(19)
(11) EP 0 678 265 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.10.1995  Patentblatt  1995/43

(21) Anmeldenummer: 95250094.0

(22) Anmeldetag:  19.04.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47F 5/10, A47B 45/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH ES LI LU NL

(30) Priorität: 20.04.1994 DE 9407556 U

(71) Anmelder: MARGARET ASTOR GMBH
D-55001 Mainz (DE)

(72) Erfinder:
  • Lahr, Harald
    D-55122 Mainz-Gonsenheim (DE)

(74) Vertreter: Felke, Hans-Jürgen et al
Normannenstrasse 1-2
D-10367 Berlin
D-10367 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Winkelförmiges Warenpräsentationsregal, insbesondere für kosmetische Produkte


    (57) Das Warenpräsentationsregal besteht aus einem vertikalen Rückenteil (1), das in seinem oberen Ende in ein Kopfschild (5) ausläuft, einem rechtwinklig zum Rückenteil (1) verlaufendes und mit diesem verbundenes Bodenteil sowie mehreren oberhalb des Bodenteiles vertikal übereinander angeordneten Fachböden (6). Es sind zwei rechtwinklige, horizontal verschiebbare Vorderteile (3) vorgesehen, die über Führungsschienen mit dem Rückenteil (1) und dem Bodenteil verbunden sind. Oberhalb des Bodenteils sind an der Frontfläche eines jeden Vorderteiles (3) je eine Hälfte der Fachböden (6) angeordnet, wobei die beiden Vorderteile (3) im geschlossenen Zustand auf der Mittellinie des Warenpräsentationsregals aneinander stoßen. Hinter den Vorderteilen (3) sind in der Mitte des Warenpräsentationsregals in einer Ebene mit den jeweiligen Fachböden (6) übereinander mehrere rechtwinklig klappbare Teilböden (7) gleicher Breite und unterschiedlicher Tiefe an dem Rückenteil (1) befestigt. Weiterhin ist zwischen dem Rückenteil (1) oder dem Bodenteil und den Vorderteilen (3) je eine Vorrichtung zum stufenweisen Positionieren der horizontal verschobenen Vorderteile (3) und zum Verhindern des vollständigen Herausziehens vorgesehen.




    Beschreibung


    [0001] Es sind bereits winkelförmige Warenpräsentationsregale für kosmetische Produkte bekannt, die aus einem vertikalen Rückenteil, das in seinem oberen Ende in ein Kopfschild auslaufen kann, einem rechtwinklig zum Rückenteil verlaufendes und mit diesem verbundenes Bodenteil sowie mehreren auf der Vorderseite des Rückenteils oberhalb des Bodenteiles vertikal übereinander angeordneten Fachböden bestehen.
    Innerhalb der Fachböden werden je nach Bedarf weitere Unterteilungen oder Einteilungen eingebracht, die zur Aufnahme der einzelnen Waren dienen.
    In vielen Fällen ist es notwendig, das Fassungsvermögen dieser Warenpräsentationsregale am Aufstellungsort zu vergrößern.
    Hierzu ist es bekannt, an der linken und/oder rechten Seite des Regales zusätzliche Beistellregale geringerer Breite aufzustellen, die mit dem Grundregal aber nicht verbunden sind. Die Folge ist, daß diese Beistellregale während des Gebrauches häufig verrutschen und stets ausgerichtet werden müssen.
    Diese Beistellregale werden bei einem Bedarf an einem vergrößerten Fassungsvermögen durch die Kunden, in deren Geschäftsräumen die Warenpräsentationsregale aufgestellt sind, vom Warenhersteller abgefordert. Dadurch entstehen bei den Warenherstellern zusätzliche Kosten für Bearbeitung der Abforderung, Verpackung, Versand und Lagerhaltung. Reduziert sich das benötigte Fassungsvermögen beim Kunden, erfolgt eine Rückholung der bereitgestellten Beistellregale durch den Warenhersteller, wobei in diesen Fällen die Beistellregale nicht wieder verwertet werden können und entsorgt werden müssen.

    [0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein winkelförmiges Warenpräsentationsregal der gattungsgemäßen Art zu schaffen, das ohne die Verwendung von Beistellregalen erweiterungsfähig ist und mit dem die vorgenannten zusätzlichen Kosten vermieden werden.

    [0003] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs genannten Merkmale gelöst.
    Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 2 genannt.

    [0004] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß mit wenigen Handgriffen, d.h. durch einfaches Auseinanderziehen die beiden Vorderteile und Herunterklappen der Teilböden das Fassungsvermögen des erfindungsgemäßen Warenpräsentationsregales am Aufstellungsort und entsprechend der Erfordernisse des Kunden erweitert werden kann.
    Damit entfallen zusätzliche Kosten für die Bearbeitung der Abforderung von Beistellregalen, deren Verpackung, Versand, Lagerhaltung und Entsorgung.
    Dadurch, daß die der Erweiterung dienenden Bauteile integrierter Bestandteil des erfindungsgemäßen Warenpräsentationsregals sind, besteht die Gefahr eines Verrutschens, wie sie bei der Verwendung von Beistellregalen gegeben ist, nicht mehr.
    Durch die im Anspruch 2 genannten Maßnahmen wird weiterhin erreicht, daß die Vorderteile je nach gewünschter ausgezogener Breite des Regals positioniert werden und sich nicht selbsttätig verschieben können und auch ein vollständiges Herausziehen der Vorderteile verhindert wird.

    [0005] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Vorderansicht des geschlossenen erfindungsgemäßen Warenpräsentationsregals;
    Fig. 2
    den Schnitt A - A nach Fig. 1;
    Fig. 3
    eine perspektivische Vorderansicht des auseinandergezogenen Warenpräsentationsregals mit herausgeklappten Teilböden;
    Fig. 4
    den Schnitt B - B nach Fig. 3.


    [0006] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, umfaßt das erfindungsgemäße Warenpräsentationsregal ein starres vertikales Rückenteil 1 mit einer Breite von ca. 100 cm und einer Höhe von ca. 125 cm, ein rechtwinklig zum Rückenteil 1 verlaufendes und mit diesem verbundenes Bodenteil 2 mit einer Breite von ca. 100 cm und einer Tiefe von ca. 45 cm sowie zwei rechtwinklige, horizontal verschiebbare Vorderteile 3, die das Rückenteil 1 und das Bodenteil 2 überdecken und die über Führungsschienen 4 mit dem Rückenteil 1 und dem Bodenteil verbunden sind.

    [0007] Am oberen Ende des Rückenteils 1 ist ein Kopfschild 5 befestigt, das zur Aufnahme eines Firmenlogos und/oder für Werbeaufschriften vorgesehen ist.

    [0008] Die Vorderteile 3 weisen eine Breite auf, die der Hälfte der Breite des Rückenteils 1 entspricht. Im geschlossenen Zustand stoßen die beiden Vorderteile 3 auf der Mittellinie des Warenpräsentationsregals zusammen.
    Auf der Frontfläche der Vorderteile 3 sind mehrere vertikal übereinander angeordnete Fachböden 6 ausgebildet, auf denen je nach Bedarf weitere Unterteilungen oder Einteilungen eingebracht werden, die zur Aufnahme der entsprechenden Waren dienen. In der Zeichnung ist nur ein Fachboden 6 dargestellt.

    [0009] Hinter den Vorderteilen 3 sind in der Mitte des Warenpräsentationsregals und in einer Ebene mit den Fachböden 6 übereinander mehrere rechtwinklig klappbare Teilböden 7 mit einer gleichen Breite von ca. 30 cm und einer unterschiedlichen, gestaffelten Tiefe an dem Rückenteil 1 befestigt.
    Zwischen dem Rückenteil 1 oder dem Bodenteil 2 und den Vorderteilen 3 ist weiterhin je Vorderteil 3 eine Vorrichtung zum stufenweise Positionieren der horizontal verschobenen Vorderteile 3 und zum Verhindern des vollständigen Herausziehens der Vorderteile 3 vorgesehen.
    Diese Vorrichtungen können beispielsweise aus einer an einer Innenseite der Vorderteile 3 angeordneten biegsamen Zunge bestehen, die in Öffnungen in einer mit dem Rückenteil 1 oder dem Bodenteil 2 verbundenen Schiene eingreift.
    Um das vollständige Herausziehen der Vorderteile 3 zu verhindern, ist an einer Führungsschiene 4 im Bodenteil 2 ein Anschlag vorgesehen, der mit einem Anschlag im Vorderteil 3 im Eingriff steht, wobei die Anschläge durch ein Langloch im Bodenteil 2 von unten festgestellt oder eingestellt werden können.

    [0010] Zur Herstellung einer Erweiterung des Fassungsvermögens werden die Vorderteile 3 horizontal entsprechend der Breite der Teilböden 7 auseinandergezogen und die eingeklappten Teilböden 7 heruntergeklappt. Die heruntergeklappten Teilböden 7 bilden dabei mit den Fachböden 6 eine durchgängige Bodenfläche.

    [0011] Die Vorderteile 3 können auch über die Breite der Teilböden 7 hinaus stufenweise auseinandergezogen werden, wobei jeweils ein Spalt zwischen den Teilböden 7 und den Fachböden 6 entsteht, der durch die Unterteilungen oder Einteilungen aber überdeckt werden kann.

    [0012] Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, die beiden Vorderteile 3 nur einseitig oder nicht über die gesamte Breite der Teilböden 7 auseinanderzuziehen, wobei die Teilböden 7 im eingeklappten Zustand verbleiben.

    [0013] Wird die Erweiterung des Warenpräsentationsregals nicht mehr benötigt, werden die Teilböden 7 wieder eingeklappt und die Vorderteile 3 zusammengeschoben.


    Ansprüche

    1. Winkelförmiges Warenpräsentationsregal, insbesondere für kosmetische Produkte mit einem vertikalen Rückenteil, das in seinem oberen Ende in ein Kopfschild ausläuft, einem rechtwinklig zum Rückenteil verlaufendes und mit diesem verbundenes Bodenteil sowie mehreren oberhalb des Bodenteiles vertikal übereinander angeordneten Fachböden, gekennzeichnet durch zwei rechtwinklige, horizontal verschiebbare Vorderteile (3), die über Führungsschienen (4) mit dem Rückenteil (1) und dem Bodenteil (2) verbunden sind und an denen oberhalb des Bodenteils (2) je eine Hälfte der Fachböden (6) angeordnet sind, wobei die beiden Vorderteile (3) im geschlossenen Zustand auf der Mittellinie des Warenpräsentationsregals aneinander stoßen sowie dadurch gekennzeichnet, daß hinter den Vorderteilen (3) in der Mitte des Warenpräsentationsregals in einer Ebene mit den jeweiligen Fachböden (6) übereinander mehrere rechtwinklig klappbare Teilböden (7) gleicher Breite und unterschiedlicher Tiefe an dem Rückenteil (1) befestigt sind und das zwischen dem Rückenteil (1) oder dem Bodenteil (2) und den Vorderteilen (3) je eine Vorrichtung zum stufenweisen Positionieren der horizontal verschobenen Vorderteile (3) und zum Verhindern des vollständigen Herausziehens vorgesehen ist.
     
    2. Winkelförmiges Warenpräsentationsregal nach Anspruch 1, dadurch gekennnzeichnet, daß die Vorrichtung zum Positionieren der horizontal verschobenen Vorderteile (3) eine an der Innenseite der Vorderteile (3) angeordnete biegsame Zunge umfaßt, die in Öffnungen in einer mit dem Rückenteil (1) oder Bodenteil (2) verbundenen Schiene eingreifbar ausgebildet ist und daß zum Verhindern des vollständigen Herausziehens der Vorderteile (3) ein Anschlag an einer Führungsschiene (4) im Bodenteil (2) und ein Anschlag an dem Vorderteil (3) ausgebildet ist, die über ein Langloch im Bodenteil (2) von unten justierbar sind.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht