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EP 0 683 041 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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22.11.1995 Patentblatt 1995/47 |
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Anmeldetag: 29.04.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 7/12 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
04.05.1994 DE 4415711
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Anmelder: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Wech, Erich
D-86153 Augsburg (DE)
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Vertreter: Schober, Stefan |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Postfach 10 00 96 D-86135 Augsburg D-86135 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck |
(57) Die Erfindung betrifft eine Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck mit horizontalen Bahnlauf,
deren zwei Übertragungszylinder (1, 2) jeweils ein spaltloses Gummituch tragen. Um
mit einem günstigen Bahnlauf eine gute Druckqualität zu erzielen, sind die Ebenen
der Achsen der Übertragungszylinder (1, 2) um einen Winkel (α) im Bereich von 0° bis
10° zur Vertikalen (6) geneigt.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine für Gummi-Gummi-Druck mit horzizontalen
Bahnlauf nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck mit horizontalen Bahnlauf zeigt die DE 27
54 429 C2. Danach sind zwei Druckwerke mit jeweils einem Platten- und einem Übertragungszylinder
übereinander angeordnet. Zwischen dem Übertragungszylinder wird die waagerecht laufende,
zu bedruckende Bahn hindurchgeführt. Die die Achsen der Übertragungszylinder enthaltende
Ebene ist um einen größeren Winkelbetrag, etwa 30°, zur Vertikalen geneigt. Es wird
dadurch eine Umschlingung der Übertragungszylinder durch die Bahn erreicht. Dies ist
erforderlich, weil die Übertragungszylinder mit Spannkanälen behaftet sind. Bei einer
Anordnung derartiger Zylinder senkrecht übereinander würde beim Durchlauf der Spannkanäle
durch die Druckzone die Pressung auf die Bahn und damit der durch die Druckeinheit
ausgeübte Bahnzug und Bahnzwanglauf unterbrochen werden. Die in der genannten Druckschrift
gezeigte Schrägstellung der Übertragungszylinder hat aber den drucktechnischen Nachteil,
daß die Umfangsgeschwindigkeit der Übertragungszylinder im Umschlingungsbereich größer
ist als die Bahngeschwindigkeit und sich dadurch die Druckqualität nachteilig beeinflußende
Verschiebungen zwischen Bahn und Übertragungszylindern ergeben. Die größere Umfangsgeschwindigkeit
rührt vom größeren Radius dieser Zylinder gegenüber dem sich in der Druckzone einstellenden
Radius her.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungsgemäßen Druckeinheit
mit einem günstigen Bahnlauf eine gute Druckqualität zu erzielen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die gegenständlichen Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindung verkleinert den Umschlingungsbereich der
Übertragungszylinder, wodurch die Verschiebung zwischen Bahn und Zylinderoberfläche
verringert und dadurch die Druckqualität verbessert wird. Optimal wäre nach diesem
Gesichtspunkt eine völlig entfallende Umschlingung. Dies hätte aber den Nachteil,
daß die Bahn nach dem Verlassen des Druckspaltes jeweils an dem Zylinder mit dem momentan
größeren Druckanteil am Sujet kleben bleibt und also je nach Sujet flattert. Dies
wirkt sich nachteilig auf die Bahnspannung und die Druckqualität (Punktzuwachs, Umfangsduple',
Umfangsregisterfehler) aus. Eine optimale Umschlingung, die den drucktechnischen Belangen
und einem stabilen Bahnlauf gerecht wird, wird also bei einer Neigung der Übertragungszylinder
im angegebenen Winkelbereich erzielt.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen in
Verbindung mit der Beschreibung.
[0006] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigt schematisch:
- Fig. 1
- eine Druckeinheit in der Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Schnitt durch einen Übertragungszylinder der Druckeinheit,
- Fig. 3
- eine zu Fig. 2 analoge Variante, ausschnittsweise.
[0007] Die in Fig. 1 dargestellte Druckeinheit enthält zwei übereinander angeordnete Übertragungszylinder
1, 2, denen jeweils ein Formzylinder 3, 4 zugeordnet ist. Die Übertragungszylinder
1, 2 arbeiten im Berührungskontakt miteinander. Dabei ist der Berührungspunkt entgegen
der Laufrichtung der Bahn 5 zur Vertikalen 6 durch die Mitte des unteren Übertragungszylinders
2 versetzt, und zwar ist die Ebene der Achsen der Übertragungszylinder 1, 2 um einen
Winkel α = 5° zur Vertikalen 6 geneigt. Der Winkel α kann im Bereich von 0° bis 10°
gewählt werden. Auch kann der Winkel α im Uhrzeigersinn zur Vertikalen 6 liegen, das
heißt, der Übertragungszylinder 1 kann in Bahnlaufrichtung geneigt angeordnet werden.
[0008] Die Übertragungszylinder 1, 2 sind jeweils mit einem endlosen Gummituch 7 ausgestattet.
Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Übertragungszylinders 1. Das Gummituch 7 ist als
Schicht auf einem Träger in Form einer Hülse 8 aufgebracht. Das Gummituch 7 kann auch
spaltlos aufgeklebt werden, und der Träger kann auch plattenförmige Gestalt haben
kann. Eine solche Variante zeigt Fig. 3. Hier ist der Übertragungszylinder 9 mit einem
in Achsrichtung verlaufenden Schlitz 10 versehen, in den die abgekanteten Schenkel
11, 12 eines plattenförmigen Trägers 13 eingesteckt sind. Auf den Träger 13 ist das
Gummituch 14 spaltlos aufgeklebt.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, die Gummituchhülsen
7, 8 bzw. 13, 14 in der in Fig. 1 dargestellten Druckeinheit 1, 3; 2, 4 bei in der
Druckeinheit belassenen Zylindern 1, 2 von der Zylinderstirnseite her, also durch
die Druckwerkseitenwand bei einseitig schwebend gehaltenen Zylinder zu wechseln (siehe
hierzu z. B. DE-PS 35 43 704, Abbildung 6).
1. Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck mit horizontalen Bahnlauf mit Zwei Druckwerken,
deren Übertragungszylinder übereinander angeordnet sind und wobei die Übertragungszylinder
jeweils ein spaltloses Gummituch tragen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der
Achsen der Übertragungszylinder (1, 2, 9) um einen Winkel (α) im Bereich von 0° bis
10° zur Vertikalen (6) geneigt ist.
2. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Übertragungszylinder
(1) in Bahnlaufrichtung geneigt angeordnet ist.
3. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Übertraungszylinder
(1) entgegen der Bahnlaufrichtung geneigt angeordnet ist.
4. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gummituch
(7) als Schicht auf einen Träger (8) aufgebracht ist.
5. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gummituch
(14) auf einen Träger (13) spaltlos aufgeklebt ist.
6. Druckeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gummihülsen (7, 8; 13, 14) bei in der Maschine belassenen Übertragungszylindern (1,
2) von der Zylinderstirnseite her wechselbar sind.

