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EP 0 682 908 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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22.11.1995 Patentblatt 1995/47 |
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Anmeldetag: 12.05.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A47L 9/14 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR LU NL SE |
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Priorität: |
20.05.1994 DE 9408349 U
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Anmelder: WOLF GmbH |
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D-32602 Vlotho (DE) |
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Erfinder: |
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- Wulbrandt, Herbert
D-32602 Vlotho (DE)
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Vertreter: Loesenbeck, Karl-Otto, Dipl.-Ing. et al |
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Jöllenbecker Strasse 164 D-33613 Bielefeld D-33613 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Filtereinrichtung für einen Staubsauger |
(57) Bei einer Filtereinrichtung für einen Staubsauger, die aus einem Filterbeutel und
einer daran befestigten, mit einer Einströmöffnung versehenen formstabilen Halteplatte
und einer in ihrer Längsrichtung verschiebbaren, mit einer Durchbrechung versehenen
Verschlußplatte gebildet ist, soll erreicht werden, daß der der freien Kante der Verschlußplatte
zugeordnete Bereich, der auch als Handhabe benutzt werden kann, sich der Kontur des
Staubsaugers oder des Staubsaugerdeckels selbsttätig anpassen kann. Bei der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung ist der zwischen der Durchbrechung (15)
und dem als Handhabe benutzbaren freien Rand der Verschlußplatte (14) mit quer zur
Verschieberichtung verlaufenden, durch Einschnitte (17) hergestellten Lamellen ausgebildet,
so daß dieser Bereich beschädigungsfrei zu einem Bogen oder einer Rolle geformt werden
kann.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung für einen Staubsauger mit
einem Filterbeutel und einer daran befestigten, mit einer Einströmöffnung versehenen,
formstabilen Halteplatte und mit einer in ihrer Längsrichtung verschiebbaren, mit
einer Durchbrechung versehenen Verschlußplatte, die in eine die Einströmöffnung der
Halteplatte freigebende oder abdeckende Stellung bringbar ist.
[0002] Bei der in Rede stehenden Filtereinrichtung wird die Verschlußplatte in eine solche
Stellung gebracht, daß die Durchbrechung der Verschlußplatte mit der Einströmöffnung
der Halteplatte übereinstimmt, wenn die Filtereinrichtung in einen Staubsauger eingesetzt
ist. Beim Herausnehmen des gefüllten Beutels wird die Verschlußplatte gegenüber der
Halteplatte bewegt, so daß die Einströmöffnung verschlossen wird. Zur Erleichterung
dieser Bewegung steht der der freien Kante der Verschlußplatte zugeordnete Bereich
gegenüber der zugeordneten Querkante der Halteplatte vor, so daß dieser Bereich der
Verschlußplatte eine Handhabe ist.
[0003] Bei einer aus der EP 0 362 624 A1 bekannten Filtereinrichtung ist die Verschlußplatte
biegesteif ausgebildet. Üblicherweise ist die Halte- und die Verschlußplatte aus Pappe
gefertigt. Bei manchen Staubsaugern läßt sich der Deckel nur um ca. 45 Grad öffnen.
Besonders bei diesen Staubsaugern wird die überstehende Handhabe im Zuge des Schließens
des Deckels verformt. Dies führt zu einer Beschädigung der biegesteifen Verschlußplatte.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filtereinrichtung der
eingangs beschriebenen Art so auszugestalten, daß sich der der freien Kante zugeordnete
Bereich, der auch als Handhabe benutzt werden kann, der Kontur des Staubsaugers oder
des Staubsaugerdeckels selbsttätig anpassen kann.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem zumindest der Bereich der Verschlußplatte
zwischen der Durchbrechung und dem als Handhabe benutzbaren freien Rand beschädigungsfrei
zu einem Bogen oder einer Rolle formbar ist.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung ist der verformbare Bereich aus dem gleichen
Material wie der restliche Bereich. Auch die Dicken stimmen überein. Da dieser Bereich
zu einem Bogen oder zu einer Rolle formbar ist, erfolgt selbsttätig eine Anpassung
an die Innenkontur des Staubsaugers bzw. Staubsaugerdeckels. Zweckmäßigerweise ist
der zu einem Bogen oder einer Rolle verformbare Bereich der Verschlußplatte aus quer
zur Verschieberichtung verlaufenden, durch Einschnitte hergestellten Lamellen gebildet.
Diese Lamellen lassen sich bei der Herstellung in einfachster Weise herstellen. Die
Lamellen bieten den Vorteil, daß sich der Bereich abrollt wie eine Jalousie. Die einzelnen
Lamellen sind sinngemäß durch ein Filmscharnier miteinander verbunden, da die Tiefe
der Einschnitte ein klein wenig geringer ist als die Dicke der Verschlußplatte. Ferner
bieten die Lamellen den Vorteil, daß die Verschlußplatte nicht ausknickt, wenn sie
von der die Einströmöffnung der Halteplatte abdeckenden Stellung in die die Einströmöffnung
freigebende Stellung zurückgeschoben wird. Im Bedarfsfall läßt sich demzufolge die
Einströmöffnung mehrmals öffnen und wieder verschließen.
[0007] Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert.
[0008] Es zeigt:
- Figur 1
- die erfindungsgemäße Filtereinrichtung in einer Teilansicht, bei der die Einströmöffnung
freigegeben ist,
- Figur 2
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung jedoch mit geschlossener Einströmöffnung.
[0009] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Filtereinrichtung beinhaltet einen Filterbeutel,
der als Klotz- oder Blockbodenbeutel 11 ausgebildet ist. An der Außenseite des Bodens
des Klotzbodenbeutels 11 ist eine aus Pappe gefertigte Halteplatte 12 angeklebt. Die
Halteplatte 12 ist mit einer Einströmöffnung 13 versehen. Die Halteplatte 12 ist mit
Führungen für eine verschiebbare Verschlußplatte 14 versehen. Die Verschlußplatte
14 weist eine kreisrunde Durchbrechung 15 auf, deren Durchmesser größer ist als der
der Einströmöffnung 13 der Halteplatte 12. Die Längskanten der Verschlußplatte 14
verspringen im Bereich des freien Randes nach innen um diesen Bereich als Handhabe
zu kennzeichnen. Dieser Bereich steht gegenüber der zugeordneten Querkante der Halteplatte
12 vor, wenn die Einströmöffnung 13 der Halteplatte 12 freigegeben ist.
[0010] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Bereich von der Mitte der Durchbrechung
15 bis hin zur äußeren freien Kante aus einzelnen Lamellen 16 gebildet, die durch
quer zu den Längskanten verlaufende Einschnitte 17 gebildet sind. Die Einschnitte
17 liegen an der dem Klotz- oder Blockbodenbeutel 11 abgewandten Seite, so daß sich
der Bereich der Lamellen 16 in Richtung zum Klotz- oder Blockbodenbeutel 11 bogenförmig
und bei einer entsprechenden Länge auch zu einer Rolle formen kann. Aus Gründen der
vereinfachten Darstellung ist das Staubsaugergehäuse bzw. der Deckel nicht dargestellt.
Es ergibt sich aus den Zeichnungen von selbst, daß die Verschlußplatte 14 nicht nur
in die in der Figur 2 dargestellte Verschlußstellung gezogen werden kann, sondern
auch entgegen dieser Richtung zurückgeschoben werden kann, ohne daß Gefahr der Aufknickung
oder Auslenkung besteht. Im Gegensatz zu der dargestellten Ausführung könnte auch
die Verschlußplatte 14 über die gesamte Länge aus einzelnen Lamellen bestehen. Bei
der dargestellten Ausführung ist die Verschlußplatte 14 mit einer quer zu den Längskanten
verlaufenden Schwächungslinie 18 in Form einer Perforation versehen, die im Abstand
zur freien Kante der Verschlußplatte 14 liegt. Diese Schwächungslinie 18 ist so gelegt,
daß sie mit der zugeordneten Querkante der Halteplatte 12 zusammenfällt, wenn die
Einströmöffnung 13 freigegeben ist. Durch diese Schwächunglinie 18 wird das Verformen
des überstehenden Teils noch begünstigt.
1. Filtereinrichtung für einen Staubsauger mit einem Filterbeutel und einer daran befestigten,
mit einer Einströmöffnung versehenen formstabilen Halteplatte, und mit einer in ihrer
Längsrichtung verschiebbaren, mit einer Durchbrechung versehenen Verschlußplatte,
die in eine die Einströmöffnung der Halteplatte freigebende oder abdeckende Stellung
bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Bereich der Verschlußplatte (14) zwischen der Durchbrechung (15) und
dem als Handhabe benutzbaren freien Rand beschädigungsfrei zu einem Bogen oder einer
Rolle formbar ist.
2. Filtereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zu einem Bogen oder einer Rolle verformbare Bereich der Verschlußplatte (14)
aus quer zur Verschieberichtung verlaufenden, durch Einschnitte (17) hergestellten
Lamellen (16) gebildet ist.
3. Filtereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Mitte der Durchbrechung (15) der Verschlußplatte (14) bis zur äußeren
freien Kante sich erstreckende Bereich durch die Lamellen (16) gebildet ist.
4. Filtereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußplatte mit einer quer zu den Längskanten und im Abstand zur freien Kante
verlaufenden Schwächungslinie, vorzugsweise in Form einer Perforation versehen ist.
5. Filtereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwächungslinie (18) mit der zugeordneten Querkante der Halteplatte (12) in
der die Einströmöffnung (13) freigebenden Stellung zusammenfällt.

