[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Selbstklettervorrichtung mit mindestens einem
Linearantrieb, der zwischen mindestens einer Verschiebekonsole und mindestens einer
in Verschieberichtung verlaufenden Tragschiene eine Relativbewegung erzeugt, wobei
die Verbindung zwischen dem Linearantrieb und der Tragschiene durch im Abstand voneinander
angeordnete Kletterköpfe hergestellt ist, die mindestens ein schwenkbares Sperrglied
aufweisen und mit in der bei einer Relativbewegung zwischen Tragschiene und Kletterkopf
durchlaufenen Bahn des Sperrgleides an der Tragschiene mit dem Sperrglied zusammenarbeitenden
Sperrnocken, wobei das Sperrglied bei der Relativbewegung in einer Richtung über den
Sperrnocken hinweggehoben wird, in der anderen Bewegungsrichtung aber auf die Sperrnocke
aufläuft, so daß der eine Kletterkopf diese Relativbewegung sperrend mit der Tragschiene
formschlüssig verbunden ist, während am anderen Kletterkopf eine die Sperrnocken überwindende
Relativbewegung stattfindet.
[0002] Der Gerüst abschnitt hat beim Klettern keine direkte Verbindung zum Boden, auch wird
kein Kran benötigt, wenn an dem Gerüst ein Linearantrieb, z.B. ein hydraulischer Antrieb
vorgesehen ist, der im einen Arbeitsschritt den Gerüstabschnitt an der Tragschiene
und im andern Arbeitsschritt die Tragschiene relativ zu dem Gerüstabschnitt anhebt.
[0003] Bei bekannten Selbstklettervorrichtungen, die z.B. in der US-4,147,483 beschrieben
sind, ist die Verbindung zwischen dem Linearantrieb und der Tragschiene durch im Abstand
voneinander angeordnete, schwenkbare Klinken hergestellt, die zwei voneinander beabstandete
Rastzähne aufweisen. Die Rastzähne werden bei der Relativbewegung der Klinke gegenüber
der Tragschiene in der einen Bewegungsrichtung über die Sperrnocken hinweggehoben,
während sie in der anderen Bewegungsrichtung auf die Sperrnocken auflaufen, so daß
die eine Klinke nach dieser Relativbewegung sperrend mit der Tragschiene formschlüssig
verbunden ist, während die andere Klinke eine die Sperrnocken überwindende Relativbewegung
durchführt.
[0004] Bei derartigen Relativbewegungen kann es vorkommen, daß die Klinke sich unsachgemäß
verklemmt oder daß die Klinke nicht in der gewünschten Weise am Sperrnocken vorbeigelangt.
Dies führt zu Verkantungen der einzelnen Bauteile oder gar zu einem Nichteinrasten
der Klinke an den Sperrnocken so daß die Klettervorrichtung nicht ausreichend gesichert
ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei derartigen Selbstklettervorrichtungen
den Antrieb einfacher und sicherer zu gestalten.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Kletterköpfe ein schwenkbares
Steuerglied und ein schwenkbares Sperrglied aufweisen, daß in der bei einer Relativbewegung
zwischen Tragschiene und Kletterkopf durchlaufenen Bahn des Steuergliedes an der Tragschiene
eine Steuerkurve vorgesehen ist und daß das Steuerglied und das Sperrglied so miteinander
kuppelbar sind, daß in einer Bewegungsrichtung das Sperrglied von der Steuerkurve
über das Steuerglied so gedreht wird, daß das Sperrglied auf der Sperrnocke aufläuft.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß sie ohne elektrische oder elektronische
Bauteile und Schalter auskommt, die die Ursache einer Störung sein können, insbesondere
aber daß ein den Anforderungen und Belastungen angepaßter Antrieb des Sperrgliedes
vorgesehen ist, der kaum störanfällig ist und daher größtmögliche Sicherheit gewährleistet.
[0008] Da durch die Koppelung das Sperrglied von der Steuerkurve bei der Relativbewegung
in einer Richtung über den Sperrnokken hinweggehoben wird, in der anderen Bewegungsrichtung
aber auf die Sperrnocke aufläuft, wird das Sperrglied formschlüssig in Eingriff gehalten,
so daß hierzu auch keine Feder erforderlich ist, die ebenfalls die Ursache einer Störung
sein kann.
[0009] Die Erfindung eignet sich beispielsweise für eine Selbstklettervorrichtung, bei der
sich die Schiene über die volle Höhe der gesamten Bewegung erstreckt, beispielsweise
für Aufzüge oder dergleichen. Soll dagegen die Vorrichtung für ein Klettergerüst verwendet
werden, bei dem Tragschiene und Gerüstteil abwechslungsweise angehoben werden, die
Höhe der Tragschiene also etwas größer als zwei mal die Höhe eines Arbeitsabschnittes
beträgt, so muß die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht nur in einer Bewegungsrichtung,
sondern auch in der umgekehrten Bewegungsrichtung voll funktionsfähig sein. Bei einer
Ausführungsform der Erfindung weisen daher die Kletterköpfe in zwei gegenläufigen
Bewegungsrichtungen wirksame Sperrglieder auf.
[0010] Die erfindungsgemäße Ausführungsform kann dahingehend weiter ausgebildet sein, daß
das Steuerglied und das Sperrglied in mindestens zwei verschiedenen Winkelstellungen
zueinander kuppelbar sind, wobei die eine Winkelstellung z.B. dem Anheben einer Verschiebekonsole,
die andere Winkelstellung dem Anheben der Tragschiene zugeordnet ist.
[0011] Dadurch wird gewährleistet, daß bei jeder Relativbewegung das Sperrglied in die Bahn
der Sperrnocken eingreift und dort formschlüssig gehalten ist, nämlich durch die Eingriffsbewegung,
die von der Steuerkurve über das Steuerglied auf das Sperrglied übertragen ist. Dadurch
kann z.B. die Verschiebekonsole nicht nur abschnittweise auf der Tragschiene nach
oben verfahren werden, sondern in gleicher Weise auch abschnittsweise abgesenkt werden.
[0012] Die Kupplung zwischen Sperrglied und Steuerglied kann beliebig ausgebildet sein.
[0013] Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind das Sperrglied und das Steuerglied um
eine gemeinsame Achse drehbar angeordnet. Dies ermöglicht eine besonders einfache
Kupplung zwischen diesen beiden Gliedern, beispielsweise durch in beiden Gliedern
befindliche Löcher, die sowohl in einer Kupplungsstellung, als auch in einer anderen
Kupplungsstellung fluchten und durch die ein Bolzen hindurchgesteckt werden kann,
so daß die Kupplung formschlüssig arbeitet.
[0014] Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind Sperrglied und Steuerglied scheibenförmig
ausgebildet und nebeneinander angeordnet.
[0015] Diese Ausführungsform der Erfindung kann dahingehend weiter ausgebildet sein, daß
eines der beiden Glieder einen kreissegmentförmigen Rand aufweist und daß die Kupplung
einen an dem einen der beiden Glieder befestigten in radialer Richtung beweglichen
Bolzen aufweist, der mit am Rand des anderen Teiles angeordneten Rasten zusammenarbeitet.
[0016] Das Steuerglied und die Steuerkurve können in vielfacher Weise ausgebildet sein,
wesentlich ist nur, daß Steuerglied und Steuerkurve eine genaue Bewegung von der Steuerkurve
formschlüssig auf das Sperrglied übertragen.
[0017] Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das Sperrglied zwei radial zur Schwenkachse
sich erstreckende Arme auf, in einen Kupplungsstellung ragt der eine Arm und in der
anderen Kupplungsstellung der andere Arm in die Bahn der Sperrnocken hinein.
[0018] Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist auch das Steuerglied zwei radial zur
Schwenkachse sich erstreckende Arme auf, von denen einer mit der Steuerkurve zusammenarbeitet.
[0019] Die Steuerkurve kann beliebig ausgebildet sein, beispielsweise aus einer kontinuierlichen
Kurvenlinie bestehen. Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Steuerkurve
jedoch einzelne, über die Länge der Tragschiene verteilt angeordnete Kurvenstücke
auf, die an der Stelle, die dem tiefsten Eingriff des Sperrgliedes in die Bahn der
Sperrnocken entspricht, einen parallel zur Bewegungsrichtung verlaufenden Abschnitt
aufweisen.
[0020] Diese Ausführungsform kann dahingehend weiter ausgebildet sein, daß die Länge dieses
parallel zur Bewegungsrichtung verlaufenden Abschnittes der Kurvenstücke etwa dem
Abstand zwischen den Punkten entspricht, mit denen die Arme des Steuergliedes in einer
Winkelstellung an einem Kurvenstück aufliegen, so daß in einer Winkelstellung beide
Arme des Steuergliedes auf diesem geraden Abschnitt aufliegen.
[0021] Der erfindungsgemäße Kletterkopf kann sowohl bei Gerüsten verwendet werden, bei denen
ein Abschnitt eines Gerüstes, der Arbeitsbühnen enthalten kann, durch eine in seiner
Mitte angeordnete Selbstklettervorrichtung angehoben wird, als auch bei Gerüsten,
bei denen der bewegliche Gerüstabschnitt durch zwei oder mehrere Klettervorrichtungen
angehoben wird, die im Gleichlauf arbeiten. Auch können die Kletterköpfe bei anderen
Hebevorrichtungen vorgesehen sein, beispielsweise bei Lastenaufzügen, bei denen die
Tragschiene sich nicht nur über zwei übereinander verlaufende Arbeitsstellungen, sondern
über die volle Höhe erstreckt, die eine Verschiebekonsole durchlaufen soll, beispielsweise
bei Lastenaufzügen für vielgeschossige Materiallager. Auch können die erfindungsgemäßen
Kletterköpfe bei schräg verlaufenden Aufzügen oder dergleichen vorgesehen sein, wo
eine durch eine Steuerkurve erfolgende Zwangssteuerung von wahlweise im Eingriff stehende
Sperrgliedern bei Hebevorrichtungen vorteilhaft ist.
[0022] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen
der Erfindung in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Die einzelnen Merkmale
können je für sich oder zu mehreren bei Ausführungsformen der Erfindung verwirklicht
sein.
[0023] In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
- Fig. 1
- zeigt die Ansicht eines Klettergerüstes;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab; und
- Fig. 3
- eine Ausführungsform eines Kletterkopfes im Schnitt in noch größerem Maßstab,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch einen unteren und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen oberen Kletterkopf
[0024] Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform sind in dem bereits betonierten
Abschnitt einer Bauwerkswand 1 mehrere Verankerungsbolzen einbetoniert. In den im
Abstand der Höhe eines Betonierabschnittes übereinander angeordneten Verankerungsbolzen
2 und 3 sind Gerüstschuhe 4 und 5 befestigt, in denen eine Tragschiene 6 höhenverschieb-
und feststellbar geführt ist, die einen I-förmigen Querschnitt aufweist. Der Gerüstschuh
4 führt lediglich die Schiene 6, wogegen der Gerüstschuh 5 außerdem noch Befestigungsvorrichtungen
aufweist, mit denen das als Ganzes mit 7 bezeichnete Klettergerüst an der Wand 1 befestigt
werden kann. Das Klettergerüst 7 weist eine Arbeitsbühne 8 auf, die an ihrem wandseitigen
Ende eine Verschiebekonsole 9 aufweist, in der die Tragschiene 6 geführt ist und die
in die Befestigungsvorrichtungen des Gerüstschuhes 5 eingehängt und gesichert werden
kann. Auf der Arbeitsbühne 8 sind ein oder mehrere stockwerkhohe Schalelemente 10
rechtwinklig zur Wand 1 verschiebbar geführt.
[0025] Fig. 1 zeigt das Schalelement 10 in der Stellung, in der der nächste Betonierabschnitt
betoniert werden kann (die übliche Bewehrung ist nicht gezeichnet). Oberhalb der Arbeitsbühne
8 ist noch eine Vorlaufbühne 11 im Klettergerüst 7 gezeichnet, unterhalb der Arbeitsbühne
8 eine Nachlaufbühne 12. Bei der dargestellten Ausführungsform erfolgt das Klettern
des Klettergerüstes 7 in den nächsten Betonierabschnitt in mehreren Schritten, weil
ein für das Anheben des Klettergerüstes 7 vorgesehener Linearantrieb 13 bei der dargestellten
Ausführungsform durch einen hydraulischen Zylinder verwirklicht ist, dessen Hub wesentlich
kleiner als die Stockwerkhöhe ist. Als Linearantrieb kann jedoch ein Spindelantrieb,
können Ketten- oder Riementriebe, Zahnstangenantriebe oder sonstige Vorrichtungen
vorgesehen sein, die einen sehr viel größeren Hub ermöglichen, beispielsweise einen
Hub, der in einem Arbeitsschritt das Klettergerüst 7 um die volle Höhe eines Betonierabschnittes,
also beispielsweise um eine Geschoßhöhe anhebt.
[0026] Am unteren Ende des Hydraulikantriebes 13 befindet sich an seiner Kolbenstange 16
ein Kletterkopf 14, der mit der Tragschiene 6 zusammenarbeitet. Am oberen Ende des
Hydraulikantriebes 13 befindet sich ein Kletterkopf 15, der ebenfalls mit der Tragschiene
6 zusammenarbeitet, an dem aber auch die Verschiebekonsole 9 befestigt ist.
[0027] Sobald in der in Fig. 1 dargestellten Stellung der an die Schalelemente 10 angrenzende
Abschnitt der Betonwand betoniert ist, werden die Schalelemente 10 nach Abbinden des
Betons zurückgefahren. In diesem frisch betonierten Abschnitt sind Verankerungsbolzen
17 bereits einbetoniert, die zur Befestigung von Gerüstschuhen dienen können.
[0028] In den Fig. 3 bis 5 sind die Kletterköpfe 14 und 15 näher erläutert. Der Kletterkopf
weist ein Gehäuse 18 auf, das einen Schenkel 19 des I-Profiles der Tragschiene 6 umgreift.
[0029] Auf der von der Wand 1 abgewandten Stirnfläche 20 des I-Profiles sind in der Längsmittelebene
der Schiene 6 im Abstand voneinander Sperrnocken 21, 29 angeordnet, deren in Bewegungsrichtung
weisende Seitenflächen rechtwinklig zu der Stirnfläche 20 verlaufen. In der Bahn dieser
Sperrnocken 21, 29 befindet sich ein Sperrglied 24, das um einen Bolzen 25 im Gehäuse
18 schwenkbar gelagert ist und das zwei radiale Arme 26 und 27 aufweist, von denen
je einer je nach der Drehstellung des Sperrgliedes 24 auf dem Bolzen 25 bei einer
Relativbewegung zwischen der Tragschiene 6 und dem Kletterkopf 14 an der Stirnfläche
22 des oberen Sperrnockens 21 oder aber, wie in Fig. 2 dargestellt bei Bewegung des
oberen Kletterkopfes nach oben, an der Stirnfläche 28 des nächst unteren Sperrnockens
29 zur Anlage kommt.
[0030] In einem Abstand seitlich neben den Sperrnocken 21 und 28 befinden sich im Abstand
voneinander und über die Länge der Tragschiene 6 verteilt Kurvenstücke 30, deren in
Richtung der Relativbewegung gewandte Seitenflächen Anlaufkurven 31 und 32 aufweisen.
Die der Tragschiene 6 abgewandte Fläche 33 verläuft parallel zur Stirnfläche 20. Die
Kurvenstücke 30 und die Sperrnocken 21, 29 sind zueinander in der Höhe versetzt auf
der Tragschiene angeordnet.
[0031] In der Bahn dieser Kurvenstücke 30 weist der Kletterkopf 14 ein um den Bolzen 25
schwenkbar gelagertes Steuerglied 34 auf, das ebenfalls zwei radial sich erstreckende
Arme 35 und 36 aufweist. In einer Mittelstellung, die in Fig. 2 und 3 gezeigt ist,
gleiten die beiden Arme 35 und 36 über die Fläche 33 hinweg. Die Fläche 33 ist so
lang, daß beide Arme 35 und 36 gleichzeitig an der Fläche 33 anliegen können.
[0032] Das Sperrglied 24 und das Steuerglied 34 sind plattenförmig ausgebildet, sie sind
nebeneinander auf dem Bolzen 25 unabhängig voneinander drehbar gelagert. Auf einem
der Tragschiene 6 abgewandten Teil des Steuergliedes 34 ist in einer Verlängerung
37 ein Kupplungsbolzen 38 längsverschiebbar gelagert, dessen dem Sperrglied 24 zugewandtes
inneres Ende 39 mit Rasten 40 zusammenarbeitet, die am Umfang des Sperrgliedes 24
ausgespart sind. Das Ende 39 des Kupplungsbolzens 38 wird mittels einer nicht gezeichneten
Druckfeder gegen den Rand des Sperrgliedes 24 gedrückt. Am Bolzen 25 angreifende Gabelenden
42 und 44 gehören zu einem Befestigungsteil, mit dem die Kolbenstange 16 mit dem unteren
Kletterkopf 14 bzw. die Verschiebekonsole 9 der Arbeitsbühne 8 bzw. der mit ihr verbundene
Hydraulikzylinder mit dem oberen Kletterklopf 15 verbunden ist.
[0033] Der obere Kletterkopf 15 (Fig. 5) unterscheidet sich von dem unteren Kletterkopf
14 lediglich dadurch, daß der Bolzen 25 im Kletterkopf 14 lediglich in den beiden
äußeren seitlichen Gehäusewangen 41 gelagert ist, wogegen beim oberen Kletterkopf
15 zwischen den Gehäusewangen 41 und dem Sperrglied 24 noch zwei Gehäusezwischenwände
43 vorgesehen sind, die zusätzlich die auf die Verschiebekonsole 9 übertragene Last
des Gerüstes auf das Sperrglied 24 und die Tragschiene 6 bzw. den Gerüstschuh 5 ableiten.
[0034] Ein Rastbolzen 46 ist in dem Gehäuse 18 längsverschiebbar gelagert. Er weist an seinem
vorderen Ende eine federbelastete Kugel auf, die in Vertiefungen am Rand des Sperrgliedes
24 rastend eingreift und hält die durch den Kupplungsbolzen 38 starr miteinander verbundenen
Steuerglied und Sperrglied mit einer geringen Kraft in einer bestimmten Drehlage,
die diese Glieder z.B. beim Überfahren einer Sperrnocke 29 und eines Kurvenstückes
30 einnehmen.
[0035] Soll das Klettergerüst aus der in Fig. 1 dargestellten Stellung angehoben werden,
so wird zunächst die Befestigung der Transportschiene 6 in den Gerüstschuhen 4 und
5 gelöst, wogegen die mit der Arbeitsbühne 8 verbundene Verschiebekonsole 9 in dem
Gerüstschuh 5 befestigt bleibt. Wird nun der Hydraulikzylinder 13 angetrieben, so
wird der am unteren Ende der Kolbenstange 16 befestigte Kletterkopf 14, der in die
Tragschiene 6 eingreift, zusammen mit dieser so weit nach oben geschoben, wie es der
Hub des Hydraulikzylinders 13 erlaubt. Dabei gleitet die Tragschiene 6 durch den Kletterkopf
15, der diese Bewegung der Tragschiene 6 freigibt, wogegen der Arm 26 des Sperrgliedes
24 im unteren Kletterkopf 14 hinter eine Sperrnocke greift und so die Tragschiene
6 nach oben mitnimmt. Hierauf wird die Tragschiene 6 in den Gerüstschuhen 4 und 5
wieder befestigt und die Kolbenstange 16 wieder ausgefahren, wobei der Arm 26 des
Sperrgliedes 24 in seiner Bahn befindliche Sperrnocken 21 überfährt und in der unteren
Endstellung der Kolbenstange 16 wieder einen Sperrnocken untergreift. Hierauf wird
die Tragschiene 6 wieder von der Wand gelöst und beim nächsten Einziehen der Kolbenstange
16 in den Hydraulikzylinder 13 wieder in Hublänge angehoben. Dieses Arbeitsspiel wiederholt
sich so oft, bis die Tragschiene 16 um einen Betonierabschnitt angehoben ist und dabei
in weiter oben in der Wand angeordneten Befestigungsteilen befestigt ist. Bei einem
3 m hohen Betonierabschnitt und einem Hub des Hydraulikzylinders von 60 cm wiederholt
sich dieses zum Anheben der Tragschiene dienende Arbeitsspiel 5 mal. Nun steht in
der in Fig. 1 gewählten Darstellung die Tragschiene 6 mit ihrem unteren Ende im Bereich
des Gerüstschuhes 4 und ragt mit ihrem oberen Ende so weit über den Gerüstschuh 5
nach oben hinaus, daß das Klettergerüst 7 an der an der Wand befestigten Tragschiene
6 um einen Betonierabschnitt nach oben verschoben werden kann.
[0036] Hierauf werden die Kletterköpfe 14 und 15 umgestellt, sodaß sich der Kletterkopf
14 auf einem der Sperrnocken 21, 29 der nun feststehenden Tragschiene 6 abstützt.
Hierauf wird die Befestigung der Verschiebekonsole 9 in dem Gerüstschuh 5 gelöst und
der Hydraulikzylinder 13 ausgefahren, wobei der obere Kletterkopf 15, der entlang
der Tragschiene 6 nun nach oben gleitet, die Verschiebekonsole 9 und damit auch den
Hydraulikzylinder 13 mit nach oben nimmt. Ist die Kolbenstange 16 ausgefahren, so
wird die Verschiebekonsole 9 und damit auch das Klettergerüst 7 an der Wand befestigt
und hierauf die Kolbenstange 16 wieder in den Zylinder 13 leer eingefahren, wobei
der nun nach der Umstellung der Kletterköpfe in die Tragschiene 6 und damit in die
Bahn der Sperrnocken 21, 29 eingreifende Arm 27 des Sperrgliedes 24 wegen dessen glatter
Unterfläche 45 über die Sperrnocken 21, 29 hinweggleiten.
[0037] Ist die Kolbenstange 16 vollständig eingefahren, so wird die Befestigung der Verschiebekonsole
9 wieder gelöst, wobei sich das Gerüst über die sich an Sperrnocken abstützenden Arme
27 der Sperrglieder 24 in den Kletterköpfen 14 und 15 abstützt. Hierauf wird die Kolbenstange
16 wieder ausgefahren und damit die Verschiebekonsole 9, das Gerüst und der Hydraulikzylinder
13 um eine Hublänge nach oben geschoben, wobei der in die Bahn der Sperrnocken 21,
29 eingreifende Arm 27 des Sperrgliedes 24 des oberen Kletterkopfes 15 mit der ebenen
Unterfläche 45 des Sperrgliedes 24 über die Sperrnocken hinweggleitet.
[0038] Dieses Arbeitsspiel wird so lange fortgesetzt, bis die Arbeitsbühne 8 um einen Betonierabschnitt
hochgehoben ist, wonach dann nach den Bewehrungsarbeiten und anderen vorbereitenden
Arbeiten die Schalelemente 10 wieder in die Schalebene vorgefahren und dort befestigt
werden und dieser Abschnitt betoniert werden kann.
[0039] Im folgenden werden die einzelnen Arbeitsschritte näher erläutert.
[0040] Bei der in Fig. 2 dargestellten Stellung von Sperrglied 24 und Steuerglied 25, die
durch den Eingriff des Kupplungsbolzens 38 in die in Fig. 5 oberste Raste 40 des Sperrgliedes
24 bestimmt ist, liegt der Arm 35 des Steuergliedes 34 noch auf der oberen Fläche
33 des Kurvenstückes 30 auf und der Arm 27 des Sperrgliedes 24 liegt durch den Arm
35 zwangsgeführt an der Stirnfläche 20 des Schenkels 19 der Tragschiene 6 an. In dieser
Stellung ist die Tragschiene 6 in den Gerüstschuhen 4 und 5 befestigt, die Befestigung
der Verschiebekonsole 9 an dem Gerüstschuh 5 ist jedoch gelöst, so daß sich die Verschiebekonsole
9 längs der Tragschiene 6 verschieben kann. Bei dieser Darstellung nach Fig. 2 ist
vorausgesetzt, daß die Tragschiene 6 bereits in einem vorhergehenden Arbeitsschritt
über die in Fig. 1 dargestellte Stellung nach oben hochgefahren worden ist. Wird nun
der Hydraulikzylinder 13 beaufschlagt, so wird in der in Fig. 2 und 5 dargestellten
Stellung der Kletterkopf 14 noch ein kleines Stück nach unten bewegt, bis der Arm
27 des Sperrgliedes 24 an der oberen Stirnfläche 23 des Sperrnockens 29 zur Anlage
kommt und dort den unteren Kletterkopf 14 abstützt. Im weiteren Verlauf wird, da die
Tragschiene 6 starr mit der Wand verbunden ist, der Hydraulikzylinder 13 in Richtung
des Pfeiles 44 nach oben gefahren, wobei er den oberen Kletterkopf 15 und die mit
ihm verbundene Verschiebekonsole längs der Tragschiene 6 nach oben verschiebt. Die
Stellung von Sperrglied 24 und Steuerglied 34 ist im Kletterkopf 15 die gleiche wie
im Kletterkopf 14, da auch im Kletterkopf 15 der Kupplungsbolzen 38 in die gleiche
Raste 40 des Sperrgliedes 24 eingreift. Zwar kommt bei dieser Aufwärtsbewegung die
ebene Unterfläche 45 des Sperrgliedes 24 zu einer schrägen Anlage an den nächsthöheren
Sperrnocken, jedoch kann der obere Kletterkopf 15 diesen Sperrnocken überfahren, weil
sich, wie man dies in Fig. 2 bezüglich des Sperrnockens 21 entnehmen kann, das Sperrglied
24 im Gegenuhrzeigersinn etwas dreht, bis der Arm 27 über die obere Fläche des Sperrnockens
21 hinweggleiten kann. Bei dieser Drehbewegung stört das Steuerglied 34 nicht, weil
sein Arm 35 wegen des Höhenversatzes von Sperrnocke und Kurvenstück das betreffende
Kurvenstück 30 bereits verlassen hat und daher das Steuerglied 34 diese Drehbewegung
mitmachen kann. Bei dieser Anhebebewegung des Gerüstes 7 stützt sich dieses auf dem
unteren Kletterkopf 14 und über den an der Sperrnocke 29 anliegenden Arm 27 auf der
Tragschiene 6 ab, die wie erwähnt, bei dieser Bewegung in den Gerüstschuhen 4 und
5 und damit in der Wand 1 befestigt ist.
[0041] Ist diese Bewegung abgeschlossen, so wird die Verschiebekonsole 9 an dem nächsthöheren
Gerüstschuh eingehängt und befestigt. Die Kolbenstange 16 wird nun in den beim vorhergehenden
Arbeitsschritt mit dem Kletterkopf angehobenen Hydraulikzylinder 13 eingefahren. Bei
diesem Leerhub überfährt der untere Kleterkopf 14 in der gleichen Weise wie zuvor
der obere Kletterkopf 15 die Sperrnocken. Dann wird die Verschiebekonsole wieder von
der Wand 1 gelöst, sodaß beim Wiederausfahren der Kolbenstange die Verschiebekonsole,
abgestützt auf den unteren Kletterkopf 14, wieder um die Hublänge angehoben wird.
Hat das Gerüst nach mehreren Arbeitsschritten seine obere Endlage erreicht und ist
es an der Wand befestigt, so werden die Sperrglieder 24 gegenüber der Steuerscheibe
35 durch Lösen des Kupplungsbolzens 38 so verdreht, daß der Kupplungsbolzen 38 nunmehr
in die in Fig. 5 unterste Raste 40 des Sperrgliedes 24 eingreift. Dadurch wird in
der in Fig. 3 dargestellten Stellung der Arm 36 des Steuergliedes 34 im Uhrzeigersinn
nach unten geführt, so daß dieser beim Auflaufen auf die Anlauffläche 31 des nächsten
Kurvenstückes 30 die miteinander gekuppelten Scheiben des Sperrgliedes 24 und Steuergliedes
34 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, so daß der Arm 26 an die Stirnfläche 20 der
Tragschiene 6 geführt wird und beim weiteren Hochfahren des unteren Kletterkopfes
14 zur Anlage an eine Stirnfläche 22 des Sperrnockens gelangt, und beim weiteren Hochziehen
des Kletterkopfes 14 die Tragschiene 6 mit nach oben nimmt. Das obere Ende des Hydraulikzylinders
13 ist dabei über den oberen Kletterkopf 15 und die Verschiebekonsole 9 starr mit
der Wand verbunden.
[0042] Ist die Kolbenstange 16 eingefahren, so wird in dieser neuen Stellung die Tragschiene
6 wieder in entsprechenden Gerüstschuhen an der Wand befestigt und die Kolbenstange
16 leer (d. h. ohne Last) ausgefahren. Es wiederholt sich dann der eben beschriebene
Arbeitsschritt zum Anheben der Tragschiene.
[0043] Soll das Gerüst wieder angehoben werden, werden die Kupplungen in den Kletterköpfen
wieder gelöst und Sperrglied 24 und Steuerglied 34 so gegeneinander geschwenkt, daß
der Kupplungsbolzen 38 nunmehr wieder in die in Fig. 3 oberste Raste 40 einrastet,
so daß die beiden Glieder wieder die in Fig. 3 dargestellte Stellung zueinander einnehmen.
Dann wird die Verschiebekonsole 9 von dem Gerüstschuh gelöst, in dem sie bis jetzt
befestigt war und ein neues Arbeitsspiel durch Beaufschlagen des Zylinders 13 eingeleitet,
bei dem sich wieder der untere Kletterkopf an der nunmehr in der Wand befestigten
Tragschiene abstützt und den oberen Kletterkopf 15 samt dem Gerüst 7 nach oben schiebt.
[0044] Soll die Tragschiene 6 und hierauf das Gerüst 7 abgesenkt werden, so wird bei an
der Wand befestigtem Kletterkopf 15 die Kupplung in den Kletterköpfen so gestellt,
daß der Kupplungsbolzen 38 in die unterste Raste eingreift und damit der Arm 26 des
Sperrgliedes 24 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, so daß dieser an einer unteren
Stirnfläche 22 zum Eingriff kommt, sobald die Tragschiene 6 von Ihren Gerüstschuhen
zur Abwärtsbewegung freigegeben ist. Dann bewegt sich die Tragschiene 6 beim Ausfahren
der Kolbenstange 16 mit dem unteren Kletterkopf 14 nach unten. Hierauf wird die Tragschiene
6 wiederum an der Wand befestigt und nach einem Leerhub dieser Arbeitsschritt wiederholt.
Befindet sich die Tragschiene 6 in ihrer unteren Endstellung, wird die Kupplung in
den Kletterköpfen wieder umgestellt, der obere Kletterkopf 15 von der Wand gelöst
und die Kolbenstange 16 wieder eingefahren, wobei sich das mit dem oberen Kletterkopf
15 verbundene Gerüst 7 um den Hub des Hydraulikzylinders 13 absenkt.
[0045] Man könnte selbstverständlich nach dem ersten Anhebeschritt die Verschiebekonsole
9 auch an einem Verankerungsbolzen in der Wand befestigen. Dann aber müßte man bei
einem Hub von 60 cm alle 60 Zentimeter in der Höhe einen Verankerungsbolzen in der
Wand vorsehen, was man vermeidet, wenn in diesen Zwischenschritten die Verschiebekonsole
9 nur an der Tragschiene 6 befestigt wird. Ein Verankerungsbolzen wird hierbei nur
im Abstand einer Stockwerkshöhe benötigt, in dessen Gerüstschuh dann das Klettergerüst
7 in seiner angehobenen Endstellung eingehängt wird und an dem die Transportschiene
6 befestigt wird, wenn diese in die angehobene Stellung nachgeführt wird, was im vorliegenden
Beispiel ebenfalls in einzelnen Schritten in Größe des Hubes des Hydraulikzylinders
13 erfolgt.
[0046] Greifen an einem Schalungsabschnitt mehrere derartige Hebevorrichtungen an, so sind
die hydraulischen Zylinder 13 durch eine an sich bekannte Vorrichtung miteinander
verbunden, die einen exakten Gleichlauf der Hydraulikzylinder 13 gewährleistet.
[0047] Selbstverständlich kann die Erfindung auch bei Ausführungsformen verwirklicht sein,
bei denen ein Linearantrieb verwendet wird, dessen Hub so groß wie der Betonabschnitt
ist. Dann entfallen lediglich die Arbeitsschritte zwischen dem Umstellen der Kupplungen
in den Kletterköpfen.
1. Selbstklettervorrichtung, mit mindestens einem Linearantrieb (13), der zwischen mindestens
einer Verschiebekonsole und mindestens einer in Verschieberichtung verlaufenden Tragschiene
(6) eine Relativbewegung erzeugt, wobei die Verbindung zwischen dem Linearantrieb
(13) und der Tragschiene (6) durch im Abstand voneinander angeordnete Kletterköpfe
(14, 15) hergestellt ist, die mindestens ein schwenkbares Sperrglied (24) aufweisen
und mit in der bei einer Relativbewegung zwischen Tragschiene und Kletterkopf durchlaufenen
Bahn des Sperrgleides (24) an der Tragschiene (6) mit dem Sperrglied (24) zusammenarbeitenden
Sperrnocken (29), wobei das Sperrglied (24) bei der Relativbewegung in einer Richtung
über den Sperrnocken (29) hinweggehoben wird, in der anderen Bewegungsrichtung aber
auf die Sperrnocke (29) aufläuft, so daß der eine Kletterkopf diese Relativbewegung
sperrend mit der Tragschiene (6) formschlüssig verbunden ist, während am anderen Kletterkopf
eine die Sperrnocken überwindende Relativbewegung stattfindet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kletterköpfe (14, 15) ein schwenkbares Steuerglied (34) und ein schwenkbares
Sperrglied (24) aufweisen, daß in der bei einer Relativbewegung zwischen Tragschiene
und Kletterkopf durchlaufenen Bahn des Steuergliedes (34) an der Tragschiene (6) eine
Steuerkurve vorgesehen ist, und daß das Steuerglied (34) und das Sperrglied (24) so
miteinander kuppelbar sind, daß in der anderen Bewegungsrichtung das Sperrglied (24)
von der Steuerkurve über das Steuerglied (34) so gedreht wird, daß das Sperrglied
(24) auf der Sperrnocke (29) aufläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kletterköpfe in zwei
gegenläufigen Bewegungsrichtungen wirksame Sperrglieder aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerglied (34)
und das Sperrglied (24) in mindestens zwei verschiedenen Winkelstellungen zueinander
kuppelbar sind, wobei die eine Winkelstellung einer Verschiebebewegung einer Verschiebekonsole,
die andere Winkelstellung der Verschiebebewegung der Tragschiene zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (24)
und das Steuerglied (34) um eine gemeinsame Achse (25) drehbar angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (24) und das
Steuerglied (34) scheibenförmig ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (24)
oder das Steuerglied (34) einen kreissegmentförmigen Randabschnitt aufweist, und daß
die Kupplung einen an einem der beiden Glieder befestigten, federbelasteten Bolzen
(38) aufweist, der mit am Rand des anderen Gliedes angeordneten Rasten (40) zusammenarbeitet.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sperrglied (24) radial zur Schwenkachse (25) sich erstreckende Arme (26, 27) aufweist
und daß in der einen Kupplungsstellung der eine Arm, in der anderen Kupplungsstellung
der andere Arm in die Bahn der Sperrnocken (29) hineinragt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuerglied (34) zwei radial zur Schwenkachse (25) sich erstreckende Arme (35) und
(36) aufweist, von denen der in Bewegungsrichtung vorne befindliche Arm mit der Steuerkurve
zusammenarbeitet.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerkurve einzelne über die Länge der Tragschiene (6) verteilt angeordnete Kurvenstücke
(30) aufweist, die an ihrem von der Tragschiene (6) abgewandten Rand (33) einen parallel
zur Bewegungsrichtung verlaufenden Abschnitt aufweisen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge dieses Abschnittes
(33) etwa dem Abstand zwischen den Punkten entspricht, mit denen die Arme (35 und
36) des Steuergliedes (34) in einer Winkelstellung an einem Kurvenstück (30) aufliegen.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kletterköpfe (14, 15) außer dem Kupplungsbolzen (38) noch einen Rastbolzen (46) aufweisen,
der im Gehäuse (18) längsverschiebbar geführt ist und die beiden Glieder (24 und 34)
beim Überfahren einer Sperrnocke (29) oder eines Kurvenstückes (30) mit verhältnismäßig
geringer Kraft in einer bestimmten Drehlage bezüglich der Drehachse (25) hält.
1. Self-climbing device having at least one linear drive (13) which produces a relative
motion between at least one moving console and at least one mounting rail (6) running
in the direction of displacement, whereby the connection between the linear drive
(13) and the mounting rail (6) is effected by means of climbing heads (14, 15) arranged
at separations from each other which exhibit at least one pivotable locking member
(24) and with locking cams (29) which cooperate with the locking member (24) in the
path of the locking member (24) on the mounting rail (6) during relative motion between
the mounting rail (6) and the climbing head whereby the locking member (24) is lifted
during relative motion in one direction over the locking cams (29) and, in the other
motional direction, abuts on the locking cams (29) so that one climbing head is form-fittingly
connected to the mounting rail (6) to block this relative motion whereas, on the other
climbing head, a relative motion overcoming the locking cams takes place,
characterized in that,
the climbing heads (14, 15) exhibit a pivotable control member (34) and a pivotable
locking member (24) and a control curve is provided for on the mounting rail (6) in
the path of the control member (34) during relative motion between the mounting rail
and the climbing head and the control member (34) and the locking member (24) can
be coupled to each other in such a fashion that the locking member (24) is rotated
by the control curve via the control member (34) in the other motional direction in
such a fashion that the locking member (24) abuts on the locking cam (29).
2. Device according to claim 1 characterized in that the climbing heads exhibit locking
members active in two opposing motional directions.
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the control member (34) and
the locking member (24) can be coupled to each other at at least two differing angular
positions, whereby one angular position is associated with displacement motion of
a moving console, and the other angular position with displacement motion of the mounting
rail.
4. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the locking member (24) and
the control member (34) are rotatably arranged about a common axis.
5. Device according to claim 4, characterized in that the locking member (24) and the
control member (34) are configured in the form of plates.
6. Device according to claim 4 or 5, characterized in that the locking member (24) or
the control member (34) exhibit a circular segment-shaped edge section and the coupling
exhibits a spring loaded bolt (38) attached to one of the two members which cooperates
with catches (40) arranged at the edge of the other member.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the locking
member (24) exhibits arms (26, 27) extending radially with respect to the pivot axis
(25) and, in the one coupling position one arm and in the other coupling position
the other arm project into the path of the locking cams (29).
8. Device according to one of the preceding claims characterized in that the control
member (34) exhibits two arms (35) and (36) extending radially with respect to the
pivot axis (25) and the arm located forwards in the direction of motion cooperates
with the control curve.
9. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the control
curve exhibits individual curve members (30) arranged distributed along the length
of the mounting rail (6) which exhibit a section running parallel to the direction
of motion on the edge (33) facing away from the mounting rail (6).
10. Device according to claim 9, characterized in that the length of this section (33)
corresponds approximately to the separation between the points with which the arms
(35 and 36) of the control member (34) lie in an angular position on a curve member
(30).
11. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the climbing
heads (14, 15) also exhibit, in addition to the coupling bolt (38), a catch bolt (46)
which is guided in a longitudinally displaceable fashion in housing (18) and which
holds both members (24 and 34) with relatively low amount of force in a particular
angular position relative to the rotational axis (25) when passing over a locking
cam (29) or a curve member (30).
1. Dispositif auto-grimpeur comportant au moins un entraînement linéaire (13) qui produit
un mouvement relatif entre au moins une console de déplacement et au moins un rail
de support (6) s'étendant en direction de déplacement, la liaison entre l'entraînement
linéaire (13) et le rail de support (6) étant établie par des têtes grimpeuses (14,
15) agencées à distance les unes des autres et qui présentent au moins un organe de
blocage (24) en basculement et une came de blocage (29) coopérant avec l'organe de
blocage (24) dans le trajet de l'organe de blocage (24) sur le rail de support (6),
qui est parcouru lors d'un mouvement relatif entre le rail de support et la tête grimpeuse,
l'organe de blocage (24) étant déplacé au-delà de la came de blocage (29) lors du
mouvement relatif en une direction, mais butant contre la came de blocage (29) dans
l'autre direction de mouvement, de sorte que l'une des têtes grimpeuses est reliée
par coopération de formes avec le rail de support (6) en bloquant ce mouvement relatif,
tandis que sur l'autre tête grimpeuse s'effectue un mouvement relatif surmontant les
cames de blocage, caractérisé en ce que les têtes grimpeuses (14, 15) présentent un
organe de commande (34) en basculement et un organe de blocage (24) en basculement,
en ce qu'il est prévu une came de commande dans le trajet de l'organe de commande
(34) sur le rail de support (6) parcouru lors d'un mouvement relatif entre le rail
de support et la tête grimpeuse, et en ce que l'organe de commande (34) et l'organe
de blocage (24) peuvent être accouplés l'un à l'autre de telle sorte que dans l'autre
direction de mouvement, l'organe de blocage (24) est tourné par la came de commande
via l'organe de commande (34), de telle sorte que l'organe de blocage (24) bute contre
la came de blocage (29).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les têtes grimpeuses présentent
des organes de blocage agissant en deux directions de mouvement opposées.
3. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que
l'organe de commande (34) et l'organe de blocage (24) peuvent être accouplés l'un
à l'autre dans au moins deux différentes positions angulaires, l'une des positions
angulaires étant associée au mouvement de déplacement d'une console de déplacement,
l'autre position angulaire étant associée au mouvement de déplacement du rail de support.
4. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que
l'organe de blocage (24) et l'organe de commande (34) sont agencés en rotation autour
d'un axe commun (25).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'organe de blocage (24)
et l'organe de commande (34) sont réalisés en forme de disque.
6. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 4 et 5, caractérisé en ce que
l'organe de blocage (24) ou l'organe de commande (34) présente une section de bordure
en forme de segment circulaire, et en ce que l'accouplement présente un boulon (38)
sollicité par un ressort et fixé sur l'un des deux organes, qui coopère avec des enclenchements
(40) agencés sur la bordure de l'autre organe.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que l'organe de blocage (24) présente des bras (26, 27) s'étendant radialement par
rapport à l'axe de basculement (25), et en ce que dans l'une des positions d'accouplement,
l'un des bras pénètre dans le trajet des cames de blocage (29), et dans l'autre position
d'accouplement, l'autre bras pénètre dans ce trajet.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que l'organe de commande (34) présente deux bras (35) et (36) s'étendant radialement
par rapport à l'axe de basculement (25), parmi lesquels le bras situé en avant en
direction de mouvement coopère avec la came de commande.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que la came de commande présente des tronçons de came (30) individuels agencés en
répartition sur la longueur du rail de support (6), qui présentent sur leur bordure
(33) détournée du rail de support (6) un tronçon s'étendant parallèlement à la direction
de mouvement.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la longueur de ce tronçon
(33) correspond approximativement à la distance entre les emplacements auxquels les
bras (35 et 36) de l'organe de commande (34) s'appuient dans une position angulaire
contre un tronçon de came (30).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les têtes grimpeuses (14, 15) présentent, outre le boulon d'accouplement (38),
également un boulon d'enclenchement (46) qui est guidé en déplacement longitudinal
dans le boîtier (18) et qui retient les deux organes (24 et 34) lors du passage par
dessus une came de blocage (29) ou par dessus un tronçon de came (30) avec une force
comparativement faible dans une position de rotation déterminée par rapport à l'axe
de rotation (25).