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(11) |
EP 0 680 916 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.09.1998 Patentblatt 1998/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.04.1995 |
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| (54) |
Verfahren zum Verarbeiten von Druckereiprodukten
Method for handling printed products
Procédé de traitement de produits imprimés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
04.05.1994 CH 1399/94
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.11.1995 Patentblatt 1995/45 |
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Patentinhaber: Ferag AG |
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8340 Hinwil (CH) |
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Erfinder: |
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- Meier, Jacques
CH-8344 Bäretswil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 218 872 EP-A- 0 550 828
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EP-A- 0 344 102 DE-A- 3 018 987
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Einzelprodukten
bestehenden Druckereierzeugnissen, wie Zeitungen, Zeitschriften oder dergleichen,
gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei bekannten Verfahren der genannten Art werden Einzelprodukte entweder auf umlaufenden
sattelförmigen Auflagen gesammelt oder in zwischen zwei benachbarten sattelförmigen
Auflagen ausgebildeten taschenartigen Aufnahmen zusammengetragen bzw. eingesteckt.
Die sattelförmigen Auflagen sind dabei entweder in einem Trommelsystem an einer rotierenden
zylindrischen Trommel (EP-A-0 344 102; EP-A-0 550 828) oder in einem Umlaufsystem
an einem endlosen, umlaufend angetriebenen und um zwei voneinander beabstandete Achsen
umgelenkten Zugorgan (EP-A-0 095 603; EP-A-0 218 872) angebracht.
[0003] Über den umlaufenden sattelförmigen Auflagen sind Bearbeitungsstationen vorgesehen,
mittels welcher die Einzelprodukte den sattelförmigen Auflagen bzw. den zwischen ihnen
ausgebildeten Aufnahmen zugeführt werden, um auf diese Weise die herzustellenden Druckereierzeugnise
zusammenzustellen.
[0004] Die derart zusammengestellten Druckereierzeugnisse werden schliesslich beispielsweise
von jeweils einem Greifer erfasst und von den sattelförmigen Auflagen bzw. den dazwischen
ausgebildeten Aufnahmen zum Zwecke der Weiterbearbeitung weggefördert.
[0005] Mit dem beschriebenen Verfahren zum Betrieb eines Trommel- oder Umlaufsystems können
unterschiedliche Arten von Druckereierzeugnissen hergestellt werden, indem zur Herstellung
einer bestimmten Art nur bestimmte Bearbeitungsstationen aktiviert und/oder den Bearbeitungsstationen
unterschiedliche Einzelprodukte zugeführt werden.
[0006] Bei den bekannten Verfahren ist es dabei jedoch von Nachteil, daß mit einem entsprechend
konfigurierten Trommel- oder Umlaufsystem jeweils immer nur eine einzelne, der jeweiligen
Konfiguration entsprechende Art von Druckereierzeugnissen hergestellt werden kann,
wobei vor der Herstellung einer anderen Art von Druckereierzeugnissen entsprechende
Umrüstarbeiten am System erforderlich sind.
[0007] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen,
mit dem gleichzeitig mehrere Arten von Druckereierzeugnissen herstellbar sind.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht, auf einfache Weise mit einem einzigen
Trommel- oder Umlaufsystem gleichzeitig Erzeugnisse unterschiedlicher Art herzustellen,
wobei für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens an den bekannten Trommel-
bzw. Umlaufsystemen keinerlei mechanische Veränderungen erforderlich sind, was unter
wirtschaftlichen Gesichtspunkten von Vorteil ist.
[0010] Ein einfaches Beispiel für die Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens ist die
Herstellung einer Tages- oder Wochenzeitung mit einer separaten Einlage, beispielsweise
einem Magazin oder einem Werbeprospekt.
[0011] Wenn in diesem Fall gewünscht wird, einen Teil der Zeitungen mit der genannten Einlage
zu versehen, während ein anderer Teil der Zeitungen ohne Einlage ausgeliefert werden
soll, kann diejenige Bearbeitungsstation, die die Einlagen zu den Aufnahmepositionen
fördert, in der Weise betrieben werden, daß beispielsweise lediglich jede zweite,
an dieser Bearbeitungsstation vorbeilaufende Aufnahmeposition mit einer Einlage beschickt
wird. Auf diese Weise entsteht schließlich am Ende des Trommel- bzw. bzw. Umlaufsystems
ein aus fertig zusammengestellten Zeitungen bestehender Erzeugnisstrom, bei dem lediglich
jede zweite Zeitung mit einer Einlage versehen ist. Dieser Erzeugnisstrom kann dann
in einen Erzeugnisstrom mit Einlage und einen Erzeugnisstrom ohne Einlage aufgeteilt
werden, wobei diese beiden Erzeugnisströme dann der jeweils erforderlichen Weiterbearbeitung,
beispielsweise einer Verpackungsstation, zugeführt werden können. Vorzugsweise werden
jedoch unterschiedliche Erzeugnisse derselben Verpackungsstation zugeführt, in der
unterschiedliche Erzeugnisse zu einer Verpackungseinheit verpackt werden.
[0012] Entsprechend kann das erfindungsgemäße Verfahren auch angewendet werden, wenn Zeitungen,
Zeitschriften und dergl. hergestellt werden sollen, bei denen ein Teil mit einer ersten
Einlage und ein Teil mit einer beispielsweise von der ersten Einlage verschiedenen
zweiten Einlage versehen werden soll. In diesem Fall werden zwei, die Aufnahmepositionen
mit Einlagen beschickende Bearbeitungsstationen in der vorstehend beschriebenen Weise
betrieben, wobei die eine Bearbeitungsstation jede zweite Aufnahmeposition mit der
ersten Einlage beschickt und die zweite Bearbeitungsstation die jeweils zwischen zwei
mit der ersten Einlage beschickten Aufnahmepositionen liegenden Aufnahmepositionen
mit der zweiten Einlage beschickt. So erhält man schließlich am Ausgang des Trommel-
bzw. Umlaufsystems zwei Erzeugnisströme, von denen einer aus Zeitungen mit der ersten
Einlage und der andere aus Zeitungen mit der zweiten Einlage besteht.
[0013] Entsprechend ist es auch möglich, gleichzeitig Zeitungen, Zeitschriften und dergl.
mit beispielsweise drei oder mehr unterschiedlichen Einlagen oder Teilbogen zu erzeugen.
In diesem Fall werden die die Einlagen zuliefernden Bearbeitungsstationen so betrieben,
daß lediglich jede dritte bzw. jede n-te Aufnahmeposition mit den von der Bearbeitungsstation
gelieferten Einlagen oder Teilbogen beschickt wird.
[0014] Neben diesen vorstehend beschriebenen einfachen Anwendungsfällen des erfindungsgemäßen
Verfahrens lassen sich jedoch auch wesentlich komplexere Ausführungsformen realisieren,
bei denen eine große Anzahl der vorgesehenen Bearbeitungsstationen oder sogar alle
Bearbeitungsstationen nur mit bestimmten der an ihnen vorbeilaufenden Aufnahmepositionen
zusammenwirken, wodurch sich gleichzeitig eine Vielzahl verschiedener Erzeugnisarten
herstellen lassen.
[0015] Die auf diese Weise hergestellten Erzeugnisarten können dabei vollkommen unterschiedlich
voneinander sein.
[0016] Ebenso ist es jedoch auch möglich, unterschiedliche Erzeugnisarten herzustellen,
die sich jeweils nur in einem bestimmten Teil unterscheiden und in einem anderen Teil
übereinstimmen. Die die übereinstimmenden Teile herstellenden Bearbeitungsstationen
werden in letztgenanntem Fall so betrieben, daß sie mit allen an ihnen vorbeilaufenden
Aufnahmepositionen zusammenwirken.
[0017] Es ist noch zu bemerken, dass ohne Umstellen des Trommel- oder Umlaufsystems auch
gleichartige Erzeugnisse hergestellt werden können.
[0018] Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen
sowie nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben.
[0019] Die Erfindung wird nachstehend beispielhaft anhand der Zeichnung erläutert; in dieser
zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Umlaufsystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 2
- eine Ansicht auf ein Trommelsystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 3
- einen Schnitt gemäß der Schnittlinie C-C gemäß Fig. 2 im Sammelbetrieb
- Fig. 4
- einen Schnitt gemäß der Schnittlinie D-D gemäß Fig. 2 im Sammelbetrieb
- Fig. 5
- einen Schnitt gemäß der Schnittlinie E-E gemäß Fig. 2,
- Fig. 6
- mit einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte und verpackte Erzeugnisse,
- Fig. 7
- eine Vorrichtung zum Wegführen erfindungsgemäß hergestellter Produkte,
- Fig. 8
- ein Trommelsystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, mit dem Einzelprodukte
zusammengetragen werden, und
- Fig. 9
- ein Trommelsystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, mit dem Einzelprodukte
eingesteckt werden.
[0020] Das in Fig. 1 dargestellte Umlaufsystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
weist eine Fördereinrichtung mit einem endlosen, umlaufend angetriebenen und um zwei
voneinander beabstandete, horizontale Achsen 1, 2 umgelenkten Zugorgan 3 auf, an welchem
leitersprossenartig sattelförmige Auflagen 4 angeordnet sind. Es können auch zwei
in einem Abstand voneinander angeordnete Zugelemente 3 vorhanden sein.
[0021] Durch den Antrieb des Zugorgans 3 in Pfeilrichtung (Förderrichtung F) wird bewirkt,
daß die Auflagen 4 in horizontaler Richtung an in Förderrichtung voneinander beabstandeten
Bearbeitungsstationen 5, 6, 7, 8 vorbeibewegt werden. Diese Bearbeitungsstationen
5, 6, 7, 8 sind hintereinander entlang einer mit V bezeichneten Verarbeitungsstrecke
angeordnet.
[0022] An den für das Zuführen von ein- oder mehrteiligen Einzelprodukten 9, 10, 11 vorgesehenen
Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 enden jeweils mit Greifern 12 versehene Zuförderer,
die an sich bekannter Bauart sind. Die Greifer 12 sind mit einem in Pfeilrichtung
bewegten Fördermittel gekoppelt, wobei die Förderrichtung der Greifer 12 in dem zwischen
den Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 und den sattelförmigen Auflagen 4 ausgebildeten
Übergabebereich gleichsinnig und im wesentlichen parallel zur Förderrichtung der Auflagen
4 verläuft.
[0023] Die Fördergeschwindigkeiten der Greifer 12 und der Auflagen 4 sind dabei in der Weise
aneinander angepaßt, daß direkt aufeinanderfolgende Greifer 12 der Bearbeitungsstationen
5, 6, 7 jeweils über direkt aufeinanderfolgenden Auflagen 4 vorbeilaufen. Wenn alle
Greifer 12 der Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 mit Einzelprodukten bestückt würden,
könnten auf diese Weise von jeder einzelnen der Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 alle
aufeinanderfolgenden Auflagen 4 mit Einzelprodukten beschickt werden.
[0024] Beim erfindungsgemäßen Betrieb der Vorrichtung gemäß Fig. 1 sind jedoch nicht alle
Greifer 12 der Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 mit Einzelprodukten bestückt, sondern
es ist lediglich in jedem dritten Greifer 12 der Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 ein
Einzelprodukt 9, 10, 11 gehalten. Bei entsprechender Synchronisation der Fördergeschwindigkeiten
der Greifer 12 und der Auflagen 4 wird demzufolge von jeder der Bearbeitungsstationen
5, 6, 7 nur jede dritte Auflage 4 mit dem von der jeweiligen Bearbeitungsstation 5,
6, 7 gelieferten Einzelprodukt 9, 10, 11 beschickt. Es ist somit der Bearbeitungsstation
5 eine mit A gekennzeichnete Gruppe von Auflagen 4, der Bearbeitungsstation 6 eine
mit B gekennzeichnete Gruppe von Auflagen 4 und der Bearbeitungsstation 7 eine mit
C gekennzeichnete Gruppe von Auflagen 4 zugeordnet.
[0025] Die an den Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 vorgesehenen Greifer 12 sind automatisch
durch jeweils eine Öffnungskulisse 13 betätigbar, so daß die von den Greifern 12 gehaltenen
Einzelprodukte 9, 10, 11 über den jeweiligen Auflagen 4 freigegeben werden, um so
schließlich rittlings auf den Auflagen 4 abgelegt werden zu können.
[0026] Bei der Beschickung der Auflagen 4 mit Einzelprodukten 9, 10, 11 durch die Bearbeitungsstationen
5, 6, 7 gemäß Fig. 1 dient die Bearbeitungsstation 5 dazu, die mit A gekennzeichnete
Gruppe von Auflagen 4 mit dem ersten Einzelprodukt des herzustellenden Erzeugnisses
A zu beschicken, wobei die Bearbeitungsstationen 6, 7 entsprechend zur Beschickung
der mit B und C gekennzeichneten Gruppen von Auflagen 4 mit den jeweils ersten Einzelprodukten
der herzustellenden Erzeugnisse B und C dienen. Entsprechend sind die Bearbeitungsstationen
5, 6, 7 mit den Symbolen A (Z1), B (Z1) und C (Z1) gekennzeichnet.
[0027] An die so gekennzeichneten Bearbeitungsstationen 5, 6, 7 schließen sich weitere,
in Fig. 1 nicht dargestellte Bearbeitungsstationen an, über die die Auflagen 4 mit
weiteren Einzelprodukten beschickt werden. Für den Fall, daß das Erzeugnis A beispielsweise
aus X verschiedenen Einzelprodukten besteht, würden sich an die in Fig. 1 dargestellten
Bearbeitungsstationen noch weitere Bearbeitungsstationen A (Z2), A (Z3), .... A (ZX)
anschließen. Entsprechend werden zur Herstellung der Erzeugnisse B und C weitere Bearbeitungsstationen
B (Z2), B (Z3), ... B (ZX) und C (Z2), C (Z3), ... C (ZX) vorgesehen. Hierbei ist
es jedoch nicht zwingend, daß die Erzeugnisse A, B und C aus gleich vielen Einzelprodukten
bestehen, da den einzelnen Gruppen von Auflagen 4 jeweils eine entsprechend unterschiedliche
Anzahl von Bearbeitungsstationen zugeordnet werden kann.
[0028] Ebenso ist das in Fig. 1 veranschaulichte Verfahren nicht auf die Herstellung von
drei unterschiedlichen Erzeugnisarten beschränkt. Es können ebenso lediglich zwei
oder auch mehr als drei unterschiedliche Erzeugnisarten hergestellt werden. Die maximale
Anzahl der möglichen unterschiedlichen Erzeugnisarten ist theoretisch lediglich durch
die Gesamtanzahl der vorhandenen Auflagen 4 beschränkt.
[0029] Bei Bedarf kann das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Herstellung von Erzeugnissen
gleicher Art eingesetzt werden, wobei hierzu kein Umstellen des Umlaufsystems nötig
ist.
[0030] Gemäß Fig. 1 sind die Bearbeitungsstationen zur Herstellung der unterschiedlichen
Erzeugnisarten ineinander verschachtelt angeordnet, das heißt, daß all diejenigen
Bearbeitungsstationen, mit denen den Auflagen 4 das jeweils erste Einzelprodukt der
unterschiedlichen Erzeugnisarten A, B, C zugeführt wird, aneinander angrenzend angeordnet
sind. Daran schließen sich dann die in Fig. 1 nicht dargestellten Bearbeitungsstationen
an, mit denen die Auflagen 4 mit dem jeweils zweiten Einzelprodukt der herzustellenden
unterschiedlichen Erzeugnisse beschickt werden. Dies führt dazu, daß aufeinanderfolgende
Bearbeitungsstationen jeweils unterschiedliche Auflagen beschicken.
[0031] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es jedoch ebenso möglich, die Bearbeitungsstationen
zur Herstellung der unterschiedlichen Erzeugnisarten so anzuordnen, daß die zur Herstellung
einer einzelnen Erzeugnisart bestimmten Bearbeitungsstationen direkt hintereinander
angeordnet sind. In diesem Fall beschicken diese hintereinander angeordneten Bearbeitungsstationen
jeweils die gleichen Auflagen mit Einzelprodukten. Ein entsprechendes Verfahren wird
nachstehend noch unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben.
[0032] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Verfahren werden die Einzelprodukte 9, 10, 11 auf
den Auflagen 4 gesammelt. Genauso ist es jedoch denkbar, diese Einzelprodukte 9, 10,
11 zwischen entsprechend ausgebildeten Elementen, die Abteile begrenzen, in an sich
bekannter Weise zusammenzutragen und/oder einzustecken. Die drei Arten des Zusammenstellens
"Sammeln", "Zusammentragen" und "Einstecken" lassen sich bei Herstellung einer Erzeugnisart
in beliebiger Weise kombinieren.
[0033] An diejenigen Bearbeitungsstationen, die dem Zuführen von Einzelprodukten dienen,
schließt sich in Förderrichtung F eine Bearbeitungsstation 8 zum Wegführen der fertig
zusammengestellten Erzeugnisse an. An dieser Bearbeitungsstation 8 beginnt ein Wegförderer,
der von bekannter Bauart ist und der an einem Zugorgan in regelmässigen Abständen
angeordnete Greifer 15 aufweist.
[0034] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist lediglich eine einzelne Wegführstation
8 vorgesehen, an der alle fertig zusammengestellten Erzeugnisse von den Auflagen 4
abgehoben werden. Bei den von der Gesamtvorrichtung weggeführten Erzeugnissen handelt
es sich um die Erzeugnisse der Art A, B und C, die jeweils aus X Einzelprodukten bestehen
und in Fig. 1 entsprechend mit A (Z1-ZX), B (Z1-ZX) und C (Z1-ZX) gekennzeichnet sind.
[0035] Die Wegführstation 8 ist mit einer Schließkulisse 14 versehen, welche die in Pfeilrichtung
bewegten Greifer 15 immer genau dann schließt, wenn sich der jeweilige Greifer über
einer Auflage 4 mit einem fertig zusammengestellten Erzeugnis befindet. Auf diese
Weise werden die fertig zusammengestellten Erzeugnisse gegriffen und von der Vorrichtung
weggefördert.
[0036] Die Fördergeschwindigkeit der Auflagen 4 und der Greifer 15 sind dabei so synchronisiert,
daß direkt aufeinanderfolgende Greifer 15 jeweils fertig zusammengestellte Erzeugnisse
von direkt aufeinanderfolgenden Auflagen 4 abheben können.
[0037] Neben der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist es auch denkbar, für jede hergestellte
Erzeugnisart eine separate Wegführstation vorzusehen, so daß jede Wegführstation lediglich
Erzeugnisse einer bestimmten Art von der Gesamtvorrichtung wegfördert.
[0038] Fig. 2 zeigt ein Trommelsystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0039] Bei der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung sind die sattelförmigen Auflagen 16 nicht
wie bei Fig. 1 an einem umlaufenden Zugorgan sondern an einer starren, drehend angetriebenen
zylindrischen Trommel 17 angebracht, wobei sich die in Richtung der Drehachse (Längsachse)
18 der Trommel 17 verlaufenden sattelförmigen Auflagen 16 radial von der Drehachse
18 der Trommel wegerstrecken.
[0040] Längs der Trommel 17 sind Bearbeitungsstationen 19 - 24 vorgesehen, die dazu geeignet
sind, die Auflagen 16 der Trommel 17 mit in Fig. 2 nicht dargestellten Einzelprodukten
zu beschicken. Die Beschickung erfolgt dabei analog zu Fig. 1 auf bekannte Weise über
mit Greifern versehene Fördermittel 25, die sich oberhalb der Trommel 17 bis über
deren Drehachse 18 erstrecken. Die Fördermittel 25 sind dabei in Fig. 2 lediglich
schematisch ohne Greifer und ohne die transportierten Einzelprodukte dargestellt.
[0041] An die als Zuführstationen ausgebildeten Bearbeitungsstationen 19 - 24 schließt sich
eine weitere Bearbeitungsstation 26 an, die beispielsweise als Heft- oder Klebestation
ausgebildet sein kann.
[0042] Im Anschluß an diese weitere Bearbeitungsstation 26 ist eine in Fig. 2 nicht im Einzelnen
dargestellte Erzeugnisentnahmestation 27 vorgesehen, an der mittels eines Greifer
aufweisenden Wegförderers die fertig zusammengestellten Erzeugnisse von den Auflagen
16 abgenommen und in Pfeilrichtung abtransportiert werden.
[0043] Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung funktioniert wie folgt:
[0044] Die Trommel 17 wird in Rotation versetzt und über die Bearbeitungsstation 19 werden
die Auflagen 16 mit den jeweils ersten Einzelprodukten eines herzustellenden Erzeugnisses
A, bei denen es sich um Teilprodukte oder Teilbogen handeln kann, beschickt, wobei
jede zweite der in Umfangsrichtung der Trommel 17 aufeinanderfolgenden Auflagen 16
von der Beschickung durch die Bearbeitungsstation 19 ausgenommen wird.
[0045] Die auf diese Weise auf den Auflagen 16 abgelegten Einzelprodukte durchlaufen dann
einen ersten Abschnitt einer etwa spiralförmigen Verarbeitungsstrecke V bis sie beim
Fördermittel 25 der nächsten Bearbeitungsstation 20 angelangt sind, wo jeweils ein
zweites für die Herstellung des Erzeugnisses A benötigtes Einzelprodukt auf den von
der Bearbeitungsstation 19 gelieferten Einzelprodukten abgelegt wird. Die Bearbeitungsstation
20 beschickt demzufolge ebenfalls nur jede zweite Auflage 16, wobei wiederum genau
diejenigen Auflagen von der Beschickung ausgenommen sind, die auch von der Beschickung
durch die Bearbeitungsstation 19 ausgenommen waren.
[0046] Um zu ermöglichen, daß die auf den Auflagen 16 abgelegten Einzelprodukte entlang
der Spiralbahn 27 bewegt werden, sind an der Trommel 17 auf bekannte Weise entsprechende,
in Axialrichtung wirkende Transportmittel vorgesehen, die in Fig. 2 aus Gründen der
Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind.
[0047] Das mittlerweile aus zwei Einzelprodukten bestehende Erzeugnis wird entlang der Verarbeitungsstrecke
V weiter in Richtung der Bearbeitungsstation 21 transportiert, mittels der ein drittes
Einzelprodukt auf den beiden bereits vorhandenen Einzelprodukten abgelegt wird.
[0048] Nach dem Ablegen des dritten Einzelproduktes auf den Auflagen 16 durch die Bearbeitungsstation
21 ist das insgesamt aus drei Einzelprodukten bestehende Erzeugnis A fertiggestellt.
[0049] In Förderrichtung hinter der Bearbeitungsstation 21 befindet sich demzufolge auf
jeder zweiten Auflage 16 ein fertig zusammengestelltes Erzeugnis A, wobei die dazwischenliegenden
Auflagen 16 noch leer sind.
[0050] Diese leeren Auflagen werden an der auf die Bearbeitungsstation 21 folgenden Bearbeitungsstation
22 mit einem ersten, für die Herstellung eines Erzeugnisses B benötigten Einzelprodukt
beschickt. Die auf die Bearbeitungsstation 22 folgenden Bearbeitungsstationen 23 und
24 beschicken die von der Bearbeitungsstation 22 beschickten Auflagen 16 mit den zur
Herstellung des Erzeugnisses B benötigten zweiten und dritten Einzelprodukten.
[0051] Somit werden die zwischen den Bearbeitungsstationen 21 und 22 noch leeren Auflagen
16 durch die Bearbeitungsstationen 22, 23, 24 mit den zur Herstellung des Erzeugnisses
B benötigten Einzelprodukten beschickt, so daß hinter der Bearbeitungsstation 24 auf
jeder Auflage 16 jeweils ein fertig zusammengestelltes Erzeugnis A bzw. B aufliegt,
wobei sich die Erzeugnisse A und B in Umfangsrichtung der Trommel 17 abwechseln.
[0052] Nach der Bearbeitungsstation 24 gelangen diese fertig zusammengestellten Erzeugnisse
A, B zur beispielsweise als Heft- oder Klebebindestation ausgebildeten Bearbeitungsstation
26, mittels der die Einzelprodukte der Erzeugnisse A, B zusammengeheftet oder verleimt
werden. Die Bearbeitungsstation 26 wird dabei im Gegensatz zu den Bearbeitungsstationen
19 - 24 so betrieben, daß alle in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Auflagen 16
der Trommel 17 nacheinander bearbeitet werden.
[0053] Nach der Bearbeitungsstation 26 gelangen die fertigen Erzeugnisse A, B zur Erzeugnisentnahmestation
27, an der sie in Pfeilrichtung von der Trommel 17 weggefördert werden. Aufgrund der
entsprechenden Anordnung der fertigen Erzeugnisse A, B auf den Auflagen 16 der Trommel
17 werden die Erzeugnisse A, B abwechselnd von der Vorrichtung gemäß Fig. 2 weggefördert.
[0054] Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung gemäß der Schnittlinie C-C entsprechend Fig. 2.
[0055] Dargestellt ist die Bearbeitungsstation 19, an der ein mit in Pfeilrichtung bewegten
Greifern 28 versehener Zuförderer endet. Jeder zweite Greifer 28 trägt das erste,
zur Herstellung des Erzeugnisses A benötigte Einzelprodukt 29. Unter der Bearbeitungsstation
19 ist die um ihre Drehachse 18 rotierende Trommel 17 mit den sich radial erstreckenden
sattelförmigen Auflagen 16 gezeigt.
[0056] Bei entsprechender Synchronisation der Drehgeschwindigkeit der Trommel 17 und der
Fördergeschwindigkeit der Greifer 28 wird durch Betätigung der Öffnungskulisse 30
der Bearbeitungsstation 19 jede zweite Auflage 16 der Trommel 17 mit Einzelprodukten
29 beschickt.
[0057] Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch eine Vorrichtung gemäß Fig. 2 entsprechend der Schnittlinie
D-D.
[0058] Aufbau und Funktionsweise der in Fig. 2 gezeigten Bearbeitungsstation 22 entspricht
der bezüglich Fig. 3 beschriebenen Bearbeitungsstation 19.
[0059] Bei Bearbeitungsstation 22 sind bereits alle für die Herstellung des Erzeugnisses
A benötigten Einzelprodukte A (Z1), A (Z2) und A (Z3) übereinander auf den Auflagen
16 der Trommel 17 abgelegt, wobei lediglich jede zweite der in Umfangsrichtung der
Trommel 17 aufeinanderfolgenden Auflagen 16 mit den Einzelprodukten des Erzeugnisses
A beschickt wurde. Die zwischen diesen bereits beschickten Auflagen 16 angeordneten
Auflagen sind in Förderrrichtung vor der Bearbeitungsstation 22 leer und werden an
der Bearbeitungsstation 22 erstmalig mit den ersten zur Herstellung des Erzeugnisses
B benötigten Einzelprodukten 31 bzw. B (Z1) beschickt.
[0060] Fig. 5 zeigt einen Schnitt gemäß der Schnittlinie E-E entsprechend Fig. 2 durch die
Entnahmestation 27. Die Entnahmestation 27 weist einen Wegförderer mit in Pfeilrichtung
bewegten Greifern 33 auf, die mit einer oberhalb der Trommel 17 angeordneten Schließkulisse
34 zusammenwirken.
[0061] Auf den Auflagen 16 der Trommel 17 befinden sich die fertig zusammengestellten und
gehefteten bzw. verleimten Erzeugnisse A und B in bezüglich der Umlaufrichtung der
Trommel 17 abwechselnder Reihenfolge.
[0062] Durch eine entsprechende Betätigung der Greifer 33 mittels der Schließkulisse 34
werden die fertigen Erzeugnisse A, B erfasst und von den Auflagen 16 abgehoben und
aus der Entnahmestation 27 in Pfeilrichtung weggefördert. Bei diesem Fördervorgang
folgen die Produkte A, B in abwechselnder Reihenfolge aufeinander.
[0063] Die auf diese Weise weggeförderten Erzeugnisse A, B werden vorzugsweise entsprechend
Fig. 6 gemeinsam weiterverarbeitet, insbesondere gemeinsam verpackt. Dabei werden
bei dem in Fig. 6 gezeigten Beispiel immer zwei aufeinanderfolgende Produkte A, B
mit einer gemeinsamen Umhüllung 35 versehen.
[0064] Falls mit einem erfindungsgemäßen Verfahren mehr als zwei unterschiedliche Arten
von Erzeugnissen hergestellt werden, können auch entsprechend mehr Erzeugnisse gemeinsam
verpackt werden, was besonders dann auf einfache Weise möglich ist, wenn die unterschiedlichen
Erzeugnisarten direkt aufeinanderfolgend durch den Wegförderer von der Gesamtvorrichtung
weggefördert werden.
[0065] Neben der in Fig. 6 gezeigten gemeinsamen Weiterverarbeitung direkt aufeinanderfolgender
Erzeugnisse ist es entsprechend Fig. 7 auch möglich, den Erzeugnisstrom mittels einer
entsprechend ausgebildeten, in Fig. 7 lediglich durch Pfeile 36 veranschaulichten
Weiche in zwei separate Erzeugnisströme 37, 38 aufzuteilen, wobei der Erzeugnisstrom
37 ausschließlich aus Erzeugnissen A und der Erzeugnisstrom 38 ausschließlich aus
Erzeugnissen B besteht. Auf diese Weise können die unterschiedlichen Erzeugnisarten
jeweils einer gesonderten Weiterverarbeitung zugeführt werden.
[0066] Die Fig. 8 und 9 entsprechen im wesentlichen der Fig. 4, wobei ein Unterschied darin
besteht, daß die Trommel 17' gemäß der Fig. 8 anstelle sattelförmiger Auflagen Taschen
39 aufweist, in denen die Einzelprodukte auf bekannte Weise zusammengetragen werden.
In Fig. 8 sind dabei die bereits fertig zusammengetragenen und aus jeweils drei nebeneinanderliegenden
Einzelprodukten bestehenden Erzeugnisse A (Z1-Z3) gezeigt, die nur in jeweils jeder
zweiten Tasche 39 der Trommel 17' abgelegt sind. Durch die Bearbeitungsstation 40
wird das jeweils erste zur Herstellung des Erzeugnisses B benötigte Einzelprodukt
B (Z1) in die unmittelbar vor der Bearbeitungsstation 40 noch leeren Taschen 39 eingeführt.
[0067] Fig. 9 entspricht Fig. 8 bis auf den Unterschied, daß die Erzeugnisse A, B durch
Einstecken zusammengestellt werden. Bei der in Fig. 9 gezeigten Vorrichtung müssen
die Taschen 39' der Trommel 17'' auf bekannte Weise mit Mitteln zum Öffnen und zum
Offenhalten der bereits in den Taschen befindlichen Einzelprodukte versehen sein,
um so ein Einstecken von weiteren Einzelprodukten zu ermöglichen.
[0068] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Trommelsysteme zum Sammeln,
Einstecken und/oder Zusammentragen sind beispielsweise in den Dokumenten DE-A-24 47
336, DE-A-26 04 101, EP-A-0 341 425, EP-A-0 550 828, EP-A-0 341 424 und EP-A-0 354
343 beschrieben.
[0069] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Umlaufsysteme zum Sammeln,
Einstecken und/oder Zusammentragen sind beispielsweise in den Dokumenten EP-A-0 095
603 und EP-A-0 346 578 beschrieben.
1. Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Einzelprodukten (9, 10, 11) bestehenden
Druckereierzeugnissen (A, B, C), wie Zeitungen, Zeitschriften oder dergleichen, bei
dem aus Einzelprodukten (9, 10, 11) die Erzeugnisse (A, B, C) entlang einer Verarbeitungsstrecke
(V) zusammengestellt werden, an der mehrere Bearbeitungsstationen (5, 6, 7, 19-24,
26) angeordnet sind, an denen die Einzelprodukte (9, 10, 11) jeweils aufeinanderfolgenden
Aufnahmeorganen (4, 16, 39, 39') zugeführt werden, die hintereinander entlang der
Verarbeitungsstrecke (V) an den Bearbeitungsstationen (5, 6, 7, 19-24, 26) vorbei
bewegt werden, und anschliessend die zusammengestellten Erzeugnisse (A, B, C) von
den Aufnahmeorganen (4, 16) weggefördert werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur
gleichzeitigen Herstellung von Erzeugnissen (A, B, C) unterschiedlicher Art bestimmte
Aufnahmeorgane (4, 16, 39, 39') von der Zuführung von Einzelprodukten (9, 10, 11)
an einer oder mehreren Bearbeitungsstationen (5, 6, 7, 19-24) ausgenommen werden und
jeweils einem Aufnahmeorgan (4, 16, 39, 39') nur Einzelprodukte (9, 10, 11) für eine
einzige Art von Erzeugnissen (A, B, C) zugeführt werden, so dass auf den Aufnahmeorganen
(4, 16, 39, 39') Erzeugnisse (A, B, C) unterschiedlicher Art, jedoch auf jeweils einem
Aufnahmeorgan (4, 16, 39, 39') nur Erzeugnisse (A, B, C) einer Art gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer ersten
Art von Erzeugnissen (A) einer ersten Gruppe von Bearbeitungsstationen (19, 20, 21)
eine erste Gruppe von Aufnahmeorganen (4, 16) zugeordnet wird, und dass zur Herstellung
jeder weiteren Art von Erzeugnissen (B, C) einer anderen Gruppe von Bearbeitungsstationen
(22, 23, 24) eine andere Gruppe von Aufnahmeorganen (16) zugeordnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Art herzustellender
Erzeugnisse (A, B, C) jeweils eine separate Gruppe von Aufnahmeorganen (4, 16) und
jeweils eine separate Gruppe von Bearbeitungsstationen (5, 6, 7, 19-24) vorgesehen
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur
Herstellung einer Art von Erzeugnissen bestimmte Bearbeitungsstationen (5, 6, 7, 19-24)
nur jedes n-te Aufnahmeorgan mit Einzelprodukten (9, 10, 11) beschicken, wobei gilt:
n > 1.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstationen
(19, 20, 21; 22, 23, 24) einer Gruppe unmittelbar hintereinander angeordnet werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen
den Bearbeitungsstationen (5, 6, 7) einer Gruppe die Bearbeitungsstationen der weiteren
Gruppen angeordnet werden, so dass aufeinanderfolgende Bearbeitungsstationen (5, 6,
7) zu verschiedenen Gruppen gehören.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte
Bearbeitungsstationen (26), insbesondere Heft-, oder Klebestationen mehreren oder
allen Gruppen von Aufnahmeorganen (4, 16) zugeordnet werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle
Erzeugnisse (A, B, C) an einer einzigen Entnahmestation (8, 32) entnommen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Erzeugnisse
unterschiedlicher Art an unterschiedlichen Entnahmestationen entnommen werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
entnommenen Erzeugnisse (A, B, C) in verschiedene Erzeugnisstrome (37, 38) aufgeteilt
werden, die voneinander getrennt weiterverarbeitet werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils
eine bestimmte Anzahl von direkt aufeinanderfolgend entnommenen Erzeugnissen (A, B)
gemeinsam weiterverarbeitet, insbesondere gemeinsam verpackt wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Einzelprodukte auf bzw. in den Aufnahmeorganen gesammelt, zusammengetragen und/oder
eingesteckt werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
einem Aufnahmeorgan (4, 16) zugeführten Einzelprodukte bzw. die von diesem weggeführten
Erzeugnisse (A, B, C) während des Fördervorgangs jeweils von einem automatisch betätigbaren
Greifer (12, 15, 28, 33) gehalten werden.
1. A method for the production of printed products (A, B, C) consisting of several individual
products (9, 10, 11), such as newspapers, journals or the like, in which the products
(A, B, C) are composed from individual products (9, 10, 11) along a processing line
(V) on which several handling stations (5, 6, 7, 19-24, 26) are arranged, at which
the individual products (9, 10, 11) are supplied to respectively successive receiving
members (4, 16, 39, 39'), which are moved one behind the other along the processing
line (V) past the handling stations (5, 6, 7, 19-24, 26), and then the composed products
(A, B, C) are conveyed away from the receiving members (4, 16), characterised in that
for the simultaneous production of products (A, B, C) of differing type, particular
receiving members (4, 16, 39, 39') are taken out from the supplying of individual
products (9, 10, 11) at one or more handling stations (5, 6, 7, 19 - 24) and respectively
only individual products (9, 10, 11) for a single type of product (A, B, C) are supplied
to a receiving member (4, 16, 39, 39'), so that on the receiving members (4, 16, 39,
39') products (A, B, C) of differing type are formed, however on respectively one
receiving member (4, 16, 39, 39') only products (A, B, C) of one type are formed.
2. A method according to Claim 1, characterised in that for the production of a first
type of products (A), a first group of receiving members (4, 16) is associated with
a first group of handling stations (19, 20, 21), and that for the production of every
further type of product (B, C) another group of receiving members (16) is associated
with another group of handling stations (22, 23, 24).
3. A method according to Claim 2, characterised in that for each type of product (A,
B, C) which is to be produced, respectively a separate group of receiving members
(4, 16) and respectively a separate group of handling stations (5, 6, 7, 19-24) is
provided.
4. A method according to one of the preceding claims, characterised in that for the production
of one type of product, particular handling stations (5, 6, 7, 19-24) only feed every
nth receiving member with individual products (9, 10, 11), in which the following
applies: n>1.
5. A method according to one of Claims 2 to 4, characterised in that the handling stations
(19, 20,21; 22, 23, 24) of one group are arranged immediately one behind the other.
6. A method according to one of Claims 2 to 4, characterised in that respectively between
the handling stations (5, 6, 7) of one group, the handling stations of the further
groups are arranged, so that successive handling stations (5, 6, 7) belong to different
groups.
7. A method according to one of the preceding claims, characterised in that particular
handling stations (26), in particular binding- or gluing stations, are associated
with several or all groups of receiving members (4, 16).
8. A method according to one of the preceding claims, characterised in that all products
(A, B, C) are removed at a single removal station (8, 32).
9. A method according to one of Claims 1 to 7, characterised in that products of different
type are removed at different removal stations.
10. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the removed
products (A, B, C) are divided into various product streams (37, 38) which are further
processed separately from each other.
11. A method according to one of the preceding claims, characterised in that respectively
a particular number of products (A, B) removed directly in succession are jointly
further processed, in particular jointly packed.
12. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the individual
products are collected, carried together and/or inserted on or in the receiving members.
13. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the individual
products supplied to a receiving member (4, 16) or the products (A, B, C) carried
away therefrom are held during the conveying process in each case by an automatically
actuatable gripper (12, 15, 28, 33).
1. Procédé de fabrication de produits d'imprimerie (A, B, C) tels que des journaux, revues
ou analogues, composés de plusieurs produits élémentaires (9, 10, 11) et, dans lequel
les produits (A, B, C) sont assemblés à partir de produits élémentaires (9, 10, 11)
le long d'un parcours de traitement (V) le long duquel sont agencées plusieurs stations
de travail (5, 6, 7, 19-24, 26) auxquelles les produits élémentaires (9, 10, 11) sont
acheminés respectivement à des organes de réception successifs (4, 16, 39, 39') qui
sont entraînés les uns à la suite des autres, le long du parcours de traitement (V)
au niveau des stations de travail (5, 6, 7, 19-24, 26) et, ensuite, les produits assemblés
(A, B, C) sont évacués des organes de réception (4, 16), caractérisé en ce que, pour
la fabrication simultanée de produits (A, B, C) de différentes sortes, certains organes
de réception (4, 16, 39, 39') sont exemptés de l'acheminement de produits élémentaires
(9, 10, 11) au niveau d'une ou de plusieurs des stations de travail (5, 6, 7, 19-24)
et seuls des produits élémentaires (9, 10, 11) prévus pour une unique sorte de produits
(A, B, C) sont acheminés à un organe de réception (4, 16, 39, 39'), de sorte que,
sur les organes de réception (4, 16, 39, 39'), on forme des produits (A, B, C) d'une
sorte différente, tandis que, sur chacun des organes de réception (4, 16, 39, 39'),
il ne se forme que des produits (A, B, C) d'une seule sorte.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour la fabrication d'une
première sorte de produits (A), un premier groupe d'organes de réception (4, 16) est
associé à un premier groupe de stations de travail (19, 20, 21) et en ce que, pour
la fabrication de chaque autre sorte de produits (B, C), un autre groupe d'organes
de réception (16) est associé à un autre groupe de stations de travail (22, 23, 24).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, pour chaque sorte de produits
(A, B, C) à fabriquer, il est prévu un groupe séparé d'organes de réception (4, 16)
et à chaque fois, un groupe séparé de stations de travail (5, 6, 19-24).
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour la fabrication
d'une sorte de produits, certaines stations de travail (5, 6, 7, 19-24) ne chargent
qu'un sur n des organes de réception de produits élémentaires (9, 10, 11), où l'on a n>1.
5. Procédé selon une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que les stations de
travail (19, 20, 21 ; 22, 23, 24) d'un groupe sont disposées directement l'une à la
suite de l'autre.
6. Procédé selon une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'entre les stations
de travail (5, 6, 7), d'un groupe, sont intercalées les stations de travail des autres
groupes, de sorte que les stations de travail (5, 6, 7) qui se succèdent appartiennent
à différents groupes.
7. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que certaines
stations de travail (26), en particulier des stations d'agrafage ou de collage sont
associées à plusieurs ou à l'ensemble des groupes d'organes de réception (4, 16).
8. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que tous les produits
(A, B, C) sont enlevés au niveau d'une seule station d'enlèvement (8, 32).
9. Procédé selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que des produits de
différentes sortes sont enlevés à des stations d'enlèvement différentes.
10. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les produits
enlevés (A, B, C) sont subdivisés en différents flux de produits (37, 38) qui subissent
un traitement ultérieur séparément les uns des autres.
11. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un certain
nombre de produits (A, B) qui sont enlevés directement à la suite les uns des autres
subissent un traitement ultérieur en commun, en particulier sont empaquetés en commun.
12. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les produits
élémentaires sont collectés, réunis et/ou emboîtés sur ou dans les organes de réception.
13. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les produits
élémentaires acheminés à un organe de réception (4, 16) ou les produits (A, B, C)
qui sont évacués de cet organe sont tenus chacun par une pince (12, 15, 28, 33) pouvant
être actionnée automatiquement pendant l'opération de transport.