[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren in Verbindung mit der Kraftstoffeinspritzung
in Brennkraftmaschinen, wobei der Kraftstoff durch eine Einspritzpumpe über eine Einspritzleitung
zu einem Einspritzventil gefördert wird.
[0002] Einspritzpumpen, die nockengesteuerte Pumpenkolben aufweisen und mit Einspritzleitungen,
Düsenhaltern und Einspritzdüsen das Einspritzsystem einer Brennkraftmaschine, insbesondere
eines Dieselmotores, bilden, wurden bisher zur Kontrolle des hydraulischen Verhaltens
nach dem Ende der Einspritzung ausnahmslos mit Druckventilen ausgerüstet. Diese Druckventile
sind in der Einspritzpumpe räumlich zwischen Pumpenhochdruckraum und Einspritzleitung
in der entsprechend ausgestalteten Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung angeordnet.
Bekannt sind für solche Druckventile insbesondere folgende Bauarten:
- Gleichraumventile; das sind dichte Ventile, die nach dem Ende der Förderung die Ableitung
eines bestimmten Volumens an Kraftstoff aus der Einspritzleitung zulassen;
- Gleichdruckventile; das sind dichte Ventile, die nach dem Ende der Förderung den in
der Einspritzleitung eingeschlossenen Kraftstoff bis zu einem bestimmten Restdruck
entlasten;
- Rückströmdrosselventile; das sind undichte Ventile, bei denen nach dem Ende der Förderung
Kraftstoff durch eine Drossel aus der Einspritzleitung entweichen kann bzw. auch umgekehrt
in die Einspritzleitung eingeleitet werden kann, wobei das Ventil in Förderrichtung
öffnet und eine ungedrosselte Verbindung freigibt.
[0003] Ein Beispiel einer Einspritzpumpe nach dem Stand der Technik mit einem solchen Rückströmdrosselventil
ist zusammen mit einem zugehörigen Druckverlaufsdiagramm in Fig. 8 dargestellt. Hierauf
sei nachfolgend zum Verständnis der der Erfindung zugrunde liegenden Problematik Bezug
genommen. In solchen Einspritzsystemen wird der Einspritzvorgang von Druckwellen gesteuert,
die im Leitungsweg zwischen Pumpendruckraum und Einspritzdüse hin und her laufen.
Je nach Drehzahl, Förderdauer, Einspritzleitungslänge und Kraftstoffeigenschaften
kann es dabei entweder zu einer völligen Trennung von vorlaufender Welle (die durch
die Einspritzpumpe erzeugt wird) und rücklaufender Welle (die durch die Reflexion
der vorlaufenden Druckwelle an der Einspritzdüse entsteht) oder zu einer Überlagerung
der beiden Wellen kommen. In jedem Fall verbleibt nach Ende der Förderung eine bedeutende
Druckwelle in der Einspritzleitung. Diese muß abgebaut werden, denn andernfalls würde
die Düsennadel des Einspritzventiles ein zweites Mal öffnen, mit der Folge einer Nacheinspritzung
und damit einhergehend sehr schlechten Abgas- und Verbrauchswerten. Die diesbezügliche
Entlastung der Einspritzleitung kann beispielsweise durch ein bekanntes Druckventil
der in Fig. 8 dargestellten Art vorgenommen werden. Bei einem solchen undichten Rückströmdrosselventil
muß der Durchmesser der Drossel D so groß gewählt werden, daß die Druckspitze (siehe
Bereich a1 des Diagramms) der Reflexionswelle (Bereich a1 + a2 des Diagramms) hinreichend
stark abbaubar ist. Dabei ist es jedoch in den meisten Lastbereichen nicht vermeidbar,
daß aus der Einspritzleitung mehr Kraftstoff entlastet wird als in der Druckwelle
gespeichert ist. Dies bedeutet, daß nach Abklingen der Druckwellen (Bereich b des
Diagramms) die Einspritzleitung nur noch teilweise mit Kraftstoff gefüllt ist. Zur
Sicherstellung von stabilen Einspritzungen muß aber die Einspritzleitung vor Beginn
der nächsten Einspritzung mit Kraftstoff gefüllt sein. Da die hierfür zur Verfügung
stehenden Drücke in der Regel vergleichsweise niedrig sind und in der Größenordnung
zwischen 1 bis 3 bar liegen, wird die Ventilnadel V des Druckventiles nicht geöffnet,
so daß die Rückfüllung der Einspritzleitung mit Kraftstoff nur sehr langsam über die
Drossel D erfolgen kann, was insbesondere im Vollastbereich ungenügend sein kann.
[0004] Im übrigen stellen solche Druckventile sowohl wegen ihrer komplizierten Herstellung
und Montage innerhalb einer Einspritzpumpe einen ganz beträchtlichen Kostenfaktor
dar.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Möglichkeiten zu schaffen, mit denen unter Verzicht
auf herkömmliche Druckventile trotzdem eine sichere Kraftstoffeinspritzung erzielbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der gattungsgemäßen Art gemäß dem Kennzeichen
des Anspruches 1 dadurch gelöst, daß - zum Druckabbau der nach Ende der pumpenseitigen
Kraftstofförderung in der Einspritzleitung auftretenden Druckwellen sowie zum anschließenden
vollständigen Auffüllen der Einspritzleitung mit Kraftstoff für die nächste Einspritzung
- in der Einspritzpumpe eine kurbelwinkelabhängig durch die Bewegung des Pumpenkolbens
steuerbare Drosselung des Kraftstofflusses zwischen Pumpenhochdruckraum und anschließender
Einspritzleitung bzw. Pumpenniederdruckraum erfolgt, und zwar durch ein fest am Pumpenkolben
angeordnetes, mit diesem mitbewegtes Drosselorgan, das zur temporären Bildung einer
Drosselstelle mit einem speziell gestalteten bzw. angeordneten Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbereich
zusammenwirkt.
[0007] Aufgrund dieses erfindungsgemäßen Verfahrens kann in der Einspritzpumpe auf das Vorsehen
herkömmlicher Druckventile vollständig verzichtet werden, was eine erhebliche Reduzierung
der Herstellkosten der Einspritzpumpe bewirkt.
[0008] Die besagte erfindungsgemäße Drosselung kann je nach Art der Einspritzpumpe durch
verschiedene Mittel erfolgen, die vergleichsweise einfach und wesentlich billiger
als herkömmliche Druckventile realisierbar sind, wofür in den Unteransprüchen jeweils
eine detaillierte Verfahrensdarstellung angegeben ist. Die diesbezüglichen Einzelheiten
sind anhand der nachfolgenden Beschreibung mehrerer in der Zeichnung dargestelter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 bis 4 jeweils
- schematisiert als Teil einer Einspritzpumpe einen Pumpenzylinder, Pumpendruckraum,
Pumpenkolben, eine zu letzterem koaxiale Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung, die
anschließende Einspritzleitung und ein Einspritzventil, in Verbindung mit einer Ausführungsform
von Mitteln zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 5
- schematisiert eine Ausführungsform von Mitteln zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bei einer Einspritzpumpe mit dezentraler Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung,
- Fig. 6 und 7
- in verschiedenen Ansichten schematisiert eine weitere Ausführungsform von Mitteln
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Verbindung mit einer Einspritzpumpe
mit radialerPumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung,
- Fig. 8
- den Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht.
[0009] In den Fig. 1 bis 7 sind des besseren Verständnisses wegen gleiche bzw. einander
entsprechende Teile des jeweils dargestellten Einspritzsystems mit gleichen Bezugszeichen
angezogen, nämlich mit 1 ein Pumpenzylinder einer Einspritzpumpe EP, mit 2 ein darin
wirkender, nockengesteuerter Pumpenkolben, mit 3 der zugehörige Pumpenhockdruckraum,
mit 4 dessen Ausgangsbohrung, mit 5 eine an letzterer angeschlossene Einspritzleitung
und mit 6 ein aus letzterer mit Kraftstoff versorgtes Einspritzventil.
[0010] Mit jedem der in den Fig. 1 bis 5 und 6, 7 darstellten Ausführungsbeispiele läßt
sich in Verbindung mit der Kraftstoffeinspritzung in Brennkraftmaschinen, insbesondere
Dieselmotoren, bei der der Kraftstoff durch die Einspritzpumpe EP über eine Einspritzleitung
5 zu einem Einspritzventil 6 gefördert wird, ein Verfahren durchführen, das zum Druckabbau
der nach Ende der pumpenseitigen Kraftstoffförderung in der Einspritzleitung 5 auftretenden
Druckwellen sowie zum anschließenden vollständigen Auffüllen der Einspritzleitung
5 mit Kraftstoff für die nächste Einspritzung dient. Dabei wird zu den genannten Zwecken
in der Einspritzpumpe EP eine kurbelwinkelabhängig durch die Bewegung des Pumpenkolbens
2 steuerbare Drosselung des Kraftstofflusses zwischen Pumpenhochdruckraum 3 und anschließender
Einspritzleitung 5 bzw. Pumpenniederdruckraum herbeigeführt, und zwar durch ein fest
am Pumpenkolben 2 angeordnetes, mit diesem mitbewegtes Drosselorgan 7, das zur temporären
Bildung einer Drosselstelle mit einem speziell gestalteten bzw. angeordneten Ausgangsbereich
8 des Pumpenhochdruckraumes 3 zusammenwirkt.
[0011] Im Fall gemäß Fig. 1 ist das Drosselorgan 7 durch einen stirnseitig koaxial am Pumpenkolben
2 angeordneten, kreiszylindrischen oder - kegligen Drosselzapfen 9 gebildet, während
als Gegenpart zur Darstellung der temporären Drosselstelle der Ausgangsbereich 8 durch
einen formmäßig angepaßten, am Eingang der koaxialen Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung
4 gegebenen, letztere erweiternden oder (wie auch möglich, aber nicht dargestellt)
verengenden Bohrungsabschnitt 10 gebildet wird. Mit diesen Mitteln stellt sich die
erfindungsgemäße Drosselung verfahrensmäßig wie folgt dar: Nach Beendigung einer Förderung
des Pumpenkolbens 2, die in üblicher Weise abläuft und eine Kraftstoffeinspritzung
über das Einspritzventil 6 bewirkt, wird beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens
2 die erfindungsgemäße Drosselung dadurch herbeigeführt, daß der am Pumpenkolben 2
angeordnete Drosselzapfen 9 in den Bohrungsabschnitt 10 der Ausgangsbohrung 4 eintaucht
und dann mit diesem einen gleichbleibenden (siehe Fig. 1) oder - bei kegliger Ausbildung
der Teile 9 und 10 - sich stufenlos verengenden Drosselringspalt 11 bildet, der einen
die erforderliche Druckentlastung des im Leitungsweg 4, 5 eingeschlossenen Kraftstoffes
gewährleistenden Querschnitt hat. Letzterer wird durch entsprechende Abstimmung der
Form und des Durchmessers des Drosselzapfens 9 und des Bohrungsabschnittes 10 sichergestellt.
Die Druckentlastung der Reflexionsdruckwellen erfolgt dabei aus dem Leitungsweg 4,
5 über den Drosselringspalt 11 in den Pumpenhochdruckraum 3 hinein. Nach erfolgter
Druckentlastung, also nach Abklingen der Druckwellen im Leitungsweg 4, 5, gibt beim
anschließenden Abwärtsgang des Pumpenkolbens 2 dessen Drosselzapfen 9 die Ausgangsbohrung
4 wieder frei, so daß die vorher gegebene temporäre Drosselstelle wieder aufgelöst
ist und über den dann ungedrosselten Eingangsquerschnitt der Ausgangsbohrung 4 das
Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung 5 mit dann - aufgrund der wiederhergestellten
Verbindung mit den pumpenseitigen Niederdruckraum 12 - mit Niederdruck im Pumpenhochdruckraum
3 anstehendem Kraftstoff erfolgen kann.
[0012] Im Fall gemäß Fig. 2 ist der Einspritzpumpen-Typ der gleiche wie im Fall gemäß Fig.
1. Als Drosselorgan 7 ist im Fall von Fig. 2 ebenfalls ein stirnseitig koaxial am
Pumpenkolben angeordneter kreiszylindrischer Drosselzapfen vorgesehen, jedoch ist
dieser im Gegensatz zu jenem gemäß Fig. 1 ein- oder mehrfach abgestuft und weist einen
durchmessergrößten Hinterabschnitt 13 und wenigstens einen demgegenüber durchmesserschwächeren
Vorderabschnitt 14 auf. Das Gegenstück (Ausgangsbereich 8) zur Bildung der temporären
Drosselstelle ist am Eingang der koaxialen Ausgangsbohrung 4 des Pumpenhochdruckraumes
3 durch einen Bohrungsabschnitt 15 gegeben, der den gleichen Durchmesser wie die Ausgangsbohrung
4 haben oder diese erweitern oder verengen kann. Aufgrund dieser Konfiguration der
Einspritzpumpe läßt sich nach Beendigung eines Fördervorganges des Pumpenkolbens 2
bei dessen weiterem Aufwärtsgang im Gegensatz zum Fall von Fig. 1 hier eine wenigstens
zweistufige Drosselung darstellen, wobei der Drosselzapfen 13, 14 in der ersten Stufe
(siehe Fig. 2A) zunächst mit seinem druchmesserschwächsten Vorderabschnitt 14 und
dann zur Bildung der weiteren Stufe(n) (siehe Fig. 2B) auch mit dem/den Hinterabschnitten
13 in den Bohrungsabschnitt 15 eintaucht. Dabei bildet der Drosselzapfen mit seinem
Vorderabschnitt 14 im Bohrungsabschnitt 15 während der ersten Drosselstufe einen Drosselringspalt
16 größeren Querschnitts, der zum raschen Druckabbau des größten Teils der im Leitungsweg
4, 5 auftretenden Reflexionsdruckwellen dient, wobei diesem Ziel gehorchend die Durchmesser
des Bohrungsabschnittes 15 und des Drosselzapfen-Vorderabschnittes 14 entsprechend
abgestimmt sind. In der/den nächsten Drosselstufe(n) bildet der Hinterabschnitt 13
des Drosselzapfens 13, 14 mit dem Bohrungsabschnitt 15 ebenfalls wenigstens einen
Ringspalt 17, aber kleineren Querschnitts, der zum Restabbau der in Leitungsweg 4,
5 noch auftretenden Reflexionsdruckwellen dient, wobei auch diesem Ziel gehorchend
der Durchmesser des Hinterabschnittes 13 des Drosselzapfens entsprechend auf den Durchmesser
des Bohrungsabschnittes 15 abgestimmt ist. Diese weitere(n) Drosselstufe(n) dient/dienen
auch dem Zweck, den Abfluß von Kraftstoff aus der Einspritzleitung 5 in den Pumpenhochdruckraum
3 hinein zu minimieren. Nach erfolgter Druckentlastung gibt beim anschließenden Abwärtsgang
des Pumpenkolbens 2 dessen Drosselzapfen 13, 14 die Ausgangsbohrung 4 wieder frei,
und zwar ebenfalls abgestuft, wobei nach Austritt des Drosselzapfen-Hinterabschnittes
13 zunächst ein leicht gedrosseltes Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung 5 und nach
Austritt des Drosselzapfen-Vorderabschnittes 14, also nach vollständiger Auflösung
der vorher temporär gegebenen Drosselstelle, ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen der
Einspritzleitung 5 mit Kraftstoff erfolgt, der in diesem Bewegungsstadium des Pumpenkolben
2 im Pumpenhochdruckraum 3 - aufgrund der wieder hergestellten Verbindung zum Niederdruckraum
18 - mit Niederdruck ansteht.
[0013] Auch dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 liegt eine Einspritzpumpe EP gleichen Typs
wie in den Fällen gemäß Fig. 1 und 2 zugrunde. In diesem Fall sind das Drosselorgan
7 sowie der Ausgangsbereich 8 ebenfalls für eine wenigstens zweistufige Drosselung
ausgelegt. Als Drosselorgan 7 ist stirnseitig und koaxial am Pumpenkolben 2 ein kreiszylindrischer
Drosselzapfen 19 vorgesehen. Der Ausgangsbereich 8 des Pumpendruckraumes 3 ist hier
ebenfalls durch einen am Eingangsbereich der Ausgangsbohrung 4 gegebenen Bohrungsabschnitt
gebildet, der im Gegensatz zu Fig. 1 und 2 hier abgestuft ist und einen durchmessergrößten
Eingangsabschnitt 20 sowie wenigstens einen demgegenüber durchmesserkleineren Innenabschnitt
21 aufweist. Mit diesen Mitteln stellt sich nach einem Förderende beim weiteren Aufwärtsgang
des Pumpenkolbens 2 die erfindungsgemäße Drosselung wie folgt dar. Zunächst taucht
der Drosselzapfen 19 in den durchmessergrößeren Eingangsbereich 20 des Bohrungsabschnittes
20, 21 ein (siehe Fig. 3a) und bildet mit diesem einen Drosselringspalt 22 größten
Querschnitts, der zum raschen Abbau des größten Teils der im Leitungsweg 4, 5 auftretenden
Reflexionsdruckwellen dient. Anschließend taucht der Drosselzapfen 19 auch in den/die
durchmesserkleineren Innenbereich(e) 21 des Bohrungsabschnittes 20, 21 ein (siehe
Fig. 3b) und bildet mit diesem wenigstens einen Drosselringspalt 23 kleineren Querschnitts,
der zum Restabbau der im Leitungsweg 4, 5 noch auftretender Reflexionsdruckwellen
dient und außerdem ein Abströmen von Kraftstoff aus der Einspritzleitung 5 minimiert.
Der jeweilige Drosselquerschnitt der Drosselringspalte 22, 23 ist dem angegebenen
Zweck gehorchend durch entsprechende Festlegung der Durchmesser der Bohrungsabschnitts-Bereiche
21, 22 in Bezug auf den Durchmesser des Drosselzapfens 19 eingestellt. Nach erfolgter
Druckentlastung gibt auch hier beim anschließenden Abwärtsgang des Pumpenkolbens 2
dessen Drosselzapfen 19 den Bohrungsabschnitt 21, 22 wieder frei, und zwar ebenfalls
abgestuft wie im Fall gemäß Fig. 2, wobei nach Austritt des Drosselzapfens 19 aus
dem Innenbereich 21 des Bohrungsabschnittes 20, 21 zunächst ein leicht gedrosseltes
Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung 5 über den querschnittsgrößeren Drosselringspalt
22 und nach Austritt des Drosselzapfens 19 aus der Ausgangsbohrung 4, also nach vollständiger
Auflösung der vorher temporär gegebenen Drosselstelle, ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen
der Einspritzleitung 5 mit Kraftstoff erfolgt, der im Pumpenhochdruckraum 3 - aufgrund
der nunmehr wiederhergestellten Verbindung zum Pumpenniederdruckraum 24 - mit Niederdruck
ansteht.
[0014] Eine der Ausführungsfunktion gemäß Fig. 1 bei typgleicher Einspritzpumpe EP funktionsgleiche,
aber mit anderen Drosselmitteln realisierte Lösung ist in Fig. 4 gezeigt. In diesem
Fall ist das Drosselorgan 7 durch eine von der Stirnseite koaxial her eingebohrte
Sacklochdrosselbohrung 25 im Pumpenkolben 2 gebildet. Der den Gegenpart bildende Ausgangsbereich
8 ist durch einen koaxialen, den Eingangsbereich der Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung
4 bildenden, innenseitig an der Hochdruckraumbegrenzungsfläche 26 angeordneten bzw.
ausgebildeten und in den Hochdruckraum 3 hineinragenden kreiszylindrischen Drosselzapfen
27 realisiert. Mit diesen Mitteln 25, 27 stellt sich im Anschluß an einen Einspritzvorgang
die erfindungsgemäße Drosselung wie folgt dar. Beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens
nach Förderende taucht der Drosselzapfen 27 in die pumpenkolbenseitige Sacklochdrosselbohrung
25 ein und bildet dann mit letzterer frontseitig einen Druckentlastungsraum 28 (siehe
Fig. 4) sowie umfangsseitig einen Drosselringspalt 29, über den eine Druckentlastung
der in Leitungsweg 4, 5 auftretenden Reflexionswellen und eine Ableitung des aus der
Einspritzleitung 5 und der Ausgangsbohrung 4 in den Entlastungsraum 28 eingeleiteten
und bei der Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens 2 aus diesem verdrängten Kraftstoffes
in den Pumpenhochdruckraum 3 hinein erfolgt. Diesem Zweck entsprechend sind der Querschnitt
des Drosselringspaltes 29 durch Abstimmung der Durchmesser von Drosselzapfen 27 und
Sacklochdrosselbohrung 25 sowie das Volumen des Entlastungsraumes 28 durch die Tiefe
der Sacklochdrosselbohrung 25 entsprechend bemessen. Aufgrund des sich beim Aufwärtsgang
des Pumpenkolbens 2 verkleinernden Volumens des Druckentlastungsraumes 28 wird durch
die damit einhergehende Pumpwirkung ein zu starkes Abströmen von Kraftstoff aus der
Einspritzleitung 5 verhindert. Nach erfolgter Druckentlastung wird beim anschließenden
Abwärtsgang des Pumpenkolbens 2 dessen Sacklochdrosselbohrung 25 durch den austretenden
Drosselzapfen 27 wieder freigegeben, mithin die vorher temporär gegebene Drosselstelle
aufgelöst, so daß dann ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung 5 mit
Kraftstoff erfolgen kann, der im Pumpenhochdruckraum 3 - aufgrund der dann wieder
hergestellten Verbindung mit dem Pumpenniederdruckraum 30 - mit Niederdruck ansteht.
Auch bei dieser Ausführungsform besteht die Möglichkeit, ähnlich wie im Fall gemäß
Fig. 2 oder 3 eine mehrstufige Drosselung darzustellen, entweder durch entsprechende
durchmessermäßige Abstufung der Sacklochdrosselbohrung 25 in Verbindung mit kreiszylindrischem
Drosselzapfen 27 oder durch durchmessermäßige Abstufung des letzteren (27) in Verbindung
mit einer kreiszylindrischen Sacklochdrosselbohrung 25. Desweiteren ist es bei dieser
Einspritzpumpenversion auch möglich, ähnlich wie im Fall gemäß Fig. 1, einen stufenlos
veränderbaren Drosselspalt darzustellen, und zwar durch einen kegligen Drosselzapfen
27 in Verbindung mit einer entsprechend angepaßten kegligen Sacklochdrosselbohrung
25.
[0015] Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 ist auf einen gegenüber den vorher beschriebenen
Beispielen abweichenden Typ einer Einspritzpumpe EP abgestellt, nämlich einen solchen,
bei dem die Ausgangsbohrung 4 dezentral vom Pumpenhochdruckraum 3 abgeht. In diesem
Fall wird die erfindungsgemäße Drosselung durch eine entsprechende Einflußnahme auf
den Verbindungsweg zwischen Pumpenhochdruckraum 3 und Pumpenniederdruckraum 31 bewirkt.
Diese Verbindung ist pumpenkolbenintern durch eine koaxial stirnseitig des Pumpenkolbens
2 abgehende Sacklochbohrung 32 sowie eine von dieser abgehende und in einer äußeren
Steuernut 34 ausmündenden Querbohrung 33 gebildet. Als pumpenkolbenseitiges Drosselorgan
7 fungiert in diesem Fall der stirnbereichseitig am Pumpenkolben 2 gegebene Eintrittsbereich
der Sacklochbohrung 32, während der zugehörige Ausgangsbereich 8 durch einen neben
der Eingangsöffnung der Ausgangsbohrung 4 koaxial zur Sacklochbohrung 32 innenseitig
an der Hochdruckraumbegrenzungsfläche 35 angeordneten in den Hochdruckraum 3 hineinragenden
Drosselzapfen 36 gebildet ist. Dieser kann, wie dargestellt, kreiszylindrisch, aber
auch kreiskeglig oder durchmessermäßig abgestuft sein (ähnlich wie in den Fällen gemäß
Fig. 1 bis 3), was bedeutet, daß auch der Eingangsbereich der Sacklochbohrung 32 entsprechend
angepaßt sein muß. Nach einem Einspritzvorgang stellt sich mit diesen Mitteln 32,
36 die erfindungsgemäße Drosselung wie folgt dar. Beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens
2 nach einem Förderende taucht der Drosselzapfen 2 in den Eingangsbereich der pumpenkolbeninternen
Sacklochbohrung 32 ein und bildet dann mit diesem einen Drosselringspalt 37. Der Querschnitt
dieses Drosselringspaltes 37 ist durch entsprechende Bemessung und/oder Formgebung
des Eintrittsbereiches der Sacklochbohrung 32 und des Drosselzapfens 36 so eingestellt,
daß einerseits der Druck der im Leitungsweg 4, 5 auftretenden Reflexionswellen abbaubar
ist und andrerseits auch das im Pumpenhochdruckraum 3 eingeschlossene Kraftstoffvolumen
über den Drosselringspalt 37 und den anschließenden Leitungsweg 32, 33, 34 zum Niederdruckraum
31 hin abgeleitet werden kann. Der diesbezügliche Querschnitt des Drosselringspaltes
37 ist mithin wesentlich größer als in vorherbeschriebenen Fällen zu bemessen. Nach
erfolgter Druckentlastung der Einspritzleitung 5 wird beim anschließenden Abwärtsgang
des Pumpenkolbens 2 durch den aus dessen Sacklochbohrung 32 austretenden Drosselzapfen
36 die vorher temporär gegebene Drosselstelle wieder aufgelöst, so daß dann ein ungedrosseltes
Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung 5 mit Kraftstoff erfolgen kann, der nun im Pumpenhochdruckraum
3 - aufgrund der wieder hergestellten Verbindung mit dem Niederdruckraum 31 - mit
Niederdruck ansteht.
[0016] Der Ausführungsform gemäß Fig. 6 und 7 liegt eine Einspritzpumpe EP solchen Typs
zugrunde, bei der die Ausgangsbohrung 4 radial vom Pumpenhochdruckraum 3 abgeht und
die einen Pumpenkolben 2 aufweist, der über einen internen und/oder externen Kanal
38, 39, 40, über den die Verbindung zwischen Pumpenniederdruckraum 41 und Pumpenhochdruckraum
3 herstellbar und unterbrechbar ist, sowie eine stirnseitig des Pumpenkolbens abgehende
externe Steuernut 42 mit unterer Steuerkante 43 aufweist, die in ihrem Zusammenwirken
mit der Ausgangsbohrung 4 so auf die Steuervertiefung 40 abgestimmt ist, daß während
der Kraftstofförderung (d.h. so lange noch keine Verbindung zwischen Hochdruckraum
3 und Niederdruckraum 41 besteht) zunächst keine wesentliche Verengung des Querschnitts
der Ausgangsbohrung 4 erfolgt. Um möglichst bald nach Ende der Förderung die erwünschte
Drosselung zu bewirken, ist die untere Steuerkante 43 vorzugsweise schräg unter ähnlichem
Winkel wie die Steuervertiefung 40 auszuführen. In diesem Beispiel ist als pumpenkolbenseitiges
Drosselorgan 7 eine sich am Pumpenkolben 2 an der unteren Steuerkante 43 der Steuernut
42 unmittelbar anschließende Drosselnut 44 vorgesehen, die eine wesentlich geringere
radiale Tiefe als die Steuernut 42 aufweist und ebenfalls eine untere Steuerkante
45 besitzt. Der Ausgangsbereich 8 ist in diesem Fall durch die Lage und Querschnittsbemessung
des Eintritts der Ausgangsbohrung 4 in entsprechender Abstimmung auf die hubwirksame
Länge der Drosselnut 44 dargestellt. Mit diesen Mitteln stellt sich im Anschluß an
einen Einspritzvorgang die erfindungsgemäße Drosselung wie folgt dar. Nach dem Öffnen
der Verbindung zwischen Hochdruckraum 3 und Niederdruckraum 41 durch die Steuervertiefung
40 wird der Eintrittsquerschnitt der Ausgangsbohrung 4 durch die untere Steuerkante
43 verschlossen. Danach wird bei weiterem Aufwärtsgang des Pumpenkolbens 2 die Ausgangsbohrung
4 in gedrosselter Weise so lange über die einen Drosselspalt 46 mit der Zylinderbohrungswand
47 bildende Drosselnut 44 in Kommunikation mit dem Pumpenhochdruckraum 3 gehalten,
bis deren Querschnitt durch die sich an die untere Steuerkante 45 der Drosselnut 44
anschließende Pumpenkolbenmantelfläche abgedeckt ist bzw. der Pumpenkolben 2 seinen
oberen Totpunkt erreicht hat. Die radiale Tiefe und axiale Länge der Drosselnut 44
ist dabei in Bezug auf den Eintrittsquerschnitt der Ausgangsbohrung 4 so bemessen,
daß sich der Druck der Reflexionswellen in der Einspritzleitung 5 in den Pumpenhochdruckraum
3 hinein abbauen kann. Beim anschließenden Abwärtsgang des Pumpenkolbens erfolgt das
Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung 5 durch den dann mit Niederdruck im Pumpenhochdruckraum
3 anstehenden Kraftstoff zweistufig, und zwar zunächst gedrosselt über den Drosselquerschnitt
der Drosselnut 44 und dann nach Auflösung der vorher temporär gegebenen Drosselstelle
ungedrosselt über den weitaus größeren Zutrittsquerschnitt der Steuernut 42. Der Vorteil
dieser Lösung ist darin begründet, daß die Drosselung an die Förderdauer, das heißt,
die Last, optimal angepaßt werden kann. Außerdem besteht bei dieser Lösung die Möglichkeit,
die Verbindung zwischen Pumpenhochdruckraum 3 und Einspritzleitung 5 temporär ganz
zu unterbrechen, was eine unnötige Entleerung der Einspritzleitung 5 im Bereich relativ
kleiner Restdruckwellen vermeidet.
[0017] Zusammenfassend ergeben sich mit der der erfindungsgemäßen Lösung folgende wesentlichen
Vorteile:
- keine beweglichen Teile (keine herkömmlichen Druckventile) in der Einspritzpumpe EP,
dadurch Kostensenkung und Steigerung der Zuverlässigkeit,
- optimal an den Motor anpaßbare Entlastungswirkung,
- verbesserte Füllung der Einspritzleitung zwischen den einzelnen Einspritzungen.
1. Verfahren in Verbindung mit der Kraftstoffeinspritzung in Brennkraftmaschinen, wobei
der Kraftstoff durch eine Einspritzpumpe über eine Einspritzleitung zu einem Einspritzventil
gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß - zum Druckabbau der nach Ende der pumpenseitigen
Kraftstofförderung in der Einspritzleitung (5) auftretenden Druckwellen sowie zum
anschließenden vollständigen Auffüllen der Einspritzleitung (5) mit Kraftstoff für
die nächste Einspritzung - in der Einspritzpumpe (EP) eine kurbelwinkelabhängig durch
die Bewegung des Pumpenkolbens (2) steuerbare Drosselung des Kraftstofflusses zwischen
Pumpenhochdruckraum (3) und anschließender Einspritzleitung (5) bzw. Pumpenniederdruckraum
herbeigeführt wird, und zwar durch ein fest am Pumpenkolben (2) angeordnetes, mit
diesem mitbewegtes Drosselorgan (7), das zur temporären Bildung einer Drosselstelle
mit einem speziell gestalteten bzw. angeordneten Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbereich
(8) zusammenwirkt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Einspritzpumpen (EP)
mit zum Pumpenkolben (2) koaxialer Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung (4) - die besagte
Drosselung durch einen stirnseitig koaxial am Pumpenkolben (2) angeordneten, kreiszylindrischen
oder - kegligen Drosselzapfen (9) herbeigeführt wird, der nach Förderende bei weiterem
Aufwärtsgang des Pumpenkolbens (2) in einen formmäßig angepaßten, am Eingang der koaxialen
Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung (4) gegebenen Bohrungsabschnitt (10) eintaucht
und dann mit letzterem einen die erforderliche Druckentlastung der Reflexionsdruckwellen
gewährleistenden Drosselringspalt (11) bildet, und daß nach erfolgter Druckentlastung
beim anschließenden Abwärtsgang des Pumpenkolbens (2) durch dessen Drosselzapfen (9)
der Bohrungsabschnitt (10) unter Auflösung der Drosselstelle wieder freigegeben wird
und über den dann ungedrosselten Eingangsquerschnitt der Ausgangsbohrung (4) das Auf-/Nachfüllen
der Einspritzleitung (5) durch mit Niederdruck im Pumpenhochdruckraum (3) anstehenden
Kraftstoff erfolgt (Fig. 1).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Einspritzpumpen (EP)
mit zum Pumpenkolben (2) koaxialer Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung (4) - die besagte
Drosselung wenigstens zweistufig erfolgt, und zwar durch einen stirnseitig koaxial
am Pumpenkolben (2) angeordneten kreiszylindrischen, durchmesserseitig abgestuften
Drosselzapfen (13, 14), der nach Förderende beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens
(2) zunächst mit seinem durchmesserschwächsten Vorderabschnitt (14) und dann mit durchmessergrößeren
Hinterabschnitt(en) (13) in einen am Eingang der koaxialen Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung
(4) gegebenen Bohrungsabschnitt (15) eintaucht, wobei er mit letzterem (15) und seinem
Vorderabschnitt (14) einen Drosselringspalt (16) größeren Querschnitts zum raschen
Abbau des größten Teils der Reflexionsdruckwellen und mit dem/den Hinterabschnitt(en)
(13) wenigstens einen Drosselringspalt (17) kleineren Querschnitts zum Rest-Abbau
der Reflexionsdruckwellen bildet, und daß nach erfolgter Druckentlastung beim anschließenden
Abwärtsgang des Pumpenkolbens (2) durch dessen Drosselzapfen (13, 14) der Bohrungsabschnitt
(15) unter Auflösung der Drosselstellen wieder freigegeben wird, und zwar abgestuft,
wobei zunächst ein leicht gedrosseltes Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung (5) und
nach vollständigem Austritt des Drosselzapfens (13, 14) aus der Ausgangsbohrung (4)
über diese ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung (5) durch mit Niederdruck
in Pumpenhochdruckraum (3) anstehenden Kraftstoff erfolgt (Fig. 2A, 2B).
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Einspritzpumpen (EP)
mit zum Pumpenkolben (2) koaxialer Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung (4) - die besagte
Drosselung wenigstens zweistufig erfolgt, und zwar durch einen stirnseitig koaxial
am Pumpenkolben (2) angeordneten kreiszylindrischen Drosselzapfen (19), der nach Förderende
beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens (2) in einen durchmessermäßig abgestuften,
am Eingang der Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung (4) gegebenen Bohrungsabschnitt
(20, 21) eintaucht, wobei er mit dem durchmessergrößten Eingangsabschnitt (20) des
Bohrungsabschnittes (20, 21) zunächst einen Drosselringspalt (22) größeren Querschnitts
zum raschen Abbau des größten Teils der Reflexionsdruckwellen und anschließend mit
dem wenigstens einen durchmesserkleineren Innenstück (21) des Bohrungsabschnittes
(20, 21) einen Drosselringspalt (23) kleineren Querschnitts zum Rest-Abbau der Reflexionsdruckwellen
bildet, und daß nach erfolgter Druckentlastung beim anschließenden Abwärtsgang des
Pumpenkolbens (2) durch dessen Drosselzapfen (19) unter Auflösung der Drosselstellen
die Ausgangsbohrung (4) wieder freigegeben wird, und zwar ebenfalls abgestuft, wobei
nach Austritt des Drosselzapfens (19) aus dem Innenstück (21) des Bohrungsabschnittes
(20, 21) zunächst ein leicht gedrosseltes Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung (5)
über den querschnittsgrößeren Drosselspalt (22) und nach vollständigem Austritt des
Drosselzapfens (19) aus der Ausgangsbohrung (4) über diese ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen
der Einspritzleitung (5) durch mit Niederdruck in Pumpenhochdruckraum (3) anstehenden
Kraftstoff erfolgt (Fig. 3A, 3B).
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Einspritzpumpen (EP)
mit zum Pumpenkolben (2) koaxialer Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung (4) - die besagte
Drosselung durch einen den Eingangsbereich der Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung
(4) bildenden, koaxial innenseitig an der Hochdruckraumbegrenzungsfläche (26) ausgebildeten
bzw. angeordneten, in den Pumpenhochdruckraum (3) hineinragenden kreiszylindrischen
oder - kegligen oder durchmessermäßig abgestuften Drosselzapfen (27) herbeigeführt
wird, der nach Förderende beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens (2) in eine
stirnbereichsseitig an diesem gegebene, formmäßig entsprechend angepaßte Sacklochbohrung
(25) eintaucht und dann mit letzterer frontseitig einen Druckentlastungsraum (28)
sowie umfangsseitig einen die erforderliche Druckentlastung der Reflexionsdruckwellen
und eine Überströmung zum/vom Pumpenhochdruckraum (3) gewährleistenden Drosselringspalt
(29) bildet, wobei die Ableitung des im Druckentlastungsraum (28) verdrängten Kraftstoffs
über den Drosselringspalt (29) in den Pumpenhochdruckraum (3) hinein erfolgt, und
daß nach erfolgter Druckentlastung beim anschließenden Abwärtsgang des Pumpenkolbens
(2) dessen Sacklochdrosselbohrung (25) durch den austretenden Drosselzapfen (27) unter
Auflösung der Drosselstelle freigegeben wird und dann ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen
der Einspritzleitung (5) durch in Pumpenhochdruckraum (3) mit Niederdruck anstehenden
Kraftstoff erfolgt (Fig. 4).
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Einspritzpumpen (EP)
mit dezentral vom Pumpenhochdruckraum (3) abgehender Ausgangsbohrung (4) - die besagte
Drosselung durch einen innenseitig an der Hochdruckraumbegrenzungsfläche (35) koaxial
in den Hochdruckraum hineinragend angeordneten, kreiszylindrischen oder - kegligen
oder durchmessermäßig abgestuften Drosselzapfen (36) herbeigeführt wird, der nach
Förderende beim weiteren Aufwärtsgang des Pumpenkolbens (2) in eine stirnseitig an
letzterem abgehende, durch diesen die Kommunikation zum Pumpenniederdruckraum (31)
herstellende Verbindungsbohrung (32) eintaucht und dann mit deren entsprechend formmäßig
angepaßtem Eintrittsbereich einen die erforderliche Druckentlastung der Reflexionsdruckwellen
sowie eine Kraftstoff-Ableitung vom Hochdruckraum (3) zum Niederdruckraum (31) gewährleistenden
Drosselringspalt (37) bildet, wobei die Ableitung des im Pumpenhochdruckraum (3) verdrängten
Kraftstoffes über den Drosselringspalt (37) und den anschließenden Abschnitt der Verbindungsbohrung
(32, 33, 34) in/am Pumpenkolben (2) zum Pumpenniederdruckraum (31) erfolgt, und daß
nach erfolgter Druckentlastung beim anschließenden Abwärtsgang des Pumpenkolbens (2)
dessen Verbindungsbohrung (32) durch den austretenden Drosselzapfen (36) freigegeben,
mithin die Drosselstelle aufgelöst wird und dann ein ungedrosseltes Auf-/Nachfüllen
der Einspritzleitung (5) durch im Pumpendruckraum (3) dann mit Niederdruck anstehenden
Kraftstoff erfolgt (Fig. 5).
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bei Einspritzpumpen (EP)
mit radial vom Pumpenhochdruckraum (3) abgehender, mit der Einspritzleitung (5) verbundener
Ausgangsbohrung (4) und mit einem Pumpenkolben (2), der über einen internen und/oder
externen Kanal (38, 39, 40), über den die Verbindung zwischen Pumpenniederdruckraum
(41) und Pumpenhochdruckraum (3) herstellbar und unterbrechbar ist, sowie eine externe
Steuernut (42) mit unterer Steuerkante (43) verfügt - die besagte Drosselung durch
eine sich am Pumpenkolben (2) an der unteren Steuerkante (43) von dessen Steuernut
(42) unmittelbar anschließende Drosselnut (44) geringerer radialer Tiefe und ebenfalls
schräger Steuerkante (45) erfolgt, wobei nach einem Förderende bei weiterem Aufwärtsgang
des Pumpenkolbens (2) die Ausgangsbohrung (4) so lange über die einen querschnittsmäßig
die erforderliche Druckentlastung der Reflexionsdruckwellen gewährleistenden Drosselspalt
(46) mit der Pumpenzylinderbohrungswand (47) bildende Drosselnut (44) in Kommunikation
mit dem Pumpenhochdruckraum (3) bleibt, bis deren Querschnitt durch die sich an die
Drosselnut-Steuerkante (45) anschließende Pumpenkolbenmantelfläche abgedeckt ist bzw.
der Pumpenkolben (2) seinen oberen Totpunkt erreicht hat, und daß bei anschließendem
Abwärtsgang des Pumpenkolbens (2) nach Aufsteuern des Eintrittsquerschnittes der Ausgangsbohrung
(4) durch die Drosselnut-Steuerkante (45) das Auf-/Nachfüllen der Einspritzleitung
(5) durch mit Niederdruck im Pumpenhochdruckraum (3) anstehendem Kraftstoff zweistufig
erfolgt, und zwar zunächst gedrosselt über den Drosselquerschnitt der Drosselnut (46)
und dann ungedrosselt über den weitaus größeren Zutrittsquerschnitt der Steuernut
(42) (Fig. 6, 7).