[0001] Das technische Gebiet der Erfindung ist die Feindosierung von Flüssigkeiten auch
bei hohem Druck (insbesondere die HPLC-Analysen-Technik, wobei HPLC für Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie
steht). Bei ihr werden pulsationsfrei bzw. pulsationsarm fördernde Pumpen benötigt,
die in zwei verschiedenen grundsätzlichen Bauweisen eingesetzt werden. Zum einen ist
dies - als häufigster Vertreter - eine Schubkolben- oder Hochdruck-Pumpenanordnung
mit zwei parallel geschalteten Zylindern bzw. Pumpeinheiten. Zum anderen ist dies
eine serielle Anordnung der Pumpeinheiten.
[0002] Zwar ist mit den parallel geschalteten Pumpeinheiten in der Regel eine geringe Pulsation
- also eine sehr gleichförmige und konstante Massenförderung - möglich, gleichzeitig
birgt eine solche Anordnung der Pumpeinheiten aber einen großen Raumbedarf in sich.
Beide Zylinder sind nebeneinander angeordnet und entsprechende Kanäle auf der Hochdruck-
und der Niederdruckseite verbinden die parallelen Pumpeinheiten mit den gegenläufig
arbeitenden Schubkolben. Beispiele der parallelen Hochdruckpumpen-Anordnung sind in
den Fundstellen
DE-A 27 37 062 (Zumtobel) und
US-A 3,917,531 (Magnussen) beschrieben. Neben den parallelen Hochdruckpumpenanordnungen gibt es
auch die - erwähnten - in Serie geschalteten Hochdruckpumpen. deren beide Pumpeinheiten
in Strömungsrichtung in Serie geschaltet sind. Grundsätzlich werden dabei die beiden
Pumpeinheiten auch nebeneinander angeordnet - wie bei der erwähnten parallelen Bauweise
- jedoch werden die Kanäle in Strömungsrichtung so geschaltet, daß die Flüssigkeit,
die unter Druck die erste Pumpenkammer verläßt, über die zweite Pumpenkammer (als
Speicher) geführt wird. Eine solche Anordnung ist - im Hinblick auf die besondere
Ausgestaltung der zueinander koordinierten linear bewegten Schubkolben - Gegenstand
der Fundstelle
DE-C 32 03 722 (Gynkotek). Dort geht es um die Vergleichmäßigung des Massenflusses für eine serielle
Hochdruckpumpen-Anordnung. Zum technischen Hintergrund der Erforderlichkeit eines
gleichmäßigen Massenflusses wird betont auf die dortige Spalte 6 (der genannten Patentschrift)
verwiesen. Ziel und Zweck der dort beschriebenen Pumpenanordnung ist es, die Messgenauigkeit
nach der Trennsäule durch möglichst geringe Restpulsation beim Substanznachweis zu
verbessern, wobei
keine Störimpulse auftreten dürfen, die infolge (geringer) spezifischer Kompressibilität der Flüssigkeit
(das Eluens) entsteht, die von der Hochdruckpumpen-Anordnung gefördert wird.
[0003] Die DE-A 36 19 821 (Geiger) beschreibt eine Seriell-Förderpumpe als Dosierkolbenpumpe (dort Spalte 2,
Zeile 60 ff.). Bei Hintereinanderschaltung mehrerer Pumpeneinheiten in einem verlängerten
Pumpenkopf mit zwei oder mehreren Kolbeneingängen können die dazugehörigen Kammereinsätze
(dort mit 20, 51, 53 in dortigen Figuren 2 und 6 auch als "Verdrängungskammereinsätze"
bezeichnet) ohne Verrohrung in geeigneter Ausführung aneinandergereiht werden.
[0004] Die Aneinanderreihung ist so gestaltet (vgl. dort Spalte 4, Zeile 57 bis Spalte 5,
Zeile 22), daß eine Verdrängungskammer (dort 51) ein Auslaß-Ventilsatz (dort 52) sowie
eine Verdrängungkammer (dort 53) flüssigkeitsdicht gegeneinander gepreßt werden, was
durch Verschraubungen (dort 56, 57) bewirkt wird. Zwischen zwei jeweiligen Verdrängungskammern
der Seriell-Pumpenanordnung ist damit
ein definierter Abstand vorgesehen, der durch einen Auslaß-Ventilsatz (dort 52) ausgefüllt wird. Am Eingang
ist ein Einlaß-Ventilsatz (dort 50) flüssigkeitsdicht (mittels Schraube) angepreßt.
Die Gehäuseteile (dort 72,73) haben in diesem Stand der Technik abgesetzte Enden,
um Kräfte, die vom Einschrauben einer Einlaß-Armatur (dort 91) ausgehen
nicht auf die dortige Verdrängerkammer sondern auf den Pumpenkopf (dort 54) zu übertragen.
Jedes des genannten Einlaß- und Auslaß-"Ventilsatzes" besteht aus den genannten Gehäuseteilen
(72,73), um zwischen sich eine Ventilkugel und einen Ventilsitz einzuschließen (vgl.
dort Spalte 5, Zeilen 3 bis 7 und 50 bis 60).
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, die Gleichmäßigkeit des Masseflusses weiter
zu erhöhen, den Pumpwirkungsgrad zu erhöhen und ein Totvolumen im Verdrängersystem
zu minimieren.
[0006] Diese Aufgabe wird von einer Zweikolben-Druckpumpen-Anordnung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Dieselbe Aufgabe findet ihre Lösung auch in einem Montageverfahren gemäß Anspruch
13 für die erwähnte Pumpenanordnung gemäß Anspruch 1 oder 12. Eine weitere Lösung
derselben Aufgabe findet sich im Anspruch 15, der die Anordnung von Anspruch 1 verwendet.
[0007] Bei der Ausführung der Erfindung ergibt sich auch das überraschende Ergebnis, daß
die Seriell-Pumpenanordnung nur noch ein Kleinstmaß an Bauvolumen benötigt. Dieser
Erfolg ergibt sich tragend aus der erfindungsgemäßen Erkenntnis der Zerlegung einer
Seriell-Pumpenanordnung in ihre - mehreren - Funktionseinheiten. Diese Funktionseinheiten
können dann in Sandwich-Bauweise (Anspruch 4) auf engstem Raum zusammengefügt und
gespannt werden. Die Funktionseinheiten sind die blockscheibenartigen Bauelemente.
Sie können auch aus nichtmetallischem Werkstoff bestehen. Sie werden zu dem erfindungsgemäßen
Stapel zusammengesetzt (Anspruch 13). mit dem sich bereits die Seriell-Pumpenanordnung
ergibt. Quer zu der Stapelachse dieser zusammengesetzten blockscheibenartigen Bauelemente
sind die Verdrängerkammern orientiert (Anspruch 1,13); in ihnen laufen die beiden
im Gegentakt arbeitenden Schub- oder Förderkolben (kurz: Kolben). Ergänzend zu der
Stapelbauweise der blockscheibenartigen Bauelemente werden ihre Verdrängerkammern
über Zuströmbohrungen (Einlaß) und Abströmbohrungen (Auslaß) miteinander verbunden,
die ihrerseits parallel zur Stapelachse orientiert sind. Der Saug- und Druckseite
werden Rückschlagventile zugeordnet, die mit ihren peripheren Bauteilen Ausrichthilfen
darstellen und dabei jeweils direkt in den Pumpeneinheiten sitzen.
[0008] Begünstigend für die Anordnungen dieser Rückschlagventil-Patronen ist die Stapelbauweise
der direkt aneinanderliegenden blockscheibenartigen Bauelemente. Es werden demgemäß
also keine Verbindungsleitungen mehr zwischen den Pumpeneinheiten - jedes blockscheibenartiges
Bauelement bildet die Basis einer solchen Pumpeneinheit oder Fördereinheit - mehr
benötigt und das Einlaß- und das Auslaß-Rückschlagventil kann unmittelbar in dem blockscheibenartigen
Bauelement angeordnet sein; dabei muß jeweils nur ein Ventil jedem der blockscheiben-artigen
Bauelemente zugeordnet werden (Anspruch 2). Dies begünstigt einen weiteren erfindungsgemäßen
Erfolg, den der Minimierung des Totvolumens im Verdrängersystem. Für die beiden blockscheibenartigen
Bauelemente kann das verbindende Ventil in Einlaß- und Auslaßventilkonfiguration baugleich
sein. In besonderer Weise kommt der Seriellpumpe mit ihrer unmittelbaren Verbindung
der beiden in Strömungsrichtung seriell zueinander angeordneten Pumpeinheiten (oder:
Verdrängerkammern) der
Wegfall jedweder zwischenliegender Verbindungsleitungen zwischen den Pumpeinheiten zugute. Dadurch reduziert sich die Verbindungs-Leitungslänge
auf nahezu Null und die Ventile können - da sie unmittelbar zwischen den Pumpeinheiten,
bzw. den anderen blockscheibenartigen Bauelementen mit ihren besonderen Funktionen,
angeordnet sind - präziser ansprechen, was wiederum zu verminderter Restpulsation
des Förderstroms führt.
[0009] Weiter unterstützt wird die geringe Pulsation der geförderten - ggf. feindosierten
- Flüssigkeitsmengen im Wege der Gestaltung der Ventile (Anspruch 3); dabei sind Ventil-Kugelführung
und der Kugelstopp direkt in die Verdrängerkammer eingearbeitet.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Gestaltungsvariante der zwischen den blockscheibenartigen
Bauelementen angeordneten Ventileinheiten ist die in Form von Ventilpatronen (Anspruch
6). Solche Patronen enthalten ein oder zwei Kugelventile. Die Ventilpatronen werden
zwischen jeweils zwei aneinandergrenzende blockscheibenartige Bauelemente eingesetzt,
so daß je eine Hälfte der Ventilpatrone in eines der aneinandergrenzenden Bauelemente
eingreift. Mit dieser Ventilpatrone wird nicht nur die ventilbehaftete Förderverbindung
zwischen den Funktionsscheiben begründet, sondern auch eine Zentrierwirkung erreicht,
die es erlaubt, die blockscheibenartigen Bauelemente in der Hochachse zueinander fluchtend
zu stapeln.
[0011] Ventilpatronen bzw. Blindpatronen können zwischen allen im Stapel befindlichen blockscheibenartigen
Bauelementen eingesetzt werden; so zwischen Speicherkopf und Förderkopf, zwischen
Einlaß-Drehventil und Förderkopf bzw zwischen Speicherkopf und Drucksensor-/ Entlüftungsspindelventil-Einheit.
Abhängig von der jeweils gewünschten Funktion kann die Ventilpatrone dann ein oder
zwei Kugelventile aufweisen. Auch ist es möglich, eine Blindpatrone einzusetzen, die
lediglich eine Bohrung als Flüssigkeitskanal besitzt. So kann z.B. die Auslaßseite
des Speicherkopfes eine solche Blindpatrone aufweisen, mit welcher der Speicherkopf
strömungsmäßig verbunden wird mit dem Entlüftungsventil-/ Drucksensor-Modul, das den
vierten Baustein der Seriell-Pumpenanordnung (Einlaßdrehventil, Förderkopf, Speicherkopf
und Auslaßmodul) bildet.
[0012] Ersichtlich ist auch die
schnellere Montierbarkeit (Anspruch 13) der jeweils eine bestimmte Funktion tragenden blockscheibenartigen
Bauelemente, die nur in einen entsprechenden Stapelraum eingebracht werden müssen,
um bereits die grundsätzliche serielle Pumpenanordnung zu erhalten. Sowohl Wartung
als auch Austausch beschädigter Funktionseinheiten wird zielführend begünstigt. Die
erwähnten Zuström- und Abströmbohrungen bzw. die Einlaß- und Auslaßbohrungen in den
blockscheibenartigen Bauelementen können zueinander fluchtend ausgerichtet sein und
liegen fertigungstechnisch besonders günstig im Zentrum (Anspruch 8). Es ergibt sich
so der kürzestmögliche Verbindungsweg zwischen den Verdrängerkammern, was
minimales Totvolumen begründet.
[0013] Die erwähnten Funktionseinheiten sollen noch einmal kurz herausgestellt werden.
(a) Eine Funktionseinheit ist der "Hauptkopf"; dieser bildet die Haupt-Pumpeneinheit
(Anspruch 1).
(b) Eine weitere Funktionseinheit ist der "Speicherkopf"; dieser bildet die Speicher-Pumpeinheit,
die dem Hauptkopf nachgeschaltet ist. In dieser Funktionseinheit kann auch das Auslaßventil
des Hauptkopfes integriert sein, was die Kürze der zwischen Hauptkopf und Speicherkopf
erforderlichen Verbindungskanäle begründet. Dadurch wird im Verdrängersystem schädliches
Totvolumen minimiert, das aufgrund der spezifischen Kompressibilität des gepumpten
Mediums zu Restpulsation des Förderstroms und Pumpwirkungsgradverlusten führt (Anspruch
1).
(c) Eine Funktionseinheit kann Schaltventilfunktion auf der Saugseite haben; diese
Funktionseinheit wird dem Hauptkopf vorgelagert und ermöglicht das Umschalten auf
unterschiedliche Fördermedien (Anspruch 5) oder das Einschleusen saugseitig erzeugter
Flüssigkeitsgradienten (gesteuert variiertes Mischungsverhältnis unterschiedlicher
Flüssigkeiten während einer bestimmten Förderdauer, vgl. Anspruch 4).
(d) Eine Funktionseinheit kann Druckmeß- und gleichzeitig Entlüftungsfunktion haben;
diese Funktionseinheit wird dem Speicherkopf nachgeschaltet. Sie bildet in einfachster
Ausgestaltung des Auslegungskonzeptes das hochdruckseitige Ende der gesamten Seriell-Hochdruckpumpen-Anordnung
und bietet die Möglichkeit, den erreichten Systemdruck durch Auflenken des Förderstroms
auf einen eingebauten Druckaufnehmer zu messen (Anspruch 7).
[0014] Zur Aufnahme der Kräfte, die durch die hydraulische Beaufschlagung entstehen, und
ebenso für die interne und externe Abdichtung des gesamten Verdrängersystems ist eine
mechanische Entlastung bzw. Verspannung der Einzelelemente vorgesehen. Diese kann
so bewirkt werden, daß die sandwichartig gestapelten Blockscheiben-Bauelemente zwischen
den Schenkeln eines Jochkörpers oder in einer gemeinsamen Bohrung eines Gehäuseblocks
angeordnet und unter Einfügen entsprechender peripherer Dichtelemente verspannt werden
(Anspruch 9).
[0015] Sind die blockscheibenartigen Bauelemente zylindrisch gestaltet und bilden sie demnach
in sandwichartig gestapelter Weise eine zylindrische Seriell-Hochdruckpumpe, so können
die einzelnen Blockscheiben jeweils eine umfängliche Abflachung aufweisen, an die
eine Kolbenführung abdichtend ansetzbar ist, in welcher die quer zur Stapelachse bewegten
Förderkolben laufen (Anspruch 10); eine solche Führungs kann aus einer Metallhülse
(Edelstahl oder Titan) mit zwei Führungsringen aus keramischem Werkstoff bestehen,
die axial beabstandet sind (Anspruch 11). Zwischen den Führungsringen wird so eine
Spülkammer gebildet, deren diskontinuierlich oder kontinuierlich erneuerter Vorrat
an Spülflüssigkeit (Wasser) verhindert, daß sich beim Pumpen von Pufferlössungen Salzkristalle
ausbilden, die auf die Kolbendichtung abrasiv wirken. Auch kann außerhalb der Führungsringe
je ein peripheres Dichtelement angeordnet sein, das den Spülraum dichtet. Die Keramik-Führungsringe
können mit ihrer Kolben-Führungsbohrung fluchtend zueinander in der Hülse eingeschrumpft
sein. Die Spülkammer wird durch Kapillarrohr-Zuleitungen und -Ableitungen mit Flüssigkeit
versorgt.
[0016] Weiterer Ausdruck des grundsätzlich veränderten Aufbaus der Seriell-Hochdruckpumpe
mit den beiden Pumpeinheiten - Hauptkopf und Speicherkopf - ist das Montageverfahren
für eine solche Pumpenanordnung (Anspruch 13). Dabei tritt deutlich zutage, daß die
Funktionseinheiten in einem Stapelraum aneinandergefügt werden, wo sie (zunächst)
axial leicht verrückbar, jedoch radial unverrückbar fixiert sind. Die axiale Fixierung
oder Verspannung wird (anschließend) mit einer Spannvorrichtung ausgeführt; sie begründet
dann den insgesamt funktionstauglichen Bestand der aus Funktionseinheiten zusammengesetzten
Seriell-Hochdruckpumpe (Anspruch 1,12). Ersichtlich ist die sich daraus ergebende
einfache Zusammenbaubarkeit und Zerlegbarkeit, die einfache
Demontagemöglichkeit des Systems. sowie die Eröffnung der Möglichkeit einer miniaturisierten Bauweise.
[0017] Die Funktionseinheiten können im wesentlichen zylindrisch gestaltet sein; hierdurch
wird die Fertigung und Paarung der Teile vereinfacht. In spezieller Auslegung kann
das Auslaßventil am Hauptkopf in diese Funktionseinheit direkt integriert oder (teilweise)
in den nachgeordneten Speicherkopf verlagert werden. Die Ventile können auf Kugelventilen
beruhen; die zugehörigen Schließkugeln können bei der Sandwichanordnung der einzelnen
Funktionseinheiten am jeweils erforderlichen Ort eingefügt werden. Zusätzliche Befestigungen
oder Halterungen für die direkt integrierten Ventil entfallen, nur die Ventilkugel
erhält einen Sitz, der nach Einbringen in die anintegrierte Kugelstopp/Kugelführungsbohrung
in die Ventilkammer eingeschoben wird. Zusätzlich kann eine - abdichtende - Flanschdichtung
auf den Sitz aufgelegt werden. Die erwähnte Dichtung ist dann hilfreich beim insbesondere
radialen Ausrichten des Stapels.
[0018] Hervorzuheben ist auch die mehrkanalige Kugelführungsbohrung, die eine direkte Einarbeitung
des Ventils in das Blockscheiben-Bauteil ermöglicht, ohne daß gesonderte Einzelteile,
wie Kugelführungen und Kugelstopps, einzufügen sind. Das Ventil umfaßt dadurch weniger
Peripherieteile.
[0019] Sowohl für den Haupt- als auch für den Speicherkopf kann der Einsatz nur einer (baugleichen)
Verdrängerkammereinheit vorgesehen sein. Dies mit dem Ziel, eine Pumpen-Anordnung
(Anspruch 1,12) rationell zu fertigen. In der Verdrängereinheit ist eine Verdrängerraumbohrung
mit Kolbendichtung vorgesehen und hierzu querliegende Stichbohrungen mit einlaßseitig
angeordnetem Ventil. Die beschriebene Einheit kann zu funktionsmäßig erweiterter Verwendung
modifiziert sein.
[0020] Für die Gleichmäßigkeit des Förderstroms ist auch von Bedeutung, den
Antrieb der Förderkolben zu beachten (Anspruch 18). Um nicht den überraschenden Erfolg, daß die Seriell-Hochdruckpumpe
(Anspruch 1, Anspruch 12) nur noch ein Kleinstmaß an Bauvolumen benötigt, wieder zunichte
zu machen, sollte der Antrieb sowohl der Gleichmäßigkeit des Förderstroms dienen,
als auch ein Mindestmaß an Raum beanspruchen. Anderenfalls würde die nun besonders
klein herstellbare Seriell-Pumpe durch eine übergroße Antriebs-Einheit belastet werden.
Dazu kann ein Z-förmiger Antriebskolben dienen (Anspruch 18). Der Z-Antriebskolben
weist dabei einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel auf, die im wesentlichen
parallel zueinander ausgerichtet sind. Auf den ersten Schenkel wirkt mittelbar eine
drehbare Kurvenscheibe. Diese Kraftübertragung erlaubt es, daß der Z-Antriebskolben
- geführt an zwei beabstandeten Führungsstangen - hubbewegt werden kann. Weil zwei
Führungslager vorgesehen sind, die auf den beiden ortsfesten Führungsstangen gleiten,
wird eine hochgenaue Parallelverschiebung des Z-Antriebskolbens erreicht. Ein zusätzlicher
Kipp- und Verdrehungsschutz wird entbehrlich. Der Z-Antriebskolben begründet neben
Raumersparnis und der Unterstützung der Gleichmäßigkeit des Förderstroms durch weitgehendes
Ausschalten von Systemelastizität letztlich auch die einfache Montage und Justage
dieses Antriebs.
[0021] Die beiden erwähnten Schenkel können über einen Zwischenschenkel verbunden sein.
Das ändert nichts daran, daß die beiden Schenkel mechanisch starr in Verbindung stehen,
denn auch der Zwischenschenkel verbindet diese beiden Schenkel mechanisch starr, während
er im wesentlichen senkrecht zu den beiden zuerst genannten Schenkeln ausgerichtet
ist.
[0022] Die Kurvenscheibe, mittels welcher die Antriebsleistung auf den Z-Antriebskolben
übertragen wird, kann über eine drehbare Rolle (mittelbar) auf den ersten Schenkel
einwirken; eine Druck- oder Zugfeder dienen zur Erzeugung des Saughubes durch Entfalten
einer Gegenlast am ersten Schenkel, so daß der Kraftschluß zwischen Rolle und Kurvenscheibe
stets gewahrt bleibt. Bei Einsatz einer Zugfeder, greift diese an derjenigen Seite
des ersten Schenkels an, auf den die Rolle nicht einwirkt.
[0023] Werden die beiden ortsfesten Führungsstangen beidseitig des Krafteinlenkungspunktes
des unteren Schenkels angeordnet, so ergibt sich eine symmetrische Auslegung, die
eine besonders saubere Hubbewegung des Z-Antriebskolbens erlaubt. Eine weitere Erhöhung
der Genauigkeit der Hubbewegung und der Ausschluß jeder Kipp- und Verdrehungsbewegung
wird dann erreicht, wenn die eine Führungsstange durch den Zwischenschenkel hindurch
verläuft und dieser Zwischenschenkel zwei Lager trägt, die das Gleiten auf der Führungsstange
erlauben.
[0024] Sowohl der Schubkolben des Hauptkopfes als auch der des Speicherkopfes für die Seriell-Pumpen-Anordnung
werden von einem Antriebskolben der beschriebenen Art hubbewegt. Zur - bezogen auf
die Ausrichtung in der Kolbendichtung - seitenlastfreien Hubbewegung werden diese
Kolben in einer Hülse aus Edelstahl oder Titan mit zwei beabstandeten Keramikringen
als eigentliche Führungselemente gelagert (Anspruch 11).
[0025] Damit die Kolbenführung genau fluchtend und mit einer Kraft an die den Hauptkopf
und den Speicherkopf bildenden blockscheibenartigen Bauelemente gedrückt wird, die
ein Nachgeben unter dem Einfluß der Kräfte, die im Pumpbetrieb auf die Kolbendichtung
wirken, sicher ausschließen, wird eine besondere Zuspannvorrichtung verwendet (Anspruch
14). Eine solche Zuspannvorrichtung kann beispielsweise eine Schraubverbindung sein,
mit der die Kolbenführungshülse gegen eine Planfläche am Ende der Verdrängerraumbohrung
des betreffenden blockscheibenartigen Bauelementes gepreßt wird. Dazu bedarf es einer
Lagerung, die ausgerichtet auf die Kolbendichtung der Führungshülse seitenlastfrei
führt. Als eine - auch fertigungstechnisch einfache - Lösung wird vorgeschlagen, eine
Zuspannvorrichtung einzusetzen, die einen der Form nach am Gehäusekörper der Seriell-Pumpe
leicht zu führenden langgestreckten Rumpf und eine quer zu dessen Längsachse abstehende
Gabel als Zughaken aufweist (Anspruch 14).
[0026] Am einen Ende des langgestreckten Rumpfes ist die Spanneinrichtung vorgesehen, die
eine in ein Schraubgewinde im Rumpf eingreifende Schraube sein kann, die ihrerseits
am Gehäusekörper der Seriell-Pumpenanordnung gehalten wird. Mit dieser Spanneinrichtung
wird der aus Gabelschuh und Rumpf gebildete L-Spannhaken zum Förderkolben parallel
verschieblich. Eine sehr genaue Parallelverschiebung des L-Spannhaken wird durch zwei
Anlager erreicht, die am Rumpf angebracht und gegeneinander versetzt sind; der Versatz
der Anlager gegeneinander kann dabei sowohl gegenüber einer Längsachse als auch gegenüber
einer Querachse des Rumpfes vorgesehen sein.
[0027] Infolge der Ausformung eines Widerlagers durch eine vom Rumpfteil vorstehende Gabel
entsteht eine Durchgangsnut, in der sich der Förderkolben bewegen kann. Auf diese
Weise wird ein Höchstmaß an Zugänglichkeit erreicht. In die Gabel des L-Spannhakens
kann auch noch nach dem Zusammenbau der Blockscheiben mit den Kolben-Führungshülsen
der darin laufende Förderkolben eingeschwenkt und die Führungshülse unter stirnseitigem
Angriff mittels der Spanneinrichtung gegen die Blockscheibe gepreßt bzw. nachgezogen
werden. In gleicher Weise - jedoch in umgekehrter Reihenfolge - verläuft der Ausbau
der Kolben-Führungshülse von den blockscheibenartigen Verdrängerkammern im Sandwich-Stapel;
der Kolben wird dabei vollständig herausgefahren und mitsamt der Führungshülse nach
ausreichendem Lösen des L-Spannhakens aus dem Gabelschuh-Widerlager gezogen und damit
von den blockscheibenartigen Bauelementen entfernt. Aufgrund der erreichten guten
Zugänglichkeit ergibt sich ein besonders wartungsfreundlicher Aufbau. Gleichzeitig
ist dieser Spannhaken besonders einfach zu verstellen, denn er kann durch Drehen an
der stets zugänglichen Spanneinrichtung jederzeit nachjustiert werden.
[0028] Eines der erwähnten Anlager des L-Spannhakens kann als Querstift ausgeführt sein,
der im Übergangsbereich zwischen Rumpf und Gabelschuh angeordnet ist und an beiden
Seiten des langgestreckten Rumpfes übersteht. Mit dem beidseitig überstehenden Querstift
- der auch zweigeteilt sein kann - liegt der Spannhaken dann auf den seitlichen Schultern
einer Führungsnut an einem Befestigungsflansch des Gehäusekörpers, in welche der langgestreckte
Rumpf des Spannhakens selbst mit ausreichendem Bewegungsspiel eingepaßt ist.
[0029] Besonders geeignet ist der L-Spannhaken (Anspruch 14) in Verbindung mit dem beschriebenen
Z-Antrieb (Anspruch 18), wobei der L-Spannhaken zwischen Z-Antriebskolben und den
funktionstragenden Blockscheiben der Seriell-Pumpenanordnung (Anspruch 1,12) angeordnet
wird. In Kombination fördern sie beide - der Z-Antriebskolben und der L-Spannhaken
- eine insgesamt miniaturisierte Bauweise. Daneben wird durch den aufgebrachten Anpreßdruck
der Spannhaken die Kolben-Führungshülse so stark gegen die funktionstragenden Blockscheiben
gepreßt, daß unter Vermeidung elastischen Arbeitens die auf die Kolbendichtungen wirkenden
beträchtlichen hydraulischen Kräfte während des Förderhubes zuverlässig aufgenommen
werden (Vermeidung von Systemelastizität zum Erhalt eines möglichst hohen Pumpwirkungsgrades).
[0030] Zur optimalen Kraftbeaufschlagung der Kolbenführungshülse durch den L-Spannhaken
ist an der freien Stirnfläche ein Beilagring vorgesehen, der zusätzlich als Stützring
für eine sekundäre Kolbendichtung dient, die für eine dynamische Abdichtung des Spülraums
in der Führungshülse eingebaut ist.
[0031] Das vorstehend in Einzeldarstellung beschriebene Konzept der Sandwich-Bauweise für
eine Seriell-Pumpenanordnung kann in Erweiterung durch ergänzende funktionelle Untereinheiten
Grundlage bilden für unterschiedliche Kompakt-Analysensysteme, die auf der Feindosierung
von Flüssigkeiten zur Substanztrennung oder für chemische Nachweisreaktionen beruhen
(Anspruch 15). Verwendet werden dabei Einheiten gemäß den Ansprüchen 1 bis 12.
[0032] Fußend auf dem Konzept der Stapelanordnung der Funktionseinheiten des Verdrängersystems
einer Seriell-Pumpenanordnung (Anspruch 1) wird vorgeschlagen, durch unmittelbare
Angliederung einer Probenaufgabe-, Trennsäulen- und Detektorzellen-Blockscheibe den
gesamten Naßteil eines dann sogar bequem tragbaren, sehr klein bauenden HPLC-Analysensystems
zu erstellen (Anspruch 15).
[0033] Es ist vorgesehen, daß die ergänzenden Funktionsbausteine ebenfalls ohne eigene (das
Trennergebnis an bestimmter Stelle, an der Verbindung von Trennsäule und Detektorzelle.
nachträglich verschlechternde) Leitungsverbindungen für das Eluens aneinanderzufügen
(Anspruch 16). Um Kongruenz auch hinsichtlich der Bauform der (HPLC) Trennsäule zu
erzielen, die üblicherweise die Gestalt eines geraden Rohres aufweist, wird deren
Ausbildung als Säulenbündel mit Packung in mehreren Parallelen eines Grundkörpers,
der mittels endständiger, über zick-zack-förmige Feinbohrungen Quer- und Durchgangsverbindungen
schaffender Plattenelemente eine in sich geschlossene Einheit bildet, oder als ebenfalls
planer Trennsäulenbaustein, mit Packung in Mäander- oder Spiralform vorgeschlagen.
[0034] Zwischen der Seriell-Pumpenanordnung und dem ergänzenden Trennsäulen-Sandwich-Baustein
wird ein Probenschleifenventil-Sandwich-Baustein zum Einschleusen der zu analysierenden
Probe eingebaut. Direkt am Ausgang des Trennsäulen-Bausteins wird die (vom Detektor
abgekoppelte) Meßzelle zum Substanznachweis angeflanscht. Gegenenfalls ist die Verbindung
zwischen Meßzelle und Meßelektronik über Lichtleiter zu erstellen.
[0035] Hinsichtlich der Sandwich-Bauweise der Seriell-Pumpenanordnung wird auf die Ansprüche
1 bis 12 verwiesen. Sie erzeugt den Eluens-Förderstrom, der die Entlüftungsventil-/
Drucksensor-Funktionseinheit verläßt und hinsichtlich seiner chemischen Zusammensetzung
durch die Versorgung über die Einlaß-Funktionseinheit (Verbindung zu unterschiedlichen
Vorratsgefäßen über Mehrwege-Schieberventil) bestimmt.
[0036] Das Einlaßmodul kann ein Niederdruck-Gradientenformer sein (Anspruch 17), der dafür
sorgt, daß sich im Saugstrom das Mischungsverhältnis parallel eingespeister Flüssigkeiten
nach einem festgelegten Programm zeitabhängig verändert.
[0037] Die Pumpenanordnung gemäß Anspruch 1 erlaubt bei höherem Druck als dem Außendruck
die Abgabe genau festgelegter Dosiermengen von Flüssigkeit. Die genaue Dosierung ist
dabei auch reproduzierbar.
[0038] Ausführungsbeispiele sollen das Verständnis der Erfindung vertiefen.
[0039] Fig. 1 zeigt eine Seriell-Pumpenanordnung in Sandwich-Bauweise, bei der die Funktionsträger
4,5,6,7 in einem Stapelraum bzw. zu einem Stapel 3 zusammengefügt sind und dieser
zwischen zwei Schenkeln 2a,2b eines U-Profils 2 in axialer Richtung gehalten wird.
[0040] Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Schnitt der Seriell-Pumpenanordnung, die hier durch vier
gestapelte Funktionseinheiten, wovon zwei Fördereinheiten sind, gebildet wird.
[0041] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch einen Z-förmigen Antriebskolben für die Seriell-Pumpenanordnung
gemäß den Figuren 1 und 2, der besonders raumsparend ist und eine kinematisch hochgenaue
Hubbewegung des Förderkolbens bewirkt.
[0042] Fig. 4 und 4a zeigt einen Spannhaken 70,71 zur Halterung der als Hülsen ausgebildeten Führungen
15,16 an den Blockscheiben-Funktionseinheiten 4,5, die in Stapelbausweise ("Sandwich")
angeordnet sind; wobei die Fig. 4a eine Aufsicht auf die Rückseite des Förderkolbens
16,17 (Aufsicht auf die Förderkolben-Achsen 28,29) und die Fig. 4 einen Querschnitt
durch den Z-Antriebskolben 51, den Spannhaken 70,71 und die Verdrängerkammer 4 oder
5 darstellt.
[0043] Fig. 5 zeigt dieselbe Schnittdarstellung wie die Fig. 1 und 2, allerdings mit veränderter
Ventil-Anordnung, bei sonst unveränderter Gestaltung.
Fig. 5a und 5b zeigen Ventil-Patronen 80,81 in Bestückung mit einem oder zwei Kugelventilen. Diese
Patronen und auch eine zusätzlich gezeigte Blindpatrone 82 werden zwischen den Funktionsscheiben
6,5 und 4 bzw 4 und 7 gemäß Figur 5 angeordnet. Alle Patronen sorgen für eine Zentrierung
der Blockscheiben und im Falle der Ventilpatronen für eine Steuerung des Förderstroms.
[0044] Fig. 6 zeigt einen Stapel von Funktionseinheiten, bei dem ein Einlaß-Modul 6, die seriell
miteinander arbeitenden Verdrängerkammern 4,5, ein Auslaßmodul mit Drucksensor und
Entlüftungsventil 7, ein Probenaufgabeventil 100, eine Trennsäule 200 mit mäanderförmiger
Packung und eine Detektormeßzelle 300 zu einem Gesamtstapel kombiniert sind und derart
den vollständigen Naßteil eines miniaturisierten HPLC-Analysensystems bilden.
[0045] Fig. 7 veranschaulicht mit einer Explosionszeichnung mehrere der zuvor beschriebenen Bauelemente
zu einer Seriell-Pumpeneinheit. Mit A ist dabei eine der beschriebenen Ventilpatronen
80 mit ihren Einzelteilen vergrößert dargestellt. Einer der Förderkolben 17 ist eingebaut,
der andere Förderkolben 18 ist als Einzelteil mit dem L-Spannhaken 70,71 in nicht
montiertem Zustand gezeigt.
[0046] Die Funktionsträger 4 und 5 sind in Figur 1 und 2 im Schnitt und in Figur 7 in Explosionsdarstellung
erläutert. Die Verdrängerraumbohrung im Funktionsträger 4,5 erweitert sich gemäß Figur
7 am äußeren Ende zu einer Nut zur Aufnahme der Kolbendichtung 34 (z.B. Mantel aus
PTFE mit Edelstahlfeder zur Vorspannung der Dichtlippe), deren Rücken auch für die
statische Abdichtung der in der Kolbenführungshülse 16 vorgelegten Spülflüssigkeit
sorgt. Zur dynamischen (drucklosen) Abdichtung am anderen Ende der Führungshülse 16
dient eine sekundäre Kolbendichtung 33, die durch den in die Führungshülse greifenden
Bund eines Beilageringes Z gestützt wird. Die freibleibende Stirnfläche dieses Ringes
bildet das Gegenlager für Spannhaken 71. Damit mittels des Gabelschuhs 71c an diesem
Haken durch Festziehen der Spannschraube entfaltete Zugkräfte seitenlastfrei genau
parallel zur Achse des (Keramik)-Förderkolbens 18 eingeleitet werden, ist die Kontaktfläche
des Beilageringes 7 ballig gehalten. Um ein insgesamt genaues Fluchten des Förderkolbens
18 in der Verdrängungsbohrung relativ zur zugehörigen Kolbendichtung 34 zu gewährleisten,
sind die zueinander gepaarten Flächen von Verdrängerkammer 4,5 und Kolbenführungshülse
16,15 hinsichtlich ihres maximal zulässigen Planschlags bezogen auf die Achse der
Kolbenbohrung genau spezifiziert. Im weiteren gilt dies sinngemäß auch in bezug auf
die Konzentrizität der beiden, als Führung 15,16 für die Kolben in der Hülse 30 fixierten
Keramik-Ringe 31,32. Diese Ringe sind zum Erreichen gewünschter Zweipunktlagerung
beabstandet. Durch die Beabstandung der Ringe entsteht in der Hülse 30 der Kolbenführung
16,15 eine Kammer, die über Anschlüsse eine Hinterspülung der Kolbendichtung 34 in
der Verdrängerkammer 4,5 erlaubt. Erreicht wird eine Verhinderung des Entstehens von
Dichtungs-Verschleiß fördernden Salzkristallen beim Fördern von Pufferlösungen.
[0047] Um auch unter Last auslenkungsfreie (Bewegungsachse parallel zur Hubachse des Förderkolbens)
Führung des Spannhakens 71 zu gewährleisten, wird dieser in horizontaler Richtung
in einer Paßnut des Gehäuses 99 der Verdrängereinheit geführt, und in vertikaler Richtung
kippfrei über einen Stützwulst 73a und einem dazu maximal beabstandeten, beidseitig
überkragenden Querschnitt 74a gelagert. Dabei kommt der Stützwulst 73a auf der Grundfläche
der erwähnten Führungsnut, und der Querstift auf der maßlich zur Referenzachse genau
tolerierten Frontfläche 74b des betreffenden Befestigungsflansches (rechts) am Gehäuse
99 der Verdrängereinheit zur Auflage. Die Seitenfläche des gegenüberliegenden Befestigungsflansches
(links) ist das Widerlager für die Schraube 72b, die ein Festziehen des Spannhakens
bewirkt, wobei diese in eine Gewindebohrung an dessen stützwulstseitiger Stirnfläche
eingreift. Die Aussparung im Gabelschuh 71c des Spannhakens 71c, der die Kolbenführungshülse
15,16 beaufschlagt, ist so bemessen, daß darin der Förderkolben 18 berührungsfrei
läuft.
[0048] Die Hubbewegung des Förderkolbens 18 bewirkt ein (an drei Punkten gelagerter) Z-förmiger
Antriebskolben 51, der am frontseitigen Schenkel 51b ein mit zwei L-Haltestegen und
einer zentralen Aussparung für den Förderkolbenflansch versehenes Kupplungsstück 77
trägt, das als Kontaktelement für das ballig gestaltete Förderkolbenende eine Keramikscheibe
77a aufweist. Zur in radialer Richtung frei schwimmenden, in axialer Richtung jedoch
vollständig unnachgiebigen Kupplung des Antriebskolbens 51 und des Förderkolbens 18
dient eine Steckfeder 76, deren mittig gekröpfte Schenkel nach dem Einrasten im Kupplungsstück
77 gegen den Flanschring am Kolben drücken.
[0049] Jeder der Verdrängerkammern 4,5 ist einlaßseitig eine (baugleiche und eingebaut gleichsinnig
ausgerichtete) Ventilpatrone 80 zugeordnet. Die Ventilpatrone am Hauptkopf 5 (Einlaßventil)
greift mit der einen Hälfte ihrer Länge in das Einlaß-Modul 6 (mit Zweiweg-Drehventil
oder Niederdruck-Gradientenformer), und mit der anderen in die Aufnahmebohrung am
Kopf selbst. Die zweite Ventilpatrone (Auslaßventil) bildet entsprechend beschriebener
übergreifender Einbauart das Verbindungsglied zwischen dem Hauptkopf 5 und dem nachgeordneten
Speicherkopf 4 (Seriell-Hochdruckpumpenanordnung). Die Aufnahmebohrung für die Ventilpatronen
münden über feine Stichbohrung in den Verdrängerraumbohrungen (T-Profil-Penetration).
Um für Hauptkopf 5 und Speicherkopf 4 eine baugleiche Konfiguration einsetzen zu können,
schafft nach je zur Hälfte übergreifender Einbauart eine Blindpatrone 82 mit einfacher
Zentralbohrung die hydraulische Verbindung zwischen Speicherkopf 4 und Auslaßmodul
7, dem dadurch Doppelfunktion zukommt, als es mit einem Druckfühler 10 zur Überwachung
des Förderdruckes und einem Spindelventil 12 ausgerüstet ist, das bei manueller Betätigung
die Entlüftung des Verdrängersystems ermöglicht. Die periphere Abdichtung an allen
Übergangsstellen des gesamten Flüssigkeitsweges durch das Verdrängersystem geschieht
mit Hilfe von Flansch-Dichtringen aus chemisch inertem Kunststoff an beiden Stirnflächen
der Ventilpatronen 80. Die zur Abdichtung erforderliche mechanische Vorspannung über
die gesamte Sandwichanordnung bewirkt eine Spannschraube 98a im Deckelelement 98,
dessen Flanschstege in Nuten im Gehäusekörper 99a einrasten. Als Auflager wirkt das
ebenfalls in Gehäusenuten 99b über einen Montageflansch fixierte Einlaßmodul 6.
[0050] Der Z-Antriebskolben 51 in
Figur 3 unterstützt in Kombination mit der über ein Getriebe mit dem Motor 60 verbundenen
Kurvenwelle 50 die Vorteile der in Stapelbauweise ausgeführten Verdrängereinheit der
Seriell-Pumpenanordnung 1; die Kopplung des Antriebes 50,51,60 mit der Verdrängereinheit
1,3 erfolgt an den Förderkolben 17,18; dabei ragt die Stapelachse 27 der Pumpenanordnung
1 aus der Papierebene, während die Hubbewegung des Z-Antriebskolbens 51 - der drei
gegeneinander um jeweils 90° versetzte Schenkel 51a,51b,51c aufweist - des Antriebes
in Papierebene erfolgt. Die Hubbewegung des Z-Antriebskolbens erfolgt längs zweier
Führungsstangen oder -schienen 52a,52b. Auf ihnen laufen Axiallager 53a,53b,53c; das
eine Lager 53b ist im äußeren Bereich (außen) des einen Schenkels 51b (kurvenscheibenseitiger
Querschenkel) angeordnet und auf der einen der beiden Führungsstangen 52a,52b gelagert.
Der zum kurvenscheibenseitigen Querschenkel 51b parallele (pumpenseitige) Querschenkel
51a stellt mit seinem freien Ende den Kontakt mit dem Förderkolben her. An der Übergangsstelle
bewirkt eine Steckfeder eine freischwimmende Lagerung des Förderkolbens, d.h. das
selbständige radiale Ausrichten beim Montage des Kolbens parallel zur Achse der Dichtung
bzw. der Kolbenführungshülse. Die freischwimmende Lagerung gewährleistet eine seitenlastfreie
Anbindung des Förderkolbens an den Z-Antriebskolben und erleichtert zugleich das Anflanschen
der Verdrängereinheit 1 am Antriebsblock. Die beschriebene Auslegungskonfiguration
ist für Haupt- und Speicherkolben gleich.
[0051] Zwischen den beiden Führungsstangen 52a,52b - vorteilhafterweise mittig - greifen
am kurvenscheibenseitigen Querschenkel 51b entgegengerichtete Kräfte an; In der einen
Richtung wird die Antriebskraft über eine Kurvenscheibe 50 und eine Rolle 55 auf den
kurvenscheibenseitigen Querschenkel 51b übertragen, in der anderen Richtung wirkt
die Kraft einer Druckfeder 54, die unter Überwindung der Reibungskraft der Kolbendichtung
dafür sorgt, daß der Kraftschluß zwischen Rolle 55 am Z-Antriebshebel 51 und der Antriebskurvenscheibe
50 während der gesamten Hubbewegung erhalten bleibt.
[0052] Die (unterschiedlichen) Kurvenscheibenprofile für die Kolben der beiden in Serie
zueinander arbeitenden Verdränger-Funktionseinheiten 4,5 sind für minimale Restpulsation
des Förderstroms infolge der Kompressibilität geförderter Flüssigkeit bei bestimmten
Betriebsbedingungen ausgelegt. Ein Elektromotor 60 treibt über ein - nicht dargestelltes
- Getriebe die Kurvenscheibe (-welle) an. Über seine Drehzahlregelung wird die Förderrate
variiert.
[0053] Das Konzept die Rückholfeder 54 dem Querschenkel 51a des Z-Antriebskolbens 51 zuzuordnen
und die Wahl einer Steckfeder 76 für die Kopplung des Antriebskolbens und des Förderkolbens
am gegenüberliegenden Schenkel 51a eröffnet die Möglichkeit des Gesamtsystems außerordentlich
klein, aber zugleich mechanisch ausreichend steif zu bauen. Zugleich erleichtert sich
die Montage.
[0054] Die beschriebene Dreipunktlagerung 53a,53b,53c des Z-Antriebskolbens 51 auf den beiden
Führungsstangen 52a,52b gewährleistet eine genauestens geführte Hubbewegung. Sie macht
zudem übliche zusätzliche Vorrichtungen für einen Verdrehungs-(Kipp-)schutz überflüssig.
[0055] Die Antriebselemente 50,51,55 können Teil eines Antriebsblocks sein, in dem sich
die ortsfeste Anbringung der Führungsstangen 52a,52b unschwer bewerkstelligen läßt.
Dabei besteht die Möglichkeit den Elektromotor zur besseren Verlustwärmeabführung
außen anzubringen.
[0056] Durch eine Ausschlitzung an der Frontseite des Antriebsblocks kragen dann mitsamt
den Kupplungsstücken für die Steckfedern die beiden Antriebsschenkel 51a zu den Förderkolben
des Hauptkopfes 5 und des Speicherkopfes 4.
[0057] Die gesamte Verdrängereinheit der Seriell-Pumpenanordnung 1 die außer mit den Pumpenkammern
5,4 mitsamt der zugehörigen Kolben und Kolbenführungshülsen auch mit einem Einlaßmodul
(Drehventil/Niederdruck-Gardienten-Ventilsystem) und mit einem Auslaßmodul (Drucksensor/Entlüftungsventil)
bestückt ist, muß in diesem Fall nur noch als in sich geschlossene Baugruppe am Antriebsblock
angeflanscht und nachfolgend die Förderkolben mittels der Steckfedern mit den Antriebskolben
gekoppelt werden.
[0058] Fig. 4 zeigt die Spannvorrichtung 70 zu den Kolbenführungshülsen 15,16 in denen die
Förderkolben 17,18 der Seriell-Pumpeneinheit in Verbindung mit dem Hauptkopf 5 bzw.
dem Speicherkopf 4 gleitet. Diese Hülsen erlauben zur Verhinderung der Bildung von
Salzkristallen beim Fördern von Pufferlösungen über Anschlüsse eine kontinuierliche
oder diskontinuierliche Hinterspülung der Kolbendichtungen im Hauptkopf 5 und im Speicherkopf
4.
[0059] Der Spannhaken 70 drückt über einen Beilagring 7 auf die Kolbenführungshülse 15.
Dieser Beilagring dient zugleich als Stützring für eine vorgeordnete sekundäre Kolbendichtung,
die für die dynamische Abdichtung des Spülraums in der Kolbenführung 15 nach außen
hin sorgt.
[0060] Der Förderkolben 17 ragt durch die Kolbenführungshülse 15 fluchtend zur Kolbendichtung
in die Verdrängerkammer des Hauptkopfes 5 bzw. des Speicherkopfes 4 (Flüssigkeitsförderung-Funktion
nach dem Seriell-Pumpenprinzip). Die Stapelachse versteht sich als aus der Papierebene
herausragend.
[0061] Oberhalb des Spannhakens 70,71 ist schematisch der Z-Antriebskolben 51 dargestellt,
der mit dem äußeren Ende des Förderkolbens 17 nach dem Steckfedern-Prinzip verbunden
ist. Die dadurch erreichte freischwimmende Lagerung an der Kopplungsstelle gewährleistet
eine seitenlastfreie Führung des Förderkolbens bezogen auf die Montagelage der Kolbendichtung.
[0062] Fig. 4a zeigt die Darstellung der Fig. 4 in stirnseitiger Aufsicht, wobei hier die Förderkolben-Achsen
28,29 (längs der Förderkolben 17,18) aus der Papierebene herausragend zu betrachten
sind.
[0063] Der Spannhaken 70,71 weist einen langgestreckten Rumpf 70 auf, der an einem Ende
in einen überkragenden Gabelschuh 71 übergeht. Der Übergangsbereich kann angeschrägt
oder leicht versetzt sein. Der Gabelschuh 71 bildet - wie aus Fig. 4a hervorgeht -
mit den Zinken 71a,71b eine Nut 71c für einen berührungsfreien Durchgriff des Förderkolbens
17. Mit dem Gabelschuh 71 als Widerlager für den Beilagring 7 wird die Führungshülse
15 an den Funktionsblock 4 (hier ist der Förderkopf dargestellt) angepreßt. Zum Anpressen
wird die Schraube 72b festgezogen, die über ein Gewinde 72a am hinteren Ende des Rumpfes
70 im Spannhaken 70,71 eingreift. Das Festziehen bewirkt ein Verschieben des Spannhakens
70,71 parallel zur Achse 28 der Kolbenführungshülse.
[0064] Zur Lagerung des parallel verschiebbaren Spannhakens 70 sind zwei Auflager 73a,73b
bzw. 74a,74b vorgesehen. Sie sind sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung
des Spannhakens gegeneinander versetzt angeordnet. Das Lager 74a ist als querverlaufender
Stift gestaltet, der im Übergangsbereich zwischen Rumpf 70 und Gabelschuh 71 im Spannhaken
eingepreßt ist. Die dementsprechend beidseitig überstehenden Stiftenden ruhen auf
Schultern einer Führungsnut 75 für den Spannhaken im Hauptkörper des Verdrängersystems.
Das andere Lager wirkt als Gleitlagerung, bei dem ein Auflagewulst 73a aus dem Rumpf
70 des Spannhakens hervorsteht und auf einer Widerlager-Fläche 73b gleiten kann. Der
Auflagepunkt des flächigen Lagers 73a auf der Gleitfläche 73b und die Auflagebereiche
der Stiftenden 74a auf den Schultern 74b der Aufnahme- und Führungsnut 75 sind - quer
zur Achse 28 des Förderkolbens 17 - gegeneinander versetzt. Kräfte, die durch die
hydraulische Beaufschlagung über die Kolbendichtung auf die Kolbenführungshülse 15
wirken, können so nicht zu einem Verdrehen des L-förmigen Spannhakens 70,71 führen,
da beide räumlich versetzte Auflager das entstehende Drehmoment auffangen. Beide Lager
73,74 erlauben dabei ein unnachgiebiges Parallelverschieben des Spannhakens mit hoher
Genauigkeit, die ein feinfühlig zu dosierendes Anpressen der Führungshülse 15 über
den Beilagring 7 am Ausgang der Verdrängerraumbohrung im Funktionsblock 4,5.
[0065] Hinter der Spannanordnung zu der Kolbenführungshülse erfolgt die Hubbewegung des
Z-Antriebskolbens 51. Dessen Hubbewegung, die Längsverschiebung des Spannhakens 70,71
und die Hubbewegung des Förderkolbens 17,18 erfolgen sämtlich parallel zueinander
und quer zur Stapelache 27 der Funktionsbausteine 4,5,6,7.
[0066] Fig. 5 zeigt eine teilweise geschnittene Darstellung, wie sie auch die Fig. 1 und 2 zeigen,
unter schematischer Hervorhebung der Förderkolben 17,18 und des Wesens der Sandwich-Seriell-Pumpenanordnung
6,5,4,7 mit seinen in einem Stapel unmittelbar aneinandergrenzend angeordneten Blockscheiben-Funktionsträgern.
[0067] Quer zur Stapelachse 27 liegen die Achsen 29,28 der Förderkolben und entsprechend
auch die der Verdrängerräume 25,26 im Hauptkopf und Speicherkopf. Die Funktionseinheiten
6,5 sowie 5,4 sind durch Ventilpatronen 80,81 und die Funktionseinheiten 4,7 durch
eine Blindpatrone 83 flüssigkeitsleitend miteinander verbunden. Ventilpatronen und
Blindpatrone sind schematisch in Einbaulage zu einer Ausfräsung 83 im Gehäusekörper
99 für den Sandwich-Stapel mit den Bausteinen 4,5,6,7 ersichtlich gezeichnet.
[0068] Die Ventilpatronen stellen in sich geschlossene Untereinheiten dar, die wahlweise
mit einem oder zwei Kugelventilen 80b,80c,81b bestückt sein können. Eine Blindpatrone
82 mit einer einfachen Durchgangsbohrung erlaubt die Erstellung eines bloßen Verbindungskanals
zwischen zwei entsprechenden Funktionseinheiten. Die unterschiedlichen Patronen sind
geeignet die gegenseitig verspannt aufeinander gestapelten Funktionseinheiten flüssigkeitsdicht
miteinander zu paaren und zueinander auszurichten. Sie kommen mit je zur Hälfte ihrer
Länge in den dafür vorgesehenen zentralen Aufnahmebohrungen in den Funktionselementen
zum Einbau. Bei dem Hauptkopf und dem Speicherkopf münden diese Aufnahmebohrungen
ihrerseits über Stichbohrungen in den Verdrängerraumbohrungen.
[0069] Die Ventilpatrone 80 zeigt die Konfiguration der Doppelbestückung mit einem - für
feinfühligeres Ansprechen der Kugel auch bei extrem kleinen Förderraten - miniaturisiertem
Kugelventil, die Ventilpatrone 81 wiederum zeigt die Konfiguration der Bestückung
mit einem Kugelventil größerer Abmaße.
[0070] Fig. 5a und Fig. 5b zeigen den prinzipiellen Aufbau der Ventilpatronen.
[0071] Die Kugelventile als Basisbauteile bestehen bevorzugtermaßen aus einer Rubinkugel
und einem Saphir/Keramik-Ventilsitz mit speziell angeschliffener Dichtkante. Sie können,
wie gezeigt, in Kombination mit besonderen, maßlich angepassten Kugelstopp/Kugelführungselementen
und peripheren Dichtring aus chemisch beständigen Kunststoffen in Gehäusehülsen (z.B.
aus Edelstahl oder Titan) zu geschlossenen funktionellen Einheiten vervollständigt
sein.
[0072] Auch Fig. 5c zeigt im Querschnitt eine Blind-Ventilpatrone 82 mit zentraler Durchgangsbohrung
82a. Diese Patrone oder Verbindungshülse kann Kupplungselement zwischen Speicherkopf-Funktionseinheit
4 und Entlüftungsventil-/ Drucksensor-Funktionseinheit 7 bilden, zwischen denen kein
Ventil, gleichwohl aber ein ebenfalls im Paßsitz einzubauendes Übergangsstück benötigt
wird.
[0073] Prinzipmäßig zeigt
Fig. 6 ein HPLC-Analysensystem, das vollständig in Stapelbauweise ausgeführt ist. Die bereits
erläuterten Funktionseinheiten 4 bis 7 sind nur schematisch dargestellt, wobei das
Eingangs-Modul beispielsweise der strichliniert dargestellte Niederdruck-Gradientenformer
6a sein kann. An den Gradientenformer schließt sich die erste Ventilpatrone 80 (Einlaßventil)
an, die in den Hauptkopf 5 überleitet, welcher mit dem Förderkolben 17 arbeitet (dessen
Zentralachse 28 dargestellt ist). Es schließt sich in Abströmrichtung eine weitere
Ventilpatrone 81 (Auslaßventil), die den Hauptkopf 5 mit dem Speicherkopf 4 verbindet.
In dem Speicherkopf arbeitet der Förderkolben 18 (dessen Zentralachse 29 dargestellt
ist). Über die Blind-Patrone 82 gelangt der Förderstrom aus dem Verdrängersystem in
das Entlüftungsventil-/ Drucksensor-Modul 7 (Funktionen 10 und 12) und von dort direkt
in die Probeaufgabeventil-Funktionseinheit 100 mit einem Kanal 101 zum Einschleusen
der zu analysierenden Probe in den (Eluens)-Förderstrom. Diese Funktionseinheit kann
auch mit einem automatischen Probeaufgabesystem kombiniert sein.
[0074] Direkt daran gekoppelt folgt die Trennsäule in spezieller, zum Konzept eines Gesamtaufbaus
nach dem Sandwich-Prinzip passender Ausformung. Die Trennsäule ist entweder als Funktionseinheit
aus in einem Block gebündelten kurzen Segmenten aufgebaut, die auf engstem Raum an
den Stirnseiten alternierend miteinander verbunden sind oder beinhaltet Packungen
von mäanderförmiger oder spiraliger Struktur.
[0075] Der (Eluens)-Förderstrom tritt von der Trennsäulen-Funktionseinheit abschließend
direkt in die, von dem das Meßsignal verarbeitenden elektronischen Detektorteil abgekoppelten
Meßzelle zum Substanznachweis. Gezeigt ist die Prinzipdarstellung zu einer optischen
Meßzelle. Infrage kommt z.B. auch in analoger Art der Einfügung die Meßzelle zu einem
elektrochemischen Detektor.
[0076] Auf die beschriebene Weise ergibt sich eine Geräteauslegung, die alle Funktionseinheiten
des Naßteils eines bestimmten HPLC-Anaysensystems in kompakter Anordnung mit geringstem,
das erzielte Trennergebnis zum Teil rückgängig machenden Totvolumen. Zugleich lassen
sich die verschiedenen Funktionseinheiten mechanisch auf einfache Weise miteinander
Haltern.
[0077] Fig. 7 zeigt anhand einer Explosionszeichnung zu einem Implementationsbeispiel des
Konzeptes einer Verdrängereinheit für eine Seriell-Hochdruckpumpe in Stapelbauweise
unter Veranschaulichung des Zusammenbaus der Bestandteile.
[0078] Grundlage bilden die vier Funktionseinheiten 6,5,4 und 7, die in einer gemeinsamen
Aufnahmebohrung in einem vorspringenden Teil des Gehäusekörpers 99 untergebracht sind.
Dadurch, daß die Aufnahmebohrung an mehreren Stellen durch Schlitze und Bohrungen
nach vorn und zu den Seiten hin geöffnet ist, sind die eingesetzten Funktionseinheiten
visuell zugänglich und ihr Ein- und Ausbau erleichtert sich.
[0079] Als Widerlagerbasis für eine gegeneinander flüssigkeitsdichte vorgespannte Halterung
der gestapelten Funktionseinheiten befinden sich am oberen und unteren Rand der Aufnahmebohrung
Einschubnuten für eine Deckeplatte 98 bzw. für einen Flanschring 6a am Einlaßmodul
6. Sowohl dieses Modul als auch die Speicherkopf-Einheit sind mit der zwischenliegenden
Hauptkopf-Funktionseinheit 5 hinsichtlich der Flüssigkeitsleitungswege und um eine
genaue mechanische Ausrichtung zueinander zu bewirken über je eine Ventilpatrone 81
verbunden, die zugleich den Förderstrom im Takt der Hubbewegung des Förderkolbens
im Hauptkopf steuern Einlaß-/Auslaßventil).
[0080] Die Aufnahmebohrungen für die Ventilpatronen sind als Bundbohrungen ausgeführt, die
in weiterleitende englumige Stichbohrungen münden, so in die Verdrängerraumbohrung
25,26 im Hauptkopf und im Speicherkopf.
[0081] Gegen Abflachungen an den Funktions-Einheiten 4 und 5 werden fluchtend zu den darin
befindlichen (Hochdruck)-Kolbendichtungen Führungshülsen 15,16 mit einer Kraft gepresst,
die die hydraulische Beaufschlagung der Kolbendichtungen ohne Nachgeben unter maximalem
Förderdruck kompensiert. Diese wird mittels des Spannhakens 70,71 ausgeführt, der
zum einen mit einem beidseitig überstehenden Stift 74a auf den Schulterrand der Aufnahmenut
im Bereich des Befestigungsflansches des Gehäusekörper ruht, und zum anderen, mit
einem Auflagewulst am gegenüberliegenden Ende gegen den Grund der Aufnahmenut gedrückt
wird, wenn die im losen Zustand gezeigte Spannschraube festgezogen wird, woraus sich
eine Längsverschieblichkeit des Spannhakens genau parallel zur Achse des Antriebskolbens
und des Förderkolbens ergibt.
[0082] Die Förderkolben 18,19 sind sowohl im eingebauten (unter: Hauptkopf 5) als auch in
Einzelteilwidergabe in Umfassung durch die Gabeln 71a,71b des Widerlagerschuhs am
Spannhaken 70,71 dargestellt. Funktionell besehen wird der Kolben ohne Berührung mit
diesem Gabelschuh hubbewegt.
[0083] Hinter der Spannhaken-Anordnung 70,71 ist der Z-förmige Antriebskolben 51 zum Hauptkopf
gezeigt, hinsichtlich des Speicherkopfes 4 mit dem Endstück zum Einrasten der Steckfeder,
die eine axial starre, radial jedoch eine gewisse Auslenkung erlaubend Verbindung
zwischen Antriebskolben 51 und Förderkolben 18 gewährleistet.
[0084] Im Detail ist ferner das bifunktionelle Auslaßmodul 7 mit Drucksensor 10 und Entlüftungsspindelventil
12 sowie das Einlaßmodul auf der Basis eines Zweiwege/Sperrventil gezeigt.
[0085] Aus der Explosionszeichnung ist ersichtlich, daß im Verdrängersystem von unten nach
oben gefördert wird, während alle anderen Bewegungs- und Betätigungsrichtungen, die
der Hubbewegung der Antriebskolben und der Förderkolben sowie der Zugrichtung der
Spannhaken 70,71 zu den Kolbenführungshülsen quer dazu, aber unter sich besehen, wiederum
genau parallel zueinander erfolgen.
[0086] Aus der Darstellung erschließt sich weiterhin die nach Funktion und Handhabung besondere
zweckmäßige Einfachheit des Konzeptes der Sandwich-Bauweise in Bezug auf das Verdrängersystem
einer Seriell-Pumpenanordnung. Dies gilt auch in Bezug auf die vorgeschlagene Auslegung
der zugehörigen Antriebseinheit und den Spannmechanismus zur untereinander flüssigkeitsdichten
Paarung der einzelnen Funktions-Einheiten und hinsichtlich des Aspektes einer miniaturisierten
Bauform.
[0087] Die Hochdruck-Pumpenanordnung gem. Fig. 1 erlaubt es im HPLC-Analysentechnik-üblichen
Druckbereich bis 400 bar mit hoher Reproduzierbarkeit selbst im Mikroliter-Förderratenbereich
bis herunter zu 10 µl/min zu fördern. Die Anordnung eignet sich prinzipiell für jede
Anwendung bei der der Förderdruck über atmosphärischem Druck liegt.
1. Zweikolben-Druckpumpen-Anordnung (1) in Kleinstbauweise für konstanten und kontinuierlichen
Massenfluß
(a) mit zwei - bezüglich des Massenflusses - in Reihe liegenden Pumpeinheiten (4,18,26;5,17,25)
und mit einem saugseitig und einem druckseitig angeordneten Rückschlagventil (40,41,43),
die parallel zu einer Achse (27) ausgerichtet sind;
(b) mit mehreren blockscheibenartigen Bauelementen (4.5,6,7), von denen zwei Bauelemente
(4,5) als die Pumpeinheiten jeweils eine quer zu der Achse (27) orientierte Verdrängerkammer
(25,26) zur jeweiligen Aufnahme eines zugehörigen linear bewegbaren Schubkolbens (17,18)
und parallel zu der Achse (27) verlaufende Zu- und Abströmbohrungen (42,44) aufweisen;
dadurch gekennzeichnet, daß
(c1) die mehreren blockscheibenartigen Bauelemente (4,5,6,7) in Achsrichtung direkt
aneinanderliegend zu einem Stapel (3) zusammengespannt sind, wobei die Achse die Stapelachse
(27) bildet; und
(c2) die Rückschlagventile als Patronen (40,41,43) jeweils direkt in den Pumpeinheiten
(4,5) sitzen.
2. Druckpumpen-Anordnung nach Anspruch 1, bei der jeder der beiden Pumpeinheiten (4,18,26;5,17,25) eines von zwei benötigten Rückschlagventilen
(40,41,43) zugeordnet ist.
3. Druckpumpen-Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Sitz der Rückschlagventile
(40,41,43) als eine an der Verdrängerkammer (25,26) direkt integrierte Ventilkugelstopp/-führung
ausgebildet ist.
4. Druckpumpen-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei der
im Stapel (3) die beiden blockscheibenartigen Bauelemente (5,4), welche die Verdrängerkammern
(25,26) aufweisen, sandwichartig zwischen zwei weitere für ein komplettes Verdrängersystem
notwendige blockscheibenartige Bauelemente (6,7) eingeschlossen sind, denen Einlaß
und Auslaß (13,14;11,12) zugeordnet sind, wobei insbesondere
(a) die Einlaßseite (6,13,14,8,8a) Ventilfunktion - wie mit Umschalt- und Sperrventil
oder mehreren Schieberventilen für saugseitige Niederdruck-Gradientenformung - aufweist;
(b) die Auslaßseite (7,10,11,12) Druckmeß- (10) und Entlüftungsventilfunktion (12)
aufweist.
5. Druckpumpen-Anordnung nach Anspruch 4, bei der
das einlaßseitige blockscheibenartige Bauelement (6) eine zur Stapelachse (27) parallele
Einlaßbohrung (41a) aufweist, die in einem Leitkanal (8a) eines dem einen Stapelende
zugeordneten Rotorventils (8,9) mündet, welches in Abhängigkeit von seiner Schaltstellung
die Einlaßbohrung (41a) mit jeweils einer oder keiner der - in dem gleichen blockscheibenartigen
Bauelement (6) in Umfangsrichtung verteilten und voneinander unabhängigen - winkelförmigen
Versorgungsbohrungen (39) verbindet.
6. Druckpumpen-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei der
(a) zwischen jeweils zwei blockscheibenartigen Bauelementen (4,5,6;7) eine - insbesondere
austauschbare - Ventilpatrone bzw. Blindpatrone (80,81;82) eingesetzt ist, die als
Ventilpatrone Träger eines oder zweier Rückschlagventile (40,81,82) ist;
(b) ein Teil - insbesondere die Hälfte - der Ventilpatrone oder Blindpatrone (80,81;82)
in jeden der zwei aneinandergrenzenden Blockscheiben-Bauelemente (4,5;5,6;6,7) so
eingepaßt ist, daß sich die Förder-Verbindung und die Zentrierung beider aneinandergrenzenden
Blockscheiben über die Patronen (80,81;82) ergibt.
7. Druckpumpen-Anordnung nach Anspruch 4, 5 oder 6,
bei der
(a) das auslaßseitige blockscheibenartige Bauelement (7) eine zur Stapelachse (27)
parallele Auslaßbohrung (24) aufweist, die stirnseitig in eine Druckkammer (45) vor
einem stirnseitig an dem Stapel (3) anschließenden Druckaufnehmer (10) mündet;
(b) wobei die Auslaßbohrung (24) eine seitliche Verzweigung besitzt, die mit dem Spindelelement
eines Entlüftungsventils gepaart ist; und
(c) eine gegenüberliegende Winkelbohrung (46) für die Führung des druckseitigen Förderstroms
vorgesehen ist.
8. Druckpumpen-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der
alle zu der Stapelachse (27) parallelen Bohrungen (38,42,43a,44,24) in allen blockscheibenartigen
Bauelementen (4,5,6,7) fluchten.
9. Druckpumpen-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der
alle im Stapel (3) beteiligten Bauelemente (4 bis 7) zwischen Schenkeln (2a;2b) eines
Jochs (2) oder in einer Aufnahmebohrung eines Gehäuseblocks (99) angeordnet sind und
flüssigkeitsdicht, insbesondere mittels Flanschdichtungen, über eine Druckschraube
zueinander verspannt sind.
10. Druckpumpen-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der
die die Verdrängerkammern (25,26) aufweisenden blockscheibenartigen Bauelemente (4,5)
jeweils eine umfängliche Abflachung (35,38) aufweisen, an die eine Kolbenführung (15,16)
ansetzbar ist.
11. Druckpumpen-Anordnung nach Anspruch 10, bei der
die Kolbenführung (15,16) in einer Hülse (30) aus Edelstahl oder Titan zwei im axialen
Abstand angeordnete, aus keramischem Werkstoff bestehende Kolben-Führungsringe (31,32)
aufweist, die eine Spülkammer (36,37) begrenzen und jeweils außen abgedichtet (33,35)
sind.
12. Druckpumpen-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
die als Hochdruckpumpen-Anordnung ausgebildet ist, wobei die Schubkolben (17,18) als
Förderkolben oszillierend in den als Blockscheiben ausgebildeten Pumpeinheiten (4,5)
bewegbar sind.
13. Montageverfahren für eine serielle Hochdruckpumpen-Anordnung aus chemisch inertem Werkstoff - insbesondere
Saphir - nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
(a) in einem Stapelraum eines Gehäusekörpers (99) mehrere Funktionseinheiten (4,5,6,7)
als Stapel (3) in einer Stapelachse (27), die senkrecht zu den Achsen (28,29) der
Schubkolben (17,18) der Pumpeneinheiten (4,5) verläuft, radial unverrückbar fixiert
werden; und
(b) der radial fixierte Stapel von Funktionseinheiten (4 bis 7) unmittelbar abdichtend
formschlüssig mit einer Spannvorrichtung (2) in Richtung der Stapelachse (27) zusammengespannt
wird.
14. Druckpumpen-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, in Kombination mit einer
Zuspannvorrichtung für Kolben-Führungshülsen, beinhaltend:
(a) einen langgestreckten Rumpf (70), an dessen einem Ende eine Spannschraube (72b)
eingreift (72a);
(b) eine - quer zur Längsachse des langgestreckten Rumpfes vorstehenden - Gabel (71;71a,71b),
die vom anderen Ende des Rumpfes (70) ausgeht;
(c) zwei Anlager (73a,74a), die am Rumpf (70) vorgesehen sind und gegeneinander versetzt
sind.
15. Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie-Analysensystem, zusammengestzt aus der Zweikolben-Druckpumpen-Anordnung gemäß einem der Ansprüche
1 bis 12 und einem daran unmittelbar angrenzenden Auswertestapel (100,200,300), wobei
(a) auf eine Entlüftungs-/Drucksensor-Funktionseinheit (7) des Pumpenstapels eine
Probenaufgabeventil-Funktionseinheit (100) des Auswertestapels unmittelbar folgt;
(b) sich an die Probenaufgabeventil-Funktionseinheit (100) eine Bündelkanal-Trennsäule
(200) für Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) anschließt, insbesondere
mit Mäander- oder Wicklungsform der Trennsäule (201);
(c) eine Detektorzellen-Funktionseinheit (300) der Bündelkanal-Trennsäule (200) folgt.
16. Analysensystem nach Anspruch 15, bei dem
die Probenaufgabeventil-Funktionseinheit (100), die Bündelkanal-Trennsäulen-Funktionseinheit
(200) und die Detektorzellen-Funktionseinheit (300) ohne jeweilige Zwischen-Leitungsverbindung
aneinandergrenzend als kompakter Analysen-Vorrichtungsstapel (100,200,300) zusammengehalten
sind.
17. Analysensystem nach einem der Ansprüche 15 oder 16, bei dem
im Pumpenstapel (4,5,6,7) eine Niederdruck-Gradientenformer-Funktionseinheit (6) der
Förder-Funktionseinheit (5) für das Eluens vorgeschaltet ist.
18. Druckpumpen-Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder 14, mit einem raumsparenden
Antrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß
(a) eine drehbare Kurvenscheibe (50) mit einem ersten Schenkel (51b) eines Z-förmigen
Antriebskolbens (51a) - über eine Rolle (55) - in mechanischer Berührung steht;
(b) der erste Schenkel (51b) mittels jeweils mindestens eines Lagers (52a,52b) an
zwei ortsfesten Führungsstangen (52a,52b) verschiebbar gelagert ist;
(c) der erste Schenkel (51b) mit einem zweiten Schenkel (51a) mechanisch starr in
Verbindung steht, der im wesentlichen parallel zum ersten Schenkel (51b) ausgerichtet
ist, und der mechanisch mit dem äußeren Ende - insbesondere mit dem äußeren balligen
Ende - eines der Schubkolben (17,18) in Berührung steht.
1. Miniaturised dual-piston pump set-up (1) for constant and continuous mass flow
(a) with two pumping units arranged serially to each other with respect to the direction
of flow (4,18,26;5,17,25) and with one check valve, at the suction side, and one check
valve, at the delivery side (40,41,43) which are arranged in parallel to an axis (27);
(b) with a series of block/disk-shaped constructional elements (4,5,6,7), of which
two constructional elements (4,5) as the pumping units having each a displacement
chamber (25,26), perpendicularly orientated to said axis (27), receiving each a pertinent
linearly reciprocating piston (17,18), and being fitted with liquid ducts for feeding
and discharge (42,44) in a parallel direction of said axis (27);
characterised in that,
(c1) the series of block/disk-shaped constructional elements (4,5,6,7) are pre-loaded
to each other to form a stack build-up (3) with said axis being the staple build-up
axis (27); and
(c2) the check valves are configured as cartridges (40,41,43), each directly inserted
in one of the pumping units.
2. Pressure pump set-up according to claim 1, in which one of the two check valves (40,41,43) which are needed is associated with each of
the two pumping units (4,18,26;5,17,25).
3. Pressure pump set-up according to claim 1 or 2, whereby the receiving bore of the
check valves (40,41,43) in the displacement chamber (25,26) is configured as directly
integrated ball guide/ball stopper.
4. Pressure pump set-up according to claim 1 or 3,
in which the two block/disk-shaped constructional elements (5,4) which feature the displacement
chambers (25,26) in the stack build-up (3) are locked in sandwich-type arrangement
between two additional block/disk-shaped constructional elements which define an inlet
and outlet (13,14;11,12) and which are needed to form a complete liquid displacement
assembly, wherein particularly
(a) the inlet element (6,13,14,8,8a) is arranged to perform a manifold function with
a switching and shutting valve or several slider valves for low pressure side gradient
forming;
(b) the outlet element (7,10,11,12) is arranged to perform a pressure monitoring (10)
and bleeder valve function (12).
5. Pressure pump set-up according to claim 4, in which the block/disk-shaped constructional element at the inlet (6) features a feeding
duct (41a) parallel to the staple axis (27), which discharges into a liquid channel
of a rotary valve (8,9) at one end of the stack build-up , which, depending on switching
position, establishes or inhibits a liquid connection between the inlet bore (41a)
and one of a separate elbow-shaped feeding flow ducts (39), which are circumferentially
distributed within said inlet element (39).
6. Pressure pump set-up according to claim 1 to 3,
in which:
(a) between each of the two block/disk-shaped constructional elements (4,5,6;7) a,
particularly replaceable check valve or blind cartridge respectively (80,81;82) is inserted, which
as check valve cartridge is fitted with one or two check valves (40,81,82);
(b) one part of the check valve or blind cartridge respectively, particularly half its size (80,81;82) is fitted in each of the two adjacent block/disk-shaped
constructional elements (4,5; 5,6;6,7) that said cartridges (80,81;82) provide liquid
connections and mutual alignment of both adjacent functional disks.
7. Pressure pump set-up according to claim 4,5 or 6,
in which:
(a) the block/disk-shaped constructional element at the outlet (7) features an outlet
bore parallel to the axis of the stack build-up axis (27), which leads into an adjacent
pressure chamber (45) in front of a pressure transducer (10) at the topside of the
stack build-up (3);
(b) whereby the outlet bore (24) features a lateral bifurcation, which is paired with
a closing spindle of a bleeder valve, and
(c) a delivery flow is led away at the pressure side via an opposite elbow-shaped
duct (46).
8. Pressure pump set-up according to claim 1 to 7, in which all bores (38,42,43a,44,24) being parallel to the axis of the stack build-up (27)
in all block/disk-shaped constructional elements (4,5,6,7) are mutually aligned.
9. Pressure pump set-up according to claim 1 to 8, in which all constructional elements (4 to 7) pertinent to the staple build-up are arranged
between the arms of a yoke (2), or in the receiving bore of a housing block (99) and
are, particularly by means of flange seals, pressed to each other by a compression screw to achieve
liquid tight sealing.
10. Pressure pump set-up according to one of the above claims, in which all block/disk-shaped constructional elements (4,5) fitted with the displacement
chambers (25,26) feature a flat section (35,38) at a mantle surface, at which a piston
guide (15,16) is to be placed.
11. Pressure pump set-up according to claim 10, in which the piston guide (15,16) features two piston guide rings (31,32) made from a ceramic
material, with said rings fitted apart into a bushing of stainless steel or titanium,
forming a rinsing chamber (36,37) and being at the same time) externally (33,35) sealed.
12. Pressure pump set-up according to one of the above claims, configured as high pressure
pump set-up whereby the displacement pistons (17,18) are reciprocating in the block/disk-type
pumping units (4,5).
13. An assembly method for a serial-type high pressure pump set-up of chemically inert material , particularly
sapphire, according to one of the above claims, in which:
(a) in a stack build-up space of a housing body (99) a variety of functional units
(4,5,6,7) is arranged as a stack (3) with the staple axis (27) perpendicularly to
the axes (28,29) of the displacement pistons (17,18) of the pumping units (4,5) is
arranged radially fixed; and,
(b) the radially fixed staple of functional sub-units (4 to 7) is pre-loaded in direction
of the stack axis (2) by means of a clamping device (2), directly sealing the functional
sub-units to each other by virtue of congruent shape.
14. Pressure pump set-up according to one of the claims 1 to 12, in combination with a
pre-loading device for the piston guide, which includes:
(a) an elongated trunk (70), at which end a holding screw (70) gripping (72a);
(b) and, as arranged transversely to the elongated trunk, a protruding fork (71;71a,71b),
which is located at the other end of the trunk;
(c) wherein two supporting buttresses (73a,74a) are provided at the elongated trunk
(70), spaced apart from each other.
15. High Performance Analysis System comprising a serial pumping stack-type build-up according to one of the claims from
1 to 12 and a directly bordering substance analysis stack-type build-up (100,200,300),
whereby
(a) a bleeder valve / pressure sensor sub-unit (7) of the pumping stack-type build-up
is directly followed by a sample injection sub-unit (100);
(b) a multi channel separation column (200) for High Performance Liquid Chromatography
(HPLC), with the column particularly having a meander or coil shape (201) attached
to a sample injection sub-unit;
(c) a multi channel separation column (200) is followed by a detector cell functional
sub-unit.
16. Analysis system according to claim 15, in which: the sample injection functional sub-unit (100), the multi channel HPLC separation
column functional sub-unit (200) and the detector cell functional sub-unit (300) are
joined together to a compact analysis device stack-type set-up (without any intermediary
connecting tube lines.
17. Analysis system according to one of the claims 15 or 16, in which in the pumping stack-type build-up (4,5,6,7) a low pressure side gradient functional
sub-unit (6) precedes an eluent delivery functional unit (5).
18. Pressure pump set-up according to claim 1 to 12 or 14, featuring a miniaturised drive
unit, characterised in that,
(a) a rotating cam (50) that is arranged in mechanical contact with a first side arm
(51b) of a Z-shaped drive piston (51a) by means of a roller (55);
(b) the first side arm (51b) being slidably guided by means of at least one bearing
each (52a,52b) on two fixed guiding rods (52a,52b);
(c) the first side arm (51b) having a rigidly mechanical connection with the second
side arm (51a), with the second side arm being essentially in parallel with the first
side arm (51b), and with the second side arm having a free end in contact specifically
with a rounded external end of one of the displacement pistons (17,18).
1. Configuration d'une pompe foulante à deux pistons (1) en construction miniaturisée,
permettant d'obtenir un débit massique constant et continu
(a) avec - par rapport au flux massique - deux corps de pompe (4,18,26;5,17,25) engagés
en série et avec un clapet anti-retour disposé du côté aspirant et du côté refoulant
(40,41,43), orientés parallèlement à un axe (27);
(b) avec plusieurs éléments de construction en forme de plaques (4,5,6,7), parmi lesquels
deux éléments de construction (4,5) présentent, en tant que corps de pompe, une cavité
de refoulement (25,26) à orientation transversale relative à l'axe (27), permettant
le logement dans chacune des cavités d'un piston de poussée appairé à déplacement
linéaire (17,18), ainsi que des perçages d'écoulements affluent et effluent (42,44)
à orientation parallèle à l'axe (27);
et caractérisé en ce que
(c1) plusieurs éléments de construction en forme de plaques (4,5,6,7) sont calés les
uns contre les autres sous forme d'une pile (3) dans la direction de l'axe, l'axe
constituant l'axe d'empilement (27); et
(c2) les clapets anti-retour sont chacun logés sous forme de cartouches (40,41,43)
directement dans les corps de pompe (4,5).
2. Configuration d'une pompe foulante conformément à la revendication 1, dans laquelle
à chacun des deux corps de pompe (4,18,26;5,17,25) est associé l'un des deux clapets
anti-retour (40,41,43) nécessaires.
3. Configuration d'une pompe foulante conformément à la revendication 1 ou 2, dans laquelle
le siège des clapets anti-retour (40,41,43) forme une partie intégrante de la cavité
de refoulement (25,26) en tant qu'arrêt et guidage de la bille du clapet.
4. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications 1 à 3,
dans laquelle dans la pile (3) les deux éléments de construction en forme de plaques
(4,5), présentant les cavités de refoulement (25,26), sont confinés dans un assemblage
de type sandwich entre deux éléments de construction en forme de plaques (6,7) supplémentaires
et nécessaires à la constitution d'un système de refoulement complet, auxquels sont
associés aspiration et refoulement (13,14;11,12), desquels en particulier
(a) le côté aspiration (6,13,14,8,8a) comporte une fonction de clapet - telle qu'une
vanne de dérivation et de blocage ou plusieures vannes à tiroir pour l'obtention de
gradients basse pression en amont de la pompe; et
(b) le côté refoulement (7,10,11,12) comporte une fonction de mesure de pression (10)
et une fonction de vanne de purge (12).
5. Configuration d'une pompe foulante conformément à la revendication 4, dans laquelle
l'élément de construction en forme de plaque (6) logé du côté aspiration présente
un perçage d'aspiration (41a) parallèle à l'axe d'empilement (27), ce perçage débouchant
dans un canal de distribution (8a) d'une vanne rotative (8,9), associée à l'une des
extrémités de la pile et qui, en fonction de sa position de commutation, établit une
liaison entre le perçage d'aspiration (41a) et l'un ou aucun des perçages d'alimentation
coudés (39) répartis en circonférence et indépendants les uns des autres et logés
dans le même élément de construction en forme de plaque (6).
6. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications 1 à 3,
dans laquelle
(a) est logé entre deux des éléments de construction en forme de plaques (4,5,6,7)
- de façon interchangeable en particulier - une cartouche-clapet resp. une cartouche
pleine (80,81;82), qui en tant que cartouche-clapet contient un ou deux clapets anti-retour;
(b) une partie - en particulier la moitié - de la cartouche-clapet ou d'une cartouche
pleine (80,81;82) est ajustée dans chacun des deux éléments de construction en forme
de plaques (4,5;5,6;6,7) adjacents, de manière à établir la connexion de l'écoulement
et à obtenir le centrage des deux éléments de construction en forme de plaques adjacents
par le biais des cartouches (80,81;82).
7. Configuration d'une pompe foulante conformément à la revendication 4, 5 ou 6, dans
laquelle
(a) l'élément de construction en forme de plaque (7) logé du côté refoulement présente
un perçage de refoulement (24) parallèle à l'axe d'empilement (27), ce perçage débouchant
sur la face dans une cavité pressurisée (45) devant un capteur de pression (10) raccordé
contre la face de la pile (3); et
(b) le perçage de refoulement (24) possède une bifurcation latérale appairée à l'élément
de vis d'une vanne de purge; et
(c) un perçage coudé (46) est prévu du côté opposé pour la conduite de l'écoulement
du flux pressurisé.
8. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications 1 à 7,
dans laquelle tous les perçages (38,42,43a,44,24) parallèles à l'axe d'empilement
(27) sont alignés avec les tous les éléments de construction en forme de plaques (4,5,6,7).
9. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications 1 à 8,
dans laquelle tous les éléments de construction (4 à 7) faisant partie de la pile
(3) sont disposés entre les bras (2a;2b) d'un joug (2) ou logés dans l'alésage du
corps d'un bloc (99) et calés les uns contre les autres au moyen d'une vis de pression,
de manière à obtenir l'étanchéité au fluide à l'aide de garnitures de bride en particulier.
10. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications précédentes,
dans laquelle les éléments de construction en forme de plaques (4,5), présentant les
cavités de refoulement (25,26), présentent chacun un plat d'extension circonférentielle
(35,38) permettant l'adjonction d'une douille de guidage de piston (15,16).
11. Configuration d'une pompe foulante conformément à la revendication 10, dans laquelle
la douille de guidage de piston (15,16) présente, logées dans une douille (30) en
acier inoxydable ou en titane et configurées avec un écart axial, deux bagues de guidage
de piston (31,32) en matériau céramique délimitant une cavité de rinçage (36,37) et
rendues étanches (33,35) sur la face extérieure.
12. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications précédentes,
réalisée en la configuration d'une pompe à haute pression, dans laquelle les pistons
de poussée (17,18) peuvent osciller en tant que pistons de transvasement dans les
corps de pompe en forme de plaques (4,5).
13. Procédé de montage pour une configuration en série d'une pompe à haute pression composée
d'un matériau chimiquement inerte - en particulier de saphir - conformément à l'une
des revendications précédentes, dans lequel
(a) dans une cavité d'empilement d'un corps de boîtier (99) plusieures unités fonctionnelles
(4,5,6,7) sont fixées radialement de manière indisloquable en se présentant sous la
forme d'une pile (3) le long d'un axe d'empilement (27) orienté selon une direction
perpendiculaire aux axes (28,29) des pistons de poussée (17,18) des corps de pompe
(4,5); et
(b) la pile d'unités fonctionnelles (4 à 7) fixée radialement est bridée de manière
à obtenir directement l'étanchéité et un couplage mécanique au moyen d'un dispositif
de serrage (2) agissant en direction de l'axe d'empilement (27).
14. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications 1 à 12,
en combinaison avec un dispositif de fermeture à serrage pour douilles de guidage
de piston, comportant :
(a) un corps allongé (70), dans lequel à l'une des extrémités est engagée (72a) une
vis de tension (72b);
(b) une fourche (71;71a,71b) - dépassant transversalement par rapport à l'axe du corps
allongé - qui est rattachée à l'autre extrémité du corps (70);
(c) deux paliers d'appui (73a,74a), qui sont prévus sur le corps (70) et qui sont
décalés l'un par rapport à l'autre.
15. Système d'analyse par chromatographie liquide haute performance, composé de la configuration
d'une pompe foulante à deux pistons conformément à l'une des revendications 1 à 12
et d'une pile d'évaluation (100,200,300) directement adjacente, dans laquelle
(a) une unité fonctionnelle combinée du type vanne de purge / capteur de pression
(7) est suivie directement d'une unité fonctionnelle du type vanne d'échantillonnage
(100) de la pile d'évaluation;
(b) l'unité fonctionnelle du type vanne d'échantillonnage (100) est raccordée à une
colonne de séparation à faisceau de canaux (200) pour la chromatographie liquide haute
performance (CLHP), en particulier avec des formes de méandres ou d'enroulements de
la colonne de séparation (201);
(c) la colonne de séparation à faisceau de canaux (200) est suivie d'une unité fonctionnelle
du type cellule de détection (300).
16. Système d'analyse conformément à la revendication 15, dans lequel l'unité fonctionnelle
du type vanne d'échantillonnage (100), l'unité fonctionnelle du type colonne de séparation
à faisceau de canaux (200) et l'unité fonctionnelle du type cellule de détection (300)
sont maintenues ensemble et de manière adjacente en l'absence respective d'une conduite
les reliant, en formant une pile compacte comportant le dispositif d'analyse (100,200,300).
17. Système d'analyse conformément à l'une des revendications 15 ou 16, dans lequel dans
la pile de pompe (4,5,6,7) une unité fonctionnelle de formation de gradient basse
pression (6) précède l'unité fonctionnelle de transvasement (5) de l'éluant.
18. Configuration d'une pompe foulante conformément à l'une des revendications 1 à 12
ou 14, avec un bloc d'entraînement à faible encombrement, et caractérisé en ce que
(a) une came rotative (50) est en contact mécanique par le biais d'un galet (55) avec
un premier bras (51b) d'un piston d'entraînement en forme de Z (51a);
(b) le premier bras (51b) est guidé longitudinalement par le biais d'au moins un palier
(52a,52b) sur deux tiges de guidage fixes (52a,52b);
(c) le premier bras (51b) présente une liaison mécaniquement rigide avec un second
bras (51a), qui a une orientation essentiellement parallèle au premier bras (51b)
et qui est en contact mécanique avec l'extrémité extérieure - en particulier l'extrémité
extérieure bombée - de l'un des pistons de poussée (17,18).