[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine auswechselbare Bespannungshaube für Spannrahmen-Reinigungsgeräte,
bestehend aus einem textilen Abschnitt aus einem festen Gewebe, das auf seiner Unterseite
mit einem Flor und mit Befestigungselementen auf ihrer Oberseite versehen ist, die
kompatibel mit dem Spannrahmen sind und ein Aufspannen der Textilbespannung auf den
Spannrahmen erlauben.
[0002] Bespannungshauben der vorgenannten Art sind für Feuchtreinigungsgerate bestimmt,
die einen Spannrahmen besitzen, der über ein Gelenk mit einem Stiel verbunden ist.
Die Bespannungshaube ist auswechselbar und besitzt Befestigungselemente, die kompatibel
mit dem Spannrahmen sind. Es gibt Spannrahmen verschiedener Hersteller, die verschiedene
Abmessungen haben und die demnach verschiedene Abmessungen der Bespannungshaube erfordern.
[0003] Je nach dem Verschmutzungsgrad der Bespannungshaube kann diese vom Spannrahmen gelöst,
ausgewaschen und wieder aufgespannt werden.
[0004] Es stellt sich die Aufgabe, eine auswechselbare Bespannungshaube für Spannrahmen-Reinigungsgeräte
anzugeben, die preiswert hergestellt werden kann, so daß für einen Haushalt gleich
mehrere derartiger Bespannungshauben angeschafft werden. Da die verschiedenen Räumlichkeiten
eines Hauses (Toilette, Badezimmer, Küche) im allgemeinen verschieden verschmutzt
sind, besteht der Wunsch, daß einerseits die Bespannungshaube rasch auswechselbar
ist, zum anderen, daß von einem unverwechselbaren Kennzeichen her sofort erkannt werden
kann, für welche Reinigungsbereich die Bespannungshaube bestimmt ist. Es wird von
vielen Personen gewünscht, daß eine Bespannungshaube, die um die Toilette herum eingesetzt
wird, nicht auch in der Küche verwendet wird.
[0005] Es wird daher vorgeschlagen, eine auswechselbare Bespannungshaube mit folgenden Merkmalen
einzusetzen:
Die Bespannungshaube ist hergestellt aus einem aus einer Textilbahn geschnittenen
Textilabschnitt, der an seinen Schnittkanten unter Belassung der Eigensteifigkeit
des Gewebes besäumt oder versäubert ist, wobei die Besäumung oder Versäuberung eine
Kontrastfarbe gegenüber dem übrigen Gewebe der Bespannungshaube aufweist und eine
Breite von 5 bis 20 mm besitzt. An den gegenüberliegenden Schmalseiten der Oberseite
der Bespannungshaube sind Taschen als Befestigungselemente angeordnet.
[0006] Diese Taschen sind vorzugsweise aus einem zwischen 50 und 100 mm breiten Streifen
aus gewebtem Material mit Webkante oder aus einem Folienstreifen mit Einreißschutz
hergestellt, so daß beim Einsetzen des Spannrahmens die Tasche nicht beschädigt werden
kann. Darüberhinaus ist es möglich, daß die Besäumung oder Versäuberung die Kanten
der als Befestigungselemente dienenden Taschen randseitig übergreift. Durch diese
Anordnung ergibt sich eine höhere Ausreißfestigkeit.
[0007] Unter "Besäumung" wird ein aus der Textiltechnik bekannter Arbeitsvorgang verstanden,
die geschnittenen Kanten eines Textilabschnittes mit einem Saumband zu umgeben, das
von der Ober- zur Unterseite der Textilbahn reicht und etwa eine Breite zwischen 5
und 20 mm hat. Im vorliegenden Falle wird für die Besäumung ein relativ weiches Material
verwendet, um die Eigensteifigkeit des Gewebes zu belassen. Anstelle einer Besäumung
mit einem Saumband kann auch eine sogenannte Versäuberung treten. In diesem Falle
wird mit einem Garn, das in einem gewissen Abstand von der Schnittkante eine Zickzack-
oder Überwendlichstichnaht vorgesehen ist, so daß in einer dichten Fadenfolge eine
Besäumung vorgesehen ist. Wesentlich ist, daß das Textilteil an seiner Schnittkante
nicht umgebogen wird, sondern lediglich durch die vorgenannten Techniken gegen ein
Ausfransen geschützt ist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung dargestellt. Die Figuren
zeigen im einzelnen:
- Figur 1
- die Unterseite einer Bespannungshaube;
- Figur 2
- die Oberseite einer Bespannungshaube;
- Figur 3
- eine Seitenansicht der Bespannungshaube gemäß den Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- eine Umsäumung mit einem Kantenschutz;
- Figur 5
- eine versäuberte Kante der Bespannungshaube.
[0009] Die auswechselbare Bespannungshaube 1 besteht aus einem textilen Abschnitt 3, der
aus einem Grundgewebe mit Kett- und Schußfäden und aus einem Flor 6 an der Unterseite
5. Die den Flor bildenden Florfäden können beispielsweise nach einem Samt- oder Tufting-Verfahren
mit dem Grundgewebe verbunden sein. Das Grundgewebe des textilen Abschnittes kann
auch durch eine Kunststoffbeschichtung oder auf andere Weise stabilisiert sein, so
daß sich ein festes und nur begrenzt flexibles Gewebe ergibt.
[0010] An der Oberseite 4 sind Taschen 7, 7' vorgesehen, in die, wie an sich bekannt, die
Seitenflügel eines Spannrahmens 2 eingesetzt werden können. Da der Spannrahmen zu
knicken ist, kann durch Herausziehen des Spannrahmens die Bespannungshaube vom Spannrahmen
wieder gelöst werden.
[0011] An den Schnittkanten des Textilabschnittes ist unter Belassung der Eigensteifigkeit
des Gewebes des Textilabschnittes dieser mit einem Kantenschutzband 8 aus Leinengewebe
umsäumt. Das Gewebe der Haute wird nicht umgeknickt. Auch wird das Kantenschutzband
nicht mit einem Keder unterlegt. Es zeigt sich, daß für eine rasche Auswechselbarkeit
und für eine preiswerte Herstellung eine Bespannungshaube lediglich aus einem flachliegenden
Textilabschnitt hergestellt werden sollte, der ohne die Florfäden eine Dicke von etwa
3 bis 8 mm haben sollte. Da der Bespannungsrahmen innerhalb der umlaufenden Kanten
des Textilabschnittes zu liegen kommt, bildet sich eine natürliche Schutzkante aus,
ohne daß der Textilbelag umschlägt.
[0012] Nach dem Abnehmen kann die Bespannungshaube auch ausgewrungen oder geknickt werden,
so daß eine Reinigung möglich ist, während mit einer anderen Bespannungshaube bereits
gearbeitet wird. Das Kantenschutzband besitzt eine Kontrastfarbe, beispielsweise ein
leuchtendes Rot oder Grün, gegenüber dem übrigen Gewebe, das engefärbt oder hell gehalten
ist.
[0013] Anstelle eines Kantenschutzbandes kann auch ein Besäumen der Schnittkante mit einer
Uberwendlichstichnaht erfolgen, wie sie in Figur 5 dargestellt ist. Die Versäuberung
trägt die Bezugszahl 9.
[0014] Die Umsäumung oder Versauberung umrahmt auch die 3 geschlossenen Kanten der als Befestigungselement
dienenden Taschen 7, 7', wie aus Figur 2 ersichtlich ist. Als Material für die Taschen
wird vorzugsweise ein 50 bis 100 mm breiter Streifen aus gewebtem Material mit einer
Webkante vorgesehen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, daß ein Folienstreifen oder
ein anderes, reißfestes Material als Taschenmaterial vorgesehen ist.
[0015] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, wird der Spannrahmen 2 in die Taschen 7, 7' eingesetzt.
Der Spannrahmen ist an einem Stiel 10 beweglich befestigt.
1. Auswechselbare Bespannungshaube (1) für Spannrahmen-Reinigungsgeräte, bestehend aus
einem textilen Abschnitt (3) aus einem festen Gewebe, das auf seiner Unterseite mit
einem Flor (6) und mit Befestigungselementen auf ihrer Oberseite vorsehen ist, die
kompatibel mit dem Spannrahmen sind und ein Aufspannen der Textilbespannung auf den
Spannrahmen erlauben,
gekennzeichnet durch
- einen aus einer Textilbahn geschnittenen Textilabschnitt, der an seinen Schnittkanten
unter Belassung der Eigensteifigkeit des Gewebes mit einem Kantenschutzband (8) umsäumt
oder versäubert ist,
- eine Kontrastfarbe des Kantenschutzbandes (8) oder der Versäuberung (9) gegenüber
dem übrigen Gewebe der Bespannungshaube (1),
- eine Breite von 5 bis 20 mm der Umsäumung (8) oder Vorsäuberung (9),
- zwei an den gegenüberliegenden Schmalseiten angeordnete Taschen (7,7') als Befestigungselemente.
2. Bespannungshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Besäumung oder Versäuberung
die Kanten der als Befestigungselemente dienenden Taschen (7,7')randseitig übergreift.
3. Bespannungshaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Taschen aus
einem zwischen 50 und 100 mm breiten Streifen aus gewebtem Material mit Webkante oder
aus einem Folienstreifen mit Einreißschutz hergestellt ist.