[0001] Die Erfindung betrifft eine Eckverbindung bei einem Tragsystem, das aus mindestens
zwei abgewinkelt zueinander angeordneten Fachwerkträgern gebildet ist, wobei der jeweilige
Fachwerkträger Haupttragteile und diese verbindende Tragelemente aufweist, die Stäbe
aufweisen oder durch Stäbe gebildet sind.
[0002] Tragsysteme mit Eckverbindungen werden für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke
verwendet, beispielsweise im Zusammenhang mit Verkehrs- und Wegweiseinrichtungen.
Die Tragsysteme weisen beispielsweise einen im Boden verankerten Träger in Art einer
Stütze auf, mit dem, insbesondere in einem rechten Winkel, ein weiterer Träger in
Art eines Kragarmes verbunden ist, der die Verkehrs- bzw. Wegweiseinrichtung trägt.
Das Tragsystem kann beispielsweise auch aus drei Trägern bestehen, nämlich zwei im
Boden verankerten vertikalen Stützen, die mittels eines horizontalen Trägers in Art
einer Brücke verbunden sind, womit das Tragsystem zwei Eckverbindungen aufweist. Derartige
U-förmig gestaltete Tragsysteme finden dann Verwendung, wenn Verkehrswege zu überbrücken
sind.
[0003] Eine Eckverbindung bei einem Tragsystem der eingangs genannten Art ist aus der Praxis
bekannt. Dort sind die jeweiligen Träger als Fachwerkträger ausgebildet und die Tragelemente
unmittelbar durch Stäbe gebildet, die mit den Haupttragteilen verschweißt sind. Auch
die Eckverbindung der abgewinkelt zueinander angeordneten Fachwerkträger erfolgt durch
deren Verschweißen. Die Fachwerkträger bestehen aus Stahl.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine baulich und montagemäßig einfache
Gestaltung einer Eckverbindung bei einem Tragsystem der eingangs genannten Art anzugeben.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe bei einer Eckverbindung der eingangs genannten Art dadurch,
daß die jeweils eine Ecke bildenden, abgewinkelt zueinander angeordneten Haupttragteile
mittels eines Winkelelementes miteinander verbunden sind.
[0006] Gemäß der Erfindung erfolgt damit keine Schweißverbindung im Bereich der jeweils
eine Ecke bildenden, abgewinkelt zueinander angeordneten Haupttragteile, sondern es
erfolgt dort die Verbindung der Haupttragteile über ein Winkelelement. Das Winkelelement
ist bevorzugt mittels separater Befestigungselemente mit dem jeweiligen Haupttragteil
verbunden, beispielsweise mittels einer gesicherten Schraubverbindung, einer Bolzenverbindung
usw.. Eine nicht geschweißte Eckverbindung des Tragsystems bietet die grundsätzliche
Möglichkeit, das Tragsystem insgesamt aus einzelnen Bauteilen zusammenzubauen, das
heißt, die Haupttragteile und die diese verbindende Tragelemente über Befestigungselemente
miteinander zu verbinden, somit auch hier auf eine Schweißverbindung zu verzichten
und damit die Winkelelemente gegebenenfalls auch wieder lösen zu können. Als bevorzugter
Werkstoff für die wesentlichen Bauteile des Tragsystems, nämlich die Haupttragteile,
die Stäbe und die Winkelelemente wird Aluminium oder eine Aluminiumlegierung angesehen,
womit das Tragsystem gegenüber dem Material Stahl ein relativ geringes Gewicht aufweist
und im übrigen der Problematik Rechnung getragen wird, daß Aluminium bzw. einer Aluminiumlegierung
nur mit erhöhtem Aufwand zu schweißen ist.
[0007] Eine besondere Gestaltung sieht vor, daß das jeweilige Haupttragteil als rohrförmiges
Strangpreßprofil ausgebildet ist, in das das jeweilige Winkelelement mit seinem diesem
zugeordneten Endansatz einsteckbar ist. Die Außenabmessungen des ringförmigen Endansatzes
sind so auf die Innenabmessungen des Haupttragteiles abgestimmt, daß der Endansatz
mit geringem Spiel in die rohrförmige Öffnung des Haupttragteiles eingesetzt werden
kann. Die dauerhafte Verbindung zwischen Winkelelement und Haupttragteile erfolgt,
wie zuvor beschrieben, bevorzugt über eine sichere Schrauben- oder Bolzenverbindung.
[0008] Das Winkelelement dient bevorzugt der Verbindung zweier in einem Winkel von 90° abgewinkelter
Haupttragteile. Grundsätzlich sind die erfindungsgemäßen Winkelelemente gleichfalls
geeignet, Haupttragteile miteinander zu verbinden, die in einem Winkel, der von einem
rechten Winkel abweicht, zueinander angeordnet sind.
[0009] Gemäß einer besonderen Gestaltung ist vorgesehen, daß der jeweilige Fachwerkträger
vier parallel zueinander angeordnete Haupttragteile und diese verbindende Tragelemente
aufweist, wobei die Eckverbindung zweier abgewinkelt angeordneter Fachwerkträger mittels
vier Winkelelementen erfolgt. Jedes Winkelelement verbindet damit die benachbart zueinander
angeordneten Haupttragteile unterschiedlicher Fachwerkträger.
[0010] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß das jeweilige Winkelelement
mindestens eine Aufnahme zum Befestigen eines Stabes aufweist, womit dieser Stab zum
einen mit dem genannten Winkelelement und zum anderen mit einem anderen Winkelelement
oder einem weiteren Haupttragteil verbunden ist. Über den mindestens einen Stab ist
das Winkelelement damit auch kräftemäßig in das Tragsystem eingebunden und versteift
es damit im Bereich der Eckverbindung. Als besonders vorteilhaft wird es allerdings
angesehen, wenn das jeweilige Winkelelement mehrere Aufnahmen zum Befestigen von Stäben
aufweist, wobei mindestens einer der Stäbe mit seinem winkelelementfernen Ende mit
einem Haupttragteil und ein anderer der Stäbe mit seinem winkelelementfernen Ende
mit einem anderen Winkelelement verbunden ist. Über das erstgenannte Winkelelement
werden damit nicht nur Kräfte in ein anderes Winkelelement, sondern auch in einen
der Eckverbindung zugeordneten Fachwerkträger eingeleitet. In diesem Zusammenhang
wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn das jeweilige Winkelelement mehrere
Aufnahmen zum Befestigen der Stäbe in verschiedenen Ebenen aufweist. Gedacht ist dabei
insbesondere an eine Anordnung der Stäbe in drei senkrecht aufeinanderstehenden Wirkrichtungen
x, y und z.
[0011] Die vorbeschriebene Eckverbindung ermöglicht es damit, Tragsysteme zu konzipieren,
die aus weitgehend standardisierten Bauteilen bestehen, die nicht verschweißt werden
müssen. Außerdem kann das Tragsystem im Baukastensystem montiert werden.
[0012] Die schwenkbare Anlenkung der Tragelemente, insbesondere der Stäbe an den Haupttragteilen
ermöglicht es, unterschiedliche, statisch gewünschte Angriffswinkel der Stäbe an den
Haupttragteilen zu erzeugen. Die Konstruktionen können damit beliebig gedrängt bzw.
beliebig auseinandergezogen gestaltet werden.
[0013] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der
Figuren und in den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle Einzelmerkmale
und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
[0014] In den Figuren ist die Erfindung schematisch anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt,
ohne auf dieses beschränkt zu sein. Es stellt dar:
- Figur 1
- das erfindungsgemäße Tragsystem, ausgebildet als Schilderbrücke in Fachwerkbauweise
mit räumlichen Fachwerkträgern, gezeigt in einer Frontansicht,
- Figur 2
- eine Draufsicht des in Figur 1 gezeigten Tragsystems,
- Figur 3
- eine Seitenansicht des in Figur 1 gezeigten Tragsystems,
- Figur 4
- eine Frontansicht des in Figur 1 gezeigten horizontalen Trägers, für einen Trägerausschnitt
verdeutlicht,
- Figur 5
- einen vergrößerten Ausschnitt des in Figur 4 gezeigten Trägers,
- Figur 6
- ein Gabelstück eines in der Figur 5 gezeigten Stabes, in Blickrichtung der Figur 5
gesehen,
- Figur 7
- eine Ansicht des Gabelstucks gemäß Pfeil Y in Figur 6,
- Figur 8
- eine Detaildarstellung des in Figur 5 gezeigten Anschlußelementes, zusammen mit dessen
Befestigungsmitteln verdeutlicht,
- Figur 9
- einen Schnitt senkrecht zur Längsachse des Haupttragteiles mit in das Haupttragteil
eingesetztem, gemäß der Linie IX-IX in Figur 8 geschnittenen Anschlußelement,
- Figur 10
- eine Darstellung gemäß Figur 9, wobei das Anschlußelement gemäß der Linie X-X in Figur
8 geschnitten ist,
- Figur 11
- die in Figur 1 gezeigte Eckverbindung in vergrößertem Maßstab (in einer Frontansicht),
- Figur 12
- die in Figur 2 gezeigte Eckverbindung in vergrößertem Maßstab (in einer Seitenansicht),
- Figur 13
- eine Vorderansicht eines im Außenbereich der jeweiligen Eckverbindung Verwendung findenden
Winkelelementes,
- Figur 14
- eine Seitenansicht des in Figur 13 gezeigten Winkelelementes,
- Figur 15
- eine Vorderansicht des im Innenbereich der jeweiligen Eckverbindung Verwendung findenden
Winkelelementes und
- Figur 16
- eine Seitenansicht des in Figur 15 gezeigten Winkelelementes.
[0015] Das in den Figuren 1 bis 3 in stark vereinfachter Darstellung gezeigte Tragsystem
ist im wesentlichen durch drei Fachwerkträger gebildet, nämlich die vertikalen Fachwerkstützen
1 und 2 und die mit diesen verbundene, horizontale Fachwerkbrücke 3, an der, mit strichlierten
Linien verdeutlicht, ein Schild 4 in nicht näher gezeigter Art und Weise verbunden
ist, das die gleichfalls nicht verdeutlichte Verkehrs- bzw. Wegweiseinrichtung beinhaltet.
[0016] Die beiden Fachwerkstützen 1 und 2 sowie die Fachwerkbrücke 3 sind vom Grundsatz
her identisch aufgebaut, das heißt, sie weisen identische, sich über deren gesamte
Länge erstreckende Haupttragteile 5 sowie identische Stäbe 28 und identische Anschlußelemente
27 auf. Im jeweiligen Fußbereich weist die Fachwerkstütze 1 bzw. 2 eine mit dieser
verbundene Lagerplatte 8 auf und es sind die beiden Enden der Fachwerkbrücke 3 über
die erfindungsgemäßen Eckverbindungen 64 mit den Fachwerkstützen 1 und 2 verbunden.
[0017] Die grundsätzliche Gestaltung der Fachwerkstützen 1 und 2 sowie der Fachwerkbrücke
3 ist anhand der Darstellungen der Figuren 4 bis 10 ausführlich erläutert. Die nachfolgende
detaillierte Beschreibung bezieht sich auf die Fachwerkbrücke 3, die Ausführungen
gelten entsprechend für die Gestaltung der Fachwerkstützen 1 und 2.
[0018] Die Fachwerkbrücke 3 besteht aus vier Haupttragteilen 5, wobei jedes Haupttragteil
5 aus zwei Standardlänge aufweisenden Haupttragteilelementen 5' und 5'' zusammengesetzt
ist. Die im Obergurt der Fachwerkbrücke 3 angeordneten Haupttragteile sind, wie insbesondere
der Figur 4 zu entnehmen ist, mit den Bezugsziffern 5a und 5b bezeichnet, während
die im Untergurt angeordneten Haupttragteile mit den Bezugsziffern 5c und 5d bezeichnet
sind.
[0019] Wie insbesondere den Darstellungen der Figuren 9 und 10 zu entnehmen ist, ist das
jeweilige Haupttragteil 5 als rohrförmiges Strangpreßprofil ausgebildet, das mit zwei
sich über dessen gesamte Länge verlaufenden Führungsschienen 11 und 12 versehen ist,
die als hinterschnittene Nut 14 ausgebildet sind und einen Winkel von 90° zueinander
einnehmen. In den Führungsschienen 11 bzw. 12 sind die Anschlußelemente 27 zur Aufnahme
der Stäbe 28 befestigt. Das jeweilige Anschlußelement 27 weist einen im wesentlichen
T-förmigen Querschnitt auf, wobei der Querbalken 45 mit Spiel in Richtung des auf
ihn stoßenden Steges 46 in der Nut 14 der Führungsschiene 11 bzw. 12 gelagert ist
und der Steg 46 im Bereich der endseitigen Drittel des Anschlußelementes 27 eine geringe
Erstreckung in Steglängsrichtung aufweist, während im Bereich des zentralen Drittels
des Steges 46 dieser in Art einer Platte verlängert ausgebildet ist und symmetrisch
zur Symmetrieachse 47 des Anschlußelementes 27 zwei Durchgangsbohrungen 48 zum Verbinden
mit den Stäben 28 aufweist. In den beiden Endbereichen des Anschlußelementes 27 durchsetzen
Gewindebohrungen 51 den Steg 46 und den Querbalken 45 des Anschlußelementes 27.
[0020] Die Figuren 8 bis 10 verdeutlichen die Art der Positionierung des jeweiligen Anschlußelementes
27 im Haupttragteil 5 sowie dessen Verspannen mit dem Haupttragteil 5, was dort auf
die Führungsschiene 11 bezogen verdeutlicht ist: In Längsrichtung der Führungsschiene
11 wird das Anschlußelement 27 mit seinem Querbalken 45 eingeschoben, wobei der Steg
46 die offene T-Nut durchsetzt. In der Flucht der beiden Gewindebohrungen 51 des Anschlußelementes
27 werden Sacklöcher 52 in den Nutgrund des Haupttragteiles 5 gebohrt und in die jeweilige
Gewindebohrung 51 ein Gewindebolzen 53 eingeschraubt, und zwar so weit, daß er mit
seinem vorderen Ende 54 am Boden des Sacklochs 52 anliegt. Durch weiteres Eindrehen
dieses Gewindebolzens 51 und auch des zweiten Gewindebolzens 51 des betreffenden Anschlußelementes
27 wird dieses im Bereich seiner Oberfläche 55 gegen den den Querbalken 45 des Anschlußelementes
27 hintergreifenden Abschnitt 56 verspannt. Die Gewindebolzen 53 verhindern damit
aufgrund ihres Eingriffes in die zugeordneten Sacklöcher 52, daß sich das Anschlußelement
27 in Längsrichtung der Führungsschiene 11 verschieben kann und es ist überdies die
Verspannung des Anschlußelementes 27 innerhalb der Führungsschiene 11 aufgrund der
durch die Gewindebolzen 53 ausgeübten Druckkräfte gegeben. Um den jeweiligen Gewindebolzen
53 auf einfache Art und Weise drehen zu können, ist dieser beispielsweise in seinem
außen hervorstehenden Bereich mit einem Schlitz versehen. Eine in diesem Bereich auf
den jeweiligen Gewindebolzen 53 aufgeschraubte Mutter 57 liegt gegebenenfalls über
eine Unterlegscheibe 58 am Steg 46 des Anschlußelementes 27 an und verhindert das
unbeabsichtigte Lösen des Gewindebolzens 53.
[0021] Der Darstellung der Figuren 4 bis 7 ist zu entnehmen, daß jeder Stab 28 durch ein
zentrales Rohr 28a sowie durch zwei Stabendstücke 28b gebildet ist. Das eine Ende
des Rohres 28a ist mit einem Linksgewinde und das andere Ende des Rohres 28a mit einem
Rechtsgewinde versehen; die in das Rohr 28a eingeschraubten Stabenden 28b sind jeweils
mit einem entsprechenden Gewinde ausgestattet. Dies bedingt, daß bei einer Fixierung
der Stabendstücke 28b durch Drehen des Rohres 28a die Länge des betreffenden Stabes
28 vergrößert oder verkleinert werden kann. Das jeweilige Stabendstück 28b ist gabelförmig
ausgebildet, wobei die beiden Gabelschenkel 28c fluchtende Bohrungen 28d durchsetzen.
Der Abstand zwischen den beiden Gabelschenkeln 28c eines Stabendstückes 28b ist geringfügig
größer als die Dicke des Anschlußelementes 27 im Bereich des Steges 46. Eine mittels
einer Mutter 59 gesicherte Schraube 60 ist durch die Bohrungen 28d im jeweiligen Gabelstück
28b und die diesem zugeordnete Durchgangsbohrung 48 im Steg 46 gesteckt und stellt
damit die Verbindung zwischen dem Anschlußelement 27 und dem jeweiligen Stab 28 dar.
Mit der Bezugsziffer 28e ist der Gewindeabschnitt eines der beiden Stabendstücke 28b
verdeutlicht, vorliegend handelt es sich um Linksgewinde. Durch die beschriebene Anlenkung
der Stäbe 28 kann jeder statisch gewünschte Winkel zwischen dem jeweiligen Stab 28
und dem Haupttragteil 5 gebildet werden.
[0022] Die in den Figuren 9 und 10 verdeutlichte Gestaltung der Haupttragteile 5 als Strangpreßprofile
mit identisch gestalteten Führungsschienen 11 und 12 ermöglicht es, die Anschlußelemente
27 mit den zugeordneten Stäben 28 beliebig in Längserstreckung der Führungsschienen
11 und 12 zu positionieren. Es können damit beliebige Stababstände, bei festgelegtem
Stababstand innerhalb des jeweiligen Anschlußelementes 27, dargestellt werden.
[0023] Die Figuren 11 bis 16 verdeutlichen die Ausbildung der jeweiligen Eckverbindung 64.
Gezeigt ist in den Figuren 11 und 12 die Verbindung der Fachwerkstütze 1 mit der Fachwerkbrücke
3, die Verbindung der Fachwerkstütze 2 mit der Fachwerkbrücke 3 erfolgt entsprechend.
[0024] Im Bereich der Eckverbindung 64 sind vier Winkelelemente 65 und 66 vorgesehen, wobei
jedes Winkelelement zwei Haupttragteile 5 verbindet. Das jeweils innere Winkelelement
65 dient der Verbindung des im Untergurt der Fachwerkbrücke 3 angeordneten Haupttragteiles
5c bzw. des auf die Frontansicht dahinter angeordneten Haupttragteiles 5d mit dem
im inneren Gurt angeordneten Haupttragteil 5e der Fachwerkstütze 1 bzw. dem dahinter
angeordneten Haupttragteil 5f dieser Fachwerkstütze. Ferner dient das jeweils äußere
Winkelelement 66 der Verbindung des im Obergurt der Fachwerkbrücke 3 befindlichen
Haupttragteiles 5a bzw. des dahinter befindlichen Haupttragteiles 5b mit dem im äußeren
Gurt der Fachwerkstütze 1 befindlichen Haupttragteil 5g bzw. dem dahinter befindlichen
Haupttragteil 5h.
[0025] Wie insbesondere der Darstellung der Figuren 13 und 14 zu entnehmen ist, weist das
äußere Winkelelement 66 zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete Schenkel 67
und 68 auf, wobei die Mittellängsachsen dieser Schenkel mit den Bezugsziffern 69 und
70 bezeichnet sind. Konzentrisch zu diesen Achsen sind die voneinander weggerichteten
Enden der Schenkel 67 und 68 mit zylindrischen Ansatzstücken 71 und 72 versehen, deren
Außendurchmesser geringfügig geringer ist als der Innendurchmesser des jeweils zugeordneten
Haupttragteiles 5. Das jeweilige äußere Winkelelement 66 wird mit dem Ansatzstück
71 in das Haupttragteil 5a bzw. 5b und mit dem Ansatzstück 72 in das Haupttragteil
5g bzw. 5h eingesteckt. Die Verbindung zwischen dem äußeren Winkelelement 66 und den
zugeordneten beiden Haupttragteilen 5 erfolgt im Bereich jedes Ansatzstückes 71 bzw.
72 mittels zweier Gewindebolzen 74, die durch fluchtende Bohrungen 75, die im zugeordneten
Ende des jeweiligen Haupttragteiles 5 und im Ansatzstück 71 bzw. 72 angeordnet sind,
gesteckt sind, wobei auf die beidendigen freien Gewindeabschnitte der Gewindebolzen
74 Sicherungsmuttern 75a aufgeschraubt sind. Das jeweilige innere Winkelelement 65
ist weitgehend entsprechend dem äußeren Winkelelement 66 gestaltet, das heißt, es
weist gleichfalls im rechten Winkel zueinander angeordnete Schenkel 67 und 68 sowie
zylindrische Ansatzstücke 71 und 72 auf, wobei gesicherte Gewindebolzen 74 eine dauerhafte
Verbindung des jeweiligen inneren Winkelelementes 65 mit den beiden zugeordneten Haupttragteilen
5c und 5e bzw. 5d und 5f gewährleisten.
[0026] Wie den Figuren 11 bis 16 ferner zu entnehmen ist, weist das innere Winkelelement
65 in der durch die Längsachsen 69 und 70 aufgespannten Ebene einen Flanschlappen
76 auf, der dem in derselben Ebene verlaufenden äußeren Winkelelement 66, dem in dieser
Ebene verlaufenden Obergurt 5a bzw. 5b der Fachwerkbrücke 3 und dem in dieser Ebene
verlaufenden äußeren Gurt 5g bzw. 5h der Fachwerkstütze 1 zugewandt ist. Der Flanschlappen
76 ist mit drei Bohrungen 77 versehen, die der Aufnahme von drei Stäben 28 dienen,
wobei die Stäbe 28, in Art der Befestigung an den Anschlußelementen 27, wie zu den
Figuren 4 bis 7 beschrieben, an dem Flanschlappen 76 befestigt sind. Die drei mit
dem Flanschlappen 76 verbundenen Stäbe 28 sind in der durch die Längsachsen 69 und
70 aufgespannten Ebene angeordnet, wobei zwei der Stäbe 28, die einen rechten Winkel
miteinander einschließen, unmittelbar mit Anschlußelementen 27 des Obergurtes 5a (bzw.
5b) der Fachwerkbrücke 3 bzw. des äußeren Gurtes 5g (bzw. 5h) der Fachwerkstütze 1
verbunden sind, während der mittlere, unter einem Winkel von 45° zu den erstgenannten
Stäben verlaufende Stab 28 mit einem mit dem äußeren Winkelelement 66 verbundenen
Flanschlappen 78 im Bereich dessen Bohrung 79 verbunden ist. Der Flanschlappen 78
des äußeren Winkelelementes 66 ist gleichfalls in der durch die Längsachse 69 und
70 aufgespannten Ebene angeordnet.
[0027] Wie insbesondere der Darstellung der Figuren 14 und 16 zu entnehmen ist, weisen die
Winkelelemente 65 und 66 im rechten Winkel zu den Flanschlappen 76 bzw. 78 auf die
anderen Haupttragteile 5 zu gerichtete Flanschlappen 80 und 81 auf, wobei jeder dieser
Flanschlappen zumindest eine Bohrung 82 bzw. 83 aufweist. Die Bohrung 82 am Flanschlappen
80 des jeweiligen inneren Winkelelementes 65 dient der Aufnahme eines Stabes 28, während
die Bohrung 83 am Flanschlappen 81 des jeweiligen äußeren Winkelelementes 66 der Aufnahme
eines weiteren Stabes 28 dient. Wie der Darstellung der Figur 12 zu entnehmen ist,
ist der Flanschlappen 81 des äußeren Winkelelementes 66, das mit dem hinteren im Obergurt
angeordneten Haupttragteil 5b verbunden ist, mit einer weiteren Bohrung 84 versehen,
das dem Anschluß eines Stabes 28 dient, der diagonal gerichtet die Verbindung zu einem
Anschlußelement 27 herstellt, das in Richtung der Längsachse 85 (Figur 11) des gegenüberliegenden
äußeren Haupttragteiles 5g der Fachwerkstütze 1 gelagert ist.
[0028] Bei dem vorbeschriebenen Tragsystem bestehen die Haupttragteile, die Anschlußelemente
und die Stäbe sowie die Winkelelemente aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
Die Haupttragteile sind als Strangpreßprofile und die Winkelelemente als Guß- oder
Preßteile ausgebildet.
[0029] Die Führungsschienen 11 bzw. 12 dienen nicht nur der Aufnahme der Anschlußelemente
27, sondern auch der Befestigung von Lagerelementen zur Aufnahme des Verkehrsschildes
4. Diese Lagerelemente können beispielsweise als Lagerbalken ausgebildet sein, die
mit der Rückseite des Verkehrsschildes 4 verschweißt sind, die Verbindung dieser Lagerbalken
mit den Führungsschienen 11 bzw. 12 kann dann über in die Führungsschienen eingeführte,
gesicherte Kopfschrauben erfolgen.
1. Eckverbindung bei einem Tragsystem, das aus mindestens zwei abgewinkelt zueinander
angeordneten Fachwerkträgern gebildet ist, wobei der jeweilige Fachwerkträger Haupttragteile
und diese verbindende Tragelemente aufweist, die Stäbe aufweisen oder durch Stäbe
gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils eine Ecke bildenden, abgewinkelt zueinander angeordneten Haupttragteile
(5) mittels eines Winkelelements (65, 66) miteinander verbunden sind.
2. Eckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelelement (65, 66) mindestens eine Aufnahme (76, 78, 80, 81) zum Befestigen
eines Stabes (28) aufweist.
3. Eckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Haupttragteil (5) als rohrförmiges Strangpreßprofil ausgebildet
ist, in das das jeweilige Winkelelement (65, 66) mit einem diesem zugeordneten Endansatz
(71, 72) einsteckbar ist.
4. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelelement (65, 66) der Verbindung zweier in einem Winkel von 90° abgewinkelter
Haupttragteile (5) dient.
5. Eckverbindung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Strangpreßprofil einen im wesentlichen Kreisquerschnitt umschließt und der
jeweilige Endansatz (71, 72) des Winkelelementes (65, 66) einen Kreisquerschnitt mit
geringfügig geringerem Durchmesser als der des Strangpreßprofiles aufweist.
6. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweilige Fachwerkträger (1, 2, 3) vier parallel zueinander angeordnete
Haupttragteile (5) und diese verbindende Tragelemente (27, 28) aufweist, wobei die
Eckverbindung (64) zweier abgewinkelt angeordneter Fachwerkträger (1, 3 bzw. 2, 3)
mittels vier Winkelelementen (65, 66) erfolgt.
7. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Winkelelement (65, 66) mindestens eine Aufnahme (76, 78, 80, 81)
zum Befestigen eines Endes eines Stabes (28) aufweist, wobei das andere Ende des Stabes
(28) mit einem anderen Winkelelement (65, 66) verbunden ist.
8. Eckverbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Winkelelement (65, 66) mehrere Aufnahmen (76, 78, 80, 81) zum
Befestigen von Stäben (28) aufweist, wobei mindestens einer der Stäbe (28) mit seinem
winkelelementfernen Ende mit einem Haupttragteil (5) und ein anderer der Stäbe (28)
mit seinem winkelelementfernen Ende mit einem anderen Winkelelement (66, 65) verbunden
ist.
9. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Winkelelement (65, 66) mehrere Aufnahmen (76, 78, 80, 81) zum
Befestigen der Stäbe (28) in verschiedenen Ebenen aufweist.
10. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Winkelelement (65, 66) mehrere Aufnahmen (76, 78, 80, 81) für
Stäbe (28) aufweist, deren winkelelementferne Enden mit unterschiedlichen Haupttragteilen
(5) verbunden sind.
11. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt6tragteile (5) und/oder die Tragelemente (27, 28) und/oder die Winkelelemente
(65, 66) im wesentlichen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen.
12. Eckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Winkelelement (65, 66) als Guß- oder Preßteil ausgebildet ist.