[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Brennkraftmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE 41 25 677 A1 ist eine notlauffähige Steuervorrichtung an einer Brennkraftmaschine
bekannt. Diese Vorrichtung benötigt einen Referenzsignalgeber, einen Kurbelwellengeber
und einen Nockenwellengeber mit insgesamt drei Sensoren. Die Geberscheibe des Nockenwellengebers
weist für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine ein Zahnsegment auf, wobei das Zahnsegment
für einen bestimmten Zylinder verkürzt ist und das Zahnsegment für einen anderen bestimmten
Zylinder vergrößert ist. Bei Ausfall des Kurbelwellengebers wird das unregelmäßige
Nockenwellensignal in ein "monotones Nockenwellensignal" mit gleichlangen Zahnsegmenten
umgewandelt und mit diesem Signal die Steuerung im Notlauf mit einer wesentlich geringeren
Winkelauflösung weiterbetrieben. Diese bekannte Steuerung ist für den Serieneinsatz
zu aufwendig. Sie erfordert neben drei teuren Sensoren auch eine genaue und damit
teure Justierung der Geberscheiben zueinander, ohne im Notlauf eine befriedigende
Winkelauflösung der Kurbelwelle zu ermöglichen.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Notlaufsteuerung einer Brennkraftmaschine
derart zu gestalten, daß mit einem Nockenwellengeber und einem Kurbelwellengeber mit
serienüblichen Geberscheiben (z.B. Kurbelwellen-Zahngeberscheibe mit ein oder zwei
fehlenden Zähnen, Nockenwellen-Geberscheibe mit einem Segment über 180°NW = 360°KW)
bei Ausfall des Kurbelwellengebers die Brennkraftmaschine mit einem nachgebildeten
Kurbelwellensignal mit etwa der gleichen Winkelauflösung weiterbetrieben werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
[0005] Im folgenden werden unter dem Begriff "Zahn" sowohl schmale Zähne als auch breite
Zähne (üblicherweise Segmente genannt), unter dem Begriff "Segment" jedoch sowohl
Zähne als auch die zwischen jeweils zwei Zähnen liegenden Lücken verstanden.
[0006] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung einer Motorsteuerung,
- Figur 2
- ein Signaldiagramm zu Erläuterung der Funktionsweise des beschriebenen Verfahrens.
[0007] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Motorsteuerung einer Brennkraftmaschine,
mit einem mikroprozessorgesteuerten Motorsteuergerät ST, welchem die Signale eines
Nockenwellengebers GNW und eines Kurbelwellengebers GKW zugeführt werden.
[0008] Der Nockenwellengeber GNW in diesem Ausführungsbeispiel besteht aus einem feststehenden
Sensor SNW und einer mit der Nockenwelle drehfest verbundenen Geberscheibe GSNW, die
einen Zahn A und eine etwa gleichbreite Lücke B aufweist, welche entsprechend der
durch einen Pfeil festgelegten Drehrichtung, durch eine aufsteigende Flanke a und
eine abfallende Flanke b voneinander getrennt sind.
[0009] Der Kurbelwellengeber GKW in diesem Ausführungsbeispiel besteht aus einem feststehenden
Sensor SKW und einer mit der Kurbelwelle drehfest verbundenen Geberscheibe GSKW, die
z.B. 60 gleichbreite, über den Umfang gleichmäßig verteilte Zähne C mit gleichbreiten
Lücken D aufweist, die entsprechend der ebenfalls durch einen Pfeil festgelegten Drehrichtung,
durch aufsteigende Flanken c und abfallende Flanken d voneinander getrennt sind. Zwei
dieser Zähne, Nr. 59 und Nr. 60, sind entfernt, sodaß mit den zwei fehlenden Zähnen
und den drei vorhandenen Lücken eine Lücke E mit fünffacher Breite entsteht.
[0010] Bei sich drehenden Geberscheiben liefern die Sensoren je nach deren Ausführung (induktive
oder Hall-Sensoren etc.) entsprechende Signale (deren Bezugszeichen mit denen der
ihnen entsprechenden Zähne, Lücken und Flanken übereinstimmen) an eine Aufbereitungsschaltung
AW im Steuergerät, deren Ausgangssignale wiederum zur Steuerung der Brennkraftmaschine
in bekannter Weise verwendet werden. Die Ausgangssignale der Aufbereitungsschaltung
AW können aus beispielsweise fünf oder zehn Impulsen pro Kurbelwellenzahn oder -lücke
(auch für die fehlenden Zähne), die durch Auszählen der Kurbelwellensegmente gebildet
werden, bestehen, sie können aber auch ein genaues Abbild der auf der Kurbelwellen-Geberscheibe
GSKW angeordneten Segmente sein. Durch Vergleich der Kurbelwellen-Segmentbreiten C,D
und E erzeugt die Aufbereitungsschaltung auch ein Kurbelwellen-Referenzsignal e =
0°KW, welches beispielsweise der aufsteigenden Flanke c des ersten auf die breite
Lücke E folgenden Zahnes zugeordnet ist, von wo aus die Zählung des Umfangswinkels
der Kurbelwelle beginnen soll.
[0011] Die Durchlaufzeit der Nockenwellen-Segmente A und B am Nockenwellensensor SNW wird
mit einem Taktsignal t konstanter Frequenz ausgezählt, um daraus die Drehzahl, Beschleunigung
u.s.w. der Brennkraftmaschine zu ermitteln.
[0012] Figur 2 zeigt ein Abbild der Nockenwellensegmente a,A,b,B in Figur 2a, der Kurbelwellensegmente
c,C,d,D,E in Figur 2b und die davon abgeleiteten (Kurbelwellen-)Referenzsignale e
in Figur 2c.
Figur 2d zeigt von den Kurbelwellensegmenten abgeleitete Signale f mit beispielsweise
fünf Impulsen pro Zahn bzw. Lücke, auch für die fehlenden Zähne. Die von den Kurbelwellensegmenten
abgeleiteten Signale können aber auch ein genaues Abbild der Kurbelwellensegmente
c,C,d,D,E in Figur 2b
Beispielsweise sollen die Referenzsignale e immer bei einer Kurbelwellenstellung erscheinen,
wenn sich Zylinder I (und damit auch Zylinder IV) 120°KW vor dem oberen Totpunkt befindet.
Die Kurbelwellen-Geberscheibe GSKW ist möglichst genau auf diesen Punkt justiert.
[0013] Jedes Segment A,B der Nockenwellen-Geberscheibe GSNW erstreckt sich sollwertmäßig
über 180°NW = 360°KW. Infolge zulässiger Toleranzen aber beginnt beispielsweise der
Zahn A (aufsteigende Flanke a) bei 100°KW vor OT und die Lücke B (abfallende Flanke
b) bei 110°KW vor OT.
[0014] Die festgelegten Größen Gesamtzahl Z = 60 der auf der Kurbelwellen-Geberscheibe GSKW
vorhandenen (58 + fehlende 2) Zähne C und Winkellängen L
C und L
D = 360°/120 = 3°KW der auf der Kurbelwellen-Geberscheibe GSKW angeordneten Segmente
(60 Zähne und 60 Lücken = 120 Segmente) werden vor der ersten Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine
im Motorsteuergerät nichtflüchtig abgespeichert.
[0015] Bei vorgegebenen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine, beispielsweise nach
jedem Anlaßvorgang, oder in vorgegebenen Abständen, beispielsweise nach jeweils zehn
Minuten, werden die Kurbelwellenstellungen a' und b', bei welchen die Nockenwellen-Segmentflanken
a und b den Nockenwellensensor SNW passieren, ebenfalls im Motorsteuergerät ST nichtflüchtig
abgespeichert. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind dies die Werte a' = 20°KW
(gerechnet ab e = 0°KW ≡ 100°KW vor OT) und b' = 10°KW (≡ 110°KW vor OT).
[0016] Aus den gespeicherten Werten a' und b' werden die Winkellängen LA = 350°KW und LB
= 370°KW bestimmt und daraus die Verhältnisse A/B = 350/370 = 0,9459... und B/A =
1,0571... berechnet und nichtflüchtig abgespeichert. Die gespeicherten Werte a', b'
und die davon abgeleiteten Verhältnisse A/B und B/A werden im ungestörten Betrieb
immer wieder aktualisiert und überschrieben, da sie sich im Laufe der Zeit durch Abnutzung
verändern können.
[0017] Wenn nun der seltene Fall eintritt, daß der Kurbelwellengeber defekt wird, so bleiben
die Signale c,C,d,D,E (Figur 2b) oder f(Figur 2d) und das davon abgeleitete Referenzsignal
e (Figur 2c) aus und die Motorsteuerung muß allein mit den Signalen a,A,b und B weitergeführt
werden. Aus diesen Signalen und den gespeicherten Werten werden die ausgefallenen
Signale und das Referenzsignal nach dem nachstehend erläuterten Verfahren anhand zweier
Ausführungsbeispiele nachgebildet. Bei Ausfall des Kurbelwellengebers wird auch eine
Fehleranzeige F (akustisch oder optisch) aktiviert.
[0018] Die für die Ermittlung der Durchlaufzeit des vorhergehenden Segments N-1 (

, wenn

und umgekehrt) der Nockenwellen-Geberscheibe GSNW gezählten Impulse I
N-1 des Taktsignals t werden dazu verwendet, um die Zahl der für das nächste Segment
N voraussichtlich benötigten Impulse I
N nach der Formel

vorauszuberechnen (zu interpolieren). Der Quotient I
N/L
N (oder I
N-1/L
N-1) aus diesem Wert I
N und der gespeicherten Winkellänge L
N ergibt den Wert I/°KW der Impulse für 1°KW. Dieser Wert sei beispielsweise "50" bei
der momentanen Motor-Drehzahl. Bezogen auf das vorhergehende Signal e = 0°KW heißt
dies, daß das Flankensignal a beim

(a' = 20°KW, I/°KW = 50), also beim 1000. Impuls oder das Flankensignal b beim

(b' = 10°KW, I/°KW = 50), also beim 500. Impuls ab dem vorhergehenden Referenzsignal
e erscheint.
[0019] Also wird beim Erscheinen des Nockenwellen-Flankensignals a ein Zähler auf den Wert
a'*(I/°KW) = 1000 oder beim Erscheinen des Nockenwellen-Flankensignals b auf den Wert
b'*(I/°KW) = 500 voreingestellt und mit dem Taktsignal t weiter hochgezählt.
[0020] Sollen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel die Signale f (fünf Impulse pro Segment
zu 3°KW) nachgebildet werden, so wird nach jeweils 0,6°KW, d.h., bei der momentanen
Motordrehzahl nach jedem 30. Impuls des Taktsignals (t), allgemein bei jedem

, ab dem Referenzsignal e = 0°KW, beginnend beim 1020. Impuls = 20,4°KW, ein Impuls
des Signals (f) gebildet - mit R = Abstand zweier Impulse voneinander in °KW).
[0021] Zusätzlich wird bei dem

des Taktsignals t ein Kurbelwellen-Referenzsignal e ausgegeben, Figur 2c.
[0022] Soll gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ein identisches Abbild der Kurbelwellensegmente
(Figur 2b) nachgebildet werden, so wird bei jedem

ab dem vorhergehenden Referenzsignal e, das heißt also, nach jeweils 6°KW ab e =
0°KW ( nach jedem 300. Impuls, beginnend bei 1200) von der Aufbereitungsschaltung
AW ein Signal c (aufsteigende Flanke) für den Beginn eines Segments C (Zahn) bzw.
für das Ende eines Signals D (Lücke), und bei jedem

des Taktsignals t, also jeweils 3°KW = 150 Impulse nach jeder aufsteigenden Flanke
ab e = 0°KW, ein Signal d (abfallende Flanke) für den Beginn eines Segments D (Lücke)
bzw. für das Ende eines Segments C (Zahn) ausgegeben, (mit P = 0,1,2,...,Z-4,Z-3,
wenn auch die breite Lücke E nachgebildet werden soll; oder mit P = 0,1,2, ,Z-2,Z-1,
wenn auch die auf der Kurbelwellen-Geberscheibe GSKW fehlenden zwei Zähne nachgebildet
werden sollen). Zusätzlich wird auch hier bei dem

des Taktsignals t ein Kurbelwellen-Referenzsignal e ausgegeben (Figur 2c).
[0023] P entspricht dem ganzzahligen Wert vor dem Komma des Quotienten der jeweiligen Nockenwellenstellung
(in °KW, bezogen auf e = 0°KW), geteilt durch die Zahl 6 (

). Beispielsweise für den ersten Zahn und die erste Lücke der Kurbelwellen-Geberscheibe
GSKW nach dem Referenzsignal (von 0°KW bis < 6°KW) ist P = 0, für den zweiten Zahn
und die zweite Lücke (von 6°KW bis < 12°KW), ist P = 1, usw., für den letzten vorhandenen
Zahn (Nr. 58, von 342°KW bis < 348°KW) ist P = (Z-3) = 57.
[0024] Anschließend an das erzeugte Referenzsignal e wird mit P = 0 der Zählvorgang von
vorne gestartet, bis das nächste Nockenwellen-Flankensignal b (oder a) bei 10°KW (oder
bei 2o°KW) erscheint. Dann beginnt der beschriebene Vorgang von vorne.
[0025] Bei Beschleunigung erscheint das nächste Nockenwellen-Flankensignal a oder b etwas
früher, bei Verzögerung etwas später, als es dem gespeicherten Nockenwellen-Flankensignal
a' (20°KW) oder b' (10°KW) entspricht.
[0026] Bei Verzögerung wartet die Steuerung bei der Impulszahl I, die dem folgenden Nockenwellen-Flankensignal
(b' = 500, wenn mit a' = 1000 begonnen wurde, und umgekehrt) bei gleichbleibender
Motordrehzahl entsprechen würde, bis dieses Signal erscheint, um dann unter Zugrundelegung
der für das soeben beendete vorhergehende Nockenwellensegment A (oder B) gemessenen
Durchlaufzeit neu zu beginnen.
[0027] Bei Beschleunigung, d.h., wenn die folgende Nockenwellen-Segmentflanke b (oder A)
bereits erscheint, bevor die erwartete Impulszahl I (= 500 oder 1000) abgearbeitet
ist, werden gegebenenfalls noch ausstehende Steuerbefehle an dieser Flanke nacheinander
erzeugt. Das Verfahren wird dann, ebenfalls unter Zugrundelegung der für das soeben
beendete vorhergehende Nockenwellensegment A (oder B) gemessenen Durchlaufzeit neu
begonnen.
[0028] Mit dem anhand der beiden Ausführungsbeispiele erläuterten Verfahren sind die ausgefallenen
Kurbelwellensignale zur Gänze nachgebildet bzw. ersetzt, und die Steuerung der Brennkraftmaschine
kann erfolgen wie vor dem Ausfall des Kurbelwellensensor SKW. Der Fahrer wird jedoch
durch eine optische oder akustische Fehleranzeige F auf den aufgetretenen Fehler hingewiesen.
1. Verfahren zur Steuerung einer Brennkraftmaschine (BKM) durch ein mikroprozessorgesteuertes
Motorsteuergerät (ST),
- mittels der Segment-Flankensignale (c,d,e) eines der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine
zugeordneten Kurbelwellengebers (GKW) und der Segment-Flanklensignale (a,b) eines
dessen Nockenwelle zugeordneten Nockenwellengebers (GNW),
wobei die Geber (GKW, GNW) zur Ermittlung bestimmter Stellungen der Kurbel- und Nockenwelle
aus je einem feststehenden Sensor (SKW, SNW), einer mit KW-Segmenten (C,D,E) versehenen
Kurbelwellen-Geberscheibe (GSKW) und einer mit NW-Segmenten (A,B) versehenen Nockenwellen-Geberscheibe
(GSNW) bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Gesamtzahl (Z) der Zähne (C) und die Winkellängen (LC,LD) der auf der Kurbelwellen-Geberscheibe (GSKW) angeordneten Segmente (C,D) nichtflüchtig
gespeichert werden,
- daß bei vorgegebenen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine oder in vorgegebenen
Abständen die den bestimmten Nockenwellen-Segmentflanken (a,b) entsprechenden Kurbelwellenstellungen
(a',b'), bezogen auf eine vorgegebene Referenz-Kurbelwellenstellung (e) ermittelt
und nichtflüchtig gespeichert werden,
- daß aus den gespeicherten Kurbelwellenstellungen (a',b') die Winkellängen (LA,LB) der auf der Nockenwelle angeordneten Segmente (A,B) oder eines bestimmten Teils
derselben ermittelt und daraus das Längenverhältnis (A/B, B/A) jedes Segments (A,B)
oder Segmentteils zu dem vorhergehenden Segment (B,A) oder Segmentteil ermittelt und
nichtflüchtig gespeichert wird,
- daß bei Ausfall des Kurbelwellen-Sensors (SKW) die gezählten Taktimpulse (IN, IN-1) für die Durchlaufzeiten der Segmente (N, N-1) im Nockenwellen-Sensor (SNW) durch
Auszahlen mit einem Taktsignal (t) vorgegebener Frequenz ermittelt werden (mit

und

oder umgekehrt),
- wobei aus der Zahl (IN-1) der beim vorhergehenden Segment (N-1) gezählten Taktimpulse die Zahl der für das
aktuelle Segment (N) nach der Formel

interpoliert wird,
- daß aus dem Quotienten IN-1/LN-1 oder IN/LN die Zahl der Taktimpulse (I/°KW) pro Einheit des nachgebildeten KW-Signals für das
aktuelle Segment vorausbestimmt wird, und
- daß anschließend, beginnend mit dem auf das vorhergehende Referenzsignal e bezogenen

oder

beim Erscheinen des Nockenwellen-Flankensignals a oder b, Kurbelwellen-Signale (c,C,d,D,E
oder f) und das Kurbelwellen-Referenzsignal (e) nachgebildet werden, indem
- jeweils bei dem

des Taktsignals (t) ein Signal (f) gebildet wird, (mit R = Abstand zweier Impulse
voneinander in °KW).) und
- jeweils bei dem

des Taktsignals (t) ein Kurbelwellen-Referenzsignal (e) gebildet wird.
2. Verfahren zur Steuerung einer Brennkraftmaschine (BKM) durch ein mikroprozessorgesteuertes
Motorsteuergerät (ST),
- mittels der Segment-Flankensignale (c,d,e) eines der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine
zugeordneten Kurbelwellengebers (GKW) und der Segment-Flankensignale (a,b) eines dessen
Nockenwelle zugeordneten Nockenwellengebers (GNW),
wobei die Geber (GKW, GNW) zur Ermittlung bestimmter Stellungen der Kurbel- und Nockenwelle
aus je einem feststehenden Sensor (SKW, SNW), einer mit KW-Segmenten (C,D,E) versehenen
Kurbelwellen-Geberscheibe (GSKW) und einer mit NW-Segmenten (A,B) versehenen Nockenwellen-Geberscheibe
(GSNW) bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Gesamtzahl (Z) der Zähne (C) und die Winkellängen (LC,LD) der auf der Kurbelwellen-Geberscheibe (GSKW) angeordneten Segmente (C,D) nichtflüchtig
gespeichert werden,
- daß bei vorgegebenen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine oder in vorgegebenen
Abständen die den bestimmten Nockenwellen-Segment-Flanken (a,b) entsprechenden Kurbelwellenstellungen
(a',b'), bezogen auf eine vorgegebene Referenz-Kurbelwellenstellung (e) ermittelt
und nichtflüchtig gespeichert werden,
- daß aus den gespeicherten Kurbelwellenstellungen (a',b') die Winkellängen (LA,LB) der auf der Nockenwelle angeordneten Segmente (A,B) oder eines bestimmten Teils
derselben ermittelt und daraus das Längenverhältnis (A/B, B/A) jedes Segments (A,B)
oder Segmentteils zu dem vorhergehenden Segment (B,A) oder Segmentteil ermittelt und
nichtflüchtig gespeichert wird,
- daß bei Ausfall des Kurbelwellen-Sensors (SKW) die gezählten Taktimpulse (IN, IN-1) für die Durchlaufzeiten der Segmente (N, N-1) im Nockenwellen-Sensor (SNW) durch
Auszählen mit einem Taktsignal (t) vorgegebener Frequenz ermittelt werden (mit

und

oder umgekehrt),
- wobei aus der Zahl (IN-1) der beim vorhergehenden Segment (N-1) gezählten Taktimpulse die Zahl der für das
aktuelle Segment (N) nach der Formel

interpoliert wird,
- daß aus dem Quotienten IN-1/LN-1 oder IN/LN die Zahl der Taktimpulse (I/°KW) pro Einheit des nachgebildeten KW-Signals für das
aktuelle Segment vorausbestimmt wird, und
- daß anschließend, beginnend mit dem auf das vorhergehende Referenzsignal e bezogenen

beim Erscheinen des Nockenwellen-Flankensignals a (oder b), die ausbleibenden Kurbelwellen-Signale
(c,d) und das Kurbelwellen-Referenzsignal (e) für das aktuelle Segment (N) nachgebildet
werden, indem
- jeweils bei dem

des Taktsignals (t) ein Signal (c) für den Beginn eines Segments (C),
- jeweils bei dem

des Taktsignals (t) ein Signal (d) für den Beginn eines Segments (D,E), und
- jeweils bei dem

des Taktsignals (t) ein Kurbelwellen-Referenzsignal (e)
erzeugt wird (mit P = 0,1,2 ... Z-4,Z-3).