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(11) |
EP 0 679 150 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.1997 Patentblatt 1997/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.10.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: C06D 3/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9401/237 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9511/871 (04.05.1995 Gazette 1995/19) |
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PYROTECHNISCHER NEBELSATZ FÜR TARNZWECKE UND DESSEN VERWENDUNG IN EINEM NEBELKÖRPER
PYROTECHNIC SMOKE-GENERATING COMPOSITION FOR CAMOUFLAGE PURPOSES AND ITS USE IN A
SMOKE-GENERATING BODY
COMPOSITION PYROTECHNIQUE FUMIGENE A DES FINS DE CAMOUFLAGE ET SON UTILISATION DANS
UN CORPS FUMIGENE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
29.10.1993 DE 4337071
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.1995 Patentblatt 1995/44 |
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Patentinhaber: NICO-PYROTECHNIK
Hanns-Jürgen Diederichs GmbH & Co. KG |
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D-22946 Trittau (DE) |
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Erfinder: |
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- KRONE, Uwe
D-22929 Hamfelde (DE)
- MÖLLER, Klaus
D-23858 Reinfeld (DE)
- SCHULZ, Ernest
D-22455 Hamburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka |
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Patentanwälte
Franziskanerstrasse 38 81669 München 81669 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 108 939 US-A- 4 604 276
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DE-A- 2 608 866 US-A- 4 756 778
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- CARBON, Bd.22, Nr.3, 1984, GB Seiten 253 - 263 S.H. ANDERSON ET AL. 'Exfoliation of
intercalated graphite' in der Anmeldung erwähnt
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen pyrotechnischen Nebelsatz für Tarnzwecke sowie
dessen Verwendung in einem Nebelkörper.
[0002] Gegen Aufklärung, Zielerkennung und Zielverfolgung oder zur Verschleierung taktischer
Operationen auf dem Gefechtsfeld sowie zur Behinderung oder Vereinzelung militärischer
Ziele wird bekanntermaßen künstlich erzeugter Nebel eingesetzt. Dieser wird, wenn
er mittels eines pyrotechnischen Nebelsatzes erzeugt wird, z.B. in Form von Nebelwurfkörpern
oder als Ladung in Artilleriemunition oder Raketengefechtsköpfen verwendet. Klassische
Tarnnebel verwenden als Basis hoch hygroskopische Salze oder Säuren, die mit der Feuchtigkeit
der Luft Wassertröpfchennebel bilden. Bekannt sind u.a. Nebel auf der Basis von Hexachlorethan
und Zink, Phosphorsäurenebel, die auf der Verbrennung von weißem Phosphor beruhen
oder pyrotechnische Nebelsätze auf der Basis von rotem Phosphor bzw. von diesen abgeleitete
oder auf dem gleichen Prinzip beruhende Tarnnebel.
[0003] Fand die Aufklarung in der Vergangenheit zumeist mit optischen Hilfsmitteln im sichtbaren
Bereich des elektromagnetischen Spektrums bei Wellenlängen zwischen 0,4 und 0,7 Mikrometern
statt, so hat sie sich heute weitere, längerwellige Spektralbereiche erschlossen.
Nächstes, nahes und fernes Infrarot mit Wellenlängen zwischen 0,9 und 14 Mikrometern
wird ebenso genutzt wie der Bereich des Millimeterwellenradars mit Wellenlängen zwischen
1 und 30 Millimetern (entsprechend ca. 300 - 10 GHz).
[0004] Zur Verhinderung der Aufklärung in den letztgenannten Spektralbereichen sind die
oben erwähnten klassischen Tarnnebel wirkungslos.
[0005] Es ist bekannt, daß man gegen eine Aufklärung im Infrarotbereich leitfähige Partikelaerosole,
wie Metallstäube und Graphitpulver, mit guter Tarnwirkung verwendet. Diese Staubwolken
werden zumeist explosiv aus vorher kompaktiertem Material erzeugt. Sie decken auch
den optischen Bereich mit ab. Kohlenstoff in Form von feinst verteiltem Ruß aus pyrochemischen
Zersetzungsreaktionen hochkondensierter aromatischer Kohlenwasserstoffe oder perhalogenierter
Kohlenwasserstoffe oder deren Polymeren ist bei Ausbringung in genügender Masse als
IR-Nebel bekannt. Derartige Nebel decken in der Regel ebenfalls den optischen Bereich
mit ab. Im Millimeterwellenbereich sind jedoch auch derartige IR-Nebel wirkungslos.
[0006] Für den Millimeterwellenbereich ist es bekannt, mit entsprechend dimensionierten
Dipolen aus metallisierten Glasfasern oder Kohlenstoffasern wirkungsvolle Scheinziele
zu erzeugen. Das Fasermaterial wird z.B. durch Geschosse oder Raketen oder aus Containern
an Flugzeugen in das Einsatzgebiet und dort durch Ausstoß oder explosive Verteilung
zur Wirkung gebracht. Die Rückstrahlung und Streuung von Millimeterwellen an Wolken
dieser Fasermaterialien tauscht auch dem Radarempfanger Zielobjekte vor oder überdeckt
großflächig ein zu tarnendes Ziel, z.B. ein Schiff, ein Flugzeug oder eine militärische
Anlage. Diese Partikelaerosolwolken sind jedoch gut zu orten und mit einigem elektronischen
Aufwand mit den Millimeterwellensensoren von Raketensuchköpfen auszuschalten. Sie
sind im optischen und IR-Bereich wegen zu geringer Masse nicht wirksam. Hinzu kommt
ein weiterer schwerwiegender Nachteil aller Partikelaerosole, die auf der Dispersion
von Feststoffen durch Ausstoß aus Behältern oder explosiver Zerlegung von Submunition
mit zuvor kompaktiertem Material beruhen: Ihre Verweildauer am Ort der Tarnaufgabe
ist extrem windabhängig, eine länger andauernde Wirkung ist nur durch weitere Ausbringung
bzw. Nachschießen mit entsprechender, zusätzlicher Munition moglich. Dies ist sehr
kostenintensiv und daher für die Tarnung größerer Flächen über längere Zeiträume uneffektiv.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen pyrotechnischen Nebelsatz dahingehend
zu modifizieren, daß der beim Abbrand entstehende Nebel elektromagnetische Strahlung
in einem breiten Wellenlängenspektrum absorbiert, reflektiert oder streut.
[0008] Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0009] Demgemäß besteht der wesentliche Gedanke der Erfindung darin, in den pyrotechnischen
Nebelsatz zur Expansion in der c-Achse befähigte Zwischengitter- bzw. Interkalationsverbindungen
von Graphit einzulagern, die beim Abbrand des pyrotechnischen Satzes in dessen Reaktionszone
expandieren und mit den Reaktionsprodukten des abbrennenden pyrotechnischen Nebelsatzes
freigesetzt werden. In der Reaktionszone des pyrotechnischen Nebelsatzes expandieren
die Graphitverbindungen thermisch und werden als leitfähige, asymmetrische, unregelmäßig
lange und verdrillte Teilchen mit dem Abgasstrom des abbrennenden pyrotechnischen
Satzes freigegeben. Ist der pyrotechnische Nebelsatz z.B. in einem Nebelwurfkörper
angeordnet, so strömen die Graphitteilchen und die Abgase durch die Ausströmöffnungen
des Nebelwurfkörpers und reichern die Tarnwolke der Abbrandprodukte des pyrotechnischen
Satzes mit expandierten Graphitteilchen an, welche durch die thermische Expansion
Dimensionen von ca. 0,001 bis 10,0 Millimeter Länge oder mehr und eine ihrer ursprünglichen
Korngröße entsprechende Breite aufweisen. Diese Graphitpartikel sind breitbandig in
Streuung, Reflexion und Absorption sowohl im sichtbaren Bereich sowie im Infrarot-
als auch im Millimeterwellenbereich wirksam. Aufgrund ihrer geringen Größe und Dichte
ist ihre Ausrieselrate aus der erzeugten Wolke nur gering: Sie werden ohne sichtbare
Trennung von der Nebelwolke der Abbrandprodukte des pyrotechnischen Satzes mit dieser
Wolke vom Wind weitergetragen.
[0010] Mit einem pyrotechnischen Nebelsatz gemäß der Erfindung kann die Tarnwirkung durch
Absorption, Reflexion und Streuung über alle drei oben genannten Spektralbereiche
ermöglicht werden. Der Nebel kann auch über einen längeren Zeitraum, bei einem herkömmlichen
Nebelkörper z.B. über einen Zeitraum von einer Minute und mehr erzeugt werden. Damit
vereinigt er die Vorteile der klassischen, im sichtbaren Bereich des Spektrums wirkenden
pyrotechnischen Nebel, insbesondere deren längere Brenndauer und damit das "Nachfüttern"
der einmal aufgebauten Nebelwand, mit denen der für die Tarnung im Infrarot- und Millimeterwellenbereich
wirksamen Partikelnebel.
[0011] Die Eigenschaft von Graphitverbindungen, bei höherer Temperatur unter Zersetzung
in der c-Achse zu expandieren, ist an sich bekannt; vgl. Römpps Chemie-Lexikon, Franckh'sche
Verlagshandlung, Stuttgart, 1990, S. 1643 und 1644.0
[0012] In der US-PS 3 404 061 werden aus einem derartigen Material lange Streifen oder Blätter
hergestellt, die anisotropische oder auch streng ausgerichtete Eigenschaften aufweisen.
Die Dichte dieses Materials kann durch entsprechende Interkalationsstoffe und die
Temperatur in weiten Grenzen beeinflußt werden.
[0013] Aus der GB-PS 1 588 876 ist es bekannt, Metallbrande dadurch zu löschen, daß das
Feuer mit Graphitverbindungen abgedeckt wird, die an der Oberfläche des brennenden
Metalls expandieren und die Oberfläche dadurch gegenüber der Umgebung isolieren, so
daß das Feuer erstickt wird.
[0014] Über weitere Anwendungen expandierter Graphite siehe auch S.H. Anderson et al. "Exfoliation
of Intercalated Graphite", Carbon, Band 22, Nr. 3, Seiten 253 bis 263, 1984.
[0015] Die pyrotechnischen Nebelsätze weisen z.B. Kaliumperchlorat und Magnesium sowie einen
Abbrandmoderator und gegebenenfalls ein Bindemittel auf. Durch den Abbrand bilden
sich Kaliumchlorid und Magnesiumoxid, die sich nach dem Freisetzen aus dem Nebelsatz
an der Luft mit Wasserdampf beladen und einen optisch wirksamen Tarnnebel bilden.
Die expandierten Graphitpartikel stellen eine starke, aufgrund ihrer unterschiedlichen
Größe und Form sehr breitbandige Absorption und Streuung im Infrarot- und Millimeterwellenbereich
sicher. Zur Erhöhung der Tarnwirkung im Infrarotbereich kann dem pyrotechnischen Nebelsatz
noch ein Metallstaub oder Graphitpulver beigesetzt werden. Der Anteil der expandierenden
Stoffe in dem pyrotechnischen Nebelsatz liegt im Bereich zwischen 40 und 65 %, um
die für eine Tarnwirkung erforderliche Partikeldichte in der Nebelwolke zu erzielen.
Der Anteil des gegebenenfalls zugesetzten Metallstaubes bzw. eines Graphitpulvers
zur Verbesserung der Infrarot-Tarnwirkung liegt zwischen 3 und etwa 15 %, vorzugsweise
bei etwa 5 %.
[0016] Als Abbrandmoderator werden bei dem pyrotechnischen Nebelsatz z.B. Schwarzpulver
oder Azodicarbonamid in einem Anteil zwischen 1 bis 10 % verwendet.
[0017] Falls ein Bindemittel eingesetzt wird, werden z.B. Nitrozellulose oder Novolake in
einem Anteil zwischen 1 bis 5% verwendet.
[0018] Die Verteilung der Partikelgröße der expandierenden Graphitverbindungen kann im wesentlichen
über die Korngröße der Ausgangsstoffe bestimmt werden. Da der pyrotechnische Nebelsatz
in der Regel in einem Nebelkörper angeordnet ist und beim Abbrand des pyrotechnischen
Nebelsatzes aus Ausströmöffnungen abgeblasen wird, ist es jedoch auch möglich, die
Verteilung der Partikelgrößen des expandierten Graphits über die Strömungsquerschnitte
an den Ausströmöffnungen des Nebelkörpers zu steuern. Die Partikelgröße des expandierten
Graphits liegt, wie bereits oben angegeben, bei Dimensionen zwischen 0,001 und 10
Millimeter, vorzugsweise 1 Mikrometer und 5 Millimeter. Als Zwischengitter- bzw. Interkalationsverbindungen
für Graphit sind Halogene, Metallhalogenide, Metalloxide, Mineralsäuren aber auch
organische Verbindungen zu verwenden. Bewährt hat sich z.B. Graphithydrogensulfat.
Mit dieser Graphitverbindung kann ein Nebelsatz mit z.B. folgender Zusammensetzung
präpariert werden: 48 % Graphithydrogensulfat, 23 % Kaliumperchlorat, 16 % Magnesium,
6 % Graphitpulver, 4 % Abbrandmoderator und 3 % Bindemittel. Sämtliche Prozentzahlen
sind hierbei Gewichtsprozente.
1. Pyrotechnischer Nebelsatz fur Tarnzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß in einem kontinuierlich
abbrennenden pyrotechnischen Nebelsatz zur thermischen Expansion fähige Zwischengitter-
bzw. Interkalationsverbindungen von Graphit eingebracht sind, die in der Reaktionszone
des pyrotechnischen Satzes freigegeben werden und dort expandieren, wobei die Expansion
der Verbindungen des Graphits in Richtung der zur Gitterebene senkrechten c-Achse
erfolgt.
2. Nebelsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kontinuierlich abbrennende
pyrotechnische Satz Reaktionsprodukte erzeugt, welche im sichtbaren Bereich des Spektrums
der elektromagnetischen Strahlung einen tarnfähigen Nebel bilden.
3. Nebelsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen von
Graphit in einem Anteil zwischen 40 und 65 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 50 Gewichtsprozent,
im pyrotechnischen Nebelsatz vorliegen.
4. Nebelsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
in der Reaktionszone des pyrotechnischen Satzes expandierten Teilchen im wesentlichen
strangförmig sind und Dimensionen zwischen 0,001 und 10 Millimeter, vorzugsweise zwischen
0,001 und 5 Millimetern aufweisen.
5. Nebelsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem
pyrotechnischen Nebelsatz zusätzlich Graphitpulver beigemischt ist.
6. Nebelsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
expandierende Graphitverbindung Graphithydrogensulfat ist.
7. Verwendung des Nebelsatzes nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einem Nebelkörper,
der Ausströmöffnungen aufweist, über die die Reaktionsprodukte des pyrotechnischen
Satzes und die expandierten Graphitpartikel freigesetzt werden.
1. Pyrotechnic smoke composition for camouflage purposes, characterised in that there
are incorporated, in a continuously deflagrating pyrotechnic smoke composition, interstitial
or intercalary compounds of graphite which are capable of thermal expansion and are
released in the reaction zone of the pyrotechnic composition and expand therein, the
expansion of the graphite compounds taking place in the direction of the c-axis perpendicular
to the lattice plane.
2. Smoke composition according to claim 1, characterised in that the continuously deflagrating
pyrotechnic composition produces reaction products which form, in the visible range
of the spectrum of electromagnetic radiation, a smoke capable of providing camouflage.
3. Smoke composition according to claim 1 or 2, characterised in that the graphite compounds
are present in the pyrotechnic smoke composition in a proportion of between 40 and
65 percent by weight, and preferably of around 50 percent by weight.
4. Smoke composition according to one of the preceding claims, characterised in that
the particles expanded in the reaction zone of the pyrotechnic composition are essentially
strand-shaped and have dimensions of between 0.001 and 10 millimetres, and preferably
of between 0.001 and 5 millimetres.
5. Smoke composition according to one of the preceding claims, characterised in that
graphite powder is additionally admixed to the pyrotechnic smoke composition.
6. Smoke composition according to one of the preceding claims, characterised in that
the expanding graphite compound is graphite hydrogen sulphate.
7. Use of the smoke composition according to one of the preceding claims in a smoke body
which has outlet apertures via which the reaction products of the pyrotechnic composition
and the expanded graphite particles are released.
1. Composition pyrotechnique fumigène à des fins de camouflage, caractérisée en ce que,
dans une composition fumigène pyrotechnique en combustion continue, on apporte une
grille intermédiaire, c'est-à-dire des liaisons intermédiaires en graphite susceptibles
d'expansion thermique, qui sont libérées dans la zone de réaction de la composition
pyrotechnique où elles subissent une expansion, l'expansion des liaisons de graphite
se réalisant dans la direction de l'axe c perpendiculaire au plan de la grille.
2. Composition fumigène selon la revendication 1, caractérisée en ce que la composition
pyrotechnique en combustion continue fournit des produits de réaction qui, dans le
domaine visible du spectre de rayonnement électromagnétique, constituent un brouillard
camouflant.
3. Composition fumigène selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les liaisons
de graphite sont présentes dans la composition fumigène pyrotechnique selon une proportion
entre 40 et 65 % de poids, de préférence environ 50 %.
4. Composition fumigène selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que les particules qui subissent l'expansion dans la zone de réaction de la
composition pyrotechnique sont essentiellement sous la forme de cordons et présentent
des dimensions entre 0,001 et 10 mm, de préférence entre 0,001 et 5 mm.
5. Composition fumigène selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que de la poudre de graphite est en outre mélangée à la composition fumigène
pyrotechnique.
6. Composition fumigène selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que la liaison de graphite à expansion est constituée de sulfate d'hydrogènegraphite.
7. Utilisation de la composition fumigène selon l'une quelconque des revendications précédentes
dans un corps fumigène présentant des ouvertures de sortie par lesquelles sont libérés
les produits de réaction de la composition pyrotechnique et les particules de graphite
expansées.