte mit einem in Distanz zum Boden eines Leuchtengehäuses
angebrachten Reflektor, mindestens einer langgestreckten im Leuchtengehäuse angeordneten
Lampe, einer die Lampe übergreifenden und das Leuchtengehäuse verschließenden, durchsichtigen
oder durchscheinenden Leuchtenwanne.
[0002] Bei bekannten Leuchten wird der Reflektor über Stehbolzen oder ähnliches mit dem
Boden des Leuchtengehäuses verbunden. Mittels dieser Stehbolzen wird der Reflektor
in einem vorbestimmten Abstand zum Boden und zu den Seitenwänden des Leuchtengehäuses
gehalten. Der Reflektor "schwebt" im Gehäuse etwa in der gleichen Ebene in der auch
die Leuchtenwanne mit dem Leuchtengehäuse verbunden ist.
[0003] So konstruierte Leuchten werden auch mit entsprechender Abdichtung als Feuchtraumleuchten
verwendet. Für solche Feuchtraumleuchten wird in Deutschland eine Schutzartprüfung
durchgeführt mit deren bestehen eine Kennzeichnung der Leuchte für deren Gebrauch
in bestimmten Umgebungsbedingungen möglich ist. Bei dieser Schutzartprüfung wird unter
anderem eine durch mehrstündigen Betrieb stark erwärmte Leuchte mit kaltem Wasser
abgeschreckt. Bei der Abkühlung entsteht im Innern der Leuchte ein Unterdruck, durch
den die gesamte Leuchte derart verformt werden kann, daß beispielsweise der Boden
des Leuchtengehäuses und der Boden der Leuchtenwanne eingezogen und gleichzeitig die
Längsränder nach außen gedrückt werden, wodurch die Leuchte undicht wird. Um dies
zu vermeiden sind sowohl für das Leuchtengehäuse als auch für die Leuchtenwanne geeignete
Materialien mit entsprechender Materialstärke zu verwenden.
[0004] Versucht man nun beispielsweise die Konstruktion des Leuchtengehäuses zu verändern
um den Materialaufwand für zu reduzieren, andere wiederverwertbare Kunststoffe zu
verwenden, Kunststoffe mit anderen Spezifikationen zu verwenden, die beispielsweise
zu reduzierten Montage, Instandhaltungs oder Werkzeugkosten führen, so stellt sich
als nachteilig heraus, daß für Feuchtraumleuchten mit derart eingesetztem Reflektor
die Stabilität der Leuchte wesentlich von der Konstruktion des Leuchtengehäuses abhängig
ist.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte bereitzustellen, die
bei reduzierter Stabilität des Leuchtengehäuses, eine ausreichende Stabilität für
eine Feuchtraumleuchte aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Reflektor mit zwei einander
gegenüberliegenden Seitenwänden, insbesondere Längssseitenwänden des Leuchtengehäuses
verbunden ist.
[0007] Mit dieser Verbindung zu den Seitenwänden wird der Reflektor integraler Bestandteil
des Leuchtengehäuses und kann zu dessen Stabilität beitragen. U.a. hat diese Leuchte
den Vorteil, daß bei der oben beschriebenen Schutzartprüfung die Seitenwände des Leuchtengehäuses
nicht wie oben beschrieben nach außen ausweichen können, bzw. diese Ausweichen in
Grenzen gehalten werden kann. Dadurch wird auch das Ausweichen der Leuchtenwanne verhindert,
da diese von dem nunmehr stabileren Leuchtengehäuse mit seinen Verschlüssen gehalten
wird.
[0008] Derartige Leuchten können auch anderen mechanisch einwirkenden Druckkräften besser
Standhalten und weisen durch das zusätzliche tragende Element eine erhöhte Torrsionssteifigkeit
auf.
[0009] Vorzugsweise wird der Reflektor an über den Umfang der Leuchte gleichmäßig verteilen
Teilbereichen mit den Seitenwänden des Leuchtengehäuse verbunden. Die Verteilung dieser
Teilbereiche und der Anteil der verbindenden Teilbereiche um Gesamtumfang der Leuchte
hängt dabei von den verwendeten Materialien, der Materialstärke und der angestrebten
Stabilität ab.
[0010] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird der Reflektor in an den Seitenwänden,
insbesondere Längsseitenwänden des Leuchtengehäuses vorgesehenen Aufnahmen eingehängt.
Diese Aufnahmen können direkt bei der Herstellung des Leuchtengehäuses einstückig
angeformt werden und erlauben eine kostengünstige Montage des Reflektors ohne zusätzliche
Schraub- oder ähnliche Verbindung zur Seitenwand.
[0011] Besonders vorteilhaft kann dazu ein Reflektor mit in Richtung des Leuchtengehäusebodens
abgekanteten Längsseiten verwendet werden, die zwischen an den Seitenwänden des Leuchtengehäuses
angebrachten Versteifungsrippen greift. Dabei wird der Reflektor durch die bereits
vorhanden Distanzstücke zum Leuchtengehäuseboden hin fixiert und damit die Abkantungen
zwischen den Versteifungsrippen gehalten. Besondere, zusätzliche Haltevorrichtungen
der so ausgestalteten Aufnahmen sind nicht erforderlich.
[0012] Zur Verbesserung der Stabilität werden die Längsseiten des Reflektors in einem Winkel
> 90° abgekantet. Damit sind die Abkantungen nach "innen" geneigt und können besser
die weiter oben beschriebenen Kräfte aufnehmen, die zu einem Ausweichen des Seitenrandes
führen könnten.
[0013] Um das Einführen eines so abgekanteten Reflektors zu erleichtern hat sich eine zusätzliche
180°-Kantung als vorteilhaft erwiesen. Durch diese 180°-Kantung wird eine scharfe
Kante vermieden, die zwischen die Versteifungsrippen geführt werden muß und dabei
zu einem Verklemmen oder einschneiden in den Kunststoff führen kann, zusätzlich wird
die Steifigkeit des Reflektors erhöht und die Zentrierung vereinfacht.
[0014] Zur weiteren Versteifung des Reflektors kann dieser in Längsrichtung versickt werden.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung an Hand eins Ausführungsbeispiels näher beschrieben,
dabei zeigen die
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Leuchte;
- Fig. 2
- eine Detail-Schnittdarstellung der Reflektoraufnahme;
- Fig. 3
- eine ausgebrochene Draufsicht der Reflektoraufnahme.
[0016] Fig.1 zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Leuchte 10.
[0017] Die Leuchtenwanne, die Lampe und sonstige elektrische Teile der Leuchte 10 sind zur
Vereinfachung der Darstellung nicht dargestellt.
[0018] Die Leuchte 10 besteht aus einem Leuchtengehäuse 12, das beispielsweise aus Polycarbonat
hergestellt ist und einen umlaufenden Stehrand 14 und eine gegenüber diesem tieferliegende
Nut 16 aufweist, in die ein Dichtungsband 18 eingelegt ist. In dieser Nut 16 und angedrückt
gegen das Dichtungsband 18 wird im geschlossenen Zustand der Leuchte eine das Leuchtengehäuse
12 verschließende, durchsichtigen oder durchscheinenden Leuchtenwanne (nicht dargestellt)
mit einem umlaufenden Rand durch ebenfalls in dieser Figur nicht dargestellte Verschlüsse
fixiert.
[0019] Ein Reflektor 20, vorzugsweise aus einem lackierten Blech hergestellt, wird in dem
Leuchtengehäuse 12 durch Distanzstücke 22 und Rasthaken 24 in einem vorbestimmten
Abstand zum Leuchtengehäuseboden gehalten. Zur Versteifung des Reflektors 20 weist
dieser zwei Längssicken 26, 26' auf.
[0020] Die Verbindung zu den Längsseitenwänden erfolgt dadurch, daß der Reflektor 20 über
Abkantungen 28, 28' zwischen an den Seitenwänden des Leuchtengehäuses 12 angebrachten
Versteifungsrippen 30, 32; 30', 32' greift. Damit wird ein Ausweichen der Seitenwände
nach außen verhindert.
[0021] Zur Verdeutlichung dieser Verbindung zeigt Fig. 2 eine Detail-Schnittdarstellung
der Reflektoraufnahme.
[0022] Zwischen den Versteifungsrippen 30 und 32 ist ein Spalt 38 vorgesehen, in den die
Abkantung 28 des Reflektors 20 eingeführt werden kann, wobei die Versteifungsrippe
28 zur Vereinfachung der Zentrierung und Montage eine Einführschräge 40 aufweist.
[0023] Die Abkantung 28 des Reflektors 20 weist einen Winkel von > 90° auf und zusätzlich
ist eine 180°-Kantung 34 vorhanden.
[0024] Durch das Zusammenwirken der zusätzlichen 180°-Kantung und der Einführschräge 40
läßt sich der Reflektor 20 besonders einfach in den Spalt 38, entlang der Einführschräge
40 einführen. Diese Position wird durch Distanzstück 22 und Rasthaken 24 ohne zusätzliche
Maßnahmen gehalten. Besondere Anforderungen an die Maßhaltigkeit der Versteifungsrippen
30, 32 werden nicht gestellt, da durch die Neigung der Abkantung 28 nach innen und
die 180°-Kantung gewisse Toleranzen ausgeglichen werden können.
[0025] Zur Verdeutlichung der Lage der Versteifungsrippen 30, 32 an der Seitenwand des Leuchtengehäuses
zeigt Fig. 3 eine ausgebrochene Draufsicht des Bereichs der Versteifungsrippen. An
Hand dieser Fig. 3 ist erkennbar, daß im Bereich der Verbindung der Seitenwand mit
dem Reflektor 20 zwei Versteifungsrippen 32 direkt an die Innenseite der Seitenwand
des Leuchtengehäuses 12 angeformt sind, zwischen denen eine, nach innen versetzte
Versteifungsrippe 30 liegt. Diese Gestaltung und Lage der Versteifungsrippen ermöglicht
besonders einfache Werkzeuge beispielsweise bei einer Herstellung als Kunststoff-Gußteil.
1. Leuchte mit einem in Distanz zum Boden eines Leuchtengehäuses (12) angebrachten Reflektor
(20), mindestens einer langgestreckten im Leuchtengehäuse (12) angeordneten Lampe,
einer die Lampe übergreifenden und das Leuchtengehäuse (12) verschließenden, durchsichtigen
oder durchscheinenden Leuchtenwanne, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (20)
mit zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden, insbesondere Längsseitenwänden
des Leuchtengehäuses verbunden ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (20) in über den
Umfang oder die Längsseitenwände gleichmäßig verteilten Teilbereichen mit den Seitenwänden
des Leuchtengehäuses (12) verbunden ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (20) in
an den Seitenwänden, insbesondere Längsseitenwänden, vorgesehenen Aufnahmen eingehängt
ist.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten
des Reflektors (20) in Richtung des Bodens des Leuchtengehäuses (12) abgekantet sind
und zwischen an den Seitenwänden, insbesondere Längsseitenwänden des Leuchtengehäuses
(12) angebrachten Versteifungsrippen (30, 32; 30', 32') eingreifen.
5. Leuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten des Reflektors
(20) in einem Winkel > 90° abgekantet sind.
6. Leuchte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten des Reflektors
(20) eine zusätzliche 180°-Kantung aufweisen.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor
(20) in Längsrichtung versickt ist.