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(11) |
EP 0 683 041 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1998 Patentblatt 1998/43 |
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Anmeldetag: 29.04.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 7/12 |
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Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck
Printing unit for blanket-to-blanket printing
Unité d'impression pour imprimer blanchet-contre-blanchet
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
04.05.1994 DE 4415711
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.11.1995 Patentblatt 1995/47 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Wech, Erich
D-86153 Augsburg (DE)
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Vertreter: Schober, Stefan, Dipl.-Ing. |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Postfach 10 00 96 86135 Augsburg 86135 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 131 813 EP-A- 0 277 545 DE-C- 203 612 US-A- 2 986 085 US-A- 3 177 804
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EP-A- 0 235 677 DE-A- 3 543 704 GB-A- 843 899 US-A- 3 166 012
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 6 no. 232 (M-172) ,18.November 1982 & JP-A-57 131561
(KOMORI INSATSU KIKAI KK) 14.August 1982,
- Teschner, Offsettechnik, Technologie in der Druckindustrie, 5. Auflage; 1982; Seite
271.
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine für Gummi-Gummi-Druck mit horizontalem
Bahnlauf nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck mit horizontalem Bahnlauf zeigt die DE 27
54 429 C2. Danach sind zwei Druckwerke mit jeweils einem Platten- und einem Übertragungszylinder
übereinander angeordnet. Zwischen den Übertragungszylindern wird die waagerecht laufende,
zu bedruckende Bahn hindurchgeführt. Die die Achsen der Übertragungszylinder enthaltende
Ebene ist um einen größeren Winkelbetrag, etwa 30°, zur Vertikalen geneigt. Es wird
dadurch eine Umschlingung der Übertragungszylinder durch die Bahn erreicht. Dies ist
erforderlich, weil die Übertragungszylinder mit Spannkanälen behaftet sind. Bei einer
Anordnung derartiger Zylinder senkrecht übereinander würde beim Durchlauf der Spannkanäle
durch die Druckzone die Pressung auf die Bahn und damit der durch die Druckeinheit
ausgeübte Bahnzug und Bahnzwanglauf unterbrochen werden. Die in der genannten Druckschrift
gezeigte Schrägstellung der Übertragungszylinder hat aber den drucktechnischen Nachteil,
daß die Umfangsgeschwindigkeit der Übertragungszylinder im Umschlingungsbereich größer
ist als die Bahngeschwindigkeit und sich dadurch die Druckqualität nachteilig beeinflussende
Verschiebungen zwischen Bahn und Übertragungszylindern ergeben. Die größere Umfangsgeschwindigkeit
rührt vom größeren Radius dieser Zylinder gegenüber dem sich in der Druckzone einstellenden
Radius her.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungsgemäßen Druckeinheit
mit einem günstigen Bahnlauf eine gute Druckqualität zu erzielen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die gegenständlichen Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindung verkleinert den Umschlingungsbereich der
Übertragungszylinder, wodurch die Verschiebung zwischen Bahn und Zylinderoberfläche
verringert und dadurch die Druckqualität verbessert wird. Optimal wäre nach diesem
Gesichtspunkt eine völlig entfallende Umschlingung. Dies hätte aber den Nachteil,
daß die Bahn nach dem Verlassen des Druckspaltes jeweils an dem Zylinder mit dem momentan
größeren Druckanteil am Sujet kleben bleibt und also je nach Sujet flattert. Dies
wirkt sich nachteilig auf die Bahnspannung und die Druckqualität (Punktzuwachs, Umfangsduple',
Umfangsregisterfehler) aus. Eine optimale Umschlingung, die den drucktechnischen Belangen
und einem stabilen Bahnlauf gerecht wird, wird also bei einer Neigung der Übertragungszylinder
im angegebenen Winkelbereich erzielt.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen in
Verbindung mit der Beschreibung.
[0006] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigt schematisch:
- Fig. 1
- eine Druckeinheit in der Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Schnitt durch einen Übertragungszylinder der Druckeinheit,
- Fig. 3
- eine zu Fig. 2 analoge Variante, ausschnittsweise.
[0007] Die in Fig. 1 dargestellte Druckeinheit enthält zwei übereinander angeordnete Übertragungszylinder
1, 2, denen jeweils ein Formzylinder 3, 4 zugeordnet ist. Die Übertragungszylinder
1, 2 arbeiten im Berührungskontakt miteinander. Dabei ist der Berührungspunkt entgegen
der Laufrichtung der Bahn 5 zur Vertikalen 6 durch die Mitte des unteren Übertragungszylinders
2 versetzt, und zwar ist die gemeinsame Ebene der Achsen der Übertragungszylinder
1, 2 um einen Winkel α = 5° zur Vertikalen 6 geneigt. Der Winkel α kann im Bereich
von 0° < α ≤ 10° gewählt werden. Auch kann der Winkel α im Uhrzeigersinn zur Vertikalen
6 liegen, das heißt, der Übertragungszylinder 1 kann in Bahnlaufrichtung geneigt angeordnet
werden.
[0008] Die Übertragungszylinder 1, 2 sind jeweils mit einem endlosen Gummituch 7 ausgestattet.
Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Übertragungszylinders 1. Das Gummituch 7 ist als
Schicht auf einem Träger in Form einer Hülse 8 aufgebracht. Das Gummituch 7 kann auch
spaltlos aufgeklebt werden, und der Träger kann auch plattenförmige Gestalt haben
kann. Eine solche Variante zeigt Fig. 3. Hier ist der Übertragungszylinder 9 mit einem
in Achsrichtung verlaufenden Schlitz 10 versehen, in den die abgekanteten Schenkel
11, 12 eines plattenförmigen Trägers 13 eingesteckt sind. Auf den Träger 13 ist das
Gummituch 14 spaltlos aufgeklebt.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, die Gummituchhülsen
7, 8 bzw. 13, 14 in der in Fig. 1 dargestellten Druckeinheit 1, 3; 2, 4 bei in der
Druckeinheit belassenen Zylindern 1, 2 von der Zylinderstirnseite her, also durch
die Druckwerkseitenwand bei einseitig schwebend gehaltenen Zylinder zu wechseln (siehe
hierzu z. B. DE-PS 35 43 704, Abbildung 6).
1. Druckeinheit für Gummi-Gummi-Druck mit horizontalem Bahnlauf mit zwei Druckwerken,
deren Übertragungszylinder (1, 2, 9) übereinander angeordnet sind und wobei die Übertragungszylinder
(1, 2, 9) jeweils ein spaltloses Gummituch (7) tragen, dadurch gekennzeichnet, daß
die gemeinsame Ebene der Achsen der Übertragungszylinder (1, 2, 9) um einen Winkel
(α) im Bereich von 0° < α ≤ 10° zur Vertikalen (6) geneigt ist.
2. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Übertragungszylinder
(1) in Bahnlaufrichtung geneigt angeordnet ist.
3. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Übertraungszylinder
(1) entgegen der Bahnlaufrichtung geneigt angeordnet ist.
4. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gummituch
(7) als Schicht auf einen Träger (8) aufgebracht ist.
5. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gummituch
(14) auf einen Träger (13) spaltlos aufgeklebt ist.
6. Druckeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gummihülsen (7, 8; 13, 14) bei in der Maschine belassenen Übertragungszylindern (1,
2) von der Zylinderstirnseite her wechselbar sind.
1. Printing unit for rubber-to-rubber-printing with horizontal web travel, having two
printing stations, the transfer cylinders (1, 2, 9) of which are arranged one above
the other, the transfer cylinders (1, 2, 9) each carrying a gapless rubber blanket
(7), characterised in that the common plane of the axes of the transfer cylinders
(1, 2, 9) is inclined by an angle (α) in the range of 0° < α ≤ 10° to the vertical
(6).
2. Printing unit according to claim 1, characterised in that the upper transfer cylinder
(1) is arranged to be inclined in the web travel direction.
3. Printing unit according to claim 1, characterized in that the upper transfer cylinder
(1) is arranged to be inclined against the web travel direction.
4. Printing unit according to one of claims 1 to 3, characterised in that the rubber
blanket (7) is applied as a layer to a carrier (8).
5. Printing unit according to one of claims 1 to 3, characterised in that the rubber
blanket (14) is glued without a gap onto a carrier (13).
6. Printing unit according to one of the preceding claims, characterised in that the
rubber sleeves (7, 8; 13, 14) can be replaced from the cylinder end side while leaving
the transfer cylinders (1, 2) in the machine.
1. Unité d'impression pour impression blanchet-sur-blanchet avec circulation horizontale
de la bande entre deux mécanismes d'impression, dont les cylindres de transfert (1,
2, 9) sont disposes d'une manière superposée, les cylindres de transfert (1, 2, 9)
portant chacun un blanchet (7) ne comportant pas de fente, caractérisée en ce que
le plan commun des axes des cylindres de transfert (1, 2, 9) est incliné, par rapport
à la verticale (6), d'un angle (α) dans la gamme de 0° < α ≤ 10°.
2. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre supérieur
de transfert (1) est disposé en étant incliné dans la direction de circulation de
la bande.
3. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre supérieur
de transfert (1) est disposé en étant incliné en sens opposé de la direction de circulation
de la bande.
4. Unité d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le
blanchet (7) est déposé sous la forme d'une couche sur un support (8).
5. Unité d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le
blanchet (14) est collé sur un support (13), en ne laissant subsister aucune fente.
6. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
que les blanchets (7, 8 ; 13, 14) peuvent être remplacés à partir de la face frontale
des cylindres de transfert (1, 2), ces derniers restant en place dans la machine.

