| (19) |
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(11) |
EP 0 680 562 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.01.1994 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F04C 19/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9400/021 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9417/309 (04.08.1994 Gazette 1994/18) |
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| (54) |
FLÜSSIGKEITSRINGMASCHINE
LIQUID RING MACHINE
MACHINE A ANNEAU LIQUIDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
25.01.1993 DE 4301907
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.11.1995 Patentblatt 1995/45 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TRIMBORN, Peter
D-90537 Feucht (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 503 586 GB-A- 1 509 661
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DE-C- 675 378 US-A- 1 904 321
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsringmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 oder 2.
[0002] Eine solche Maschine ist aus der DE-C-31 24 867 bekannt. Typisch für diese Maschinenart
ist, daß die Energie vom Laufrad über einen aus Betriebsflüssigkeit gebildeten Flüssigkeitsring
auf das Fördermedium übertragen wird. Da die Betriebsflüssigkeit als Energieträger
und als abdichtendes Element unmittelbar mit dem Fördermedium direkt in Kontakt steht,
werden Dämpfe kondensiert, Flüssigkeits- und Schmutzteilchen mitgefördert, heiße Gase
abgekühlt und Kompressionswärme von der Betriebsflüssigkeit aufgenommen. Bei einer
etwaigen Mitförderung von Flüssigkeiten im Flüssigkeitsring ergibt sich ein erhöhter
Leistungsbedarf und eine Verschlechterung der Laufeigenschaften des Laufrades, die
zu einer beschleunigten Abnutzung der Laufradlagerung führen können.
[0003] Eine Verringerung der Leistungsaufnahme, bei gleichzeitig verbesserten Laufeigenschaften
bei Mitförderung von Flüssigkeiten soll bei der bekannten Maschine dadurch bewirkt
werden, daß in dem als ebene Steuerscheibe ausgebildeten Steuerkörper ein vom Druckschlitz
der Steuerscheibe getrennter Entlastungsdurchlaß vorgesehen ist. Dieser Entlastungsdurchlaß
wird bei Mitförderung von Flüssigkeit vom rotierenden Flüssigkeitsring überdeckt.
Weitere Ausführungen über die Funktion des Entlastungsdurchlasses sind der genannten
Patentschrift nicht entnehmbar.
[0004] Durch die DE-A-15 03 586 ist ferner eine Flüssigkeitsringpumpe bekannt, bei der an
der Innenwand des Maschinengehäuses mittig zwischen dem Ansaug- und Druckbereich der
Maschine eine Ableitöffnung vorgesehen ist. Diese Ableitöffnung mündet in eine am
Außenumfang des Maschinengehäuses angeschlossene Leitung. Diese Leitung ist bis zu
der Zuleitung für die Betriebsflüssigkeit geführt und an diese angeschlossen. Ferner
ist diese Leitung mit Abzweigen versehen, die in in den Seitenschilden der Maschine
ausgebidlete Dichtkammern münden.
[0005] Durch die Anordnung der Ableitöffnung an der Innenwand des Maschinengehäuses ist
sichergestellt, daß diese Öffnung während des Betriebes stets von der Betriebsflüssigkeit
überstrichen wird und somit ständig Betriebsflüssigkeit über die Ableitöffnung in
die angeschlossene Leitung abgeleitet wird. Diese abgeleitete Flüssigkeit, die unter
einem bestimmten Druck steht, wird über die Abzweige in die Dichtungskammern eingeleitet
und dient dort zum Abdichten der zwischen dem Laufrad und dem Maschinengehäuse bestehende
Spalte. Eine nicht zum Abdichten benötigte, überschüssige Flüssigkeitsmenge wird infolge
des Anschlusses der Leitung an die Zuleitung für die Betriebsflüssigkeit dieser wieder
zugeführt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Flüssigkeitsringmaschine zu schaffen, bei der
die sich aus der üblichen Betriebsflüssigkeit und der aus dem jeweiligen Prozeß anfallenden
Zusatzflüssigkeit ergebende Gesamtmenge an Flüssigkeit möglichst konstant gehalten
werden kann, so daß eine annähernd gleichmäßige Flüssigkeitsringdicke erzielbar ist.
[0007] Eine Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale.
Im Falle einer Flüssigkeitsmitförderung wächst die Flüssigkeitsringdicke an und damit
die durch den Entlastungsdurchlaß austretende Flüssigkeitsmenge. Diese Flüssigkeit
wird unmittelbar der Betriebsflüssigkeit zugeführt. Hiermit ist eine Reduzierung des
Betriebsflüssigkeitsbedarfes gegeben. Ein Anwachsen der Flüssigkeitsringdicke infolge
von Flüssigkeitsmitförderung führt demnach automatisch zu einer Drosselung der Betriebsflüssigkeitszufuhr.
[0008] Eine weitere Lösung der gestellten Aufgabe gelingt auch gemäß den Merkmalen des Anspruches
2. Hierbei wird die bei Anwachsen der Flüssigkeitsringdicke vermehrte Flüssigkeitsmenge
nach außerhalb der Maschine abgeführt. Eine erhöhte Flüssigkeitsmitförderung hat erhöhte
Druckverhältnisse im Druckbereich zur Folge, so daß ein verstärkter Flüssigkeitsaustritt
durch den Entlastungsdurchlaß der Flüssigkeitsringmaschine bewirkt wird. Die sich
einstellenden Druckverhältnisse regeln somit selbsttätig die Flüssigkeitsringdicke.
[0009] Eine Verbindung zwischen Entlastungsdurchlaß und Betriebsflüssigkeitszuleitung, die
außerhalb des Gehäuses veriäuft, bietet hinsichtlich der Zugänglichkeit und des erzielbaren
Kühleffektes Vorteile, wohingegen eine innerhalb des Gehäuses befindliche Verbindung
zu einer kompakten Bauweise führt. Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann die
Verbindung entweder im Gehäuse oder außerhalb des Gehäuses vorgesehen werden. Die
Verbindung kann somit den jeweiligen Betriebs- und Einbauverhältnissen angepaßt werden.
[0010] Dadurch, daß die Verbindung zwischen Entlastungsdurchlaß und Betriebsflüssigkeitszuleitung
im Seitenschild integriert ist, entsteht kein zusätzlicher Fertigungsaufwand für diese
Verbindung. Außerdem entfallen Durchlässe und Bohrungen in dem druckbelasteten Maschinengehäuse,
die zu einer Verminderung der Festigkeit des Maschinengehäuses führen können. Ein
weiterer Vorteil dieser Verbindung ist, daß die überschüssige Betriebsflüssigkeit
ohne weiteren Energieaufwand über einen kurzen Verbindungsweg abfließen kann.
[0011] Ein Konstanthalten der in der Flüssigkeitsringmaschine rotierenden Flüssigkeit wird
dadurch erreicht, daß ein Steuerglied in Abhängigkeit von der durch den Entlastungsdurchlaß
abfließenden Flüssigkeitsmenge die Zuführung der Betriebsflüssigkeit steuert.
[0012] Als Steuerglieder eignen sich hydraulische Ventile, insbesondere Kugelventile oder
Plattenventile. Derartige Ventile stellen passive Elemente dar, die ohne weitere Steuerelemente,
allein aufgrund der sich einstellenden Druckverhältnisse die Betriebsflüssigkeitszufuhr
steuern.
[0013] Dadurch, daß die Ventile in ihrer Einbaulage von außen zugänglich sind, kann eine
den Betriebsverhältnissen entsprechende Einstellung der Ventile vorgenommen werden.
Etwaige Wartungsarbeiten, beispielsweise infolge von betriebsbedingter Verschmutzung,
sind hierdurch ebenfalls erleichtert.
[0014] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 8 wird nur ein Ventil
zur Steuerung der Flüssigkeitsringdicke benötigt. Die Positionierung des Ventiles
bewirkt, daß das Ventil die zum Entlastungsdurchlaß führende Verbindung in dem Maße
freigibt, wie es die Betriebsflüssigkeitszufuhr gleichzeitig drosselt. Die durch den
Entlastungsdurchlaß ausströmende Flüssigkeit ergänzt nun die Betriebsflüssigkeit genau
um den Anteil, um den sie reduziert wurde. Die im Flüssigkeitsring mitgeführte Flüssigkeit
führt demnach auch zu einer Verringerung des Betriebsflüssigkeitsbedarfes. Im äußersten
Falle kann die Maschine sogar allein aus der durch den Entlastungsdurchlaß ausströmenden
Flüssigkeit gespeist werden. In diesem Falle ist das Ventil ganz geöffnet und damit
gleichzeitig die Betriebsflüssigkeitszufuhr weitestgehend unterbunden.
[0015] Die Verbindung zwischen Entlastungsdurchlaß und Betriebsflüssigkeitszuleitung erfordert
keinen nennenswerten zusätzlichen Herstellungsaufwand, da die Verbindung über wenigstens
einen im Seitenschild vorgesehenen Leitungskanal erfolgt, der bereits beim Gießen
des Seitenschildes berücksichtigt ist.
[0016] Die zur Wellenabdichtung dienenden Stopfbuchsen müssen infolge der reibenden Beanspruchung
gekühlt werden. Die durch den Entlastungsdurchlaß ausströmende Flüssigkeit kann, sofern
eine entsprechende Verbindung vorgesehen ist, auch zur Entlastung der Stopfbuchsversorgung
vorgesehen werden. Damit kann die Kühlung der Stopfbuchsen zur Gänze oder additiv
von der aus dem Entlastungsdurchlaß ausströmenden Flüssigkeit übernommen werden.
[0017] Zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Flüssigkeitsringmaschine werden
anhand der nachfolgenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- FIG 1
- eine Flüssigkeitsringmschine in explodierter Darstellung
- FIG 2
- eine Draufsicht auf ein Seitenschild einer Flüssigkeitsringmaschine mit einem als
Kugelventil ausgebildeten Steuerglied in Schließstellung
- FIG 3
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht des Seitenschildes einer Flüssigkeitsringmaschine
mit einem als Kugelventil ausgebildeten Steuerglied in teilweise geöffneter Stellung
- FIG 4
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht des Seitenschildes einer Flüssigkeitsringmaschine
mit einem als Kugelventil ausgebildeten Steuerglied in voller Öffnungsstellung
- FIG 5
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht des Seitenschildes mit einem als Plattenventil
ausgebildeten Steuerglied in Schließstellung
- FIG 6
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht des Seitenschildes mit einem als Plattenventil
ausgebildeten Steuerglied in teilweise geöffneter Stellung und
- FIG 7
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht des Seitenschildes mit einem als Plattenventil
ausgebildeten Steuerglied in voller Öffnungsstellung.
[0018] Bei der in FIG 1 dargestellten Flüssigkeitsringmaschine 1 ist mit fett eingetragenen
Pfeilen 2 der Weg eines Fördermediums von einem Saugstutzen 3 der Flüssigkeitsringmaschine
1 über deren Seitenschild 4 und den Saugschlitz 5 eines hier als ebene Steuerscheibe
6 ausgeführten Steuerkörpers in einen von jeweils zwei Schaufeln 7 des Laufrades 8
und einem mitrotierenden Flüssigkeitsring umgrenzten Laufradzellenraum markiert. Aufgrund
der exzentrischen Lage des Laufrades 8 verändert der Laufradzellenraum während einer
Umdrehung des Laufrades 8 fortwährend seine Größe. Infolge der im druckseitigen Steuerscheibenbereich
15 erfolgenden Verkleinerung des Laufradzellenraumes wird das Fördermedium verdichtet
und über einen in der Steuerscheibe 6 befindlichen Druckschlitz 9 ausgeschoben. Das
so verdichtete Fördermedium strömt dann durch einen Druckstutzen 10 aus. Betriebsbedingt
wird mit dem Fördermedium auch ein Teil der zum Aufbau des Flüssigkeitsringes benötigten
Betriebsflüssigkeit mit ausgestoßen. Deshalb muß fortwährend über eine Betriebsflüssigkeitszuleitung
11 Betriebsflüssigkeit zugeführt werden. Die Betriebsflüssigkeit gelangt über ein
Kanalsystem im Nabenbereich 12 und entsprechende Durchlässe 13 in der Steuerscheibe
6 in den saugseitigen Steuerscheibenbereich 14 der Flüssigkeitsringmaschine 1.
[0019] Im Falle einer Flüssigkeitsmitförderung wird die überschüssige Betriebsflüssigkeit
20 durch einen im druckseitigen Steuerscheibenbereich 15 befindlichen Entlastungsdurchlaß
16 ausgeschoben und über eine Verbindungsleitung 17, die im Seitenschild 4 integriert
ist, der ebenfalls im Seitenschild 4 befindlichen Betriebsflüssigkeitszuleitung 11
zugeführt. Dadurch wird ein Anwachsen der Flüssigkeitsringdicke und damit eine etwaige
Überkomprimierung des Fördermediums vermieden. Auch weitere schon genannte Nachteile,
wie ein erhöhter Energiebedarf und eine Beeinträchtigung der Laufruhe, sind so beseitigt.
[0020] In den FIG 2 bis 4 wird gezeigt, in welcher Weise die Steuerung der Betriebsflüssigkeitszufuhr
in Abhängigkeit von der durch den Entlastungsdurchlaß 16 ausströmenden überschüssigen
Flüssigkeit 20 erfolgt. An der Mündungsstelle der vom Entlastungsdurchlaß 16 zur Betriebsflüssigkeitszuleitung
11 führenden Verbindung in die Betriebsflüssigkeitszuleitung 11 ist ein Kugelventil
18 so eingebaut, daß es beide Flüssigkeitswege beeinflußt.
[0021] In FIG 2 ist das Kugelventil 18 geschlossen. Die Kugel 22 des Kugelventils 18 verschließt
unter dem Einfluß einer Feder 23 die vom Entlastungsdurchlaß wegführende Verbindungsleitung
17. Die Kugel 22 wird von der Feder 23, die sich an der der Mündung der Verbindungsleitung
17 gegenüberliegenden Wand abstützt in die Mündung gedrückt. Hierdurch gelangt über
die Verbindungsleitung 17 keine Flüssigkeit in die Betriebsflüssigkeitszuleitung 11.
Etwaig ausströmende überschüssige Flüssigkeit 20 wird bei dieser Ventilstellung in
der Verbindungsleitung 17 zurückgehalten. Der Betriebsflüssigkeitseintritt von außerhalb
der Maschine 1, beispielsweise aus einem in der Zeichnung nicht dargestellten Vorratsbehälter,
wird durch das Kugelventil 18 nicht behindert.
[0022] In dem in FIG 3 gezeigten Betriebszustand der Flüssigkeitsringmaschine 1 wird saugseitig
Flüssigkeit mitgefördert. Es strömt verstärkt überschüssige Flüssigkeit durch den
Entlastungsdurchlaß 16 in die Verbindungsleitung 17. Das Kugelventil 18 ist infolge
des anstehenden hydraulischen Drucks teilweise geöffnet. Hierdurch wird der Flüssigkeitsweg
für die in der Verbindungsleitung 17 anstehende überschüssige Flüssigkeit 20 teilweise
freigegeben. Gleichzeitig wird der Betriebsflüssigkeitseintritt von außerhalb der
Maschine 1 durch das teilweise geöffnete Kugelventil 18 und die hierdurch bewirkte
Querschnittsverengung der Betriebsflüssigkeitszuleitung 11 behindert.
[0023] Damit wird eine Reduktion der selbstangesaugten Betriebsflüssigkeit 21 bewirkt. Die
aus dem Entlastungsdurchlaß 16 ausströmende überschüssige Flüssigkeit 20 ersetzt diese
eingesparte Betriebsflüssigkeit 21.
[0024] FIG 4 zeigt schließlich den Fall einer starken saugseitigen Flüssigkeitsmitförderung.
In diesem Fall ist das Kugelventil 18 voll geöffnet. Die durch den Entlastungsdurchlaß
16 ausströmende überschüssige Flüssigkeit 20 strömt nahezu ungehindert in die Betriebsflüssigkeitszuleitung
11 und/oder in den Betriebsflüssigkeitsvorratsbehälter außerhalb der Flüssigkeitsringmaschine
1. Es wird keine Betriebsflüssigkeit 21 mehr angesaugt. In diesem Falle erfolgt demnach
die Betriebswasserversorgung allein aus der saugseitig anfallenden mitzufördernden
Flüssigkeit.
[0025] Eine zu der Steuerung mit einem Kugelventil 18 analoge Steuerung mit einem Plattenventil
19 ist in den FIG 5 - 7 gezeigt. FIG 5 zeigt ein geschlossenes Plattenventil 19 für
den Betriebsfall ohne saugseitige Flüssigkeitsmitförderung. Die Verbindungsleitung
17 ist verschlossen, wohingegen die Betriebsflüssigkeitszufuhr ungehindert ist. In
FIG 6 ist das Plattenventil 19 teilweise geöffnet. Auch hier wird durch die bewirkte
Querschnittsverengung in der Betriebsflüssigkeitszuleitung 11 der Anteil der selbstangesaugten
Betriebsflüssigkeit 21 zugunsten der aus dem Entlastungsdurchlaß 16 ausströmenden
überschüssigen Flüssigkeit 20 reduziert. Die im Nabenbereich 12 zugeführte Betriebsflüssigkeitsmenge
ändert sich somit nicht, so daß trotz der Flüssigkeitsmitförderung die Flüssigkeitsringdicke
nahezu konstant bleibt. In der Darstellung nach FIG 7, die für den Fall einer starken
saugseitigen Flüssigkeitsmitförderung gilt, ist das Plattenventil 19 voll geöffnet.
Die überschüssige Flüssigkeit 20, die aus der Verbindungsleitung 17 ausströmt, dient
zur ausschließlichen Betriebsflüssigkeitsversorgung der Flüssigkeitsringmaschine 1.
Eine über den Bedarf an Betriebsflüssigkeit hinausgehende Flüssigkeitsmenge kann in
einen außerhalb der Flüssigkeitsringmaschine 1 befindlichen Vorratsbehälter abgeführt
werden.
1. Flüssigkeitsringmaschine (1) zur wahlweisen Mitförderung von Flüssigkeiten mit einem
ein Laufrad (8) exzentrisch umgebenden Maschinegehäuse, das stirnseitig von Seitenschilden
(4) für die Laufradwelle abgeschlossen ist und bei welcher Maschine (1) dem Laufrag
(8) mindestens ein mit einem Saug- und Druckschlitz (8, 9) versehener Steuerkörper
(6) zugeordnet ist, welcher Steuerkörper in seinem druckseitigen Bereich (15) zusätzlich
zu dem Druckschlitz (9) mindestens einen Entlastungsdurchlaß (16) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Entlastungsdurchlaß (16) direkt mit der Betriebsflüssigkeitszuleitung (11)
der Flüssigkeitsringmaschine (1) verbunden ist und durch den Entlastungsdurchlaß (16)
austretende überschüssige Flüssigkeit (20) unmittelbar der Betriebsflüssigkeit (21)
zugeführt ist.
2. Flüssigkeitsringmaschine (1) zur wahlweisen Mitförderung von Flüssigkeiten mit einem
ein Laufrad (8) exzentrisch umgebenden Maschinengehäuse, das stirnseitig von Seitenschilden
(4) für die Laufradwelle abgeschlossen ist, bei welcher Maschine (1) dem Laufrad (8)
mindestens ein mit einem Saug- und Druckschlitz (8, 9) versehener Steuerkörper zugeordnet
ist, welcher Steuerkörper (6) in seinem druckseitigen Bereich (15) zusätzlich zu dem
Druckschlitz (9) mindestens einen Entlastungsdurchlaß (16) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Entlastungsdurchlaß (16) mit einer außerhalb des Maschinengehäuses mündenden
geschlossenen Abflußleitung verbunden ist.
3. Flüssigkeitsringmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen Entlastungsdurchlaß (16) und Betriebsflüssigkeitszuleitung
(11) entweder im Gehäuse oder außerhalb des Gehäuses vorgesehen ist.
4. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen Entlastungsdurchlaß (16) und Betriebsflüssigkeitszuleitung
(11) im Seitenschild (4) integriert ist.
5. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Steuerglied vorgesehen ist, durch das in Abhängigkeit von der durch den Entlastungsdurchlaß
(16) abfließenden Flüssigkeitsmenge die Menge der zugeführten Betriebsflüssigkeit
(21) gesteuert ist.
6. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Steuerglied ein hydraulisches Ventil oder ein Kugelventil (18) oder ein Plattenventil
(19) vorgesehen ist.
7. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach Anspruch 5 und/oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil in seiner Einbaulage von außen zugänglich ist.
8. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das betreffende Ventil an der Stelle, an der die vom Entlastungsdurchlaß kommende
Verbindung in die Betriebsflüssigkeitszuleitung (1) mündet, derart eingebaut ist,
daß das Ventil den Strömungswiderstand beider Flüssigkeitswege gleichzeitig beeinflußt.
9. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen Entlastungsdurchlaß (16) und der Betriebsflüssigkeitszuleitung
(11) über wenigstens einen im Seitenschild (4) vorgesehenen Leitungskanal erfolgt.
10. Flüssigkeitsringmaschine (1) nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zusätzliche Verbindung zwischen dem Entlastungsdurchlaß (16) und im Lagerschild
(4) befindlichen Stopfbuchsen vorgesehen ist.
1. Liquid ring machine (1) for selective entrainment of liquids, having a machine housing
which eccentrically surrounds an impeller (8) and is closed off on the end face by
lateral shields (4) for the impeller shaft, and in which machine (1) at least one
control body (6), which is provided with a suction and delivery slit (8, 9), is allocated
to the impeller (8), which control body has in its delivery-side region (15), in addition
to the delivery slit (9), at least one discharge passage (16), characterised in that
the discharge passage (16) is directly connected to the operating-liquid supply line
(11) of the liquid ring machine (1) and excess liquid (20) exiting through the discharge
passage (16) is supplied directly to the operating liquid (21).
2. Liquid ring machine (1) for selective entrainment of liquids, having a machine housing
which eccentrically surrounds an impeller (8) and is closed off on the end face by
lateral shields (4) for the impeller shaft, in which machine (1) at least one control
body, which is provided with a suction and delivery slit (8, 9), is allocated to the
impeller (8), which control body (6) has in its delivery-side region (15), in addition
to the delivery slit (9), at least one discharge passage (16), characterised in that
the discharge passage (16) is connected to a closed lead-off line which opens out
outside the machine housing.
3. Liquid ring machine according to claim 1, characterised in that the connection between
discharge passage (16) and operating-liquid supply line (11) is provided either in
the housing or outside the housing.
4. Liquid ring machine (1) according to claim 3, characterised in that the connection
between discharge passage (16) and operating-liquid supply line (11) is integrated
in the lateral shield (4).
5. Liquid ring machine (1) according to one or more of the preceding claims, characterised
in that a control member is provided, by means of which the amount of the operating
liquid (21) supplied is controlled as a function of the liquid amount which flows
off through the discharge passage (16).
6. Liquid ring machine (1) according to claim 5, characterised in that a hydraulic valve
or a ball valve (18) or a plate valve (19) is provided as a control member.
7. Liquid ring machine (1) according to claim 5 and/or 6, characterised in that the valve,
in its installation position, is accessible from the outside.
8. Liquid ring machine (1) according to one or more of the claims 5 to 7, characterised
in that the respective valve at the place at which the connection coming from the
discharge passage opens out into the operating-liquid supply line (1) (sic) is installed
in such a way that the valve influences simultaneously the flow resistance of both
liquid paths.
9. Liquid ring machine (1) according to one or more of the preceding claims, characterised
in that the connection between discharge passage (16) and the operating-liquid supply
line (11) takes place by way of at least one line duct provided in the lateral shield
(4).
10. Liquid ring machine (1) according to one or more of the preceding claims, characterised
in that an additional connection is provided between the discharge passage (16) and
the stuffing box located in the bearing shield (4).
1. Machine (1) à anneau liquide destinée à véhiculer facultativement des liquides, comportant
un corps de machine entourant une roue (8) de façon excentrée, qui est fermé du côté
frontal par des flasques latéraux (4) pour l'arbre de la roue, et dans laquelle machine
(1) au moins un élément de commande (6) muni d'une fente d'aspiration et de refoulement
(8, 9) est associé à la roue (8) à aubes, cet élément de commande comportant, outre
la fente de refoulement (9), au moins un passage de décharge (16) supplémentaire dans
sa zone (15) située du côté refoulement,
caractérisée par le fait que,
le passage de décharge (16) communique directement avec la conduite d'alimentation
(11) en liquide de fonctionnement de la machine (1) à anneau liquide, et que le liquide
excédentaire (20) sortant du passage de décharge (16) est envoyé directement au liquide
de fonctionnement (21).
2. Machine (1) à anneau liquide destinée à l'entraînement facultatif de liquides, comportant
un corps de machine entourant une roue (8) à aubes de façon excentrée, qui est fermé
du côté frontal par des flasques latéraux (4) pour l'arbre de la roue, dans laquelle
machine (1) au moins un élément de commande (6) muni d'une fente d'aspiration et de
refoulement (8, 9) est associé à la roue (8) à aubes, cet élément de commande comportant,
outre la fente de refoulement (9), au moins un passage de décharge (16) supplémentaire
dans sa zone (15) située du côté refoulement,
caractérisée par le fait que,
le passage de décharge (16) communique avec une conduite d'évacuation fermée, qui
débouche à l'extérieur du corps de la machine.
3. Machine à anneau liquide selon la revendication 1,
caractérisée par le fait que,
la communication entre le passage de décharge (16) et la conduite d'alimentation
(11) du liquide de fonctionnement est prévue soit dans le corps, soit à l'extérieur
du corps.
4. Machine (1) à anneau liquide selon la revendication 3,
caractérisée par le fait que,
la communication entre le passage de décharge (16) et la conduite d'alimentation
(11) du liquide de fonctionnement est intégrée dans le flasque latéral (4).
5. Machine (1) à anneau liquide selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que,
il est prévu un élément de commande qui régule la quantité de liquide de fonctionnement
(21) amené en fonction de la quantité de liquide qui passe dans le passage de décharge
(16).
6. Machine (1) à anneau liquide selon la revendication 5,
caractérisée par le fait que,
il est prévu une soupape hydraulique ou une soupape (18) à bille ou une soupape
(19) à plateau.
7. Machine (1) à anneau liquide selon la revendication 5 et/ou 6,
caractérisée par le fait que,
la soupape est accessible de l'extérieur à l'état monté.
8. Machine (1) à anneau liquide selon l'une ou plusieurs des revendications 5 à 7,
caractérisée par le fait que,
la soupape concernée est montée à l'emplacement où la communication venant du passage
de décharge débouche dans la conduite d'alimentation (11) du liquide de fonctionnement
de telle sorte que la soupape influence simultanément la résistance à l'écoulement
des deux trajets du liquide.
9. Machine (1) à anneau liquide selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que,
la communication entre le passage de décharge (16) et la conduite d'alimentation
(11) du liquide de fonctionnement est effectuée par l'intermédiaire d'au moins un
canal de conduite prévu dans le flasque latéral (4).
10. Machine (1) à anneau liquide selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que,
on prévoit une communication supplémentaire entre le passage de décharge (16) et
des presse-étoupe se trouvant dans le flasque (4).