[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Zuführeinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Zur Beschickung von Faserband verarbeitenden Maschinen, zum Beispiel von Wickel bildenden
Maschinen, werden jeweils eine Gruppe von Faserbändern einer Streckwerkseinheit zugeführt,
welche sich oberhalb eines Zuführtisches für die Wickel bildende Maschine befindet.
In der Regel sind zwei oder drei solcher Streckwerkseinheiten hintereinander oberhalb
des Zuführtisches angeordnet. Die einzelnen Faserbänder werden dabei aus Kannen über
eine oberhalb der Kanne zugeordneten Rolle abgezogen und der jeweiligen Streckwerkseinheit
zugeführt. Die Kannen sind in Reihen neben dem Zuführtisch aufgestellt. Das heisst,
die Zuführung der Faserbänder erfolgt quer zur Längsrichtung des Zuführtisches.
[0003] Eine derartige Einrichtung ist zum Beispiel aus dem Prospekt "CHERRY-SUPERLAP-SL
100 der Firma Hara Shokki - Impressum 9-91" zu entnehmen. Hierbei werden drei Kannenreihen
mit jeweils 12 Kannen dem Zuführtisch vorgelegt. Das heisst, pro Streckwerk, dessen
Streckwerkswalzen quer zur Transportrichtung auf dem Zuführtisch ausgerichtet sind,
werden zwölf Faserbänder zur Bildung eines Faservlieses zugeführt. Zur geordneten
Vorlage der einzelnen Faserbänder beim jeweiligen Streckwerk werden diese, ausgehend
von der Lieferstelle bei den Kannen, über eine Führungswalze nach unten zu einem Förderwalzenpaar
umgelenkt. Vor dem jeweiligen Förderwalzenpaar sind zusätzlich Abstandshalter zur
Seitenführung der Faserbänder angebracht. Die durch den Klemmspalt der Förderwalzen
hindurchtretenden Faserbänder gelangen auf einem Führungstisch zu einem Umlenkelement,
bei welchem sie um 90° horizontal umgelenkt und zu einem Streckwerk überführt werden.
[0004] Bei dieser Einrichtung werden die Faserbänder im Bereich des Zuführtisches insgesamt
dreimal umgelenkt, bevor sie geordnet und nebeneinanderliegend der Streckwerkseinheit
zugeführt werden. Das Gefüge der Faserbänder wird bei jedem Umlenkvorgang technologisch
gesehen negativ beeinflusst. Es können an den Umlenkstellen Verdrehungen des Faserbandes
entstehen, welche sich negativ beim nachfolgenden Verstrekkungsprozess auswirken können.
[0005] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die Anzahl der Umlenkstellen für die Faserbänder
zu reduzieren und eine einfache und kostengünstige Zuführvorrichtung für die Faserbänder
auszubilden.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Zuführeinrichtung aus mehreren Führungselementen
besteht, die über die Breite der Streckwerkseinheit verteilt angeordnet sind und zur
individuellen Umlenkung der einzelnen Faserbänder nach unten in eine quer zur horizontalen
Lieferrichtung zeigende Förderrichtung vorgesehen sind. Durch diese Anordnung bzw.
Ausbildung der Zuführeinrichtung ist es möglich, mit nur einer Umlenkstelle auszukommen,
um die Faserbänder der Streckwerkseinheit zuzuführen.
[0007] Es wird vorgeschlagen die Führungselemente als rotationssymmetrische Umlenkelemente
auszubilden.
[0008] Zur Vermeidung von zusätzlichen Umlenkungen für die Faserbänder und zur besseren
Führung wird vorgeschlagen, dass die rotationssymmetrische Achse des Führungselementes,
das einer bestimmten Lieferstelle zugeordnet ist, quer zur Zuführrichtung des Faserbandes,
von der Lieferstelle aus betrachtet, ausgerichtet ist.
[0009] Um die Fürhungselemente entsprechend auf die Lieferstellen und die Abgabestelle an
die Streckwerkseinheit besser auszurichten, wird vorgeschlagen, dass die Führungselemente
so gelagert sind, so dass sich die vertikalen Ebenen, in welchen die Achsen der Führungselemente
liegen, teilweise überschneiden. Dadurch ist es möglich jedes Führungselement in seiner
Lage individuell auf die Lieferstelle und die Abgabestelle bei der Streckwerkseinheit
auszurichten und eine schonende Umlenkung der Faserbänder zu gewährleisten.
[0010] Ausserdem wird dadurch eine sternförmige Zuführung der Faserbänder von den einzelnen
Lieferstellen ermöglicht. Das heisst, es werden zwischen der Lieferstelle des Faserbandes
und der entsprechend zugeordneten Umlenkrolle keine weiteren Führungshilfen für das
Faserband benötigt.
[0011] Es wird eine Ausführung vorgeschlagen, wobei die Führungselemente, bzw. deren Achsen,
auf einer Ebene angeordnet sind, die quer zur nach unten gerichteten Abgaberichtung
der Förderelemente ausgerichtet ist. Durch diese Anordnung erhält man eine übersichtliche
Umlenkstelle für die Faserbänder, die das Einfädeln und Ansetzen der Faserbänder problemlos
gestattet.
[0012] Der weitere Vorschlag, wobei die Achsen der Führungselemente teilweise in verschiedenen
horizontalen Ebenen angeordnet sind, führt zu einer kompakten Ausführung der Umlenkstelle,
wobei Ueberschneidungen der Faserbänder, bzw. das Streifen zwischen den Faserbändern
vermieden wird und die Ausrichtung auf die Abgabestelle für die Streckwerkseinheit
optimal ausgelegt werden kann.
[0013] Die genaue Ausrichtung der Führungselemente auf die genannte Abgabestelle wird vereinfacht,
wenn, wie weiter vorgeschlagen, die Führungselemente so gelagert sind, so dass deren
Achsen in bezug auf eine horizontale Ebene teilweise unterschiedlich geneigt sind.
[0014] Zur Beschickung der Streckwerkseinheit mit Faserbändern von zwei Seiten wird eine
Ausführung vorgeschlagen, wobei die Führungselemente in bezug auf die vertikale Mittelebene
der Streckwerkseinheit spiegelbildlich angeordnet sind.
[0015] Vorzugsweise sind dabei die Führungselemente im Bereich von Ebenen angeordnet, die
sich tannenbaumartig von der Mittelebene der Streckwerkseinheit nach aussen erstrecken.
[0016] Um die Reibung zwischen den Führungselementen und dem Faserband an der Umlenkstelle
auf ein Minimum zu reduzieren, wird vorgeschlagen, die Führungselemente als drehbar
gelagerte Umlenkrollen auszubilden. Zur exakten Führung der Faserbänder sind die Führungsrollen
mit einer oder mehreren Führungsrillen versehen. Mehrere Führungsrillen werden dann
vorgesehen, wenn eine Führungsrolle zum gleichzeitigen Umlenken mehrerer Faserbänder
vorgesehen ist. Dadurch ist es möglich, eine möglichst grosse Zahl von Faserbändern
geordnet der Streckwerkseinheit zuzuführen.
[0017] Um die von den Umlenkrollen abgegebenen Faserbänder zu einem Faserbandvlies für die
Vorlage der Streckwerkseinheit auszurichten, wird weiter vorgeschlagen, unterhalb
der Umlenkrollen ein Bandführungsteil mit im Abstand fixierten Faserbandführungen
vorzusehen, wobei sich das Bandführungsteil über die Breite der Streckwerkseinheit
erstreckt.
[0018] Die Faserbandführungen können aus nebeneinander und versetzt zueinander angeordneten
Löchern ausgebildet sein. Die Löcher werden dann im Bereich des Eintritts des Faserbandes
mit entsprechenden Abrundungen versehen.
[0019] Es ist jedoch auch möglich, die Löcher so auszubilden, dass sie zur Aufnahme von
Führungshülsen zur Bandführung dienen. Das heisst, die Hülsen können separat montiert,
bzw. demontiert werden. Dadurch wird insbesondere die Herstellung eines Bandführungsteiles
ermöglicht, welches aus verschleissfestem Material hergestellt werden kann. Vorzugsweise
kann die Führungshülse aus Keramik ausgebildet sein.
[0020] Um das Einfädeln der Faserbänder beim Ansetzen in das Bandführungsteil zu erleichtern,
wird vorgeschlagen, das Bandführungsteil mit einseitig offenen Schlitzen mit unterschiedlichen
Längen zu versehen.
[0021] Zur Ausrichtung der vom Bandführungsteil abgegebenen Faserbänder zueinander wird
eine Ausführung vorgeschlagen, wobei die Faserbandführungen des Bandführungsteiles
aus verstellbar befestigten und nebeneinander versetzt angeordneten, Führungshülsen
gebildet sind, die mit Durchtrittsöffnungen versehen sind.
[0022] Vorzugsweise sind die Führungshülsen in bezug auf die Mittelebene der Streckwerkseinheit
seitlich verschiebbar in einer Aufnahme gelagert.
[0023] Die Aufnahme kann dabei aus einer Stange oder einem Träger mit einer Längsnut bestehen,
in welchen die Führungshülsen nebeneinanderliegend verschiebbar gelagert sind. Die
Fixierung in einer Lage kann dabei über eine Schraube erfolgen.
[0024] Um die Faserbänder so zu führen, dass sie im Bereich vor dem Bandführungsteil nicht
aneinander reiben wird vorgeschlagen, mindestens zwei nebeneinanderliegende Aufnahmen
vorzusehen, wobei jede Aufnahme eine Gruppe von nebeneinanderliegenden Führungshülsen
aufnimmt.
[0025] Die Schrägstellung der Symmetrieachsen innerhalb jeder Gruppe von Führungshülsen
begünstigt das Zusammenführen der Faserbänder zu einem Faserbandvlies für die Uebergabe
an die nachfolgende Streckwerkseinheit.
[0026] Durch die Ausführung der vorgeschlagenen Verjüngung der Öffnung der Führungshülsen
wird das Einfädeln der Faserbänder erleichtert.
[0027] Es wird eine weitere Variante vorgeschlagen, wobei die Führungshülsen mit, in Förderrichtung
der Faserbänder gesehen, zuerst verjüngenden und dann divergierenden Öffnungen versehen
sind. Dadurch wird einerseits eine gute Einfädelung ermöglicht sowie eine Selbstreinigung
der Öffnung, das heisst die Verschmutzung der Öffnung wird herabgesetzt.
[0028] Um die Standzeit der Führungshülsen zu erhöhen, wird vorgeschlagen sie teilweise
aus Keramik oder gesintertem Aluminium auszubilden.
[0029] Um die vom Bandführungsteil abgegebenen Faserbänder auf den Einlauf der Streckwerkseinheit,
insbesondere im Randbereich der Faserbandwatte, besser ausrichten zu können, wird
vorgeschlagen, dass die Aufnahmen seitlich, in bezug auf die Mittelebene der Streckwerkseinheit,
verstellbar befestigt sind. Damit kann auch gleichzeitig eine Gruppe von Führungshülsen
in einer Richtung seitlich verstellt werden.
[0030] Vorzugsweise sind die Lieferstellen der Faserbänder aus an einem Zuführgestell drehbar
gelagerten Rollen gebildet, wobei die Drehachsen der Rollen so angeordnet sind, dass
sie etwa parallel zur Achse der jeweils zugeordneten Umlenkrolle ausgerichtet werden
kann.
[0031] Als Zuführhilfe zur Streckwerkseinheit kann dem Bandführungsteil eine Umlenkwalze
und ein Führungsblech nachgeschaltet sein, um das Faserbandvlies in die erste Klemmstelle
der Streckwerkseinheit zu überführen.
[0032] Wie weiter vorgeschlagen, kann das Bandührungsteil auch aus einer Walze mit Führungsrillen
für die einzelnen Faserbänder vorgesehen sein.
[0033] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand eines nachfolgenden Ausführungsbeispieles
näher beschrieben und aufgezeigt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf eine faserbandverarbeitende Maschine mit der erfindungsgemäss
ausgebildeten Umlenkeinrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische und vergrössert dargestellte Draufsicht auf die erfindungsgemässe
Umlenkvorrichtung gemäss Fig. 1,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht nach Fig. 3,
- Fig. 5
- eine vergrösserte Teilansicht nach Fig. 1 mit der Zuordnung Lieferstelle Kanne und
Umlenkvorrichtung,
- Fig. 6
- eine vergrösserte Teilansicht nach Fig. 2 im Bereich einer Streckwerkseinheit,
- Fig. 7
- eine Teilansicht des Bandführungsteils nach Fig. 4 mit einer speziellen Ausführungsform,
- Fig. 8
- eine Teilansicht in der Draufsicht eines Ausführungsbeispiels des Bandführungsteils
nach Fig. 4,
- Fig. 9
- eine schematische Draufsicht auf eine faserbandverarbeitende Maschine mit einer weiteren
erfindungsgemäss ausgebildeten Umlenkeinrichtung,
- Fig. 10
- eine schematische Seitenansicht nach Fig. 9,
- Fig. 11
- eine schematische und vergrössert dargestellte Seitenansicht auf die Umlenklenkvorrichtung
nach Fig. 9,
- Fig. 12
- eine schematische Draufsicht nach Fig. 11,
- Fig. 13
- eine vergrösserte Darstellung einer Ausführungsform der Führungshülsen des Bandführungsteils
nach Fig. 1 bzw. Fig. 10,
- Fig. 14
- eine Draufsicht nach Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Variante der Befestigung der Führungshülse nach Fig. 13,
- Fig. 16
- eine schematische Seitenansicht einer möglichen Ausführungsform einer Führungshülse
nach Fig. 13.
[0034] Fig. 1 zeigt eine wickelbildende Maschine 1 zur Bildung von Wattewickeln 2, welche
anschliessend zur Weiterverarbeitung an eine Kämmaschine transportiert werden. Die
Maschine 1 ist mit einem Zuführtisch 4 versehen, wobei oberhalb des Zuführtisches
zwei Streckwerkseinheiten 5 und 6 angeordnet sind. Die Streckwerkseinheiten 5, 6 werden
durch Faserbänder F beschickt, welche aus Kannen K der Kannenreihen R1 bis R4 über
entsprechende Lieferstellen 8 abgezogen werden. Die Kannenreihen R1-R4 sind dabei
beidseitig des Zuführtisches 4 angeordnet. Die Lieferstellen 8 können wie zum Beispiel
in Fig. 5 gezeigt aus Abzugsrollen 9 gebildet sein. Die Abzugsrollen 9 sind dabei
um eine Achse 10 frei drehbar gelagert. Die Abzugsrollen 9 sind an einem Zuführgestell
12 drehbar befestigt. Die von den Kannen K abgezogenen Faserbänder F werden einer
Zuführvorrichtung 14 überführt, an welcher sie von einer etwa horizontalen Lage in
vertikale Richtung umgelenkt werden. Diese Zuführvorrichtung ist im Detail in Fig.
3 und Fig. 4 in vergrössertem Massstab aufgezeigt.
[0035] Die Zuführvorrichtung 14 ist dabei aus mehreren teilweise in verschiedenen horizontalen
Ebenen I-III drehbar gelagerten Umlenkrollen 16a bis 16f gebildet. Die Umlenkrollen
16a bis 16f sind an einem Halter 18 drehbar gelagert, der wiederum an einer Stange
20 eines nicht näher aufgezeigten Gestelles befestigt ist. Der Halter 18 ist an der
Stange 20 verschiebbar gelagert und kann durch eine Schraube 21 in einer eingestellten
Lage arretiert werden. Die einzelnen Achsen 17a bis 17f sind im Bereich - in vertikaler
Richtung gesehen - einer schrägen Ebene 23, bzw. 24 angeordnet.
[0036] Die Anordnung ist so getroffen, dass die Umlenkrollen 16a bis 16c zu den Umlenkrollen
16d bis 16f spiegelbildlich angeordnet sind, so dass sich eine tannenbaumförmige Anordnung
der Umlenkrollen ergibt.
[0037] Wie aus Fig. 3 zu entnehmen, überschneiden sich die durch die Achsen 17a bis 17c
gelegten Ebenen. Durch diese unterschiedliche Winkelanordnung der Achsen 17a bis 17f
ist es möglich, die Faserbänder F ohne weitere besondere Um-lenkstellen direkt von
der jeweiligen Abzugsrolle 9 zu der Zuführvorrichtung 14 zu überführen. Jede der Umlenkrollen
16a bis 16f ist mit jeweils zwei Führungsrillen 47,48 zur Aufnahme je eines Faserbandes
versehen. Dabei sind, wie insbesondere in Fig. 5 dargestellt, die Achsen 17c der Umlenkrolle
16c zu der Achse 10 der entsprechend zugeordneten Abzugsrolle 9 etwa parallel ausgerichtet.
Auf dem Weg des Faserbandes F von der Abzugsrolle 9 zu der Umlenkrolle 16c wird das
Faserband durch am Zuführgestell 12 angebrachte Querstangen 26 in vertikaler Richtung
abgestützt. Durch die bereits beschriebene spezielle Anordnung der Rollen 16a bis
16f wird ermöglicht, dass die bei den Rollen umgelenkten Faserbänder so nach unten
abgegeben werden können, so dass diese in einem Faserbandverbund 30 mit der entsprechenden
Breite B abgegeben werden, welche zur Vorlage an der nachfolgenden Streckwerkseinheit
5 oder 6 notwendig ist. Um die Faserbänder F in dieser Breite B mit entsprechender
Ausrichtung der Faserbänder F untereinander zur Streckwerkseinheit 5, bzw. 6, zu überführen,
ist unterhalb der Zuführvorrichtung ein Bandführungsteil 15 angeordnet, das mit Löchern
28 versehen ist, deren Anzahl der nach unten abgegebenen Faserbänder F entspricht.
[0038] Wie insbesondere in Fig. 3 zu entnehmen, sind die Löcher 28 in horizontaler Richtung
versetzt im Bandführungsteil 15 angeordnet. Dadurch wird die Struktur des Faserbandvlieses
30 vorgegeben, welche sich nach dem Durchtritt der Faserbänder durch das Bandführungsteil
15 ergibt. Im Eintrittsbereich sind die Löcher 28 mit Abrundungen 29 versehen. Dies
soll einerseits ein leichteres Einfädeln der Faserbänder ermöglichen und andererseits
ein Abspleisen von äusseren Fasern der Faserbänder verhindern. Eine derartige Abrundung
29 könnte auch beim Austritt aus dem Bandführungsteil 15 angebracht sein.
[0039] In Fig. 7 ist eine spezielle Ausführung des Bandführungsteils 15 aufgezeigt, wobei
in die Löcher 28 ein Keramikeinsatz 32 mit einer Durchtrittsbohrung 33 für das Faserband
F eingesetzt ist. In bezug auf die Ausführung nach Fig. 4 besitzt bei der Ausführung
nach Fig. 7 das Loch 28 einen grösseren Durchmesser und die Durchtrittsbohrung 33
entspricht dem Durchmesser des Loches 28 der Ausführung nach Fig. 4. Die Ausführungsvariante
nach Fig. 7 ermöglicht einerseits eine einfache Herstellung des Bandführungsteils
15 und eine Austauschmöglichkeit der Einsätze 32, wenn diese verschliessen sind. Die
Einsätze 32 könnten entsprechend der Bandnummer bzw. des Bandmaterials in Werkstoff
und Form angepasst werden.
[0040] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsvariante des Bandführungsteils 15, wobei die
Löcher 28 durch einseitig offene Längsschlitze 35 und 36 ersetzt wurden. Die Längsschlitze
35 und 36 sind von unterschiedlicher Länge, so dass die Abgabestruktur entsprechend
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 bzw. 4 erhalten bleibt. Die Ausführung nach Fig.
8 bringt insbesondere den Vorteil, dass die Faserbänder leicht einzufädeln sind, das
heisst die Faserbänder müssen zum Zwecke des Einfädelns nicht angespitzt werden.
[0041] Wie aus Fig. 6 zu entnehmen, gelangt das nach unten abgegebene Faserbandvlies 30
zu einer Führungsrolle 38, welche frei drehbar gelagert ist. Die Führungsrolle 38
ist oberhalb eines Leitbleches 39 angebracht, über welches das Faserbandvlies dem
Eingangswalzenpaar 41 der Streckwerkseinheit 5 zugeführt wird. Das Faserbandvlies
30 wird in der Streckwerkseinheit 5 verstreckt, bzw. verzogen und gelangt als Faservlies
43 über eine Leitfläche 44 auf den Zuführtisch 4 unter eine Klemmlinie einer angetriebenen
Förderwalze 45. Das von der Streckwerkseinheit 6 abgegebene Faservlies 42 wird im
Bereich dieser Klemmstelle mit dem Faservlies 43 doubliert und anschliessend zur wickelbildenden
Einheit überführt. Die Führungsrolle 38 ist direkt oberhalb des Leitbleches 39 angeordnet
und bildet mit dem Leitblech 39 eine Klemmstelle für das zugeführte Faserbandvlies.
Das heisst, man kann in diesem Bereich der Klemmstelle nicht mehr von einer freien
Umlenkung der Faserbänder sprechen, zumal die Faserbänder hier keine Möglichkeit mehr
haben, sich zu verdrehen und somit eine unerwünschte Struktur zu erzeugen.
[0042] Es wäre jedoch auch denkbar, die Zuführeinrichtung 14 in vertikaler Richtung schräg
anzuordnen, so dass eine zusätzlich Umlenkung durch die Führungsrolle 38 überflüssig
wird.
[0043] In Fig. 9 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel einer wikkelbildenden Maschine 1
gezeigt, deren Komponenten im wesentlichen mit den Komponenten des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1 übereinstimmen. Lediglich die Zuführvorrichtung 14, welche die Umlenkstelle
für die Faserbänder F bildet, ist abweichend in bezug auf das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 ausgebildet. Dies ist insbesondere aus der Seitenansicht der Fig. 10,
bzw. aus den vergrösserten Teilansichten der Fig. 11 und 12 zu entnehmen.
[0044] Die Faserbänder werden aus den Kannen K der Kannenreihen R1 bis R2, bzw. R3 bis R4,
der jeweiligen Zuführvorrichtung 14 in etwa horizontaler Lage zugeführt.
[0045] Über die einzelnen Lieferstellen 8 der Kannen K gelangen die Faserbänder F zu den
zugeordneten Umlenkrollen 55a bis 55o (Fig. 12).
[0046] Die Umlenkrollen 55a bis 55o sind in verschränkten Laschen 53a bis 53o drehbar gelagert.
Die Laschen 53a bis 53o sind in bestimmten Abständen zueinander an einem Halter 50,
bzw. an einem Halter 51 befestigt. Die Halter 50,51 sind an einer Stange 52 angebracht
und verlaufen jeweils etwa unter einem Winkel α zur vertikalen Mittelebene M der Zuführeinrichtung
14. Wie insbesondere aus der Seitenansicht nach Fig. 11 zu entnehmen, sind die Halter
51,52 sowie die Umlenkrollen 55a bis 55o etwa in einer horizontalen Ebene ausgerichtet.
Um dies besser zu veranschaulichen, wurde eine horizontale Ebene H eingezeichnet sowie
eine Achsenverbindungslinie A1 bzw. A2 zwischen den einzelnen Umlenkrollen. Wie daraus
zu ersehen, verlaufen die Linien A1 bzw. A2 etwa parallel zur horizontalen Ebene H.
[0047] Die einzelnen Achsen 56a bis 56o sind bis auf zwei Ausnahmen unter einem bestimmten
Winkel β zur horizontalen Ebene H schräggestellt. Die Achsen 56b und 56i sind die
einzigen, die parallel zur horizontalen Ebene H verlaufen. Diese Winkelstellung in
bezug auf die horizontale Ebene H ist so ausgebildet, so dass die jeweiligen Umlenkrollen
die Faserbänder F in Richtung der Löcher 28 des nachfolgenden Bandführungsteils so
weiterführen, so dass keine zusätzliche Umlenkung für die Faserbänder F entsteht.
Das heisst, die einzelnen Faserbänder F werden bei den Umlenkrollen 55a bis 55o schonend
und ohne weitere Beanspruchung umgelenkt. Dies wird zusätzlich auch durch eine weitere
Schrägstellung der Achsen 56a bis 56g zur Achsenverbindungslinie A1 bzw. der Achsen
56h bis 56o zur Achsenverbindungslinie A2 erreicht. Dadurch ist es möglich, wie z.B.
in Fig. 5 gezeigt, die Drehachsen der einzelnen Umlenkrollen etwa parallel zu den
Drehachsen 10 der zugeordneten Abzugsrolle 9 bei den Kannen K auszurichten.
[0048] Durch diese in einer etwa horizontalen Ebene H liegende tannenbaumartige Ausführung
der Zuführvorrichtung wird ausserdem eine übersichtliche und leicht zu handhabende
Umlenkstelle gebildet. Das heisst, die Zuordnung der einzelnen Umlenkrollen zu den
entsprechend zugeordneten Abzugsrollen 9 ist leicht überschaubar. Über die Stange
52 ist die Zuführvorrichtung 14 an einem Gestell befestigt (nicht gezeigt). Diese
Befestigung kann so ausgebildet werden, so dass eine horizontale und/oder vertikale
Lageänderung der Zuführvorrichtung 14 vorgenommen werden kann.
[0049] Im gezeigten Beispiel nach der Fig. 12 ist auf den Umlenkrollen 55g bzw. 55o kein
Faserband F gelegt. Diese Rollen könnten zur Aufnahme eines Reservebandes (nicht gezeigt)
dienen oder zur Aufnahme eines weiteren Faserbandes, wenn in einer Kannenreihe R1
bis R4 ein weiteres Faserband F aus jeweils einer siebten Kanne K abgezogen wird.
[0050] Es ist auch denkbar, anstelle der drehbar gelagerten Rollen 16a bis 16f, bzw. 55a
bis 55o, feststehende Umlenkelemente, z.B. rotationssymmetrische Keramikteile zu verwenden.
Dies würde zwar gegenüber den drehbar gelagerten Umlenkrollen eine höhere Reibung
an den Umlenkstellen geben, jedoch könnten diese Umlenkstellen dadurch einfach und
preisgünstig hergestellt werden.
[0051] Um die entsprechende Winkelstellung der Umlenkrollen in der horizontalen bzw. in
der vertikalen Ebene zu erzielen, müssen bei der Lösung nach der Fig. 11 die Laschen
53a bis 53o entsprechend verschränkt (wie gezeigt) ausgeführt werden.
[0052] Die Weiterführung der Faserbänder durch den Bandführungsteil 15 des Ausführungsbeispieles
nach Fig. 12 bis zur Vorlage zur jeweiligen Streckwerkseinheit 5,6 erfolgt analog
dem unter Fig. 6 beschriebenen Ausführungsbeispiel.
[0053] Fig. 13 bzw. Fig. 14 zeigt eine weitere besondere Ausführung des Bandführungsteils
15.
[0054] Anstelle von einfachen im Bandführungsteil 15 angeordneten Durchgangslöchern 28 kommen
hierbei nebeneinanderliegende und verschiebbar angebrachte Führungshülsen 58 bzw.
59 zur Anwendung. Die Führungshülsen 58,59 sind dabei mit trichterförmigen, länglichen
und nach unten verengenden Durchtrittsöffnungen 60 versehen. Diese Form der Durchtrittsöffnung
60 ermöglicht einerseits ein problemloses Einfädeln der Faserbänder und verhindert
andererseits ein Abschälen von äusseren Fasern aus dem Faserverbund des Faserverbandes.
Durch die trichterförmige und längliche Öffnung werden die Faserbänder leicht verdichtet
und von der runden Bandstruktur in eine flache Bandstruktur verformt. Diese flache
Bandstruktur ist besser geeignet zur nachträglichen Weiterverarbeitung im Streckwerk
5 oder 6 und ermöglicht die Vorlage eines geschlossenen Faserbandes-Verbundes, d.h.
dem jeweiligen Streckwerk wird eine geschlossene Fasermatte zum Verstrecken vorgelegt.
Damit die mit flachem Querschnitt ausgeformten Faserbänder ohne Zwischenraum nebeneinanderliegen,
sind die Führungshülsen 58 und 59, bzw. deren Durchgangsöffnungen 60, so angeordnet,
dass sie sich, über die Breite B' gesehen, mit dem Mass X überschneiden. Durch die
seitliche Verschiebbarkeit der Führungshülsen 58 und 59, wie durch Doppelpfeile schematisch
angedeutet, kann das Mass X genau eingestellt werden. Es gibt auch Anwendungsfälle,
wo das Mass X auf Null eingestellt wird. Dies hängt jedoch von der jeweiligen Art
des zu verarbeitenden Fasermaterials ab. Um die von den Führungshülsen 58 und 59 abgegebenen
flachen Faserbänder F zu einer Faserbandwatte zusammenzuführen, sind die symmetrischen
Achsen 61 und 62 der Führungshülsen 58,59 in bezug auf die vertikale Mittelebene V
schräggestellt. Das heisst, die vertikale Ebene, in welcher sich die Achsen 61 befinden,
würden sich unterhalb des Bandführungsteils 15 mit der vertikalen Ebene, in welcher
sich die Achsen 62 befinden, schneiden.
[0055] Die Führungshülsen 58,59 sind in den Aufnahmen 64 bzw. 65 über die Laschen 67 verschiebbar
befestigt. Die Laschen 67 sind dabei jeweils mit Durchtrittsbohrungen versehen, durch
welche die Schrauben 75 hindurchgreifen und in eine Führungsmutter 71 geschraubt sind.
Die Führungsmutter 71 ist dabei so ausgebildet, dass sie in dem T-förmigen Längsschlitz
69 der Aufnahme 64 bzw. 65 längsverschiebbar gelagert ist. Beim Drehen der Schrauben
verspannt sich die obere Fläche der Mutter 71 gegen die obere Innenfläche des T-förmigen
Längsschlitzes 69. Dadurch ist die Längsverschiebung blockiert und die Führungshülse
in ihrer eingestellten Lage fixiert.
[0056] An der Aufnahme 64 ist ein Winkel 72 angebracht, der über die Schraube 78 an dem
schematisch dargestellten Gestell 77 befestigt ist. Wie insbesondere aus Fig. 14 zu
entnehmen, ist der Winkel mit einem Langloch 66 versehen, womit eine gemeinsame seitliche
Verstellung der Führungshülsen 58 vorgenommen werden kann. In der Regel sind mehrere
solcher Winkel im Abstand an der Aufnahme 64 angebracht. Durch diese Möglichkeit der
seitlichen Verschiebung der Aufnahme 64 wird die Einstellung der Ränder der abgegebenen
Faserbandmatte in bezug auf den Einlauf des nachfolgenden Streckwerks ermöglicht.
Die gleiche Verstellmöglichkeit ist natürlich auch für die Aufnahme 64 vorgesehen.
Sie wurde jedoch aus Übesichtlichkeitsgründen nicht gezeigt.
[0057] Durch die Verwendung derartiger Führungshülsen ist es möglich, individuelle Anpassungen
hinsichtlich des Einlaufs unter Berücksichtigung des entsprechenden Fasermaterials
vorzunehmen. Ebenso können bei Verschleiss die einzelnen Führungshülsen relativ leicht
ersetzt werden.
[0058] In Fig. 15 wird eine weitere Befestigungsart der Hülse 58 gezeigt. Hierbei ist an
der Hülse 58 ein Halter 63 mit einem Lagerteil 68 angebracht. Das Lagerteil 68 ist
verschiebbar auf einer Stange 70 befestigt. Zur Arretierung an einer vorbestimmten
Stelle wird eine durch den Lagerteil 68 ragende Schraube 73 gegen die Stange 70 gedrückt.
Die Stange wiederum ist in einem Gestell 77 ortsfest gelagert. Wie zuvorbeschrieben,
könnte auch eine Einrichtung vorhanden sein, womit die Hülsen 58 über die Verschiebung
des Gestells 77 gemeinsam seitlich verstellt werden können. Es ist auch denkbar, das
Profil der Stange 70 nicht rund, sondern so auszuführen, dass bei entsprechend ausgeführtem
Lagerteil 68 ein Formschluss entsteht, der eine radiale Verdrehung der Führungshülse
58 um die Stange 70 verhindert.
[0059] In Fig. 16 wird eine weitere Ausführungsform einer Führungshülse 80 gezeigt, wobei
die Öffnung 81 mit einer Verengung im mittleren Teil vorgesehen ist. Die Führungshülse
80 ist dabei über die Lasche 67 mittels der Schraube 75 an einem Winkel 69 befestigt.
Der Winkel 79 kann wie der Winkel 72 am Gestell 77 verschiebbar befestigt sein. Ausserdem
könnte der Winkel 79 mit Langlöchern im Bereich der Schraube 75 versehen sein, welcher
eine seitliche Verschiebung der Hülse 80 quer zu Förderrichtung ermöglichen würde.
Es sind noch weitere Varianten in der Ausführung der Führungshülsen bzw. deren Befestigungsmöglichkeiten
denkbar.
[0060] Durch die vorgeschlagene erfindungsgemässe Ausbildung der Zuführeinrichtung wird
eine sternförmige Zuführung von Faserbändern aus entsprechenden Lieferstellen 8 ermöglicht,
ohne dass weitere zusätzliche Umlenkstellen für die Faserbänder F notwendig sind.
1. Zuführvorrichtung (14) zum Zuführen einer Anzahl von aus verschiedenen Lieferstellen
(8) gelieferten Faserbändern (F) zu einem Eingangswalzenpaar (41) einer Streckwerkseinheit
(5,6), wobei die etwa horizontal und quer zur Förderrichtung (T) der Streckwerkseinheit
(5,6) gelieferten Faserbänder umgelenkt und quer zu den Drehachsen (40) des Eingangswalzenpaars
(41) der Streckwerkseinheit vorgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung
(14) aus mehreren Führungselementen (16a-16f;55a-55o) besteht, die über die Breite
(B1) der Streckwerkseinheit (5,6) verteilt angeordnet sind und zur individuellen Umlenkung
der einzelnen Faserbänder (F) nach unten in eine quer zur horizontalen Lieferrichtung
(D) zeigende Förderrichtung (T) vorgesehen sind.
2. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente
aus rotationssymmetrischen Umlenkelementen (16a-16f; 55a-55o) bestehen.
3. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die rotationssymmetrische
Achse (17a-17f;56a-56o) des Führungselements (16a-16f; 55a-55o), das einer bestimmten
Lieferstelle (8) zugeordnet ist, quer zur Zuführrichtung (D) Faserbandes (F), von
der Lieferstelle (8) aus betrachtet, ausgerichtet ist.
4. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungselemente (16a-16f; 55a-55o) so gelagert sind, so dass sich die vertikalen
Ebenen, in welchen die Achsen (17a-17f; 56a-56o) der Führungselemente liegen, teilweise
überschneiden.
5. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungselemente (55a-55o) auf einer Ebene (A1,A2) angeordnet sind, die quer zur
nach unten gerichteten Abgaberichtung (T) der Förderelemente ausgerichtet ist.
6. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Achsen (17a-17f) der Führungselemente (16a-16f) teilweise in verschiedenen horizontalen
Ebenen (I-III) angeordnet sind.
7. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungselemente (16a-16f;55a-55o) so gelagert sind, so dass deren Achsen (17a-17f;56a-56o)
in bezug auf eine horizontale Ebene (H) teilweise unterschiedlich geneigt sind.
8. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungselemente (16a-16f;55a-55o) in bezug auf die vertikale Mittelebene (M)
der Streckwerkseinheit (5,6) spiegelbildlich angeordnet sind.
9. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente
(16a-16f; 55a-55o) im Bereich von Ebenen (23,24;A1,A2) angeordnet sind, die sich tannenbaumartig
von der Mittelebene (M) nach aussen erstrecken.
10. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungselemente aus drehbar gelagerten Umlenkrollen (16a-16f;55a-55o) gebildet
sind.
11. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen
(16a-16f;55a-55o) mit Führungsrillen (47,48) versehen sind.
12. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen
(16a-16f) jeweils mit mindestens zwei Führungsrillen (47,48) ausgestattet sind.
13. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dass unterhalb der Führungselemente
(16a-16f, 55a-55o) ein Bandführungsteil (15) mit im Abstand fixierten Faserbandführungen
(28,33,35,36,58,59,80) vorgesehen ist, der sich über die Breite (B1) der Streckwerkseinheit
(5,6) erstreckt.
14. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserbandführungen
aus nebeneinander und versetzt zueinander angeordneten Löchern (28) gebildet werden.
15. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite
der Bandzuführung in die Löcher (28) Führungshülsen (32) eingelegt sind.
16. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandführungsteil
(15) mit einseitig offenen Schlitzen (35,36) mit unterschiedlichen Längen in Richtung
der Mittelebene (M) der Streckwerkseinheit (5,6) versehen ist.
17. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserbandführungen
aus verstellbar befestigten und nebeneinander versetzt angeordneten, mit Durchtrittsöffnungen
(60,81) versehenen Führungshülsen (58,59,80) gebildet sind.
18. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülsen
(58,59,60) in bezug auf die Mittelebene (M) der Streckwerkseinrichtung (5,6) seitlich
verschiebbar in einer Aufnahme (64,65) gelagert sind.
19. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme
aus einer Stange (70), auf welcher die Führungshülsen (57,58) nebeneinanderliegend
verschiebbar befestigt sind, gebildet ist.
20. Zuführvorrichtung (14) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme
aus einem Träger (64,65) mit einer Längsnut (69) gebildet ist, in welcher die Führungshülsen
(58,59) nebeneinanderliegend verschiebbar befestigt sind.
21. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei parallel nebeneinanderliegende Aufnahmen (64,65) vorgesehen sind
und jede Aufnahme eine Gruppe von nebeneinanderliegenden Führungshülsen (58,59) aufnimmt.
22. Zuführvorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrieachsen
(61,62) der Durchtrittsöffnungen (60) der Führungshülsen (58,59) in Förderrichtung
der Faserbänder (F) gesehen, so ausgerichtet sind, so dass sich die Ebenen, in welcher
die Symmetrieachsen (62) der zweiten Gruppe der Führungshülse (59) liegt, unterhalb
der Führungshülsen (58,59) schneidet.
23. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungshülsen (58,59) mit in Förderrichtung der Faserbänder (F) verjüngenden
Öffnungen (60) versehen ist.
24. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungshülsen (80) mit, in Förderrichtung der Faserbänder (F) gesehen, zuerst
verjüngenden und dann divergierenden Öffnungen (81) versehen sind.
25. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnungen (60,80) als Längsschlitze ausgebildet sind, deren Längsseiten quer
zur Mittelebene (M) ausgerichtet sind.
26. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 15 oder 17 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungshülsen (32,58,59,80) mindestens teilweise aus Keramik gefertigt sind.
27. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 15 oder 17 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungshülsen (32,58,59,80) aus gesintertem Aluminium bestehen.
28. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (64,65) seitlich in bezug auf die Mittelebene (M) verstellbar befestigt
ist.
29. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lieferstellen (8) aus an einem Zuführgestell (12) drehbar gelagerten Rollen
(9) gebildet sind, deren jeweiligen Drehachsen (10) etwa im rechten Winkel zur Förderrichtung
(D) des Faserbandes (F) zum jeweils zugeordneten Führungselement (16a-16f;55a-55o)
ausgerichtet sind.
30. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb den Führungselementen (16a-16f;55a-55o) eine Umlenkwalze (38) drehbeweglich
gelagert ist, welcher ein ein vor dem Eingangswalzenpaar (41) liegendes Führungsblech
(39) nachgeschaltet ist.
31. Zuführvorrichtung (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 12. dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb den Führungselementen (16a-16f;55a-55o), ein Bandführungsteil in Form
einer Walze (38) mit Führungsrillen für die einzelnen Faserbänder (F) angeordnet ist.