[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherung für Fenster oder Türen, mit einer am
Blendrahmen zu befestigenden Konsole, mit einer den Flügelrahmen übergreifenden Riegelplatte,
mit plattenseitigen und konsolenseitigen Kupplungs- und Gegenkupplungsmitteln für
eine blendrahmenseitige Befestigung der Riegelplatte, die mit einem schlüsselbetätigbaren
Schließelement versehen ist, das die blendrahmenseitige Befestigung der Riegelplatte
sperrt oder freigibt.
[0002] Eine Sicherung mit den vorgenannten Merkmalen ist allgemein bekannt. Die Konsole
hat mehrere, senkrecht zur Fensterebene vorspringende Augen rechteckigen Innenquerschnitts.
Um diese, eine Schwenkachse bestimmenden Augen kann die Riegelplatte aus einer Ebene
senkrecht zur Fensterebene in eine Stellung parallel zum Flügelrahmen geschwenkt werden.
Ihre Schwenkachse besteht des weiteren aus zwei fluchtenden Achsstücken, die an ihren
Enden Jeweils von Vorsprüngen der Riegelplatte gehalten sind. Jedes Achsstück ist
derart vierkantig, daß es in die Vierkantausnehmung eines Auges der Konsole hineingleiten
kann. Jedes Achsstück der bekannten Sicherung hat Jedoch auch einen Längenabschnitt
kreisrunden Querschnitts. Wird die Riegelplatte entgegen ihrer Schwerkraft derart
angehoben, daß ihr Längenabschnitt mit kreisrundem Querschnitt in den Bereich des
Auges der Konsole kommt, so kann die Riegelplatte geschwenkt werden, bis ein Vierkantabschnitt
durch Schwerkraftwirkung erneut in die Vierkantinnenausnehmung des Auges der Konsole
hineinrutschen kann. In dieser Stellung kann das Schließelement in eine Ausnehmung
der Konsole hineingedrückt werden, so daß ein Anheben der Riegelplatte zu ihrem danach
erfolgenden Verschwenken zwecks Entsicherung des Flügels nur dann erfolgen kann, wenn
der Eingriff des Schließelements in die Konsole aufgehoben ist. Die bekannte Sicherung
ist routinebedürftig, weil die bekannten Kupplungs- und Gegenkupplungsmittel zwischen
Riegelplatte und Konsole unabhängig vom Schließelement zu betätigen sind. Infolgedessen
kann es vorkommen, daß zuerst das Schließelement betätigt wird, um danach die Riegelplatte
in ihre Riegelstellung bringen zu wollen, was nicht möglich ist, da die Konsole im
Bereich des Eingriffs des Schließelements für eine derartige Betätigung nicht ausgebildet
ist. Ferner muß die Riegelplatte jeweils angehoben werden, damit sie aus ihrer Riegelstellung
in ihre Öffnungsstellung und zurück bewegt werden kann und am Ende der Bewegung muß
darauf geachtet werden, daß die vierkantigen Achsstücke der Schwenkachse auch in die
Ausnehmungen der Augen der Konsole zurückgleiten, damit ein ungewolltes zufälliges
Schließen der Riegelplatte verhindert wird.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sicherung mit den eingangs
genannten Merkmalen so zu verbessern, daß die Riegelplatte verschwenkt bzw. bewegt
werden kann, ohne daß dazu eine bei jedem Stellungswechsel hin- und hergehende Bewegung
der Riegelplatte erforderlich ist, wobei die Sicherung insbesondere als Fensterecksicherung
eingesetzt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das schlüsselbetätigbare Schließelement die
plattenseitigen Kupplungsmittel zumindest für die Freigabe der Befestigung der Riegelplatte
anzutreiben vermag.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß das Schließelement und die plattenseitigen
Kupplungsmittel antriebsmäßig verbunden sind. Dadurch wird erreicht, daß eine Betätigung
des Schließelements die Kupplungsmittel zumindest für den Fall der Freigabe der Befestigung
der Riegelplatte anzutreiben vermag. Es ist also nicht erforderlich, außer der Betätigung
des Schließelements noch eine weitere Betätigung durchzuführen, um danach die Riegelplatte
aus ihrer Sperrstellung in ihre Öffnungsstellung bewegen zu können. Vielmehr kann
die den Flügelrahmen übergreifende Riegelplatte im Anschluß an die Freigabe durch
Betätigung des Schließelements direkt von Hand oder selbsttätig in die Offenstellung
bewegt werden, falls das zum Öffnen des Flügels erforderlich ist. Aber auch zum Sperren
der Sicherung kann es von Vorteil sein, die Kupplungsmittel durch das Schließelement
anzutreiben. Es wird dann der Eingriff positiv gesteuert und die Bedienung hat die
Gewißheit, daß die Sicherung auch tatsächlich in Funktion gesetzt wurde. Das ist nicht
notwendigerweise der Fall, wenn die Sicherung so ausgebildet wird, daß die Kupplungs-
und Gegenkupplungsmittel beim Bewegen der Riegelplatte in ihre Riegelstellung automatisch
in den Eingriff kommen bzw. kommen sollen.
[0006] Die Sicherung kann derart ausgebildet werden, daß die plattenseitigen Kupplungsmittel
als plattenparallel gegen Federkraft beweglicher Schieber ausgebildet sind, der mit
einem feststehenden Konsolenhaken zusammenwirkt. In diesem Fall ist das automatische
Ineingriffkommen der Kupplungsmittel mit den Gegenkupplungsmitteln möglich, weil der
Schieber beim Bewegen der Riegelplatte in Sperrstellung vom Konsolenhaken automatisch
entgegen der Federkraft bewegt werden kann, was eine Bedienungserleichterung darstellt.
Der plattenparallele Schieber kann sehr flach ausgebildet werden, so daß die Riegelplatte
dünn gehalten werden kann. Die Sicherung ist daher vertikal zur Fensterebene nicht
notwendigerweise dick.
[0007] Die Sicherung wird dadurch konstruktiv einfach ausgestaltet, daß der Schieber in
einer Ausnehmung der Riegelplatte geführt und an einem Ende von einer in der Schiebeebene
angeordneten plattenseitigen Feder beaufschlagt ist, die sich an der Riegelplatte
abstützt. Auch mit diesen Merkmalen wird die Sicherung im Bereich der Riegelplatte
flach gehalten.
[0008] In Ausgestaltung der antriebsmäßigen Verbindung zwischen dem Schließelement und dem
plattenseitigen Kupplungsmittel wird die Sicherung derart gestaltet, daß der Schieber
mit einer Lasche an einem schlüsselverdrehbaren Schließelement angelenkt ist. Jede
Verdrehung des Schließelements führt infolgedessen zu einer axialen Verstellung des
Schiebers, die dazu ausgenutzt werden kann, die Kupplungs- und Gegenkupplungsmittel
bzw. den Schieber und den Konsolenhaken in Eingriff oder außer Eingriff zu bringen.
[0009] Eine konstruktiv sehr einfache Ausgestaltung der Sicherung wird dadurch erreicht,
daß als plattenseitiges Kupplungsmittel ein verdrehfester Schwenkriegel an einem schlüsselverdrehbaren
Schließelement und daß als Gegenkupplungsmittel eine blendrahmenbenachbarte Bauwerkausnehmung
zur Schwenkriegelaufnahme vorhanden ist. Der Schwenkriegel kann mit dem Schließelement
als sehr stabile Baueinheit ausgebildet werden, das auch zur Aufnahme größerer Belastungen
geeignet ist, für die die Bauwerkausnehmung ohne weiteres gestaltet werden kann.
[0010] Größere aus der Sicherung herrührende Belastungen können vom Bauwerk auch dann aufgenommen
werden, wenn die Sicherung so ausgebildet ist, daß als plattenseitiges Kupplungsmittel
ein gegen Federkraft verrastbarer Riegelbolzen schiebebeweglich vorhanden ist, dessen
Verrastung mit dem schlüsselbetätigbaren Schließelement lösbar ist, und daß als Gegenkupplungsmittel
ein blendrahmenbenachbartes, ein Riegelbolzenende aufnehmendes Loch im Bauwerk vorhanden
ist. Der besondere Vorteil einer Ausbildung der Sicherung mit einem schiebebeweglichen
Riegelbolzen ist darin zu sehen, daß das im Bauwerk vorzusehende Loch vergleichsweise
kleinvolumig sein kann und einfach herzustellen ist. Der schiebebewegliche Riegelbolzen
ist schlüsselfrei zu bedienen.
[0011] Eine einfache Ausgestaltung der vorbeschriebenen Sicherung ergibt sich, wenn der
Riegelbolzen einen Ringbund aufweist, an dem eine den Riegelbolzen umgebende und sich
an der Riegelplatte abstützende Feder angreift und der in der Riegelstellung des Riegelbolzens
von einem Arretierhebel hintergriffen ist, der mit dem Schließelement beaufschlagbar
ist.
[0012] Ein einfacher Zusammenbau der Riegelplatte und der Konsole ergibt sich dadurch, daß
die Riegelplatte mittels eines Scharniers an der Konsole ausschließlich klappbeweglich
angelenkt ist. Die Riegelplatte kann also lediglich hin- und hergeklappt werden. Bewegungen
in Richtung der Klappachse sind nicht erforderlich. Dementsprechend einfach ist die
Bedienung der Sicherung und auch die Stabilität kann im Vergleich zu dem eingangs
genannten Stand der Technik gesteigert werden, weil die Riegelplatte keine axiale
Verschieblichkeit aufweisen muß.
[0013] Von besonderem Vorteil ist es, die Sicherung so auszugestalten, daß die Riegelplatte
von einer über die Scharnierachse geschobenen Drehfeder öffnungsbeaufschlagt ist.
Das Schließelement braucht also nur schlüsselbetätigt zu werden, um die Sperrung insgesamt
aufzuheben, weil die Riegelplatte nach der Schlüsselbetätigung automatisch von der
Drehfeder aufgeklappt wird. Außerdem wird die Offenstellung der Riegelplatte durch
die Drehfeder gesichert.
[0014] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Riegelplatte die Flügelecke parallel zur
Fensterebene übergreift. Die Ausbildung der Sicherung als Flügel- bzw. Fensterecksicherung
ist von besonderer Bedeutung, da sie in der Fensterecke einen besonders guten Schutz
gewährt. Die Zugänglichkeit für unbefugte Öffnungsversuche ist in der Fensterecke
sehr schlecht. Andererseits wird die Zugänglichkeit für die Schlüsselbetätigung des
Schließelements nicht behindert. Letztlich ist die Ausbildung der Sicherung als Flügelecksicherung
auch deswegen besonders vorteilhaft, weil sie optisch am wenigsten stört.
[0015] Bei Einsatz der Sicherung als Flügelecksicherung ist es vorteilhaft, die Sicherung
so auszubilden, daß das Scharnier in der Richtung des einen Blendrahmenschenkels einer
Blendrahmenecke und der Schieber oder der Schwenkriegel in der Richtung des anderen
Blendrahmenschenkels einer Blendrahmenecke angeordnet ist. Es ergibt sich eine Verteilung
der Bauelemente der Sicherung auf die beiden Blendrahmenschenkel im Sinne einer kleinbauenden
Sicherung und im Sinne einer optimalen Stabilität. Die Sicherung kann also dann noch
als Ecksicherung eingesetzt werden, wenn der Abstand vom Flügelüberschlag zur Wand
sehr klein ist.
[0016] Insbesondere eine Flügelecksicherung kann dadurch besonders einfach ausgebildet werden,
daß die Riegelplatte am Flügelrahmen unlösbar befestigt ist und mit der Konsole nur
über die Kupplungs- und Gegenkupplungsmittel bei entsprechender Stellung des Schließelements
und geschlossenem Flügel in Eingriff ist. Eine Scharnierverbindung zwischen beiden
Teilen ist nicht nötig. Beide Teile werden vielmehr fest am Blendrahmen bzw. am Flügelrahmen
angeschlagen und eine Klappbewegung der Riegelplatte bzw. eine Bewegung der Riegelplatte
unabhängig von einer Flügelbewegung entfällt vollkommen. Es ist also nur erforderlich,
das Schließelement zu betätigen, wenn der Flügel entsperrt werden soll bzw. wenn er
verriegelt werden soll. Die Stabilität der Festverbindung zwischen der Riegelplatte
und dem Flügelrahmen ist für die Sicherungswirkung ohne Bedeutung und muß nur der
Bedingung einer ausreichenden Lagesicherung der Riegelplatte am Flügelrahmen genügen.
[0017] Eine besonders stabile Ausbildung der Sicherung ergibt sich, wenn sie so weitergebildet
wird, daß die Konsole zwei jeweils an einem Blendrahmenschenkel befestigte Konsolenschenkel
mit je einem Konsolenhaken hat, und daß die Riegelplatte als Kupplungsmittel zwei
plattenparallele Schieber aufweist, die von einem einzigen, in der Plattenecke vor
dem Blendrahmen angeordneten Schließelement gegen Federkraft beweglich sind. Es werden
also zwei Riegelstellen mit einer Riegelplatte erreicht, die gemeinsam von einem einzigen
Schließelement zu beaufschlagen sind. Die Eingriffsicherheit der Kupplungs- und Gegenkupplungsmittel
bzw. der Schieber und Konsolenhaken wird dadurch verbessert, so daß sich im Laufe
der Zeit etwa einstellende Ungenauigkeiten der Flügelpositionierung im Hinblick auf
die am Flügelrahmen befestigten Riegelplatte keine Rolle spielen.
[0018] Letztlich ist es vorteilhaft, die Sicherung so auszubilden, daß die Riegelplatte
mindestens einen flügelrahmenseitig vorspringenden und in Riegelstellung in den Flügelrahmen
eingreifenden Bolzen aufweist. Die Bolzen verhindern ein Verschieben des Flügels unterhalb
der Riegelplatte.
[0019] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- eine teilweise geschnittene Ansicht einer Flügelecksicherung im Überblick,
- Fig.2 bis 6
- weitere Darstellungen der Flügelecksicherung der Fig.1 zur Erläuterung von Details,
- Fig.7,8
- eine Blendrahmenecke und eine Flügelrahmenecke mit Teilen einer Sicherung,
- Fig.9
- eine weitere Flügelecksicherung, und
- Fig.10,11
- eine Flügelecksicherung mit schiebebeweglichem Riegelbolzen in unverriegelter Stellung
und in Riegelstellung.
[0020] Die in den Fig.1 bis 6 dargestellte Sicherung hat als Grundbauteile eine am Blendrahmen
10 zu befestigende Konsole 11 und eine den Flügelrahmen 12 übergreifende Riegelplatte
13. Die Konsole 11 wird beispielsweise durch die Befestigungslöcher 25 mit Befestigungsschrauben
am Blendrahmen 10 angeschlagen. Da der Überschlag 26 des Flügelrahmens 12 über den
Blendrahmen 10 unterschiedlich dick sein kann, wird die Konsole zum Ausgleich von
Höhenunterschieden bedarfsweise mit Unterlegplatten versehen. Die Konsole 11 dient
der Klapplagerung der Riegelplatte 13 und weist hierzu mehrere Gelenkaugen 27 auf,
in die eine Scharnierachse 23 eingesetzt ist. Diese Scharnierachse 23 wird von Gelenkaugen
28 der Riegelplatte 13 umfaßt. Infolge des Eingriffs der Gelenkaugen 28 zwischen die
Gelenkaugen 27, welche auch die Axiallage der Scharnierachse 23 sichern, wird die
Lage der Riegelplatte 13 in derselben Richtung gesichert.
[0021] In die Richtung der Gelenkaugen 27 springt gemäß Fig.4 auch ein Konsolenhaken 16
vor, der als Gegenkupplungsmittel zwischen der Konsole 11 und der Riegelplatte 13
dient.
[0022] Die über die Scharnierachse 23 mit der Konsole 11 klappbeweglich verbundene Riegelplatte
13 hat einen als Kupplungsmittel dienenden Schieber 15, der mit dem Konsolenhaken
16 zusammenwirkt. Der Schieber 15 ist in einem plattenparallelen Längsschlitz 29 der
Riegelplatte 13 angeordnet. Dieser Längsschlitz 29 bestimmt durch seine Länge die
Beweglichkeit des Schiebers 15 und begrenzt diese entsprechend. Der Längsschlitz 29
erstreckt sich zwischen einem Schließelement 14 und einer der Scharnierachse 23 parallelen
Außenkante 30 und ist konsolenseitig von einer Bodenplatte 31 verschlossen, die an
den Schraubbefestigungsstellen 32 festgeschraubt ist. Kantenseitig ist eine Feder
17 angeordnet, die beispielsweise als Zylinderfeder ausgebildet ist und sich an einem
Verschlußstopfen 33 der Riegelplatte 13 einerseits abstützt, während sie andererseits
den Schieber 15 beaufschlagt. Die Anordnung ist so ausgebildet, daß die Feder 33 den
Schieber 15 in eine Stellung nahe dem Schließelement 14 schiebt und ihn dort hält,
sofern er nicht von dem schlüsselbetätigbaren Schließelement weggeschoben wird. Dieses
ist nicht dargestellt und kann herkömmlicher Ausbildung sein. Es hat beispielsweise
einen Nocken, welcher den Schieber 15 beaufschlagt, wenn das Schließelement verdreht
wird. In der in den Fig.1,2 und 4 dargestellten Stellung des Schiebers 15 befindet
sich dieser unter dem Konsolenhaken 16, so daß die Riegelplatte 13 nicht um die Scharnierachse
23 geschwenkt werden kann. Lediglich wenn das Schließelement so betätigt wird, beispielsweise
durch schlüsselbetätigte Drehverstellung, daß der Schieber 15 zur Plattenkante 30
hin verschoben wird, ergibt sich eine Entriegelung und damit die Möglichkeit, die
Riegelplatte 13 um die Scharnierachse 23 in ihre Öffnungsstellung zu verschwenken,
so daß die Flügelecke 21 freigegeben wird und der Flügel verschwenkt oder gekippt
werden kann.
[0023] Die Flügelecksicherung ist in einer Blendrahmenecke so angeordnet, daß das Scharnier
22 in der Richtung des einen Blendrahmenschenkels 10' angeordnet ist, während der
Schieber 15 in der Richtung des anderen Blendrahmenschenkels 10'' angeordnet ist.
Hierdurch findet eine raummäßig vorteilhafte Verteilung der Bauelemente der Sicherung
im Bereich der Blendrahmenecke 24 statt, so daß auch bei geringen Blendrahmenbreiten
eine Anwendung der Sicherung möglich ist.
[0024] Die Riegelplatte 13 ist im Bereich ihres Übergriffs über die Flügelecke 21 mit Bolzen
34 versehen, die in entsprechende, nicht dargestellte Bohrungen des Flügelrahmens
12 eingreifen und hier eine Verschiebung des Flügelrahmens 12 unter der in Riegelstellung
befindlichen Riegelplatte 13 verhindern.
[0025] Die Ausführungsform der Fig.7 bis 8 unterscheidet sich zunächst von der vorbeschriebenen
Ausführungsform dadurch erheblich, daß die Konsole 11 und die Riegelplatte 13 nicht
gelenkig miteinander verbunden sind. Vielmehr ist die Riegelplatte 13 an den Befestigungsstellen
35 mit der Flügelecke 21 des Flügelrahmens 12 verschraubt. Andererseits ist die Flügelplatte
13 aber derart angeordnet, daß sie bei geschlossenem Flügel die Konsole 11 so überdeckt,
daß die an der Konsole 11 und an der Riegelplatte 13 vorhandenen Kupplungs- bzw. Gegenkupplungsmittel
in Gestalt von Konsolenhaken 16 und Schiebern 15 in einen Eingriff gelangen können,
der eine Öffnungsbewegung des Flügels ohne schlüsselbetätigte Beaufschlagung des Schließelements
14 verhindert.
[0026] Die Konsole 11 ist mit Befestigungsschrauben an den Befestigungsstellen 25 mit der
Blendrahmenecke 24 verschraubt. Dazu ist die Konsole 11 V-förmig ausgebildet, so daß
die beiden Konsolenschenkel 11',11'' jeweils mit einem Blendrahmenschenkel 10',10''
parallel liegen und daran zu befestigen sind. Jedem der Konsolenschenkel 11',11''
ist ein Konsolenhaken 16 zugeordnet, dessen Seitenansicht im Detail X wiedergegeben
ist.
[0027] Bei geschlossenem Flügel ist oberhalb der Konsolenschenkel 11',11'' je ein Schieber
15 angeordnet, der in einem im einzelnen nicht dargestellten Längsschlitz 29 angeordnet
ist. Die Anordnung erfolgt ähnlich der Darstellung zu den Fig.2,4. Es ist eine mit
dem Schieber 15 längs fluchtend angeordnete Feder 17 vorhanden, die sich in einer
Ausnehmung der Riegelplatte 11 einerseits abstützt und andererseits den Schieber 15
beaufschlagt und diesen von dem Schließelement 14 weg beaufschlagt. Das Schließelement
14 ist mit dem Schieber 15 bzw. mit beiden Schiebern 15 über je eine Lasche 18 verbunden.
Jede Lasche ist beispielsweise mit dem Schieber 15 einstückig und am Schließelement
14 angelenkt. Das Spiel ist hinreichend, um die Laschen 18 den Drehbewegungen des
Schließelements 14 folgen zu lassen. Die Riegelplatte 13 ist mit Durchgriffsausnehmungen
38 für die Konsolenhaken 16 versehen. Wird der Flügel geschlossen, greifen die Konsolenhaken
16 in die Durchgriffsöffnungen 38 der Riegelplatte 13 ein. Dabei werden die Schieber
15 entgegen der Kraft der Feder 15 von der auflaufenden Schräge 16' des Konsolenhakens
16 etwas zurückgedrückt und schnappen hinter den Konsolenhaken 16, wenn deren Einlauf
in die Durchgriffsöffnungen 38 vollendet ist. Es liegt dann eine automatische Verriegelung
der Flügelecke 21 vor, die lediglich dadurch gelöst werden kann, daß das Schließelement
14 mit einem Schlüssel derart betätigt wird, das die Schieber 15 zurückgezogen und
damit die Konsolenhaken 16 freigegeben werden, so daß die Flügelecke 21 bzw. der gesamte
Flügel im Sinne einer Flügelöffnung verdreht oder gekippt werden kann.
[0028] In Fig.9 ist eine Ecksicherung dargestellt, die eine nicht näher ersichtliche, mit
dem Blendrahmen 10 verschraubte Konsole und eine daran über ein Scharnier 23 angelenkte
Riegelplatte 13 aufweist. Das Scharnier 23 ist dem senkrechten Blendrahmenschenkel
10'' des Blendrahmens 10 zugeordnet, während die Riegelplatte 13 im wesentlichen den
Blendrahmenschenkel 10' und zugleich die Flügelecke 21 übergreift. Im übrigen ist
die Riegelplatte in sehr einfacher Weise dahingehend ausgebildet, daß ein Schließelement
14 vorgesehen ist, an dem sich ein verdrehfester Schwenkriegel 19 befindet, der zwei
Stellungen einnehmen kann. Die erste Stellung ist unterhalb der Riegelplatte 13 in
einer Plattenausnehmung 36 und die zweite, gestrichelt dargestellte Stellung 19' ist
senkrecht dazu, wobei der Schwenkriegel 19 in eine Bauwerksausnehmung 20 eingreift,
die als Gegenkupplungsmittel fungiert und beispielsweise mit einer Auskleidung 37
versehen ist. Diese Ecksicherung ist sehr einfach zu bedienen, indem nämlich das schlüsselbetätigbare
Schließelement 14 um 90° verdreht wird, so daß der Schwenkriegel 19 entweder in Eingriff
mit der Ausnehmung 20 gelangt, so daß die Riegelplatte 13 nicht um ihre Scharnierachse
23 verschwenkt und damit der Flügelrahmen 12 freigegeben werden kann, oder indem der
Schwenkriegel 19 außer Eingriff mit der Ausnehmung 20 unterhalb der Riegelplatte 13
angeordnet ist, so daß diese von Hand verschwenkt oder mit einer nicht dargestellten
Drehfeder selbsttätig geöffnet werden kann. Eine solche Drehfeder kann auch bei der
Ausführungsform der Fig.1 bis 6 eingesetzt werden. Sie ist beispielsweise eine Zylinderschenkelfeder,
welche die Scharnierachse 23 umgibt und sich mit ihren Schenkeln an der Konsole 11
einerseits und an der Riegelplatte 13 andererseits abstützt und diese zu spreizen
versucht.
[0029] Die Ecksicherung der Fig.10,11 hat als Grundelement eine am Blendrahmen 10 befestigte
Konsole, an der in beschriebener Weise eine Riegelplatte 13 mittels eines Scharniers
22 befestigt ist. Die Konstruktion des Scharniers 22 entspricht dem bisher beschriebenen.
Die Riegelplatte 13 übergreift die nicht näher dargestellte Konsole und den Flügelrahmen
12, wenn sie in einer rahmenparallelen Stellung angeordnet ist. Die Riegelplatte 13
hat als Kupplungsmittel einen Riegelbolzen 39, der beispielsweise in einem Auge dieser
Platte 13 in Richtung seiner Längsachse verschieblich angeordnet ist. Der Riegelbolzen
39 ist parallel zur Scharnierachse 23 angeordnet und hat ein Ende 39', welches in
ein Loch 40 des Bauwerks eingreifen kann. Das Loch 40, welches durch Bohren in Richtung
der Längsachse des Riegelbolzens 39 hergestellt werden kann, ist mit einer Auskleidung
37 versehen.
[0030] Der Riegelbolzen 39 ist mit einem Ringbund 41 ausgebildet, an dem einerseits eine
Feder 42 abgestützt ist, die andererseits an der Riegelplatte 13 abgestützt ist und
den Riegelbolzen 39 umgibt. Zur Aufnahme des Riegelbolzens 39 mit seinem Ringbund
41 und zur Aufnahme der Feder 42 ist die Riegelplatte 13 mit einer Ausnehmung 44 versehen,
in die ein dazu quer angeordneter Hebel 43 soweit eingreift, daß er am Riegelbolzen
39 anliegt. Wird der Riegelbolzen 39 entgegen der Kraft der Feder 42 aus seiner in
Fig.10 dargestellten Stellung in seine Riegelstellung gemäß Fig.11 verschoben, so
kann der Arretierhebel 43 hierdurch zurückgedrückt werden, bis der Ringbund 41 gemäß
Fig.11 oberhalb des Arretierhebels 43 zu liegen kommt. Der Arretierhebel 43 ist federbeaufschlagt,
wird infolgedessen gegen den Riegelbolzen 39 zurückgedrückt und stützt dann den Ringbund
41 ab, so daß der Riegelbolzen 39 mit seinem Ende 39' im Loch 40 gehalten ist.
[0031] Das andere, dem Riegelbolzen 39 abgewendete Ende des Arretierhebels 43 ist mit einem
Schließelement 14 verbunden, das mit einem Schlüssel betätigt werden kann. Die Verbindung
erfolgt mit einem Querstift 45, der eine Gelenkstelle bildet und der mit dem um eine
Gelenkachse 46 im Gegenuhrzeigersinn beweglichen Schließelement 14 verschwenkbar ist.
Das Schließelement 14 ist hier als Öffnungsscheibe mit einer sternförmigen Geometrie
ausgebildet, in die der entsprechend profilierte Schlüssel eingesteckt werden kann.
Die Geometrien können beliebig sein, so daß sie entsprechenden Schutz vor unbefugter
Betätigung bilden.
[0032] Die Schwenkachse 46 des Schließelements 14 ist von einer Zylinder-Schrauben-Drehfeder
48 umgeben, die in das Schließelement 14 eingehängt ist und sich andernends so abstützt,
daß der Arretierhebel 43 in Richtung auf den Riegelbolzen 39 beaufschlagt ist.
[0033] Anstelle des dargestellten Schließelements 14 kann auch ein Schließzylinder eingesetzt
werden, der in herkömmlicher Weise mit einem Sicherheitsschlüssel zu betätigen wäre.
1. Sicherung für Fenster oder Türen, mit einer am Blendrahmen (10) zu befestigenden Konsole
(11), mit einer den Flügelrahmen (12) übergreifenden Riegelplatte (13), mit plattenseitigen
und konsolenseitigen Kupplungs- und Gegenkupplungsmitteln für eine blendrahmenseitige
Befestigung der Riegelplatte (13), die mit einem schlüsselbetätigbaren Schließelement
(14) versehen ist, das die blendrahmenseitige Befestigung der Riegelplatte (13) sperrt
oder freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß das schlüsselbetätigbare Schließelement (14) die plattenseitigen Kupplungsmittel
zumindest für die Freigabe der Befestigung der Riegelplatte (13) anzutreiben vermag.
2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenseitigen Kupplungsmittel als plattenparallel gegen Federkraft beweglicher
Schieber (15) ausgebildet sind, der mit einem feststehenden Konsolenhaken (16) zusammenwirkt.
3. Sicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) in einer Ausnehmung (29) der Riegelplatte (13) geführt und
an einem Ende (15') von einer in der Schiebeebene angeordneten plattenseitigen Feder
(17) beaufschlagt ist, die sich an der Riegelplatte (13) abstützt.
4. Sicherung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) mit einer Lasche (18) an einem schlüsselverdrehbaren Schließelement
angelenkt ist.
5. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als plattenseitiges Kupplungsmittel ein verdrehfester Schwenkriegel (19) an
einem schlüsselverdrehbaren Schließelement (14) und daß als Gegenkupplungsmittel eine
blendrahmenbenachbarte Bauwerkausnehmung (20) zur Schwenkriegelaufnahme vorhanden
ist.
6. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als plattenseitiges Kupplungsmittel ein gegen Federkraft verrastbarer Riegelbolzen
(39) schiebebeweglich vorhanden ist, dessen Verrastung mit dem schlüsselbetätigbaren
Schließelement (14) lösbar ist, und daß als Gegenkupplungsmittel ein blendrahmenbenachbartes,
ein Riegelbolzenende (39') aufnehmendes Loch (40) im Bauwerk vorhanden ist.
7. Sicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelbolzen (39) einen Ringbund (41) aufweist, an dem eine den Riegelbolzen
(39) umgebende und sich an der Riegelplatte (13) abstützende Feder (42) angreift und
der in der Riegelstellung des Riegelbolzens (39) von einem Arretierhebel (43) hintergriffen
ist, der mit dem Schließelement (14) beaufschlagbar ist.
8. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelplatte (13) mittels eines Scharniers (22) an der Konsole (11) ausschließlich
klappbeweglich angelenkt ist.
9. Sicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelplatte (13) von einer über die Scharnierachse (23) geschobenen Drehfeder
öffnungsbeaufschlagt ist.
10. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelplatte (13) die Flügelecke (21) parallel zur Fensterebene übergreift.
11. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Scharnier (22) in der Richtung des einen Blendrahmenschenkels (10' oder
10'') einer Blendrahmenecke (24) und der Schieber (15) oder der Schwenkriegel (19)
in der Richtung des anderen Blendrahmenschenkels (10'' oder 10') einer Blendrahmenecke
(24) angeordnet ist.
12. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelplatte (13) am Flügelrahmen (12) unlösbar befestigt ist und mit der
Konsole (11) nur über die Kupplungs- und Gegenkupplungsmittel bei entsprechender Stellung
des Schließelements (14) und geschlossenem Flügel in Eingriff ist.
13. Sicherung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsole (11) zwei jeweils an einem Blendrahmenschenkel befestigte Konsolenschenkel
(11',11'') mit je einem Konsolenhaken (16) hat, und daß die Riegelplatte (13) als
Kupplungsmittel zwei plattenparallele Schieber aufweist, die von einem einzigen, in
der Plattenecke (13') vor dem Blendrahmen (10) angeordneten Schließelement (14) gegen
Federkraft beweglich sind.
14. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelplatte (13) mindestens einen flügelrahmenseitig vorspringenden und
in Riegelstellung in den Flügelrahmen (12) eingreifenden Bolzen (34) aufweist.